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Maschine zum Abtrennen gleich langer Stücke von Glasrohren Die Erfmdung
bezieht sich auf eine Maschine, mittels. deren man zwecks Herstellung sog. Verpackungsgläser,
AZnpullen, Reagenzgläse@r @o. dgl. von einer Glasröhre maschinell gleich lange,
später zu verarbeitende Stücke abschneiden kann, wobei die Länge der abzuschneidenden
Stücke je nach Einstellung der Maschine beliebig geregelt werden kann.
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Die biekamten Hilfsznlittel zum Zertrennen von Glasrohren und Glasstäben
sind teils primitive Handwerkszeuge mit geringer Leistungsfähigkeit, teils Vorrichtungen,
die einem anderen Zweck dienen, teils auch solche, die mir einen sehr beschränkten
Verwendungsbereich lünsichtlich der Größe oder Dicke sowie ,der Art der Werkstücke
haben. Manche von ihnen ermöghrhen kein Abtrennen auf genau gleiche Längen, andere
w iedexurn schließen .die Gefahr des Ausbrechens an der Schnittfläche io@der überhaupt
des Zerbrochene; der Werkstücke im: sich fader arbeiten in dieser oder jener Hinsicht
unzuverlässig, indem s@e unsaubere !oder schiefe Schnitte liefern. Bei manchen von
den bekannten Werkzeugen, V o@rrichtungen und Maschinen werden die zu zerteilenden
Glasrohre und -stäbe in sehr unterschiedlich gebauten Spannfuttern oder sonstigen:
Einsp.annvelrichtungen derartig gehalten, dn,ß sie zumeist auf die gewünschte. Abtrennlänge
herunterfallen, nur teilweise gedreht werden, das Anritzen von innen oder von außen
oder auch von beiden Seiten :erfolgt, und zwar ausschließlich unter Venvendung vorn
Stahlrädern oder -schneiden, zu deren Betätigung ein meist hoher dynamischer, bder
mechanischer Druck erforderlich ist.
Das Teilstück wird vom verbleibenden
Stück: Rohr oder Stab zumeist unter sehr groll; ,i.' Einwirkung eines teilweise
mechanisch angetriebenen Werkzeuges (Hammer, Brechscheiben @o. dgl.) abgeschlagen
oder abgebrochen.
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Bei den Glasröhrenschneidemaschinen finit rotierender Stahlscheibe
wird das zu zerschneidende Glas.rolir von Hand gegen die Stahlscheibe geführt und
angedrückt, unter Umständen auch unter geringer axialer Drehung gegen den Umfang
der Stahlscheibe bewegt, so daß das Glasrohr von der Stalilscheibe angeritzt und
durch die hierbei entstehende Erhitzung bzw. örtliche Spannhag abgeschräukt wird.
Obwohl die dadurch erzielten Schnittenden der Glasröhrenabschnitte nicht immer einwandfrei
gerade und splitterfrei sind, genügen doch die Arbeitsergebnisse im allgemeinen,
auch mengenmäßig, obwohl jeder Schnitt einzeln und so ein Schnitt nach dem anderen
ausgeführt werden muß und das Bedienungspersonal stets nur je eine enzehie Glasröhrensch
eidemaschine bedienen kann. Gesteigerten Fertigungsansprüchen, insbesondere während
der Kriegszeiten mit ihrem starken Mangel an Arbeitskräften, genügt diese :U-beitsweis°,
die also gekennzeichnet isst durch das, stückweise Heranführen, Anritzen, Abbrechen
sowie Weglegen der Einzel-rohrabschnitte durch menschliche Arbeitskraft, bei weitem
nicht mehr.
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Hier schafft die Erfindung Abhilfe, indem sie diese Schwierigkeiten
und Nachteile beseitigt. Bei der Maschine nach der Erfindung wird das zu zerteilende
Glasrohr in an sich bekannter Weise ebenfalls in einer Ei:nspannvorrichtung in senkrechter
Lage gehalten, bis auf die gewünschte Abtrennlänge vorgeschoben, in Drehung versetzt,
innen angeritzt und dann wird das Teilstück vom verbleibenden Glasrohr abgetrennt.
