DE425932C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit WaehlerbetriebInfo
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- DE425932C DE425932C DEB94446D DEB0094446D DE425932C DE 425932 C DE425932 C DE 425932C DE B94446 D DEB94446 D DE B94446D DE B0094446 D DEB0094446 D DE B0094446D DE 425932 C DE425932 C DE 425932C
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, insbesondere auf
solche, bei denen ■ verschiedenwertige Verbindungen, z. B. Orts- und Fernverbindungen,
S hergestellt werden können.
Für derartige Anlagen sind schon Anordnungen bekannt geworden, durch welche bestehende
minderwertige Verbindungen, z. B. Ortsverbindungen, zugunsten hochwertiger Verbindungen, z. B. Fernverbindungen, getrennt
werden.
Die vorliegende Erfindung besteht nun in einer neuen Anordnung für die die Trennung
herbeiführenden Einrichtungen, durch deren Ausbildung hauptsächlich die Aufhebung des
Auslösezustandes gesichert werden soll. Dies wird gemäß der Erfindung auf einfache und
betriebssichere Weise dadurch erreicht, daß den Verbindungseinrichtungen Schaltmittel
zugeordnet sind, welche den die Auslösung einer bestehenden minderwertigen Verbindung
herbeiführenden Zustand nach Ablauf einer" bestimmten Zeit selbsttätig aufheben.
Von besonderem Vorteil ist diese Anordnung für Anlagen, bei welchen hochwertige
Verbindungen von einer Beamtin hergestellt werden, welche durch die in der Erfindung
getroffenen Einrichtungen entlastet wird, was für die Wirtschaftlichkeit einer derartigen
Anlage von großer Bedeutung ist.
Als Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Abb. 1 bis 3 eine Anlage dargestellt,
bei welcher sowohl minderwertige als auch hochwertige Verbindungen über Wähler durch
Beamtinnen auf halbselbsttätigem Wege hergestellt werden.
In den Zeichnungen veranschaulicht Abb. 1 links den Platz einer Α-Beamtin und rechts,
den Platz einer B-Beamtin mit einem ersten Gruppenwähler, der dem Verbindungsstromkreise
zugeteilt ist, der hier dargestellt ist und auf dem Platze der Schaltbeamtin erscheint.
Abb. 2 veranschaulicht links den zweiten Gruppenwähler und die ihm zugeteilten Apparate,
rechts den dritten Gruppenwähler mit Zubehör, und Abb. 3 zeigt einen Schlußwähler
mit Zubehör mit den Amtsanschlußenden einer Mehrzahl von Teilnehmerleitungen mit
Zubehör.
Die als Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschriebene Anlage wird am
besten aus einer Beschreibung ihrer Wirkungsweise verstanden werden.
Es sei angenommen, daß die A-Beamtin, deren Platz in Abb. 1 links angegeben ist und
deren Sprechapparat bei 121 gezeichnet ist, einen Anruf erhalten hat, der eine Verbindung
mit einer Teilnehmerstelle verlangt, die einem Amtsnetz zugeordnet ist, das durch die dargestellten
selbsttätigen Wähler bedient wird.
Die Α-Beamtin drückt ihre Dienstleitungstaste 122 und ist dann mit dem Sprechapparat
123 der Schaltbeamtin des Amtes mit selbsttätigem Betriebe verbunden und teilt ihr die
Einzelheiten über die verlangte Verbindung mit. Nach Empfang der Mitteilung bezeichnet die B-Beamtin eine Verbindungsleitung, wie z. B. die bei 124 dargestellte,
in der üblichen Weise und drückt eine zu to dieser Verbindungsleitung gehörige Anschalttaste
125.
Das Drücken dieser Taste veranlaßt den Folgeschalter 100, der auch zu der Verbindungsleitung
gehört, aus seiner 1. und in die 2. Stellung zu gehen. Diese Bewegung
wird durch Erregen des Relais 126 in einem Stromkreise über die Kontakte 167 der
Anschalttaste und den Folgeschalterkontakt 102 (oben) veranlaßt; die Erregung des Reao
lais 126 veranlaßt einen Stromfluß für den Folgeschalter 100 über den Folgeschalterkontakt
103 (unten).
In der 2. Stellung des Folgeschalters 100 wird die Besetztlampe 127 in einem
Stromkreise über den Unterbrecher 128 und den Folgeschalterkontakt 104 (oben) zum
Flackern gebracht. Jetzt wird, wenn die Α-Beamtin den Stöpsel 129 in die Klinke 130
der richtigen Verbindungsleitung 124 eingeführt hat, das Relais 131 infolge Erregung
des Relais 132 ansprechen. Wenn dies der Fall ist, so wird verhütet, daß die Aufmerksamkeitslampe
133 aufleuchtet, weil der Stromkreis der Lampe über den Folgeschalterkontakt
105 (oben) am Rückkontakt des Relais 131 offen ist. Hat andererseits die
Α-Beamtin den Stöpsel 129 in die Klinke 130
einer anderen als der von der B-Beamtin bezeichneten Verbindungsleitung eingeführt, so
wird die Lampe 133 sowohl der bestimmten wie die der irrtümlich von der Α-Beamtin in
Benutzung genommenen Verbindungsleitung zum Aufleuchten kommen, die eine über den
Rückkontakt und x\nker des Relais 131 und
den Folgeschalterkontakt 105 (oben), und die andere über den Stirnkontakt und Anker des
entsprechenden Relais 131 und den Folgeschalterkontakt
106 (unten) der anderen Verbindungsleitung, deren Folgeschalter 100
natürlich noch in der Anfangslage ist.
In der 2. Stellung des Folgeschalters 100 sind die Folgeschalterkontakte 107
(unten) und 108 (oben) geschlossen, und es wird ein Hörzeichen über die Verbindungsleitung
gegeben, so daß die Α-Beamtin erfährt, daß sie die richtige Verbindungsleitung
gestöpselt hat und daß die Verbindung des Anrufes fortschreitet. Dieses Hörzeichen
wird durch die Induktionsspule 139 und den Unterbrecher 135 erzeugt; der Folgeschalterkontakt
109 (Unten) ist zu dieser Zeit geschlossen. Weiter ist in der 2. Stellung
des Folgeschalters 100 ein Stromkreis über den zum Aussuchen eines freien Wählers
dienenden Folgeschalter 190 durch Schließung des Folgeschalterkontakts 110 (unten) hergestellt,
der auch über den Rückkontakt und Anker des Relais 136 und den Kontakt 192
(oben) des Suchschalters 190 geführt ist. Dieser Folgeschalter 190 sucht und belegt in
bekannter Weise eine freie Einstell- und Überwachungseinrichtung einer Schaltbeamtin,
wobei die Prüfrelais 136 und 137 bei der Wahl, wie üblich, zusammenarbeiten, da der
Folgeschalterkontakt in (unten) zu dieser Zeit geschlossen ist.
Ist ein freier Wähler gefunden und belegt und haben die Relais 136 und 137 angesprochen,
so wird der Folgeschalter 100 aus seiner 2. Stellung in seine 4. Stellung durch
einen Strom über den Folgeschalterkontakt 192 (oben), Anker und Stirnkontakt des Relais
136 und Folgeschalterkontakt 103 (unten) gebracht. Da die Relais 136 und 137 aberregt
werden, wenn der Folgeschalter aus seiner 3. Stellung geht,-weil dann der Folgeschalterkontakt
in (unten) geöffnet wird, und der Ortskontakt 101 in der 4. Stellung offen ist,
so macht der Folgeschalter 100 in Stellung 4 halt. Die Ziffern an den Ortskontakten
kennzeichnen die offene Stellung. Die B-Beamtin drückt nun ihre Nummerntasten
nach Maßgabe der Anschlußnummer der verlangten Leitung, und diese Einstellung wird vom Nummernspeicher der
in Benutzung genommenen Einrichtung aufgenommen. Sobald dies geschehen ist, wird
durch die Sendereinrichtung in der üblichen Weise ein Stromkreis hergestellt, der über
den Folgeschalterkontakt 112 (oben) verläuft und das Relais 126 erregt, welches einen
Stromkreis über den Folgeschalterkontakt 103 (unten) schließt, der den Folgeschalter 100 in
die Stellung 5 bringt. In dieser Stellung findet in der üblichen Weise die Einstellung
der Bürstenauslösespindel 138 statt, wobei der Stromkreis für deren Kraftmagneten über
den Folgeschalterkontakt 113 (unten) und Stirnkontakt und Anker des Relais 126 führt.
