DE429321C - Schaltungsanordnung fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen mit Muenzkassierstellen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Selbstanschluss-Fernsprechanlagen mit Muenzkassierstellen

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DE429321C
DE429321C DES58255D DES0058255D DE429321C DE 429321 C DE429321 C DE 429321C DE S58255 D DES58255 D DE S58255D DE S0058255 D DES0058255 D DE S0058255D DE 429321 C DE429321 C DE 429321C
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circuit
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DES58255D
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Inventor
Fritz Lubberger
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M17/00Prepayment of wireline communication systems, wireless communication systems or telephone systems
    • H04M17/02Coin-freed or check-freed systems, e.g. mobile- or card-operated phones, public telephones or booths

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Computer Security & Cryptography (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Prepayment Telephone Systems (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 22. MAI 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 429321 KLASSE 21 a3 GRUPPE 75
(S 5*255 VIIIl2ia*J
Siemens & Halske Akt-Ges. in Berlin-Siemensstadt*).
Schaltungsanordnung für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen mit Münzkassierstellen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Dezember 1921 ab.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für ausgedehnte Fernsprechnetze mit mehreren Vermittlungssteilen, Wählerbetrieb und Münzkassierstellen. Bei derartigen Anlagen, in denen Verbindungen verschiedener
Wertigkeit hergestellt werden, können, ist die Einschaltung einer Beamtin zur Überwachung des Verkehrs der Münzkassierstellen nicht zu umgehen, da eine Verbindung erst dann vollendet werden darf, wenn eine dem Wert der
Von dem Palentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Frity Lubberger in Berlin-Grunewald.
429B21
Verbindung entsprechende Anzahl von Münzen in den Münzbehälter eingeworfen ist.
Aus wirtschaftlichen Gründen ist es nun geboten, den Verkehr der Münzkassierstellen nur durch eine oder wenige, allen Vermittlungsstellen gemeinsam zugeordnete Beamtinnen überwachen zu lassen. Es wurde bereits vorgeschlagen, die Münzkassierstellen über Vorwahlschaltwerke mit einem den Vermittlungsstellen gemeinsam zugeordneten Arbeitsplatz zu verbinden. Dieser Weg ist aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht ausführbar. Bekanntlich ist bei solcher Anordnung für die von den Münzkassierstellen ausgehenden Verbindungen ein anderer schaltungstechnischer Aufbau erforderlich als für die von gewöhnlichen Teilnehmerstellen gewünschten Verbindungen. Es sind demnach bei Anwendung des genannten Vorschlages besondere Verbindungswege für die Münzkassierstellen erforderlich, welche aber für den von gewöhnlichen Teilnehmerstellen ausgehenden Verkehr nicht ausgenutzt werden können.
