DE77169C - Verfahren zur Darstellung rein blauer Monoazofarbstoffe aus unsymmetrischen Dialkyl-pphenylendiaminen und 0.1 a^Dioxynaphtalinmono- und disulfosäuren (S.) - Google Patents

Verfahren zur Darstellung rein blauer Monoazofarbstoffe aus unsymmetrischen Dialkyl-pphenylendiaminen und 0.1 a^Dioxynaphtalinmono- und disulfosäuren (S.)

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DE77169C
DE77169C DENDAT77169D DE77169DA DE77169C DE 77169 C DE77169 C DE 77169C DE NDAT77169 D DENDAT77169 D DE NDAT77169D DE 77169D A DE77169D A DE 77169DA DE 77169 C DE77169 C DE 77169C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/10Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing hydroxy as the only directing group
    • C09B29/16Naphthol-sulfonic acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES Jk
% PATENTAMT.
Nach den Angaben der Patentschriften Nr. 54116 und Nr. 58618 liefern die a, Ci4-DioxynaphtalinmonO- und disulfosäuren (S) mit den einfachen aromatischen Diazoverbindungen eine grofse Zahl äufserst werthvoller Azofarbstoffe. Verwendet man an Stelle der Monoamine Diazoverbindungen asymmetrisch dialkylirter Diamine und kuppelt diese mit den genannten Dioxynaphtalinsulfosäuren, so gelangt man zu Farbstoffen, .welche deshalb hohen Werth besitzen, weil sie rein blaue Nuancen besitzen und hinsichtlich der Klarheit ihrer Töne nicht allein den Disazofarbstoffen aus den nicht substituirten Diaminen überlegen sind, sondern selbst den Triphenylmethanfarbstoffen äufserst nahe kommen.
Als Farbstoffcomponenten haben sich besonders werthvoll die nachfolgenden zweifach substituirten unsymmetrischen ρ - Diamine erwiesen: Dimethyl-p-phenylendiamin, Diä'thylp - phenylendiamin, Methylbenzyl - ρ - phenylendiamin, Aethylbenzyl-p-phenylendiamin.
Es ist charakteristisch und technisch wichtig, dafs die Diazoverbindungen der letztgenannten unsymmetrischen Dialkyl - ρ - phenylendiamine durch Kuppeln mit a} a4-Dioxynaphtalinsulfosäuren (S) sämmtlich rein blaue und sehr echte Azofarbstoffe liefern.
Unterwirft man dagegen monosubstituirte Paradiamine, wie Amidodiphenylamin u. s. w. dem gleichen Verfahren (vergl. z. B. Patentschrift Nr. 58688), so resultiren Producte, die weniger Werth beanspruchen, da sie violett anfärben und auch an Klarheit ihrer Nuancen den erstgenannten Farbstoffen aus dialkylirten ρ-Diaminen nachstehen. Aehnliche Töne werden ferner mittelst der aus nicht substituirten p-Diaminen erhaltenen Farbstoffe gewonnen (vergl. z. B. die Patentschrift Nr. 42011). Für die von Sulfoderivaten, wie Amidomethyl-, AmidoäthylbenzylanilinsulfosäurejAmidodiphenylaminsulfosäure derivirenden mittelst der Ci1 ^-Dioxynaphtalinsulfosäuren darstellbaren Farbstoffe sind im allgemeinen grünlich- bis graublaue Nuancen charakteristisch. Alle diese letztgenannten Producte haben jedoch geringeren Werth und unterscheiden sich dadurch scharf von obigen Farbstoffen, welche aus den sogenannten unsymmetrischen .Dialkyl-p-phenylendiaminen entstehen.
Beispiele:
I. Farbstoff aus Methylbenzyl-ρ-phenylendiamin (p- Amidom ethylbenzylanilin) + αι a^-Dioxynaphtalin-a-mono-
sulfosäure (S).
9,8 kg Methylbenzylanilin werden in 30 kg 33 proc. Salzsäure gelöst, auf o° abgekühlt und ganz allmälig unter stetigem Umrühren und Abkühlen mit einer Auflösung von 3,5 kg Natriumnitrit in 10 1 Wasser versetzt. Nach Verlauf von 4 Stunden, wenn alles Nitrit eingetragen ist, wird noch längere Zeit bei gewöhnlicher Temperatur stehen gelassen, bis die rothbraune Lösung hellgelb geworden ist. Nach dem Eingiefsen in 500 1 Wasser von 30° C. wird allmälig unter Umrühren so lange mit Zinkstaub versetzt, bis Entfärbung eingetreten ist. Das alsdann auf 50 ° erwärmte
