DE726010C - Vorrichtung zum Abdrucken bzw. Ferndrucken von Schriftzeichen, bestehend aus drehbarem Typenrad, Einstellring und mechanisch bzw. elektromagnetisch wirkender Anschlagvorrichtung - Google Patents

Vorrichtung zum Abdrucken bzw. Ferndrucken von Schriftzeichen, bestehend aus drehbarem Typenrad, Einstellring und mechanisch bzw. elektromagnetisch wirkender Anschlagvorrichtung

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DE726010C
DE726010C DEH163966D DEH0163966D DE726010C DE 726010 C DE726010 C DE 726010C DE H163966 D DEH163966 D DE H163966D DE H0163966 D DEH0163966 D DE H0163966D DE 726010 C DE726010 C DE 726010C
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DEH163966D
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Friedrich Haeusler
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FRIEDRICH HAEUSLER
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FRIEDRICH HAEUSLER
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L19/00Apparatus or local circuits for step-by-step systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Switch Cases, Indication, And Locking (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Abdrucken bzw. Ferndrucken von Schriftzeichen, bestehend aus drehbarem Typenrad, Einstellring und mechanisch bzw. elektromagnetisch wirkender Anschlagvorrichtung Zusatz zum Patent 7o6 797 Das Hauptpatent 7o6 797 betrifft eine Vorrichtung zum Abdrucken bzw. Ferndrucken von Schriftzeichen, bestehend aus drehbarem Typenrad, Einstellring und mechanisch bzw. elektromagnetisch wirkender Anschlagvorrichtung, bei welcher Typenrad und Einstellung mittels Freilaufes um dieselbe Achse wie der Anschlaghebel drehbar sind und der Anschlag-. hebel als Doppelscherenhebel mit zwei Anschlagarmen, einer für rechtsläufigen und einer für linksläufigen Anschlag, ausgebildet ist, mit Freilaufdrehwähler zur Fernsteuerung von #Typenrad und Druckvorrichtung.
  • Drehwähler in einem Drehsinne, meist rechtsläufig, sind bekannt, z. B. bei Fernsprechanlagen.
  • Ebenso bekannt sind motorisch bzw. durch Fortschaltemagnete in einem Drehsinne bewegte Typenräder und deren Anhaltung durch eingeschobene Kupplungsstifte zwecks Abdruckes bestimmter Typen, z. B. beim Siemens-& Halskeschen Ferndrucker.
  • Neu dagegen ist die Typenwahl durch wahlweise rechtsläufige oder linksläufige Drehung der Typenwählscheibe und des Typenträgers von Ferndruckanlagen bei Sender und Empfänger mit selbsttätiger Ingangsetzung der Druckvorrichtung im Einstellmoment der beabsichtigten Type.
  • Der Freilaufdrehwähler zur Fernsteuerung von Typenrad und Druckvorrichtung arbeitet daher gemäß der Erfindung in der Weise, daß die Typen je zur Hälfte entweder im rechtsläufigen oder im linksläufigen Drehsinne mittels ein und derselben Wählscheibe eingestellt werden, wobei bei Sender und Empfänger nur je eine Anschlag- und Druckvorrichtung zum Abdruck jedes beabsichtigten Typenzeichens dient, ganz gleich, ob dasselbe durch Rechtsdrehung oder Linksdrehung der Wählscheibe eingestellt und angeschlagen wird.
