DE77802C - Verfahren zur Darstellung von Oxazinfarbstoffe^ - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Oxazinfarbstoffe^

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DE77802C
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oxazine dyes
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nitroso
dyes
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Bayer AG
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Bekanntlich entstehen bei der Einwirkung der Nitrosoverbindungen secundärer oder tertiärer aromatischer Amine auf ß-Naphtol und ß-Naphtolderivate (ß- Dioxynaphtaline) violette bis blaue Oxazinfarbstoffe, bei der Einwirkung dieser Nitrosoverbindungen auf a- oder ß-Naphtylamin ro the bis violette Azinfarbstoffe. Aus Amidonaphtolen und Nitrosoverbindungen sind bisher nur graue bis schwarze Farbstoffe erhalten worden, denen eine technische Bedeutung nicht zukommt.
Dagegen entstehen bei Verwendung der Acetylamido-ß-naphtole wohl charakterisirte Oxazinfarbstoffe, die direct oder nach Abspaltung der Acetylgruppe verwendet werden können. Die acetylirten Farbstoffe sind im allgemeinen leichter löslich und erzeugen auf tannirter Baumwolle röthere Nuancen als die nicht acetylirten. An Stelle der Acetylverbindungen können selbstverständlich auch andere analoge Säureverbindungen der Amido-ß-naphtole zur Anwendung gelangen.
Das Verfahren besteht im allgemeinen darin, dafs die Nitrosoverbindungen der secundären oder tertiären aromatischen - Amine mit den Acetylamido-ß-naphtolen bei Gegenwart eines Lösungs- oder Verdünnungsmittels, wie Essigsäure, Alkohol etc., so lange erwärmt werden, bis die Farbsloffbildung beendet ist, was man an dem Verschwinden der Nitrosoverbindung erkennen kann.
Beispiele:
i. 20,2 Gewichtstheile al - Acetamido - ß2-naphtol werden mit 37 Theilen salzsaurem Nitrosodimethylanilin in einer Lösung von 300 Theilen Eisessig oder Alkohol auf 60 bis ioo° erhitzt. Sobald die Nitrosoverbindung verschwunden ist, giefst man die Reactionsmasse in Wasser und fällt den Farbstoff durch Zusatz von Kochsalz aus. Derselbe ist in Wasser leicht mit blauer Farbe löslich und erzeugt auf tannirter Baumwolle blaue Töne.
Beim Ersatz des Nitrosodimethylanilins durch Nitrosodiäthylanilin gelangt man zu dem entsprechenden homologen acetylirten Farbstoff, der auf tannirter Baumwolle ebenfalls blaue Töne erzeugt.
2. 20,2 Theile α,-Acetamido-ß2-naphtol werden in 100 Theilen Eisessig 'heifs gelöst und allmälig 35 Theile Nitrosomonomethylanilinchlorhydrat hinzugegeben. Die Reaction tritt sofort ein und ist unter starker Selbsterwärmung nach kurzer Zeit beendet. Alsdann wird in Wasser gegossen, der auf Zusatz von Kochsalz ausgeschiedene Farbstoff abfiltrirt und durch Umlösen gereinigt. Er erzeugt auf tannirter Baumwolle blaue Töne.
Durch Abspalten der Acetylgruppen aus den so gewonnenen acetylirten Farbstoffen, was in einfacher Weise durch Erhitzen mit Säuren, schon weniger gut mit Alkalien erfolgen kann, werden neue Farbstoffe erhalten, die mit den aus Nitroso-m-oxyalkylanilinen und a-Naphtylamin entstehenden, unter dem Namen Nilblau bekannten Producten merkwürdigerweise nicht identisch sind. Ihre Eigenschaften sind im Vergleich zum Nilblau in folgender Tabelle zusammengestellt:
Nilblau Farbstoff aus
Nitrosodimethyl-
. anilin
Farbstoff aus
Nitrosodiäthyl-
anilin
Farbstoff aus
Nitrosomono-
methylanilin
grünlich blau blau.
In Wasser kalt schwer, warm
leicht mit blauer
Farbe löslich
schwer, warm
ziemlich leicht mit
blaugrüner Farbe
löslich
kalt sehr schwer,
heifs mäfsig mit
blaugrüner Farbe
löslich
kalt ziemlich,
heifs leicht mit
blauvioletter Farbe
löslich
In Alkohol mit blauer Farbe
löslich
mäfsig mit
blaugrüner Farbe
löslich
mäfsig mit
blaugrüner Farbe
löslich
mit blauer Farbe
löslich
Auf Zusatz von Natron
lauge zur wässerigen Lö
sung entsteht ein
rother Nieder
schlag
rother Nieder
schlag
blaurother Nieder
schlag
rother Nieder
schlag
Farbe der Lösung in
cone. Schwefelsäure
gelb orangebraun orangebraun orangebraun
Beim Verdünnen mit
Wasser geht die Farbe
durch Grün in
Blau über
durch Gelb nach Violett und Blau; Ausscheidung
Färbung auf tannirter
Baumwolle
grünblau weniger grünlich
blau
Das hierbei zur Verwendung kommende ct1-Acetylamido-ß2-naphtol stellt man durch Acetylirung des Ct1-Amido - ß2 - naphtols her, welches seinerseits durch Verschmelzen der O1 - Naphtylamin - β 2 - sulfosäure mit Kali bei Temperaturen um 260° gewonnen wird. Das Amidonaphtol bildet mit den Mineralsäuren leicht lösliche Salze, aus deren Lösungen sich das freie Amidonaphtol auf Zusatz von Natriumacetat als schwerer gelber Niederschlag abscheidet. Zur JJeberführung des Amidonaphtols in die Acetylverbindung verfährt man nach bekannten Methoden, es genügt schon, wenn man eine Suspension von 1 Theil Amidonaphtol in 3 Theilen Eisessig mit der berechneten Menge Essigsäureanhydrid bei gewöhnlicher Temperatur versetzt. Unter starker Selbsterwärmung bildet sich das Acetylamidonaphtol, welches sich alsbald in krystallinischer Form abscheidet und durch Absaugen und Waschen mit verdünnter Essigsäure gereinigt wird.
Zur Farbstofffabrikation kann direct die Acetylirungsmasse benutzt werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung von Oxazinfarbstoffen, darin bestehend, dafs man Nitrosoverbindungen seeundärer oder tertiärer aromatischer Amine der Benzolreihe auf aj-Acetylamido-ß^naphtol einwirken läfst.
2. Ueberführung der nach dem durch Anspruch i. geschützten Verfahren erhältlichen Derivate in andere Oxazinfarbstoffe durch Abspaltung der Acetylgruppe.
3. Die Ausführung des durch die Ansprüche 1. und 2. geschützten Verfahrens unter Verwendung von Nitrosomonomethylanilin, Nitroso dimethylanilin und Nitrosodiäthylanilin.
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