Bei der Einstellung der Auslösespindel stellt der übliche Unterbrecher 139, während er das
Relais 126 nicht beeinflußt, abwechselnd einen Nebenschluß zu dem Teile des Sendestromkreises
her, der zu der Einstelleinrichtung führt und in wohlbekannter Weise deren Tätigkeit veranlaßt. Hat die Auslösespindel
138 die erforderliche Schrittzahl ausgeführt, um die verlangte Bürstenwahl zu bewirken,
so wird der Sendestromkreis in der bekannten Weise an der Einstelleinrichtung unterbrochen
und die Aberregung des Relais 126 bewirkt, das den Stromkreis für den Kraft-
magneten der Auslösespindel unterbricht und den Folgeschalter durch einen Strom über
Anker und Rückkontakt der Relais 126 und 140 und Folgeschalterkontakt 103 (oben) in
die 6. Stellung treibt. In dieser Stellung des Schalters 100 tritt die übliche Einstellung
des Bürstenwagens des in Abb. 1 dargestellten Gruppen Wählers ein; der Stromkreis für den
Kraftmagneten 141 des Bürstenwagens ist dabei über den Folgeschalterkontakt 110 (oben)
und den Ruhekontakt und Anker des Prüfrelais 136 geschlossen. Bei dieser Bewegung
des Bürstenwagens \-eranlaßt die Tätigkeit der
Prüf relais 136 und 137 in der üblichen Weise die Auswahl und Belegung einer freien Verbindungsleitung
der ausgewählten Gruppe und die Stillsetzung des Bürstenwagens durch Aberregen des Kraftmagneten 141 und Erregen
des Haltemagneten 142, wie dies wohl-1
>ekannt ist. Die Erregung des Relais 136 veranlaßt bei diesem Vorgang, daß der Folgeschalter
100 in seine Stellung 8 geht; der Stromkreis für diesen Schritt führt über den
Kontakt 103 (unten).
«5 In der 8. Stellung des Folgeschalters
100 ist der von der Einstelleinrichtung ausgehende Sendestromkreis zum zweiten Gruppenwähler,
der in Abb. 2 links dargestellt ist, über den Folgeschalterkontakt τ 14 (unten)
und Bürste 143 bzw. Folgeschalterkontakt 115 (oben) und die Bürste 144 weitergeschahet.
Die Einstellung des zweiten Gruppenwählers findet völlig in der üblichen und wohlbekannten
Weise statt; sein Folgeschalter 200 wird dabei durch Erregung des Relais 221
aus seiner Ruhelage gebracht, sobald der Sendestromkreis zu dem Wähler durchgeschaltet
ist. In der 2. Stellung tritt die Einstellung der Auslösespindel 222 ein. In der 3. Stellung wird der Bürstenwagen
bewegt, und die Relais 223 und 224 prüfen und belegen eine freie Verbindungsleitung in
der ausgewählten Gruppe und bringen den Bürstenwagen mit auf die Anschlußkontakte
einer solchen freien Leitung eingestellten Bürsten des ausgewählten Satzes zum Stillstand.
In der 6. Stellung ist der Sendekreis und später der Sprechkreis durch Schließen
der Folgeschalterkontakte 202 und 203 (oben) zum dritten Gruppenwähler weitergeschaltet.
Die Bewegung des Folgeschalters 200 aus seiner 1. Stellung öffnet den Folgeschalterkontakt
204, und in der 2. Stellung des Folgeschalters 200 und weiterhin ist das Relais 225 erregt und das Relais 136 im ersten
Gruppenwähler infolge des hohen Widerstandes des Relais 225 aberregt. Weiterhin ist
in der 6. Stellung des Foigeschalters 200 sein Kontakt 205 (oben) geschlossen; der
Stromkreis durch die linke Wicklung des Relais 223 wurde geöffnet, als der Folgeschalter
seine Stellung 3 verließ.
Die Einstellung des rechts in Abb. 2 gezeichneten dritten Gruppenwählers findet nunmehr
statt, da sein Relais 271 bei Schließung des Sendestromkreises, die der Steuerung des
dritten Wahlvorganges von der Einstelleinrichtung aus vorausgeht, erregt wird. Der
Folgeschalter 250 geht dann in seine 2. Stellung, und die Auslösespindel 272 dieses
dritten Gruppenwählers arbeitet wie üblich. Nach Vollendung ihrer Einstellung geht der
Folgeschalter 250 in seine 3. Stellung, in der in gebräuchlicher Weise die Bewegung
des Bürstenwagens stattfindet. Nach Beendigung dieser Bewegung und Auswahl einer
freien Verbindungsleitung in der durch die Arbeit der Anlaßspindel ausgewählten Gruppe
bewirkt die Tätigkeit der Relais 273 und 274 in der wohlbekannten Weise das Belegen dieser
freien Verbindungsleitung und das Weitergehen des Folgeschalters in seine Stellung 6,
in der, da die Folgeschalterkontakte 252 (oben) und 253 (unten) geschlossen sind, der
Sendestromkreis zum in Abb. 3 dargestellten Schlußwähler weitergesehaltet ist. .
Es sei angenommen, daß die verlangte Leitung eine gewöhnliche Teilnehmerleitung ist
und daß sie frei ist. Wird der Sendestromkreis an der Einstelleinrichtung wieder geschlossen,
so wird das Relais 372 erregt und der Folgeschalter 300 geht dann in seine Stellung
2, in der die Auslösespindel 373 arbeitet; der Stromkreis hierfür führt über den Folgeschalterkontakt
303 (unten) und den Stirnkontakt und Anker des Relais 372. Der Unterbrecher 374 der Auslösespindel legt, wie
üblich, wechselnd einen Nebenschluß zu dem Teil des Sendestromkreises, der zum Einstellwerk
geht, über den Folgeschalterkontakt 305 (unten). Nachdem die Auslösespindel 373 ihre Einstellung in solcher Weise, daß sie bei
der nachfolgenden Arbeit des Bürstenwagens die Auslösung des gewünschten Bürstensatzes
bewirkt, vollendet hat, wird das Relais 372 aberregt und der Folgeschalter 300 durch
seinen Ortskontakt aus seiner 2. und in seine 5. Stellung bewegt.
Bevor der Folgeschalter 300 in seine 5. Stellung gelangt, wird der Sendestromkreis
an der Einstellvorrichtung in der üblichen Weise wieder geschlossen, und da das Relais
372 in diesem Kreise erregt wird, so tritt in der 5. Stellung des Folgeschalters 300 infolge
Erregung des Kraftmagneten 377 des Bürstenwagens die Bürsteneinstellung ein, wobei der Unterbrecher 378 den Sendestromkreis
mit Ausnahme des Relais 372 in der üblichen Weise periodisch kurzschließt. Nachdem
die ausgewählten Bürsten des Schlußwählers in dieser Art zu den Anschlußkontak-
ten der verlangten Leitung gebracht sind, d.h. der Leitung, die durch die Beamtin auf ihrem
Einstelltastenfelde bezeichnet war, wird der Sendestromkreis wieder geöffnet und das Relais
372 aberregt, um die Bewegung des Bürstenwagens aufzuhalten und den Folgeschalter
300 in seine 6. Stellung zu treiben.
Es ist zu beachten, daß, als der Folgeschalter 300 seine Stellung 5 verließ und seinen
Kontakt 308 (oben) öffnete, das Relais 273 im dritten Gruppenwähler, welches in einem
Stromkreise über den Folgeschalterkontakt 254 (oben) und den erwähnten Kontakt 308
(oben) erregt wurde, jetzt aberregt wird, weil ihm über den hohen Widerstand des Relais
371 ungenügender .Strom zufließt. Es ist zu
beachten, daß der Folgeschalter 300 seine Stellung 5 erst nach Vollendung der über den
Sendestromkreis von der Einstelleinrichtung aus gesteuerten Schlußwahl verließ. Die Aberregung
des Relais 273 treibt den Folgeschalter 250 über den Kontakt 251 (oben) des
Folgeschalters aus seiner 6. Stellung; er kommt zur Ruhe in seiner Stellung 7. Der Folgeschalter 300, der die Stellung 5
verlassenst, kommt jetzt zur Ruhe in seiner 6. Stellung, die dazu ausgenutzt wird, eine
freie Verbindungsleitung zu einer Nebenstellenvermittlung auszusuchen, wenn dies
notwendig oder erwünscht ist. Da in dieser Stellung der Folgeschalterkontakt 304 (unten)
geschlossen ist, so wird ein Stromkreis für das Relais 396 über Ruhekonfakt und Anker
des Relais 372, Folgeschalterkontakt 304 j (unten), die Prüfbürste 333, den Widerstand
397, das Trennrelais 399 und den Gesprächs- ί zähler398 der verlangten Leitung geschlossen. !
Es ist zu beachten, daß in der Gruppe oder | den Gruppen von Schaltern des Amtes, die !
dazu benutzt werden, eine Verbindung mit Leitungen zur Nebenstellenvermittlung herzustellen,
jede unmittelbare oder gewöhnliche Leitung und jede letzte Leitung der zu einer solchen
Nebenstellenvermittlung führenden Leitungsgruppe außer dem an den dritten oder
Prüfkontakt der Leitung angeschlossenen üblichen Gesprächszähler und Trennrelais einen
parallel dazu an diesen Kontakt angeschlossenen Widerstand 397 aufweist. Die Gruppe
von Leitungen zu einer Nebenstellenvermittlung, außer der letzten Leitung der Gruppe, besitzt
diesen Nebenschluß nicht. Der Widerstand 397 ist so zur Batterie und dem Zähler 398 sowie dem Trennrelais 399 bemessen, daß
Leitungen, die den Nebenschluß mit diesem Widerstand enthalten, bei Einstellung eines !
