-
Schaltungsanordnung für Verbindungsleitungen mit mehreren wahlweise
anrufbaren Abzweigstellen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auf Verbindungsleitungen mit mehreren wahlweise anrufbaren
Abzweigstellen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, bei welchen zum Aufbau
der Verbindungen mehrere Wahlstromstoßreihen wirksam werden müssen, was z. B. dann
der Fall ist, wenn über Abzweigstellen mehrere Anschlußstellen erreichbar sind.
-
Es sind nun bereits Anordnungen bekanntgeworden, in welchen Fehlverbindungen
dadurch vermieden werden, da3 die die gewünschte Station kennzeichnende Stromstoßreihe
in den anderen Stationen Schaltmittel zur Sperrung dieser Stationen gegenüber weiteren
Stromstoßreihen beeinflußt. Ein Nachteil dieser Anordnungen bestellt darin, daß
auch bei Störungen, welche die Aufnahme der ersten Stromstoßreihe in ;ler gewünschten
Station verhindern, z. B. durch Störung der Empfangsstrpmkreise in der gewünschten
Station, eine unnötige Sperrung der anderen Stationen eintritt. Die Stromstoßreihe
kann nämlich zwar in den anderen Stationen wirksam werden und deren Sperrung herbeiführen,
dagegen wird die Stromstoßreihe die angerufene Station nicht erreichen, und eine
Verbindung wird überhaupt nicht zustande kommen. Trotzdem werden aber die übrigen
Stationen gesperrt. Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile insofern,
als erst nach Aufnahme der kennzeichnenden Stromstoßreihe in der gewünschten Station
die anderen Stationen gesperrt werden. Erfindungsgemäß wird dieses dadurch erreicht,
daß nach Auswahl der gewünschten Abzweigstelle in dieser angeordnete Schalteinrichtungen
selbsttätig Schaltmittel in den anderen Abzweigstellen steuern, welche die Wahleinrichtungen
dieser Stellen dem Einfluß weiterer Wahlstromstoßr eihen entziehen.
-
Um eine weitgehendste Ausnutzung der gemeinsamen Verbindungsleitungen
zu erzielen, veranlassen die an der gewählten @bzweigstelle angeordneten Schalteinrichtungen
die Freigabe des im Verbindungswege hinter der gewählten Abzweigstelle liegenden
Abschnittes der Verbindungsleitung und die Sperrung der Wahleinrichtungen an den
zwischen der anrufenden und den der gewünschten Abzweigstelle liegenden Abzweigstellen.
-
Die beigegebenen Figuren stellen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dar.
-
Fig. z zeigt ein Prinzipschaltbild für eine Gesellschaftsleitung mit
den Endstationen EAl und EA.. und den Abzweigstellen AZlbis AZ, Jede der
Abzweigstellen A7_1 bis AZ, kann Verbindungen zu irgendeiner beliebigen
anderen
Abzweigstelle herstellen; sie hat deshällz die Möglichkeit, sowohl in Richtung F,
bzw. F. der Leitung zu rufen, wie dies z. B. für die Abzweigstelle AZS angedeutet
ist. Es sei nun eine Verbindung beschrieben, die die Abzweigstelle AZ, mit der Abzweigstelle
AZ6 herstellt. Sämtliche Abzweigstellen sind einander schaltungstechnischgleich.
-
In der Fig. 2 ist eine solche Abzweigstelle mit den genauen Schaltungseinzelheiten
dargestellt. Es sei hier noch bemerkt, daß die über die einzelnen Abzweigstellen
erreichbaren Teilnehmerstellen mit Hilfe eines an jeder Abzweigstelle vorgesehenen,
durch ei;ie Beamtin bedienten Arbeitsplatzes hergestellt werden.
-
Wünscht ein Teilnehmer der Abzweigstelle AZ, eine Verbindung mit einem
Teilnehmer der Abzweigstelle AZ, so erscheint an der Abzweigstelle (Fig.2) beim
Abheben des Hörers des anrufenden Teilnehmers eine Anruflampe, auf welche hin die
Beamtin der Abzweigstelle AZ, sich mit dem anrufenden Teilnehmer in Verbindung setzt,
um von ihm die Nummer des gewünschten Teilnehmers in der Station AZ, zu erfahren.
Diese Stromkreise sind für die Erfindung nicht wesentlich und deshalb nicht dargestellt.