Nach vorliegender Erfindung ist nun der genannte Nachteil grundsätzlich dadurch vermieden worden, daß die Herstellung einer Sprechverbindung nur unter Mitwirkung einer über Nummernstromstoßempfänger er- ; reichbaren Beamtin erfolgen kann. Dies ge- ! stattet eine möglichst zentrale Anordnung des Überwachungsplatzes im Netz, bedingt aber gleichzeitig besondere Einrichtungen, welche bei Anruf einer Münzkassierstelle die mißbräuchliche Herstellung von Verbindungen unter Umgehung der Beamtin verhindern, was erfindungsgemäß auf schaltungstechnischem oder mechanischem Wege erfolgen kann. In erstgenanntem Falle wird nach der Erfindung die Sprecheinrichtung unter den Einfluß der überwachenden Beamtin gestellt, während im zweiten Falle eine besondere bauliche Ausbildung des Stromstoßsenders und des die Aufrechterhaltung einer Verbindung beherrschenden Schalters (Hakenumschalters oder Gabelständers) einen Mißbrauch seitens j des Anrufenden einer Münzkassierstelle ver- 1 hindert. ;
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei- ' spiel der Erfindung dargestellt. ;
Abb. ι zeigt schematisch ein Fernsprechnetz mit fünf großen Hauptämtern (M, Nj O, | S, W), zwei kleineren Peripherieämtern (P O, P W), von denen das eine an das Hauptamt O, das andere an das Hauptamt W angeschlossen ist' und einem kleinen Unteramt M A. An jede Vermittlungsstelle des Xetzes seien außer Teilnehmerleitungen Tn auch Münzkassierstellen Mk angeschlossen. Zur Bedienung der Münzkassierstellen ist eine Beamtin Bc, beispielsweise im Hauptamt M, stationiert. Die Stromstoßsender der Münzkassierstellen können nun derart ausgebildet sein, daß sie in ähnlicher Weise wie bei den bekannten Anordnungen für Feuer- oder Diebesalarm bei ihrer Inbetriebsetzung selbsttätig nur eine bestimmte Stromstoßkombination aussenden. Ist beispielsweise die Beamtin über eine Leitungsgruppe mit der Bezifferung 28 erreichbar, so wurden bei Verwendung von Strowger-Wählern die Stromstoßsender derart einzurichten sein, daß sie zwei Stromstoßreihen von 2 und 8 Stromstößen aussenden. Durch die erste Stromstoßreihe erfolgt die Einstellung des ersten Gruppenwählers auf die zweite Kontaktgruppe und durch die zweite Stromstoßreihe diejenige des zweiten Gruppenwählers auf die achte Kontaktgruppe.
Bei Verwendung von" nur eine bestimmte Stromstoßkombination aussendenden Stromstoßsendern sind besondere Sperreinrichtungen für den Sprechstromkreis nicht erforderlich. Es muß aber Vorsorge getroffen werden, daß die Herstellung nicht erlaubter Verbindungen mittels des Hakenumschalters oder des Gabelständers bei Tischstationen \-ermieden wird. Dies geschieht zweckmäßig mittels der bekannten Bremseinrichtungen, durch welche eine Bewegung des Hörerhakens im Rhythmus der Stromstöße unmöglich gemacht wird. Bei Verwendung der normalen Stromstoßsender, ζ. B. der Nummernschalter mit Fingerlöchern, sind besondere Maßnahmen zu treffen, um eine widerrechtliche Herstellung von Verbindungen zu verhindern. Es sind nun bereits Einrichtungen bekannt, welche vom Amt oder durch Einwurf einer oder mehrerer Münzen betätigt werden und die Sperrung des Sprechstromkreises bei ihrem Zurwirkungkommen aufheben. Für den vorliegenden Zweck sind diese Einrichtungen erfindungsgemäß derart ausgebildet worden, daß sie nur dann den Sprechverkehr freigeben, wenn die Herstellung einer Verbindung unter Mitwirkung und Überwachung einer Beamtin erfolgt. Die Einrichtungen arbeiten in diesem Falle mit Schaltmitteln einer Vermittlungsstelle zusammen, die nur nach dem Zurwirkungkommen einer bestimmten Stromstoßkombination in Verbindung mit der anrufenden Münzkassierstelle kommen.
Die Erfindung ist nicht auf die Verwendung einer bestimmten Art von Münzkassiereinrichtungen beschränkt, es kann vielmehr jede beliebige Anordnung verwendet werden. Angenommen seien Münzkassierstellen, bei denen der Teilnehmer die Einkassierung oder Rückgabe der Münzen durch Betätigung von Hebeln selbst bewirkt. Die Münzen veranlassen bei ihrem Fall durch den Münzkanal die j2o Abgabe eines akustischen Signals zur Beamtin.