Schlußwählers darauf genügende Spannung an ihren Prüfkontakten aufweisen, daß in der
6. Stellung des Folgeschalters 300 das Relais 396 auf alle Fälle anspricht, mag nun j
die verlangte Leitung besetzt oder frei sein, j Daher" kommt in dem angenommenen Falle,
wenn der Folgeschalter 300 in seine Stellung 6 gelangt, eine Erregung des Relais 396 zustande,
welches über seinen Arbeitskontakt einen Stromkreis für das Relais 380 schließt,
der über den Folgeschalterkontakt 323 führt. Dieses Relais schließt einen Stromkreis über
die Folgeschalterkontakte324 und 311 (oben),
der den Schalter 300 aus seiner 6. Stellung treibt.
Der Folgeschalter 300 geht jetzt, veranlaßt durch seinen Ortskontakt 301, ohne Aufenthalt
durch seine Stellungen 7 und 8. Da in der Stellung 7 der Folgeschalterkontakt 307
(unten) geschlossen ist, so kommt ein Stromkreis von Erde über diesen Kontakt, die
Bürste 276 des dritten Gruppenwählers, den rechten Anker und Rückkontakt des Rufüberwachungsrelais
277, den Folgeschalterkontak'c 257 und das Relais 271 zustande; das Relais
spricht an. Infolgedessen wird der Folgeschalter 250 aus seiner Stellung 7 gebracht, und
: zwar durch einen Stromkreis über den Folge- ! schalterkontakt 258 (unten), und kommt in
seiner 10. Stellung zur Ruhe. Wenn er seine 8. Stellung durchläuft, so geht auch
der Folgeschalter 300 durch seine 7. oder 8. Stellung. Es wird infolgedessen ein
Stromkreis für das Relais 372 über dessen go linke Wicklung, Folgeschalterkontakt 306,
Bürste 275 des dritten Gruppenwählers, linken Anker und Rückkontakt des Relais277,
Folgeschalterkontakte 253 (oben) und 256 (unten) hergestellt. Die Erregung des Relais
372 bewirkt die Schließung eines Stromkreises für die rechte Wicklung des Relais
385 über den Folgeschalterkontakt 308 (unten). Relais 385 spricht an und hält sich
über seine linke Wicklung, linken Anker und Arbeitskontakt und Anker des Relais 371.
Die Erregung des Relais 385 in diesem Augenblick ist es, was die Verschiedenheit
der Tätigkeit des dargestellten «-Schlußwählers einerseits bei der Herstellung tos
einer Verbindung über den Platz der Α-Beamtin und anderseits bei der Herstellung
einer Ortsverbindung des selbsttätigen Amtes veranlaßt, dem er angehört. Es ist erkennbar, daß die Überwachung dieses no
Relais vom dritten Gruppenwähler ausgeübt wird, der einer der wenigen Schalter seiner
Art ist, mittels dessen die Verbindungsleitungoder Fernleitungsanrufe in der beschriebenen
Weise hergestellt werden können.
Würde auf den dargestellten Schlußwähler ein gewöhnlicher dritter Gruppenwähler eingestellt
worden sein, d. h. ein Gruppenwähler für den üblichen oder gebräuchlichen Ortsdienst, so würde er genau in der Weise der
gewöhnlichen Schlußwähler gearbeitet haben, wie unten beschrieben wird, weil solch ein
dritter Gruppenwähler nicht mit den Einrichtungen versehen gewesen wäre, die eine Erregung
des Relais 385, wie eben beschrieben, hätten herbeiführen können.
Es seinunmehrdieBeschreibungderHerstellung einer Verbindung mit einer Leitung, die als gewöhnliche undfreieLeitung angenommen wurde, über den Platz einer Α-Beamtin fortgesetzt. Die 8. Stellung des Folgeschalters 300, die er ohne Aufenthalt durchläuft, ist eine Prüfstellung; in ihr wird die Leitung durch die Relais 379 und 380, wie üblich, geprüft, und, da angenommen wurde, daß sie frei war, wird sie belegt und es wird eine Besetztspannung an ihren Prüfkontakt durch die Tätigkeit des Relais 379 angelegt. Das Ansprechen des Relais 380 schließt einen Stromkreis, der den Folgeschalter 300 durch seine Stellung 9 und in seine Stellung 10 treibt, in der er anhält, weil der Folgeschalterkontakt 324 offen und das Relais 385 erregt ist. In dieser Stellung ist der Folgeschalterkontakt 307 (unten) offen, was die Bewegung des Folgeschalters 250 in die Durchsprechstellung herbeiführt, wie unten beschrieben wird, und die Folgeschalterkontakte 307 (oben) und 322 (unten) sind geschlossen, um die zur Teilnehmerleitung durchgeschaltete Verbindung über die Kondensatoren 331 und 332 herzustellen. Da weiter das Relais 385 zu dieser Zeit erregt und der Folgeschalterkontakt 323 offen ist, so ist auch der Stromkreis der Prüfrelais 379 und 380 offen und es ist keine Erde daran vorhanden. Infolgedessen ist die verlangte Leitung nicht besetzt gemacht; sie ist in der Lage anzurufen und wie üblich angerufen zu werden, da die zu ihr über die Kondensatoren 331 und 332 verlaufende Verbindung sie in keiner Weise beeinflußt und nur den nachfolgend beschriebenen Zwecken dient.
Es seinunmehrdieBeschreibungderHerstellung einer Verbindung mit einer Leitung, die als gewöhnliche undfreieLeitung angenommen wurde, über den Platz einer Α-Beamtin fortgesetzt. Die 8. Stellung des Folgeschalters 300, die er ohne Aufenthalt durchläuft, ist eine Prüfstellung; in ihr wird die Leitung durch die Relais 379 und 380, wie üblich, geprüft, und, da angenommen wurde, daß sie frei war, wird sie belegt und es wird eine Besetztspannung an ihren Prüfkontakt durch die Tätigkeit des Relais 379 angelegt. Das Ansprechen des Relais 380 schließt einen Stromkreis, der den Folgeschalter 300 durch seine Stellung 9 und in seine Stellung 10 treibt, in der er anhält, weil der Folgeschalterkontakt 324 offen und das Relais 385 erregt ist. In dieser Stellung ist der Folgeschalterkontakt 307 (unten) offen, was die Bewegung des Folgeschalters 250 in die Durchsprechstellung herbeiführt, wie unten beschrieben wird, und die Folgeschalterkontakte 307 (oben) und 322 (unten) sind geschlossen, um die zur Teilnehmerleitung durchgeschaltete Verbindung über die Kondensatoren 331 und 332 herzustellen. Da weiter das Relais 385 zu dieser Zeit erregt und der Folgeschalterkontakt 323 offen ist, so ist auch der Stromkreis der Prüfrelais 379 und 380 offen und es ist keine Erde daran vorhanden. Infolgedessen ist die verlangte Leitung nicht besetzt gemacht; sie ist in der Lage anzurufen und wie üblich angerufen zu werden, da die zu ihr über die Kondensatoren 331 und 332 verlaufende Verbindung sie in keiner Weise beeinflußt und nur den nachfolgend beschriebenen Zwecken dient.
Das beschriebene Öffnen des Folgeschalterkontaktes 307 (unten) beim Eintreffen des
Folgeschalters 300 in seiner 10. Stellung verursacht die Aberregung des Relais 271, das
dabei einen Stromkreis über den Folgeschalterkontakt 259 schließt, der den Folgeschalter
250 in die 13., seine Sprechstellung treibt.
Während das Einstellwerk die Schaltarbeit des zweiten und dritten Gruppenwählers und
des Schlußwählers steuerte, wurde das Relais 126, wie bei Anlagen dieser Art üblich, durch
einen Stromkreis vom Einstellwerk zu diesem Relais über den Folgeschalterkontakt 112 (unten)
erregt gehalten. Wie gleichfalls bei Anlagen dieser Art üblich, wurde unmittelbar nach
der Schlußwahlsteuerung durch die Einstellvorrichtung der Stromkreis für das Relais
126 an der Einstellvorrichtung unterbrochen; die Aberregung des Relais treibt den Folgeschalter
100 aus seiner 8. und in seine 9. Stellung.