  • Wesentlich bei der Erfindung ist, daß je ein positiv und ein negativ gepolter Fortschalteinagnet oder die entsprechenden Pole ein und desselben Magneten, welche über ihre Leitung beim Sender einen Umschalter (Stromwender) steuern bzw. von diesen beim Empfänger je nach der Stromrichtung gesteuert werden, je nach Lage des gewünschten Zeichens in der linken oder rechten Typengruppie auf der Wählscheibe den rechtsläufigen oder den linksläufigen Antrieb des Typenträgers beim Empfänger bewirken, ihrerseits erregt durch eine Folge von positiven oder negativen Stromstößen im Ortsnetz des Senders und des Empfängers. Der Antrieb des Typenträgers erfolgt dabei durch Einwirkung des Ankers eines der Fortschaltemagnete oder Magnetpole rechts oder links auf geeignete Antriebsvorrichtungen, wie Hebel, Drehklinken, Zahnradgetriebe. Im Stillstandsmoment der beabsichtigten Type an der Anschlagstelle wird je nach dem Drehsinne der Anschlagbewegung der positive oder der negative Ortsstrom und der jeweilige mit dem Ortsstrom gleichgerichtete Linienstrom bei Sender und Empfänger durch den gleichzeitigen Anschlag zweier als Hebelarme eines Doppelscherenhebels ausgebildeter klopferartiger Gebetasten des Senders rechts und links von der Achse an je eine rechte und linke feste Anschlag- und Kontaktschiene jedesmal ausgeschaltet und ein beliebig gerichteter, genügend starker Druckstrom selbsttätig eingeschaltet. Der Druckstrom erregt den neutralen, ziemlich trägen Druckmagneten des Empfängers durch einen etwas länger dauernden Stromstoß derart, daß ganz unabhängig sowohl von der Drehrichtung der Wählscheibe des Senders und des Typenträgers des Empfängers als auch von der jeweiligen Stromrichtung stets ein und derselbe Druckmagnet die jeweils beabsichtigte Type beim Empfänger abdruckt.
  • Wesentlich ist ferner, daß eine an der Wählscheibe bzw. am Typenträger befestigte Kontaktvorrichtung (Freilaufwählkontakt) beim Rücklauf der Wählscheibe bzw. des Typenrades von der Anschlagstellung zur Ruhestellung den positiven oder den negativen Ortsstrom und damit den entsprechenden Fortschaltemagneten und die von seinem Anker betriebene Drehvorrichtung jeweils selbsttätig ausschaltet. Dies wird durch radförmige Ausbildung der Kontaktenden eines mit der Wählscheibe oder dem Typenrade verbundenen Stangenkontaktes erreicht. Die Kontakträdchen sind in einen leitenden und einen nichtleitenden Sektor sowie in einen Drehsektor (Spielsektor) geteilt, jeder der drei Radsektoren zu etwa 12o°, derart, daß bei der Bewegung der Wählscheibe in der Richtung zur Anschlagstelle (Anschlagrichtung) stets der leitende Sektor des Kontakträdchens an der Leitungsschiene bzw. am Kontaktkranz entlang schleift, beim Rückweg (Rücklaufrichtung) dagegen der nichtleitende Sektor, wobei das Kontakträdchen selbst nur um den Drehsektor (Spielsektor), d. h. um etwa i2o° drehbar ist. Das Kontakträdchen ist ferner mit seiner Radgabel um die Längsachse des Stangenkontaktes im ganzen drehbar angeordnet. In der Ruhestellung der Wählscheibe stehen die Kontakträdchen vor Isolierkörpern. Der z. B. aus Hartgummi, Glas oder Blei bestehende, also schwerere nichtleitende Radsektor des Kontakträdchens legt sich in dieser Stellung infolge seines größeren Gewichts und der Drehbarkeit des Rädchens um die Längsachse der Kontaktstange von selbst nach unten. Wird nun die Wählscheibe aus der Ruhestellung nach rechts oder links gedreht, so legt sich das Rädchen. durch einen konvex nach rechts irzw. links ansteigenden Führungsrand hierzu gezwungen, stets mit dem leitenden Sektor in die Fahrrichtung (Anschlagrichtung), ganz gleich, ob die Drehung der Wählscheibe bzw. des Typenträgers nach rechts oder links geht, und läuft so bis zum Halt derWählscheibe, d. h. bis zur Anschlagstelle, derart, daß bei der Bewegung der Wählscheibe bzw. des Typenträgers bis zur Anschlagstelle stets der leitende Radsektor des Kontakträdchens an der Leitungsschiene bzw. dem Kontaktkranz entlang schleift. Bei einsetzender Rückwärtsbewegung der Wählscheibe wird das Kontakträdchen durch die nun entgegengesetzte Schleifrichtung um da.s Spiel, d. h. i2o°, gedreht und kehrt nunmehr der Leitungsschiene bzw. dein Kontaktkranz den nichtleiienden Radsektor zu.
