DE7773A - Präzisions - Schiebersteuerung für Dampfmaschinen - Google Patents

Präzisions - Schiebersteuerung für Dampfmaschinen

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DE7773A
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Original Assignee
F. COBLYN, Ingenieur, in Gand (Belgien)

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Description

1879.
— JV° 7773 — l· Klasse 14.
F. COBLYN in GAND (Belgien). Präcisions-Schiebersteuerung für Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Februar 1879 ab. .
Die vorliegende Expansionssteuerung, welche durch den Regulator verstellt wird, arbeitet mit zwei Expansionsschiebern, welche, unabhängig von der Bewegung des Grundschiebers, die Vertheilnngswege desselben schliefsen, um den Dampf durch Expansion im Cylinder arbeiten zu lassen.
In Fig. ι und 2 der Zeichnung ist die Steuerung in der vorderen Ansicht und im Längsschnitt dargestellt; Fig. 3, 4/5 und 6 zeigen die Ein- und Ausrückvorrichtung für den Expansionsschieber.
Der Vertheilungsschieber B wird wie gewöhnlich von einem Excenter in Bewegung gesetzt. Im Augenblick, wenn der Dampfeintritt beginnt, hat der Expansionsschieber D den Kanal im Grundschieber B abgedeckt. Durch Vermittelung des weiter unten zu beschreibenden Stückes A wird der Expansionsschieber vom Vertheilungsschieber mitgenommen. An der Stange b des Expansionsschiebers D greift der eine Arm des zweiarmigen Hebels g an, an dessen anderem Arm eine Feder C wirkt. Diese spannt sich, so lange der Grundschieber B den Expansionsschieber D mitnimmt. Wird durch den Regulator die Verbindung des Grundschiebers B mit dem Expansionsschieber D gelöst, so zieht die Feder C den Expansionsschieber D in seine äufserste Stellung zurück und schliefst dadurch den Kanal im Vertheilungsschieber B. Um die Reibungs widerstände des Expansionsschiebers D möglichst zu verringern, ist derselbe theilweise entlastet. Dies zu erreichen, treten seine Ränder sowie die Umgebungen der Dampfkanäle über die übrige Fläche hervor, Fig. 1 und 2. Der Dampf kann mithin unter die Gleitfläche des Expansionsschiebers treten und entlastet denselben theilweise.
Der Apparat zum Ein- und Ausrücken des Expansionsschiebers ist folgendermafsen construirt: Auf der Stange des Grundschiebers B ist ein Stück A befestigt. Durch dieses geht die Expansionsschieberstange b quer hindurch. Seiner Länge nach ist es hohl und in demselben gleitet der Mitnehmer a mit geringer Reibung. Die Stange b des Expansionsschiebers geht durch diesen hindurch und hat an geeigneter Stelle einen Ausschnitt, in welchen die Feder c den Mitnehmer α hineindrückt. Der Expansionsschieber wird hierdurch gezwungen, die Bewe gung des Grundschiebers mitzumachen. Um das Lösen des Expansionsschiebers zu erreichen, ist am Stück A ein dreiarmiger Hebel angebracht, welcher sich um den Zapfen h dreht, Fig. 3, 4 und 6. Der eine Arm G desselben greift in einen Schlitz des Mitnehmers a, die zwei anderen Arme H und J stehen rechtwinklig zum Arm G. Dem Ende des Armes H gegenüber liegt eine Stahlplatte e, welche auf der den Schieberstangen zugekehrten Seite eine schiefe Ebene bildet. Durch Hebel mit dem Regulator in Verbindung, nähert sich die schiefe Ebene e dem Äusrückhebel um so mehr, je höher die Regulatorstellung ist, und entfernt sich von ihm mit dem Sinken des Regulators. Ist nun die Maschine in Bewegung und der Expansionsschieber vom Grundschieber mitgenommen, so wird in einem gewissen Moment der Hebelarm H bei seinem Vorwärtsgange mit seinem Ende gegen die schiefe Ebene e stofsen. Auf dieser entlang gleitend wird er zurückgedrängt und rückt mit Hülfe des Armes G das Stück a ' aus dem Einschnitt in der Stange b des Expansionsschiebers aus. Die Feder C rückt dann den Expansionsschieber zurück und schliefst den Dampfkanal des Grundschiebers. Da die schiefe Ebene e dem Ausrückhebel um so mehr genähert wird, je höher der Regulator steht, also je gröfser die Geschwindigkeit der Maschine ist, so ist klar, dafs das Ausrücken des Expansionsschiebers um so früher erfolgt, je schneller die Maschine geht. In der tiefsten Regulatorstellung ist das Stück e so weit vom Ausrückhebel entfernt, dafs derselbe den Expänsionsschieber nicht mehr ausklinken kann. Sollte der Regulator durch Abgleiten des Riemens oder andere Zufälligkeiten in Stillstand versetzt werden, so würden durch den zu schnellen Gang der Maschine leicht Betriebsstörungen veranlafst werden. Diese zu vermeiden, ist mit der schiefen Ebene ein Querstück./ in fester Verbindung, welches auf den dritten Arm J des Ausrückhebels einwirkt. Sobald der Regulator in seine tiefste Stellung heruntersinkt, zieht das Stück / den Hebel J zurück und der Mitnehmer α wird aus der Expansionsschieberstange b ausgeklinkt. Ein Einrücken kann nicht wieder stattfinden, weil das Querstück f durch den Druck auf den Hebelarm J den Mitnehmer a so weit zurückgeschoben hält, dafs er nicht wieder einfallen
kann; es wird folglich der Vertheilungskanal nicht mehr geöffnet und die Maschine bleibt stehen.
Der Bewegungsmechanismus ist für jeden der beiden Expansionsschieber der gleiche.
In beiliegender Zeichnung ist die Construction in Anwendung auf eine stehende Maschine gezeichnet. Sie ist jedoch auch für liegende Maschinen zu gebrauchen und kann dahin vereinfacht werden, dafs man die Hebel g wegläfst und die Federn C direct an der Schieberstange wirken läfst.

Claims (1)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    i. Eine Steuerung, welche nach dem Princip der Meyer' sehen Steuerung construirt ist, bei welcher jedoch gleichzeitig
    a) die Expansionsschieber durch Federn auseinandergeprefst oder gezogen werden,
    b) der einzelne Expansionsschieber von dem Grundschieber mitgenommen, und
    c) im passenden Moment ausgelöst wird, so dafs er infolge der Federspannung zurückspringt;
    wie dargestellt und beschrieben.
    Der Ein- und Ausrückmechanismus für den Expansionsschieber, wie er aus Zeichnung und Beschreibung ersichtlich ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.

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