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Sicherheitsvorrichtung für Pressen. Die Erfindung bezieht sich auf
solche, die Hände und Finger des Arbeiters gegen Beschädigungen sichernde Vorrichtungen
an hraftpre_ssen, bei denen ein Schutzbügel, der sich mit dem Werkzeuge, und zwar
ihm etwas voraus, bewegt, den Bedienenden auf die Gefahr aufmerksam macht, noch
ehe der Bügel sich gegenüber dem Werkzeug bewegt und die Ausrückung der Presse herbeiführt.
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Gemäß der Erfindung ist der Schutzbügel drehbar an dem hin und her
gehenden Werkzeuge angeordnet, und zwar an dem einen Ende eines Hebels, dessen anderes
Ende mit (ler Brmsv orrichtung verbunden ist. Infolge dieser Anordnung kann die
Vorderseite der Maschine für die bequeme Zuführung des zu stanzenden oder sonstwie
zu bearbeitenden Materiales freigelassen werden, und die drehbare Anordnung ergibt
eine sehr empfindliche und sichere Wirkung, die überdies bei jeder Stellung des
Werkzeuges gegenüber der .NTaschinentischplatte erzielt wird.
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Dadurch, daß die Entfernung vom Ende des Bügels bis zum Drehpunkte
nur einen Bruchteil der Entfernung des Drehpunktes von der -Verbindungsstelle mit
der Bremsvorrichtung ausmacht, wird erreicht, daß eine geringe Bewegung des Bügels
gegenüber dem ihn tragenden Werkzeuge ein sofortiges Anhalten der Presse bewirkt.
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Ferner ist ein automatischer Niederhalter angebracht, der sich vor
der Stanze oder einem ähnlichen hin und her gehenden Werkzeuge bewegt, und der,
wenn er auf die Hand des Arbeiters oder auf irgendein anderes Hindernis stößt, die
Sicherheitsvorrichtung auslöst und die Stanze sperrt, so daß sie in ihrer Bewegung
innehält, der aber andererseits die Vorrichtung ruhig weiter arbeiten läßt, wenn
keinHindernis dazwischen kommt.
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Ein weiterer Gegenstand der Erfindung besteht in der Anbringung eines
einfachen und wirksamen Schutzmittels bei solchen Maschinen, bei denen der Arbeiter
in einerEbene arbeitet, die unter der oberen Fläche des unteren Werkzeuges liegt.
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Die vorliegende Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen im einzelnen
dargestellt.
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Fig. z stellt in perspektivischer Ansicht ein Prägewerk dar, das mit
einer Ausführungsform der neuen Sicherheitsvorrichtung versehen ist.
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Fig. 2 ist dieselbe Maschine von der Rückseite aus betrachtet.
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Fig. 3 ist eine vergrößerte Seitenansicht der an der Presse in Fig.
r und 2 gezeigten Sicherheitsvorrichtung. Jedoch sind einzelne Teile der Übersichtlichkeit
halber abgebrochen oder im Schnitt gezeichnet.
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Fig.4 ist eine Rückansicht der in Fig.3 dargestellten Teile.
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Fig.5 und G zeigen Grund- und Aufriß eines durch Federn betätigten
Kolbens oder Greifzahnes.
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Fig. 7 ist die -Seitenansicht einer abgeänderten Form einer Bremsvorrichtung,
die an Stelle der in Fig. r und 2 dargestellten benutzt werden kann.
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Fig. 8- ist die Rückansicht zu Fig. ; .
Fig. 9 ist
eine Einzelseitenansicht einer weiteren Ausführungsform der Bremsvorrichtung für
die Auslösung der Kupplung.
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Fig. io ist ein Schnitt derselben Vorrichtung.
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Fig. i i zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung; es sind
jedoch nur die Teile gezeigt, die zum klaren Verständnis nötig sind.
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Fig. 12 zeigt die Anordnung nach Fig. i i teilweise im Schnitt.
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Fig. 13 ist eine teilweise Seitenansicht eines festmontierten verstellbaren
Niederhalters, der in Verbindung mit jeder Form der Erfindung benutzt werden kann.
