DE849879C - Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen

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DE849879C
DE849879C DEC1477D DEC0001477D DE849879C DE 849879 C DE849879 C DE 849879C DE C1477 D DEC1477 D DE C1477D DE C0001477 D DEC0001477 D DE C0001477D DE 849879 C DE849879 C DE 849879C
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DE
Germany
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parts
solution
benzene series
dye
dyes
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Expired
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DEC1477D
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English (en)
Inventor
Friedrich Dr Felix
Ernst Dr Reich
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Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/06Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing amino as the only directing group
    • C09B29/08Amino benzenes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen Es wurde gefunden, daß man wertvolle Azofarbstoffe erhält, wenn man die Diazoverbindungen der 3, 5-Dinitroarylamine der Benzolreihe mit kupplungsfähigen Aminen der Benzolreihe vereinigt. Die Kupplungsfähigkeit dieser Amine ist bedingt durch die Anwesenheit einer Aminogruppe, die gegebenenfalls durch Alkylreste substituiert sein kann.
  • Von den 3, 5-Dinitroaminobenzolen seien die folgenden genannt: i-Amino-3, 5-dinitrobenzol, i-Amino-4-methY1-3, 5-dinitrobenzol, i-Amin0-2-methY1-3, 5-dinitrobenzol, i-Amino-4-methoxy-3,5-dinitrobenzol, i-Amino-4-äthOxY-3,5-dinitrobenzol, i-Amin0-4-chlor-3, 5-dinitrobenzol usw.
  • Besonders wertvoll sind die Farbstoffe, die mit solchen Aminen erhalten werden, die keine löslich machenden Gruppen enthalten. Man erhält auf diese Weise Farbstoffe, die für das Färben von Estern und Äthern der Cellulose, z. B. Textilien aus Acetylcellulose, ferner zum Färben von Textilien aus Superpolyamiden oder -urethanen, ferner auch zum Färben von Kunstmassen, Lacken, Firnissen und anderen aus solchen Produkten hergestellten Gegenständen verwendet werden können. Vereinigt man ferner die Diazoverbindungen dieser Amine mit kupplungsfähigen Verbindungen, welche eine löslich machende Gruppe, z. B. eine Sulfonsäuregruppe enthalten, so erhält man lösliche Farbstoffe, die sich zum Färben und Drucken der eben erwähnten Gespinste, ferner auch zum Färben und Drucken tierischer Fasern eignen können.
    Unter den Aminen, die als Azokomponenten in
    Betracht kommen können, seien die 'folgenden ge-
    nannt: Aminobenzol, 2-Methyl-i-aminobenzol, 3-Me-
    thyl - i - aminobenzol, 2 aminobenzol,
    3-1#lethoxy-i-aminobenzol, 3-Acetylamino-i-amino-
    benz01, 3-Methyl-6-methoxy-i-aminobenzol, ferner
    auch solche Aminobenzole, die in der die Kupplung
    ermöglichenden Aminogruppe durch Aryl-, Aralkyl-
    oder Alkylreste substituiert sind; N-Alkylamino-
    benzole, wie N-Dimethvlaminobenzol, N-Diäthyl-
    aminobenzol, N-Methyl-'-t#-äthylaminobenzol, N-Oxy-
    äthylaminobenzol, N-Methox.\1-N-äthylaminobenzol,
    N-Äthoxy-N-äthylaminobenzol, N-Dioxvqthvlamino-
    beniol, 3-#fethyl-i-N-ox#-ätli#-Iaminobenz01, 3-#letlivl-
    i-N-dioxyätllylaminobenz0f, 3-Metllvl-i-N-äthy'l-
    N-oxyäthylaminobenzol,
    oxyäthylaminobenzol. Die aus solchen Azokompo-
    nenten, die gegebenenfalls zweckmäßig in Form ihrer
    sogenannten «-)-Methansulfonsäureii verwendet wer-
    den, oder aus analogen Verbindungen erhältlichen