Gemisch wird filtrirt, der Zinkschlamm mit salzsäurehaltigem Wasser ausgewaschen und die vereinigte Flüssigkeit mit 300 1 Wasser und 200 kg Eis versetzt. Wenn genügend abgekühlt ist, wird mit einer Auflösung von 3,5 kg Natriumnitrit in 30 1 Wasser diazotirt. Die Flüssigkeit, welche sich grün färbt und gegen Ende der Reaction grüne Flocken der Diazoverbindung ausscheidet, wird darauf mit einer wässerigen kalten Auflösung von 12 kg U1 a4-Dioxynaphtalin-a-monosulfosäure in 60 1 Wasser vermischt, mit Soda vorsichtig neutralisirt, bis Abscheidung von Zinkcarbonat beginnt, und dann mit essigsaurem Natron versetzt. Nach 12 stündigem Stehen und öfterem Umrühren wird mit Dampf aufgekocht. Der Farbstoff scheidet sich dabei als halbfeste, metallglänzende Masse aus. Nach dem Erkalten wird abfiltrirt, der Rückstand in der hinreichenden Menge Natronlauge in der Wärme gelöst, wiederum filtrirt. und dann zuerst mit Salzsäure, schliefslich mit Essigsäure kalt gefällt. Der Farbstoff stellt ein dunkles metallglänzendes Pulver dar und färbt Wolle im sauren Bade blau.
II. Farbstoff aus Dimethyl-p-phenylendiamin (p-Amidodimethylanilin) -(- Ct1 a4-Dioxynaphtalin-a-disulfosäure (S).
6,8 kg Dimethyl-p-phenylendiamin (p-Amidodimethylanilin) werden in 30 1 Wasser und 11 kg cone. Salzsäure (33proc.) gelöst und mit 3,5 kg Natriumnitrit in 70 proc. wässeriger Lösung unter starker Abkühlung diazotirt. Beim Einfliefsenlassen dieser Flüssigkeit in eine wässerige Auflösung von Ct1 c^-Dioxynaphtalin-ct-disulfosäure, deren Gehalt auf 3,5 kg Nitrit berechnet ist, und welche mit 14 kg Natriumacetat und etwas Essigsäure versetzt ist, tritt erst nach einiger Zeit Reaction ein. Nach längerem Stehen wird die freigewordene Essigsäure mit Soda nahezu neutralisirt und durch Zusatz von Kochsalz der äufserst leicht lösliche Farbstoff in Form dunkelblauer Flocken ausgefällt. Nach dem Abfiltriren, Pressen und·: Trocknen bildet derselbe ein blauschwarzes ' Pulver. Er färbt Wolle im schwach schwefelsauren Bade klar blau.
Die nach obigen Verfahren erhaltenen neuen Farbstoffe färben ungeheizte Wolle aus saurem Bade in klaren blauen, von einander nur wenig differirenden Tönen an, während unter Zusatz von Alaun beständige Lacke erzielt werden, die zum Theil etwas grünlicher anfärben, indem durch die in Peristellung zu einander befindlichen Hydroxylgruppen der als Componenten verwendeten ax c^-Dioxynaphtalinsulfosäuren die Fähigkeit zur Bildung von (theilweise anders gefärbten) Lacken bedingt wird.
Die Nuancen, welche auf Wolle in saurem Bade ohne bezw. mit Zusatz von Alaun erhalten werden, sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
Farbstoff aus: . + ' ·
„ Ct1 e^-Dioxynaphtalin-a-mono-
sulfosäure
im
Alaun-Bade +
H1 a4-Dioxynaphtalin-a-di-
sulfosäure
im
Alaun-Bade
sauren Bade blau sauren Bade grünlichblau
Dimethyl-p-phenylendiamin blau blau blau grünlichblau
Diäthyl-p-phenylendiamin blau hellblau grünblau grünlichblau .
Methylbenzyl-p-phenylendiamin blau dunkelblau blau grünlichblau.
Aethylbenzyl-p-phenylendiamin blau blau

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Verfahren zur Darstellung von blauen Monoazofarbstoffen, darin bestehend, dafs man Diazoverbindungen aus unsymmetrisch dialkylirten p-Phenylendiaminen mit Ct1 Ct4-Dioxynaphtalin-ct2-sulfosäure (S) oder -a2 ßt-disulfosäure (S) gemäfs den Patenten Nr. 54116 bezw. Nr. 58618 combinirt.
    Ausführungsform des durch den Anspruch 1. geschützten Verfahrens unter Verwendung von Dimethyl-p-phenylendiamin oder Diäthyl-p-phenylendiamin oder Methylbenzylp-phenylendiamin oder Aethylbenzyl-p-phenylendiamin. -
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