Hat die Α-Beamtin den Stöpsel 129 in die Klinke 130 gesteckt, so findet sich in der Stellung
9 ein Stromkreis, der den Folgeschalter in die Stellung 11 treibt und der über den
Arbeitskontakt des Relais 131 und den Folgeschalterkontakt
106 oben verläuft. In der 11. Stellung des Folgeschalters 100 wird
das Relais 140 aberregt; es hatte infolge der kurzen Schließung eines Kreises über den
Folgeschalterkontakt 260 des dritten Gruppenwählers angesprochen und wird jetzt stromlos,
weil die verlangte Leitung frei und daher der Folgeschalter 250 aus seiner 10. Stellung
bewegt und der Kontakt 260 geöffnet wird. Da das Relais 140 also stromlos ist, so
wird der Folgeschalter 100 unmittelbar in seine 13., seine Durchsprechstellung gebracht.
In dieser Stellung wird das den Weitergang der Verbindung anzeigende Hörzeichen von der Verbindungsleitung zum
Platze der Α-Beamtin entfernt, weil die Folgeschalterkontakte 107 (unten) und 108 (oben)
geöffnet, sind. Die Verbindung ist nunmehr von dem auf dem Platze der Α-Beamtin einlaufenden
Schnurstromkreis zur verlangten Teilnehmerleitung durchverbunden; der Verbindungsstromkreis
enthält einerseits die Folgeschalterkontakte 107 (oben) und 108
(unten), anderseits die Kondensatoren 331 und 332. Als der Folgeschalter 100 aus Stellung
8 ging, wurde der Kreis der Besetztlampe 127 über den Unterbrecher 128 geöffnet
und statt dessen ein Stromkreis für die Lampe über den Folgeschalterkontakt 116 unmittelbar
nach Erde hergestellt, so daß die bis jetzt flackernde Lampe nunmehr ruhig brennt
und der Beamtin anzeigt, daß die Steuerung der Wählerarbeit beendigt ist. Die Überwachungslampe
133 wird jetzt ausgeschaltet.
Die Α-Beamtin kann nun die verlangte Leitung abhorchen und kann, wenn sie bemerkt,
daß nicht darin gesprochen wird, die Verbindung trennen oder sie kann warten bis zu
einer Zeit, wo die Verbindung gewünscht wird. Stellt sie die Verbindung nicht sofort
her, so kann sie jederzeit die verlangte Leitung abhorchen, und kann, wenn sie dan-η besetzt
ist, deren Teilnehmer benachrichtigen, daß ein Fernanruf seine Aufmerksamkeit verlangt,
und sie kann dann die bestehende Ortsverbindung in der unten beschriebenen Weise
trennen. Angenommen dagegen, daß die Teilnehmerleitung noch frei ist, so hat sie mir die
Ruftaste 145 zu drücken und Rufstrom in die von ihrem Platze ausgehende Verbindung zu
entsenden. Tatsächlich erreicht der Rufstrom, der durch Handhaben der Ruf taste 145
der Verbindung wirklich aufgedrückt wird, nicht die Teilnehmerstelle, um deren Wecker
zur Wirkung zu bringen, doch ist es von keiner Bedeutung, daß die Α-Beamtin sich
dieser Tatsache bewußt ist. Sie braucht nur zu wissen, daß sie nach Herstellung der Verbindung
zur verlangten Leitung bei Freisein dieser Leitung lediglich ihre Ruftaste zu
drücken hat, um die Fertigstellung der Verbindung zu bewirken und das Anrufen des verlangten
Teilnehmers zu verursachen. Zu ίο diesem Zwecke dient die Handhabung der
Ruftaste der Erregung des Relais 278 im dritten Gruppenwähler, dessen Stromkreis
den Kondensator 279 enthält; Relais 278 spricht sowohl auf Wechselstrom wie auf
Gleichstrom an. Jedesmal, wenn es durch Drücken der Ruftaste 145 anspricht, schließt
es einen Stromkreis für das Rufüberwachungsrelais 277, das demnach entsprechend
erregt wird und über seine Arbeitskontakte Rufstrom an die Bürste 276 und
Erde an die Bürste 275 anlegt.
Die Erdung der Bürste 275 verursacht die Erregung des Relais 372 über den Folgeschalterkontakt
306. Das ansprechende Relais treibt den Folgeschalter 300 aus seinen
Stellungen 10, 11, 12, 13, 14 und 15, weil
seine rechte Wicklung nach öffnen des Folgeschalterkontakts 306 in einem Stromkreise
über den Arbeitskontakt des Relais 371, Hnken Anker und Arbeitskontakt des Relais
385, rechte Wicklung des Relais 372, linke Wicklung des Relais 383, Folgeschalterkontakt
309 (unten) und Relais 384 erregt bleibt. Der Folgeschalter 300 macht dann infolge
öffnens des Folgeschalterkontakts 302 in seiner 16. Stellung halt. Die verlangte Teilnehmerleitung
wird nun unmittelbar von den Kontakten des Relais 277 aus angeläutet, indem
dieFolgeschalterkontakte3i3 (oben) und
316 (oben) eine unmittelbare Verbindung . zwischen dessen Ankern und der verlangten
Stelle herstellen. Zweckmäßig, jedoch nicht notwendigerweise, sind die Kondensatoren
331, 332 so bemessen, daß sie zwar der A-Beamtin das Abhorchen der verlangten Leitung
und das Sprechen mit deren Teilnehmer gestatten, nicht aber den Durchfluß genügenden
Rufstroms zur Teilnehmerstelle; das Anrufen der Teilnehmerstelle tritt erst ein, wenn die
Folgeschalterkontakte 313 (oben) und 316 (unten) wie beschrieben geschlossen sind.
Nach Antworten des verlangten Teilnehmers ist an den Gruppenwählern oder dem Schlußwähler
und den zu ihnen gehörenden Apparaten keine weitere Arbeit nötig; die Leitung
des verlangten Teilnehmers ist unmittelbar an den Übertrager 280 angeschlossen und erhält
von dort Speisestrom über die Folgeschalterkontakte 256 (oben) und 261. Anderseits ist
der Übertrager unmittelber an den Verbindungsstromkreis 146 (Abb. 1) am A-Platze
■ angeschlossen, da sich der Folgeschalter 250 in seiner 13., der Folgeschalter 200 in seiner
6. und der Folgeschalter iog in seiner 13. Stellung befinden.
Bei Gesprächsschluß nach einem, wie beschrieben,
erfolgreichen Anruf findet die Auslösung, wie es üblich ist, unter Überwachung der Α-Beamtin statt. Die Einleitung der
Wählerauslösung tritt ein, wenn die Beamtin den Stöpsel 129 aus der Klinke 130 herauszieht.
Dies verursacht die Aberregung des Relais 132, woraus die-Aberregung des Relais
131 folgt; der Folgeschalter 100 wird durch
einen Strom über den Folgeschalterkontakt 105 (unten) und Ruhekontakt und Anker des
Relais 131 aus seiner 13. und in seine
17. Stellung getrieben. In der Stellung 17
des Schalters 100 wird der Bürstenwagen des ersten Gruppenwählers in der üblichen Weise in
seine Normalstellungzurückgeb rächt, und wenn dieser Vorgang beendet ist, wird der Folgeschalter
100 in seine 18. Stellung gel)rächt durch einen Stromkreis, der von Erde über
Folgeschalterkontakt 192, Arbeitskontakt des Trennrelais 136, Eolgeschalterkontakt 103
(in Stellung 17) und den Folgeschalter 100 nach Batterie verläuft. In dieser ist wieder
ein Stromkreis über Anker und Rückkontakt des Relais 131 geschlossen, der über den
Folgeschalter kontakt 105 (unten) führt und den
Folgeschalter 100 zu seiner ersten oder Normalstellung
zurückbringt.
Es sei beachtet, daß die Bürstenauslösespindel 138, da der Folgeschalterkontakt 113
(oben) von der 14. bis zur 4. Stellung geschlossen ist, durch die Arbeit der unteren
Kontakte des Unterbrechers-139 mit genügend Zeit für eine nachfolgende Verbindung
selbst im Falle einer vorzeitigen Auslösung zurückgestellt wird, weil bei der neu
herzustellenden Verbindung diese Auslösespindel nicht benötigt wird, ehe der Folgeschalter
100 seine Stellung 5 erreicht.
Unmittelbar nachdem der zum ersten Gruppenwähler gehörende Folgesehalter 100
seine Stellung 13 beim Auslösen verließ, wie eben beschrieben, wurde am Folgeschalterkontakt
in der Strom über das Relais 225 unterbrochen und der zweite Gruppenwähler,
sowohl seine Auslösespindel, wie sein Bürstenwagen, wie auch der zu ihm gehörende Folgeschalter
200 werden in der bekannten Weise zurückgeführt. Beim Verlassen der Stellung 13 öffnet der Folgeschalter den Stromkreis
für das Relais 281 am Kontakt 205, worauf der dritte Gruppenwähler mit seinem Bürstenwagen
und der Auslösespindel sowie der Folgeschalter 250 in bekannter Weise in die Ruhelage zurückgeführt werden.
