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Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, bei welchen
eine Beamtin den Verbindungsbetrieb Überwacht, insbesondere für Fernsprechanlagen.
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Es sind Anordnungen bekannt, bei denen eine überwachende Beamtin auch
die Vorgänge zur Anrechnung der Gebühr für die hergestellten Verbindungen steuert.
So ist es beispielsweise bei bekannten Anordnungen der Beamtin möglich, entsprechend
der Wertigkeit der hergestellten Verbindung einen Zonenschalter einzustellen und
die selbsttätige Aussendung der der Höhe .der Gebühr entsprechenden Zahl von Stromstößen
zu veranlassen. Die Erfindung bezweckt, der überwachenden Beamtin die Möglichkeit
zu geben, mit möglichst einfachen Mitteln selbsttätig eine Trennung der Verbindung
zwangsweise nach einer durch sie festgelegten, durch die Verhältnisse oder besondere
Vorschrift bedingten Zeit herbeizuführen und zu bewirken, daß eine Anrechnung der
Gebühr erfolgt oder verhindert wird.
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Erreicht wird dies dadurch, daß eine dem Verbi-nd'ungsweg zugeordnete,
von dem 2@rbeitsplatz der Beamtin aus beeinflußbare Wahleinrichtung derart mit einer
Zeitsch-altein.richtung zusammenwirkt, daß je nach Einstellung
der
Wahleinrichtung durch die Beamtin zwangsweise eine Trennung der Verbindung nach
Ablauf verschieden langer Gesprächszeiten mit oder ohne Gebührenanrechnung herbeigeführt
wird.
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Der Vorgang der zwangsmäßigen Trennung wird in ähnlicher Weise durchgeführt
wie bei bekannten Anordnungen, die selbsttätig nach Ablauf einer zulässigen Höchstdauer
bei gleichzeitiger Anrechnung der Gebühr die Unterbrechung der Verbindung herbeiführen.
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In der Zeichnung ist ein -Ausführungsbeispiel,des Erfindungsgegenstands-so
weit dargestellt, wie es zum Verständnis der Erfindung erforderlich ist.
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Es sei ein Verbindungsbetrieb angenommen, bei dem eine Beamtin die
Verbindung zum rufenden und zum gewünschten Teilnehmer aufbaut.
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Im oberen Teil der Zeichnung sind Einrichtungen eines Arbeitsplatzes
PL einer Beamtin dargestellt. Mit Hilfe eines Anschaltwählers AS kann der
im Hauptteil der Zeichnung gezeigte Übertrager für Zeitzone-nzählung mit dem Platz
der Beamtin verbunden werden.
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Im Ruhezustand ist das Relais ER des Zeitzone:nisatze,s über die abgehende
c-Ader erregt, an der in einer nachgeordneten Verbindungseinrichtung Spannung anliegt.
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Ein anrufender Teilnehmer gelangt über einen nicht gezeigten Weg zum
Arbeitsplatz .der Beamtin. Die Beamtin fragt ab, und nach Angabe der gewünschten
Nummer hängt der rufende Teilnehmer seinen Hörer wieder ein.
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Die Beamtin baut nun zunächst den Verbindungsweg zu dem gewünschten
Teilnehmer auf. Zu diesem Zweck betätigt sie eine Taste in bestimmter Weise, durch
die die Tastenkontakte TT i, TR und andere nicht gezeigte Kontakte betätigt werden.