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Das Wesen der Erfindung besteht in folgendem: Gesteuerte Druckrollen
der Einspannvorrichtung geben in bestimmten Zeitintervallen das Glasrohr frei, so
daß es bis auf einen unter ihnen befindlichen. Einstelltisch um die gewünschte Abschnittlänge
vorrutschen kann. Dann drücken die Druckrollen das Glasrohr gegen ständig rotierende
Antriebrollen an. Ein Einstelltisch ist auf einem einen Schneiddiamanten tragenden
Stab längs. verschiebbar geführt und durch einen gesteuerten Auswurfliebel gesteuert.
Der Diamantstab ist ineiner gesteuerten Führungsschwinge seiner Höhe nach verstellbar
befestigt, und die Führungsschwinge ist in einem schwenkbar gesteuerten Tragarm
um ihre Längsachse schwingbar in folgender Weise gesteuert: Nach dem Ablieben der
Druckrollen vom Glasrohr und nach dem Aufsetzen des nachrutschenden Glasrohres auf
den Einstelltisch wird der Diaman tstab in Richtung der Längsachse des Glasrohres
durch den Tragarm bis zur gewünschten Höhe in das untere Ende des Glasrohres eingeschoben.
Nach dem durch den _',us«urfheb@el bewirkten S;°nken des Einstelltisches auf die
Abschnittlänge sowie nach deni Schließen der Einspannvorrichtung durch Andrücken
der Druckrollen an das Glasrohr si-ird der Diamantstab durch die von der Steuerung
verschwenkte Führungsschwinge mit (lern Diamanten gegen die Innenwand des Glasrolires
zwecks Anritzung desselben von innen bedrückt. Nach der Zurückschwenkung in die
liotreclit-c Achsenriehtung des Glasrohres wird der Diamentstab his unter die Anritzstelle
gesenkt. -Nach dem Erhitzen der Anritzstclle und nach dem Abschränken des wird der
Dia.mantstab bei gleichzeitigem Wiederh.ochschieben des Einstelltisdies mittels
des Auswurfhehels durch die Führungsschwinge nach hinten zur Ablegunb des Abschnittstückes
geschwenkt, worauf er finit dem Einstelltisch in seine AusgangsstAiung zurückgeführt
wird. Weitere Erfindungsmerkinale betreffen vorteilhafte Iietinzeicheii und Wirkungen
der Einzelvorrichtangen. Nach einem anderen Merkmal der Erfindung können mehrere
Abtrennvorrichtungen auf einem gemeinsamen Gestell nel)enein.i nder angeordnet und
durch eine gemeinsanie, von einem Mutox angetriebene Hauptwelle angetrieben. sowie
durch eine gemeinsame Luftleitung gespeist werden.
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Auf Grund der Erfindumgsmerkniale sind folgende Vorteile erreicht:
Durch die Art der Abtrennung der Abschnittstücke, also durch das Anritzen und Abschrä.nken,
erhält man stets einen einwandfreien Schnitt. Durch die Art der Einführung und Haltung
des. Glasrühres in der Einspannvürrichtung sowie durch die Beeinflussung durch den.
Einstelltisch sowie durch dessen Steuerung und durch die Steti,-rung des Diam.antstabes
erreicht man stets genau gleiche Längen der Abschnittstücke. Da dasAnritzendes Glasralires
vori innen mit I-lilfe ei.iesDiam<aiteii, das Abtrennen mittels einer Stichflamme
durch Abschränken erfolgt und beim Abtrennen der Abschnittstücke auf Gr;azd der
baulichen Beschaffenheit der Einspaunvorrichtung jeglicher mechanischer oder dynainischer
Druck vermieden wird, ein übrigen auch die Abschnittstücke durch eine besondere
Vorrichtung behutsam abgelegt werden, so ist in äußerst vorteilhafter Weise eine
einwandfreie Abtrennung der Abschnittstücke sowie ihre tunlichste Schonung gewährleistet
und dadurch Ausschuß so gut wie vollkommen vermieden. Die Maschine nach der Erfindung
arbeitet also gegenüber den bekannten Hilfsmitteln,
Vorrichtungen
und Masichinen zuverlässiger, sauberer und vor allem bruchsicher. Außerdem erfolgen
insbesondere sämtliche zum Abtrennen der Abschnittstücke @erforderlichen Arbeitsgänge
selbsttätig; man braucht nur das Glasrohr in seiner ursprünglichen Länge von Hand
in die Maschine einzusetzen.
