DE754289C - Verfahren zur Herstellung von mehrere Zeilenperioden ueberdauernden Bildwechsel- bzw. Zeilenzugwechselimpulsen fuer Fernsehuebertragungen mit fortlaufender Zeilensynchronisierung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mehrere Zeilenperioden ueberdauernden Bildwechsel- bzw. Zeilenzugwechselimpulsen fuer Fernsehuebertragungen mit fortlaufender ZeilensynchronisierungInfo
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Description
Es ist bereits ein Verfahren zur Übertragung der Zeilen- und Bildwechsel- bzw. Zeilenzugwechselimpulse
vorgeschlagen worden, bei dem die Bildwechsel- bzw. Zeilenzugimpulse
im Takt der Zeilenimpulse mit Unterbrechungen versehen sind, in denen fortlaufend die
vollständigen Zeilenimpulse gesendet werden. Hierdurch wird die sogenannte fortlaufende
Zeilensynchronisierung erreicht, die erforderlich ist, damit der Zeilenablenkgenerator des
Fernsehempfängers im richtigen Tritt bleibt und damit unabhängig von den besonderen
Eigenschaften dieses Generators die genaue Wiedergabe der ersten Zeilen jedes neuen
Bildes bzw. Zeilenzuges sichergestellt ist.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Anordnung, mit der die Bildwechsel- bzw.
Zeilenzugimpulse für die fortlaufende Synchronisierung hergestellt werden, und zwar in
einer Weise, die eine genau phasenstarre Lage der Zeilenimpulse gegenüber den Bildwechselbzw.
Zeilenzugimpulsen gewährleistet. Es war nämlich praktisch bisher nicht immer möglich, die beiden Arten von Synchronisier-
impulsen ohne gewisse gegenseitige Phasenschwankungen zu erzeugen.
Gemäß der Erfindung werden die Bildwechselimpulse für fortlaufende Zeilen-S
synchronisierung dadurch hergestellt, daß positive Impulse von der Frequenz des Bildwechsels
und einer mehrere Zeilenperioden umfassenden Länge mit den gleiche Polarität aufweisenden Zeilenimpulsen und mit weiteren,
mit entgegengesetzter Polarität erzeugten Hilfsimpulsen, welche jeweils mit dem Beginn
eines jeden Zeilenimpulses enden, zu einem Impulsgemisch addiert werden, von denen
mittels zweiseitiger Amplitudentrennung alle iD die Amplituden der Zeilenimpulse nach oben
und unten überschreitenden Amplituden abgeschnitten werden.
Dies sei an Hand der Abb. ι der Zeichnung näher erläutert. Dort stellt die Impulsreihe a
die Zeilenimpulse dar und die Reihe c die längsamen Hilfsimpulse. Diese beiden Impulsreihen
werden addiert; dazu kommt noch die Impulsreihefr, welche die schnellenHilf simpulse
mit negativer Polarität darstellt. So ergibt sich der bei d dargestellte Verlauf. Sodann
wird das Gemisch einer zweiseitigen Amplitudenbegrenzung unterworfen, derart, daß
alle Amplituden, welche oberhalb der punktierten Linie f und unterhalb der punktierten
Linie g liegen, abgeschnitten werden. Der daraus hervorgehende Impulsverlauf hat dann
die bei e dargestellte Form, die den gewonnenen Bildwechselimpuls als aus vier breiteren
Einzelimpulsen bestehend erkennen läßt. Die Abb. ι zeigt deutlich, daß dieser Bildwechselimpuls
den Zeilenwechsel fortlaufend zu synchronisieren vermag. Die schnellen Hilfsimpulse b, die zur Bildung des Impulsverlaufs
e beitrugen, enden nämlich jeweils mit dem Beginn eines Zeilenimpulses der
Reihe a, d. h. die abfallenden Flanken V der Hilfsimpulse b fallen mit den ansteigenden
Flanken a' der Zeilenimpulse α zeitlich zusammen.