Der Anschaltw ähler AS wird, was nicht näher dargestellt ist, angelassen und schrittweise
bis zu dem Kontakt geschaltet, an den -der Platz der abfertigenden Beamtin angeschlossen
ist. Es kommt dann folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie, Widerstand tPri
5, Tastenkontakt TT i, Schaltarm c des Anschaltwählers AS, Wicklungen I und
1I des Relais T, Erde. Das Relais T setzt in bekannter Weise den Anschaltwähler
still. Es schließt am Kontakt i4 t seine hochohmige Wicklung 1I kurz und verhindert
dadurch die Einstellung eines anderen Anschaltwäblers auf den aufgefundenen Arbeitsplatz
der Beamtin. Durch Schließen der Kontakte 2 t und 3 t werden die den Zeitzonensatz
mit dem Arbeitsplatz der Beamtin verbindenden Sprechadern durchgeschaltet. Nach
Schließen des Kontaktes 2i t entsteht folgender Stromkreis für Relais R: Erde; Batterie,
Widerstand Wi 6, Tastenkontakt TR, Schaltarm d des Anschaltwählers, Kontakt
2 1 t, Wicklung des Relais R, Erde. Das Relais R trennt an den Kontakten
i5 r und :2o r die rechte Seite des Ringübertragers ab und verbindet an den Kontakten
ihr und igrdie abgehende, zum gewünschtenTeilnehmer hin verlaufende Leitung mit
den zum Platz der Beamtin führenden Sprechadern. Die untere Sprechader ist dann
über Kontakt igr, Kondensator, Kontakt 34 Schaltarm b des An.schaltwählers mit der
zum Arbeitsplatz führenden Sprechader b verbunden und die obere Sprechader a über
Kontakte ihr, 4v, Kondensator, Kontakt 2t,
Schaltarm a des Anschaltwählers
mit der zum Arbeitsplatz führenden Sprechader a. Durch Schließen des Kontaktes 38r
wird folgender Stromkreis für die Relais C und S geschlossen: Erde, Kontakte 38r,
4o er, Wicklungen I der Relais C und S, Batterie, Erde. Das Relais C legt sich über
Erde, Kontakte 38r, 34 c, Wicklung II des Relais C, Widerstand Wi i, Batterie,
Erde in einen Haltekreis und ebenso das Relais S über Erde, Kontakte 53c, 52s, Wicklung
11 de-s Relais S, Widerstand Wi 3,
Batterie, Erde. Das Relais S legt am Kontakt
29s unmittelbar Erde an die abgehende c-Ader, so daß das Relais ER abfällt. An den
Kontakten 25s und 27s erfolgt Durchschaltung -der Sprechadern. Durch Schließen des
Kontaktes 57c entsteht folgender Stromkreis für Relais Z: Erde, Kontakte
561, 57c, 59v, Schaltarm dg des Zonenschalters in der Ruhelage, Wicklung
des Relais Z, Batterie, Erde.
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Die Beamtin beginnt jetzt, entsprechend der vom rufenden Teilnehmer
angegebenen Nummer Stromstoßreihen mit Hilfe des Nummernstromstoßkontaktes i nsi
ihres N ummernstromstoßsenders auszusenden. Jedesmal beim Schließen des Kontaktes
i n.si entsteht folgender Stromkreis für Relais A: Erde, Kontakt i nsi, Schaltarm
a des Anschaltwählers, Kontakt 2 t, Wicklung I des Relais A, Batterie,
Erde. Die von der Beamtin ausgesandten Stromstoßreihen werden so von dem Relais
A aufgenommen und auf folgendem Wege zu den nachfolgenden Verbin:dungseinrichtungen
übertragen: Erde, Kontakte ioa, 17r, obere Sprechader, Kontakt 25s und Stromstoßempfangsrelais
einer nachgeordneten Verbindungseinrichtung. Bei der ersten Erregung des Relais
A kommt folgender Stromkreis für Relais Ir' zustande: Erde, Kontakte d4a, 4.2r,
Wicklungen I und II des Relais h, Batterie, Erde. Durch Kurzschließen seiner Wicklung
I am Kontakt 41 v erhält das Relais h eine derartige Abfallverzögerung, daß es während
der einzelnen Nummernstromstoßreihen nicht abfällt. Während der ersten von der Beamtin
ausgesandten Nummernstromstoßreibe hält sich somit das Relais Z in folgendem Stromkreis:
Erde, Kontakte 561, 57c,
58v, Erz, Wicklung des Relais
Z, Batterie:, Erde. Die Stromstöße dieser ersten Stromstoßreihe werden auf folgendem
Wege zum Magneten DG des Zonenschalters übertragen: . Erde, Kontakte 69 a,
67 y, 66 g, 65 z,
Magnet DG, Batterie, Erde. Nach Beendigung
der ersten von der Beamtin ausgesandten Nummernstromstoßreihe bleibt -das Relais
A längere Zeit im Ruhezustand., der Kontakt 44a somit längere Zeit geöffnet. Das
Relais V hat
daher Gelegenheit, abzufallen, so daß am Kontakt 58v der Haltestromkreis
für .die Wicklung des Relais Z unterbrochen wird. Da der Stromkreis für den Magneten
DG -des@Zonenschalters über einen Kontakt des Relais Z, nämlich 65 z, verläuft,
dieser Kontakt nun aber geöffnet bleibt, wird zur Bestimmung der Zone bei der hier
gezeigten Anordnung nur die erste von der Beamtin ausgesandte Stromstoßreihe henutzt.
