DE45268C - Verfahren zur Darstellung von Nitrosoverbindungen der dialkylirten Metaamidophenole und zur Ueberführung derselben in Farbstoffe durch Condensation mit aromatischen Aminen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Nitrosoverbindungen der dialkylirten Metaamidophenole und zur Ueberführung derselben in Farbstoffe durch Condensation mit aromatischen Aminen

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DE45268C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die tertiären Alkylderivate des m-Amidophenols lassen sich durch Behandlung mit salpetriger Säure bezw. deren Salzen und Aethern in gut charakterisirte und äufserst reactionsfähige Mononitrosoverbindungen überführen, welche nach mehrfachen Richtungen hin eine gewerbliche Verwerthung in Aussicht stellen. Insbesondere condensiren sich diese Nitrosokörper mit einer Reihe von primären, secundären und tertiären aromatischen Aminen zu Gliedern einer neuen Farbstoffklasse.
Als Repräsentanten dieser Klasse beschreiben wir im Nachstehenden zunächst die blauen Farbstoffe, welche durch Condensation der Nitrosoverbindung des Diäthyl-m-Amidophenols mit a-Naphtylamin bezw. mit dessen Monoäthyl- oder Dimetbylderivaten entstehen.
I. Darstellung der Nitrosoverbindungen des
Diäthyl- bezw. Dimethyl-m-Amidophenols.
10 kg Diäthyl-m-Amidophenol werden in 30 kg Salzsäure (enthaltend 32 pCt. HCl) gelöst. In die durch Eintragen von Eisstücken auf o° abgekühlte Lösung läfst man dann eine gleichfalls abgekühlte Lösung von 4,4 kg Natriumnitrit (von 96 pCt. NO2Na) in 9I Wasser langsam einfliefsen und erhält die Temperatur der Mischung auf o°. Das sich in gelben Kryställchen abscheidende salzsaure Nitrosodiäthyl-m-Amidöphenol wird abfiltrirt, gepreist und bei Lufttemperatur getrocknet.
Die Nitrosirung des. Dimethyl-m-Amidophenols erfolgt in gleicher Weise unter Anwendung von 5,3 kg Natriumnitrit (96 pCt. NO2Na) auf je 10 kg Dimethyl-m-Amidophenol. Das salzsaure Salz der Nitrosoverbindung scheidet sich bei der Darstellung ebenfalls in gelben bis orangegelben Kryställchen aus. In Wasser lösen sich die salzsauren Salze beider Nitrosoverbindungen leicht mit gelbrother Farbe.
II. Darstellung der Farbstoffe.
ι. Zur Darstellung eines blauen Condensationsproductes aus Nitrosodiäthyl-m-Amidophenol und a-Naphtylamin erhitzt man eine Mischung von 10 kg salzsaurem a-Naphtylamin, 40 kg Eisessig und 20 1 Wasser in einem emaillirten Kessel auf 60° C, setzt dann unter beständigem Rühren 10 kg salzsaures Nitrosodiäthyl-m-Amidophenol hinzu und steigert die Temperatur auf ioo° C.
Nachdem ein Farbenumschlag nach Blau sich vollzogen hat, erwärmt man die Mischung noch weitere 3 Stunden auf ioo° C, läfst dann die Schmelze auf 30 ° C. abkühlen und mischt sie mit 25 1 Wasser. Der ausgeschiedene blaue Farbstoff wird dann fütrirt, mit 100 1 Wasser ausgekocht und nach dem Abkühlen der Mischung bis auf 60° C. von neuem filtrirt, geprefst und bei 50 bis 6o° C. getrocknet.
Das so in Form eines grünen, lebhaft bronzeglänzenden Krystallpulvers erhaltene salzsäure Salz des Farbstoffes wird wegen seiner Schwerlöslichkeit in Wasser zweckmäfsig in das leichter lösliche und deshalb besser verwendbare Sulfat übergeführt, indem man dasselbe
in der achtfachen Gewichtsmenge Schwefelsäure j von 66° B. unter beständigem Umrühren und Erwärmen auf 6o° C. auflöst und die erkaltete Lösung in ihre sieben- bis achtfache Gewichtsmenge Wasser einträgt. Das Sulfat scheidet sich anfangs harzig aus, wandelt sich aber nach einigen Stunden bei zeitweisem Umrühren in ein krystallinisches Pulver um, das man dann filtrirt, mit Glaubersalzlösung von io° B. bis zur Entfernung der freien Säure wäscht, preist und trocknet.
Bei Anwendung von freiem Naphtylamin an Stelle seines salzsauren Salzes ist die Farbstoffbildung weniger glatt und reichlich. Statt des Eisessigs lassen sich auch andere Verdünnungsmittel, z. B. mit Salzsäure schwach angesäuertes Wasser, verwenden.