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Die zur Verrichtung der Gesamtarbeit der Maschine angeordneten Einzelvorrichtungen
führen nicht nur einzelne Funktionen im kahmen des Abitrennens von Glasrohren selbsttätig
durch, sondern es «erden sämtliche zum Abtrennen von Glasrähren vorgesehenen Arbeiten,
nämlich das Vorschieben des Glasrohres um die gewünschte Abtrennlänge, das Drehen
des Glasrohres um seine Achse, das Anritzen des Glasrohres von innen, das Erhitzen
der Anritzstelle von außen, das Abschränken an der Anritzstelle sowie- das Ablegen
des .abgetrennten Abschnittstückes in einander ergänzender ZusammenwirLsung selbsttätig
durchgeführt. Dadurch wird erheblich an Arbeitskräften ,gespart und die Produktion
beträchtlich gesteigert. Hierbei ist die Qualität der Arbeitsergebnisse gegenüber
der mit den bekannten Hilfsmitteln erreichbaren Güte eine wesentlich bessere, einwandfreie.
Außerdem ist die Maschine nach der Erfindung zum Zertrennen. aller Arten von Glasröhren,
einschließlich solcher aus. Hartglais, geeignet und besitzt infolgedessen einen
wesentlich gro-ßeren Verwendung hereich als -die bekannten Werkzeuge, Vonichtwngen
und Maschinen:.
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Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausfülinmgsbeispiel einer Maschine
nach der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt die Maschine von vorn, Abb. 2 von. "der Seite, Abb.3
in. Voirderansicht das Gestell .einer Gruppen- ioder Seriemm,aschine mit beispielsweise
nurr einer kompletten Abtrennvorrichtung, jedoch unter Andeutung der lotrechten.
Mittelachsen für beispielsweise fünf weitere derartige vollständige Abtrennvorrichtungen.
Abb. q. ist eine Seitenansicht, Abb. 5 eine Oberansicht zu Abb. 3.
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Die Abtrennvorrichtung hat einen Ständer A. An dessen !oberem Teil
ist eine Vorrichtung B zum Einspannen und Drehen des zu zertrennenden Glasrohres
Cr angeordnet. Diese Einspannvorrichtung B hat einen Lagerb@ack i. In diesem sind
in Kugellagern zwei Wellen 2 drehbar gelagert, deren jede eine obere Antriebrolle
2a und mit Abstand voneinander zwei untere Anixiebrollen 2b, 2c trägt. Eine Antriebwelle
3 erhält ihnen Antrieb durch Seil Moder Riemen über Rollen ¢ von einer Hauptwelle
5 und überträgt ihre Drehung durch Kammräder auf die Antriebwellen 2.
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Gemäß Abb. r, 2 und -q. ist an -der linken Seite des Stände rs
A das Lager L eines rah iena-rtigen Druckarmes 6 befestigt, der eine
in Kugellagern gelagerte Druckwelle 7 drehbar trägt. Diese liegt mit Abstand vor
den beiden Antriebwellen 2 und trägt eine obere Druckroll2 7a und eine untere Druckrolle
7b. Die unteren Antriebrollen 2b, 2-' sind in einem Abstand gleich ioder größer
als die Stärke der unteren Druckrolle 7b voneinander angeordnet. Auf :der Dru:clrollenwelle
7 ist die obere Drack rolle 7a in gleicher Höhe mit oder über den beide. -obersten
Antriebrollen 2- angeo:dnet, während die untere Druckrolle 7b gegenüber dem Zwischenraum
zwischen den beiden Paaren von unteren Antriebrallen -bb, 2c a:nge-!ordnet ist.
Das hat die Vorteile, daß man erstens Glasröhren großen und kleinen, selbst kleinsten
Außendurchmessers führen und halten kann und man zweitens das zu zertrennende Glasrohr
G, selbst wenn sein letztes Stück die oberen Antriebrollen 2a und die obere Druck-rolle
7a passiert hat, unter Festhaltung zwischen den unteren AntriebrolUen 2b, za und
der unteren Druckrolle 7b bis auf ein. kleimitmögliches Abfallstück aufarbeiten
kann.