Der Betrieb sei an Hand der Abb. 2 und 3 erläutert.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel angenommen, bei welchem ein gewöhiilicher Stromstoßsender mi 10, ζ. Β. der bekannte Nummernschalter mit Fingerlöchern, verwendet wird. Die Münzkassierstellen sind infolgedessen auch noch mit Sperreinrichtungen für den Sprechstromkreis ausgerüstet. Wird an der Münzkassierstelle Mk der Hörer vom Haken genommen, so wird der Kontakt 1 geöffnet und der Kontakt 2 geschlossen. Der Hörerhaken trägt an seinem hinteren Ende, wie aus der i\bb. 3 ersicht-Hch ist, einen Wechselkontakt 3, 4. In der Ruhelage ist der Kontakt4 geschlossen und der Kontakt 3 geöffnet. Wenn das hintere Ende des Hörerhakens bei Abnahme des Hörers nach unten bewegt wird, stößt die Feder 6 auf den Anschlag 7 am Anker des Sperrmagneten Sp. Infolgedessen wird der Kontakt 4 geöffnet und der Kontakt 3 geschlossen, was zur Folge hat, daß der Kurzschluß um den Sperrmagneten Sp aufgehoben und dafür ein neuer Kurzschluß um die Sprechapparate hergestellt wird. Die Öffnung des Kontaktes 3 und Schließung des Kontaktes 4 kann erst wieder bei Erregung des Magneten Sp erfolgen, welcher alsdann durch Anzug seines Ankers den Anschlag 7 aus dem Bereich der Feder 6 zieht, worauf die Feder 6 wieder ihre Ruhelage einnehmen kann.
Beim Schließen des Kontaktes 2 wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakte 8 t, 9 zv, Ader b der Teilnehmerleitung, Kontakte 10 nit, 2, 3 sp, Sperrmagnet Sp, Ader α der Teilnehmerleitung, Kontakte 11 ·:<,', 12 t, Relais R, Batterie. Erde. Der Magnet Sp ist polarisiert und kann nur dann ansprechen, wenn er vom Strom durchflossen wird, welcher in entgegengesetzter Richtung wie in dem oben geschilderten Stromkreise verläuft. Das Relais R spricht an und veranlaßt in bekannter Weise die Ingangsetzung des Vorwählers VW und Vorbereitung' des Prüfstromkreises am Kontakt 13 r. Beim Auffinden einer freien nachgeordneten Verbindungseinrichtung, beispielsweise des ersten Gruppenwählers, kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Kontakt 13 r, Wicklungen I und II des Relais T, Schaltarm 14, Kontakte 15, 16 m, Wicklung I i des Relais C, Kontakt 17 k. Batterie, Erde und parallel zur Wicklung I des Relais C über : Widerstand 18 zur Batterie und Erde. Die ! Relais T und C sprechen an. Das Relais T · setzt in bekannter Weise den Vorwähler still, ! sperrt durch Kurzschluß der hochohmigen Wicklung I am Kontakt 19 t den ersten Grup- ; penwähler gegen Belegung durch einen an- ' deren Vorwähler und schaltet an den Kon- : takten 20 t und 21 f die Sprechadern durch. ' Am ersten Gruppenwähler /. GW spricht das Relais C an, öffnet seine Kontakte 24 c und 25 c und schließt seine Kontakte 22 und 23 c. Durch den Stromfiuß über die Teilnehmerleitung werden die Brückenrelais A und B erregt. Das Relais A schließt an seinem Kontakt 26 σ folgenden Stromkreis: Erde, Batterie, Wicklung II des Relais C1 Kontakt 26 a, Wicklung I des Auslöseverzögerungsrelais V1, Erde. Die Einstellung des ersten Gruppenwählers auf eine Kontaktgruppe, in vorliegendem Fall auf eine solche Kontaktgruppe, über welche die Beamtin zur Bedienung der Münzkassierstellen erreichbar ist, sowie die Auswahl einer freien Verbindungsleitung V L erfolgt in bekannter Weise.