Infolgedessen treten in dem endgültigen Impulsgemisch e ansteigende Flanken
in denselben Abständen auf wie in der Zeit, in der lediglich die Zeilenimpulse α und keine
Bildwechselimpulse übertragen werden.
Aus der Abb. ι kann man auch erkennen, daß sich der Bildwechselimpuls in absolut
starrer Phasenlage zu den Zeilenimpulsen befindet, ohne daß man die langsamen Hilfsimpulse
c phasenstarr zu den Zeilenimpulsen a erzeugt. Der ansteigende Ast c' des langsamen
Hilfsimpulses c kann nämlich um ein beträchtliches Stück gegenüber dem Zeitpunkt, in
welchem ein Zeilenimpuls beginnt, nach vorwärts oder rückwärts verschoben werden,
ohne daß sich dabei die Phasenlage des neu erzeugten Bildwechselimpulses e ändert. Der
ansteigende Ast c' kann sich nach rechts um die Dauer eines Zeilenimpulses verschieben
und nach links um die Dauer eines schnellen Hilfsimpulses, ohne daß sich in dem endgültigen
Gemisch e eine Phasenverschiebung bemerkbar macht.
Man kann also von einer konstanten Phasenlage des endgültigen Bildwechselimpulses
sprechen, obwohl sich der Zeitpunkt der Beendigung des Bildwechselimpulses, d. h. im
Beispiel die Länge des vierten Einzelimpulses der Reihe e, bei den Phasenverschiebungen der
Vorderflanke c' verändert. Bei der Trennung der Bildwechselimpulse von den Zeilenimpulsen
wird ja in der Regel eine Integration des Bildwechselimpulses vorgenommen und anschließend
eine Amplitudenauswahlstufe betätigt, so daß der Zeitpunkt der Beendigung des Bildwechselimpulses für die Einleitung
des Bildwechsels von geringerer Bedeutung ist als der Zeitpunkt des Impulsbeginns.
Wenn man beim Zeilensprungverfahren mit Zeilenzugwechselimpulsen für fortlaufende
Zeilensynchronisierung arbeiten will, treten bei Herstellung des Zeilenzugwechselimpulses
entsprechend der Abb. 1 insofern noch besondere Probleme auf, als sowohl Phasenschwankungen
in der Folge der Zeilenzugwechselimpulse sorgfältig vermieden werden als auch
die Form aller Zeilenzugwechselimpulse genau gleich sein muß. Die erste dieser Forderungen
muß deshalb gestellt werden, damit im Empfangsbild die beiden Zeilenzüge sich nicht senkrecht zur Zeilenrichtung gegeneinander
verschieben, die zweite dieser Forderungen deshalb, damit sich nicht beim Integrationsvorgäng
trotz einer konstanten Phasenlage des Beginns des Zeilenzugwechselimpulses bei dem einen Zeilenzug die Spannung an der
Amplitudenselektionsstufe· in anderer Weise aufbaut als beim nächsten Zeilenzug, so daß
trotz der konstanten Phasenlage des Beginns des Zeilenzugimpulses die Auslösung der Ablenkung
bei beiden Zeilenzügen zu verschiedenen Zeitpunkten nach dem Beginn des Zeilenzugwechselimpulses
stattfindet.
Man kann diese beiden Forderungen nun tatsächlich dadurch erfüllen, daß man zu den
Zeilenimpulsen und den mit der Frequenz des Zeilenzugwechsels auftretenden Hilfsimpulsen,
die beide positive Vorzeichen haben, weitere negative Hilfsimpulse hinzufügt, die
eine höhere Frequenz als die Zeilenimpulse und eine solche Phasenlage aufweisen, daß
jeweils bei Beginn eines Zeilenimpulses ein solcher Hilfsimpuls endet. Das sich hierbei
ergebende Gemisch wird einer zweiseitigen Amplitudentrennung unterworfen, derart, daß
alle die Amplitude der Zeilenimpulse nach oben und unten überschreitenden Amplituden
des Gemische abgeschnitten werden. Für den Fall zweier Zeilenzüge je Bild müssen die
schnellen Hilfsimpulse die doppelte Frequenz wie die Zeilenimpulse besitzen.
