DE556838C - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Zellstoff - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Zellstoff

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DE556838C DES84382D DES0084382D DE556838C DE 556838 C DE556838 C DE 556838C DE S84382 D DES84382 D DE S84382D DE S0084382 D DES0084382 D DE S0084382D DE 556838 C DE556838 C DE 556838C
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/08Removal of fats, resins, pitch or waxes; Chemical or physical purification, i.e. refining, of crude cellulose by removing non-cellulosic contaminants, optionally combined with bleaching
    • D21C9/083Removal of fats, resins, pitch or waxes; Chemical or physical purification, i.e. refining, of crude cellulose by removing non-cellulosic contaminants, optionally combined with bleaching with inorganic compounds

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Zellstoff Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Zellstoff, das es ermöglicht, aus ihm die Beta- und Gamma-Cellulose so weit zu entfernen, daß der Gehalt an Alpha-Cellulose bis zu 98 % beträgt, also um einige Prozente mehr, als man bei Anwendung der bisher bekannten Reinigungsverfahren erzielen konnte. Diese hochprozentige Alpha-Cellulose ist namentlich dazu geeignet und bestimmt, ,für die Herstellung von Sonderpapieren, Kunstseide und Celluloseestern aller Art, wie I\Titrocellulose, Celluloseacetat, Cellulosexanthat usw., benutzt zu werden.
  • Das neue Verfahren besteht aus folgenden nacheinander auszuführenden, in ihren -wesentlichen Zügen bereits bekannten Einzelmaßnahmen, deren Vereinigung bisher weder vorgeschlagen noch angewendet worden ist und die unerläßliche Vorbedingung dafür bildet, daß das angestrebte Ziel, nämlich die Gewinnung einer bis zu 98 °lo aus Alpha-Cellulose bestehenden Cellulose, tatsächlich erreicht wird.
  • a) Der Zellstoff wird zunächst, während er in Form eines Breies und in dünner Schicht über ein schräg stehendes Sieb hinabrinnt, der Wirkung von flächig ausgebreiteten Wasserstrahlen ausgesetzt, die hinreichend kräftig sind, um ihn nicht nur von seinen lose beigemengten, sondern auch von den den Fasern fest anhaftenden Verunreinigungen zu befreien. b) Der Zellstoff wird alsdann ausgewaschen, in eines einer Mehrzahl von Gefäßen gebracht, die durch Rohrleitungen miteinander verbunden sind und unter cyclischer Vertauschung nacheinander in Betrieb genommen sowie außer Betrieb gesetzt werden, und in ihm zwecks Lösung der Beta- und Gamma-Cellulose mit Alkalilauge behandelt, deren Gehalt an Alkali zunimmt, während zugleich der Gehalt des Zellstoffes an diesen Cellulosearten abnimmt.
  • c) Zum Auswaschen des Zellstoffes vor und nach der Behandlung mit Alkalilauge gemäß b wird von Erdalkalisalzen freies Wasser benutzt.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine zur Durchführung der vorstehend unter b angegebenen Maßnahme besonders geeignete Vorrichtung.
  • Das neue Verfahren gestaltet sich im einzelnen wie folgt: Der Zellstoff wird zunächst, wie unter a angegeben, durch Wasserstrahlen sowohl von seinen lose beigemengten als auch von den den Fasern fest anhaftenden Verunreinigungen befreit. Diese sind sehr verschiedener Art und bestehen namentlich aus Markstrahlen, die viel Lignin enthalten, ferner aus Faserresten mehr oder weniger zerkleinerten Zellstoffes und endlich aus allerhand Bruchstücken mannigfacher und den Fasern fremder Art, wie Kieselerde, Kalkresinaten, Kalksulfaten, Eisenhydraten usw. Ihre Entfernung ist für das Endergebnis von großer Bedeutung und muß daher möglichst. restlos durchgeführt werden. Man verwendet zu diesem Zweck so starke Wasserstrahlen, -daß sie auf die Fasern eine Kraft ausüben, die größer ist als die Anziehungskraft, die zwischen den Fasern und ihren Verunreinigungen besteht. Eingehende Versuche haben ergeben, daß Wasserstrahlen, die eine Geschwindigkeit von etwa 2o m/s haben, diese Bedingung erfüllen, und daß die Behandlung des Zellstoffes mit ihnen eine beträchtliche Zunahme des Gehaltes an Alpha-Cellulose und eine gleichfalls beträchtliche Abnahme des Aschengehaltes sowie des Anteiles der Stoffe zur Folge hat, die in alkalischen Flüssigkeiten, Alkohol und Äther löslich sind.