Beim Auffinden einer freien Verbindungsleitung wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakt 27 v, Wicklungen I und II des Relais P,' Schaltarm 28, Kontakt 29, Relais E, Batterie, Erde. Die Relais P und E sprechen an. Das Relais P setzt in bekannter Weise den Gruppenwähler still, schließt am Kontakt 30 ρ über den Kopf kontakt 31 k die Wicklung I kurz und schaltet an den Kontakten 32 und 33 p die Sprechadern durch.
An der Verbindungsleitung schaltet das Relais E eine Anruf lampe A L ein: Erde, Kontakte 50 e, 51 Mj Lampe A L, Batterie, Erde. An dem Aufleuchten der Lampe erkennt die Beamtin, daß der Anruf einer Münzkassierstelle vorliegt. Da die Münzkassierstellen mit Sperreinrichtungen für den Sprechstromkreis ausgerüstet sind, muß die Beamtin erst die Entsperrung des Sprechstromkreises herbeiführen, ehe sie mit dem anrufenden Teilnehmer in Sprechverkehr treten kann. Zur Ausführung dieser Entsperrung werden nun in den Verbindungseinrichtungen Schaltmittel verwendet, die bei Anruf seitens gewöhnlicher Teilnehmerleitungen für andere Zwecke verwendet werden. Es sind dies das Relais Zr im ersten Gruppenwähler und der von diesem beherrschte Kontakt 34 ar.
Beim Anruf gewöhnlicher Teilnehmerleitungen wird für das Relais Zr in den bekannten Anordnungen ein Stromkreis (beispielsweise im Leitungswähler) vorbereitet, sobald sich der gewünschte Teilnehmer meldet. Dieser Stromkreis kommt zur Wirkung, wenn der anrufende Teilnehmer seinen Hörer anhängt, indem dann das Relais C abfällt, da sein Haltestromkreis am Kontakt 26 α unterbrochen wird. Über den Kontakt 25 c wird das Relais Zr an die zum Leitungswähler führende Ader ^1 angeschaltet, es spricht an, schließt seinen Kontakt 34 zr und betätigt dadurch· den der Teilnehmerleitung zugeordneten Zähler.
Im Gegensatz zu diesen Verbindungen muß das Relais Z.r beim Anruf seitens einer Münz-
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kassierstelie eine Schaltmaßnahme vor Beginn einer Sprechverbindung ausführen. Dies wird dadurch ermöglicht, daß das Relais Zr über einen Kondensator 35 dauernd an die Ader O1 angelegt wird, über diesen Kondensator 35 kann infolgedessen das Relais Zr jederzeit durch Wechselstrom erregt werden. Es sei hierbei bemerkt, daß der Kondensator 35 der einzige Apparat ist, welcher in allen Wählern dieser Verbindungsstufe für den Verkehr der Münzkassierstellen vorgesehen werden muß.
Die Beamtin Be legt nun, sobald sie das
Aufleuchten der Lampe A L bemerkt, den Schalter S1 in die Stellung III, wodurch folgender Stromkreis geschlossen wird: Wechselstromquelle, Kontakt 36 und Arm 37 des Schalters S1, Kontakt 38, Schaltarm 39, Kontakt 2,2 p, Kondensator 35 (Kontakt 25 c ist offen, da das Relais C erregt ist), Relais Zr,
so Batterie, Erde. Das Relais Zr spricht an, schließt seinen Kontakt 34 er und verstärkt dadurch den über den Arm 14 des Vor Wählers fließenden Strom, so daß das parallel zur Wicklung II des Relais T liegende Relais W ansprechen und durch Öffnen seiner Kontakte 9 und 11 zv sowie Schließen der Kontakte 37 und 38 π> die Richtung des über die Teilnehmerleitung a, b fließenden Speisestromes umkehrt. Der Strom ist nunmehr derart gerichtet, daß der Magnet Sp in der Münzkassierstelle ansprechen kann. Der Magnet Sp zieht seinen Anker an und entfernt den Anschlag 7 von der Feder 6. Letztere kann infolgedessen ihre Ruhelage einnehmen, in welcher der Kontakt 3 geöffnet und der Kontakt 4 geschlossen ist. Der Kurzschluß um die Sprechapparate ist hierdurch aufgehoben und dafür der Magnet Sp kurzgeschlossen. Der Abfall des Ankers des Magneten Sp kann eine erneute Sperrung des Sprechstromkreises nicht hervorrufen, da sich die Feder 6 jetzt in der punktiert angegebenen Lage 6' befindet, in der der Kontakt 3 sp geöffnet und der Kontakt 4 sp geschlossen ist.