    Farbstoffe entsprechen somit z. B. den folgenden
    Formeln:
    Ferner kann man auch Farbstoffe, die ebenfalls zum l#ärben der obengenannten künstlichen Fasern verwendet werden können, erhalten, wenn man als Azokomponente die Ester mehrbasischer Säuren von solchen N-Alkvlaminobenzolen verwendet, die im Alkylrest eine ÖH-Gruppe enthalten, also z. B. den Schwefelsäureester des 3-Methvl-i-'-NT-meth loxyäthyly , aminobenzols. Man kann auch Ester organischer Dicarbonsäuren und Sulfocarbonsäuren verwenden, also Verbindungen, die in den schweizerischen Patenten 213 430, 215 o68 bis 215 075 und 226 oi8 sowie in den deutschen Patenten 745 413 und 751 42o beschrieben sind. Man gelangt so zu Farbstoffen, wie z. B. usw., die selbstverständlich auch in der Weise erhalten werden können, daß die Farbstoffe des vorigen Ab- satzes nach den in den bereits erwähnten schweizerischen Patenten beschriebenen Methoden mit Veresterungsmitteln, wie Oxalsäure, Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Bernsteinsäureanhydrid, Schwefelsäure, Sulfochloressigsäure usw. behandelt werden. Aus obigen AusfÜhrungen geht hervor, daß der Ausdruck Alkvlrest derart zu verstehen ist, daß er sowohl nichtsubstituierte als auch substituierte Alkylreste umfaßt. Beispiel i 18,3 Teile 3, 5-Dinitro-i-aminobenzol werden in i5o Teilen 300/,iger Salzsäure durch Erwärmen gelii - Man kühlt (iii--se Lösung durch Zugabe von Eis (ind versetzt dann diese kalte Suspension unter Rühren mit einer Lösung von 7 Teilen Natriumnitrit in etwa 25 Teilen Wasser.
  • Man bereitet nun eine Lösung von 2o,9 Teilen des Natrittinsalzes der ;#iiilin-(o-rnethansulfonsäure in 200 Teilen Wasser und gibt etwa 2oo Teile Natriumacetat zu. Diese Stispension versetzt man mit der Diazolösung und rührt, bis die Farbstoffbildung beendet ist. Man filtriert den Farbstoff ab und wäscht ihn neutral. Der Farbstoff wird nun in etwa 5oo Teilen Wasser angerührt und Mit 25 Teilen 300 ' /,iger Natritiiiih#-drox#-dlösung so lange auf 5o bis 6o- erwärmt, bis er in Essigsäureäthylester klar löslich wird « Dann ist der to-Metliansulfonsätirerest abgespalten ' Der Farbstoff wird nun abfiltriert und neutral gewaschen. Er bildet in trockenem Zustand ein orangerotes Pulver, das sich in organischen Lösun,csmitteln mit gelber Farbe löst und das Acetatkunstseide aus feiner Suspension in echten gelben Tönen färbt.
  • Ähnlich verfährt man mit der Diazolösung des i-Amitio-4-nietll#'1-3, 5-dinitrobenzols und erhält mit Anilin bei ähnlicher Arbeitsweise einen ähnlichen Farbstoff. Verwendet man das i-Amino-_3, 5-dinitro-I 4-nletl'Ox,#benzol, so wird ein ähnlich färbender Farbstoff erhalten.
  • An Stelle des Anilins kann man auch 3-Methyli-amiiioli)eiizol heranziehen, wobei man darin diese Base direkt verwenden kann.
  • Ebenso lassen sich Farbstoffe erhalten, wenn man an Stelle der genannten Basen z. B. N-Äthyl-N-oxätlivlaminobenzol oder N-Diox# äthylaminobenzol verwendet. Kuppelt man diese biazoverbindungen mit (lern 0-,zal#,#itireester oder dem Maleinsäureester oder dem Chlnr.,tilfoessigsätir-eester des N-Methyloxyäthylaminobenzols#, so entstehen Farbstoffe, die Acetatkunstseide aus wäßrigen Lösungen in gelben bis orangen Tönen färben, Beispiel 2 18,3 Teile _3, 5-Dinitro-i-amiiiobenzol werden in i5o Teilen 3o0,;,iger Salzsäure durch Erwärmen gelöst. Man kühlt diese Lösung durch Zugabe von Eis und versetzt dann diese kalte Suspension unter Rühren mit einer Lösung von 7 Teilen Natriumnitrit in etwa 25 Teilen Wasser.