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Fig. 14 ist ein Grundriß dieser Anordnung. Wie zunächst die Fig. i
und 2 zeigen, besteht das dargestellte Blech- oder Metallprägewerk in der Hauptsache
aus einem die Pfeiler i, i enthaltenden Gestell, einem Tisch 2, an dem die Matrize
3 in geeigneter Weise angebracht ist, und einer Patrize oder einem Stempel 4, der
an einem senkrecht beweglichen, in Führungen 6, 6 der Pfeiler i, i geführten Querhaupt
5 -angebracht ist.
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7 ist eine wagerechte, in Lagern 8, 8 am oberen Ende der Pfeiler i,
i angeordnete Welle. Diese ist mit einem Exzenter oder einer Kurbel 9 versehen,
die die Verbindung mit dem Querhaupt 5 herstellt. An dem einen Ende der Welle ist
die Riemscheibe io angebracht, die mit der Welle durch eine Klauenkupplung i i gekuppelt
werden kann. Diese in bekannter Weise ausgebildete Kupplung i i ist mit einer Ausrückvorrichtung
versehen, mittels deren die Kupplung des Kolbens oder des Querhauptes 5 mit dem
Antriebrade io erfolgt. Diese Einrückvorrichtung wird durch einen Fußhebel 13, der
unter dem -Einfluß einer Feder 14 steht, mittels der Verbindungsstange 12 betätigt.
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Die eigentliche, den Gegenstand der Erfindung bildende Schutzvorrichtung
15 wird am besten so gestaltet,-daß sie sich in ihrer äußeren Form der Gestalt der
Patrize anpaßt, und sie wird vorteilhafterweise mit einem seit- und rückwärts überstehenden
Ansatz 16 versehen, der mittels einer Stange 17 und einer Muffe 18 mit dem unteren
Ende einer hin und her gehenden Stange 19 verstellbar verbunden werden kann (Fig.
2 und 3). Die hin und her gehende Stange ig wird durch einen drehbar montierten
Block 2o geführt und an ihrem oberen Ende mit einem seitwärts oder rückwärts vorragenden
Zahne 2i versehen, dessen Zweck später erläutert werden wird. Das drehbar montierte
Stück 2o wird, wie dargestellt, am besten mittels eines Bolzens 22 drehbar an einem
Widerlager 23 befestigt, das an irgendeinem festen Teile auf der hinteren Seite
des Preßkolbens angebracht ist. 24 ist ein die Pfeiler i, i verbindender Querträger.
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Hinter dieser Stange ig und parallel zu ihr hängt eine starre Stange
25 herab, die als Führungsschiene für verstellbare Blöcke oder Anschläge 26, 27
dient, von denen der erstere scharnierartig mit einem Hebel 28 verbunden ist, der
an seinem freien Ende mit einer an der hin und her gehenden Stange i g gleitenden
Rolle 29 versehen ist. Damit die Gleitrolle 29 immer an der Stange i g anliegt,
ist sie mit einer Feder 3o versehen, deren eines Ende mit dem genannten Hebel 28_
und deren anderes Ende mit einem verstellbaren Ringe 31 an der Stange 19 verbunden
ist.
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32 ist eine Strebe oder Stange, die bei 33 verstellbar mit der Stange
25 verbunden ist. An ihrem vorderen, bei 34 umgebogenen Ende trägt die Strebe 32
eine Gleitrolle 35, die für gewöhnlich als Führung für die hin und her gehende Stange
ig dient, aber zugleich so angeordnet ist, daß sie mit dem Anschlagringe 31 zu dem
später zu erläuternden Zwecke zusammenarbeiten kann.