  • Wesentlich ist ferner, daß die Wählscheibe nur beim Senden bewegt wird, während sie beim Empfang stillsteht. Dies wird dadurch erreicht, daß Typenrad und Wählscheibe getrennt voneinander frei um die gleiche Achse laufen, jedoch in ihrer beim Senden immer gleichzeitigen Ruhelage oder Bewegung zwischen den Typenzeichen auf der Wählscheibe einerseits und den ihnen zugeordneten Typen und Typenhebeln am Typenträger andererseits stets denselben Zentriwinkel in bezug auf die gemeinsame Achse innehalten. Dies gilt auch bezüglich der Rückbewegung aus dem Anschlage zur Ruhelage, wobei Wählscheibe und Typenträger zur Erreichung des Gleichganges von zwei getrennten, aber völlig gleichlaufenden Rückfederungen angetrieben «-erden. Wird beim Senden ein Finger leicht auf eines der tastenartig ausgebildeten Typenzeichen in der Wählscheibe gedrückt, so-gibt der angeschlagene Typenknopf in der Richtung der Drehachse der Wählscheibe nach und schiebt einen Verbindungs- oder Kupplungsstift in eine gegenüberliegende, der. betreffenden Type zugeordnete Öffnung (Öse) des Typenträgers selbst oder einer mit ihm fest 'verbundenen Lochscheibe ein, wodurch der Typenträger beim Einstellen zwangsläufig den gleichen Drehwinkel wie die Wählscheibe zurücklegt.
  • Wird der Anschlagfinger nach .dem Anschlage von dem angeschlagenen Typenknopfe wieder weggenommen, so treten der Typenknopf und der mit ihm starr verbundene Stift mit Hilfe einer kleinen Spiralfeder wieder in ihre Anfangslage zurück, so daß im gleichen :Moment Wählscheibe und Typenrad wieder voneinander getrennt sind und mittels ihrer deichlaufenden Rückfederungen völlig gleichlaufend in die Ruhelage zurückkehren. Der dein Typenknopf der gewünschten Type zugeordnete, beim Anschlag in die betreffende Öse des Typenrades oder der mit diesem starr verbundenen Lochscheibe eingeschobene Kupplungsstift betätigt im Anschlagmoment auch den zwischen der Wählscheibe und dem Typenrad bzw. der mit diesem verbundenen Lochscheibe gelagerten, um die gleiche Achse wie diese beweglichen rechten oder linken Anschlagarm des Doppelscherenhebels, je nachdem die Anschlagbewegung im rechtsläufigen oder linksläufigen Sinne erfolgt. Bei dem eben beschriebenen getrennten Freilauf von Wählscheibe und Typenrad mit Kupplungsvorrichtung beim Einstellen ist der Freilaufwählkontakt mit seinen beiden radförmig ausgebildeten Endkontakten am Typenrad bzw. an der mit diesem verbundenen Lochscheibe statt an der Wählscheibe fest angebracht und die Kontaktkränze bzw. Leitungsschienen, an welcher er entlang schleift, entsprechend angeordnet. Bei getrenntem Freilauf von Wählscheibe und Typenrad bewegt sich dementsprechend beim Empfang .stets nur das Typenrad, angetrieben durch den rechten oder linken Fortschaltemagneten und das zugehörige Triebwerk, während die Wählscheibe beim Empfang stillsteht. An Stelle von zwei feststehenden Kontaktkränzen mit drehbarem Schleifkontakt kann zur Erzeugung der positiven und negativen Stromstöße beim Sender auch ein Kontaktzahnrad mit Isolierklötzchen in den Zahnintervallen dienen, welches durch die Einstellbewegung der Wählscheibe je nach Drehsinn und Stromrichtung an einer positiven rechten oder negativen linken äußeren Leitungsschiene oder umgekehrt entlang geführt wird.
