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Verfahren und Maschine zur Fertigstellung von Glasbirnen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zur Fertigstellung von Glasbirnen. Die Erfindung besteht darin, dass der Halsteil der Birne oberhalb des Halsendes erhitzt wird, damit dieser erhitzte Teil durch das Gewicht des Halsendes gestreckt werden kann und dieser gestreckte Teil dann durch eine Flamme von hoher Geschwindigkeit abgeschnitten wird, worauf der verbleibende noch heisse Halsteil aufgeweitet wird. Die Maschine besteht in einer Vorrichtung, durch welche die Birnen selbsttätig in die einzelnen Arbeitsstellungen gebracht werden, in denen sie nacheinander der Einwirkung der den Hals formenden Geräte ausgesetzt werden. Ausserdem sind Vorrichtungen als Hilfsgeräte vorgesehen, mittels deren die Birnen selbsttätig in die erste Arbeitsstellung gebracht und aus der letzten Arbeitsstellung abgelegt werden können.
In den Zeichnungen zeigt Fig. i den Grundriss einer beispielsweise dargestellten Maschine, die eine Blasepfeife in der Lage zeigt, in welcher eine Birne zugebracht wird, Fig. 2 ist ebenfalls ein Grundriss, in dem gewisse Teile der Maschine entfernt sind, und die unter dem Tisch liegenden Teile durch punktierte Linien angedeutet sind.
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt des Antriebes für den Drehkopf, Fig. 4 ist ein Teil einer Seitenansicht von Fig. 3, Fig. 5 ein senkrechter Schnitt nach Linie 5-5 in Fig. 2 und zeigt den schrittweisen Antrieb zur Drehung des Drehkopfes, Fig. 6 ein Grundriss der Vorrichtung nach Fig. g, Fig. y eine Seitenansicht der Vorrichtung zum Abstreifen der Birne, Fig. 8 eine Vorderansicht, Fig. 9 ein Teil eines Schnittes nach Linie 9-9 in Fig. 8, Fig. 10 ist ein Querschnitt nach der Linie 10-10 in Fig. 7, Fig. II ist eine Seitenansicht der Zuführungsvorrichtung und der dazugehörigen Teile in der ersten Arbeitsstellung der Birne, die punktiert angedeutet ist. Fig. 12 ist ein Teil einer Schnittansicht nach Linie 12-12 in Fig. i in der zweiten Arbeitsstellung, Fig.
I3 ist eine der Fig. 12 ähnliche Ansicht, nach der Linie 13-13 in Fig. i bei einer dritten Stellung, Fig. 14 zeigt eine Reihe von Ansichten A-E, die die einzelnen Zwischenformen des Halses darstellen. Fig. 15 zeigt die Aufweitevorrichtung, Fig. 16 die Abhebevorrichtung, Fig. 17 einen wagrechten Schnitt nach Linie 17-17 in Fig. 16, Fig. 18 eine Einzelansicht des Birnenhalters, Fig. 19 einen Teil der Abhebevorrichtung aus Fig. 16.
Die verschiedenen Einrichtungen sind auf einem Tisch von passender Höhe angebracht. Die Antriebsvorrichtung für diese Einrichtung ist soweit wie möglich unter der Tischplatte angeordnet und besteht aus der Hauptwelle 21, die unter der Tischplatte 20 gelagert ist und durch ein Vorgelege 23 auf einer Stirnplatte 20a des Tisches und eine Reibungskupplung 24 von einem Motor 22 aus angetrieben wird (Fig. I, 2,6).
Der Drehkopf und seine Antriebsvorrichtung (Fig. i bis einschliesslich 6).
Unter der Tischplatte ist parallel und vor [der Welle 21 eine Vorgelegewelle 25 gelagert (Fig. 3), die durch Kegeltriebe 26 eine senkrechte Welle 27 treibt, auf der oberhalb der Tischplatte ein Zahnrad 28 sitzt, welches in Eingriff mit einem Zahnrade 29 steht und auf der Nabe des Drehkopfes 30 befestigt ist. Der Drehkopf besitzt eine Anzahl von Birnenhaltern 31 (im vorliegenden Falle sechs).
Auf der Welle 21 aufgekeilt sitzt dicht an der Endplatte des Tisches ein Hebel 32.