Dieser letztere Fall ist in der Abb. 2 dargestellt. Der Zeitmaßstab ist hier doppelt so
groß wie bei Abb. 1 gewählt. Die Impulse von h und j nehmen hier also nur den halben
Zeitraum gegenüber der Abb. 1 ein. Die Impulsreihe h zeigt den Zeilenzugwechselimpuls
für den einen Zeilenzug, die Impulsreihe / den Zeilenzugwechselimpuls für den
nächsten Zeilenzug. Unter Berücksichtigung der Ausführungen an Hand der Abb. 1
ist leicht zu erkennen, daß der Beginn des Zeilenzugwechselimpulses phasenstarr zu den
schnellen Hilf s impulsen und damit zum Zeilenanfang bzw. zur Zeilenmitte liegt, auch wenn
die langsamen Hilfsimpulse mit gewissen Phasenschwankungen zu den schnellen Hilfsimpulsen
erzeugt worden sind. Aus der Abb. 2 ist ferner zu erkennen, daß die Form des Zeilenzugwechselimpulses. in beiden Impulsreihen
h und j die gleiche ist; aus dem größeren
Zeitmäßstab ergibt sich, daß die langsamen Hilfsimpulse c gegenüber Abb. 1 eine
geringere Dauer besitzen.
Bei einer Fernsehnormung von 441 Zeilen und 2 Zeilenzügen je Bild werden beispielsweise
entsprechend den oben gemachten Ausführungen 882 schnelle Hilfsimpulse je Bild gegeben werden. Ein langsamer Hilfsimpuls
ist am Ende eines jeden 44isten schnellen Hilfsimpulses zu erzeugen. Eine geringe
Phasenschwankung des langsamen Hilfsimpulses gegen den schnellen Hilfsimpuls
bleibt jedoch ohneEinfluß auf das Einsetzen des Zeilenzugimpulses, weil dessen. Beginn durch
das Ende eines jeden 44isten schnellen Hilfsimpulses festgelegt ist. Von zwei aufeinanderfolgenden
Zeilenzugwechselimpulsen wird der eine mit dem Zeilenanfang, der andere mit der
Zeilenmitte zusammenfallen. Die ansteigenden Flanken m der'Einzelimpulse k, die in den
Zeilenzugwechselimpulsen der Reihen h und / enthalten sind, vermögen den Zeilenwechsel
fortlaufend zu synchronisieren. Die Zeilenimpulse, die schnellen und die langsamen
Hilfsimpulse können beispielsweise durch Frequenzvervielfachung bzw. Frequenzteilung mit
Hilfe eines sogenannten Sperrschwingers oder auch auf elektrooptischen! Wege erzeugt
werden.
In Abb. 3 und 4 ist eine solche elektrooptische Einrichtung dargestellt zusammen
mit einer Misch- undAmplitudenbegrenzungseinrichtung für den Fall, daß der fernzuübertragende
Gegenstand mittels eines Spiegerrades abgetastet wird. Hier wird ferner vorausgesetzt,
daß die Übertragung ohne Zeilensprung stattfinden soll. Ein in einem Schirm 4, hinter welchem sich eine Lampe 6 befindet, angebrachter
Spalt wird mittels eines Spiegelrades 7 auf einen Blendenschirm 5 projiziert, in welchem sich zwei Spalten 16 und 17
(Abb. 4) befinden; hinter diesen Spalten liegen zwei Photozellen 8 und 9. Das Bild 18 des
Spalts im Schirm 4 trifft also regelmäßig nacheinander die Photozellen 8 und 9, die so
geschaltet sind, daß die eine die schnellen Hilfsimpulse und die andere die Zeil'enimpulse
in der gewünschten Polarität erzeugt. Diese Impulse werden dann in dem in Abb: 3 nur
durch ein Viereck angedeuteten Verstärker verstärkt. Über den Kopplungskondensator 10
werden diese Impulse sämtlich dem Steuergitter der Röhre 11 zugeführt, und zwar die
Zeilenimpulse in positiver Polarität. Den Klemmen 12 werden die in irgendeiner Weise
im Takt des Bildwechsels erzeugten langsamen Hilfsimpulse zugeführt, und zwar mit positiver Polarität.