  • Wesentlich ist ferner, daß die innere positive mit der äußeren positiven Leitungsschiene und die innere negative mit der äußeren negativen Leitungsschiene in der Ruhelage der Wählscheibe durch zwei an dieser angebrachte Leitungsstücke oder Kontakte rechts und links verbunden sind, deren Enden die äußere und innere positive sowie die äußere und innere negative Leitungsschiene berühren, solange die Wählscheibe stillsteht (Empfangsstellung), im Moment der Einstellbewegung der Wählscheibe jedoch sich von den Schienen trennen (Sendestellung). Durch diese Verbindungen wird ein positiver bzw. negativer Empfangsortsstromkreis für die über den Umschalter ankommenden positiven bzw. negativen Stromstöße, welche die Fortschaltemagnete des Empfängers erregen, hergestellt, während der ebenfalls an der Wählscheibe angebrachte Freilaufwählkontakt in der Empfangsstellung stromlos bleibt. Ist der Freilaufwählkontakt an dem Typenträger angebracht, so sind die Fortschaltemagnetspulen beim Empfänger bei stillstehender Wählscheibe mit denn sich mit dem Typenträger bewegenden Freilaufwählkontakt rechts oder links je nach Drehsinn und Stromrichtung während der Einstellbewegung durch diese Verbindungen parallel geschaltet. Diese Empfangsortsnetzschaltung ermöglicht das gleichzeitige Anlavifen des Typenträgers beim Empfänger mit der Einstellbewegung des Typenträgers beim Sender.
  • Durch den Doppelscherenhebel kann beim Senden auch ein Zählwerk über ein Zahnrad, welches nach jedem Anschlag, ganz gleich, ob derselbe rechts oder links erfolgt ist, durch den in die Ruhelage zurückgehenden Doppelscherenhebel bzw. Schubkeil um einen Zahn weiter gedreht wird, betrieben werden und so die Anzahl der von jedem Gerät gesendeten Buchstaben, Zeichen und Zahlen fortlaufend selbsttätig ermittelt werden.
  • In dem Ausführungsbeispiel Abb. I ist die um Achse rz frei laufende Wählscheibe r mit den in den Fingereinstellöchern liegenden tastenartig ausgebildeten Buchstaben-, Zahlen- und Verbindungszeichen r', z", z"' usw. punktiert angedeutet und die vor, neben oder hinter ihr liegende elektrische Einrichtung des Freilaufdrehwählers schematisch dargestellt. Am Rande der frei laufenden kreisrunden Wählscheibe z konzentrisch zu dieser und feststehend liegt ein zweiteiliger Kranz von abwechselnd Kontakten und Isolierungen an. 2 bzw. 2' sind -die Kontakte, 3 bzw. 3' die Isolierungen. Der rechte Sektor des Kranzes 2 bzw. 3 dient zur Übertragung positiver Stromstöße, der linke, 2' bzw. 3', zur übertragung negativer Stromstöße. Jeder Type des Typenträgers bzw. jedem Typenzeichen der Wählscheibe ist je ein Kontakt und eine benachbarte Isolierung zugeordnet, deren Winkelabstand von der im Scheitelpunkte wischen den beiderseitigen Kontaktkränzen -2, 3 und z', 3' angeordneten Isolierung io dem von der Wählscheibe zum Anschlag der betrettenden Type zurückzulegenden Winkel entspricht, je nachdem die Type zur rechten oder linken Typengruppe der Wählscheibe bzw. des Typenträgers gehört. Außerhalb dieses Kontaktkranzes, finit den Kontakten z bzw. -' verbunden, liegt eine ebenfalls zweiteilige, konzentrische äußere Leitungsschiene d bzw. q.'. Dieser gegenüber nach der Achse des Gerätes zu ist die ebenfalls feststehende zweiteilige und konzentrische innere Leitungsschiene 5 bzw. 5' angeordnet. Die mit der frei laufenden Wählkreisscheibe i fest verbundene, mit ihr sich bewegende, radial verlaufende Kontaktstange 6 mit den Schleifkontakten 7 und 8 an ihren beiden Enden steht (in Abb. I) wie die Wählscheibe I selbst in der Ruhelage. In dieser liegen die beiden Kontaktenden 7 und 8 an den Isolierungen 9 und io an, und Kontakt 6 ist stromlos. Wird die Wählscheibe i zur Einstellung einer Type nach rechts gedreht, so berührt die Kontaktstange mit ihren beiden Kontakten, wie in 6', 7' und 8' angedeutet, die innere Leitungsschiene 5 und den rechtsseitigen Kontaktkranz 2 bzw. 3 voneinander abwechselnden Kontakten .22 usw. und Isolierungen 3, 3 usw., so daß über die rechte äußere Leitungsschiene d. und die Verbindungsleitung 12 positive Stromstöße und Unterbrechungen in rascher Folge nach einem rechts von Achse i i angebrachten feststehenden, positiv gepolten Elektromagneten 13 beim Sender und Empfänger gesandt «-erden, bis die Wählscheibe und der Typenträger beim Sender wie Empiänger den der beabsichtigten Type zugeordlieten rechtsläufigen Drehwinkel bis zur Anschlagstelle zurückgelegt haben, d. h. bis zum Anschlag des Fingers an die rechtsseitise klopferartige Gebertaste 16'. Der die Stromstöße hervorrufende Strom kommt dabei von einer positiven Stromquelle 14 über eine Zuleitung 15 durch die linksseitige klopferartige Gebertaste 16 hindurch über eine Verbindungsleitung 17 zur rechtsseitigen inneren Leitungsschiene 5.