Er trägt an seinen Enden Zahnsektoren 33 und 34, die einen Trieb 35 schrittweise drehen. Auf dem Trieb sitzt ein Kurbelzapfen 36, auf dem eine Klinke 37 verschiebbar aufgesetzt
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ist, deren freies Ende mit einem konischen Stift 38 versehen ist und zwischen einer Scheibe 40 und einem Rade 41 liegt. Die Klinke ist aus zwei bei 39 drehbar zusammengesetzten Teilen zusammengesetzt. Die Scheibe hat sechs Löcher 42, von denen jedes den Stift 38 aufnehmen kann. Auf der einen Seite der Klinke sitzt oberhalb der Welle 21 eine Rolle dz die auf der Nockenbahn 44 eines am Hebei- ? befestigten Segmentes rollt.
Eine Spiralfeder 45 zieht das freie Ende der Klinke 37 gegen das Rad 41 und hebt dadurch den Stift 38 aus den Löchern 42 der Scheibe 40 heraus, während die auf die Rolle 43 wirkende Nockenbahn 44 bestrebt ist, die Klinke nach der entgegengesetzten Richtung zu bewegen, und zwar dann, wenn die Klinke vorwärtsbewegt wird. Die Teilkreisdurchmesser der Zahnsektoren 33 und 34 und ihre Längen und der Teilkreisdurchmesser des Triebes 35 sind so bemessen, dass der Trieb eine volle Umdrehung macht. Der durch die Halbdrehung des Triebes bewirkte Hub der Klinke 37 ist so gross, dass, wenn der daran befindliche Stift sich in dem einen Loch der Scheibe befindet, diese Scheibe 40 und die Welle 25 um 600 gedreht werden.
Um ein zu weites Ausgreifen der Klinke zu verhindern, sind im Umfange einer neben dem Triebe 35 gelagerten Scheibe Kerben 47 vorgesehen, in die eine unter Wirkung einer Feder stehende Bremsrolle 48 eingreift (Fig. 5).
Bei Beendigung der halben Drehung des Triebes 35 kommt der Zahnsektor 34 ausser Eingriff mit dem Trieb-35, während die Bahn 44 sich von der Rolle 43 abhebt, so dass die Feder 45 den Stift 38 aus dem Loch der Scheibe herausziehen kann, wobei das Rad 41 als Anschlag für diese Seitenbewegung der Klinke dient. Eine weitere Drehung der Welle 21 wird nun den Zahnsektor 33 in Eingriff mit dem Trieb 35 bringen, wodurch eine weitere
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Trieb 35 gekommen ist, wird dieser an einer freien Bewegung durch die Rolle 48 verhindert.
Wenn die Welle 21 ihre Drehung vollendet, legt sich die Bahn 44 gegen die Rolle 43 und schiebt die Klinke schliesslich so, dass deren Stift in das folgende Loch in der Scheibe 40 fasst, wodurch die Teile in die dargestellte Lage gebracht werden, aber die Welle 25 um 60 vorwärtsgedreht ist. Wenn jedoch, wie oben beschrieben, der Stift 38 nicht richtig in das nächstfolgende Loch fasst, so dass die Bahn 44 durch Zusammenwirken mit der Rolle 43 das freie Ende der Klinke nach der Seite bewegen kann, gleitet das ent-
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feder 46, die auf der Klinke sitzt und gegen den Kopf des Kurbelzapfens anliegt.
Diese Vorwärtsbewegung der Klinke zwingt dann den Stift 38, auf ihrem freien Ende sich auf der Fläche der Scheibe 40 hinzubewegen, bis er das nächstfolgende Loch in der Scheibe trifft, in das er dann unter Wirkung der Feder 46 eintritt.
