DE730668C - Verfahren zur Entphenolung von Abwaessern - Google Patents

Verfahren zur Entphenolung von Abwaessern

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Publication number
DE730668C
DE730668C DEK159376D DEK0159376D DE730668C DE 730668 C DE730668 C DE 730668C DE K159376 D DEK159376 D DE K159376D DE K0159376 D DEK0159376 D DE K0159376D DE 730668 C DE730668 C DE 730668C
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DE
Germany
Prior art keywords
phenols
detergent
circuit
liquid
alkali
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Expired
Application number
DEK159376D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Adolf Schmalenbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/26Treatment of water, waste water, or sewage by extraction

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entphenolung von Abwässern Es ist bekannt, Phenole und Homologe aus ihren wäßrigen Lösungen dadurch zu gewinnen, daß durch die Lösung zweckmäßig bei entsprechend erhöhter Temperatur ein Spülmittel, wie Wasserdampf, Stickstoffgas; Kohlendestillationsgas oder Gemische derselben, geleitest und die Pbienole aus dem Spülmittel durch eine Wäsche mit Alkalilauge entfernt werden. In der Regel wird bei diesen Dntphenolungsverfahren, kurz als Dampfentphenolung bezeichnet, Wasserdampf als Spülmittel benutzt. Der Dampf wird im Kreislauf durch eine Verfahrensstufe bewegt, in der die Phenole verflüchtigt (abgetrieben) werden, und durch eine andere Verfahrensstufe, in der die Phenole aus dem Spülmittel wiedergewonnen werden.
  • Das Enderzeugnis der vorstehend kurz. geschilderten Entphenolung ist eine Alkaliphenolatlösung, aus der die Phenole in freier Form durch eine Behandlung mit Kohlensäure abgeschieden. werden können. Das anfallende köhlieinsaure Alkali wird darauf in AlkaIihydroxyd umgewandelt, das von neuem zur Absorption-von P'henolen ans dem Spülmittel benutzbar ist.
  • Die Entphenolung von Flüssigkeiten, wie beispielsweise Gas- oder Schw(#hvasser, mittels Wasserdampf oder eines anderen gas- oder dampfförmigen Spülmittels, wie Stickstoffgas, Kohlendestillationsgas oder Gemische derselben, hat den großen Vorteil, daß die behandelte Flüssigkeit durch die Entphenolung keine Fremdstoffe aufnimmt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die phenolhaltige wäßrige Flüssigkeit mit einem Lösungsmittel, wie Benzol, behandelt wird; das zwar erheblich weniger wasserlöslich ist als Phenol und seine Homologen, aber immerhin doch in einem solchen Ausmaß, daß eine beträchtliche, unter Umständen unzulässige Verunreinigung der entphenolten Flüssigkeit. mit dem Lösungsmittel erfolgt. Auch sind die damit verbundenen Verluste an wertvollem Lösungsmittel ein schwerer wirtschaftlicher Nachteil.
  • Auf der anderen Seite haftet der Wasser-. dampfentphenolung in der bisherigen Ausführungsform der Nachteil an, daß, die gewonnene Phenolatlauge nur ziemlich wenig mit Phenolen abgesättigt ist. Dadurch wird die Regenerierung der Phenolatlauge bzw. ihre Umivandlung in freie Phenole und, Alkalihydroxyd sehr erschwert. Diesen Nachteil der Dampfentphenolung zu beseitigen, ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung.
  • Es wurde gefunden, daß die umgenügende Anreicherung der als Absorptionsmittel benutzten Alkalihydroxydlösung mit Phenolen mit der sehr geringen Konzentration der Phenole in dem gas- oder dampfförmigen Spülmittel zusammenhängt. Dies wiederum ist dadurch bedingt, daß erfahrungsgemäß zur wirksamen @ntphenolung von Flüssigkeiten etwa 6ooo cbm Dampf je Tonne Phenol anzuwenden ist. Wird die Menge des Spülmittels wesentlich vermindert, so bleibt eine beträchtliche Menge Phenol gelöst, und die Entphenolung wird unvollständig.
  • Die Erfindung besteht nun darin, die zu phenolende Flüssigkeit nacheinander mit zwei verschiedenen Dampf- bzw. Spülmittelkreislaufströmen zu behandeln, die ihrerseits getrennte Absorptionsstufen haben, wobei in dem ersten Kreislauf eine vergleichsweise geringe Spülmittelmenge angewandt wird, so daß das Spülmittel und entsprechend die Alkalilauge hoch mit Phenolen angereichert wird, und im zweiten Kreislauf aber eine große, zur vollständigen Entphenolung ausreichende Spülmittelmenge verwendet wird, wobei dann die in dem zweiten Kreislauf anfallende verdünnte Phenolatlauge in den ersten Kreislauf eingeleitet und dort mittels des an Phienolen reichen Spülmittels auf die ,erwünschte hohe Absättigung mit Phenolen gebracht -wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren erreicht also, daß die vollständige Abtreibung der Plzenole mit der Gewinnung einer hoch konzentrierten Phenolatlauge verbunden wird, was bisher nicht möglich -war.
