DE429321C - Schaltungsanordnung fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen mit Muenzkassierstellen - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen mit MuenzkassierstellenInfo
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 22. MAI 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 429321 KLASSE 21 a3 GRUPPE 75
(S 5*255 VIIIl2ia*J
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*).
Schaltungsanordnung für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen mit Münzkassierstellen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Dezember 1921 ab.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für ausgedehnte Fernsprechnetze mit
mehreren Vermittlungssteilen, Wählerbetrieb und Münzkassierstellen. Bei derartigen Anlagen,
in denen Verbindungen verschiedener
Wertigkeit hergestellt werden, können, ist die Einschaltung einer Beamtin zur Überwachung
des Verkehrs der Münzkassierstellen nicht zu umgehen, da eine Verbindung erst dann vollendet
werden darf, wenn eine dem Wert der
Von dem Palentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Frity Lubberger in Berlin-Grunewald.
429B21
Verbindung entsprechende Anzahl von Münzen
in den Münzbehälter eingeworfen ist.
Aus wirtschaftlichen Gründen ist es nun geboten, den Verkehr der Münzkassierstellen
nur durch eine oder wenige, allen Vermittlungsstellen gemeinsam zugeordnete Beamtinnen
überwachen zu lassen. Es wurde bereits vorgeschlagen, die Münzkassierstellen über
Vorwahlschaltwerke mit einem den Vermittlungsstellen gemeinsam zugeordneten Arbeitsplatz
zu verbinden. Dieser Weg ist aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht ausführbar.
Bekanntlich ist bei solcher Anordnung für die von den Münzkassierstellen ausgehenden
Verbindungen ein anderer schaltungstechnischer Aufbau erforderlich als für die von
gewöhnlichen Teilnehmerstellen gewünschten Verbindungen. Es sind demnach bei Anwendung
des genannten Vorschlages besondere Verbindungswege für die Münzkassierstellen erforderlich, welche aber für den von gewöhnlichen
Teilnehmerstellen ausgehenden Verkehr nicht ausgenutzt werden können.
Nach vorliegender Erfindung ist nun der genannte Nachteil grundsätzlich dadurch vermieden
worden, daß die Herstellung einer Sprechverbindung nur unter Mitwirkung einer über Nummernstromstoßempfänger er- ;
reichbaren Beamtin erfolgen kann. Dies ge- ! stattet eine möglichst zentrale Anordnung des
Überwachungsplatzes im Netz, bedingt aber gleichzeitig besondere Einrichtungen, welche
bei Anruf einer Münzkassierstelle die mißbräuchliche Herstellung von Verbindungen
unter Umgehung der Beamtin verhindern, was erfindungsgemäß auf schaltungstechnischem
oder mechanischem Wege erfolgen kann. In erstgenanntem Falle wird nach der Erfindung die Sprecheinrichtung unter den
Einfluß der überwachenden Beamtin gestellt, während im zweiten Falle eine besondere bauliche
Ausbildung des Stromstoßsenders und des die Aufrechterhaltung einer Verbindung beherrschenden Schalters (Hakenumschalters
oder Gabelständers) einen Mißbrauch seitens j des Anrufenden einer Münzkassierstelle ver- 1
hindert. ;
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei- ' spiel der Erfindung dargestellt. ;
Abb. ι zeigt schematisch ein Fernsprechnetz mit fünf großen Hauptämtern (M, Nj O, |
S, W), zwei kleineren Peripherieämtern (P O,
P W), von denen das eine an das Hauptamt O, das andere an das Hauptamt W angeschlossen
ist' und einem kleinen Unteramt M A. An jede Vermittlungsstelle des
Xetzes seien außer Teilnehmerleitungen Tn auch Münzkassierstellen Mk angeschlossen.