Um eine Zuweitdrehung des Drehkopfes zu verhindern, ist eine Verriegelungvorrichtung vorgesehen (Fig. 4). Sie besteht aus einer unter Federwirkung stehenden Klinke 50, die nacheinander in Kerben 51 der Nabe des Drehkopfes eingreift, wobei die Klinke den Drehkopf im entsprechenden Augenblick unter Wirkung einer auf der Welle 21
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fasst, wenn die Birnenhalter des Drehkopfes sich in gewissen mit J-F7 benannten Stellungen befinden. Mit dieser Verriegelungsvorrichtung zusammen arbeitet eine Reibungsbremse 53 (Fig. 6), die in geeigneter Weise an dem einen Ende der Welle 25 und an der Stirnplatte des Tisches 20 befestigt ist, und die Drehung der Welle 25 und des Drehkörpers bremst und so den Anschlag des letzteren gegen die Klinke 50 mildert. Die Nabe des Drehkopfes ist auf Kugeln 55 gelagert.
Sie ist hohl und nimmt einen hohlen Ständer 56 auf. In ihm liegt eine senkrechte Welle 57, die von der Haupt stelle aus stetig durch die Ktgeltriebe 60 und 59 angetrieben wird und am oberen Ende ein Zahnrad 58 trägt.
Die Birnenhalter 31 sind im Drehkopf in geeigneter Weise angebracht und stehen im Kreise in gleichen Abständen voneinander. Jeder von ihnen besitzt einen Trieb 61, der in das Zahnrad 58 eingreift und von diesem aus stetig gedreht wird. Im Trieb sitzt ein Spannfutter 62. Da der Hals vom unteren Ende der Birnenmündung entfernt werden soll, während die Birne sich in dem Drehkopf befindet, sind die Vorrichtungen zum Entfernen des Halses zwischen der Tischplatte und dem Drehkopf angeordnet. Angesichts dieses Umstandes ist es wichtig, dass die Birnen von den Spannfuttern in einem gleichmässigen Ab. stande von der Tischplatte gehalten werden.
Die in der Zeichnung dargestellten Spannfutter sind von der richtigen Konstruktion, um eine Birne der dargestellten Form zu halten, und da bei einer solchen Birne die Seitenwandungen zum Teil aus einem Kegelmantel bestehen, hat es sich als ratsam erwiesen, die Bohrung 63 der Futter ebenfalls konisch zu machen, damit die Birne im richtigen Abstand von der Tischplatte gehalten wird. Oberhalb dieser konischen Bohrung ist das Spannfutter nach oben hin erweitert, so dass, wenn während des Arbeitsvorganges eine Birne zerbrechen sollte, die Bruchstücke in die Bohrung geleitet und durch diese hindurchfallen werden.
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Um zu verhindern, dass Glasteilchen die Zähne der Getriebe auf dem Drehkopf ver- stopfen, ist dieses mit einer Platte 64 abgedeckt.
Die bisher beschriebenen Vorrichtungen dienen dazu, die Birne zu halten und sie nach und nach von einer Arbeitsstellung zur anderen zu bringen.
Das Abstreifen und Einlegen der Birne. (Siehe Fig. I, 7,8, 9, 10 und XI.)
Oberhalb des Tisches und hinter der Stellung 1 des Drehkopfes befindet sich eine Überführungsrinne 66, die die Birne von einer links davon liegenden Abstreifvorrichtung empfängt und der ersten Arbeitsstellung übergibt. Diese besteht aus einer Abstreifplatte 69, die auf einem Lager 67 ruht. Die Platte 69 ist bei 70 (Fig. 8, 9) ausgeschnitten, so dass, wenn eine Blaspfeife mit Birne von vorn her in diesen Ausschnitt eingelegt und dann herausgezogen wird, die Birne durch die Backen des Ausschnittes angehalten und dadurch vom Blasrohr abgestreift wird.
In der Abstreifplatte 69 und einem gegenüberliegenden Ständer 68 liegt eine schräggeneigte Schwenkwelle 71, die eine Schale 72 trägt. Auf der Welle 71 sitzt ein Schwenkarm 73 (Fig. 10, 7), der durch eine Verbindungsstange 74 mit einem Hebel 75 gekuppelt ist, der unter der Tischplatte drehbar gelagert ist und gewöhnlich auf einem auf der Welle 21 festsitzenden Nocken 76 unter Wirkung eines Gewichts 77 anliegt. Die Verbindungsstange enthält eine zusammenpressbare Feder 78, so dass der Hebel 74 unter gewissen, nachfolgend beschriebenen Bedingungen durch den Nocken gehoben werden kann, ohne dass der Schwenkarm 73 angehoben wird. Von einer Spiralfeder 79 ist das eine Ende mit der Welle verbunden, während das andere Ende gegen den Schwenkarm 73 anliegt und ihn gegen den Knaggen 80, der auf der Welle 71 sitzt, drückt.
