DE734595C - Stroh- o. dgl. Presse mit Abschneidvorrichtung - Google Patents
Stroh- o. dgl. Presse mit AbschneidvorrichtungInfo
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Description
■ · Die Erfindung1 bezieht sich-auf Stroh- ο. dgl.
Pressen mit Abschneidvorrichtung, die aus einem am Preßkolben angeordneten, ständig
mit ihm-bewegten. Messer undeinem durch
das Ballenmeßrad überwachten, erst unmittelbar vor jeder Ballenfertigstellung in die
Schneidlage bewegten Gegenmesser besteht. Dieses Gegenmesser ist an der im Richtung des
Preßhubes des Preßkolbens hinten= liegenden Kante der'Einfülloffnung des Preßkanales anfgeordneti,
so daß die Abschneidvorrichtung im Augenblicke der Ballenfertigstellung eine
saubere Abtrennung des Ballens vom nachfolgenden Preßgute ergibt. Dieses- saubere
Abtrennen ist aber auch abhängig von einem blitzartig schnellen Einrücken des Gegenmessers
unmittelbar vor dem letzten der Ballenbindung vorangehenden Kolbenhube.
Zu diesem Zwecke hat man das Gegenmesser mit einem im Sinne der Einrückung wirkenden
Spannwerke verbunden und das Ballenmeßrad mit einer Sperrvorrichtung in Verbindung
gebracht, die die Messereinrückung verhütet, solange das Ballenmeßrad nicht eine
bestimmte Stellung erreicht hat. Die bekannten Sperreinrichtungen dieser Art sind verhältnismäßig
umständlieh und demgemäß auch betriebsunsicher, zumal diejenigen, deren
Wirkung·, von mehreren' Federn abhängt.
Außerdem sind solche Einrichtungen entsprechend teuer und sperrig. ·
Demgegenüber zeichnet sich die den Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung
zum selbsttätigen Einrücken des Gegenmessers vom Meßrade aus durch besonders einfache,
betriebssichere -und in jedem gewünschten Maße einstellbare Bauart, die insbesondere in
der Fertigung wesentlich weniger Arbeitskräfte und Material erfordert als die bisherigen
Einrichtungen-der eingangs beschriebenenArt.
In der Zeichnung ist die Erfindung in je einer beispielsweisen Ausführung - in Fig. X
und 2 im Aufrisse schematisch dargestellt.
Die Fig. 3 und 4 zeigen Einzelheiten.
Nach Fig. 1 ist mit dem in seiner vordersten
Preßstellung gezeichneten ■ Preßkolben ein Schneidmessers verbunden, das, wie bekannt,
mit dem Gegenmesser 3 zusammenwirken und 'so' das etwa noch in der Einfüllöffnung· 4 des
- Pressenkanals S befindliche Stroh o. dgl. vom
einzubindenden Ballen abtrennen kann, wenn dieses Gegenmesser 3 in die Schneidstellung
bewegt (gesenkt) ist. In der gezeichneten Ausführung ist dieses Gegenmesser an einem'
Schieber 6 angeordnet, der an zwei oder mehW
auf einer am Pressengestell gelagerten Welle 7 befestigten Armen 8 hängt und den ein Spannwe'rk,
-z.B. eine Zugfeder 9, ständig nach unten zu ziehen sucht. Anschläge 10 des
Schiebers 6 begrenzen durch Antreffen an feste Teile des Pressengestelles die Abwärtsbewegung
so, daß das Messer 3 beim Einrücken nur bis in seine Schneidstellung vorgeschoben
werden kann. . ■
. Das ordnungsmäßige Einrücken des Gegenmessers 3 von dem bekannten Ballenmeßrade
11 aus wird erfindungsgemäß durch ein Gestänge 12 überwacht, das mit einer quer
stehenden Reibfläche 13 unter dem Einflüsse
des Spannwerks 9 auf die' MeßradAvelle-14
oder eine damit in Bewegungszusammenhang stehende Welle oder Scheibe gehakt ist, auf
der diese Reibfläche 13 unter dem Anpreßdruck des Spannwerks 9 infolge der Wellendrehung
(Pfeil x) ansteigt. Nach einer bestimmten,
der gewünschten Ballengröße entsprechenden Drehung der Welle 14 gleitet die
Reibfläche 13 von ihr ab. Durch die Feder 9 wird dann, wie Fig. 1 erkennen läßt, die Einrückung
des Gegenmessers 3 in seine Schneidstellung herbeigeführt. Damit hierbei der die
Reibfläche 13 tragende Hakenteil 15 des Gestänges
12 nicht hinter- die Welle 14 gelangt 35- und so die spätere'Ausrüstung des Messers 3
verhindert, ist er mit einer in der Bewegungsrichtung· des. Gestänges 12 verlaufenden! Stützfläche 16 versehen, die auf der Welle 14 entlang
gleitet ΐΐηά auf diese Weise dafür sorgt,
daß das Gestänge 12 jederzeit in.die dargestellteLage
zurückgeholt werden kann. Hierzu dient nach der dargestellten Ausführung ein
Handhebel 17, den der die Presse Bedienende unmittelbar nach erfolgter Zusammenarbeit
beider Messer 2, 3 herabdrückt.
