DE752685C - Verfahren zum UEberfuehren von faserfoermigen, wasserloeslichen Celluloseaethern in den pulverfoermigen Zustand - Google Patents
Verfahren zum UEberfuehren von faserfoermigen, wasserloeslichen Celluloseaethern in den pulverfoermigen ZustandInfo
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- C08B11/02—Alkyl or cycloalkyl ethers
- C08B11/04—Alkyl or cycloalkyl ethers with substituted hydrocarbon radicals
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Description
- Verfahren zum Uberführen von faserförmigen, wasserlöslichen Celluloseäthern in den pulverförmigen Zustand Die bekannten, bei der Umsetzung von Alkalicellulose mit Verätherungsmitteln entstehenden wasserlöslichen Celluloseäther haben Faserstruktur. Eine solche Form ist nicht für alle Verwendungszwecke geeignet. In manchen Fällen lassen sich pulverförmige bzw. staubförmige Celluloseäther besser verarbeiten. Man hat daher schon nach Wegen gesucht, um pulverförmige Celluloseäther zu erhalten.
- Behandelt man nun die bekannten wasserlöslichen Celluloseäther, welche Faserstruktur aufweisen, mit üblichen Zerkleinerungsvorrichtungen, so erzielt man keine befriedigenden Wirkungen. Es lassen sich zwar durch Mahlung größere Faserstücke zerkleinern, doch bleibt die Faserstruktur im wesentlichen erhalten. Ein bekanntes Verfahren, nach dem aus den Celluloseäthern erst Filme hergestellt werden, die dann vermahlen werden, ist recht umständlich. Außerdem setzen Filme aus Celluloseäthern einer Mahlung erheblichen Widerstand entgegen. Man kann zwar die Mahlung dadurch erleichtern, daß man die Filme einer scharfen "Trocknung bei hohen Temperaturen unterwirft. Dabei wird jedoch die Löslichkeit der Cellu:loseäther beeinträchtigt. Ein weiterer Nachteil des bekannten Verfahrens besteh! darin, daß es nicht auf beliebige Celluloseätlier angewendet werden kann.
- Es ist nun gefunden worden, daß man die faserförmigen, wasserlöslichen Ce,lluloseätlier in eine pulverartige Form überführen kann, indem man die wasserfeuchten Celluloseäther unter Zusatz von wasserbindender Soda einem Zerkleinerungsprozeß unterwirft. Zweckmäßig enthalten die Celluloseäther mindestens 5ooio ihres Eigengewichtes an Wasser. Gegebenenfalls kann die Wassermenge auch mehrfach so hoch sein. Die Menge der Soda soll so gewählt werden, daß sie imstande ist, das gesamte in der Celluloseätherniasse enthaltene Wasser zu binden.
- Man kann bei dem Verfahren nach der Erfindung von gereinigten und getrockneten Celluloseäthern ausgehen und diese zunächst mit Wasser in eine zähe Paste überführen. Man kann aber beispielsweise auch. das feuchte Rohprodukt, das man durch Behandeln von Alkalicellulose mit einem Verätherungsmittel und anschließender Neutralisierung erhält, als Ausgangsmaterial benutzen. Diese. wasserhaltigen Ausgangsmaterialien werden mit der wasserbindenden Soda innig vermischt, wobei eine trockene .Masse anfällt, die einer Zerkleinerung in Mühlen und ähnlichen Vorrichtungen unterworfen wird. Vielfach muß man, um eine gute Vermischung der sehr zähen, wasserfeuchten Celluloseäthermasse mit der Soda zu erzielen, die Masse sehr energisch durcharbeiten, z. B. durch Verkneten mit Werner-Pfleiderer-Zerfaserern. In solchen Fällen fällt das trockene Gemisch oft sofort in pulverförmig :m Zustand an, so, daß eine besondere Zerkleinerung nach dem Mischprozeß nicht mehr notwendig ist.
- Den erfindungsgemäß erhaltenen pulverförmigen Erzeugnissen kann man, falls dies notwendig ist, die Soda auf geeignete Weise entziehen. In vielen Fällen erübrigt sich aber die Entfernung der Soda, da diese bei der #'erwendung häufig nicht stört.
