DE597033C - Verfahren zum Schlichten von Faeden - Google Patents

Verfahren zum Schlichten von Faeden

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DE597033C
DE597033C DER74121D DER0074121D DE597033C DE 597033 C DE597033 C DE 597033C DE R74121 D DER74121 D DE R74121D DE R0074121 D DER0074121 D DE R0074121D DE 597033 C DE597033 C DE 597033C
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threads
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vegetable
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DER74121D
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THEOD ROTTA FA
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THEOD ROTTA FA
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M13/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M13/10Treating fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, with non-macromolecular organic compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with compounds containing oxygen
    • D06M13/184Carboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof
    • D06M13/188Monocarboxylic acids; Anhydrides, halides or salts thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Schlichten von Fäden Die Verfahren zur Behandlung von Fäden aus tierischem oder pflanzlichem Material zwecks Erzielung eines Schlichteffektes kann man einteilen in Verfahren, die mit wässerigen Flotten arbeiten (sogenannte nasse Verfahren) und in Verfahren, welche mit wasserfreien Flotten arbeiten (sogenannte trockene Verfahren).
  • Die »trockenen« Verfahren haben den, Vorzug, da.ß solche Fäden, die in Wasser ein bestimmtes Quellvermögen haben, im Quellzustande aber eine erhebliche Festigkeitseinbuße erfahren und deshalb leicht deformieren, ohne Schädigung behandelt'werden können,#'und daß diese Verfahren deshalb auch von weniger geübten Arbeitern ohne Nachteil für das Material ausgeübt werden können.
  • Die große Zahl der bekannten Lösungsmittel gestattet die Auswahl eines geeigneten Mittels für die Behandlung jeder natürlichen oder künstlichen Faser.
  • Es sind nun »trockene«-Verfahren bekannt, nach denen Fäden aus tierischem oder pflanzlichem Material mit :7ungesättigten Ölen in wasserfreien Lösungsmitteln mit oder ohne Zusatz von Harzen, Wachsen, Fettsäuren, Fetten, Ölen tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Ursprungs oder von festen Kohlenwasserstoffen behandelt werden, um eine Schlichtwirkung zu erzielen.
  • Diese Verfahren haben den Nachteil, daß durch Oxydation der Öle auf der Faser Verfärbungen hervorgerufen werden, welche die Anwendung dieser Behandlungsmethode für gefärbtes Material verbieten und die bei Rohfasern durch Bleichen des Materials vor dem Färben entfernt werden müssen.
  • Es ist ferner bekannt, Lösungen wasserunlöslicher Metallseifen in wasserfreien Lösungsmitteln zu benutzen, um auf Geweben, .Wirk-oder Strickwaren einen wasserabstoßenden Effekt hervorz*rufen und diese porös-wasserdicht zu machen.
  • Das vorliegende Verfahren beschränkt sich auf die Behandlung-von Fäden und verfolgt ausschließlich den Zweck, diesen Fäden eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen die mechanischen Beanspruchungen während des Webvorganges zu geben. Es handelt sich also um ein ausgesprochenes Schlichteverfahren, dessen Wirkung nur für den Webprozeß von Bedeutung ist. Während die obengenannten Imprägniermittel auf dem Gewebe verbleiben, um die besondere wasserabstoßende Wirkung auszuüben, müssen Schlichtmittel wieder entfernt werden, um die Gewebe färben zu können.
  • Es wurde nun gefunden, daß wasserunlösliche Salze gesättigter und ungesättigter Fettsäuren die gleiche Schlichtwirkung haben wie die genannten Verfahren, ohne daß sich die geschilderten Nebenwirkungen zeigen.
  • Die Fäden werden bei Behandlung mit diesen Salzen in wasserfreien Lösungsnvtteln ohne Beeinflussung von Gefüge, Form, Farbe und Glanz geschlossener und dadurch widerstandsfähiger gegen jede mechanische Beanspruchung; ein elastischer wasserbeständiger Film, der sie vollkommen einhüllt, macht sie widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit und steigert die Festigkeit von Fäden mit hohem Duellvermögen, und die Fäden werden wesentlich griffiger.
  • Ein Verkleben der Fäden untereinander findet nicht statt.
  • Beim Arbeiten in geeigneten Konzentrationen kann die Nebenwirkung erzielt werden, den Hochglanz bestimmter Fäden im Bedarfsfalle nach Belieben zu- decken.
  • Den Behandlungsbädern können Zusätze von Harzen, Ölen, Fetten, Wachsen, Fettsäuren tierischer, pflanzlicher oder mineralischer Herkunft oder von festen Kohlenwasserstoffen gemacht werden, wenn weichere oder härtere Griffeffekte erzielt werden sollen.
  • Die Schlichteffekte können im Bedarfsfalle durch Behandlung der Fäden oder der daraus hergestellten Gewebe mit speziellen Reinigungsmitteln, unbeschadet der einwandfreien Beschaffenheit der Fäden, leicht und restlos wieder entfernt werden.
  • Den Behandlungsbädern können ferner Zusätze von geeigneten Farbstoff en gegeben werden, wenn mit der Behandlung ein Anfärben der Fäden verbunden werden soll. Beispiel i Man behandelt die Fäden 1/4 Stunde lang in. einer Flotte, die in ioo Gewichtsteilen Benzol io Gewichtsteile Calciumoleat, i Gewichtsteil Harz und i Gewichtsteil Vaselinöl enthält, läßt ablaufen und entfernt die überschüssige Flotte durch Zentrifugieren. Man trocknet bei gewöhnlicher Temperatur oder in der Wärme. Beispiel 2 Man behandelt die Fäden 1/4 Stunde lang in einer Flotte, die in ioo Gewichtsteilen eines wasserfreien Lösungsmittels io Gewichtsteile fettsaures Magnesium und i Gewichtsteil Japanwachs enthält, läßt ablaufen und entfernt die überschüssige Flotte durch Zentrifugieren. Man trocknet bei gewöhnlicher Temperatur oder in der Wärme.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Schlichten von Fäden aus tierischem oder pflanzlichem Material, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden mit den Lösungen wasserunlöslicher Salze von gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren in wasserfreien Lösungsmitteln behandelt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den Behandlungslösungen geringe Mengen Harze, Fette, Öle, Wachse, Fettsäuren tierischer, pflanzlicher oder mineralischer Herkunft oder feste Kohlenwasserstoffe zugesetzt werden.
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