Als der Folgeschalter 250 seine Stellung 13 verließ, wurde der Stromkreis des Relais 371
am Folgeschalterkontakt 254 oben unterbrochen. Das Stromloswerden des Relais
treibt den Folgeschalter 300 in seine 17. Stellung, in der das Relais 372, wenn der ver·
langte Teilnehmer seinen Hörer noch nicht wieder an den Haken gehängt hatte, durch
einen Strom über den Folgeschalterkontakt 312 (unten), die Teilnehmerleitung und die
Folgeschalterkontakte 313 (oben) und 307
ίο (unten), erregt wurde. Wird das Relais 372
aber durch Anhängen des Hörers beim Teilnehmer stromlos, so wird der Folgeschalter
300 aus Stellung 17 in Stellung 18 durch einen Strom über Anker und Ruhekontakt des
Relais 372 und Folgeschalterkontakt 304 (oben) getrieben.
. In der Stellung 18 des Folgeschalters 300 wird der Bürstenwagen des Schlußwählers in
der wohlbekannten Weise zurückgestellt und da-
ao nach wird der Folgeschalter 300 in seine 1.
oder Normalstellung getrieben. Die Auslösespindel 373 ist schon zurückgestellt, weil der
Folgeschalterkontakt 303 in der 12. Stellung des Folgeschalters 300 geschlossen ist.
Damit eine von dem Α-Platze zur Leitung eines verlangten Teilnehmers ausgeführte erfolgreiche
Verbindung nach der Herstellung nicht gestört werden kann, werden solche Anrufe nur durch dritte Gruppenwähler mit Einrichtungen,
wie dem Folgeschalterkontakt 256 (unten), verbunden, wodurch zu geeigneter
Zeit eine Erdverbindung zur Bürste 275 des dritten Gruppenwählers hergestellt wird. Alle
diese Anrufe von Α-Plätzen gehen über einen dritten Gruppenwähler dieser Art. Infolgedessen
wird bei der Herstellung aller Fernleitungsanrufe zu einem Schiußwähler der beschriebenen
Art das Relais 385 ansprechen und sich in der 7. und 8. Stellung des Folgeschalters
300 halten. Bei Verbindung gewöhnlicher Anrufe über derartige Schlußwähler wird das Relais nur in der 17. Stellung
des Folgeschalters erregt.
Wurde das Relais 385 erregt, weil ein Fernanruf vorlag, so wurden, als der Folgeschalter
300 in seine Stellung 13 kam, die Relais 383 und 384 erregt durch einen Strom
über Anker und Arbeitskontakt des Relais 371, linken Anker und Arbeitskontakt des
Relais 385, rechte Wicklung des Relais 372, linke Wicklung des Relais 383, Kontakt 309
(unten) und Relais 384. Der linke Anker des Relais 384 schließt den Stromkreis über die
Wicklung 329 der Besetztsummerspule, den Unterbrecher 328 und den Summer 351.
Der rechte Anker des Relais 384 und der Anker des Relais 383 schließen in der 16. Stellung des Folgeschalters
300, seiner Durchsprechstellung, einen Stromkreis zu den Prüfkontakten der verlangten
Leitung und von dort zu den Prüfkontakten der Leitung in allen andereti
Schlußwählern, die Zugang zu ihr haben; der Strom fließt über Bürste 333, Arbeitskontakt
und rechten Anker des Relais 384, Arbeitskontakt und Anker des Relais 383 und die
Wicklung 337 der Besetztsummerspule, die natürlich mit der Wicklung 329 induktiv verbunden
ist. Das Summgeräusch zeigt an, daß der Λ-erlangte Teilnehmer durch einen Fernruf
besetzt ist und nicht getrennt werden darf. Der Ton unterscheidet sich von dem
gewöhnlichen Besetztsummergeräusch, wie unten beschrieben.
75 Verbindung eines Ortsanrufes
zu einer verlangten freien
Leitung.
Wenn ein in Abb. 3 dargestellter freier Wähler für einen Ortsanruf benutzt wird, so
spricht das Relais 385 in den Stellungen 7 oder 8 des Folgeschalters 300 nicht an. War
die verlangte Leitung frei, so wird in der Stellung 8 des Folgeschalters 300 das Relais
380 erregt und wird erregt gehalten, bis nach Gesprächschluß die Verbindung gelöst wird.
Der Strom hierfür fließt über den Ruhekontakt und linken Anker des Relais 385 und den
Arbeitskontakt und Anker des Relais 371. Der Folgeschalter 300 wird daher nicht in
seinen Stellungen 9, 10 oder 11 stehenbleiben,
sondern wird sich bis zu seiner Stellung 13 weiterbewegen. In dieser Stellung
findet, gesteuert von den Unterbrechern 326,
381 und 382, die miteinander gekuppelt und wie dargestellt, entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn
umlaufen, das selbsttätige Anrufen statt. Ein sofortiges Anrufen tritt durch Schließung
der Kontakte 312 (oben) und 313 (unten) ein. Der Folgeschalter bleibt in seiner
13. Stellung, bis infolge des Umlaufs des Unterbrechers 381 ein Strom über den Unterbrecher
und den Folgeschalterkontakt 314 fließt, der das Relais 372 ansprechen und den
Folgeschalter 300 in seine Stellung 14 treiben läßt. Das Anrufen dauert in Folgeschalterstellung
14 an, in der der Schalter bleibt, bis bei der folgenden Schließung eines Stromkreises
über den Unterbrecher 382 und den Kontakt 315 das Relais 372 wieder vorübergehend
erregt wird und den Folgeschalter 300 in seine Stellung 15 treibt. Da in dieser der
Kontakt 312 (oben) offen ist, so hört das Dauerrufen der verlangten Leitung auf und
statt dessen fließt von Zeit zu Zeit über den Folgeschalterkontakt 316 (unten), gesteuert
durch den Unterbrecher 326, Rufstrom in die Leitung.
Jederzeit während desRufens, während also der Folgeschalter 300 in seinen Stellungen 13,
14 oder 15 steht, wird das Relais 383, sobald sich der verlangte Teilnehmer durch Abheben ·
seines Hörers meldet, erregt werden; der Folgeschalter 300 wird unmittelbar in seine
Stellung 16, die Durchsprechstellung, ge-, bracht und bewirkt dadurch die DuTchverbindung
zum verlangten Teilnehmer und das Abschalten des Rufstroms von seiner Leitung. Die Auslösung des Schlußwählers nach
Herstellung einer Verbindung dieser Art erfolgt wie üblich; sie wird eingeleitet durch
to Stromloswerden des Relais 371 und wird verzögert in der 17. Stellung des Schalters 300,
bis der verlangte Teilnehmer seinen Hörer angehängt hat. Wie ersichtlich ist, wurde bei
einer Verbindung dieser Art, da das Relais 385 nicht ansprach, auch das Relais 384 nicht
erregt, und es wurde kein Besetztton an den Prüfkontakt der verlangten Leitung über die
Bürste 333 angelegt.
Würde bei Ausführung eines gewöhnlichen oder Ortsanrufes nach einem verlangten Teilnehmer
über einen Schlußwähler der in Abb. 3 gezeichneten Art die verlangte Leitung durch einen Orts- oder Fernanruf besetzt
gefunden, so würden die Relais 379 und 380 in der 8. Stellung des Folgeschalters 300
nicht erregt worden sein, und der Folgeschalter 300 würde in seiner Stellung 9 anhalten.
In dieser Stellung würde der anrufende Teilnehmer den Besetztton hören, wenn es sich um ein voll selbsttätiges Amt
handelt, oder die verbindende Beamtin bzw. Beamtin und der anrufende Teilnehmer, wenn
dies vorgezogen wird, zusammen, wenn das Ortsnetz zu einem halbselbsttätigen Amt gehört.
Die Schließung der Folgeschalterkontakte 307 (unten) und 322 (oben) legt in den zu dem Schlußwähler durchgeführten Stromkreis
der anrufenden Leitung die Wicklungen 330 des Besetztsummers, und der Folgeschalterkontakt
309 (oben) verursacht, infolge der Wirkung des Unterbrechers 327, die abwechselnde
Erregung des Relais 384, das seinerseits den Unterbrecher 328 und den Summer 351 an die Wicklung 329 der Besetztspule
anschaltet und davon abtrennt.
Das Verhältnis des Unterbrechers 327 zu Unterbrecher 328 ist so, daß von den gekuppelten
Unterbrechern der Unterbrecher 328 immer geschlossen ist, wenn der Strom durch 327 geschlossen wird, daß aber der
Strom durch 328 für im folgenden beschriebene Zwecke für einen längeren Zeitabschnitt geschlossen
ist als der Strom am Unterbrecher 327. Der das Besetztgeräusch hörende, rufende Teilnehmer oder, bei halbselbsttätigem
Betriebe, die Beamtin bewirken wie üblich das Auslösen der ausgeführten Verbindung.