Zur Bedienung der Münzkassierstellen ist eine Beamtin Bc, beispielsweise im Hauptamt M,
stationiert. Die Stromstoßsender der Münzkassierstellen können nun derart ausgebildet
sein, daß sie in ähnlicher Weise wie bei den bekannten Anordnungen für Feuer- oder
Diebesalarm bei ihrer Inbetriebsetzung selbsttätig nur eine bestimmte Stromstoßkombination
aussenden. Ist beispielsweise die Beamtin über eine Leitungsgruppe mit der Bezifferung
28 erreichbar, so wurden bei Verwendung von Strowger-Wählern die Stromstoßsender derart
einzurichten sein, daß sie zwei Stromstoßreihen von 2 und 8 Stromstößen aussenden.
Durch die erste Stromstoßreihe erfolgt die Einstellung des ersten Gruppenwählers
auf die zweite Kontaktgruppe und durch die zweite Stromstoßreihe diejenige des zweiten Gruppenwählers auf die achte Kontaktgruppe.
Bei Verwendung von" nur eine bestimmte Stromstoßkombination aussendenden Stromstoßsendern
sind besondere Sperreinrichtungen für den Sprechstromkreis nicht erforderlich. Es muß aber Vorsorge getroffen werden,
daß die Herstellung nicht erlaubter Verbindungen mittels des Hakenumschalters oder
des Gabelständers bei Tischstationen \-ermieden wird. Dies geschieht zweckmäßig mittels
der bekannten Bremseinrichtungen, durch welche eine Bewegung des Hörerhakens im Rhythmus der Stromstöße unmöglich gemacht
wird. Bei Verwendung der normalen Stromstoßsender, ζ. B. der Nummernschalter mit
Fingerlöchern, sind besondere Maßnahmen zu treffen, um eine widerrechtliche Herstellung
von Verbindungen zu verhindern. Es sind nun bereits Einrichtungen bekannt, welche
vom Amt oder durch Einwurf einer oder mehrerer Münzen betätigt werden und die Sperrung des Sprechstromkreises bei ihrem
Zurwirkungkommen aufheben. Für den vorliegenden Zweck sind diese Einrichtungen erfindungsgemäß
derart ausgebildet worden, daß sie nur dann den Sprechverkehr freigeben, wenn die Herstellung einer Verbindung
unter Mitwirkung und Überwachung einer Beamtin erfolgt. Die Einrichtungen arbeiten
in diesem Falle mit Schaltmitteln einer Vermittlungsstelle zusammen, die nur nach
dem Zurwirkungkommen einer bestimmten Stromstoßkombination in Verbindung mit der
anrufenden Münzkassierstelle kommen.
Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung einer bestimmten Art von Münzkassiereinrichtungen
beschränkt, es kann vielmehr jede beliebige Anordnung verwendet werden. Angenommen
seien Münzkassierstellen, bei denen der Teilnehmer die Einkassierung oder Rückgabe
der Münzen durch Betätigung von Hebeln selbst bewirkt. Die Münzen veranlassen bei ihrem Fall durch den Münzkanal die j2o
Abgabe eines akustischen Signals zur Beamtin.
Der Betrieb sei an Hand der Abb. 2 und 3 erläutert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel angenommen, bei welchem ein gewöhiilicher
Stromstoßsender mi 10, ζ. Β. der bekannte
Nummernschalter mit Fingerlöchern, verwendet wird. Die Münzkassierstellen sind infolgedessen auch noch mit Sperreinrichtungen
für den Sprechstromkreis ausgerüstet. Wird an der Münzkassierstelle Mk der
Hörer vom Haken genommen, so wird der Kontakt 1 geöffnet und der Kontakt 2 geschlossen.
