DE77813C - Verfahren zum Nachbilden von Bildhauer-Arbeiten - Google Patents
Verfahren zum Nachbilden von Bildhauer-ArbeitenInfo
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- DE77813C DE77813C DENDAT77813D DE77813DA DE77813C DE 77813 C DE77813 C DE 77813C DE NDAT77813 D DENDAT77813 D DE NDAT77813D DE 77813D A DE77813D A DE 77813DA DE 77813 C DE77813 C DE 77813C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B1/00—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving, or able to be controlled, three-dimensionally for making single sculptures or models
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B1/00—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving, or able to be controlled, three-dimensionally for making single sculptures or models
- B44B1/02—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving, or able to be controlled, three-dimensionally for making single sculptures or models wherein three-dimensional [3D] copies are made
Landscapes
- Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. Y&
Vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Copiren von Bildhauerarbeiten.
Durch Anwendung der Erfindung wird die Copirarbeit wesentlich erleichtert, so dafs dieselbe
in viel· kürzerer Zeit ausgeführt werden kann, als mit Hülfe der bisher üblichen Verfahren.
Man bringt einen Halter für die zum Copiren erforderlichen Werkzeuge, wie Bohrer, Meifsel,
Schleifrollen und dergl., oberhalb des Modelles oder eines bestimmten Theiles desselben an.
Die Werkzeuge, die im Halter lose angebracht sind und in ihm geführt werden, sind so weit
hinabzulassen, dafs ihre Spitzen die Oberfläche des Modells berühren. In dieser Weise kann
man eine grofse Anzahl Punkte erhalten, deren Entfernung von einer bestimmten Fläche, der
oberen oder unteren Seite des Halters, genau festgestellt ist und gleich ist der Länge der
Werkzeugspindel von der Spitze derselben bis an die obere bezw. untere Seite des Halters.
Diese Abstände können in verschiedener Weise vorgemerkt werden, z. B. dadurch, dafs
die Spindel mit Gradeintheilung versehen ist, oder dafs man Hülsen, die sich auf den Spindeln
befinden, hinabsenkt, bis sie gegen die obere Seite des Halters anschlagen, und in
dieser Lage mittelst Schrauben oder dergl. befestigt. Darauf wird der Halter mit den darin
steckenden Werkzeugen nach dem zu bearbeitenden Material gebracht, wo er in geeigneter
Entfernung oberhalb desselben befestigt wird, so dafs die unteren Enden der Werkzeuge die
Oberfläche des Blockes berühren. Dadurch wird selbstverständlich jedes Werkzeug um so
viel über den Halter gehoben, als der Punkt des Blockes, welchen die Spitze des Werkzeuges
berührt, dem Halter näher liegt als der entsprechende Punkt des Modells. Man braucht
darauf nur die Werkzeuge so weit in den Block einzuführen, dafs die Entfernung der
Spitze des Werkzeuges .von dem Halter der- · jenigen gleich wird, die vorhanden war, als
der Halter sich über dem Modell befand.
Ist die Spindel gradirt, so führt man das Werkzeug bis zu dem vorher vermerkten'
Strich hinab; ist sie aber mit einer Hülse versehen, so wird dasselbe so weit hinabgeführt,
dafs die Hülse die obere Seite des Halters berührt.
Besteht das Werkzeug in einem Bohrer oder einer Schleifrolle, so ertheilt man dem Werkzeug
von Hand oder durch eine Maschine die erforderliche Drehbewegung. Wird dagegen
ein Meifsel verwendet, so mufs demselben selbstverständlich eine auf- und abwärtsgerichtete
Bewegung übertragen werden.
In allen Fällen erhält man in dem Block eine Anzahl Punkte, deren Entfernung von der
bestimmten Fläche des Halters der Entfernung der entsprechenden Punkte des Modells gleich
ist. Man braucht daher nur die zwischen den Löchern liegenden Theile des Blockes wegzumeifseln,
bis man den Boden jedes Loches erreicht hat.
Darauf wird der Apparat oberhalb eines anderen Modelltheiles angebracht "und das Verfahren
wiederholt.
Es ist klar, dafs ein Apparat zur Ausführung des oben beschriebenen Verfahrens in verschiedener
Weise gestaltet werden kann.
Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen somit nur, wie der Apparat in geeigneter
Weise construirt werden könnte.
Fig. ι zeigt einen Grundrifs des Apparates.
