DE747701C - Verfahren zum teilweisen Entbasten von Naturseide - Google Patents

Verfahren zum teilweisen Entbasten von Naturseide

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DE747701C
DE747701C DEM151580D DEM0151580D DE747701C DE 747701 C DE747701 C DE 747701C DE M151580 D DEM151580 D DE M151580D DE M0151580 D DEM0151580 D DE M0151580D DE 747701 C DE747701 C DE 747701C
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Germany
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silk
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water
deburring
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Expired
Application number
DEM151580D
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English (en)
Inventor
Dr Alois Hoch
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool
    • D01C3/02De-gumming silk

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Animal Husbandry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren zum teilweisen Entbasten von Naturseide Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum teilweisen Entbasten von Naturseide, insbesondere roher Naturseide, unter Verwendung an kochendem Wasser.
  • Es ist ;bereits der Vorschlag gemacht worden, den zur Herstellung von Geweben aus Naturseide für hochwertige Bespannungsstoffe, insbesondere Fallschirme, verwendeten Schußfäden nach dem Zwirnen nur einenTeil des Seidenleims zu entziehen, da sich gezeigt hat, daß die sogenannte Teilentbastung aus spinn- und' -#vebtechnischen Gründen Vorteile mit sich bringt. Die erwähnte Teilentbastung wird bisher fast ausnahmslos 'durch Behandlung der Seide in einem Seifenbad von entsprechender Temperatur vorgenommen, und zwar benutzt man in der Regel neutrale Seife (Marseiller .Seife), die eine schonende Behandlung der Seide gewährleistet.
  • Man hat -auch schon versucht, die Teilentbastung mit Chemikalien der verschiedensten Arten durchzuführen, doch hat sich bei allen diesbezüglichen Versuchen gezeigt, daß dadurch die Seide angegriffen wird. Gerade das aber muß bei der Vorbehandlung solcher Seide vermieden werden, die zu hochwertigen Geweben, insbesondere für Fallschirme, weiterverarbeitet wird.
  • Sowohl bei der Entbastung mit neutraler Seife als auch bei der Entbastung mit anderen Chemikalien besteht weiterhin die große Schwierigkeit, einen genauen Entbastungsgrad einzuhalten. Man kann ' zwar die Zeitdauer der Behandlung und auch die Behandlungstemperatur regeln, und man kann auch die Konzentration der Seifenlösung verändern, doch sind alle diese Regelungen nicht feinstufig genug, um den gewünschten Grad der Teilentbastung zuverlässig und genau festzulegen. Das Einhalten eines ganz bestimmten, von Fall zu Fall wechselnden Enthastungsgrades ist aber insbesondere bei der Herstellung sowohl von Schuhfäden für hochwertige Gewebe als auch für die Schappespinnerei von großer Bedeutung. Wenn der Teilentbastungsgrad nicht auf dem für das betreftende Gewebe und seine Webart als günstig festgestellten Wert gehalten wird, so erbeben sich ungünstige Rückwirkungen auf die Eigenschaften des aus der betreffenden Seide hergestellten Gewebes.
  • Die geschilderten Schwierigkeiten haben ihren Grund insbespndere darin, daß, wenn dieSeide bei dembisherüblichenEntbastungsverfahren aus der Seifenlösung herausgenommen wird, damit der Entbastungsvorgang noch nicht beendet ist, sondern sich auch beim Nachspülen noch in kaum nachprüfbarer Art und Weise fortsetzt. Es ist sogar so, daß immer noch gewisse Seifenreste auf der Seide verbleiben. Beim Spülen tritt dann eine Nache:itbastung ein.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die hier aufgezeigten Nachteile zti beseitigen, und löst diese Aufgabe dadurch, dall die Naturseide bis zu einem gewünschten Entbastungsgrad in reinem Wasser bei atmosphärisclieni Druck gekocht und unmittelbar anschließend in kaltem Wasser abgeschreckt wird.
  • Man hat allerdings schon vorgeschlagen, `Naturseide ohne Zusatz von Seife, d. h. finit reinem kochendem Wasser, zu behandeln. Bei dein bekannten Verfahren wird die Entbastung jedoch unter Druck vorgenommen, mit der Absicht, den Seidenleim zu livdrolisieren, tim ihn dann in einer zweiten :#rlieitsstufe vollständig entfernen zu können. Hierzu wird «-armes Wasser von etwa 6o° benutzt.