Das vordere Ende der Welle 71 trägt einen Haken 81, der gewöhnlich nach Fig. 8 seitlich des Ausschnittes 70 liegt, aber an diesem Ausschnitt vorbeibewegt wird, wenn der Hebel 73 durch das Gewicht 77 nach unten gezogen wird, indem in diesem Augenblick die Welle durch die Feder 79 bewegt wird.
Am vorderen Teil 69 des Ständers sitzt auf der dem Haken 81 gegenüberstehenden Seite ein Riegel 82 (Fig. 8), der gewöhnlich durch eine Feder in solcher Lage gehalten wird, dass sein freies Ende quer vor dem Ausschnitt liegt. Das Ende des Riegels ist grösstenteils bogenförmig, mit dem Mittelpunkt des Bogens im Drehpunkt ausgebildet und an der
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Hakens sitzt ein Stift 85. Wenn nun ein Blasrohr von oben her in den Ausschnitt eingelegt wird, wird der Riegel 82 niedergedrückt und wenn währenddessen der Schwenkhebel 73 durch das Gewicht 77 nach unten gezogen wird, wodurch die Welle 71 gedreht und der Haken 81 übergeworfen wird, wird der Stift 85 des letzteren, indem er das bogenförmige Ende des Riegels trifft, die Drehung der Welle verhindern, wobei gleichzeitig die Feder 79 nachgiebt.
Unter diesen Umständen fasst der Finger 84 unter diesen Stift und der Riegel wird daran verhindert, wieder nach oben zu gehen, bis der Haken durch das nachherige Anheben des Gewichts durch Nocken 76 in die in Fig. 8 gezeigte Normalstellung zurückbewegt ist.
Links vom Ständer und unter der Fläche der Schale 72 befindet sich eine am Ständer 67 in geeigneter Weise befestigte Ableitungsrinne 86, welche die darauf fallenden Gegenstände von der Maschine fortleitet.
Auf einer freitragenden Stange 87, die im Ständer 68 lagert, sitzt drehbar eine Haube 88, die vorn und unten offen und mit einem wärmeisolierenden Mittel, wie Asbest, ausgekleidet ist. Die unteren Kanten der Wände dieser Haube befinden sich etwas über den Wänden der Schale 72. Ein Stift 89 an der Hinterwand der Schale fasst in einen senkrechten Schlitz 90 in der Haubenhinterwand, die bis über die Wände hinausragt. Wenn daher die Schale nach der einen oder der anderen Seite durch eine entsprechende Bewegung der Welle 71 gekippt wird, wird die Haube sich mit der Schale auf ihrem Drehzapfen drehen. Diese Stellungen sind durch die punktierten Linien in Fig. 10 angedeutet.
Wenn die Blaspfeife von oben her in den Ausschnitt 70 eingelegt und eine Birne mit dem daran hängenden Halse davon abgestreift wird, fällt die Birne in die Schale. Durch das Einlegen der Blaspfeife wird der Riegel 82 niedergedrückt. Nachdem das Blasrohr wieder herausgenommen ist, kann der Riegel wieder seine normale Stellung einnehmen.
Wenn der Schwenkarm 73 nun durch das Gewicht nach unten bewegt wird, wird die Schale nach rechts geschwenkt (wobei die Haube ebenfalls diese Bewegung mitmacht) und die Birne wird in die Einlegerinne 66 gelegt. Befindet sich jedoch das Blasrohr noch im Ausschnitt 70, wenn der Schwenkarm bereits nach unten bewegt wird, wird der Haken 81 gegen eine Bewegung durch den Riegel wie oben beschrieben gesichert, so dass die Schale diesesmal nicht gekippt wird, und die Birne wird in der Schale verbleiben, bis bei der weiteren Drehung des Nockens der Riegel 82 vom Haken 81 gelöst wird, so dass das Gewicht 77 den Schwenkarm 71 bei der weiteren Drehung des Nockens nach unten bewegen
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kann.