  • Nachdem der Zellstoff in dieser Weise physikalisch gereinigt ist, wird er zunächst mit Wasser, das keine Erdalkalisalze enthalten darf, gründlich, und zwar so lange ausgewaschen, bis er von diesen Salzen, insbesondere den Calciumsalzen, möglichst vollkommen befreit ist. Kommt es darauf an, eine besonders weiße Cellulose zu erhalten, so kann man diesem Auswaschen eine Behandlung mit stark verdünnter Schwefel- oder Salzsäure vorangehen lassen.
  • Der aus Zellstoff und Wasser bestehende dünne Brei wird nun in Bottichen auf 4 bis 6 °1o eingedickt, um alsdann der Behandlung mit Alkalilauge in der auf der Zeichnung dargestellten Vorrichtung unterworfen zu werden.
  • Handelt es sich um Sulfitzellstoff, so schließt sich die Behandlung mit Alkalilauge dem Eindicken unmittelbar an. Handelt es sich dagegen um Natronzellstoff, so ist erst eine Zwischenbehandlung nötig, um das Lignin vollständig zu oxydieren, was sich z. B. durch Behandeln des Zellstoffes mittels einer io°/oigen Calciumhypochloritlösung erzielen läßt. Hierauf wird die Masse ausgewaschen, in beliebiger Weise so weit eingedickt, daß man in i 1 Flüssigkeit 3oo bis 4oo g Zellstoff hat, und nunmehr der Behandlung mit Alkalilauge unterworfen.
  • Die Vorrichtung zum Behandeln des Zellstoffes mit Alkalilauge besteht aus einer größeren Anzahl unter sich gleicher Gefäße i, die durch Rohrleitungen miteinander verbunden sind und unter cyclischer Vertauschung nacheinander in Betrieb genommen sowie außer Betrieb gesetzt werden.
  • Jedes Gefäß i ist mit seinem Boden an ein Rohr 2 angeschlossen, das bis über den oberen Gefäßrand hinaufgeführt, oben offen sowie unten mit einem Entleerungsstutzen 3 versehen ist. Jedes Gefäß i enthält ferner in einiger Entfernung über seinem Boden einen Siebboden -., der die Flüssigkeit durchläßt, jedoch den Zellstoff zurückhält. Über den Siebböden .4 sind mit Deckeln 5 versehene Öffnungen zum Austragen des Zellstoffes angeordnet.
  • Jedem Gefäß i ist eine Pumpe 6 zugeordnet, deren Saugseite mittels eines Rohres 7 an das Rohr 2 beträchtlich oberhalb des Siebbodens 4, aber unterhalb der Stelle angeschlossen ist, bis zu der beim gewöhnlichen Betriebe die Flüssigkeit in dem Gefäß i steht. Das Druckrohr 9 der Pumpe 6 ist durch eine Heizvorrichtung 8 hindurch- und gleichfalls über den oberen Gefäßrand hinaufgeführt. Seine Mündung kann mittels dreier nicht mitgezeichneter Hähne oder eines Dreiweghahnes wahlweise über ein Rohr i2 mit dem nächstfolgenden Gefäß i oder über ein zweites Rohr i i mit dem betreffenden Gefäß i oder über ein drittes Rohr io mit einem nicht gezeichneten Sammelgefäß verbunden werden. Das Rohr 12 steht ferner mit dem oberen Teil des Saugrohres 2 der an das betreffende Gefäß i angeschlossenen Pumpe 6 an einer Stelle 13 in Verbindung, die dem zulässigen höchsten Stande der Flüssigkeit in dem nächstfolgenden Gefäß i entspricht, so daß die Flüssigkeit in das Gefäß, aus dem sie jeweils stammt, zurückfließen kann und der Stand der Flüssigkeit in allen Gefäßen auf gleicher Höhe erhalten wird.