2. Blauer Farbstoff aus Nitrosodiäthyl-m-Amido-
phenol und Monoäthyl-α-Naphtylamin.
In einem emaillirten Kessel werden io kg Monoäthyl-α-Naphtylamin, 13,3 kg salzsaures Nitrosodiäthyl-m-Amidophenol und 50 kg Eisessig unter beständigem Umrühren auf 1100C. erwärmt und nach dem Eintritt der tief blauen Färbung noch eine weitere halbe Stunde auf der angegebenen Temperatur erhalten.
Nach dem Erkalten trägt man die Schmelze in 350 1 heifses Wasser ein, rührt bis zur Lösung, filtrirt und fällt nach Zusatz von 14 kg Chlorzinklösung von 70° B. den Farbstoff mit Kochsalz aus. Zur Reinigung löst man nochmals in heifsem Wasser und fällt mit Chlorzink und Kochsalz.
In trockenem Zustande bildet der Farbstoff ein kupferroth glänzendes amorphes Pulver, das hinlänglich leicht in Wasser löslich ist, um in dieser Form direct zum Drucken und Färben verwendet werden zu können.
3. Blauer Farbstoff aus Nitrosodiäthyl m-Amido-
phenol und Dimethyl-a-Naphtylamin.
Man ersetzt in der vorstehenden Vorschrift die secundäre Base durch ihre gleiche Gewichtsmenge Dimethyl-a-Naphtylamin und verfährt im übrigen wie daselbst angegeben.
In beiden Fällen können statt der Basen auch ihre salzsauren Salze zur Farbstoffcondensation verwendet werden.
Die auf dem vorstehend beschriebenen Wege erhaltenen blauen Farbstoffe färben, ihrem basischen Charakter zufolge, animalische Faser in neutralem oder schwach angesäuertem Bade direct in lebhaft blauen Tönen an und lassen sich auf Baumwolle mittelst Tanninbeizen fixiren. Die Färbungen zeigen eine gewisse Aehnlichkeit mit denen des Methylenblaues, die Farbstoffcombinationen der alkylirten Naphtylamine sind grünstichiger als die des Naphtylamins.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Darstellung der Mononitrosoverbindungen des Dimethyl- bezw. Diäthylm-Amidophenols, darin bestehend, dafs man je 1 Molecül eines der genannten dialkylirten m-Amidophenole mit je 1 Molecül eines Alkalinitrits und der zur Freimachung der darin enthaltenen salpetrigen Säure erforderlichen Menge einer stärkeren Mineralsäure (Salzsäure oder Schwefelsäure) bezw. mit freier salpetriger Säure oder Amylnitrit in bis auf o° abgekühlter und freie Salzsäure enthaltender Lösung langsam und unter Vermeidung von Temperaturerhöhung vermischt und die so entstandenen Mononitrosoverbindungen durch Krystallisirenlassen bezw. Aussalzen der Mischung in Form ihrer entsprechenden Hydrochlorate in fester Form abscheidet.
2. Verfahren zur Darstellung eines blauen Farbstoffes, darin bestehend, dafs man eine mit Wasser bezw. mit Essigsäure, verdünnter Salzsäure oder Lösungen von Chlorammonium, Chlorcalcium oder Chlorzink verdünnte Mischung oder Lösung, enthaltend das Hydrochlorat der unter 1. genannten Mononitrosoverbindung des Diäthyl-m-Amidophenols und eine moleculare Gewichtsmenge von salzsaurem a-Naphtylamin mit oder ohne Zusatz von freiem a-Naphtylamin, auf eine ungefähr 1000C. betragende Temperatur erhitzt und dann den so entstandenen blauen Farbstoff durch Behandlung der Schmelze mit Wasser in Form seines schwer löslichen HydroL chlorats abscheidet bezw. durch Auflösen des letzteren in concentrirter Schwefelsäure und Ausfällen der schwefelsauren Lösung durch Wasser in sein leichter lösliches Sulfat umwandelt.
3. Verfahren zur Darstellung blauer Farbstoffe, darin bestehend, dafs man eine mit den unter 2. genannten Lösungs- oder Verdünnungsmitteln bereitete Mischung oder Lösung, enthaltend das Hydrochlorat der unter 1 genannten Mononitrosoverbindung des Diäthyl-m-Amidophenols und eine moleculare Gewichtsmenge von freiem oder salzsaurem Monoäthyl- bezw. Dimethyla-Naphtylamin auf eine ungefähr 1100C. betragende Temperatur erhitzt und dann die so entstandenen wasserlöslichen blauen Farbstoffe durch Extrahiren der Schmelze mit Wasser und Aussalzen der wässerigen Farbstofflösungen mit Kochsalz und Chlorzink abscheidet.
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