Wenn die Welle sich so drehen könnte, dass die Schale vor Entfernung des Blasrohrs gekippt werden könnte, würde die Birne nicht ordnungsmässig in die Einlegerinne gelegt werden.
Wenn der Arbeiter, nachdem er, wie beschrieben, eine Birne gelöst hat, sieht, dass diese schadhaft ist, kann er beim Herausnehmen der Blaspfeife mit dem Aufnahmeende an den Haken schlagen, wodurch die Schale nach links glkippt wird und die abgelöste, schad- hafte Birne in die Abfallrinne 86 fallen kann.
Die Überführungsrinne 66 befindet sich, wie gesagt, rechts von der Abstreifvorrichtung und gegenüber und senkrecht hinter der Arbeitsstellung 1. Sie ist mit ihrem vorderen Ende fest mit dem einen Ende einer Stummelwelle 91 verbunden, die im Kopf eines Ständers 92 auf dem Tisch gelagert ist. Dieser Ständer hat eine solche Höhe, dass die Welle sich über dem Drehkopf befindet. Auf dem anderen Ende der Welle ist ein Schwenkhebel 93 aufgesetzt, der durch eine Verbindungsstange 94 mit dem Ende eines Hebels 95 verbunden ist, der drehbar unter dem Tische gelagert ist und durch einen Nocken 96 der Antriebswelle 21 gehoben werden kann.
Auf dem Ende der Welle 91 ist ferner eine Kurbel 97 befestigt, deren Kurbelzapfen 98 unter dem Druck einer Feder 99 (Fig. I) unter den Schwenkarm 93 fasst. Das eine Ende dieser Feder ist mit dem Schwenkhebel, das andere Ende mit einer Scheibe 100 verbunden, die eine Reihe von Löchern hat, durch welche die Kurbel in verschiedenen Winkeln eingestellt werden kann.
Rechts an der Überführungsrinne 66 ist ein Arm 101 befestigt, der am freien Ende eine Welle 1M quer über die Einlegerinne trägt. Auf dieser Welle sitzt drehbar ein Hebel 103, dessen vorderes Ende eine schaufelförmig gestaltete Spenplatte besitzt (Fig. i, u) und der für gewöhnlich durch eine um die Welle 102 gewickelte Spiralfeder 104 gegen das vordere Ende der Einlegerinne gepresst wird. Dieser Hebel hat den Zweck, zu verhindern, dass die Birnen in der Einlegerinne diese verlassen, ausser wenn dies gewünscht wird. Das hintere Ende der Rinne ist, wie in Fig. i gezeigt, geschlossen, so dass die Birnen auch nicht nach hinten hinaus können.
Wird die Einlegerinne 66 infolge der Drehung der Welle 91 in die fast senkrechte Lage über der Arbeitsstellung gebracht, stösst das hintere Ende des
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Nach Fig. i und ti wird eine Birne, die von der Abstreifschale nach rechts umgelegt wird, in die Einlegerinne fallen, worauf der Nocken 96 durch die oben beschriebene Vorrichtung die Einlegerinne um die Achse der Welle 91 drehen kann, wodurch ihr hinteres Ende angehoben wird. Bei Beginn der Bewegung wird die Birne durch die Platte 103 daran verhindert, vorn aus der Rinne hinauszugleiten. Die Einlegerinne wird schliesslich in eine senkrechte Lage unmittelbar über der Station I bewegt werden. Die Winkelstellung des Nockens 96 auf der Welle 21 ist eine solche, dass die Rinne gekippt wird, während die vorher eingelegte Birne sich in der Lage in Arbeitsstellung I befindet. Kurz bevor das Ende der Platte 103 den Finger 105 trifft wird durch die den Drehkopf schrittweise bewegende Vorrichtung die vorher eingelegte Birne nach Arbeitsstellung 11 bewegt.
Trifft dann das Ende des Sperrhakens den Finger 105, so wird die Schaufel vom vorderen Ende der Einlegerinne entfernt und die Birne kann nun mit dem Halsende nach aus der Rinne in das leere Spannfutter des Drehkopfes gleiten. Durch entsprechende Anordnung des Fingers kann die Abgabe der Birne in das Spannfutter ohne Stoss erfolgen.
Die Mittel, um den Hals zu entfernen (Fig. I2, 13 und 14).