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Die starre Stange'25 wird durch eine,seitwärts und rückwärts hervorragende,
an oberen Teilen des Maschinengestelles i i befestigte Strebe 36 gehalten, an der
sie verstellbar mittels Muttern 3.7, 37 mit ihrem oberen Ende befestigt ist. Quer
über dem oberen Teile des Gestelles i, i ist eine Welle 39 in Lagern 38, 38 angebracht,
die beim Rückwärtsgange der Stange i9 den die Kupplung sperrenden, nachfolgend beschriebenen
Mechanis= mus auslöst. Dieser Mechanisirius (Fig.3) besteht aus einer Bandbremse
.4o, in der radial eine Reihe von Kolben, die durch Federn betätigt werden, oder
beweglicher Bremsklötze 41, 41 angebracht sind: Jeder der genannten Bremsklötze
enthält einen kolbenförmigen Teil 42 von dein in Fig.6 angedeuteten Querschnitt
und einen abgedrehten Teil 43, der von einer Spiralfeder .-. umgeben ist. Diese
Greifvorrichtungen sind in radialer Richtung durch die Schraubenmuttern 45 zu verstellen.
In der in Fig. i bis 4 gezeigten Ausführungsform sind diese Greifvorrichtungen mit
glatten Enden (Bremsflächen) versehen; um jedoch die momentane Wirkung möglichst
zu sichern, können die inneren Enden, wie bei 46 in Fig. 5. und 6 gezeigt ist, gezähnt
sein, wodurch ihre bremsende Wirkung auf die Kupplung I i bedeutend gesteigert wird.
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Diese Brems- oder Anhaltvorrichtungen4i. 41 sind radial angeordnet
und außen mittels eines Bandes 47 verbunden, das mit länglichen Durchtrittsöffnungen
für die Zapfen der Kolben 41 versehen ist. Das Band 47 kann zum Zwecke der radialen
Verstellung der Kolben oder Bremsklötze 41 mittels Hebelarme 48,
48',
die mit Gleitrollen 49, 49 versehen sind, in radialer Richtung parallel sich selbst
bewegt werden. Diese Hebelarme 48; 48', von denen der letztere in einer später erläuterten
Weise mit der Welle 39 in Bewegungszusammenhang steht, sind mittels eines gekröpften
Armes 50 verbunden, so daß, wenn sie, wie später auseinandergesetzt wird,
um ihre Achsen bewegt werden, die sämtlichen radial angeordnetenGreifvorrichtungen
4I, 4I durch das Band 47 zugleich gehoben .oder gesenkt werden, so daß sie in Eingriff
mit der Kupplungsvorrichtung gelangen. In Fig.3 ist die Kurbe148, die unter einem
Winkel von etwa 45° gegen die Wagerechte steht, als ungefähr senkrecht stehend zu
denken.
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5 i in Fig. 3 und 4 ist eine Sperrklinke oder ein Sperrhaken, der
die Rückbewegung der Welle 39 verhindern soll, und in der Mitte dieser Welle 39
ist ein Arm oder Hebel 52 befestigt, der scharnierartig bei 53 mit einem Schwinghebel
54 verbunden ist. Dieser trägt einen nach unten ragenden Teil 55, in dem
drehbar eine Gleitrolle 56 so angebracht ist, daß sie für gewöhnlich mit der Vorderseite
der hin und her gehenden Schutzbiigelstange i9 in Berührung steht. Der Schwinghebel
54 ist an . seinem hinteren Ende 57 mit einem Schlitz versehen, durch den der Zahn
21 der Stange i9 zu dem später erörterten Zwecke hindurchtreten kann. 58 ist ein
Anschlag oder Dorn an dein nach unten ragenden Teile 55, der für gewöhnlich an dem
seit- und rückwärts sich erstreckenden Tragbrett 36, das die starre Stange a5 trägt,
aufliegt.
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Auf der Welle 39 ist ferner ein Hebel 6o angeordnet, der bei 61 verstellbar
mit einem Lenker 62 verbunden ist, der seinerseits bei 59 gelenkig mit einem auf
dem Drehzapfen les Hebelarmes 48' befestigten Hebel 63 verbunden ist. Hieraus -geht
hervor, daß das Band 47 in radialer Richtung mit Bezug auf die Antriebswelle 7 an
allen Punkten gleichinäßig gehoben oder gesenkt wird. Natürlich können die Hebel
oder Lenker 6o, 62 in an-(lerer Weise so verbunden werden, daß die Gleichförmigkeit
gesichert wird, und sie könlien einzeln oder alle mit Handgriffen versehen werden,
damit die Rückkehr der einzelnen Teile in ihre normale Lage erleichtert wird. Die
Hebel oder Lenker 6o, 62 sind finit einer Anzahl Stellöchern 64, 64 für den Befestigungsbolzen
6I versehen.