Die auf diese Weise bewirkte Aberregung des Relais 371 treibt den Folgeschalter
300 in seine 11. Stellung, in der wie . bekannt die Rückstellung des Bürstenwagens
eintritt, nach deren Beendigung der Folgeschalter 300 in seine 12. Stellung getrieben
wird, in welcher der Stromfluß über Anker und Ruhekontakt des Relais 371 und Kontakt
318 wieder hergestellt wird, der den Folgeschalter 300 in seine 17. Stellung und durch
' diese (da das Relais 372 stromlos ist) und die 18. Stellung (weil sich der Bürstenwagen in
der Ruhestellung befindet) in seine Ruhestellung treibt.
F e r η a η r uf für durch Ortsgespräch besetzte Teilnehmerleitung.
Es sei jetzt angenommen, daß bei Herstellung einer Fernverbindung mit. einer gewöhnlichen
oder unmittelbaren Teilnehmerleitung die gewünschte Leitung in Gesprächsverbindung mit einem Ortsteilnehmer ge- So
funden wurde. Der Folgeschalter 300 gehl aus Stellung 6 infolge Stromschlusses für das
Relais 396 und kurzen Erregens des Relais 380 heraus und bleibt in Stellung 9 stehen,
da das Relais 379 nicht anzieht und das Relais 380 nur in Stellung 6 des Folgeschalters 300
erregt war. In dieser Stellung hört die Schaltbeamtin einen Besetztton genau so wie
der anrufende Teilnehmer oder, bei halbselbsttätigem Betrieb, die Beamtin bei Aus-
führung eines gewöhnlichen Anrufs unter gleichen Umständen. Dieser Besetztton wird
jedoch mit Unterbrechungen und nur für die Zeiten des Schlusses am Unterbrecher 327
gegeben, und es würde kein Ton gehört werden, wenn der linke Anker des Relais 384 abgefallen wäre, da vorausgesetzt wurde,
daß die \*erlangte Leitung durch eine gewöhnliche oder Ortsverbindung besetzt war.
Als der Folgeschalter 300 seine Stellung 5 10c verließ, rückte der Schalter 250 in seine Stellung
7, und als der Folgeschalter 300 in seine 7. Stellung ging, wurde der Folgeschalter 250
aus seiner 7. Stellung gebracht, wie es bei der Herstellung einer Fernverbindung zu
einer freien Leitung oben beschrieben wurde. In der 10. Stellung des Schalters 250 ist also,
da der Folgeschalter 300 in Stellung 9 anhielt, ein Stromkreis für das Relais 271 über
den Folgeschalterkontakt 257, Bürste 276 und Kontakt 307 (unten) geschlossen und aufrechterhalten.
Ferner wird ein in der 7. Stellung dieses Folgeschalters geschlossener Stromkreis in dieser Stellung über den
Folgeschalterkontakt 260 (parallel zu dem Kondensator 279 und dem Kondensator 282
der zweiten Gruppenwählerseite des Übertragers 280) für das Relais 278 in Reihe mit
dem Überwachungsrelais 140 am ersten Gruppenwähler aufrechterhalten. Dieser
Kreis wurde geschlossen, bevor der Schalter 100 des ersten Gruppenwählers seine 11. Stel-
lung erreichte; dieser hält deshalb in der Stellung Ii an. Die Relais 271 und 278 sind
beide zu dieser Zeit erregt; der Folgeschalter 250 hält in Stellung 10 an. Es sei darauf hingewiesen,
daß der Folgeschalter 100 aus seiner 8., der Folgeschalter 300 aus seiner
5. Stellung gleichzeitig herausgetrieben wurden. Da der Folgeschalter 250 aus seiner
6. Stellung getrieben wurde, unmittelbar nach Herausrücken des Folgeschalters 300 aus
Stellung 5, so schließt er den Kontakt 260 und erregt, wie schon beschrieben, das Relais
140, bevor es dem Folgeschalter 100 möglich war, in seine 11. Stellung zu gelangen.
In der 11. Stellung, in der der Folgeschalter
100 jetzt verweilt, ist der Strom'der Besetztlampe 133 über den Unterbrecher 128 durch
Schließen des Folgeschalterkontakts 104 unten geschlossen. Das Flackern der Besetztlampe
zeigt der Beamtin, daß die verlangte Leitung besetzt ist. Um zu bestimmen, ob er durch ein Ortsgespräch oder unmittelbar
durch ein Ferngespräch besetzt ist, drückt sie die Mithörtaste 147 und horcht die Verbindung
ab; aus dem angelegten Hörzeichen vermag sie zu erkennen, daß die verlangte Leitung durch ein Ortsgespräch besetzt ist.
Die Verbindung mit ihrem Abfrageapparat 123 findet statt über die Mittelkontakte der
Mithörtaste 147 und die Folgeschalterkontakte 114 (oben) und 115 (unten). Die
Selbstinduktion des Relais 140 und der Induktionsspule 148 lassen sie genügend mithören.
Die Schließung des unteren Kontakts, der von der Beamtin gedrückten Mithörtaste 147 schaltet für diese Zeit den Abfrageapparat
der Beamtin von der Dienstleitung ab. Hat sie festgestellt, daß die verlangte Leitung
nur durch ein Ortsgespräch besetzt ist, so schließt die Schaltbeamtin, während ihre zu
dem benutzten Verbindungsstromkreis gehörende Mithörtaste noch gedrückt ist, den
zum Platz gehörenden Fortgangsschalter 149, der einen Stromkreis schließt, durch den der
Folgeschalter 100 aus seiner 11. und in seine
13. Stellung gebracht wird, die nach obigem seine Durchsprechstellung ist.
Wenn der Folgeschalter 100 seine 11. Stellung
verläßt, so werden die Kontakte 114 (oben) und 115 (unten) geöffnet, und da die
Folgeschalterkontakte 107 (oben) und 108 (unten) in der 12. Schalterstellung nicht geschlossen
sind, so ist der Stromkreis, der das Relais 278 des dritten Gruppenwählers in Reihe mit dem Relais 140 des ersten Gruppenwählers
erregte, geöffnet; das Relais 278 wird ; aberregt und treibt durch Schließung eines ·
Stromkreises über den Folgeschalterkontakt [ 262 (oben) den Folgeschalter 250 in seine -
13. Stellung. Beim Durchgang durch die Stellung 11 ist ein Stromkreis über Anker
und Arbeitskontakt des Relais 271, Schalterkontakte 258 (oben) und 253 (oben), Ruhekontakt
und linken Anker des Relais 277, Bürste 275 und Folgeschalterkontakt 306 geschlossen,
der das Relais 372 ansprechen läßt, wodurch der Folgeschalter 300 aus seiner 9. und in seine 10. Stellung gebracht wird, in
der, wie oben beschrieben, die Verbindung -zu der verlangten Leitung über die Kondensatoren
331 und 332 weitergeschaltet wird, wenngleich durch Xichterregung der Relais
379 und 380 durch den in Frage kommenden Schlußwähler keine Besetztspannung an die
verlangte Leitung angelegt wird.
Jetzt kann die Α-Beamtin durch Drücken ihrer Mithörtaste 105 abhorchen und wird
nicht mehr den Fortschaltton hören, der durch die Spule 139 erzeugt wurde, weil die Folgeschalterkontakte
107 (unten) und 108 (oben) jetzt offen sind. Hat sie gehört, so kann sie
mit dem verlangten Teilnehmer sprechen und ihm mitteilen, daß ein Fernruf für ihn vorliegt.
Dann kann sie die schon hergestellte Ortsverbindung zugunsten der Fernverbindung
trennen. Hierzu drückt die Beamtin die Ruftaste 145, gerade wie wenn sie eine
verlangte freie Leitung in der oben beschrie- ! benen Weise anruft. Infolgedessen wird das
j Relais 278 erregt und bewirkt, weil der Schalterkontakt 263 geschlossen ist, das Ansprechen
des Relais 277. Hierdurch wird Erde an die Bürste 275 gelegt und das Relais 2,72 erregt, um den Folgeschalter 300 aus
seiner 10. in seine 13. Stellung zu treiben, durch die er ebenso wie durch die 14. und
15. Stellung infolge Erregung der Relais 372,
383 und 384 durch Schließung des Folgeschalterkontakts 309 (unten) bewegt wird,
weil das Relais 385 in der 7. oder 8. Stellung des Folgeschalters ansprach und sich hielt,
da die herzustellende Verbindung eine Fernverbindung ist. Infolge Öffnung des Folgeschalterkontakts
302 bleibt der Folgeschalter 300 in seiner 16. Stellung stehen.
Als der Folgeschalter 300 durch seine 13: zur 15. Stellung ging, wurde durch den Folgeschalterkontakt
317, da die Relais 383 und
384 erregt sind, ein Stromkreis geschlossen, der einen unmittelbaren Weg von Erde zur no
Prüfbürste 333 schafft, die jetzt auf dem Prüfkontakt der verlangten Leitung steht.