Der Schaltarm dg des Zonenschalters hat somit nach der ersten von der Beamtin ausgesandten
Nummernstromstoßreibe über einen der hier gezeigten Zonenpunkte Zo I bis Zo IV einen
der Schaltarme i dz bis 4dz des Zeitschalters angeschaltet. Die Kontakte
der Schaltarme i dz
bis 4dz sind nach einem bestimmten Schema, und zwar entsprechend
der Höhe der nach, Zeit und Zone anzurechnenden Gebühr, mit den Kontakten dies Schaltarmes
i da eines Abgreifers verdrahtet.
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Hebt nach Aufbau der.Verbindung der gewünschte Teilnehmer seinen Hörer
ab, so wird im nachgeordneten Leitungswähler in bekannter Weise Spannung an die
untere Sprechader angelegt.
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Über Erde, Kontakt 23 a spricht daher das Relais GR des Zeitzonensatzes
an. Die Beamtin fordert nach dem Melden den gewünschten Teilnehmer auf, am Apparat
zu warten..
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Sie baut nun den Verbindungsweg zum rufenden Teilnehmer auf. Zu diesem
Zweck führt sie eine Schaltmaßnahme aus, durch die ,derTastenkontakt TR im. die
Ruhelage gebracht und der Tastenkontakt TL geschlossen wird. Das-Relais R
fällt somit ab. Der zum gewünschtenTeiilnehmer führende.Verbindungsw@gwird daher
von der zum Platz d er Beamtin führenden Sprechleistung abgeschaltet und wiederum
mit dem rechten Teil des Ringübertragers verbunden. Über Tastenkontakt
TL kommt folgender Stromkreis für das Relais L zustande: Erde, Tastenkontakt
TL, Schaltarm d
des Anschaltwählers, Kontakte 21 t und 22 t, Wicklung
des Relais L, Batterie, Erde. Das Relais C wird über Kontakt 37l weiter erregt gehalten.
An den Kontakten 61 und 131 wird der zum rufenden Teilnehmer hin verlaufende Verbindungsweg
von dem linken Teil des Ringübertragers abgetrennt und an den Kontakten
51 und 121 mit dem zum Arbeitsplatz der Beamtin verlaufenden Sprechweg verbunden.
Wie auch beim Aufbau des Verbindungsweges zum gewünschten Teilnehmer werden die
von der Beamtin ausgesandten Nummernstrom toßneihen von dem Relais A Wicklung I
aufgenommen. Zwecks Einstellung ,des. Verbindungsweges zum rufenden Teilnehmer werden
die Stromstoßreihen auf folgendem Wege übertragen: Erde, Kontakte i o a, 91, obere
- Sprechader, Stromsto.ßempfangsrelais und Spannung an der oberen Sprechader in
der vorgeordneten Verbindungseinrichtung. Während der ausgesandten Stromstoßreihen
wird wiederum das Relais V erregt, und zwar nun über den Kontakt 43 L.
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Hebt der .rufende Teilnehmer seinen Hörer ab, so wird in bekannter
Weise an die untere Sprechader im vorgeordneten Leitungswähler Spannung angelegt,
so daß über Kontakt 7 c das Relais GL des Zei.tzonensatzes erregt wird. Durch Schließeh
,des Kontaktes 36gl wird der Erregungszustand des Relais C, Wicklung II, unabhängig
von den Kontakten 371 und 38 r aufrechterhalten. Für Relais G entsteht nun
folgender Stromkreis: Erde, Kontakte48gr, Sogl, Wicklung des- Relais G, Batterie,
Erde. Relais G legt sich in folgenden Haltekreis: Erde, Kontakte 31c, Sog, Wicklung
II des Relais G, Batterie, Erde.
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Die Beamtin geht nun, nachdem die Verbindung nach beiden Seiten aufgebaut
ist, aus der Verbindung. Dabei. werden alle Tastenkontakte am Arbeitsplatz in die
Ruhelage gebracht, so daß die Relais T und L abfallen. Durch , Schließen.
der Kontakte 61 und 131 werden die ankommenden Sprechadern wiederum mit dem
linken Teil des Ringübertragers verbunden, sp d-aß nun die Verbindung vom rufenden
zum gewünisch.ten Teilnehmer durchgeschaltet isst.