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Der die vorbeschriebene Einrichtung trahende Teil 40 ist vermittels
Klemmbolzen 65, 65 fest an der Seite der Presse befestigt, auf der die Kupplung
liegt.
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Natürlich kann das drehbare Führungsstück 2o der Stange 1.9 umgekehrt
zu der gezeichneten Lage angeordnet sein, wodurch die Anordnung noch empfindlicher
gemachtwürde. Zum Beispiel können die Teile so angeordnet werden, daß ein an dem
Punkte 66 in Fig. 3 zwischen die Unterfläche der Schutz-- vorrichtung 15
und die Oberfläche der Matrize gelangendes Stück Papier genügen würde, um zu verursachen,
daß die hin und her gehende Stange i9 so weit zurückgestoßen wird, daß der hervorragende
Zahn 21 entweder mit dem oberen oder mit dem unteren rückwärtigen Ende des Schwinghebels
54 in Berührung tritt. Sowie solch eine Berührung erfolgt, wird die Querwelle
39 gedreht und die Hebel 6o, 62 werden geschwenkt, wodurch die Arme 48, 48'
aus ihrer das Band 47 abstützenden Lage herausgedreht werden. Demzufolge gelangt
die volle Kraft der Federn 44, 44 zur Wirkung, wodurch die sämtlichen Kolben 42
nach innen radial vorgeschnellt und in die Bahn des Kupplungsgliedes hineingetrieben
werden, so daß momentan die Antriebsbewegung abgestoppt wird. Man sieht daraus,
daß, wenn die Kolben gerauht werden, wie das die Fig. 3 und 4 zeigen, die Anordnung
doppelt empfindlich wird. Der Bremsring der Kupplung kann ferner mit Gewinde versehen
oder gerauht sein, um ihn wirksamer zu machen und den Eingriff der Kolben 42 zu
erleichtern. Im übrigen kann bei großen Pressen die Zahl der Kolbenreihen erhöht
werden.
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Ein weiterer, «-ichtiger Punkt ist die Tatsache, daß die hin und her
gehende Stange i9 und die Sicherheitsvorrichtung i5 rechtwinklig zueinander liegen
und daß die Entfernung des Aufhängepunktes 22 von der durch die genannte Sicherheitsvorrichtung
15 zu schützenden Stelle um ein Vielfaches kleiner ist als die des Zahnes
21 von dein genannten Aufhängepunkte 22. Dadurch wird eine geringe Bewegung oder
Neigung der Sicherheitsvorrichtung 15 in ganz bedeutend größerem Maße auf den Zahn
21 übertragen. Wenn kein Hindernis in der Bahn der Sicherheitsvorrichtung 15 liegt,
wird die hin und her gehende Stange ig zugleich mit dein Preßkolben, mit dessen
Rückseite sie durch das bereits erwähnte Widerlager 23 verbunden ist, senkrecht
auf und nieder bewegt. Wenn die Bandbremse eingerückt ist, wird der Preßkolben wirksam
angehalten und kann in keiner Richtung eher wieder bewegt «-erden, als bis der Arbeiter
hinter die Presse geht und das Band 47 lüftet, indem er den He-bel 63 und
die- mit ihm verbundenen Teile in die am anschaulichsten in Fig.3 dargestellte Lage
bringt. Die Vorrichtung kann dann erst weiter arbeiten, wenn das Hindernis, das
den Stillstand verursacht hatte, beseitigt ist.