  • Auf der Zeichnung ist das neue Verfahren schematisch dargestellt.
  • Bei der auf der Zeichnung dargestellten Anlage dient zur Durchführung des Verfahrens ein turmartiger Behälter i, der in die Abteile 2, 3, 4. und 5 unterteilt ist.
  • Die zu entphenolende Flüssigkeit, beispielsweise Gaswasser, Schwehvasser u. dgl., wird am oberen Ende des Abteils 3 durch die Rohrleitung 6 zugeführt. Die Flüssigkeit fließt durch das Abteil 3 und gelangt von dort durcb die Umgehungsleitung ; in das Abteil 5. Das entphenolte Wasser wird durch die Rohrleitung 8 abgezogen. Der Weg der zu ent-
    'polenden Flüssigkeit ist auf der Zeichnung
    ktiert angedeutet, wie bei 9 ersichtlich.
    In dem Abteil _3 wird die zu entphenolende
    Flüssigkeit mit Dampf oder einem sonstigen Spülmittel behandelt, das durch die Abteile .3 und 2 des Behandlungsturmes mittels einer Pumpe i o im Kreislauf bewegt wird. Der Weg des Dampfes in dieser Behandlungsstufe ist durch die gestrichelte Linie i i angedeutet.
  • In dem Abteils wird die zu entphenolende Flüssigkeit mittels eines zweiten auf der Zeichnung mit 12 bezeichneten Spülmittelkreislaufes behandelt, der die Abteile q. und 5 des Behandlungsturmes umfaßt und durch die U mlaufpumpe 13 bewirkt wird.
  • Die Abteile z und ¢ des Behandlungsturmes dienen zur Absorption der aufgenommenen Phenole aus dem Spülmittel mittels Natronlauge.
  • Durch das Abteil .l fließt der durch die strichpunktierte Linie 14 angedeutete Kreisstrom von Natronlauge, der mittels der Pumpe 15 aufrechterhalten wird. Laufend oder absatzweise wird aus dem Laugekreislauf 1q. durch die von einem regelbaren Ventil 16 beherrschte Rohrleitung 17 ein Teil des Absorptionsmittels in den Laugenkreislauf i S übergeführt, der dem Behandlungsabteil e zugeteilt ist und eine Umlaufpumpe 19 besitzt.
  • Aus dem Kreislauf 18 wird die mit Phenolen hoch angereicherte Flüssigkeit durch die vom Ventil 2o beherrschte Rohrleitung 21 abgezogen. Frische Alkalilauge wird in den Kreislauf 14 durch die Rohrleitung 2 i zugeführt.
  • In dem Absorptionsmittelkreislauf 14 wird eine etwa 32@'oige Absättigung des Alkalis mit Phenolen erzielt.
  • Die Absättigung wird in dem Kreislauf 18 bis auf etwa 850!o erhöht.
  • Der obere Spülmittelkreislauf t i ist sehr reich an Phenolen, und infolgedessen ist die Flüssigkeit, die das Behandlungsabtei13 verläßt, teilweise von Phenolen befreit. In dein Behandlungsabteil 5 wird alsdann die Flüssigkeit vollständig von PhenoIen befreit, und zwar mit einer großen Menge Spülmittel, was aber, -wie auseinandergesetzt, zur Folge hat, daß das Absorptionsmittel im Kreislauf 14 (Abteil 4 des Behandlungsturmes) nur vergleichsweise wenig mit Phenolen abgesättigt -wird. Volle Absättigung der Alkalilauge wird gemäß der Erfindung dadurch gesichert, daß das Absorptionsmittel aus dem Kreislauf 1a zunächst in den Kreislauf i S übergeführt und dann erst nach entsprechender Erhöhung des Phenolatgehaltes abgeleitet wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entphenolung von Flüssigkeiten, wie Gas- oder Schwelwasser, mittels eines dampf- oder gasförmigen Spülmittels, aus dem die aufgenommenen Phenole durch eine Behandlung mit Alkalilauge unter Bildung von Alkaliphenolat absorbiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zu entphenolende Flüssigkeit zunächst mit einer zum teilweisen Abtreiben der Phenole genügenden geringen Menge Spülmittel und danach in einer zweiten Arbeitsstufe mit einer zum völligen Abtreiben des Bestandteiles der Phenole ausreichenden größeren Spülmittelmenge behandelt und das zur Absorption der Phenole aus der zweiten Spülmittelmenge v er-,wandte Mittel (Alkalilauge) zur Behandlung des Spülmittels der ersten Arbeitsstufe unter weiterer Absättigung mit Phenolen benutzt wird.
DEK159376D 1940-11-26 1940-11-26 Verfahren zur Entphenolung von Abwaessern Expired DE730668C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE971239C (de) * 1951-03-20 1958-12-31 Koppers Co Inc Verfahren zur Entphenolung von phenolhaltigen Fluessigkeiten
DE1125943B (de) * 1957-11-27 1962-03-22 Dr Rudolf Bemmann Verfahren zur Entfernen von Neutraloel aus dieses enthaltenden Phenolatlaugen
DE1175249B (de) * 1958-08-16 1964-08-06 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung von neutraloelfreien lichtbestaendigen Phenolen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE971239C (de) * 1951-03-20 1958-12-31 Koppers Co Inc Verfahren zur Entphenolung von phenolhaltigen Fluessigkeiten
DE1125943B (de) * 1957-11-27 1962-03-22 Dr Rudolf Bemmann Verfahren zur Entfernen von Neutraloel aus dieses enthaltenden Phenolatlaugen
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