DE553263C - Kombinations-Bleichverfahren in geschlossenen Gefaessen - Google Patents
Kombinations-Bleichverfahren in geschlossenen GefaessenInfo
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-
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Description
- Kombinations-Bleichverfahren in geschlossenen Gefäßen Die Erfindung betrifft ein Kombinations-Bleichverfahren, bei welchem das Bleichgut in geschlossenen Gefäßen behandelt wird. Durch diese Behandlung soll das Textilgut zur Aufnahme der Farbflotte vorbereitet werden, was insbesondere die restlose Entfernung der in der Ware vorhandenen natürlichen und künstlichen Fettstoffe und Wachse erfordert. Es hat sich nun gezeigt, daß diese mit Hilfe der bekannten Verfahren nicht in allen Fällen gelingt.
- Dies gilt z. B. für die von T h i e s vorgeschlagene Strangbleiche, welche eine Kalkabkochung bei 3 bis q. Atm. und eine Soda-'abkochung bei gleichem Druck vorsieht. Man hat auch bereits vorgeschlagen, Zellstoff, der mit wasserfreier Schwefelsäure getränkt ist, in geschlossenen Gefäßen bei einem Druck von 5 bis 6 Atm. und einer Temperatur zwischen 8o und 9o° zu kochen. Hierbei handelt es sich aber um die Bearbeitung von Holz zwecks Gewinnung eines Zellstoffbreies, was unter ganz anderen Bedingungen erfolgt als das Bleichen von Geweben, die sich schon durch ihre überaus große Empfindlichkeit von der strukturlosen Zellstoffmasse wesentlich unterscheiden.
- Die Erfindung besteht nun darin, daß anschließend an die letzte Behandlung im Kombinations-Bleichverfahren ein Bäuchen stattfindet, und zwar unter erhöhtem Druck und zweckmäßig auch bei erhöhter Temperatur.
- Dabei empfiehlt es sich, nicht mit einer neuen Flotte zu bleichen, was an sich möglich wäre und im Bereich der Erfindung liegt, sondern das Bleichgut mit der Flotte weiter zu behandeln, welche bei der Kombinationsbleiche aus der letzten Behandlung übriggeblieben ist. Dabei wird aber oberhalb des Partialdamgfdruckes der Flotte, insbesondere bei einem Druck von über 3 Atm., gearbeitet.
- Hierbei zeigt sich, daß die Ware durch den vorhergehenden Bleichprozeß so aufbereitet ist, daß das Nachbäuchen unter höherem Druck und Temperatur die vorhandenen Wachs- und Fettstoffe restlos entfernt.
- Das Verfahren kann in folgender Weise ausgeübt werden: Nachdem der Bleichkessel mit Bleichgut gefüllt ist, wird der Kessel entlüftet und die in Frage kommende Bleichflotte in den unteren Teil des Kessels gepumpt, bis die Flotte aus dem Deckelventil herausspritzt. Hierbei wird dieses Ventil geschlossen und so lange weitergepumpt, bis der Druck im Kessel 3 Atm, überschreitet. Nunmehr wird die Bleichflüssigkeit in Richtung von oben nach unten durch den Bleichkessel im Kreislauf durch die Saug- und Druckleitung der Flottenpumpe hindurchgetrieben. Die Leistung der Flottenpumpe wird etwa z °/o größer gewählt, als es das Rohrnetz erfordert. Mit Hilfe eines Ventils wird so weit gedrosselt, daß im Saugstutzen der Pumpe stets ein bestimmter Unterdruck herrscht. Der Druck im Bleichkessel wird durch Zugabe von Wasser oder Bleichflotte in die Druckleitung der Flottenpumpe einreguliert, und zwar so, daß der.;Druek im Bleichkessel auf der gewünschten `Höbe von 3 bis"4 Atm. konstant bleibt. Soll der Druck .erniedrigt werden, so wird durch eine von der Druckleitung der Pumpe abzweigende Leitung ein Teil der kreisenden Flüssigkeit einem Sammelbehälter zugeführt.
- Bei dieser Anordnung erübrigen sich Druck- oder Expansionsgefäße oder sonstige Hilfskessel, was eine große Vereinfachung der Bleiche darstellt.
- Die Bleichflotten können, wie bekannt, nacheinander durch den Bleichkessel geschickt werden. Zuletzt erfolgt eine Nachbehandlung mit alkalischer Sauerstoffflotte, die auf 6o bis 70° C erwärmt wird.
- Nach dreistündiger Behandlung des Bleichgutes mit der Sauerstoffflotte wird die Temperatur im Bleichkessel auf über ioo° C getrieben. Diese Nachbäuche bei Kochtemperatur dauert z bis 3 Stunden unter Aufrechterhaltung des Flottenumlaufes und unter gleichzeitiger Erteilung von Druckstößen durch abwechselnde Be- und Entlastung der Flotte auf gegenüberliegenden Seiten.
- Die Nachkochung hat den Erfolg, daß sämtliche in dem Gewebe enthaltenen Fette, Wachse, Gummi usw., welche teils den natürliehen Bestandteil der Faser bilden, teils durch das Schlichten der Kette in die Gewebe gelangt sind, restlos entfernt werden, weil durch die kochende Nachbehandlung unter Druck ein Schmelzen und Verseifen der Fette durch das in der Flotte vorhandene Ätzalkali erreicht wird.
- Da in der für die Nachbehandlung benutzten Flotte genügend Substanzen vorhanden sind, welche die Flotte stabilisieren, wird auch die Faser weitest gehend vor Überbleichung bewahrt, so daß die Entstehung von Oxycellulose nicht zu befürchten ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE; i. Kombinations-Bleichverfahren in geschlossenenGefäßen, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Flotte der letzten Behandlungsstufe oberhalb des Partialdruckes der Flotte, insbesondere bei einem Druck von über 3 Atm., weitergearbeitet wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auch für die vorhergehenden Stufen des Bleichverfahrens erhöhter Druck verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER81920D DE553263C (de) | 1930-02-18 | 1930-02-18 | Kombinations-Bleichverfahren in geschlossenen Gefaessen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER81920D DE553263C (de) | 1930-02-18 | 1930-02-18 | Kombinations-Bleichverfahren in geschlossenen Gefaessen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE553263C true DE553263C (de) | 1932-06-23 |
Family
ID=7416616
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER81920D Expired DE553263C (de) | 1930-02-18 | 1930-02-18 | Kombinations-Bleichverfahren in geschlossenen Gefaessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE553263C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057553B (de) * | 1956-01-17 | 1959-05-21 | Thies Spezialmaschinenfabrik B | Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Wickelkoerpern und anderem Textilgut |
-
1930
- 1930-02-18 DE DER81920D patent/DE553263C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1057553B (de) * | 1956-01-17 | 1959-05-21 | Thies Spezialmaschinenfabrik B | Verfahren und Vorrichtung zum Bleichen von Wickelkoerpern und anderem Textilgut |
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