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Anstatt der Bremse 4o kann die in Fig. 7 und .8 gezeigte Anordnung
benutzt werden,
die aus einem durch seine Schwere wirkenden Sektor
67 besteht, der. bei 68 mittels eines Zapfens in geeigneter Weise an dem Pressengestell
oberhalb der Kupplung angebracht ist. Dieser Sektor 67 ist mit einem Schlitz versehen,
in dem ein entsprechend geformter Ansatz 69 eines verschiebbaren Blockes
70 geführt wird, der an dem Sektor mittels einer Platte 71 verstellbar befestigt
ist. Die innere untere Fläche des Blockes 7o ist mit einer Querriffelung oder Zähnung
7,y versehen, die ofenselben Zweck hat wie die vorbeschriebenen Federkolben 41,
4.1. Um eine Rückbewegung des Sektors 67 während des Betriebes zu verhindern, ist
seine äußere, kreisbogenförmig gestaltete Fläche mit einer Zähnung 73 versehen,
in die eine an einem an dein Block 7o angebrachten Arme 75 drehbar befestigte Sperrklinke
74. eingreift.
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76 ist eine Sperrklinke, die bei 77 an irgendeinem geeigneten Teile
des Maschinengestelles drehbar angeordnet ist und in eine am oberen Ende des gezähnten
Teiles 7,1 befindliche Nut 78 eingreift. Eine Stellschraube 79, die mit einer GeZenmutter
versehen sein harn, dient zur Einstellung des Sektors 67. derart, <laß dieser
für gewöhnlich mit der Kupplung nicht in Einriff steht. Andererseits soll die Schraube
79. den Fall des Sektors 67 begrenzen.
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So ist ein radial nach außen ragender, am Block 7o befestigter Arm,
in den eine Nut 81 eingefräst ist. In diese greift ein Zahn 82 des benachbarten
Endes der Querwelle 39 ein. Dieser Zahn 82 hält den Sektor für gewöhnlich außer
Eingriff mit der Kupplung; wenn jedoch die Welle 39 in der Uhrzeigerrichtung durch
die hin und her gehende Stange i9 gedreht wird und ihr Zahn 21 auf den Schwinghebel
;d. wirkt, so wird der Zahn 82 aus der mit 8i herausaeschwenkt, und der ganze Sehtor
mit den dazugehörigen Teilen fällt durch die Schwerkraft in die -Arbeitsstellung.
Wenn nötiz, kann dieses Herabfallen durch eine Feder 82' unterstützt werden, die
an dem einen Ende des Armes So angebracht und mit ihrem anderen Ende an einer geeigneten
Stelle des Maschinengestelles befestigt wird.
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In Fig. 9 und io ist eine Ausführungsform für Pressen dargestellt,
bei denen die Kupplung durch eine Kuppelstange 83 erfolgt, die längs der Welle 7
gelagert ist und die einen ausgefrästen Teil öd. der Bohrung des Triebrades mit
einem hervorragenden Arm 85 und mit einer Feder 86 in Eingriff bringt, die an dem
einen Ende der Kuppelstange 85 angebracht ist, die diesen Arm mit einem Wellenbund
87 an der Welle ,~ verbindet und dazu dient, den Antrieb des Preßkolbens 5 zu bewirken.
Diese Antriebsmethode. ist bekannt und bildet keinen Teil der TJrfi,idung. . Indessen
ist gemäß der Erfindung der Wellenbund 87 so abgesetzt, daß er einen Ring 88 aufzunehmen
vermag, der an seinem Umfange " mit Sperrzähnen 89 versehen ist, in die eine unter
dem Einfluß einer Feder 9.1 stehende Sperrklinke 9o eingreift.
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92 ist ein hin und her gehender Hebel, der bei 93 drehbar in dem unteren
Teile eines radialen Schlitzes im Maschinengestell oder einer Scheibe 94., die an
dem Gestelle befestigt ist und an den vorgenannte Bund 87 grenzt, befestigt ist.