Nach Mitteilung der Nummer des gewünschten Teilnehmers durch den anrufenden Teilnehmer
drückt die Beamtin die Taste AS II. Über den Kontakt AS II4 wird das Relais U2 und
die dazu parallel geschaltete Lampe UL2 gebracht, letztere zum Zeichen, daß in der
Richtung F2 gerufen wird. Das Relais U2 schließt seine Kontakte i o zs, und 15
u2 und legt dadurch die Potentiale der Batterie Bt an die beiden Adern a und b der
Leitung F2 an: Dabei wird folgender Stromkreis geschlossen: Batterie, Kontakt io
it2, Mittelpunkt y der linken Wicklung des Differentialrelais RF." von hier einerseits
über die untere Hälfte der linken Wicklung des Relais RF, Leitungsnachbildung.Ar2,
untere Hälfte der rechten Wicklung des Relais RF@, Mittelpunkt x der rechten Wicklung
des Relais RF, andererseits obere Hälfte der linken Wicklung des Relais RF, Leitungsdrossel
LD2, a-Ader der Leitung F_, a-Ader der Leitung F1, Leitung.3-drossel LDi (in der
Abzweigstelle AZ,), obere Hälfte der rechten Wicklung des Differentialrelais RF,
Mittelpunkt y, Kontakt 7 b2, Widerstand Wis, Kontakt 13 ui, Mittelpunkt x
der linken Wicklung des Differentialrelais -RF, obere Hälfte der linken Wicklung
des Relais RF,., Leitungsdrossel LDi, b-Ader der Leitung F,,, b-Ader der Leitung
F2, Leitungsdrossel LD2, obere Hälfte der rechten Wich lang des Relais RF, Mittelpunkt
x, Kontakt i 5 ic2, Batterie Bt. In diesem Stromkreis spricht das Relais RF. in
der Abzweigstelle AZ, infolge der `in entgegengesetztem Sinne in den Wicklungen
fließenden Ströme nicht an, während das Relais RF, in der Abzweigstelle AZ4, in
welchem die Ströme in den in den einzelnen Adern liegenden Wicklungen des Differentialrelais
RF" gleiche Richtung haben, erregt wird. Das Relais RF, schließt seinen Kontakt
25 rfl, wodurch das Relais 1j, erregt wird. Das Relais Bi schließt seinen
Kontakt 27 bi und bringt die Lampe BL, zum Aufleuchten. Außerdem wird folgender
Stromkreis für die Wicklung I des Differentialrelais S gebildet: Erde, Kontakte-27
b" 29 zfi, Wicklung I des Relais S, Batterie, Erde. Das Relais S spricht an und
öffnet seinen Kontakt 41 s, wodurch der Kurzschlu° für das über den Verstärker Vst
und den Endverstärker ETl erreichbare Stromstoßempfangsrelais E geöffnet -wird.
Das Relais F_ ist nunmehr zur Aufnahme der Stromstöße bereit.
-
Bei der Erregung des Relais B, in der Ab-. zweigsteile AZ4 wurden
die Kontakte 17 b, und 24 bi geschlossen, wodurch wiederum die Potentiale
der Batterie Bt dieser Abzweigstelle an die zu der Abzweigstelle A7_5 führende Leitung
F, angelegt werden. Dabei spricht das Relais RF, in der Abzweigstelle AZ, an und
macht, wie vorstehend bereits beschrieben, das Stromstoßempfangsrelais E dieser
Abzweigstelle zum Stromstoßempfatig bereit. Auf diese Weise werden sämtliche in
der angerufenen Richtung F2 liegenden Abzweigstellen für den Stromstoßempfang bereitgemacht.
Es sind also in diesen Abzweigstellen vor der Stromstoßgabe die Relais RH,, Bi,
S erregt.
-
Die Beamtin der Abzweigstelle AZ, wählt nun mittels ihrer Nummernscheibe
zunächst die Kennziffer der Abzweigstelle AZ,; dies sei die Zahl b, dabei wird durch
den Strom.-stoßkontakt nsi abwechselnd das Relais W erregt und aberregt.