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An der rechten Seite des Ständers.A befinden sich die Teile zum öffnen
und Schließen der Einspann- und Dr ehvorrichtung B. Hier--selbst ist eine Druckstange
8 am StänderA, schwenkbar angeordnet. Sie wird durch eine auf einer Nockenwelle
g angeordnete Nockenscheibe in Tätigkeit gesetzt. Die Nocken-i welle g .sowie die
Hauptwelle 5 sind an der Rückseite des Ständers A gelagert und miteinander durch
zwei Kammräder verbunden. Die Druckstange 8, durch ihre auf der Nok kenwelle g sitzende
Nocke entsprechend gesteuert, vermag den. Druckrahmen 6, 7 (s. Abb. 2) von den Antriebrollen
2a, 2c ab nach auswärts zu schwenken, damit das Glasrohr Gr nach dem Abtrennen einer
Verarbeitungslänge zwischen den mehreren Rollen na,chrutschen kann, um von neuem
eine Verarbeitungslänge abtrennen zu können. Eine auf der Zeichnung nicht sichtbare
Zugfeder zieht den Druckrahmen 6 mit Druckwelle 7 und Druckrollen 7a, 7b nach dem
Nachrutschen des Glasrohres Cr zwischen die Antrieb- und Druckrollen. wieder
gegen das Glasrohr G, damit dieses hierdurch gegen die Antrieb.-rollen 2a,
2b, 2c gedrückt wird und rotiert. Die Tragschiene des Druch@-ahmens 6, 7 ist geschlitzt
(Abb. 2, q.), um je nach dem Außendurchmesser der zu zerteilenden Glasröhren Gr
die Druckeinrichtung 6, 7 den Antriebrollen 2a, 2b, 2a nähern Moder sie von ihnen
abrücken zu können.
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An Stelle der beschriebenen Einspann- und DrehvarrichtungB kann auch
ein geeignetes rotierendes Futter mit Spannklauen o. dZl.
und dazugehöriger
Schalteinrichtung verwendet werden.
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Am StänderA oder Lagerbock i ist ferner ein Stichlammenbrenner io
mixt Druckluftzufuhrrohr i i und Druckventil 12 angeordnet. Dieses regelt nicht
nur die Luftzufuhr, sondern auch die Gaszufuhr zum Brenner 1o. Der verlängerte Ventilbolzen
ist mit einer Ralle 12a versehen, die an einer auf der Nokkenwelle 9 sitzenden Nockenscheibe
anliegt. Mittels dieser Nockenscheibe wird das Dnuckventil12 selbsttätig zeitweise
geöffnet. Auf der anderen Seite des Ventilbolzens befindet sich im Ventilgehäuse
eine Gegenfeder, die den Wiederverschluß des Druckventils 12 bewirkt.
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Unter der Einspann- und Drehvorrichtung B ist die Vorschub-, Abschneide-
und Ablegevorrichtung C (Abt. 2, 3, q.) angeordnet. Diese hat einen am Ständer A
schwenkbar angeordneten Tragarm 13, der zwischen den Vorderenden seiner beiden Leisten
eine in Spitzen gelagerte Führungsschwinge 1¢ für einen den Schneiddianmant tragenden
Diamantstab 15 um ihre Längsachse schwingbar trägt.
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Nach hinten hat der Tragarm 13 einen federnden Hebelarm 16 mit einer
kleinen Rolle, die an einer Nockensch :eibe der Nokkenwelle 9 anliegt und dem Tragarm
13 nebst Führungsschwinge 14 und Diamantstab 15 zeitweise eine Aufundabbewegung
erteilt. Der Hebela:rin 16 ist deshalb federnd, weil die ihm entsprechende, auf
der l\to,ckenwelle 9 sitzende N.ocke in ihrer Größe natürlich gleichbleibend ist,
aber die Hebe- und Senkbewegung des Tragarmes 13 je nach der Entfernung des Diamanten
vom oberen Ende des Diamantenstabes 15 veränderbar sein muß. Die Anhebebewegung
des Tragarmes 13 ist durch eine am Ständer A angeordnete Regulierschraube 17 nach
oben begrenzt, so daß man mittels dieser Schraube 17 die genaue Lage der durch den
Diamant hervorgerufenen Ritzstelle ich Glasrohr G einstellen kann. Zu diesem Zweck
ist ferner der Dia,mantstab 15 in der Führungsschwinge 14 mittels einer Schraube
15a seiner Höhe nach verstellbar befestigt.