  • Demgegenüber hat sich gezeigt, daß es durch das pochen der Seide in reinem Wasser unter atmosphärischem Druckund anschließendes Abschrecken mit kaltem Wasser übernaschender «-eile gelingt, einen genauen Entbastungsgrad einzustellen und einzuhalten. Wie eingehende Versuche bestätigt haben, geht der Seidenleim durch Behandlung mit heißem Wasser in Lösung, und zwar geht je hach der Kochzeit" der Temperatur und der Stoffdichte (Verhältnis von Seide zuWasser) mehr oder weniger Seidenbast in Lösung. Es ergeben sich liier also RegelungSmögliclil:eiten, die ohne weiteres beherrscht Werden können: denn der Entbastungsvorgang läßt sich durch einfaches Herausnehmen der entsprechend weit entbasteten Seide aus dem Entbastungsbad unterbrechen. Der Seidenleim, der auf der Seide verbleiben soll, wird dann durch einfaches Allschrecken in kaltem Wasser ai.if der Seide fixiert, da er durch dieses Abschrecketr innerhalb kürzester Zeit wieder gerinnt, so daß also die Gefahr einer jeder Nachi entzogenen bzw. nicht beherrschbaren \Ta#hentbastung vermieden wird.
  • Das neueVerfahren ist aul:lerdein deswegen vorteilhaft, weil es wesentlich zu einer Einsparung an hochwertigen Fetten beiträgt, wie :ie zur Herstellung der für die Entbastung benutzten besten Fettseifen (Marseilles Seife) verwendet werden müssen.
  • Schließlich bietet das erfindungsgemäße `"erfahren auch noch folgenden \-orteil: Die bisher bei der Entbastung anfallenden Ab- wässer, die sowohl Seife als auch Serizin entlialten, mtil,lten unverwertet abgeleitet werden. da es nicht möglich ist, Seife und Seidenleim nachträglich voneinander zu trennen. Mit der Ableitung dieser Abwässer ergeben sich aber Schwierigkeiten nach verschiedenen Richtungen (Geruchsbelästigung, Verstopfung der Kanäle usw.). Fei dem erfindungsgemäßen Verfahren geht der größte Teil des Seiden-Leims in reinem Wasser in Lösung und ist demgemäß itn Abkochbad in reiner Form enthalten. Dadurch wird es erstmalig möglich, das Serizin mit einfachen Mitteln wiederzugewinnen und es für andere Zwecke nutzbar zti machen. Serizin ist ein reines Eiweil'produkt. Da ein Viertel der Seide aus Serizin besteht, fällt dieses in betsächlichen Mengen an. Die vorliegende Erfindung hat also auch noch den Vorteil, daß sie zu einer Bereicherung an devisensparenden Rohstoffen beiträgt.
  • Weiterhin kann bei der vorliegenden Erfindung auch .das von Seidenleim befreite Wasser wiaderverwendet werden.
  • Das erfindungsgemäßeVerfahren istvon be-:onderer Bedeutung für die Schappespinnerei. Es läßt sich unter Umständen aber auch zur Teilentbastung von fertigem Gewebe wie auch zur Entbastung -der Seidenfäden vor oder nach dein Verzwirnen verwenden. Es können %seiterliin mit Hilfe des neuen Verfahren auch gezwirnte Fäden, wie sie zurIferstellung von Fallschirrnfangleinen benutzt werden, in dem gewünschten Umfang teilentbastet werden. Der Entbastungsvorgang wird hier an den sogenannten Cordonnets . das sind stark gedrehte Fäden, die dann zu Fangleinen weite rverbarbeitet «-erden, durchgeführt.
  • Im nachstehenden wird ein Ausführungsbeispiel für die Durchführung-des erfindungs-=;etnäßen Verfahrens angegeben: >> kg Spinnereiabfälle, die als tioclitrtisen bezeichnet «-erden, wurden in einem _@bl;ochapparat in etwa 300 1 Wasser il ; . Stunden auf c)o bis ioo-' gehalten. Das Wasser wurde dann gewechselt und die Belrin llunr. und -zwar ebenfalls bei einer Tempuratur go lind Ioo`, eine Stunde fortgesetzt.
  • Die Seide wurde dann aus dein Abkochappaiat herausgenommen und einige Minnten 111 kaltem Wasser abgeschreckt. Der auf den Kochstrusen dann noch vorhandene Bastgehalt betrug bei einer gleichmäßigen und guten Verteilung des Bastes auf der Faser etwa z°/o,.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum teilweisen Entbasten von Naturseide unter Verwendung von kochendem Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß die Naturseide bis zu einem gewünschten Entbastungsgrad in reinem Wasser bei atmosphärischem Druck gekocht und unmittelbar anschließend in kaltem Wasser abgeschreckt wird. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: französische Patentschriften Nr. 547 157, 708 173-
DEM151580D 1941-08-08 1941-08-08 Verfahren zum teilweisen Entbasten von Naturseide Expired DE747701C (de)

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DEM151580D DE747701C (de) 1941-08-08 1941-08-08 Verfahren zum teilweisen Entbasten von Naturseide

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR547157A (fr) * 1922-02-13 1922-12-02 Procédé de décreusage de la soie
FR708173A (fr) * 1929-12-24 1931-07-21 Procédé de traitement de la soie destinée au feutrage

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR547157A (fr) * 1922-02-13 1922-12-02 Procédé de décreusage de la soie
FR708173A (fr) * 1929-12-24 1931-07-21 Procédé de traitement de la soie destinée au feutrage

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