Um zu verhüten, daß das eingerückte Messer 3 vor oder während der Zusammenarbeit
mit dem Kolbenmesser 2 sich aus der Schneidstellung hebt, kann eine selbsttätig wirksam
werdende Einrichtung vorgesehen sein,- die das Messer 3 unmittelbar oder über seihi Steuergestänge
festlegt. Wie die Fig. 1 und 4-zeigen, kann hierzu eine Stütze 18 dienen, die eine
schräge Sperrnase 19. aufweist. Diese schnappt beim Einrücken des Messers 3 beispielsweise
hinter den federnden Handhebel 17 und stellt ihn fest. Vor dem Wiederausrücken des Messers
muß diese Sperre 18, 19 natürlich aufgehoben
werden, was z. B. durch ein geringes Zurseitedrücken des federnden Handhebels 17
erfolgen kann. Die Einrichtung könnte auch so getroffen werden, daß der Handhebel 17
starr und die Stütze 18 federnd gestaltet ist, doch bietet die erstbeschriebene Einrichtung
;Jtoit federndem Handhebel den Vorzug, daß
Vj'der Bedienende-mit .einer Hand die Sperre
!^auslösen und das Gestänge 12 sowie das Messer
3 in die gezeichnete Lage zurückführen • kann.
■| Der Anschlag 10 nach Fig. 1 kann auch
durch einen Anschlag 26 an der Stütze 18 ersetzt werden.
Die Ausrückung des Gegenmessers 3 kann bei Pressen mit Nadeln 20 zum Hindurchführen
der Bindefäden durch den Pressenkanal 5 auch selbsttätig erfolgen, und zwar
entweder durch diese Nadeln oder von ihnen gesteuerte Teile Oder auch durch den Binder,
wenn ein solcher vorgesehen ist. Bei . Pressen ohne Nadeln kann die Wiederausrückung
des Gegenmessers 3 auch durch die Strohzuführungsorgane, wie. Stopfer und
Kolben, oder deren Antriebsteile bewirkt werden.
Fig. 3 zeigt an einer Einzelheit, wie der Haken 13, 15 des Gestänges 12 auf die jeweilig
gewünschte Ballengröße so eingestellt werden kann, z. B. mit Hilfe einer Klemmschraube
2I1 daß ,der Abschneidvorgang stets . erst beim letzten zur Ballenbindung gehörenden
Preßkolbenhube eintritt. Zu diesem Zwecke ist der Teil 15 gegenüber der Stange
12 so verstellbar, daß die Reibfläche 13 verkürzt
oder verlängert werden kann, die Einrückung des Messers 3 also früher oder später
erfolgt. Eine andere Möglichkeit der Einstellung der gewünschten Ballengröße ist in Fig. 1
beispielsweise angedeutet. Danach ist an einem festen Teile des Pressengestelles ein Anschlag
27 verstellbar, z. B. in einem aufrechten ι oo
Schlitze, und in verschiedenen Höhenlagen feststellbar, z. B. durch eine Klemmschraube.
Auf diesen Anschlag 27 legt sich, wie Fig. 1 zeigt, das Gestänge 12 auf, wenn es beim Ausrücken
des Messers 3 mit seiner Stützfläche 16 von der Welle 14 abgleitet. Je nach der Stellung
des Anschlages 27 ergibt sich auf diese Weise eine längere oder kürzere Reibfläche 13.
Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von der nach Fig. 1 dadurch, daß das
Gegenmesser 3 nicht durch Parallelverschiebung, sondern durch Schwenken um eine am
Pressengestell gelagerte Achse 22 ein- und ausgerückt wird. Das Gestänge 12 kann im
übrigen genau so wie gemäß Fig. 1 wirken. Zum Feststellen des Messers 3 in der Schneidstellung
dient hier eine beispielsweise an dem Handhebel 17 gelagerte Handfalle 23, deren
federnder Riegel 24 in eine mit dem Pressengestell verbundene Rast 25, einschnappt,
wenn das Messer-3 die Arbeitsstellung erreicht hat.