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Unter dem Tragarm 13 ist ein Anschlagarm 18 .angeordnet, der mit dem
Tragarm 13 durch eine Stange 18a frei schwingbar gekuppelt ist (Abt. 2). Der Anschlagarm
18 dient zur Parallelführung des Diamantstabes 15 in der Weise, daß der Anschlagarm
18 im kraftschlüssigen Zusammenwirken mit einer am Diamantstab 15 angreifenden Feder
18b den Diamantstab 15 während des Vorschubes des Glasrohrs G bis auf die gewünschte
Abschnittlänge und während seiner Senkung bis unter die Anritzstelle in lotrechter
Achserrichtung mit dem Glasrohr G hält, den Diamantstab 15 jedoch freigibt, wenn
er, durch die Steuerung veranlaßt, die Ausschwenkbewegung für das Anritzen und diejenige
für das Ablegen des. abgetrennten Abschnittstückes ausführen muß.
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Über dem Tragarm 13 befindet sich ein Zugarm i9, der vorn mittels
Lenkers am Tragarm i9 angelenkt und nach hinten mit einer am StänderA in Spitzen
gelagerten Schwinge 2o verbunden ist, die am oberen Ende mittels einer kleinen Rolle
an einer zweinasigen Nockenscheibe der Nockenwelle g anliegt. Läuft diese Rolle
über die kleine Nocke der Nockenscheibe, so zieht der Zugarm 19 den Diamantstab
15 ein wenig nach hinten an die innere Wand. der Glasröhre G und läßt dort den Diamant
die Glasrühre G von innen anritzen, während beim Laufen der Rolle über die große
Nocke der genannten Nackenscheibe der Diamantstab 15 weit nach hinten übergelegt
wird und damit die Bewegung des Auswerfens und Ablegens des vom Glasrohr G abgetrennten
Abschnittstückes ausführt. Der Zug-' arm i9 bewirkt also die Schwenksteuerung der
Führungsschwinge 14 bzw. des Diamantstabes 15, während der Hebelarm 16 mit dem Tragarm
13 die Hubsteuerung des Diamantstabes 15 ausführt. Die Größe der Ausschwingbewegung
der Führungsschwinge 14 und damit der Druck, mit dem der Diamantstab 15 bzw. der
Diamant an die Innenwand des Glasrohres 0 von innen angedrückt wird und den Schnitt
ausführt, ist mittels einer Regulierschraube 24 einstellbar.
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Auf dem Diamantstab, 15 ist ein Einstelltisch 21 längs verschiebbar
geführt. Dieser ist in seiner Bewegung nach unten durch einen verstellbaren Anschlag
22 begrenzt. Mit Hilfe dieses Einstelltisches 21 wird die Länge der gewünschten
Glasrohrverarbeitungsabschnittstücke eingestellt. Die Bewegung des Einstelltisches
21 nach oben zum Entgegennehmen und Einstellen des Glasrohres G sowie seine Bewegung
zum Auswerfen bzw. Ablegen des abgeschnittenen Glasrohrstückes erfolgt durch einen
vorteilhaft gabelförmigen Auswurfhebel 23, der an der Rückseite des Ständers A in
Spitzen gelagert ist und eine Rolle trägt, die an einer Nockenscheibe der Nockenwelle
9 anliegt. Der Einstelltisch 21 ist durch den gesteuerten Auswuwfhebel23 derartig
gesteuert, daß der Auswurfhebel 23 den Einstelltisch 21 nach dem Aufsetzen des Glasrohrs
G zwecks Eingreifens des Diaman.tstabes 15 in letzteres und Anritzens des Glasrohrs
von innen nach unten gleiten läßt und nach erfolgtem Anritzen und Abschränken des
Abschnittstückes vorn verbleibenden Glasrohr G wieder nach oben in seine Ausgangslage
am Diamantstab 15 schiebt und dadurch das Abstreifen des Abschnittstückes vom Diamantstabende
und
sein Ablegen aus der Vorrichtung bewirkt.