Diese unmittelbare Erdung bewirkt Kurzschluß und Abfall der Prüfrelais des Wählers
(Schlußwähler oder erster Sucher), durch den die verlangte Leitung sich in der früheren
Gesprächsverbindung befindet; die Folge ist die Auslösung dieser Verbindung. Es ist
übrigens zu bemerken, daß, obgleich hierdurch die frühere Ortsverbmdung wirksam
getrennt wird, der Zustand, durch den diese Auslösung herbeigeführt ist, entfernt wird,
425Ö32
wenn der Folgeschalter 300 in seine 16. oder Durchsprechstellung gelangt, und daß die
übliche Besetztspannung, hervorgerufen durch das Arbeiten der Relais 379 und 380,
wieder angelegt wird, so daß keine Beschädigung in anderen Leitungswählern eintreten
kann, welche die jetzt belegte Leitung prüfen.
In der 16. Stellung ist ferner, wie oben beschrieben, an den Prüfkontakt der verlangten
Leitung eine Besetztspannung angelegt, die die Belegung der verlangten Leitung durch
einen Fernruf anzeigt, weil das Anlegen dieses Besetzttones an den Anschlußkontakt
schwierig, wenn nicht unmöglich ist, so lange der Zustand, der das Trennen der Ortsverbindung
hervorruft, an dem Prüfkontakt der verlangten Leitung noch besteht.
Die Α-Beamtin kann nun mit dem verlangten Teilnehmer sprechen oder ihn anläuten,
wenn er seinen Hörer angehängt hat, und es kann das Gespräch stattfinden, nach dessen
Schluß die Rückstellung der Apparate in der oben in bezug auf den erfolgreichen Anruf
nach einer verlangten freien Leitung beschriebenen Weise eintritt.
Versuch der Verbindungmit der
ein Ferngespräch führenden
Leitung.
Der Versuch, mit einer durch einen Fernruf besetzten, verlangten Leitung Verbindung
herzustellen, spielt sich genau so ab, wie es bei der Verbindung mit dem durch Ortsgespräch
besetzten Teilnehmer geschildert wurde, bis zu dem Punkte, wo der Folgeschalter
300 in seine 9. Stellung gelangt. Der Schalter 30b ist jetzt in Stellung 9, der Folgeschalter
250 in Stellung 10 und der Schalter 100 in Stelking ii, wie das oben beschrieben
wurde. Infolge Flackerns der Besetztlampe T33 drückt die B-Beamtin ihre Mithörtaste
und hört eine Vereinigung von Besetztgeräuschen, die ihr anzeigt, daß die verlangte Leitung bereits ein Ferngespräch
führt. Diese Vereinigung von Besetztgeräuschen wird in folgender Weise herbeigeführt:
Es sei daran erinnert, daß, als ein Schlußwähler die verlangte Leitung für ein
Ferngespräch belegte, der Folgeschalter 300 dieses Wählers in seiner 16. Stellung einen
Stromkreis über die Wicklung 337 der Besetzttonübertragerspule, Anker und Arbeitskontakt
des Relais 383, rechten Anker und Arbeitskontakt des Relais 384 und die Bürste 333 des Wählers schloß. Da gleichzeitig
ein Stromkreis für die Wicklung 329 der Besetzttonübertragerspule durch denlinken
Anker und Arbeitskontakt des Relais 384 und den Unterbrecher 328 zum dargestellten
Summer geschlossen ist, so wird ein unterbrochener Ton, bestimmt nach der Periode,
in welcher der Unterbrecher 328 den zuletzt beschriebenen Stromkreis schließt, an den
Prüfkontakt der belegten Leitung angelegt. Nach dem oben Gesagten ist die Dauer des
Schlusses des Unterbrechers 328 größer als die Schließungsdauer des Unterbrechers 327,
obgleich beide gekuppelt und vorzugsweise dem ganzen Amt gemeinsam sind. Der Unterbrecher
328 ist immer geschlossen, wenn der Unterbrecher 327 geschlossen wird.
Die B-Beamtin der zweiten Fernverbindung für diese schon durch einen Fernruf belegte
verlangte Leitung findet für den weiter verbundenen folgenden Anruf zunächst den
Besetztton unmittelbar vom Summer über den Unterbrecher 328 und den Arbeitskontakt
und linken Anker des Relais 384 angelegt, wobei das Relais 384 durch den Unterbrecher
327 periodisch erregt wird. Wenn der Unterbrecher 327 aber öffnet, so fallen die Anker
des Relais 384 ab, und während sich der linke Anker des Relais vom Arbeits- zum Ruhekontakt
bewegt, erhält die Schaltbeamtin kein hörbares Signal. Sobald jedoch der linke 8g
Anker seinen Ruhekontakt erreicht, wird der Besetztton von ihr gehört, der dem Prüfkontakt
der verlangten Leitung infolge Herstellung der anderen Fernverbindung zu ihr aufgedrückt ist. Es ist ersichtlich, daß diese
Anordnung ein besonderes Besetztgeräusch ergibt, das die B-Beamtin leicht von dem
normalen Besetztgeräusch unterscheiden kann, das sie hört, wenn eine Ortsverbindung
zur verlangten Leitung besteht. Sie weiß also, daß es nicht angemessen ist, daß die
früher hergestellte Verbindung mit der verlangten Leitung getrennt wird, bringt deshalb
ihre Mithörtaste 147 in die Ruhelage und drückt die Taste 125, die dem dargestellten
Verbindungsstromkreis zugeordnet ist, sowie die allgemeine Auslösetaste 150 ihres Platzes.
Dies verursacht die Erregung des Relais 151,
das sich über seinen linken Anker hält und erregt bleibt, bis bei der oben beschriebenen
Bewegung des Folgeschalters 100 in seine 16. Stellung der Folgeschalterkontakt 117 geschlossen
wird und das Relais durch Kurzschluß aberregt. Der Widerstand 152 ist zu
dem üblichen Zweck vorgesehen, um Beschädigung der Batterie bei diesem Kurzschluß
zu vermeiden.
Nach Ansprechen des Relais 151 und Rückstellen
der Taste 125 wird ein Stromkreis über den mittleren Ruhekontakt der Taste 125, den
Folgeschalterkontakt 118 (oben) und den rechten Anker und Kontakt des Relais 151
hergestellt, um den Schalter 100 aus seiner
11. und in seine 17. Stellung zu treiben. In der 15. bis zur 18. Stellung des Schalters 100
.vird die Fernbesetztanzeige an die Verbindungsleitung
124 zum Α-Platze angelegt,
■ da die Folgeschalterkontakte 107 (unten), 108
(oben) und 109 (oben) geschlossen sind. Wie dargestellt, unterscheidet sich der Fernbesetztton
von dem Weiterschaltton durch Zwischenschaltung des Unterbrechers 153 in
den Kreis des Unterbrechers 135, doch kann ersichtlich der Fernbesetztton in beliebig gewünschter
Weise hervorgebracht werden. Als der Folgeschalter 100 auf seinem Wege
von der 11. zur 17. Stellung, wie eben beschrieben,
die Stellung 13 verließ, trat durch öffnen des Folgeschalterkontakts 11, wie früher
beschrieben, die Rückstellung des zweiten Gruppenwählers ein. Auf die Auslösung des
zweiten Gruppenwählers folgend wird die Rückstellung des dritten Gruppenwählers in
der früher beschriebenen Weise eingeleitet und ähnlich die Rückstellung des Schlußgruppenwählers,
die in diesem Falle von der
9. Stellung des Folgeschalters 300 aus eintritt, der aus seiner' 9. und durch seine
10. Stellung durch Aberregung des Relais 371 getrieben wird; da der Bürstenwagen des
Schlußwählers in der 11. Stellung des Folgeschalters
zurückgestellt ist, geht dieser in die 13. Stellung, von wo er durch die andauernde
Stromlosigkeit des Relais 371 in die 17. Stellung geht. Da das Relais 372 stromlos und
der Bürstenwagen zurückgestellt ist, bewegt er sich weiter zur Stellung 18, in welcher,
da der Unterbrecher 328 in seiner Ruhelage ist, das Relais 372 anspricht, um den Folgeschalter
300 durch einen Strom über den Folgeschalterkontakt 302 in seine Anfangslage
zu treiben. Alle Apparate des zweiten und dritten Gruppenwählers und des Schlußwählers
sind somit in die Anfangslage gebracht. Gelangt der Folgeschalter 100 des
ersten Gruppenwählers in seine Stellung 17, so findet die Rückstellung des Bürstenwagens
• des ersten Gruppenwählers statt, und der Folgeschalter 100 geht in seine Stellung 18.
In dieser erwartet er das Ausziehen des Stöpsels 129 aus der Klinke durch die A-Beamtin,
nachdem sie den Fernbesetztton vom B-Platze aus gehört hat, der in der oben beschriebenen
Weise erzeugt wurde. Wenn infolge Ausziehens des Stöpsels 129 die Relais 132 und
131 in Stellung 18 des Folgeschalters 100
stromlos sind, so wird der Schalter durch einen Strom über Anker und Ruhekontakt des
Relais 131 und Folgeschalterkontakt 105
(unten) in seine Anfangslage zurückgebracht.