  • Über jedem Gefäß i münden mit nicht gezeichneten Hähnen ausgerüstete Zweigrohre dreier Rohrleitungen 14, 1s, 16, die sich über sämtliche Gefäße erstrecken und zur Zuführung des Wassers, der Alkalilauge und des zu behandelnden wässerigen Zellstoffbreies dienen, welch letzterer aus dem oder den bereits erwähnten, nicht mitgezeichneten Eindickungsbottichen zufließt.
  • Als Wasser kommt wieder solches zur Ver-,vendung, das von Erdalkalisalzen frei ist. Es wird aus Leitungswasser in Bottichen 2o durch Zusetzen von etwa i °/o Ätznatron hergestellt, das jene Salze ausfällt, und gelangt dann durch Rohre 22, 28 in einen dritten Bottich 23, aus dem es mittels einer z. B. als Paternosterwerk ausgebildeten Pumpe 24 dem Rohr 1,4 in genau bemessenen Mengen zugeführt wird. Beim Behandeln von Sulfitzellstoff sind die Bottiche 2o mit Heizschlangen 2,1 zu versehen, die - ebenso wie die bereits erwähnten Heizkörper 8 - von einer Dampfleitung 30 gespeist werden.
  • Als Alkalilauge wird eine Ätznatronlösung benutzt, die in einem vierten Bottich 25 unter Verwendung des ihm durch das Rohr 22 zuströmenden, von Erdalkalisalzen befreiten Wassers hergestellt und aus ihm dem Rohr 15 wieder mittels einer z. B. als Paternoster-`verk ausgebildeten Pumpe 26 in genau bemessenen Mengen zugeführt wird. Die beiden Pumpen 2.4, 26 sind miteinander gekuppelt, so daß das Verhältnis der Menge des Wassers und der Ätznatronlösung, die in der Zeiteinheit dem Rohre 14 bzw. 15 zugeführt «-erden, dauernd gleichbleibt. Je nachdem Sulfit- oder Natronzellstoff behandelt werden soll, benutzt man eine auf 5o bis 6o° C erwärmte, etwa q. obige oder eine kalte, etwa io o/oige Ätznatronlösung. Um in ersterem Falle diese Temperatur der Lauge auch weiterhin aufrechterhalten zu können, sind, wie bereits erwähnt, die Druckrohre 9 der Pumpen 6 durch die Heizkörper 8 hindurchgeführt. Letztere sind nach dem Gesagten beim Behandeln von Natronzellstoff nicht nötig. In beiden Fällen beträgt die Menge der Frischlauge, die jedem der Gefäße i nacheinander zugeführt wird, 4. bis 12 % des Gewichtes des in ihm befindlichen Zellstoffes.
  • Wie bereits angegeben, werden die Gefäße i unter cyelischer Vertauschung nacheinander in Betrieb genommen und außer Betrieb gesetzt. Der Zellstoff verbleibt während der ganzen Dauer der Behandlung mit Lauge jeweils in demselben Gefäß, jedoch nimmt dabei der Gehalt der Lauge an Natron zu, während zugleich der Gehalt des Zellstoffes an Beta- und Gamma-Cellulose abnimmt.
  • Der Betrieb der Vorrichtung, die bei der gezeichneten Ausführung beispielsweise sechs mit I bis VI bezeichnete Gefäße i umfaßt, gestaltet sich wie folgt. Dabei ist zu unterscheiden zwischen zwei im folgenden mit A und B bezeichneten Zuständen, von denen stets entweder der eine oder der andere vorhanden ist und die sich in ständigem Wechsel folgen. Zustand A Ein Gefäß, z. B. I, wird mit frischem Zellstoff aus der Leitung 16 gefüllt. Sein Deckel 5 und sein Ablaßstutzen 3 sind geschlossen, nachdem sie vorher zwecks Austragens des Zellstoffes und Ausspülens mit gewöhnlichem Leitungswasser geöffnet «-orden waren. Das nächste Gefäß, z. B. II, wird mit gewöhnlichem Leitungswasser ausgespült. Sein Ablaßstutzen 3 ist geöffnet, dagegen sein Deckel 5 geschlossen, nachdem er vorher zwecks Austragens des Zellstoffes geöffnet «-orden war. Aus dem zweitnächsten Gefäß, z: B. 1I1, wird der Zellstoff entfernt. Sein Deckel 5 und sein Ablaßstutzen 3 sind geöffnet. Während diese Verrichtung in den Gefäßen I, II und III ausgeführt werden, stehen die mit ihnen verbundenen Pumpen 6 still, und die über ihnen stehenden Zweigrohre der Rohrleitungen 14., 15, 16 sind geschlossen.