Der Hörerhaken trägt an seinem hinteren Ende, wie aus der i\bb. 3 ersicht-Hch
ist, einen Wechselkontakt 3, 4. In der Ruhelage ist der Kontakt4 geschlossen und der
Kontakt 3 geöffnet. Wenn das hintere Ende des Hörerhakens bei Abnahme des Hörers
nach unten bewegt wird, stößt die Feder 6 auf den Anschlag 7 am Anker des Sperrmagneten
Sp. Infolgedessen wird der Kontakt 4 geöffnet und der Kontakt 3 geschlossen, was
zur Folge hat, daß der Kurzschluß um den Sperrmagneten Sp aufgehoben und dafür ein
neuer Kurzschluß um die Sprechapparate hergestellt wird. Die Öffnung des Kontaktes 3
und Schließung des Kontaktes 4 kann erst wieder bei Erregung des Magneten Sp erfolgen,
welcher alsdann durch Anzug seines Ankers den Anschlag 7 aus dem Bereich der Feder 6 zieht, worauf die Feder 6 wieder ihre
Ruhelage einnehmen kann.
Beim Schließen des Kontaktes 2 wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakte
8 t, 9 zv, Ader b der Teilnehmerleitung, Kontakte 10 nit, 2, 3 sp, Sperrmagnet Sp,
Ader α der Teilnehmerleitung, Kontakte 11 ·:<,',
12 t, Relais R, Batterie. Erde. Der Magnet Sp
ist polarisiert und kann nur dann ansprechen, wenn er vom Strom durchflossen wird, welcher
in entgegengesetzter Richtung wie in dem oben geschilderten Stromkreise verläuft. Das
Relais R spricht an und veranlaßt in bekannter Weise die Ingangsetzung des Vorwählers VW
und Vorbereitung' des Prüfstromkreises am Kontakt 13 r. Beim Auffinden einer freien
nachgeordneten Verbindungseinrichtung, beispielsweise des ersten Gruppenwählers, kommt
folgender Stromkreis zustande: Erde, Kontakt 13 r, Wicklungen I und II des Relais T,
Schaltarm 14, Kontakte 15, 16 m, Wicklung I i
des Relais C, Kontakt 17 k. Batterie, Erde
und parallel zur Wicklung I des Relais C über : Widerstand 18 zur Batterie und Erde. Die !
Relais T und C sprechen an. Das Relais T · setzt in bekannter Weise den Vorwähler still, !
sperrt durch Kurzschluß der hochohmigen Wicklung I am Kontakt 19 t den ersten Grup- ;
penwähler gegen Belegung durch einen an- ' deren Vorwähler und schaltet an den Kon- :
takten 20 t und 21 f die Sprechadern durch. '
Am ersten Gruppenwähler /. GW spricht das Relais C an, öffnet seine Kontakte 24 c und
25 c und schließt seine Kontakte 22 und 23 c. Durch den Stromfiuß über die Teilnehmerleitung
werden die Brückenrelais A und B erregt. Das Relais A schließt an seinem Kontakt
26 σ folgenden Stromkreis: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais C1 Kontakt 26 a,
Wicklung I des Auslöseverzögerungsrelais V1, Erde. Die Einstellung des ersten Gruppenwählers
auf eine Kontaktgruppe, in vorliegendem Fall auf eine solche Kontaktgruppe, über welche die Beamtin zur Bedienung der
Münzkassierstellen erreichbar ist, sowie die Auswahl einer freien Verbindungsleitung V L
erfolgt in bekannter Weise.
Beim Auffinden einer freien Verbindungsleitung wird folgender Stromkreis geschlossen:
Erde, Kontakt 27 v, Wicklungen I und II des Relais P,' Schaltarm 28, Kontakt 29, Relais
E, Batterie, Erde. Die Relais P und E sprechen an. Das Relais P setzt in bekannter
Weise den Gruppenwähler still, schließt am Kontakt 30 ρ über den Kopf kontakt 31 k die
Wicklung I kurz und schaltet an den Kontakten 32 und 33 p die Sprechadern durch.
An der Verbindungsleitung schaltet das Relais E eine Anruf lampe A L ein: Erde, Kontakte
50 e, 51 Mj Lampe A L, Batterie, Erde.