  • Man bereitet nun eine Lösung von 18,1 Teilen N-Dioxäthylaminobenzol in 5o Teilen Wasser und 5o Teilen 2n-Salzsäure. Diese Lösung versetzt man mit der Diazolösung und führt die Farbstoffbildung durch Zugabe von etwa 2oo Teilen Natriumacetat züi Ende. Man filtriert den Farbstoff ab und wäscht ihn neutral. Der Farbstoff entspricht der Formel Er färbt Acetatseide rotstichigorange. Beispiel 3 IS,3 Teile 3, 5-Dinitro-i-aminobenzol werden in 15o Teilen 3o11/0iger Salzsäure durch Er-wärmen gelöst. Man kält diese Lösung durch Zugabe von Eis und versetzt dann diese kalte Suspension unter Rühren mit einer Lösung von 7 Teilen Natriumnitrit i# etwa 25 Teilen Wasser.
  • Man bereitet nun eine Lösung von 30,75 Teilen des Chlorsulfoessigsäure-(phenyl-N-methylamino)-N-äthylesters,dargestelltdurchErhitzenvon15,iTeilen N-Methyl-N-oxäthylaminobenzol und 26,2 Teilen Chlorsulfoessigsäure in Solventnaphtha auf iio', in 2oo Teilen Wasser. Diese Lösung versetzt man mit der Diazolösung und führt die Farbstoffbildung durch Zugabe von etwa 2oo Teilen Natriumacetat zu Ende. Man filtriert den Farbstoff ab und wäscht ihn neutral. Der Farbstoff wird nun in etwa 2oo Teilen Wasser angerührt und mit der nötigen Menge Ammoniak in das Ammoniumsalz übergeführt, gegebenenfalls nach Zusatz von Natriumchlorid abfiltriert, gewaschen und getrocknet.
  • Der Farbstoff ist ein rotes Pulver, das Acetatseide rotstichigorange färbt. Er entspricht der Formel (XVI). Beispiel 4 18,3 Teile 3, 5-Dinitro-i-aminobenzol werden in i5o Teilen 3o"/,iger Salzsäure durch Erwärmen gelöst. Man kühlt diese Lösung durch Zugabe von Eis und versetzt dann diese kalte Suspension unter Rühren mit einer Lösung von 7 Teilen Natriumnitrit in etwa 25 Teilen Wasser.
  • Man bereitet nun eine Lösung von 33,75 Teilen des Chlorsulfoessigsäure-(phenvl-N-oxyäthylamino)-N - äthylesters, dargestellt äurch Erhitzen von 18,1 Teilen N-Dioxäthylaminobenzol und 26,2 Teilen Chlorsulfoessigsäure in Sulventnaphtha auf iio', in 2oo Teilen Wasser. Diese Lösung versetzt man mit der Diazolösung und führt die Farbstoffbildung durch Zugabe von etwa 2oo Teilen Natriumacetat zu Ende. Man filtriert den Farbstoff ab und wäscht ihn neutral. Der Farbstoff wird nun in etwa 2oo Teilen Wasser angerührt und mit der nötigen Menge Ammoniak in das Ammoniumsalz übergeführt, gegebenenfalls nach Zusatz von Natriumchlorid abfiltriert, gewaschen und getrocknet.
  • Der Farbstoff ist ein rotes Pulver, das Acetatseide rotstichigorange färbt. Er entspricht der Formel

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE-i. Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß man Diazoverbindungen der 3, 5-Dinitroarylamine der Benzolreihe mit solchen Aminen der Benzolreihe kuppelt, die in 4-Stellung zur Aminogruppe mit Diazoverbindungen kuppeln und gegebenenfalls in der Aminogruppe durch Alkylreste substituiert sind.
  2. 2. Ausführungsforrn des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Amine der Benzolreihe in Form ihrer o.)-Methansulfonsäuren verwendet werden und daß in den so erhaltenen Produkten nach an sich bekannten Methoden die o)-Methansulfonsäuregruppe abgespalten wird. 3. Ausführungsform der Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß solche Azokomponenten der Benzolreihe verwendet werden, die keine löslich machenden Gruppen enthalten. 4. Ausführungsform der Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Azokomponenten der Benzolreihe löslich machende Gruppen in Form von extern gebundenen Sulfo-oder Carboxylgruppen enthalten.
DEC1477D 1942-08-10 1943-08-03 Verfahren zur Herstellung von neuen Azofarbstoffen Expired DE849879C (de)

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