Bei Erregung-des Relais U,' wird über die Kontakte i w und 2w die Wechselstromquelle
WO an die Leitung F, angeschaltet. Beim Betätigen der Taste AS 11 wurden
nämlich die Kontakte AS II, und AS IIz geschlossen und damit der Übertrager Ue,
an die Wechselstromquelle WO vorbereitend angeschaltet. Die Stromstöße werden
zu sämtlichen in der Richtung F2 liegenden Abzweigstellen übertragen und dort von
dem Stromstoßempfangsrelais E aufgenommen. Entsprechend der von der Beamtin ausgesandten
Stromstoßreihe sprechen die Relais F_ sechsmal an. Dabei wird folgender Stromkreis
geschlossen: Erde, Kontakt 3 1 e, Wicklung des Relais T, Batterie,
Erde. Das Relais I schließt seinen Kontakt 32i und erregt das Verzögerungsrelais
h, welches sich wälirend
jeder Stromstoßreihe hält. Durch Schließen
des Kontaktes 33v wird das Relais H erregt, welches sich ebenfalls während der Dauer
einer Stromstoßreihe hält. Durch Schließen des Kontaktes 3.4i wird ein Stromkreis
für den Drehmagneten DivI des Wählwerkes gebildet. Dieses Wählwerk besteht aus einem
Drehwähler. Die Drehwähler an den einzelnen Stationen stellen sich der gewählten
Ziffer entsprechend auf den 6. Kontakt ein. An diesem Kontakt liegt in der Abzweigstelle
AZ, Erde, während die Kontakte an den übrigen Abzweigstellen frei sind. Dementsprechend
spricht nach Beendigung der Stromstoßreihe das Relais A der Station AZ, in folgendem
Stromkreise an: Erde, Kontaktstelle 6, Schaltarm dm, des Drehwählers, Kontakte 40
h, 39 v, Wicklung des Relais A und parallel dazu Anruflampe AL, Batterie,
Erde. Das Relais A spricht an, die Anruflampe AL kommt zum Aufleuchten.
Nach dem Abfall des Relais H hält sich das Relais A und die Lampe AL in folgendem
Stromkreise: Erde, Taste AS 113, Taste AS I3, Kontakt 37 a, Wicklung des
Relais A und parallel dazu Lampe AL, Batterie, Erde. Nach dem Abfall
des Relais H kommt für den Drehmagneten DM wieder folgender Stromkreis zustande:
Erde, Kontakt 36d, Schaltarm den, des Drehwählers, Kontakt 351t: Wicklung des Drehmagneten
D!11, Batterie, Erde. Der Drehmagnet spricht an und i#ftnet durch Betätigung seines
Kontaktes 36 d seinen eigenen Stromkreis. Der Drehmagnet D 11 fällt ab, Kontakt
36 d schließt den Stromkreis des Drehmagneten von neuem. Der Drehmagnet arbeitet
so auf bekannte Weise als Selbstunterbrecher und schaltet sich in die Ruhelage,
wo der Schaltarm dm, das Kontaktsegment der Kontaktbank verläßt und den Stromkreis
für den Drehmagneten endgültig unterbricht. Auf diese Weise kehren die Wähler sämtlicher
in der angerufenen Richtung F2 liegender Abzweigstellen und des Endamtes EA2 in
die Ruhelage zurück.
-
Nach dem Ansprechen des Relais A in der Abzweigstelle AZs wird folgender
Stromkreis für das Relais Ui geschlossen: Erde, Kontakte 48 a, 46 bi, Wicklung
des Relais Ui und parallel dazu Lampe ULi, Batterie, Erde. Das Relais Ui spricht
an, und die Lampe ULi kommt zum Aufleuchten, letzteres zum Zeichen" daß aus der
Richtung F1 angerufen wurde. Das Relais Ui schließt durch seinen Kontakt .42 iti
den Verstärker Vst kurz und sperrt dadurch die Übertragung weiterer aus der Richtung
F1 in der Abzweigstelle AZO ankommender Stromstöße gegen Richtung F2. Bei der Erregung
des Relais Ui wird durch den Kontakt 29 iti der Stromkreis für die Wicklung
1 des Differentialrelais S geöffnet, jedoch bleibt dieser Stromkreis durch
den Kontakt 49 a noch geschlossen. Durch Öffnen der Kontakte i 9 ui und 22U,
werden die Potentiale der Batterie Bt, welche in den von der Station AZ, aus in
Richtung F2 liegenden Abzweigstellen die Stromstoßempfangsrelais zur Aufnahme der
Stromstöße vorbereitet hatte, abgeschaltet. Die Relais RF,, Bi und S in diesen Abzweigstellen
fallen ab. Die Lampen BL, erlöschen, die Stromstoßempfangsrelais E dieser Abzweigstellen
werden wieder kurzgeschlossen. Nunmehr können die rechts von der Abzweigstelle AZ,
gelegenen Stationen AZ; und AZ, unter sich unabhängig von der zwischen der Abzweigstelle
AZ, und AZ, bestehenden Verbindung Verbindungen herstellen.