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Nunmehr setzt die Zeitzählung ein, die durch Relais G eingeleitet
wird. Nach Ansprechen dieses Relais kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Batterie,
Wicklungen der Relais M und N, Kontakt 77 g,
5-Sekunden-Schalter, Erde.
Nach Ansprechen des Relais M entsteht folgender Stromkreis für ein die 5-Sekunden-Impulse
aufnehmendes Schaltwerk: Erde, Kontakte 74m, 739,
Magnet DS .des Schaltwerkes,
Batterie, Erde. Nach Aufhören des 5-Sekunden-Impulses ist während des verzögerten
Abfalles des Relais N folgender Stromkreis für den Magneten des Zeitschalters geschlossen:
Erde, Kontakte 72 m, 71 n, Schaltarm ds auf dem ersten Kontakt, Kontakt
log, Magnet DZ, Batterie, Erde. Die Schaltarme des Zeitschalters werden somit
auf den:ersten Kontakt gebracht. Die nächste Fortschaltung des Zeitschalters erfolgt,
wenn der Schaltarm ds wieder den ersten Kontakt erreicht. Die Einriehtung könnte
so getroffen
sein, daß *-das Schaltwerk mit dem Magneten DS zwölf
Kontakte aufweist und somit der Zeitschalter von Minute zu Minute um je einen Schritt
fortgesc'haltet wird. ' .
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Am Schluß des Gespräches ist nun über Erde, Kontakte 561, 57c, 59z'-,
Schaltarm dg des Zonenschalters, einer der ZonenpunkteZo I bis ZoIV, einer der Schaltarme
rd-- bis 4.ddes Zeitschalters in einer der Dauer des Gespräches entsprechenden Stellung
ein bestimmter Kontakt der Kontaktbank des Schaltarmes i da, des Abgreifers
gekennzeichnet.
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Nach Einhängen des Hörers an der rufenden Stelle wird in bekannter
Weise an die obere Sprechader Erdpotential angelegt, so daß über Kontakte 61 und
i i gl die Wicklung I des Relais A anhaltend erregt wird. Die beim Melden des rufenden
Teilnehmers an die untere Sprechader angelegte Spannung bleibt weiterhin angeschaltet,
das Relais GL somit erregt. Durch Öffnen des Kontaktes 23 a wird Erdpotential von
dem Relais GR abgeschaltet und dieses Relais zum Abfall gebracht. Es kommt dann
folgender Stromkreis für das Relais F zustande: Erde, Kontakte 47.-r, 46
g, .15 g 1, Wicklung I des Relais F, Batterie, Erde. Das Relais F
legt sich in folgenden Haltekreis: Erde, Kontakte 31 c, 32f, Wicklung II des Relais
F, Batterie, Erde. Am Kontakt 51 f wird die Wicklung II des Relais S kurzgeschlossen
und damit der Haltekreis dieses Relais aufgelöst. Durch Öffnen der Kontakte 25 s
und 27 s werden die Sprechadern unterbrochen und die nachgeordneten Verbindungseinrichtungen
freigegeben. Am Kontakt 29 s wird Erde von der abgehenden c-Ader abgeschaltet und
der Ruhestromkreis für Relais ER vorbereitet. Durch Kontakt 76f wird, was
hier nur angedeutet ist, ein über Kontakt 759 verlaufender Stromkreis für
den Magneten D.4 des Abgreifers geschlossen und damit die Übertragung der fälligen
Zählstromstöße eingeleitet. Die Anordnung könnte beispielsweise so getroffen sein,
daß der Schaltarm i da so .lange schrittweise fortgeschaltet wird, bis er
den über einen Schaltarm des Zeitschalters gekennzeichneten Kontakt aufgefunden
hat. Erst nach Erreichung dieses Kontaktes wird dann von dem Abgreifer für jeden
bis zur Ruhestellung des Abgreifers durchlaufenen Kontakt ein Zählstromstoß zum
Zähler des rufenden Teilnehmers gesandt, was hier jedoch nicht weiter dargestellt
ist. Haben die Schaltarme des Abgreifers nach dem letzten Zählstromstoß die Ruhelage
erreicht, so wird über Schaltarm 2 da und Kontakt 35f unmittelbar Erde an
den Widerstand Wi i angelegt. Die Folge davon ist der Abfall des Relais C. Am Kontakt
31 c werden die Haltekreise für die Relais F und G geöffnet und diese Relais zum
Abfall gebracht. Durch Öffnen des Kontaktes 7 c wird Erdpotential von der ankommenden
unteren Sprechader abgeschaltet und dadurch das Zeichen zur ;Iuslösung der vorgeordneten
Verbindungseinrichtungen gegeben. Die Relais GL und .d fallen ab. Der Zonenschalter,
der Zeitschalter und das Schaltwerk mit dem :Magneten DS werden in irgendeiner bekannten,
hier nicht weiter beschriebenen Weise in die Ruhelage gebracht. Alsdann sind sämtliche
Einrichtungen des Zeitzonensatzes in der Anfangslage.