Die Beamtin legt hierauf den Schalter S1 in die Stellung II und kann nunmehr den Wunsch der anrufenden Münzkassierstelle entgegennehmen. Xach Einstellung sämtlicher Wähler mittels des Stromstoßsenders M-M1 schaltet sich die Beamtin durch Umlegen ihres Schalters S2 in die Stellung II auf die zur angerufenen Stelle führende Leitung und teilt dem sich meldenden Teilnehmer mit, daß er von einer Münzkassierstelle verlangt wird.
Hierauf schaltet sie sich durch Zurücklegen des Schalters ,S2 in die Stellung I auf die von der anrufenden Münzkassierstelle kommende Leitung und verlangt den Einwurf der dem Werte der Verbindung entsprechenden Anzahl von Münzen.
Wenn die Beamtin die durch die Münzen ausgelösten Signale empfangen hat. erregt sie das Relais U durch Drücken der Taste 59: Erde, Taste 59, Kontakt 40 und Schaltarm 41 des Schalters S1, Relais U, Batterie, Erde. Das Relais U spricht an, schaltet durch Öffnen des Kontaktes 51 u die Anruf lampe A L ab und sich selbst über seinen Kontakt 42 u und den Kontakt 50 e in einen Haltestromkreis ein. Ferner werden die Kontakte 43 u und u geöffnet und dadurch die zum Arbeitsplatz der Beamtin führende Ader 45 und 46 von der Verbindungsleitung V L abgeschaltet. An den Kontakten 47 u und 48 u erfolgt die Durchschaltung der Sprechadern.
In bekannter Weise können Überwachungseinrichtungen vorgesehen werden, durch welche die Verbindungen der Münzkassierstellen dauernd am Arbeitsplatz der Beamtin überwacht werden können. Falls der anrufende Teilnehmer nach Ablauf einer bestimmten Zeit erneut Münzen einwerfen soll, ist es nur erforderlich, den Haltestromkreis über das Relais U zu unterbrechen und den' Teilnehmer zur neuen Zahlung oder Verzicht auf weiteres Sprechen aufzufordern. Wenn die Beamtin die Gewißheit hat, daß neue Münzen eingeworfen wurden, hat sie nur durch Drücken der Taste 59 das Relais U von neuem zu erregen.

Claims (9)

Pate nt-Ansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen mit Münzkassierstellen, welche im Bereich verschiedener Vermittlungsstellen liegen, aber von einer gemeinsamen, besonderen Stelle aus abgefragt und verbunden werden, gekennzeichnet durch Schalteinrichtungen, welche zwar gestatten, daß die Benutzer der Münzkassierstellen sich über Nummernstromstoßempfänger selbst mit der besonderen Verbindungsstelle (Be) verbinden, aber die Herstellung der gewünschten Verbindung nur unter Mitwirkung der Beamtin zulassen.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß an den Münzkassierstellen ein Stromstoßsender zur Abgabe einer bestimmten Stromstoßfolge angeordnet ist, und daß der die Aufrechterhaltung der Verbindung (Schließen der Sprech- und Stromstoßbrüeke) beherrschende Schalter (Hörerhaken oder Gabelständer) mit einer an sich bekannten, seine Bewegung verzögernden Bremsvorrichtung versehen ist, um die Benutzung des Schalters als Stromstoßsender zu verhindern.