-
In der Abzweigstelle AZ, werden bei Erregung des Relais Ui die Kontakte
18 u1 und 23 ui geschlossen. Damit. wird über die Mittelpunkte x und y der beiden
Wicklungen des Differentialrelais RF, dasselbe Potential wie in der davorliegenden
Abzweigstelle AZ, an die a- und b-Adern angeschaltet. Es spricht infolgedessen in
der Abzweigstelle AZ, das Differentialrelais RF, an. Das Differentialrelais RF,
in der Abzweigstelle AZ, hält sich.
-
In der Abzweigstelle AZ, wird beim Amsprechen des Relais RF, der Kontakt
26 y f 2
geschlossen und dadurch das Relais B2 erregt. Relais B2 schließt
seinen Kontakt 28 b2 und bringt dadurch die Lampe BL, zum Aufleuchten. Außerdem
wird folgender Stromkreis für die Wicklung II des Differentialrelais S gebildet:
Erde, Kontakte 28 b2, 30 U21 Wicklung II des Relais S, Batterie, Erde.
Nunmehr sind beide Wicklungen des Differentialrelais S erregt. Relais S in der Abzweigstelle
AZ, fällt ab und schließt mittels seines Kontaktes 41 s das Stromstoßempfangsrelais
E kurz. Bei der Erregung des Relais B_ in der Station AZ, werden die Kontakte
8b2 und 9 b2 geschlossen; nunmehr liegt wieder der negative Pol der Batterie Bt
über Kontakte i i u2, 8 b2, Mittelpunkt y des Relais RF, an der :-Ader und der positive
Pol der Batterie Bt über Kontakte 14 1t2, 9 b2, Mittelpunkt x des Relais RF, an
der b-Ader der Leitung F, Dadurch spricht in der Abzweigstelle AZ, das Relais RF,
an, welches wieder Relais B2 erregt. Relais B2 bringt Differentialrelais S zum Abfall,
welches über Kontakt 41 S das Relais E kurzschließt.
-
Die Relais E der zwischen den Abzweigstellen AZ3 und AZ, liegenden
Abzweigstellen AZ, und AZ4 können damit durch weitere von der anrufenden Station
AZ, ausgehende Stromstoßreihen nicht mehr beeinfiußt werden. Die Aussendung von
Stromstößen seitens der Zwischenstellen AZ, und AZ4 ist dadurch verhindert, daß
die beiden Besetztlumpen
BL, und BL, leuchten und der Beamtin den
Besetztzustand der Leitung in beiden Richtungen anzeigen. Um aber jede irrtümliche
Stromstoßgabe unmöglich zu machen, kann noch eine Anordnung getroffen .werden, wie
sie gestriehelt dargestellt ist. Dabei spricht in den zwischen der anrufenden und
angerufenen Abzweigstelle liegenden Stationen, nachdem die Kennziffer der gewünschten
Station gefallen ist, das Relais K an: Erde, Kontakte 20 b2, z2 b1, Wicklung des
Relais K, Batterie, Erde. Durch Öffnen des Kontaktes 69 k wird der von dem Stromstoßkontakt
nsi gesteuerte Stromkreis für das Relais W geöffnet, so daß auch bei Betätigung
der Nummernscheibe keine Stromstöße hinausgehen können. Ferner wird durch Schließen
der Kontakte 63 k, 64 k, 65 k, 66 k eine Unterbrechung der bestehenden Verbindung
verhindert, falls die Beamtin einer Zwischenstelle durch Umlegen einer der Tasten
AS I oder AS II versucht, sich an eine Richtung F1 oder F2 anzuschalten.
Durch Öffnen der Kontakte 67 k und 68 k wird verhindert, daß beim Umlegen einer
der Tasten AS I oder AS II Relais U1 oder U2 anspricht und die Batterie Bt von den
Leitungen F1 oder. F2 abschaltet, wodurch die Sperrung der Stromstoßempfangsrelais
in den an der entsprechenden Leitung liegenden Zwischenstellen aufgehoben würde.
