DE735019C - Verfahren zum Auflockern und zur Verhinderung von Verklebungen von nach ueblichen Methoden nassbehandelten Pflanzenfasern - Google Patents

Verfahren zum Auflockern und zur Verhinderung von Verklebungen von nach ueblichen Methoden nassbehandelten Pflanzenfasern

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DE735019C
DE735019C DED80822D DED0080822D DE735019C DE 735019 C DE735019 C DE 735019C DE D80822 D DED80822 D DE D80822D DE D0080822 D DED0080822 D DE D0080822D DE 735019 C DE735019 C DE 735019C
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DE
Germany
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wet
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loosening
hydrogen peroxide
plant fibers
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Expired
Application number
DED80822D
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English (en)
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Dr Karl L Vieweg
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Evonik Operations GmbH
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Degussa GmbH
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/02Treatment of vegetable material by chemical methods to obtain bast fibres

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
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  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zum Auflockern und zur Verhinderung von Verklebungen von nach üblichen Methoden naßbehandelten Pflanzenfasern Die Naßbehandlung von Pflanzenfasern,. wie Hanf, Jute, Flachs und Kokosfasern, zwecks Überführung derselben in für die Weiterverarbeitung geeignete Form wird üblicherweise derart durchgeführt, daß das.Gut in mehreren Bädern aufeinanderfolgend, gegebenenfalls unter gleichzeitiger mechanischer Durcharbeitung behandelt wird. Je nach Art und Beschaffenheit der zu behandelnden Fasern und den gewünschten Zwecken, z. B. Entfernung von Inkrusten, Auflockerung oder Aufteilung von Faserbündeln, Beseitigung von Verunreinigungen, werden dabei Bäder von verschiedener Zusammensetzung, z. B. alkalische und bzw. oder saure Bäder, verwendet. Nach Beendigung der - Naßbehandlung wird das Fasermaterial zumeist durch Maßnahmen, wie Zentrifugieren oder Ausquetschen, von überschüssiger Flüssigkeit befreit, ausgewaschen und getrocknet und der Weiterbehandlung, z. B. Zerfaserung und Bleichen, unterworfen.
  • Es ist bekannt, daß pflanzliche Fasern bei Naßbehandlungen der vorstehend geschilderten Art unangenehme Eigenschaften annehmen, insbesondere nach der Richtung hin, daß sie mehr oder weniger stark zusammenkleben, wodurch die Trocknung und die Zerteilung der verklebten Gebilde erschwert wird, so daß gegebenenfalls besondere Arbeitsmaßnahnien, wie Zerreißen oder Zerkleinern, erforderlich sind. Weitere Nachteile bestehen darin, daß maßbehandelte Pflanzenfasern häufig eine unansehnliche, z. F,. bräunliche Färbung aufweisen.
  • Diese Schwierigkeiten werden erfindungsgemäß dadurch behoben, daß die Fasern zunl .Uschluß der Naßbehandlung mit einer alkalischen, z. B. mit Phosphaten, wie 'Natriumphosphat, oder Ammoniak oder beiden versetzten und Wasserstoffsuperoxyd oder dieses liefernde Stoffe und Weichmacher enthaltenden Flüssigkeit getränkt und nach Befreiung von überschüssiger Flüssigkeit durch mechanische Mittel, z. B. Zentrifugieren. ohne Zwischenspülung getrocknet werden.
  • Man kann z. B. derart verfahren, daß man eine übliche mehrstufige Maßbehandlung des Faserguts mit der -Maßgabe durchführt, dal3 das Gut im Anschluß an die letzte N aßbehandlung in einen Leviathan eingeführt wird, der mit einer schwach alkalischen. einen Weichmacher enthaltenden Wasserstoffsuperoxydlösung beschickt ist. Der Gehalt der Lösung an Wasserstoffsuperoxyd kann gering, gegebenenfalls sehr gering bemessen sein, wenn man da: verbrauchte Wasserstoff:uperoxyd ebenso wie die übrigen verbrauchten Stoffe immer wieder zufügt. Der Gehalt des Bades an Weichmachutigstnitteln, wie Fettalkoliolsulfonate, Eiweil'fettsäurelzondeti-,ationsprodukte, lioclisulfnnierte Öle oder Seife, kann der übliche sein. Zum Alkalischmachen werden mit Vorteil Stoffe verwendet oder mitv.erwendet, welche zugleich eine stabilisierende Wirkung besitzen, z. B. alkalisch reagierende Phosphate, vorzugsweise Natriumpyrophosphat. Die Behandlung des Faserguts kann z. B. so