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Die Beamtin am Arbeitsplatz hat es nun in der Hand, je nach den Erfordernissen
des Betriebes bzw. nach besonderen Vorschriften die Dauer der Verbindung zu bemessen
und nach Ablauf dieser Dauer selbsttätig eine Trennung der Verbindunb zwangsweise
herbeizuführen. Weiterhin ist sie durch die erfindungsgemäß bereitgestellten Mittel
in der Lage, zu bewirken, daß die Anrechnung der Gebühr erfolgt oder verhindert
wird.
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Es sei zunächst angenommen, daß die Beamtin nach Herstellung des Verbindungsweges
zum rufenden und gewünschten Teilnehmer keine Schaltmaßnahme zur Begrenzung der
Gesprächsdauer und zur Unterdrückung der Gebührenanrechnung ausführt. In der beschriebenen
Weise können die Teilnehmer beliebig lange sprechen, und es wird ihnen eine .der
Zone und der Dauer der Verbindung entsprechende Gebühr in der oben beschriebenen
Weise in Anrechnung gebracht. Selbstverständlich darf bei einer Cxebührenanrechnung
am Schluß der Verbindung, wie sie hier dargestellt isst, eine Höchstgesprächszeit
nicht überschritten werden, da ja die Kapazität des Zeitschalters und des Abgreifers
begrenzt ist.
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Ist es aus bestimmten Gründen nicht möglich, für ein Gespräch eine
längere Dauer als 9 Minuten zuzulassen, so sendet die Beamtin, nachdem,der rufende
Teilnehmer sich gemeldet hat, eine aus drei Stromstößen bestehende Stromsitoßreihe
aus. Zwecks Abwicklung eines geordneten Verkehrs wird sie natürlich dem rufenden
Teilnehmer Mitteilung davon machen, da13 eine Verlängerung des Gespräches über
9 Minuten 'hinaus nicht möglich ist und nach Ablauf dieser Zeit zwangsweise
eine Trennung der Verbindung erfolgt. Durch die ausgesandten drei Stromstöße wird
der Magnet DD
eines Kennzeichnungswählers auf folgendem Wege beeinflußt: Erde,
Kontakte 64gl, 631, 62a, Magnet DD, Batterie, Erde. Die Schaltarme
des =Magneten DD, i dd Und 2 dd, werden somit auf den dritten Kontakt
eingestellt. Über Schaltarm i dd kommt kein Schaltvorgang zustande, da der dritte
Kontakt i unverbunden ist. Der Kontakt 3 des Schaltarmes 2 dd steht mit dem
Kontakt 9 des Schaltarmes
5 dz des Zeitschauers in Verbindung.
Die Schaltarme des Zeitschalters werden, wie vorher beschrieben, von Minute zu Minute
fortgeschaltet. Wenn sie nach einerGesprächsdauer von 9 Minuten den neunfen-Kontakt
erreicht haben, so ist über Schaltarm 5 dz auf Kontakt 9 und Schaltarm
2 dd auf Kontakt 3 ein Kurzschluß für die Haltewicklung II des Relais S hergestellt.
Das Relais S fällt ab, unterbricht an,den Kontakten 25 s und 27 s -die Verbindung
und schaltet an den Kontakten 24s und 26s die Wicklung II des Relais A in die Sprechadern.
Durch ein induktiv auf diese Wicklung übertragenes- Amtszeichen wird der rufende
Teilnehmer von .der zwangsweise erfolgenden Trennung der Verbindung verständigt.
Er hängt dann seinen Hörer ein, und es erfolgt in der beschriebenen Weise die Einschaltung
-des :lbgreifers und die Anrechnung der Gebühr. Die Auslösung der Einrichtungen
einschlließlich des Kennzeichnungsschaltwerke,s mit dem Magneten DD erfolgt
in irgendeiner bekannten Weise.