Dieser Hebe19: dient dazu, die Sperrklinke 9o und den Sperrhaken 95 zu tragen, die
beide im Punkte 96 in geeigneter Weise drehbar an ihm befestigt sind. Eine Feder
97 wirkt auf den Sperrhaken 95 ein, der in eine Zähnung der genannten Scheibe 94
eingreift. Diese Zähnung ist entgegengesetzt zu der Zähnung 89 des Wellenbundes
87, 88 gerichtet. Eine Schraubenfeder 99 ist im Punkte ioo an dem genannten Hebel
92 befestigt und mit ihrem anderen Ende an einem geeigneten Teile ioi des Gestelles
aufgehängt.
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An dem freien Ende der Querwelle 39 ist ein Arm rot befestigt, der
an seinem freien Ende mit Federzungen 1o3, 104 versehen ist, von denen die erstere
dazu dient, die Sperrklinke 9o für gewöhnlich außer Eingriff mit der Zähnung 89
des Wellenbundes 88 zu hatten, während die Federzunge i04 an einem Dorn 105 des
genannten Hebels 92 anliegt und die Teile in der dargestellten unwirksamen Lage
hält.
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Wird nun die Welle 39 in der bereits erläuterten Weise im Uhrzeigersinne
bewegt, so werden die Teile 9o, 92 und 95 sofort freigelassen und in die Arbeitslage
gebracht, in der sie die weitere Bewegung der Kupplung und den Niedergang des Preßkolbens
aufhalten.
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In den Fig. i i und 12 ist ein Beispiel einer vereinigten Sicherheits-
und' selbsttätigen Abstreich- oder Niederhaltvorrichtung, die durch. die normale
Bewegung der Presse betätigt wird und die auch an anderen Pressen angebracht werden
kann, dargestellt. Gemäß der dargestellten Form ist der Abstreicher oder Niederhalter
io6 zweckentsprechend gestaltet und auf zwei Führungsstangen 107, 107, die
mit ihm durch Muttern io8, io8 fest verbunden sind, elastisch gegen die Patrize
4 gelagert. Die Führungsstangen io7, 107 Sind mit leichten Schraubenfedern
iog umgeben, die zwischen dem erwähnten :Niederhalter und dem Flansch iio am unteren.
Eide des Preßkolbens 5 eingeschaltet sind. Zwei von den Führungsstangen
107, 107 sind durch Löcher i i i, i i i an den Führungen 6, 6 geführt und
an ihren oberen Enden mit Ösen i i2 versehen, in denen die unteren Enden von Ketten
oder Schnüren 113 befestigt sind. Die oberen F@#.@?e>> der Ketten sind: in ähnlicher
Weise bei
14 an Hebeln 115 befestigt, die bei 116 an den
Enden einer Querstange a aufgehängt sind, die ihrerseits vermittels Schrauben b
an dem Kolben 5 befestigt sind. Die Hebel 115 sind mit Löchern versehen, damit die
Befestigungspunkte 114 der Ketten i 13 genau eingeregelt werden können.
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An den Führungen 6, 6 sind in Punkten 118, 118 zwei Hebel
117, 117 befestigt, die in derselben senkrechten Ebene wie die Hebel 115,
115 liegen, damit ihre nach unten ragenden Teile i ig, i ig mit den einander zugekehrten
Enden dieser Hebel 115 zusammentreffen können, wenn der Preßkolben nahezu am Ende
des Hubes ist.
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Mit Muttern 121 versehene federnde Anschläge i2o, 12o dienen $ur Regelung
der Spannung der zusammengedrückten Federn 122, die zwischen dem Niederhalter io6
und den Schraubenmuttern 'auf jenen Anschlägen angeordnet sind. Damit der Niederhalter
io6 immer genau arbeitet, sind die Köpfe 123 der genannten Anschläge i2o in entsprechende
Nuten 124 versenkt, die in der Unterseite des genannten Niederhalters angebracht
sind. Der Druck der Federn 122 muß natürlich so geregelt werden, daß die Schraubenköpfe
123 niemals aus der Unterfläche des Niederhalters io6 heraustreten.