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Die Sdteuerumg des- Diamantstabes 15 und die iorganische Zusammenarbeit
der Einspann-und Drehvorrichtung B sowie der Vorschub-, Abschneide- und Auswurfvorrichtung
C geschehen wie folgt: Beim Abheben. der Druckrollen 7a, 7 b mittels der Druckstange
8 vom Glasrohr G bzw. von den, Antriebrollen 2a, 2b, 2C und beim Aufsetzen des nachru
tschenden Glasrohrs G auf den Einstelltisch 21 wird der Diamantstab, 15 vermittels
des Tragarmes 13, der Führungsschwinge 14 und deren Steuerungsteilen 16, 17, 18,
19 in Richtung der Längsachse des G1as'nolhrs G bis zur gewünschten Höhe in das
untere Ende des Glasmohrs eingeschoben. Nach :de, Sienken des Einstelltisches 21
durch den Auswurfliebe123 drückt der Druckarm 6, 7 reit den beiden Druckrollen 7a,
7b mittels elastischen weichen Federzuges das Glasrohr G gegen die rotierenden AntriiebraUen
2ä, 2b, 2C, Wodurch das Glasrohr gedreht wird. Der Diamantstab 15 wird hierauf durch
die von der Steuerung i9 verschwenkte Führungsschwinge 14 mit dem Diamanten gegen
die lnnenw andung des rotierende. Glasrohrs Gr zwecks Ausführung der Anritzung desselben
gedrückt. Nach der Zurücksichwenkung in .die lotrechte Achsenrichtung des Glasrohrs
C' s wird der Diamantstab 15 bis unter dessen Anritzstelle gesenkt. Nach dem Erhitzen
der Anritzstelle durch den Stichflammenbrenner io und nach denn Abtrennendes Abschnittstückes
wird der Diamantstab 15 durch die Führungsschwinge 14 nach hinten geschwenkt, während
gleichzeitig der Auswurfhebe12.3 den Einstelltisch 2 r ,auf denn Diamantstab 15
nach loben verschiebt, so daß das vom Glasrohr G auf die gewünschte Verarbeitungslänge
abgetrennte Abschnittstück aus der Abtrennvorrichtung abgelegt wird. Hierauf kehren
sämtliche Teile wieder in ihre Anfangsstellung zurück.
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Am Sitänder A ist oben ein Stab mit Führungsring 25 angeordnet, der
in der Fabaikation krummgezogene Glasröhren G führt und jeweils das Glasrohr G bei
der ständigen Drehung während der Abtrennung der Abschnittstücke im unteren. Teil
der Vorrichtung vor dem Schleudern und Zerbrechen bewahrt.
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An der Rückseite des StändersA befindet sich eine Gleitbahn R (Abt.
4), auf der die abgelegten bzw. ausgeworfenen 'Glasröhrenabschnittstücke in einem
SaminelkastenS abrutschen.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Abtrennvorri:chtung ist im Zusammenhang
die folgende: Ein Glasrohr G von Originallänge wird von Hand in die Einspannvorrichtung
B eingesetit, .indem man es mit dem soberen Ende durch den Führungsring 25 schiebt,
mit dem unteren Ende bei von Hand abgehobenem Druch.arm 6 vor die Antriebrollen
2a, -bl -c
legt und den Druckarm sodann durch seine Zugfeder in; seine
normale Stellung ziehen' läßt, @sio. daß die Druckrollen 7a, 7b das Glasrohr G gegen
die von dem Antrieb 3, 4, 5 ständig gedrehten Antriebrollen 2a, 2b, 2c drücken und
dadurch das Glasrohr G ebenfalls ständig gedreht wird. Das Glasroh rende braucht
Trierbei nur etwa i cm unter die unteren Antriebriollen herauszuragen. Es kann jedoch
auch sogleich unmittelbar bis auf die Oberkante des Einstell- und Auswur ftisches
a i eingeführt werden.
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Zum Einführen des Glasrohrs G braucht man den Druckarm 6, 7 mit seinen
Druckrollen. 7a, 7b nicht notwendigerweise von Hand von den Antriebrollen 2a, 2b,
2c abzuschWezn,-ken, damit das Glasrohr zwischen die Antriebrollen und Druckrollen'
eingeführt werden kann; man kann diese Einführung des Glasrohrs G zwischen die Antriebr
ollen und Druckrollen auch dann erfolgen lassen, wenn der Druckarm 6, 7 durch die
Steuerung vermittels der Druckstange 8 selbsttätig vorn den Antrieb,rollen abgeschwenkt
wird.