  • Nachdem der Strom den rechtsseitigen Fortschalteinagneten 13 gestärkt hat, fließt er durch Leitung 18 zum Umschalter i9 und von dort zur Erde bzw. unter selbsttätiger Schaltung zur Linie.22 und über Linienrelais 2o bzw. 2ö und Umschalter i9' zum Empfänger. Bei dem Rückweg der Wählscheibe des Senders und des Typenträgers heim Empfänger zur Ruhestellung schalten die radförmigen Schleifkolitakte 7 und 8 den positiven bzw. negativen Ortsstrom jeweils selbsttätig aus, indem sie beim Rückweg zur Ruhelage der inneren Leitungsschiene bzw. dem Kontaktkranz ihren nichtleitenden Radsektor 3 zukehren (s. Abb. I a, I b und I c). Der leitende Sektor ist 2, der Spielsektor i, 17 bz«-. 17' sind die Führungen für das Kontaktrad.
  • Der Fortschalternagnet 13 (Abb. I) dreht, durch die über Linie 22 ankommenden positiven Stromstöße angeregt, über die schematisch dargestellte Drehklinke 23 bzw. 23' und das ebenfalls schematisch dargestellte Zahngetriebe 24 den Zahnkranz des Typenträgers 25 und damit den Typenträger selbst zur gewünschten, dem rechtsläufigen Drehwinkel der beabsichtigten Type der Rechtsgruppe entsprechenden Anschlagstellung.
  • Wird dagegen die Wählscheibe i und mit ihr die Kontaktstange 6 mit ihren beiden Schleifkontakten 7 und 8 zum Anschlag einer der Linksgruppe zugehörigen Type nach links gedreht, so wiederholt sich der genau gleiche Vorgang im umgekehrten Strom- und Drehsinne, wie in 6" und 7" und 8" angedeutet. Aus der negativen Stromquelle 14' fließt in diesem Falle über 15', 16', 17', 5', 7", 6", die Kontakte -2', 2' usw. und durch die Leitungsschiene d. ein negativer Strom in kurzen, rasch aufeinanderfolgenden Stößen durch das negative Ortsnetz des Senders und vom Umschalter i9 des Senders über Linie : 2 und die beiden Linienrelais 2o und 2ö zum Umschalter i9' des Empfängers und von da durch das jeweilig selbsttätig eingeschaltete negative Ortsnetz des Empfängers, über welches die ankommenden Stromstöße den negativ gepolten Fortschaltemagneten 13' erregen und dieser durch die von seinem Anker betriebene Drehvorrichtung, in 23" bzw. 23"' und 2.i.' (Abb. I) schematisch angedeutet, den Zahnkranz 25 des Typenträgers und damit diesen letzteren selbst in die beabsichtigte, dem linksläufigen Drehwinkel der gewünschten Type der Linksgruppe entsprechende Anschlagstellung bringt.