Von den Einzelheiten, die auf der Zeichnung in gröfserem Mafsstabe gezeichnet sind, stellt
Fig. 2 den linken Theil des Halters im Schnitt, sowie die daran befestigte Stange dar;
Fig. 3 ist eine Seitenansicht derselben Theile und
Fig. 4 ein Grundrifs, welcher theilweise im Schnitt den Halter mit den an ihm befestigten
Verbindungsstangen zeigt.
Fig. 5 bis 8 zeigen die Anordnung der Klemmen, in welche die Verbindungsstangen
eingesetzt sind, und
Fig. 9 und ro die Klemmen und Stifte, mittelst
welcher der Halter oberhalb des Modells und des Werkstückes befestigt wird.
α in Fig. ι bis 4 bezeichnet einen würfelförmigen
Halter, dessen obere und untere Seite mit einer grofsen Zahl genau über einander
liegender Löcher versehen ist, in welche die zur Punktirarbeit erforderlichen Werkzeuge eingesetzt
und geführt werden. An zwei' anderen Seiten des Würfels sind mittelst Klemmplatten c,
welche mit Hülfe der Schrauben b gegen die Fufsflantschen der Zapfen geprefst werden
können, Zapfen d angebracht. Diese sind drehbar mit den gabelförmigen Enden zweier
Stangen ee1 verbunden, deren freie Enden in
Klemmen ff1 eingeführt sind. Die Klemmen
ff1 (s. Fig. 7 und 8) bestehen aus je zwei
mittelst Stellschrauben zusammenschraubbaren, drehbaren Hülsen, und zwar dienen die oberen
Hülsen zum Halten der Stangen e e1, während die unteren die Enden zweier anderer Stangen
g g1 umfassen. Zufolge der Drehbarkeit der vorerwähnten Theile können die Stangen g
und g1, sowie die Stangen e und e1 mit dem
zwischen denselben eingelenkten Würfel α zu einander derartig eingestellt werden, dafs sie
einen triangelförmigen Rahmen (s. Fig. 1) mit aufserhalb der Kreuzpunkte hervorragenden
Enden bilden.
Die Stangen g und g1 sind an einander im
Kreuzpunkte dadurch festgehalten, dafs die Enden in die Hülsen einer aus zwei relativ
zu einander drehbaren Theilen bestehenden Klemme h eingeführt sind. Infolge dieser Anordnungen
können alle Stangen, wenn die Klemmschrauben gelöst sind, in bestimmtem Verhältnifs zu einander frei gedreht und verschoben
werden, wogegen dieselben, wenn die Schrauben festgespannt sind, zu einer festen
Gesammtvorrichtung vereinigt werden. An den beiden freien Enden der Stange g und an dem
einen Ende der Stange gl befinden sich die
ebenfalls durch Klemmen fixirten und vertical eingestellten Stifte ArA1A:2 (s. Fig. 1, 9 und 10)!
Ist das Modell, welches man nachzubilden beabsichtigt, kleiner als der Apparat, so bringt
man aufserhalb des Modells an der Ebene, auf welcher dasselbe ruht, oder im entgegengesetzten
Falle an geeigneten Stellen auf dem Modell selbst drei Feststellpunkte an, welche
aus kleinen Gypsklötzen mit darin eingegossenen kleinen Metallzapfen (s. Fig. 10) bestehen, die
in einer Entfernung zu einander angeordnet sind, welche den Dimensionen des Apparates
entspricht. Darauf bringt man, nachdem die Klemmschrauben losgemacht worden sind, den
Apparat in der Weise oberhalb des Modells an, dafs der Würfel sich über einem bestimmten
Theil des Modells befindet, wobei die Stifte k in die Zapfenpfannen hinabgeführt und daselbst
mittelst Federhaken (s. Fig. 10) festgehalten werden. Nachdem man durch Drehen und
Verschieben der verschiedenen Theile des Apparates diesem die erwünschte Lage zu dem
Modell gegeben hat, wird derselbe durch Festspannen aller Schrauben gesichert.
Derartige Klötze mit Zapfen, wie die. oben beschriebenen, sind auf dem Arbeitsstück aus
Marmor und dergl., aus welchem die Copie zu formen ist, oder aufserhalb desselben in gleicher
Weise und gleicher gegenseitiger Entfernung angeordnet.
Der Würfel ist, wie oben angegeben, mit einer grofsen Anzahl Löcher versehen, und
diese sind, wie aus Fig. 4 ersichtlich, numerirt. Die Werkzeuge von verschiedener Feinheit,
die zum Einführen in die Löcher vorgesehen sind, sind ebenfalls mit entsprechenden
Nummerbezeichnungen versehen und tragen aufserdem eventuell die verstellbaren Hülsen,
die in die Löcher des Würfels nicht eindringen können.