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Nach dem Auswerfen des, zuletzt abgetrennten Glasröhrenabschnittstückes
oder des verbliebenen Glasröhrenrestes 'befindet sich der Diamantstab.15 in lotrechter
Stellung, und zwar gleichachsig mit der Längsmittelachse des Glasrohrs G, wobei
der Einstelltisch 21 durch deal Auswurfhebel23 in seine höchste Stellung gehoben
isst. Nunmehr schwenkt die gesteuerte Druckstange 8 den Druckarm 6 mit seiner Druckwelle
7 und den Druckrollen 7a, 71'
vom Glasrohr C'r ein wenig ab., so daß dieses
zunächst bis auf den Einstelltisch 2 i durchrutscht, sofern das neue Glasrohr nicht
bereits voirher schon bis auf den Einstelltisch 21 eingeführt worden ist. Sodann
schiebt sich der Diamantstab 15, gesteuert durch den Tragamin 13 und die Teile 14,
17, 18, um einige Millimeter durch die Oberfläche des Einsterlltischen 21 hindurch
von unten in die Öffnung des Glasrohrendes ein, um die Glasröhre abzufangen und
deren Abrutschen vom Einstelltisch 21- zu verhindern.- Der Auswurfhebel 23 senkt
sich jetzt infolge seiner Nockensteuerung so tief wie möglich, so daß der Einstelltisch
a 1 mit ,dem auf ihm sich abstützenden Glas ?ohr G nach unten bis zum Anschlag an
den Anschlagring 22 gleiten kann. Auf diese Weise rutscht das Glasrohr G um die
gewünschte Abschnittlänge vor nach unten. Jetzt gibt die Drwckst.ange 8 den Druckarm
6 wieder frei bzw. zieht die Gegenfeder (auf der Zeichnung nicht sichtbar) den Druckarm
6 mit den beiden Druckrollen 7a, 7b gegen die Glasröhre .G, die dadurch gegen die
rotierenden
Antriebrollen 2a, 2b, 2c wird, so da.ß dadurch die
GlasröhreC'r selber gedreht wird und von jetzt an während des ganzen weiteren Verlaufes
des Abtrennvorgangs in Drehung verbleibt. Da die Glasröhre G mittels weichen Federzuges
durch die drehbaren Druckrollen 7a, 75b gegen die rotierenden Antriebrollen
2a, 21,, 2v gedrückt wird und die hierdurch hervorgerufene Drehung der Glasr öhxe
G zwischen den leicht drehbaren Druckrollen und Utriebrollen erfolgt, so wird die
Glasröhre G bei dieser ständigen Drehung in denkbar bester Weise geschont.
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Gleichzeitig mit der Anlegung der Glasröhre G gegen die Antriebroll@en
2a, 2b, 2t# wird durch den gesteuerten Zugarm ig und die Führungsschwinge
14 der Diamantstab 15 ein wenig nach hinten geschwenkt, so daß der Diamant
das rotierende Glasrohr G an seiner Innenwand berührt und eine kreisrunde Anritzung
ausführt. 'Hierauf kehrt der Diamarntstab 15, geführt von seiner durch den
gesteuerten Zugarm 19 bewegten rührungsschwinge 14, in seine lötrechte, mit
der Längsmittelachse des Glasrohrs C1 übereinstimmende Stellung zurück und wird
durch den gesteuerten Tragarm 13 noch um einige Millimeter gesenkt, so daß
das obere Ende des Diamants:tabes 15 unter der kreisförmigen Anritzu.ng der
Glasröhre liest, damit bei der nachfolgenden Erhitzung der Anritzstelle von außen
der Diamant außerhalb des unmittelbaren Hitzebereichs sich befindet.
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jetzt wird durch die Nockensteuerung das Druckventil. 12 vermittels
seiner Steuerrolle 12a geöffnet und gibt den Durchfiuß von Druckluft und Gas um
Brenner io frei, so daß an diesem eine kleine, scharfe Stichfl.a.nime entsteht,
die das Glasrohr G an der Anritzstelle erhitzt. Die Folge dieser Er, hitzung ist
die Erzeugung einer eng begrenzten Spannung an der Anritzs.telle mit dem Ergebnis,
daß das Glasrohr an dieser Stelle abschränkt, zumeist schon, bevor der Diama.7rtstab
15 mit dem Einstelltisch 2 i die kleine. Bewegung um einige Millimeter nach
unten gemacht hat. Bei einer kleinen Verzögerung des Abs.chränkens fällt das Abschnittstück
auf die Oberfläche des um wenige Millimeter zurückgezogenen Einstelltisches 2 i.