  • Sowohl bei der Rechtsdrehung als bei der Linksdrehung geht die Drehbewegung der \Välilscheibe des Senders bzw. des Typentrzigers beim Empfänger stets nur so weit, bis der durch das gewählte Einstellfingerloch rechts oder links hindurchgesteckte, die Wählscheibe drehende Finger oder Stift auf eine der beiden klopferartigen, um den kleinen von den Sperrfedern 29 bzw. 29' zugelassenen, rechts und links gleichen Sperrwinkel konzentrisch beweglichen Anschlagtasten 16 oder i6' rechts oder links auftrifft und die beiden Federn durch den Filigerdruck des Anschlages nachgeben und infolge ihrer Eigenschaft als untereinander verbundene und nur gemeinsam bewegliche Hebelarme desselben Doppelscherenhebels beide Anschlagtasten 16 und i6' mit den Kontakten 43 und 40 gleichzeitig an die beiden feststehenden Anschlag- und Kontaktleisten 26 und 26' rechts und links bzw. an die an denselben angebrachten Kontakte 4i und 42 anschlagen. In dem hierdurch verursachten Stillstandsmoment kommt die Kontaktstange 6 bzw. 6' oder 6" mit ihrem oberen bürstenartigen, bügelförmigen oder radartigen Schleifkontakt 8 bzw. 8' oder 8" auf dem der beabsichtigten Type zugeordneten Isolierungskörper, z. B. 3 oder 3', des rechten oder linken Kontaktkranzes zu stehen. Hierdurch wird im gleichen Moment der je nach dem Drehsinne der Einstellbewegung eingeschaltet gewesene positive oder negative Ortsstrom bei Sender und Empfänger ausgeschaltet. -Dagegen wird im gleichen Moment durch Anschlag der Gebertaste 16 mit ihrem Kontakt 43 an den an der Anschlagschiene 26' angebrachten Kontakt 42 der Strom von Stromquelle 14 über Leitung 15 auf die Sendedruckstromleitung 6o umgeschaltet und weiter über Linie 22 nach dem Empfänger bzw. über Leitung 59 und über den Kontakt 41 an der Anschlagleiste 26 und den an Taste 16 angeordneten Kontakt 40 und Leitung 15 nach Stromquelle i4' geleitet, welche- nunmehr umgekehrt und mit Stromquelle 14 in einem Stromkreis hintereinandergeschaltet ist und Strom im positiven Sinne abgibt. Die Kontakte 41 und 42 stehen mit der Empfangsdruckstromleitung 27', 27"', 27", 27 nicht in Verbindung.
  • Diese Neuschaltung vollzieht sich durch die infolge der Zugehörigkeit der beiden Gebertasten 16 und 16' zu ein und demselben Doppelscherenhebel durch den Fingerdruck des Anschlages auf eine der beiden Gebertasten 16 oder 16' zwangsläufig erfolgende gleichzeitige Berührung der anderen ebenfalls leitenden Gebertaste bzw. ihres Kontaktes finit dem Kontakte der ihr zugeordneten Anschlagschiene, wodurch ein genügend starker, etwas länger während der ganzen Anschlagdauer fließender Druckstrom bei Sender und Empfänger hervorgerufen wird, welcher den neutralen, ziemlich trägen und nur auf länger dauernde Stromstöße ansprechenden Druckmagneten-26' des Empfängers erregt, so daß durch denselben die Druckvorrichtung (Typenanschlagliebel, als Anker ausgebildet) beim Empfänger im Anschlagmoment, d. h. im Einstellmoment der beabsichtigten Type betätigt wird. Beim Sender wird die Druckvorrichtung (Typenanschlaghebel) im gleichen Moinent mechanisch betätigt unter gleichzeitiger Unterbrechung der Empfangsdruckstromleitung 27" und 27"' des Senders.
  • Die beiden klopferartigen Gebertasten 16 und 16' rechts und links werden durch die beiden Federn 29 und 29»*, wie bereits erwähnt, in einer bestimmten Ruhelage mit kleinem Sperrwinkel zu den festen Anschlagleisten 26 und 26' festgehalten, so daß, ihr Anschlag an die Leisten und damit die Einschaltung des Druckstromes nur in dem Moment und so lange erfolgen kann, als der Fingerdruck des Anschlages den Gegendruck der Sperrfedern 29 bzw. 29' überwindet.
  • Der Umschalter ist in dem in Abb. I dargestellten Ausführungsbeispiel mit einem Magneten ig bzw. ig' bei Sender und Empfänger versehen, dessen Nordpol bzw. Südpol je nach der Richtung des jeweils rechts oder links ankommenden positiven oder negativen Stromes durch die von diesem durchflossenen Spulen verstärkt werden zwecks schnellen Anziehens und Abstoßens des leitungstragenden federlosen, im umgekehrten Sinne zu den Polen des Umschaltemagneten ig bzw. ig' magnetischen Flügelankers 30 mit dein von dessen Scharnier 32 ausgehenden Ende 37 der Linienleitung 22.