- Das neue Verfahren eignet sich zur Behandlung der verschiedenartigsten wasserlöslichen Celluloseäther. Insbesondere kommt es für die Behandlung von celluloseäthercarlionsauren; Salzen, wie celluloseglykolsaurem Natrium, und celluloseäthersulfosauren Salzen. wie celluloseäthyläther-I)'-sulfosaurem Natrium, in Frage. .
- Man hat schon bei einem Verfahren zur Herstellung von Celluloseätliern der Reaktiönsmasse Salze verschiedener Art zugesetzt. um die Verätherung zu fördern. Bei dem lwkannten Verfahren tritt die erfindungsgeniäl.l erzielte Wirkung nicht ein. Beispiel 1 Man verarbeitet in einem Werner-Pfleiderer-Zerfaserer ioo Teile eines reinen, gut wasserlöslichen celluloseglykolsaureri Natriums mit Zoo Teilen Wasser, bis eine liomogiie Paste entstanden ist. Sodann gibt man unter weiterem Kneten allmählich .loo Teile calcinierte Soda zu. Ilierhei -zerfällt die Paste, und man erhält nach kurzem Kneten --in homogenes trockenes Pulver. Beispiel Man setzt in üblicher `-eise :\Ikalicellulose mit Chloressigsäure zu wasserlöslichen. celluloseglykolsaurem Natrium um und neutralisiert das Reaktionsprodukt mit E=ssigsäure. ioo Teile dieses Rohproduktes «-erden mit i5o Teilen calcinierter Soda in einem Werner-Pfleiderer-Zerfaserer i bis 2 Stünden gemahlen. Man erhält so ein feines Pulver.
Claims (1)
- PATENTANSPYLCIT: Verfahren zum in-)-erführen von faserförmigen, wasserlöslichen Celluloseäthern in den pulverförmigen Zustand, dadurch gekennzeichnet, daß man die wasserfeuchten Celluloseäther unter Zusatz von wasserbindender Soda einem Zerkleinerungsprozeß unterwirft. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen «-orden: Deutsche Patentschriften -',Zr. ,.194 917, 5-13 761; britische Patentschrift Nr.495 173.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK157742D DE752685C (de) | 1940-05-31 | 1940-05-31 | Verfahren zum UEberfuehren von faserfoermigen, wasserloeslichen Celluloseaethern in den pulverfoermigen Zustand |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK157742D DE752685C (de) | 1940-05-31 | 1940-05-31 | Verfahren zum UEberfuehren von faserfoermigen, wasserloeslichen Celluloseaethern in den pulverfoermigen Zustand |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE752685C true DE752685C (de) | 1952-04-07 |
Family
ID=7253758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK157742D Expired DE752685C (de) | 1940-05-31 | 1940-05-31 | Verfahren zum UEberfuehren von faserfoermigen, wasserloeslichen Celluloseaethern in den pulverfoermigen Zustand |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE752685C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1033648B (de) * | 1953-03-31 | 1958-07-10 | Hercules Powder Co Ltd | Verfahren zur Erhoehung der Wasserloeslichkeit von Cellulosealkyl- und Hydroxyalkylcelluloseaether-carbonsaeurederivaten |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE494917C (de) * | 1924-05-16 | 1930-04-03 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Darstellung von Celluloseaethern |
| DE543761C (de) * | 1929-10-04 | 1932-02-10 | Peter Krebitz | Verfahren zur Herstellung von pilierfaehigen Seifen mit einem Gehalt an Alkaliphosphaten |
| GB495173A (en) * | 1937-05-15 | 1938-11-08 | Ferdinand Sichel A G | Process for the production of water-soluble cellulose ethers in powder form |
-
1940
- 1940-05-31 DE DEK157742D patent/DE752685C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE494917C (de) * | 1924-05-16 | 1930-04-03 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Darstellung von Celluloseaethern |
| DE543761C (de) * | 1929-10-04 | 1932-02-10 | Peter Krebitz | Verfahren zur Herstellung von pilierfaehigen Seifen mit einem Gehalt an Alkaliphosphaten |
| GB495173A (en) * | 1937-05-15 | 1938-11-08 | Ferdinand Sichel A G | Process for the production of water-soluble cellulose ethers in powder form |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1033648B (de) * | 1953-03-31 | 1958-07-10 | Hercules Powder Co Ltd | Verfahren zur Erhoehung der Wasserloeslichkeit von Cellulosealkyl- und Hydroxyalkylcelluloseaether-carbonsaeurederivaten |
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