An dem Aufleuchten der Lampe erkennt die Beamtin, daß der Anruf einer Münzkassierstelle
vorliegt. Da die Münzkassierstellen mit Sperreinrichtungen für den Sprechstromkreis
ausgerüstet sind, muß die Beamtin erst die Entsperrung des Sprechstromkreises herbeiführen,
ehe sie mit dem anrufenden Teilnehmer in Sprechverkehr treten kann. Zur Ausführung dieser Entsperrung werden nun
in den Verbindungseinrichtungen Schaltmittel verwendet, die bei Anruf seitens gewöhnlicher
Teilnehmerleitungen für andere Zwecke verwendet werden. Es sind dies das Relais Zr
im ersten Gruppenwähler und der von diesem beherrschte Kontakt 34 ar.
Beim Anruf gewöhnlicher Teilnehmerleitungen wird für das Relais Zr in den bekannten
Anordnungen ein Stromkreis (beispielsweise im Leitungswähler) vorbereitet, sobald sich der gewünschte Teilnehmer meldet.
Dieser Stromkreis kommt zur Wirkung, wenn der anrufende Teilnehmer seinen Hörer anhängt, indem dann das Relais C abfällt, da
sein Haltestromkreis am Kontakt 26 α unterbrochen wird. Über den Kontakt 25 c wird
das Relais Zr an die zum Leitungswähler führende Ader ^1 angeschaltet, es spricht an,
schließt seinen Kontakt 34 zr und betätigt dadurch·
den der Teilnehmerleitung zugeordneten Zähler.
Im Gegensatz zu diesen Verbindungen muß das Relais Z.r beim Anruf seitens einer Münz-
42Ö321
kassierstelie eine Schaltmaßnahme vor Beginn einer Sprechverbindung ausführen. Dies wird
dadurch ermöglicht, daß das Relais Zr über einen Kondensator 35 dauernd an die Ader O1
angelegt wird, über diesen Kondensator 35 kann infolgedessen das Relais Zr jederzeit
durch Wechselstrom erregt werden. Es sei hierbei bemerkt, daß der Kondensator 35 der
einzige Apparat ist, welcher in allen Wählern dieser Verbindungsstufe für den Verkehr der
Münzkassierstellen vorgesehen werden muß.
Die Beamtin Be legt nun, sobald sie das
Aufleuchten der Lampe A L bemerkt, den Schalter S1 in die Stellung III, wodurch folgender
Stromkreis geschlossen wird: Wechselstromquelle, Kontakt 36 und Arm 37 des Schalters S1, Kontakt 38, Schaltarm 39, Kontakt
2,2 p, Kondensator 35 (Kontakt 25 c ist
offen, da das Relais C erregt ist), Relais Zr,
so Batterie, Erde. Das Relais Zr spricht an, schließt seinen Kontakt 34 er und verstärkt
dadurch den über den Arm 14 des Vor Wählers fließenden Strom, so daß das parallel zur
Wicklung II des Relais T liegende Relais W ansprechen und durch Öffnen seiner Kontakte
9 und 11 zv sowie Schließen der Kontakte
37 und 38 π> die Richtung des über die
Teilnehmerleitung a, b fließenden Speisestromes umkehrt. Der Strom ist nunmehr
derart gerichtet, daß der Magnet Sp in der Münzkassierstelle ansprechen kann. Der Magnet
Sp zieht seinen Anker an und entfernt den Anschlag 7 von der Feder 6. Letztere
kann infolgedessen ihre Ruhelage einnehmen, in welcher der Kontakt 3 geöffnet und der
Kontakt 4 geschlossen ist. Der Kurzschluß um die Sprechapparate ist hierdurch aufgehoben
und dafür der Magnet Sp kurzgeschlossen. Der Abfall des Ankers des Magneten Sp
kann eine erneute Sperrung des Sprechstromkreises nicht hervorrufen, da sich die Feder 6
jetzt in der punktiert angegebenen Lage 6' befindet, in der der Kontakt 3 sp geöffnet und
der Kontakt 4 sp geschlossen ist.