Unter dem Drehkopf sind in der Arbeitsstellung I und II Brenner 110a und 110b je auf einem Halter 111 angebracht, der durch eine Klemmschraube llla und Stellschraube ll1b verstellbar in der Tischplatte gelagert ist. Mit diesem Brenner wird eine flache, wagrechte Flamme mit hoher Geschwindigkeit gegen den Hals der in den Spannfuttern in den Stationen gehaltenen Birnen gerichtet. Die Birne bei I hat das in Fig. 14 bei A gezeigte Aussehen. Die Beziehung zwischen der Antriebsvorrichtung für die Einlegeschale zu der Vorrichtung für die schrittweise Bewegung des Drehkopfes ist eine solche, dass, nachdem die Birne in Arbeitsstellung I in das Spannfutter eingebracht ist, sie für eine kurze Zeit noch nicht nach der folgenden Stellung bewegt wird.
Während dieses Zeitraumes heizt die Flamme den Hals der Birne vor, die durch die oben beschriebene Vorrichtung stetig in Umdrehung versetzt wird, so dass, wenn der Drehkopf zur nächsten Arbeitsstellung weiter gedreht wird, die Birne mit dem vorgeheizten Halse, die sich vorher in Stellung I befand, nach Stellung Il bewegt wird, wo sich der zweite Brenner 110b befindet. Ein dritter Brenner 110c ähnlicher Art befindet sich in Stellung Ill.
Der Tisch ist mit Öffnungen 115, 116 und 117 (Fig. 2, 12, 13) versehen, welche sich bei den Arbeitsstellungen I. II und III befinden. Fig. 2, und unter diesen Öffnungen sind
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Ableitungs rinnen 118, 119, 120 vorgesehen. Neben den Stationen I und II sind oben auf dem Tisch Schutzbleche 121 geneigt angebracht, um Glasstückchen, die sich oft neben diesen Stationen dort ansammeln, zu den Öffnungen zu leiten. Die Öffnung 117 (Fig-13) bei Stellung III ist mit einem Schutzblech 122 versehen, das zwei aufrechte Seiten hat und dieses Blech trägt ein Messer 123, welches quer über die Öffnung 117 dicht neben der Achslinie (Fig. 2) der in Arbeitsstellung III befindlichen Birne ragt.
Oberhalb des Drehkopfes ist ein Brenner 112 (Fig. 13) angebracht, der eine bürstenförmige Flamme gegen die obere Wölbung der Birne in Stellung III schickt. In der Öffnung 117 bei Station III befindet sich seitwärts vom Messer 123 und unterhalb der Birne ein senkrechter Brenner, der mit hoher Geschwindigkeit eine Flamme in den Hals der Birne hinaufschickt.
Um den Brenner 113 herum und quer über die Öffnung 117 unter dem Messer 123 befindet sich eine umgekehrt U-förmige Haube 124, mit einer Öffnung 125, durch die d : e Flamme des Brenners nach oben treten kann. Wenn das Halsende der Birne in Station 11 abfällt, wie im nachfolgenden beschrieben wird, wird es durch das Messer 123 und die Haube 124 abgelenkt, so dass der Durchtritt der Flamme des Brenners 113 nicht behindert wird.
Wenn die Flamme des Brenners 110b auf die durcL den Brenner 110a auf den Hals der Birne geschaffene heisse Zone trifft, wird das Glas noch weiter erhitzt, bis infolge des Gewichtes des Halsendes der Hals sich dehnt, wie bei B, Fig. 12 und 14, dargestellt. Bei dieser Drehung des Halses wi d die Glaswand an der erhitzten Zone dünner und wenn die Birne dann nach Arbeitsstellung III bewegt wird, schneidet die Flamme des Brenners 110c die dünne Wand der gedehnten Stelle der sich drehenden Birne durch. Während dieses Vorganges hat das Glas die Neigung, sich zusammenzuziehen und den Hals durch Bildung einer dünnen Schicht quer über der Schnittstelle zu schliessen, wie in Fig. 13 und bei C in Fig. 14 angedeutet.