Claims (5)
- In beiden Ausführungen könnte die Anordnung auch beispielsweise so getroffen werden, daß die" Stange 12 mit einer Zähnung versehen wird, die in ein auf die Welle 7 bzw. 22 gekeiltes Zahnrad eingreift, und daß als Spannwerk ζ. E.'eine an der Stange selbst oder .an der Welle 7 bzw. 22 angreifende Fader Verwendung findet,' vorzugsweise eine um diese Welle gewickelte Torsionsfeder.Die Reibfläche 13 und' ihre Gegenfläche (Welle 14 o. dgl.)' werden zweckmäßigerweise aufgerauht oder mit Leder o. dgl. Reibbelag belegt oder 'keilförmig so gestellt, daß der Teil 15 sich unter dem Einflüsse des Spannwerks 9 an dem Gegenteil 14 klemmt. Die Sicherheit, daß der Teil 13, 15 beim Drehen . der Welle 14'auch tatsächlich hochklettert,, wird dadurch erhöht.2σ Patentansprüche:i. Stroh- 0. dgl. Presse mit Abschneid-■ ■ vorrichtung1, die aus einem am Preßkolben angeordneten Messer und einem durch das Ballenmeßrad überwachten, erst unmittelbar vor jeder Ballenfertigstellung in die Schneidlage bewegten Gegenmesser besteht, das an der in Richtung des. Preß-Imbes hinten liegenden Kante der Einfiill-Öffnung des Preßkanales angeordnet ist, ~" dadurch gekennzeichnet, daß die Einrückung des in bekannter Weise unter dem Einfluß eines Spannwerks (9) stehenden Gegenmessers (3) durch ein Gestänge (12) verhütet wird,-, das mit einer quer stehenden Reibfläche (13) auf die Ballenmeßradwelle (14) oder eine damit im Bewegungszusammenhang stehende Welle oder Scheibe gehakt ist, an die diese Reibfläche durch das Spannwerk (9) -gedrückt wird und an der sie beim Weiterdrehen des Meßrades (11), das Gestänge mitnehmend, bis zum Abgleiten klettert.
- 2. Stroh- o. dgl. Presse nach Anspruch 1, dadurch- gekennzeichnet, daß die quer zur Längsachse der Stange (12) gerichtete Reibfläche (13) in eine in Richtung der Stange (12) verlaufende Abstützfläche (16) übergeht, mit der das Gestänge (12) nach seinem Abgleiten von der Gegenfläche (Welle 14 o.dgl.) so auf dieser abgestützt wirdi daß es in die Kuppelstellung zurückgeführt werden kann.
- .3. Stroh-o. dgl. Presse nach Anspruch 1 oder S1 dadurch gekennzeichnet, daß der die Reibfläche (13) tragende Teil (Haken 15) an dem Gestänge (12) verstellbar (in seine'r Länge veränderbar) angeordnet ist.
- 4. Stroh-o. dgl. Presse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die wirksame Länge der Reib- oder Klemmfläche (13) bestimmende Fallweg des Gestänges (12) nach dem Abgleiten des Gestänges von der Meßradwelle (14)" oder einer damit in Bewegungszusammenhang stehenden Welle oder Scheibe durch einen am Pressengestell einstellbaren Anschlag (27) begrenzt wird, durch den das herabfallende Gestänge aufgehalten wird.
- 5. Stroh- ο. dgl. Presse nach Anspruch 1 oder 2 oder 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das durch Parallelverschiebung oder Schwenkung einrückbare Gegenmesser (3) in seiner Schneidlage durch eine Federstütze (17, 18, 19), eine Hand- '75 falle (17, 23, 24, 25) o. dgl. feststellbar ist, die auch zum Wiederausrücken des Messers von Hand dienen können.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenBEIiUX. GEDRfCKT IN DKIi
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW109984D DE734595C (de) | 1941-11-23 | 1941-11-23 | Stroh- o. dgl. Presse mit Abschneidvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW109984D DE734595C (de) | 1941-11-23 | 1941-11-23 | Stroh- o. dgl. Presse mit Abschneidvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE734595C true DE734595C (de) | 1943-04-19 |
Family
ID=7617078
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW109984D Expired DE734595C (de) | 1941-11-23 | 1941-11-23 | Stroh- o. dgl. Presse mit Abschneidvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE734595C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5351613A (en) * | 1992-12-30 | 1994-10-04 | Harris Waste Management Group, Inc. | Apparatus for adjusting a fixed knife in ram balers |
| US5566610A (en) * | 1995-04-05 | 1996-10-22 | Lindemann Recycling Equipment, Inc. | Apparatus for baling loose materials |
-
1941
- 1941-11-23 DE DEW109984D patent/DE734595C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5351613A (en) * | 1992-12-30 | 1994-10-04 | Harris Waste Management Group, Inc. | Apparatus for adjusting a fixed knife in ram balers |
| US5566610A (en) * | 1995-04-05 | 1996-10-22 | Lindemann Recycling Equipment, Inc. | Apparatus for baling loose materials |
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