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Wie aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich ist, erfolgt bei Einstellung
des Kennzeichnungswählers auf den ersten Kontakt die Trennung der Verbindung zwangsweise
nach 3 Minuten, da der.dritte Kontakt der vom Zeitschalterschaltarm 5 dz
bestrichenen Kontaktbank mit dem Kontakt i des Schaltarmes 2 dd des Kennzeichnungswählers
verbunden ist. Bei. Einatellung des Kennzeichnungswählers auf Kontakt 2 erfolgt
zwangsweise die Trennung nach 6 Minuten und bei Einstellung des Schaltarmes
2 dd auf Kontakt 4 nach i2 Minuten.
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Sendet die Beamtin eine aus fünf Stromstößen bestehende Stroms.toßreihe
zum Kennzeichnungswähler, so erfolgt Einstellung der Schaltarme i dd und
2 dd auf Kontakt 5. Fällt nach der Stromstoßreihe das Relais V ab, so kommt
folgender Stromkreis zustande: Erde, Kontakte 53 c, 52 s, Schaltarm i dd; Kontakt
5, Kontakt 54v, Wicklung des Relais G i, Batterie, Erde. Das Relais G r spricht
an und legt sich in folgenden Haltekreis: Erde, Kontakte . 53 c, 55 g i, Wicklung
des Relais G i, Batterie, Erde. Der Kontakt 45 g i wird geöffnet und damit das Relais
F. abgeschaltet. Der Kontakt 5 des Schaltarmes z dd ist mit dem Kontakt 3 des Zeitschalterschaltarmes
5 dz
verbunden. Nach einer Dauer von 3 Minuten wird somit das, Gespräch zwangsweise
unterbrochen, da dann für die Haltewicklung II .des Relais S ein Kurzschluß gebildet
ist. Durch Öffnen des Kontaktes 27 s wird der Stromkreis des Relais GR unterbrochen.
Für Relais F kann jedoch kein Stromkreis zustande kommen, da der Kontakt 45 g i
geöffnet ist. Infolge .der Öffnung des Kontaktes 76f kann somit auch .der
Abgreifer nicht anlaufen. Er bleibt in der Ruhestellung stehen. Die Abgabe von Zähle
stromstößen zur Anrechnung -der Gebühr unterbleibt somit bei dieser Verbindung.
NachEin:hängen des Hörers an der rufenden Stelle wird in. der beschriebenen Weise
das Relais A anhaltend erregt. Über die Kontakte 33 g i und 28 a ist sodann für
die Haltewicklung II des Relais C ein Kurzschluß hergestellt. Der Abfall des Relais
C veranlaßt in der beschriebenen Weise :die Auslösung der Einrichtungen des Zeitzonensatzes
und die Freigabe der vorgeordneten Verbindungseinrichtungen.
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Hat die Beamtin eine aus sechs Stromstößen bestehende Stromstoßreihe
zum Kennzeichnungswähler gesandt, so erfolgt, @da auch der Kontakt 6 .des Schaltarmes
i dd mit dem Relais G i. verbunden ist, keine Gebührenanrechnung, während die Trennung
nach Ablauf von 6 Minuten zwangsweise vor sich geht, da der Kontakt 6 des Schaltarmes
2 dd mit dem Kontakt 6 des Zeitschalterschaltarmes 5 dz in Verbindung steht.
Die Kontakte 7, 8 und 9 des Schaltarmes i dd stehen ebenfalls mit dem Reliais G
i in Verbindung. Bei Einstellung des Kennzeichnungswählers auf Kontakt 7 erfolgt
bei Gebührenfreiheit zwangsweise die Trennung nach 9 Minuten, und bei seiner Einstellung
auf Kontakt 8 erfolgt bei Gebührenfreiheit zwangsweise die Trennung nach 1Z Minuten.
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Sendet die Beamtin zum Kennzeichnungswähler eine aus neun Stromstößen
bestehende Stroms:toßreihe, so wird über Schaltarm Zdd, da der Kontakt 9 seiner
Kontaktbank unverbunden ist, kein Schaltvorgang ausgelöst. Über Schaltarm i dd wird
jedoch das Relais G i erregt, so daß also eine solche Verbindurngohne Gebührenanrechnung
unbegrenzt lange bes tehenbleibt.