-e Verbindungsleitungen zu einer
Nebenstellen vermittlung.
In der Gruppe oder den Gruppen von Schlußwählern, die dazu bestimmt sind, aus
einer Gruppe von Verbindungsleitungen zu einer Nebenstellenvermittlung eine freie Leitung
auszusuchen (es können dies sämtliche oder nur ein Teil der Leitungswähler des Amtes sein), sind die Verbindungsleitungen zu
dieser Nebenstellenvermittlung mit x\usnahme der letzten Leitung jeder Gruppe unterschieden
von dieser letzten Leitung und von den gewöhnlichen Teilnehmerleitungen, und zwar
dadurch, daß die Trennrelais 399 und die Gesprächszähler 398 keinen Nebenschluß durch
einen Widerstand 397 aufweisen, wie .er in Verbindung mit der gewöhnlichen oder unmittelbaren
Teilnehmerleitung 396 angedeutet ist, welche in Abb. 3 rechts oben veranschaulicht
ist, oder in Verbindung mit der letzten Verbindungsleitung 395, der zu einer Neben-Stellenvermittlung
führenden .Leitungsgruppe (Abb. 3 rechts unten). Eine Verbindungsleitung
zu einer Nebenstellenvermittlung, die nicht die letzte ihrer Gruppe ist, ist bei 394
bezeichnet; es ist angenommen, daß die Leitungen 394 und 395 eine Gruppe von Verbindungsleitungen
zu einer Nebenstellenvermittlung bilden, von der ein die Gruppe prüfender Schlußwähler zuerst die Leitung 394 und,
wenn sie besetzt gefunden wird, dann die Leitung 395 prüft. Offenbar kann diese
Gruppe, wennschon sie mit nur zwei Verbindungsleitungen zur Nebenstellenvermittlung
dargestellt ist, drei oder mehr solcher Leitungen und selbst alle Verbindungsleitungen umfassen,
die alle gleichartig der Leitung 394 angeordnet sind, mit Ausnahme der letzten Leitung der Gruppe 395, an deren Prüfkontakt
in der vorbeschriebenen Weise der Widerstand 397 angeschlossen ist.
Die Herstellung der Verbindung mit der zu einer Nebenstellenvermittlung führenden Leitung
findet genau in der gleichen Weise statt wie die Verbindung mit einer gewöhnlichen
Teilnehmerleitung, mit Ausnahme der Schaltvorgänge in der 6. Stellung des Folgeschalters
300. Um mit der Leitung zu einer Nebenstellenvermittlung zu verbinden, stellt die Beamtin auf ihrem Tastenfelde immer die
Anschlußnummer der Kontakte der ersten Verbindungsleitung zu der Zentrale ein. Wenn der Folgeschalter 300 in seine 6. Stellung
gelangt, verweilen infolgedessen die Bürsten des Schlußwählers auf den Kontakten
dieser ersten Zuleitungen der Nebenstellenvermittlung, zu der eine Verbindung gewünscht
wird. Ist die erste Verbindungsleitung der Gruppe frei, so wird das Relais 396 erregt und veranlaßt, wie oben beschrieben,
die Erregung des Relais 380. Der Folgeschalter 300 verläßt seine Stellung 6, um in seiner
8. Stellung mittels der Relais 379 und 380 die verlangte Leitung wieder zu prüfen;
er geht dann in seine 13. Stellung, geradeso, wie es für eine gewöhnliche Teilnehmerleitung
vorhin beschrieben ist. Wenn anderseits die erste Verbindungsleitung der
Gruppe besetzt ist, spricht das Relais 396 nicht an und der Anker des Relais 380 bleibt
also in Ruhe und schließt einen Stromkreis über die Folgeschalterkontakte 324 und 319
(unten), wodurch der Kraftmagnet 377 des Bürstenwagens erregt wird, der die Bürsten
des Schlußwählers auf die nächste Verbindungsleitung der zur Nebenstellenvermittlung
führenden gewählten Gruppe bringt. Ist to diese Verbindungsleitung gleichfalls besetzt,
so setzt der Bürstenwagen seinen Weg fort. , Sobald die Schlußwählerbürsten eine freie
Zuleitung zur Nebenstellenvermittlung finden, spricht das Relais396 und, dadurch veranlaßt,
das Relais 380 an, öffnet den Stromkreis des Kraftmagneten 377 und schließt den Stromkreis
über den Folgeschalterkontakt 311 (oben), der den Folgeschalter 300 aus seiner
6. Stellung treibt, von wo ab die Arbeit des Schlußwählers und des Schalters 300
stattfindet, wie vorher beschrieben.
Sind alle Zuleitungen zur Nebenstellenvermittlung mit Ausnahme der letzten Leitung
der Gruppe besetzt, so treffen die Bürsten des Leitungswählers schließlich auf die Kontakte
dieser letzten Zweigamtszuleitung der Gruppe, wie z. B. die Linie 395. Geschieht dies, so
spricht das Relais 396 an, mag nun diese letzte Leitung der Gruppe besetzt oder frei sein,
weil der vom Prüfkontakt dieser Leitung ausgehende Stromkreis auch den Widerstand 397
enthält. Der Folgeschalter 300 wird deshalb aus seiner 6. Stellung getrieben. Geht er
durch die 8. Stellung, so prüfen die Relais 379 und 380 die Leitung 395, um festzustellen,
ob sie frei oder besetzt ist. Wird sie frei gefunden, so erfolgt die Weiterverbindung
des Anrufs genau so, wie es bei der Verbindung mit einer gewöhnlichen freien oder
unmittelbaren Teilnehmerleitung oben beschrieben wurde. Wird anderseits die Leitung
395 besetzt gefunden, so arbeiten die Einrichtungen des Schlußwählers danach genau
so, wie bei dem Besetztfinden einer gewohnlichen oder unmittelbaren Teilnehmerleitung,
d. h. es wird unter anderem der B-Beamtin ein Besetztton gegeben und sie kann feststellen, ob die Leitung durch einen Ortsoder Fernruf besetzt ist, und im ersten Fall
kann die Α-Beamtin in der vorbeschriebenen Weise die Verbindung trennen.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:ι. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, bei welchen bestehende minderwertige Verbindungen zugunsten hochwertiger Verbindungen ausgelöst werden, dadurch gekennzeichnet, daß den Verbindungseinrichtungen Schaltmittel (300) zugeordnet sind, welche den die Auslösung einer bestehenden minderwertigen Verbindung herbeiführenden Zustand (Erdung der Ader 333) nach Ablauf einer bestimmten Zeit selbsttätig aufheben.
- 2. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zeitweilige Zustand der Prüfklemme durch Rufstrom bewirkt wird, der vermittels der üblichen Ruftaste am Arbeitsplatz der Beamtin hervorgerufen wird und nach Belieben oft zu wiederholtem Rufen der gewünschten Leitung dienen kann.
- 3. Schaltungsanordnung für Fernsprech. anlagen nach Anspru chi, bei denen einSonderdienst für die Teilnehmer vorgesehen ist, und bei denen ein Sonderanruf zunächst über den handbedienten Platz einer Α-Beamtin, dann über den halbselbsttätig bedienten Platz einer B-Beamtin und schließlich über eine Reihe von selbsttätigen Wählern geführt ist, die in einem Schlußwähler auslaufen, gekennzeichnet durch eine Einrichtung am ersten Gruppenwähler, die nach Herstellung der Verbindung zunächst von der Α-Beamtin und dann von dem Schlußwähler und seinem Zubehör abhängig gemacht ist, und die Verbindung von der B-Beamtin zur verlangten Leitung verhindert, wenn der Anruf nicht ordnungsgemäß vonstatten geht.
- 4. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung am ersten Gruppenwähler in einem Folgeschalter (100) besteht, der in einer bestimmten Stellung (9) festgehalten wird, bis die Verbindung des Anrufes vom A-Platze aus zur zugeteilten Verbindungsleitung hergestellt worden ist, und der dann in einer Sonderstellung (11) in Abhängigkeit von der Art des Besetztzustandes der verlangten Leitung im Schlußwähler festgehalten wird.
- 5. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Folgeschalter (100) aus der Sonderstellung (11) herausgeht, wenn die verlangte Leitung frei ist, daß er aber in der Stellung gehalten wird und das Flackern einer Besetztlampe (127) verursacht, wenn diese verlangte Leitung besetzt gefunden wird.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB425932X | 1917-12-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE425932C true DE425932C (de) | 1926-02-27 |
Family
ID=10425120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB94446D Expired DE425932C (de) | 1917-12-05 | 1920-06-10 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE425932C (de) |
-
1920
- 1920-06-10 DE DEB94446D patent/DE425932C/de not_active Expired
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