3. Schaltungsanordnung nach An-Spruch ι für Anordnungen, bei denen die Führung unerlaubter Gespräche durch
Sperrung des Sprechstromkreises verhindert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die den Sprechstromkreis beeinflussenden Schalteinrichtungen (Sp) in den Münzkassierstellen von in der Vermittlungsstelle angeordneten Schaltmitteln (Zr und W) beherrscht werden, durch deren Bedienung die Sperrung des Sprechstromkreises aufgehoben wird.
ίο
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel (Zr und W) an im Verbindungsaufbau vor der Anschaltstelle der Beamtin liegenden Verbindungsstufen
(z. B. Zr am /. GW und W am VW) angeordnet sind.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel (Zr) der Verbindungsein-
2u richtung (J. GW), das bei Belegung dieser Verbindungseinrichtung durch eine gewöhnliche Teilnehmerleitung einen der letzteren eigentümlichen Schaltvorgang (z.B. Zählen am Schluß einer Verbin-
■25 dung) ausführt, auch einen von diesem Schaltvorgang abweichenden Schaltvorgang (z. B. Entsperren des Sprechstromkreises) einleitet, wenn die Verbindungseinrichtung von einer Münzkassierstelle belegt wurde.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen von dem Schaltmittel (Zr) der Verbindungseinrichtung (T. GW) auszuführenden, der jeweilig angeschalteten Anschlußleitung (gewöhnlichen Teilnehmerleitung oder Münzkassierstelle) eigentümlichen Schaltvorgänge (Zählen oder Entsperren des Sprechstromkreises) zu bestimmten, voneinander abweichenden Zeitpunkten während einer Verbindung eingeleitet werden, und daß diese Zeitpunkte durch die von der anrufenden Stelle zur Herstellung einer Verbindung ausgeführte Beeinflussung der Verbindungseinrichtung (Einstellung des I. GW auf nachgeordnete Gruppenwähler oder auf Beamtinuenplatz) bestimmt werden.
10. Schaltungsanordnung nach An-
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmittel (Zr) in den Verbindungseinrichtungen von den letzteren nacligeordneten Verbindungseinrichtungen- (Leitungswähler oder Schaltorgane am Arbeitsplatz einer Beamtin) beherrscht und zur Ausführung einer Zählung oder Entsperrung eines Sprechstromkreises, je nachdem ob eine gewöhnliche Teilnehmerleitung oder eine Münzkassierstelle anruft, veranlaßt werden.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung des Sprechstromkreises in der Münzkassierstelle von einem Elektromagneten (Sp) beherrscht wird, welcher nur durch die Beamtin ausgelöst werden kann, die bei Inbenutzungnahme der Münzkassierstelle mittels der dieser Stelle eigentümlichen Stromstoßkombination angeschaltet wird.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch den Anschlußleitungen zugeordnete Hilfsschaltmittel (W), welche von den Schaltmitteln (Relais Zr) der Verbindungseinrichtung beherrscht werden und Umschaltungen (Umkehrung des Speisestromes) bewirken, welche die Freigabe des Sprechstromkreises durch den Magneten (Sp) in der Münzkassierstelle herbeiführen.
spruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Verbindungseinrichtungen (z. B. /. GW) gewöhnlichen Teilnehmerleitungen und Münzkassierstellen gemeinsam zugeordnet sind und daß von den verschieden gerichteten Leitungsgruppen, die von der letzten der gemeinsam von beiden Leitungsarten zu benutzenden Verbindungseinrichtungen abgehen, eine Leitungs- gruppe, über welche die Anschaltung der Beamtin erfolgt, nur für den Verkehr der Münzkassierstelle vorgesehen ist, um die Zahl der Anschaltstellen für die Beamtinnen dem Verkehr der Münzkassierstellen anzupassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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