Der obere Brenner 112 und der Brenner 113 haben nun die Aufgabe, diese Glasschicht zu zerstören. Der obere erhitzt die durch die dünne Schicht in der Birne eingeschlossene Luft, während die untere Flamme diese Schicht erweicht und schmilzt und unter Mithilfe des von oben her wirkenden Druckes durchlocht. Die so durchbrochene Schicht zieht sich dann, wie es sich gezeigt hat, am Rande des Halses zu einer kleinen Wulst, wie bei D, Fig. 14, zusammen.
Die Zeitdauer, während welcher die Birnen in den Arbeitsstellen I, II und III bleiben und die Wärmemenge, die von den Brennern 110a, 1l0b und 110c angegeben wird, ist so bemessen, dass das den Hals der Birne bildende Glas zur Hellrotglut erhitzt wird, während sich die Birne in Stellung I befindet. Die erhitzte Stelle des Halses der Birne wird dann in Stellung II so weit erweicht, dass, sobald die Birne die Stellung III erreicht, der Brenner 110c das Halsende abtrennt.
Die eben beschriebenen Vorgänge beziehen sich auf den Fall, wo die Birne unter normalen Verhältnissen befinden, die aber nicht immer in Glasfabriken bestehen. Sollte die Birne in noch sehr heissem Zustande in den Drehkopf gebracht werden, so werden die Brenner 110a und 1l0b in Stat ; on I und II die schmale Stelle des Halses bereits so weit erhitzen, dass das Halsende in Station II abfällt, anstatt in Station III. Wenn dies geschieht, wird das Halsende durch die Öffnung 116 hindurchfallen und durch die Rinne 119 abgeleitet werden und die Schicht quer über dem Halse wird in Stellung 11 in der beschriebenen Weise zerstört werden.
Die Aufweitevorrichtung.
Die Birne mit dem abgetrennten Hals wird dann durch die Drehung des Drehkopfes nach der Arbeitsstellung IV (Fig. 15) befördert, wo die noch von der Hitze weiche Kante des Halses durch eine Aufweitevorrichtung 127 aufgerieben wird. Diese Vorrichtung besteht aus einem Stift 128, der verstellbar in dem drehbaren Hebel 129 sitzt, der auf dem oberen Ende eine in einer Büchse 131 geführte Stange 130 angebracht ist. Die Stange wird von Zeit zu Zeit durch einen Hebel 132, der von einem Nocken 133 auf der Welle 21 betätigt wird, gehoben.
Der Aufweitestift 128 ist zur Achse der Birne geneigt, so dass er, wenn er gehoben wird, in den Hals der Birne eintritt und deren Kante nach aussen drückt, wodurch sie die bei E in Fig. 14 gezeigte Form annimmt, während die Birne selbst gegen jede Bewegung während dieses Vorganges durch das Spannfutter gehalten wird. Wenn die geblasenen Birnen sehr dünnwandig sein sollten und daher an ihrem unteren Rande nur einen sehr kleinen Wulst erhalten, so genügt die beschriebene Vorrichtung allein, um den Mund der Birne fertig zu stellen. Haben jedoch die Birnen eine sehr dicke Wandung, so dass sich an dem Halsrande ein dicker Wulst bildet, so ist es erforderlich, die Birne gegen eine Verschiebung zu sichern, während sie dem aufwärts gerichteten Druck des Aufweitestiftes ausgesetzt ist.
Hierzu dient eine Rolle 134, die auf einem abnehmbaren Bock 135 gelagert wird (Fig. 15).
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Nach Beendigung des Aufweitens ist die Birne, soweit die Bearbeitung des Glases in der Glasfabrik in Frage kommt, fertig. Bei der weiteren Drehung des Drehkopfes wird die Birne durch Station F hindurch bewegt, wo sie sich abkühlt, und wird dann in Station V I abgeliefert.
Vorrichtung zur Abnahme der Birne.
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und einer Büchse 145 gelagert und trägt am unteren Ende einen Kreuzkopf 141, der durch einen Lenker 143 mit dem Hebel 142 gekuppelt ist. Der Hebel 142 wird durch einen
Nocken jfM auf der Welle 21 gesteuert, so dass die senkrechte Welle 139 gehoben oder gesenkt werden kann. Die Büchse 145 ist mit der Welle 139 durch einen Federkeil 146 ver- bunden. Am unteren Ende der Büchse sitzt eine Kurbel 147, auf deren Zapfen 148 eine
Lenkstange 149 angreift.