  • In allen übrigen Gefäßen IV bis VI ist die Behandlung des Zellstoffes mit Lauge in Gang, und zwar führt sie in ihnen einen Kreislauf aus. Zu diesem Zweck sind die Ablaßstutzen 3 und Deckel 5 dieser Gefäße geschlossen und die Mündungen der Druckrohre 9 der Pumpen 6 mit den Rohren i i verbunden, die die Lauge in das betreffende Gefäß zurückführen. Zustand B In eiri Gefäß, z. B. IV, in dem sich Zellstoff befindet, dessen Behandlung beendet ist, wird aus der Leitung 1.4 von Erdalkalisalzen freies Wasser eingelassen, das sich über der in ihm bereits befindlichen Lauge schichtet. Letztere wird durch die Pumpe 6 abgesaugt und aus deren Druckrohr 9 durch das Rohr 12 dem nächstfolgenden Gefäß V zugeführt. Diese Lauge ist mit Beta- und Gamma-Cellulose nur wenig angereichert, während die in dem Gefäß V befindliche Lauge mit diesen Cellulosearten bereits stärker angereichert ist. In das Gefäß V wird aus der Leitung 15 Frischlauge eingelassen, die sich - ebenso wie die Lauge aus dem Gefäß IV - über der in ihm bereits befindlichen Lauge schichtet. Letztere wird wieder durch die Pumpe 6 abgesaugt und aus deren Druckrohr 9 nun durch das Rohr 12 dem nächstfolgenden Gefäß VI zugeführt. Diese Lauge ist mit Beta- und Gamma-Cellulose weniger angereichert als die in dem Ge-fäß VI bereits hefindliche Lauge, da diese jene Cellulosearten ja schon vollständig aufgelöst hat. Die aus dein Gefäß V in das Gefäß VI eintretende Lauge schichtet sich wiederum über der in diesem befindlichen Lauge. Letztere wird nun durch die Pumpe 6 abgesaugt und aus deren Druckrohr 9 durch das Rohr io dem nicht gezeichneten Sammelgefäß zugeführt.
  • Die Umschaltung der zu den Gefäßen IV bis VI gehörigen Pumpen 6 erfolgt gleichzeitig. Selbstverständlich sind während des Zustandes B die Deckel 5 und die Ablaßstutzen 3 aller dieser Gefäße geschlossen zu halten, desgleichen die Zweigrohre der beiden Rohrleitungen 15, 16 über dem Gefäß IV, ferner die Zweigrohre der beiden kohrleitungen 1.4, 16 über dem Gefäß V und endlich die Zweigrohre aller drei Rohrleitungen über dem Gefäß VI.
  • In den Gefäßen IV bis VI nimmt somit der Gehalt der Laugen an Natron allmählich zu, während zugleich der Gehalt des Zellstoffes an Beta- und Gamma-Cellulose allmählich abnimmt.
  • Nachdem der Zustand B während der erforderlichen Zeit angedauert hat, wird der Zustand A wieder herbeigeführt, jedoch mit dem Unterschied, daß nunmehr durch cyclische Vertauschung des Gefäßes II das erste, das Gefäß III das zweite usw. und schließlich das Gefäß I das sechste, d. h. letzte wird und so fort in ständigem Wechsel der beiden Zustände.