Die Beamtin legt hierauf den Schalter S1
in die Stellung II und kann nunmehr den Wunsch der anrufenden Münzkassierstelle entgegennehmen. Xach Einstellung sämtlicher
Wähler mittels des Stromstoßsenders M-M1 schaltet sich die Beamtin durch Umlegen ihres
Schalters S2 in die Stellung II auf die zur angerufenen
Stelle führende Leitung und teilt dem sich meldenden Teilnehmer mit, daß er von einer Münzkassierstelle verlangt wird.
Hierauf schaltet sie sich durch Zurücklegen des Schalters ,S2 in die Stellung I auf die von
der anrufenden Münzkassierstelle kommende Leitung und verlangt den Einwurf der dem
Werte der Verbindung entsprechenden Anzahl von Münzen.
Wenn die Beamtin die durch die Münzen ausgelösten Signale empfangen hat. erregt sie
das Relais U durch Drücken der Taste 59: Erde, Taste 59, Kontakt 40 und Schaltarm 41
des Schalters S1, Relais U, Batterie, Erde.
Das Relais U spricht an, schaltet durch Öffnen des Kontaktes 51 u die Anruf lampe A L ab
und sich selbst über seinen Kontakt 42 u und den Kontakt 50 e in einen Haltestromkreis
ein. Ferner werden die Kontakte 43 u und u geöffnet und dadurch die zum Arbeitsplatz
der Beamtin führende Ader 45 und 46 von der Verbindungsleitung V L abgeschaltet.
An den Kontakten 47 u und 48 u erfolgt die Durchschaltung der Sprechadern.
In bekannter Weise können Überwachungseinrichtungen vorgesehen werden, durch
welche die Verbindungen der Münzkassierstellen dauernd am Arbeitsplatz der Beamtin
überwacht werden können. Falls der anrufende Teilnehmer nach Ablauf einer bestimmten
Zeit erneut Münzen einwerfen soll, ist es nur erforderlich, den Haltestromkreis über das Relais U zu unterbrechen und den'
Teilnehmer zur neuen Zahlung oder Verzicht auf weiteres Sprechen aufzufordern. Wenn
die Beamtin die Gewißheit hat, daß neue Münzen eingeworfen wurden, hat sie nur durch Drücken der Taste 59 das Relais U von
neuem zu erregen.
Claims (9)
1. Schaltungsanordnung für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen
mit Münzkassierstellen, welche im Bereich verschiedener Vermittlungsstellen liegen, aber von
einer gemeinsamen, besonderen Stelle aus abgefragt und verbunden werden, gekennzeichnet
durch Schalteinrichtungen, welche zwar gestatten, daß die Benutzer der Münzkassierstellen sich über Nummernstromstoßempfänger
selbst mit der besonderen Verbindungsstelle (Be) verbinden, aber die Herstellung der gewünschten
Verbindung nur unter Mitwirkung der Beamtin zulassen.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß an
den Münzkassierstellen ein Stromstoßsender zur Abgabe einer bestimmten Stromstoßfolge
angeordnet ist, und daß der die Aufrechterhaltung der Verbindung (Schließen der Sprech- und Stromstoßbrüeke)
beherrschende Schalter (Hörerhaken oder Gabelständer) mit einer an sich bekannten, seine Bewegung verzögernden
Bremsvorrichtung versehen ist, um die Benutzung des Schalters als Stromstoßsender
zu verhindern.
3. Schaltungsanordnung nach An-Spruch ι für Anordnungen, bei denen die
Führung unerlaubter Gespräche durch
Sperrung des Sprechstromkreises verhindert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
den Sprechstromkreis beeinflussenden Schalteinrichtungen (Sp) in den Münzkassierstellen
von in der Vermittlungsstelle angeordneten Schaltmitteln (Zr und W) beherrscht werden, durch deren
Bedienung die Sperrung des Sprechstromkreises aufgehoben wird.