Das Steuergitter der Röhre 11 ist durch die
Batterie 13 derart negativ vorgespannt, daß die unterhalb der punktierten Linie g in
Abb. ι liegenden Amplituden unter den unteren Knick der Anodenstrom-Gitterspannungs-Charakteristik
fallen; die oberhalb der punktierten Linie / in Abb. 1 liegenden Amplituden
rufen einen Gitterstrom hervor, 'welcher an dem Widerstand 14 einen Spannungsabfall
erzeugt, so daß das Gitterpotential nicht wesentlich höher steigen kann als beim Wert /.
An den Ausgangsklemmen 15 kann infolgedessen die Impulsreihe e in Abb. 1 abgenommen
werden.
Für den Fall, daß die schnellen Hilfsimpulse eine höhere Frequenz als die Zeilenimpulse
besitzen, also beim Zeilensprungverfahren, werden in dem Schirm 5 entsprechende weitere
Spalte angebracht. An den Klemmen 12 werden dann die langsamen Hilfsimpulse von
der Frequenz des Zeilenzugwechsels zugeführt.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Verfahren zur Herstellung von mehrere Zeilenperioden überdauernden Bildwechselimpulsen für Fernsehübertragungen mit fortlaufender Zeilensynchronisierung, dadurch gekennzeichnet, daß positive Impulse (c) von der Frequenz des Bil'dwechsels und einer mehrere Zeilenperioden umfassenden Länge mit den gleiche Polarität aufweisenden Zeilenimpulsen (α) und mit weiterem, mit entgegengesetzter Polarität erzeugten Hilfsimpulsen (&), die jeweils mit dem Beginn eines jeden Zeilenimpulses enden, zu einem Impulsgemisch addiert werden, von dem mittels zweiseitiger Amplitudentrennung alle die Amplituden der Zeilenimpulse nach oben und unten überschreitenden Amplituden abgeschnitten werden.
- 2. Verfahren zur Herstellung von mehrere Zeilenperioden überdauernden Zeileuzugwechselimpulsen für Fiernsehübertragungen nach dem Zeilensprungverfahren mit fortlaufender Zeilensynchronisierung, dadurch gekennzeichnet, daß die positiven Zeilenimpulse (I), ferner die mit der Frequenz des Zeilenzugwechsels und einer mehrereZeilenperioden umfassenden Länge auftretenden Hilfsimpulse mit positiven Vorzeichen sowie weitere Impulse, die eine höhere Frequenz als die Zeilenimpulse und solche Phasenlage aufweisen, daß jeweils bei Beginn eines Zeilenimpulses ein solcher Impuls endet, und die negatives Vorzeichen besitzen, zu einem Impulsgemisch addiert werden, von dem mittels zweiseitiger Amplitudentrennung alle die Amplituden der Zeilenimpulse nach oben und unten überschreitenden Amplituden abgeschnitten werden.
- 3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lichtstrahl, der gegebenenfalls auch die Bildabtastungbewerkstelligt, über eine Blendenscheibe (5) mit entsprechend der Phasenlage der zu erzeugenden Impulse angeordneten Schlitzen (16, 17) auf entsprechende Photozellen (8, 9) geworfen wird, in deren gemeinsamem Ausgangskreis die Summierung der Impulse in der geeigneten Polarität erfolgt.
- 4. Einrichtung für die Amplitudentrennung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Amplitudenbegrenzung nach der einen Seite durch den unteren Knick einer Anodenstrom-Gitterspannungs-Charakteristik erfolgt, nach der anderen Seite durch den Gitterstromeinsatz, welcher in einem vor dem Gitter liegenden Widerstand (14) einen Spannungsabfall erzeugt.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden:Französische Patentschrift Nr. 742671.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 5674 1.53
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