Das andere Ende der Lenkstange ist mit einem Hebel 150 ver- bunden, der durch eine Feder 162 zur Anlage an einen Nocken 151 auf der Welle 21 gebracht wird, der so geformt ist, dass die Büchse 145 und mit ihr die Welle 139 und der
Hebel 138 um etwa 900 geschwenkt werden. Die Beziehung zwischen den Nocken 144 und 151 ist eine solche, dass zu gewissen Zeiten der Greifer sich über einem Birnenhalter bei Stellung VI und in gesenkter Lage befindet und zu anderen Zeiten von dem Birnen- futter des Drehkopfes in gehobener Stellung fortgeschwenkt und in eine Lage gebracht wird, aus welcher die Birnen fallen gelassen werden sollen, worauf er gesenkt wird.
Die Greifervorrichtung ist eine Schelle, bestehend aus zwei halbkreisförmigen Bändern 153 bis 154, von denen das Band 164 an einem Schenkel 155 sitzt, der starr von der einen
Seite am Ende des Hebels 138 herabhängt. Das Band 153 sitzt am unteren Ende der
Schenkel 156, deren obere Enden an einer Welle 157 befestigt sind, die neben dem Hebel 138 liegt und nahe der Welle 1 : 19 in einem Kipphebel 158 endet, dessen Gewicht bestrebt ist, das Band 153 gegen das Band 154 des Greifers zu drücken. Auf dem Ständer 140 ist ein Finger 159 in einer solchen Höhe befestigt, dass er sich unter dem Kipphebel 158 befindet, wenn die Greifervorrichtung sich in der Stellung zum Fallenlassen der Birnen befindet.
Unter dem Drehkopf bei Stellung VI befindet sich ein Hebekissen 160, das fest am oberen Ende einer Welle 161 befestigt ist, die durch den Tisch hindurchgeht und abwechselnd durch einen vom Nocken 163 der Welle 21 gesteuerten Hebel 162 gehoben und gesenkt wird. In der hohlen Welle liegt eine Druckfeder 165, die sich auf einen Stift 166 stützt, der auf dem Ende des Hebels aufruht. Durch das untere Ende der Welle 161 hindurch geht ein Anschlagstift 167, der die verschiedenen Teile in der richtigen Lage zueinander hält.
Wenn sich die Teile in der Lage bei Station VI befinden, d. h. ein Spannfutter mit einer vorbearbeitenden Birne über dem Kissen steht, hebt das Kissen die Birne aus dem Futter. Der Hebel 138, der zu dieser Zeit so steht, dass der Greifer sich über dem Spannfutter befindet, geht abwärts, so dass der Greifer selbst von oben auf die Birne drückt, während das Kissen diese hebt. Infolgedessen spreizt sich Band 153 von Band 154 ab, gegen welches es nur durch das Gewicht des Kipphebels 158 gehalten wurde, und die Bänder gleiten über den grössten Durchmesser der Birne hinweg. Währenddessen ruht die Birne, wie beschrieben, unten auf dem Kissen 160, so dass der Ansatz der Birne nicht durch das Futter beschädigt werden kann (Fig. 16 zeigt die Vorrichtung in der eben beschriebenen Stellung).
Nachdem die Bänder 153 und 154 des Greifers über den grösseren Durchmesser der Birne hinweggeglitten sind, wird der Hebel 138 wieder gehoben. Dabei wird dann die Birne durch den Greifer aufgehoben, weil das Gewicht der Birne allein die Bänder 153 und j voneinander nicht trennen kann. Das Kissen dagegen wird sich wieder in seine tiefste Stellung senken.
Nachdem der Hebel 138 weit genug gehoben ist, um die Birne über das Spannfutter hinweg zu heben, dreht sich die Welle 139 um ihre senkrechte Achse unter Wirkung des Nockens 151, bis der Greifer über der Abgabestelle steht und der Hebel 138 wird alsdann gesenkt werden (Fig. i). Bei diesem Senken schlägt der Kipphebel 158 oben gegen den Finger 159, wodurch das Band 153 von dem Band 154 abgespreizt wird, so dass die Birne freigegeben wird, die dann aus dem Greifer herausfällt.
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