-
Bei der Erregung des Relais B2 in der Station AZ, wurden auch die
Kontakte 8 b2 und 9b2 geschlossen. Diese schalten wiederum über die Mittelpunkte
x und y des Differentialrelais RF, dieselben Batteriepotentiale an die a- und b-Ader
an, die auch in der Abzweigstelle AZ3 an diesen Adern liegen. In der Abzweigstelle
AZ, spricht dadurch das Differentialrelais RF2 an, das Differentialrelais RF, der
Abzweigstelle AZ, hält sich. In der anrufenden Abzweigstelle AZ, spricht dadurch
das Relais B2 an und bringt über Kontakt 28 b2 die Lampe BL2. Der Stromkreis für
die Wicklung II des Differentialrelais S ist durch Kontakt 30 u2 unterbrochen.
Das Ansprechen des Relais B2 in der Abzweigstelle AZ3 hat keine Belegung der vorliegenden
Abzweigstille AZ, zur Folge; durch Schließen der Kontakte 8 b2 und 9 b2 wird die
Batterie Bt nicht an die a- und b-Ader der Richtung F1 angelegt, da die Kontakte
i i u2 und 141c2 geöffnet sind.
-
'Die Beamtin der Abzweigstelle AZ3 sendet nun die zweite Stronistoßreihe
aus, um den gewünschten Einzelteilnehmer an der Abzweigstelle AZ, zu kennzeichnen.
Sie betätigt dabei wiederum ihren, Nümmernscheibenkontakt nsi und erregt abwechselnd
das Relais TV. Das Relais W gibt über die Kontaktei w und 2 w Wechselstromstöße
in die Richtung F2. Das Relais E in den Abzweigstellen AZ4 und und AZ5 kann dadurch
nicht betätigt werden, während das Relais E in der angerufenen Abzweigstelle AZ,
auf die Stromstöße anspricht. Der Drehmagnet DIVI wird von neuem erregt und schältet
seine Arme der Stromstoßzahl entsprechend weiter. Diese Stromstoßreihe möge aus
zwei Stromstößen bestehen, so daß der Schaltarm dm. des Drehwählers auf der
zweiten Kontaktstellung stehenbleibt. Es wird nach Abfall des Relais V folgender
Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakte AS 1I3, AS I3, Kontakte 37a, 39v,
4o 1a, Schaltarm dm, Kontaktstellung 2, Kontakt 6o a, Wicklung I des Relais
X, Batterie, Erde. Das Relais X spricht an und schließt über seinen Kontakt
61x einen Stromkreis für eine den gewünschten Teilnehmer kennzeichnende Lampe XL.
Ferner legt sich das Relais X in folgenden Haltestromkreis: Erde, Wicklung II des
Relais <Z, Kontakt 62x, Stöpselsitzkontakt st, Batterie, Erde. Der Drehwähler
dreht, wie bereits beschrieben, nach Abfall des Relais H wieder in die Ruhelage.
Die Beamtin erkennt am Aufleuchten der Lampe XL, welcher Teilnehmer gewünscht wird.
Sie geht mit dem einen Stöpsel ihres Schnurpaares in die dem Teilnehmer X zugeordnete
Klinke und öffnet dabei den Stöpselsitzkontakt st. Das Relais X kommt zum Abfall,
und die Lampe XL erlischt. Nachdem' sie den Teilnehmer angerufen hat, geht sie mit
dem zweiten Stöpsel in die Klinke K1 und betätigt die Taste AS I. Durch Schließen
der Kontakte ASII, ASI. ist die Verbindung mit der anrufenden Abzweigstelle AZ,
hergestellt. Die Beamtin in der Abzweigstelle AZ, welche sich in bekannter Weise
in die Leitung einschalten kann, schaltet nunmehr die Verbindung zu dem anrufenden
Teilnehmer durch. Die Stromkreise hierfür sind als für die Erfindung unwesentlich
nicht dargestellt. In der angerufenen Abzweigstelle AZ, wird durch Betätigung der
Taste AS I folgender Haltestromkreis für das Relais U1 gebildet: Erde, Kontakt AS
4 Wicklung des Relais U1 und parallel dazu Lampe ULl, Batterie, Erde. Die Lampe
ULl leuchtet in diesem Stromkreise auf zum Zeichen, daß eine Verbindung nach der
Richtung F1 besteht. Durch Öffnen des Kontaktes AS 1,9 wurde nämlich der Stromkreis
des Relais A unterbrochen. Das Relais A fällt ab und öffnet seinen Kontakt 48 a.