  • Die Einschaltung bzw. Ausschaltung des Druckstromes beim Sender wird durch einen vom Gestänge 38 (Abb. III und III a) des Doppelscherenhebels im Betätigungsmoment des Hebels durch die Gebertasten 16 bzw. 16' im Anschlagmoment -emporgehobenen Schubkeil 33 (Abb. III und III a) bewirkt.
  • An den Seitenflächen des Schubkeils 33 sind zwei untereinander durch ein Leitungsstück 72 (Abb. III a) im Schubkeil 33 verbundene Federbügelkontakte 34 und 35 angebracht, welche in der Ruhelage des Keils 33 (Empfängerstellung) an den Leitungsenden 36 und 37 der Druckstromleitung anliegen, wie in Abb. III gezeigt ist, so daß der Druckstrom zum Druckmagneten 28 beim Empfang eingeschaltet - ist; beim Anschlag des Doppelhebels .und des dadurch verursachten Emporschiebens des Keils 33 dagegen, d. h. also im Anschlagmoment des. Senders (s. Abb. Illa), trennen sich die beiden Kontakte 34 und 35 von den beiden Leitungsenden 36 und 37, wodurch der Druckstrom beim Sender unterbrochen wird (Geberstellung), für die Dauer des jeweiligen Anschlages. Der ruckartig emporgeschobene Schubkeil 33 beim Sender schlägt die im Anschlagmoment an der Anschlagstelle des Senders befindliche Type 34 bzw.34! durch Zurückdrücken des Typenhebelendes schlagartig an ohne Mitwirkung des Druckmagneten 28 (s. Abb. VIII).
  • In Abb. II ist eine Gesamtansicht des Gerätes io in Verbindung mit einem Fernsprecher 5 gezeigt. Je nach Einstellung des Knopfes 4 im Schaltschlitz i ist die Linie 9 auf Sprechen oder Schreiben geschaltet. Bei Verschiebung des Schaltknopfes 4 in Richtung 2 ist Fernsprecher 5 über Leitung 9, bei Verschiebung des Schaltknopfes .a. in Richtung 3 ist der Fernschreiber io über Leitung 8 und 9 eingeschaltet. In Abb.II ist ein Schalter 6 für etwa gewünschten Figurenwechsel von kleinen auf große Buchstaben durch eine Verschwenkung der Wählscheibe gegen den Typenträger angedeutet. Die Zahl der Typen am Typenträger und der Kontakte und Isolierungen am Kontaktkranz würde sich bei Figurenwechseleinrichtung verdoppeln. 28" ist der Schutzkasten des Druckmagneten.
  • In Abb. III ist ein schematischer Schaltplan eines Ausführungsbeispiels gezeigt, bei welchem das positive und das negative Ortsnetz sich nicht überkreuzen, sondern streng getrennt rechts bzw: links von der Achse i i liegen. Zur Verstärkung des über Leitung 27' und 6o bei Berührung der Kontakte 43 und 42 miteinander nach 14' zurückfließenden und von 1.4 über Leitung 27 und 59 bei Berührung der Kontakte .Io und 41 miteinander, d. h. im Anschlagmoment der Gebetasten 16 oder 16' nach der Linienleitung 22 abfließenden Druckstroms ist die Hintereinanderschaltung zweier weiterer Stromquellen 45 und 46 mit 14 und 1.:1.' in einem Druckstromkreis angenommen. Ferner sind in Abb. III 16" und 16"' die beiden Hebelarme des um die Achse des Typenträgers i i als Hebelachse beweglichen Doppelscherenhebels angedeutet -sowie in deren Verlängerung die an ihren Enden angebrachten beiden Gebetasten 16 und 16' und oberhalb der Hebelachse das verbindende Hebelgestänge 38 mit den Gelenken 67, 68, 69 und dem Schubkeil 33 in Empfängerstellung (Ruhelage). In Abb.IIIa ist der Schubkeil 33 in Sendestellung (emporgeschoben) gezeigt.