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Bei 125 ist schwingbar an einem nach rückwärts ragenden Vorsprung
des Niederhalters io6 eine U-förmig gebogene Stange 126 angebracht, deren einer
Schenkel mit einer senkrechten Zahnstange 127 versehen ist, der zuzeiten mit einem
Zahnsektor 128 an dem inneren Ende der rechtwinklig gebogenen hin und her gehenden
Stange 1g in Eingriff treten kann. Diese Stange ig ist bei 22 in ähnlicher Weise,
wie sie mit Bezug auf die Fig. 3 und 4 beschrieben ist, befestigt. Damit die U-Stange
126 um ihren Bolzen 125 bewegt werden kann, wodurch zur gegebenen Zeit die Zahnstange
127 in und außer Eingriff mit dem Zahnsektor 128 gebracht wird, ist die Stange 126
an dem freien Ende ihres zweiten Schenkels mit einer konkav gestalteten drehbaren
Rolle 12g versehen, die in dem Schlitze einer am Maschinengestell befestigten Platte
130 geführt wird. Besonders aus Fig. i2 läßt sich erkennen, daß, wenn der ,\Tiederhalter
io6 durch den Preßkolben 5 gehoben wird; die hohle Rolle 12g im unteren Teil des
Schlitzes der Platte 13o aufwärts steigt und daß zugleich die Stange 127 und der
Sektor 128 in Eingriff sind. Sobald dabei die Rolle 129 den geneigten Teil 131 des
Schlitzes der Platte 13o durchfährt, um in den oberen Schlitzteil zu gelangen, schwingt
das U-Eisen 126- um seinen Bolzen 125 gegen die Vorderseite der Presse hin und entkuppelt
hierbei die Stange 127 und den Sektor 128, indem es den' Niederhalter io6 freigibt,
SO daß er seine Wirkung ausüben kann. Beim Niedergang des Kolbens 5 tritt die entgegengesetzte
Wirkung auf. Es verursacht aber jedes Hindernis, wie auch seine Lage dem Niederhalter
gegenüber sein mag, eine Bewegung der Stange 127, d. h. eine Einwirkung auf den
Sektor 128, der die Stange ig um ihren Drehpunkt nach vorn oder hinten dreht und
dabei auf den Schwinghebel 54 wirkt, so daß dieser die Bremsvorrichtung auslöst.
Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist die Stange 1g nicht mit einem Zahn
21 versehen, sondern sie ist für ihre senkrechte Bewegung durch eine Bohrurig geführt,
die außer einem engen Spalt anstatt des Schlitzes 57 keinen Spielraum gewährt, wodurch
der leiseste Stoß auf das obere Ende dieser Stange sofort das Kuppeln bewirkt.
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Für gewisse Maschinen ist es wesentlich, daß die Maschine während
des Betriebes bedient wird. In solchen Fällen wird die in Fig.13 und 14 dargestellte
Anordnung in Verbindung mit der oben beschriebenen Sicherheitsvorrichtung benutzt.
Diese Vorrichtung besteht aus den rechtwinklig umgebogenen Lenkern 131, die bei
132 geschlitzt sind und die an dem Gestell oder den Führungen 6, 6 mittels der Stellschrauben
133, 133 befestigt sind, die ihrerseits eine senkrechte Verstellung der Einrichtung
gestatten. Die seitlichen Schenkel 134, 134 der winkligen Lenker sind um go° verwunden
und mit Schlitzen 135, 135 versehen, die Klemmbolzen 136, 136 aufnehmen, die ihrerseits
einen Niederhalter 137 halten. Diese Anordnung ist so angebracht, daß die wagerechten
Schenkel 134, 134 in einer Ebene mit der oberen Fläche der Matrize 3 und mit dem
Niederhalter 137 liegen, der so weit davor angeordnet ist, daß der Arbeiter seine
Finger während der Arbeit und den Niederhalter legen kann. Wenn der Arbeiter die
Maschine nicht richtig bedient und sich über dem Niederhalter 137 zu schaffen macht,
so wird der Niederhalter io6 oder die Schutzvorrichtung 15 in Tätigkeit gesetzt,
wodurch die die Bremse betätigende Kupplung ausgelöst wird, bevor irgendein Schaden
eintreten kann.