Darauf -wird durch eine Gegenfeder im Druckventil 12 dieses -wieder geschlossen,
die Luft- und Gaszufuhr nach dem Brenner i o wieder unterbrochen, und die Stichflamme
erlischt.
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Nunmehr legt sich. der Diamantstab 15 unter Einwirkung des gesteuerten
Zugarmes ig und der Führungsschwinge 1q. erneut, jetzt aber -weit nach hinten, während
gleichzeitig der Auswurfhebel 23 unter dem Eintiuß seiner Nockenscheibe angehoben
wird und den Einstell- und Auswtnrftisch 21 von unten anhebt und ihn bis zum oberen
Ende des Diamantsta.bes 15 verschiebt. Dadurch wird das abgeschnittene Stück Glasrohr
freigege>en und rutscht nach hinten auf die Gleitbahn R ab. Hiernach beginnt der
Arbeitsgang der Abtennvorrichtung von neuem.
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Die in Originallängen eingesetzten Glasröhren G werden auf diese Weise
bis zu einem verbleibenden Restende von etwa q. cm Länge in die Verarbeitungslängen
zerteilt. wobei die Anordnung der Antriebrollen 2a, 2b, 2c und der Druckrollen
7a, 7b zueinander dazu beiträgt, daß die Maschine die nicht mehr verarb,eitbaren
Reststücke der Glasröhre so klein wie möglich hält.
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Eine beliebige Anzahl der beschriebenen Einzelabtrennvorrichtungen
ist nebeneinander auf einem Tisch befestigt (Abb.3 und 5). An der Rückseite dieses
Tischgestells ist unterhalb der Tischplatte der Antriebsmotor M mit seinem Reduziergetriebe
26 vorgesehen. Er treibt eine Hauptwelle 27 an, deren Riemenscheiben durch Riemen
mit den Riemenscheiben der Hauptwellen 5 der Iinzelvorrichtuligen verbunden sind.
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Statt, wie beschrieben, von den Hauptwellen 5 die Einspann- und DrehvorrichtungenB
der Einzelvorrichtungen anzutreiben, ist es jedoch auch möglich, diese VorrichtungenD
bereits von der Hauptwelle 27 aus durch eine endlose Kette oder durch Kegelräder
o. dgl. unmittelbar anzutreiben. In diesem Falle werden von der Hauptwelle 27 aus
die Nockenwellen 9 der Einzelvorrichtungen ebenfalls unmittelbar einzeln angetrieben,
und Zwar unter Beibehaltung einer Ausschaltvorrichtung jeweils mir für die Vorschub-,
Abschneide- und Auswurfvorrichtung C. In dem Ausführungsbeispiel nach Abb..l der
Zeichnung ist zum Aus- und Einrücken der Einzelvorrichtungen beispielsweise ein
Spa.nnrollenausrücker 28 vorgesehen. Statt dess;n kann jedoch auch eine Friktionskupplung
oder andere Ausrückvarrichtung gewählt werden.
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An der Vorderseite des Tischgestells unterhalb der Tischplatte befinden
sich eine gemeinsame Gasleitung 29 und gemeinsame Luftleitung 3o mit ihren Abzweighähnen
und Verbindungsrohren oder -schläuchen zu den Brennern der Einzelvorrichtungen.
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Statt, wie bei dem Ausführungsbeispiel nach der Zeichnung, die Einzelvorrichtungen
stehend anzuordnen, wäre auch ihre liegende Anordnung ah sich möglich. Die stehende
Anordnung gibt jedoch den Vorteil, da:ß das Glasrohr beim Öffnen der Einspann- und
Drehvorrichtung B durch das Eigengewicht nachrutscht, -während bei liegender Anordnung
das Glasrohr durch eine besondere Einrichtung und Steuerung um die gewünschten Abschnittlängen
vorgeschoben -werden muß.