Wie jedoch vorstehend bereits erwähnt, wird das Relais Ui über den Kontakt AS 14
gehalten. Durch Öffnen des Kontaktes 49 a wird der Stromkreis für die Wicklung I
des Differentialrelais S geöffnet. S fällt ab und schließt nunmehr das Stromstoßempfangsrelais
durch -den J<:ontakt 41 s kurz.
Ist das Gespräch zu Ende, so
legen die Teilnehmer ihre Hörer auf, worauf am Arbeitsplatze der Abzweigstellen
Schlußzeichen erscheint. Die Stromkreise hierfür sind nicht dargestellt. Die Beamtinnen
ziehen daraufhin ihre Stöpsel aus der Klinke K1 und legen ihre TastenASI bzw. ASII
zurück. Legt die Beamtin in der Abzweigstelle AZ, zuerst ihre Taste, nämlich AS
I zurück, so fällt das Relais U1 ab; die Lampe ULi erlischt. Durch Öffnen der Kontakte
18 ui und 23 ui werden die Potentiale der Batterie Bt von den a- und b-Adern der
Leitung F1 abgeschaltet. Dadurch fällt in der Abzweigstelle AZ, das Differentialrelais
RF, und das Relais B2 ab. Die Lampe BL, erlischt. In der Abzweigstelle AZ, werden
beim Abfall des Relais B2 die Kontakte 8 b2 und 9 b2 geöffnet und dadurch die das
Differentialrelais RF, in der Zwischenstelle AZ, erregt haltenden Potentiale der
Batterie Bt von den Adern a und b der Leitung F1 abgetrennt. Dadurch
fällt auch in der Abzweigstelle AZ, das Differentialrelais RF., das Relais B2 ab,
und die Lampe BL. erlischt. Auf die gleiche Art kommt in der anrufenden Station
AZ, Relais B2 zum Abfall und Lampe BL, zum Erlöschen.
-
Legt nunmehr auch die Beamtin der anrufenden Abzweigstelle AZg ihre
Taste AS II zurück, so fallen in der Abzweigstelle AZ, die Relais RF, Bi,
S - letzteres hatte nach Abfall des Relais B2 nochmal kurz angesprochen - ab. Die
Lampe BL, erlischt. Durch Offnen der Kontakte 17b, und 24b, in der Station AZ, kommen
in der Abzweigstelle AZ;; die Relais RF, Bi, S zum Abfall; die Lampe BL,
erlischt. Die gleichen Schaltvorgänge erfolgen in der angerufenen Station AZ, Nunmehr
- sind sämtliche Schaltmittel der während der Verbindung belegten Abzweigstellen
in der Ruhelage.
-
Wenn von der Abzweigstelle AZ, eine Verbindung in die Richtung F1
hergestellt werden soll, so sind ähnliche Schaltmaßnahmen vorzunehmen, wie sie bei
einer Verbindung in die entgegengesetzte Richtung erforderlich sind und vorstehend
beschrieben wurden. Will beispielsweise die Beamtin der Abzweigstelle
AZ, in die Richtung F1 rufen, so muß sie ihre Taste ASI zuerst betätigen.
Das Relais Ui spricht dabei an und schaltet über die Kontakte 18 ui und 23 zti die
Batterie Bt an diese Richtung an, wodurch die Stromstoßempfangsrelais der in dieser
Richtung liegenden Abzweigstellen für den Strornstoßempfang vorbereitet werden.
Nach Kennzeichnung der angerufenen Station spricht in dieser das Relais A an und
erregt das Relais U2 in folgendem Stromkreis: Erde, Kontakte q.8 a, 47b.,
Wicklung
des Relais U2, Batterie, Erde. Das Relais U., schaltet durch Schließen seiner Kontakte
rou, und 25u2 wieder die Potentiale der Batterie Bt an die Adern a und
b
der in Richtung F2 gehenden Leitung an, wodurch die Stromstoßempfangsrelais
der zwischen der angerufenen und anrufenden Abzweigstelle liegenden Station kurzgeschlossen
werden. Im übrigen verlaufen die Schaltvorgänge in der gleichen Weise, wie sie bei
der Verbindung in der entgegengesetzten Richtung bereits beschrieben wurden.
-
Die Schaltvorgänge seien für diese Verbindung nicht mehr im einzelnen
beschrieben, jedoch sind die Schaltmittel dafür in Fig.2 dargestellt, ihre Wirkungsweise
läßt sich an Hand der vorhergehend beschriebenen Verbindung leicht erkennen.