  • Die Anzahl der jeweils benötigten Gefäße I hängt einerseits ab von der Dauer des Zustandes A, d. h. der Zeit, die die Behandlung des Zellstoffes mit Lauge in ihnen (wofür man je nach Art des Zellstoffes etwa 45 bis 6o Stunden rechnen kann) sowie das Entleeren, Ausspülen mit Zellstoff der Gefäße erfordert, andererseits von der Dauer des Zustandes B, d. h. der Zeit, die das Überpumpen der Lauge aus einem Gefäß in das nächste sowie das Ablassen der Lauge aus dem jeweils letzten Gefäßerfordert.
  • Nachdem die im vorstehenden beschriebene Behandlung des Zellstoffes mit Alkalilauge beendet und er aus dem betreffenden Gefäß I herausgenommen worden ist, wird er in einem anderen Gefäß nochmals mit Wasser ausgewaschen, auf etwa 4 bis 6 °/o eingedickt und mit einer wässerigen Lösung von Chlorkalk, die hiervon etwa i bis 3 % des Gewichtes des Stoffbreies enthält, gebleicht. Alsdann wird der Zellstoff nochmals gewaschen, zwecks Entfernung der in ihm enthaltenen Mineralsalze mit einer schwach sauren Flüssigkeit, z. B. etwa o,i °/oiger Schwefelsäure, behandelt und abermals ausgewaschen, worauf er schließlich entwässert und getrocknet wird.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zum Reinigen von Zellstoff, gekennzeichnet durch die Vereinigung nachstehender Maßnahmen: a) Aussetzung des in Form eines Breies und in dünner Schicht über ein schräg stehendes Sieb hinabrinnenden Zellstoffes der Einwirkung von flächig ausgebreiteten, kräftigen Wasserstrahlen; b) Auswaschen des Zellstoffes, Einbringung in eines einer Mehrzahl von Gefäßen, die durch Rohrleitungen miteinander verbunden sind und unter cyclischer Vertauschung nacheinander in Betrieb genommen sowie außer Betrieb gesetzt werden, und Behandlung in ihm zwecks Lösung der Beta- und Gamma-Cellulose mit Alkalilauge, deren Gehalt an Alkali zunimmt, während zugleich der Gehalt des Zellstoffes an diesen Cellulosearten abnimmt; c) Benutzung von von Erdalkalisalzen freiem Wasser zum Auswaschen des Zellstoffes vor und nach der Behandlung mit Alkalilauge gemäß b.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zellstoff nach der Behandlung mit Alkalilauge und Auswaschung mit Wasser in ein anderes Gefäß gebracht, in diesem mit einer Lösung von Chlorkalk o. dgl. gebleicht, nochmals ausgewaschen, zwecks Entfernung der in ihm enthaltenen Mineralsalze mit einer schwach sauren Flüssigkeit behandelt und abermals ausgewaschen sowie schließlich entwässert und getrocknet wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i b, dadurch gekennzeichnet, daß an jedes Gefäß (i) unterhalb eines Siebbodens (4) ein bis über den oberen Gefäßrand hinaufgeführtes, oben offenes Rohr (2) und an dieses eine Pumpe (6) angeschlossen ist, deren Druckrohr (9) gleichfalls über den oberen Gefäßrand hinaufgeführt ist, und daß von der Mündung des Druckrohres ein Rohr (i2) zu dem nächstfolgenden Gefäß weiter, ein zweites Rohr (i i) in das betreffende Gefäß zurück und ein drittes Rohr (i o) in ein Sammelgefäß führt, welche Rohre mit der Mündung des Druckrohres wahlweise verbunden werden können.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe (6) an das Rohr (2) beträchtlich oberhalb des Siebbodens (4), aber unterhalb der Stelle angeschlosesn ist, bis zu der beim gewöhnlichen Betriebe die Flüssigkeit in dem Gefäß (i) steht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das die Behandlungsflüssigkeit von einem nach dem nächstfolgenden Gefäß leitende Rohr (i2) mit dem oberen Teil des Saugrohres (2) der an das erstere Gefäß angeschlossenen Pumpe (6) an einer Stelle (i3) verbunden ist, die dem zulässigen höchsten Stande der Behandlungsflüssigkeit in dem nächstfolgenden Gefäß entspricht.
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