ίο
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltmittel (Zr und W) an im Verbindungsaufbau vor der Anschaltstelle der
Beamtin liegenden Verbindungsstufen
(z. B. Zr am /. GW und W am VW) angeordnet sind.
■
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schaltmittel (Zr) der Verbindungsein-
2u richtung (J. GW), das bei Belegung dieser
Verbindungseinrichtung durch eine gewöhnliche Teilnehmerleitung einen der letzteren eigentümlichen Schaltvorgang
(z.B. Zählen am Schluß einer Verbin-
■25 dung) ausführt, auch einen von diesem Schaltvorgang abweichenden Schaltvorgang
(z. B. Entsperren des Sprechstromkreises) einleitet, wenn die Verbindungseinrichtung von einer Münzkassierstelle
belegt wurde.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
einzelnen von dem Schaltmittel (Zr) der Verbindungseinrichtung (T. GW) auszuführenden,
der jeweilig angeschalteten Anschlußleitung (gewöhnlichen Teilnehmerleitung oder Münzkassierstelle) eigentümlichen
Schaltvorgänge (Zählen oder Entsperren des Sprechstromkreises) zu bestimmten, voneinander abweichenden Zeitpunkten
während einer Verbindung eingeleitet werden, und daß diese Zeitpunkte durch die von der anrufenden Stelle zur
Herstellung einer Verbindung ausgeführte Beeinflussung der Verbindungseinrichtung
(Einstellung des I. GW auf nachgeordnete Gruppenwähler oder auf Beamtinuenplatz)
bestimmt werden.
10. Schaltungsanordnung nach An-
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltmittel (Zr) in den Verbindungseinrichtungen von den letzteren nacligeordneten
Verbindungseinrichtungen- (Leitungswähler oder Schaltorgane am Arbeitsplatz einer Beamtin) beherrscht und
zur Ausführung einer Zählung oder Entsperrung eines Sprechstromkreises, je nachdem ob eine gewöhnliche Teilnehmerleitung
oder eine Münzkassierstelle anruft, veranlaßt werden.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sperrung des Sprechstromkreises in der Münzkassierstelle von einem Elektromagneten
(Sp) beherrscht wird, welcher nur durch die Beamtin ausgelöst werden kann,
die bei Inbenutzungnahme der Münzkassierstelle mittels der dieser Stelle eigentümlichen
Stromstoßkombination angeschaltet wird.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch den Anschlußleitungen
zugeordnete Hilfsschaltmittel (W), welche von den Schaltmitteln (Relais Zr) der Verbindungseinrichtung
beherrscht werden und Umschaltungen (Umkehrung des Speisestromes) bewirken, welche die Freigabe des Sprechstromkreises
durch den Magneten (Sp) in der Münzkassierstelle herbeiführen.
spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungseinrichtungen (z. B. /. GW)
gewöhnlichen Teilnehmerleitungen und Münzkassierstellen gemeinsam zugeordnet sind und daß von den verschieden gerichteten
Leitungsgruppen, die von der letzten der gemeinsam von beiden Leitungsarten zu benutzenden Verbindungseinrichtungen abgehen, eine Leitungs-
gruppe, über welche die Anschaltung der Beamtin erfolgt, nur für den Verkehr der
Münzkassierstelle vorgesehen ist, um die Zahl der Anschaltstellen für die Beamtinnen
dem Verkehr der Münzkassierstellen anzupassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES58255D DE429321C (de) | 1921-12-04 | 1921-12-04 | Schaltungsanordnung fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen mit Muenzkassierstellen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DES58255D DE429321C (de) | 1921-12-04 | 1921-12-04 | Schaltungsanordnung fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen mit Muenzkassierstellen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE429321C true DE429321C (de) | 1926-05-22 |
Family
ID=7492419
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES58255D Expired DE429321C (de) | 1921-12-04 | 1921-12-04 | Schaltungsanordnung fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen mit Muenzkassierstellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE429321C (de) |
-
1921
- 1921-12-04 DE DES58255D patent/DE429321C/de not_active Expired
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