Das Punktiren geschieht jetzt in der Weise, dafs ein Bohrer durch die Löcher des Würfels
eingeführt wird, bis die Spitze des Werkzeuges den Punkt des Modells berührt, der sich gerade
unterhalb des Loches befindet. Die Hülse wird dann so weit hinabgebracht, dafs ihre untere
Kante die obere Seite des Würfels berührt, in welcher Lage sie durch eine Klemmschraube
festgehalten wird. In derselben Weise verfährt man mit den übrigen Werkzeugen, und dadurch
erhält man gleichzeitig eine grofse Anzahl Punkte auf dem Modell, deren Entfernung
von einer bestimmten Fläche, z. B. von der oberen Ebene des Würfels, gezeichnet ist und
aus der Länge der Werkzeugspindel von der Spitze bis an die erwähnte Fläche besteht.
Der Apparat wird darauf zum Werkstück gebracht, und die Stifte k werden in die Zapfenpfannen,
die auf dem Werkstück oder aufserhalb desselben angeordnet sind, eingeführt. Sämmtliche Spitzen berühren dann das Arbeits-
stück, wobei die Hülsen der Werkzeuge um so viel über die obere Seite des Würfels gehoben
werden, als dem Unterschiede entspricht, der zwischen der Entfernung der Oberfläche
des Würfels von dem fraglichen Punkte des Arbeitsstückes und der Entfernung derselben
Oberfläche von dem entsprechenden Punkte auf dem Modell entsieht. Man hat
daher nur durch Umdrehen oder Einschlagen mittelst Hand oder Maschinenkraft das Werkzeug
so weit in das Arbeitsstück hinabzubringen, bis die Hülse wieder an die obere Ebene des
Würfels anschlägt, da die Entfernung vom Boden des gebohrten Loches bis an die obere
Fläche des Würfels selbstverständlich gleich der Entfernung dieser Fläche von dem Punkte
des Modells ist, der von der Spitze des Werkzeugs berührt wurde, wenn· der Apparat über
dem Modell angebracht war. In gleicher Weise verfährt man mit allen in den Halter eingesetzten
Werkzeugen, worauf der Apparat abgehoben und die zwischen den Löchern befindlichen
Theile des Arbeitsstückes weggemeifselt werden.
Durch das Zurückführen des Apparates an das Modell und das Einstellen des Würfels
oberhalb eines anderen Theiles desselben können neue Punkte bestimmt werden, welche in der
oben beschriebenen Weise im Arbeitsstück fixirt werden u. s. w.
Dadurch, dafs eine grofse Anzahl Punkte gleichzeitig bestimmt werden können, bietet
dieser Apparat zum Punktiren erhebliche Vortheile vor anderen derartigen Apparaten, indem
die unter Verwendung der bisherigen Apparate mühsame und zeitraubende Punktirarbeit hier
wesentlich erleichtert ist.
Der würfelförmige Halter kann auch zwei entgegengesetzte verticale Seiten mit einer Anzahl
Löcher besitzen, in welche die Werkzeuge hineinzuführen sind. Der Halter mufs auch nicht unbedingt Würfelform besitzen,
sondern kann vielleicht zu einer dicken Scheibe ausgebildet sein oder eine andere beliebige,
zum Aufnehmen der Werkzeuge geeignete Form annehmen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zum Nachbilden von Bildhauerarbeiten, darin bestehend, dafs man eine Anzahl Werkzeuge (Bohrer, Meifsel, Schleifrollen oder dergl.), die in einem oberhalb des-Modells feststellbaren Haller eingesetzt sind, hinabführt, so dafs dieselben die Oberfläche des Modells berühren, und darauf die Werkzeuge und den Halter oberhalb des Arbeitsstückes anbringt und die Werkzeuge so tief darin hinabtreibt, dafs die Spindellänge der betreffenden Werkzeuge derjenigen gleich wird, welche vorhanden war, als die Werkzeuge sich über dem Modell befanden, und dafs endlich in bekannter Weise das Material weggemeifselt wird, bis man den Boden der vorher gebildeten Löcher oder Vertiefungen erreicht hat.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77813C true DE77813C (de) |
Family
ID=350591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77813D Active DE77813C (de) | Verfahren zum Nachbilden von Bildhauer-Arbeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77813C (de) |
-
0
- DE DENDAT77813D patent/DE77813C/de active Active
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