erfolgen, daß die Flüssigkeit im Kreislauf durch den Leviathan bewegt wird, wobei zweckmäßig die verbrauchten Stoffe, wie Wasserstoffsuperoxyd, und alkalisch machende Stoffe außerhalb des Bades ersetzt werden, Nach guter Durchtränkung des Faserguts -wird dieses in üblicher Weise z. B. durch Abschleudern von überschüssiger Flüssigkeit befreit und getrocknet, wobei ein Ausspülen der noch vorhandenen Flüssigkeit vor dem Trocknen zu unterbleiben hat, da hierdurch die erstrebte Wirkung mehr oder weniger weitgehend zunichte gemacht werden würde. Zur Durchführung des Trocknungsverfahrens bedarf es keinerTelnperaturerhöhung: der Vorgang kann vielmehr bei Raumtemperatur durchgeführt werden. Es bedarf auch keiner längeren Einwirkung der alkalischen ZWasserstoffsuperoxydlösung. Der Vorgang kann vielmehr abgebrochen «-erden, nachdem das Gut finit der Flüssigkeit gut und gleichmäßig durchtränkt ist.
  • Beim Trocknen des erfinduligsgeinät) mit einer alkalischen Wasserstoffsuperoxvdlösmig getränkten Faserguts wird das in den Fasern befindliche Wasserstoffsuperoxyd zersetzt. Durch die hierdurch bedingte Entwicklung feinster Gasbläschen werden die Fasern aufgelockert und -etrennt voneinander gehalten, wodurch lästige Fasen-erklebungen und die damit verbundenen -Nachteile verhütet werden. Eine mehr oder weniger weitgelielide Bleichwirkung wird gleichzeitig erzielt, die aber bei vorliegendem Verfahren nicht auf die kurzfristige, vorteilhaft bei Raumtemperatur durchzuführende Behandlung des Bleichguts mit Wasserstoffsuperoxydlösung zurückzuführen ist, sondern auf der Zersetzung de: Wasserstoffsuperoxyds beim Trocknen in und auf der Faser beruht. Der erforderliche Aufwand an Peroxyd ist ein sehr geringer.
  • Es ist bereits bekannt, zur Verwollung und Bleichung von Bastfasern, z. B. Jutefasern. derart zti verfahren, daß das Gut in einem Verwollungsbade behandelt wird, welches z. B. aus gleichen Raumteilen -Natronlauge (36= Be) und -Natriumhvpochloritlöstin,<; (2o=' De) besteht, worauf ausgepreßt, gespült und die `'Ware einer z. B. bis t 12 .s tündijen Nachbehandlung in einem auf Kochhitze erwärmten Bleichbad unterworfen wird, das z. B. im Liter io g Marseiller Seife und 2o ccm 1 atriumhypochloritlösung (2o° Be) oder eine entsprechende Menge von Wasserstoffsuperoxyd enthält, worauf die Ware erneut gespiilt und dann getrocknet wird. Hier findet also die letzte Naßbehandlung in einem ausgesprochenen Bleichbade bei Kochtemperatur bis zur Erzielung der erreichbaren Bleichwirkung statt, worauf das Bleichmittel durch Spülen entfernt und dann erst getrocknet wird. Hierbei können die gemäß vorliegender Erfindung beim Trockenvorgang sich abspielenden, auf Zersetzung des Wasserstoffsuperoxyds in und auf der Faser beruhenden Wirkungen selbstverständlich nicht erzielt werden. Beispiel -Nach üblichen -Methoden nafl behandeltes, pflanzliches Fasergut wird bei Raumtemperatur in ein Bad eingeführt, welches im Liter etwa i bis io, vorzugsweise 2 bis 3 ccm Wasserstoffsuperoxyd (4.o Volumprozent), etwa z bis 3 g eines Weichmachers, z. B. Fettalkoholsulfonat, und i bis 3 g Natritimpyropliosphat und bzw. oder Ammoniak enthält. Die Behandlung erfolgt unter Bewegung des Gutes bis zur vollständigen gleichmäßigen Durch-t r. änkung U, z. B. etwa 2 bis 10 llillt,tell. Hierauf wird das Fasergut abgequetqcht oder zentrifugiert und getrocknet. Man erhält ein aufgelockertes, weitgehend aufgehelltes Erzeugnis.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:-Verfahren zum Auflockern und zur Verhinderung von Verklebungen von nach üblichen Methoden naß behandelten Pflanzenfasern unter Verwendung alkalischer, Wasserstoffsuperoxyd oder ,ydieses liefernde Stoffe und Weichmacher enthaltender Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern zum Abschluß der Naßbehandlung mit einer alkalischen, z. B. mit Phosphaten, wie Natriumphosphat, oder Ammoniak oder beiden versetzten und Wasserstoffsuperoxyd oder dieses liefernde Stoffe und Weichmacher enthaltenden Flüssigkeit getränkt und ohne Zwischenspülung nach Befreiung von überschüssiger Flüssigkeit durch mechanische Mittel getrocknet werden.
DED80822D 1939-07-13 1939-07-13 Verfahren zum Auflockern und zur Verhinderung von Verklebungen von nach ueblichen Methoden nassbehandelten Pflanzenfasern Expired DE735019C (de)

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