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Natürlich können die Winkelstücke auch am Tisch 2 angebracht werden.
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Diese starre Sicherheitsvorrichtung ist besonders da nützlich, wo
der Arbeiter an Bechern, in deren Seiten Löcher gestanzt sind, zu arbeiten hat,
wobei der Arbeiter den Becher an seinem Platze halten muß. In solchen Fällen ist
der Niederhalter 137 so eingestellt, daß der Arbeiter sein Arbeitsstück unter dem
Niederhalter behandeln muß, wo seine Hände sicher und frei von Gefahren sind. Wenn
er aus Unachtsamkeit seine
Iland oder seine Finger über den Niederhalter
137 bringen sollte, so wird er durch den abwärts gehenden Niederhalter io6
oder die Sicherheitsvorrichtung 15 getroffen, wodurch die Presse augenblicklich
angehalten wird. Die Oberkante des Niederhalters 137 wird nie unterhalb der
Fläche des unteren Stempels angeordnet; wodurch es unmöglich gemacht wird, daß die
Finger über die Sicherheitsvorrichtung und unter den Stempel gelangen.
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Die Wirkungsweise der neuen Sicherheitsvorrichtung ist kurz folgende:
Beim Niedergang des Stempels 4 bewegt sich die Sicherheitsvorrichtung 15 oder der
Niederhalter io6 dem Stempel etwas voraus. Wenn die Sicherheitsvorrichtung 15 oder
der Niederhalter io6 auf kein Hindernis stößt, so geht sie wieder in die Höhe, wenn
sie mit dem unteren Stempel 3 in Berührung kommt. Diese Bewegung erfolgt gleichzeitig
mit der des Anschlages 34 der mit dem vorderen Ende des Armes 32 in Berührung tritt,
worauf die Stange ig sich rückwärts in dem Schlitz 57 drehen kann, ohne daß sie
den Schwinghebel 54 beeinflußt, der die Kupplungsbremse 4o auslöst. Wenn der Niederhalter
io6 an dem Stempel 3 anhält, und zwar bei entsprechender Lage des Stockes, gelangt
der untere Flansch iio des Preßkolbens 5 mit den federnden Anschlägen i2o, i2o in
Berührung und übt einen Druck auf die Federn i22, i22 aus, die den Stock von dem
Stempel 4. streifen, da der Kolben 5 nach aufwärts geht. Wenn der Kolben 5 das obere
Ende seines Hubes erreicht, so tritt der Arm 32 mit dem Anschlage 31 in Berührung,
der die Sicherheitsvorrichtung 15 oder den Niederhalter io6 auf gleiche Höhe mit
der unteren Fläche des Stempels hebt, wenn es so gewünscht wird. Gemäß der in Fig.
i i und 12, dargestellten Ausführungsform wird das durch die Hebel i 15 erreicht,
die mit den nach unten ragenden Teilen i i9 der befestigten Stangen i 17
in Berührung kommen. Wenn irgendein Hindernis zwischen den Stempel 3 und die Sicherheitsvorrichtung
15 oder den Niederhalter io6 kommt, so können letztere nicht ihre tiefste Lage erreichen
und werden gekippt, was augenblicklich ein Schwenken der Stange ig und eine Bewegung
des Schwinghebels 54 hervorruft, wodurch die Bremse auf die Kupplung niedergelassen
wird. Schließlich maß bemerkt werden, daß die Spannung oder der Druck. der Federn
3o und iog so gewählt ist, daß sie nur die Empfindlichkeit der Vorrichtung gewährleisten,
aber nicht stark genug. sind, den Fingern oder Händen einen Schaden zuzuführen,
wenn die Teile 15 oder io6 damit in Berührung kommen.
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Natürlich kann die Erfindung leicht an je-
der beliebigen Presse
oder Maschine mit hin und her gehendem Werkzeuge, die durch eine Kupplung betätigt
wird, angewendet werden, wenn alle Teile entsprechend verstellbar angeordnet sind.