  • In Abb. IV und V ist die Möglichkeit skizziert, den positiven Fortschaltemagneten 13, den negativen Fortschaltemagneten 13' sowie den positiven und negativen Polschuh des Unischalters 19, 54 und 55 sämtlich zu einer einzigen elektromagnetischen Einheit zusammenzuziehen zwecks Verbilligung und Raumersparnis. Da der positive Fortschaltemagliet 13 und der positive Pol 55 des Umschalters ig stets gleichzeitig arbeiten, wie auch die beiden negativen Pole 13' bzw. 5q., so läßt sich dies durch Aufsetzen der beiden positiven Eisenkerne 13 und 55 in Form z. B. eines T oder V auf den Nordpol eines Stabförinigen Dauermagneten 56 und der beiden negativen Eisenkerne 13' und 54 auf dessen Südpol sowie durch entsprechende Umwicklung durch die positive Leitung des Ortsnetzes einerseits und durch die negative Leitung andererseits erreichen, wie in Abb. IV und V schematisch angedeutet. 71 ist eine auf den Dauermagneten 56 aufgesetzte Isolierung. Am einfachsten dient ein und derselbe Magnet zum Fortschalten und zum Umschalten durch Verstärkung des jeweils arbeitenden Poles je nach Stromrichtung.
  • In Abb. VI und VII ist ein 'lusführungsbeispiel für die tastenartige Ausbildung der Typenzeichen der Wählscheibe mit dem Kupplungsstift 75 gezeigt bei getrenntem Freilauf von Wählscheibe und Typenrad. i ist die Wählscheibe im Schnitt gesehen mit Federbuchse :I, einer Typentaste 2 mit dein zugehörigen Kupplungsstift 75. In 2' bzw. 75' silid der Typenknopf und sein Kupplungsstift in der Einsteil- und Anschlagstellung, d. h. voni Anschlagfinger 8 unter Überwindung des Gegendruckes der Sprungfeder 3 in den Hohlraum der Buchse .t hineingedrückt angedeutet. 16 ist der vom Kupplungsstift 7,5' beim Anschlag betätigte Anschlagarm des Doppelscherenliebels in der Aufsicht. 6 ist ein Stück des Typenträgers mit der dem Typenknopfe gegenüberliegenden Kupplungsöse 5.
  • In Abb. VII ist ein größerer Ausschnitt der Wählscheibe i mit mehreren Typenknöpfen, 2 in Ruhelage und 2' in der Anschlaglage niit den zugehörigen Kupplungsstiften 7 5 bzw. 75' gezeigt, ebenso der vom Kupplungsstift 75' gerade betätigte Anschlaghebel 16 und 38 in der Seitenansicht. 6 ist der Typenträger mit Kupplungsösen 5, 5 und 72 der feststehende Tragteller mit Hebelschlitz 73.
  • In Abb. VIII a ist ein Typenhebel 3.I in Form eines gestanzten Bogendreiecks aus Leichtmetall mit der Type 35, einem magnetisch empfindlichen Knopf 36 und der Hebelscharnieröse 37, einmal in Ruhelage 34 und einmal in Anschlaglage 34# gezeigt mit dein Schubkeil 33 in der Ruhelage (Empfangsstellung) bzw. 33' in der Anschlagstellung (Sendestellung) mit dein Druckmagneten 28. 9 ist ein Führungsschlitz für den Führungsschlitten io des Schubkeils 33 im feststehenden Lagerteller 8 des Typenträgers 6. 38 bzw. 38' ist das Gestänge des Doppelscherenliebels in Ruhelage bzw. beim Anschlag. 7 ist der Papierträger.
  • Der Fortschritt der Erfindung besteht darin, daß die sendende Person die beabsichtigten Typen mit beiden Händen in rascher Folge anschlagen kann, was bei Einiingerbedienung mit jedesmaligem Abwarten der Ruhestellung bei den bisherigen Drehwählern nicht möglich war. Hierzu kommt die sehr einfache -Montage und Bedienung, die die sofortige Benutzung des Gerätes ohne Vorübung erlaubt.
  • Das Gerät ist für Kurzmeldungen, z. B. Wasserstandsmeldungen, Börsennachrichten, Zugmeldung usw., und Bestätigungen allein oder in Verbindung mit Fernsprecher bestimmt, ferner zur Bordverständigung an Bord von Flugzeugen, Schiffen, Kraftfahrzeugen, bei denen infolge -Motorengeräusches die fernmündliche Verständigung allein versagt. Die dadurch erzielte Vereinfachung der Nachrichten bedeutet Fortschritt, ebenso die Sicherung gegen Mißverständnisse bei wichtigen Fernsprüchen oder fernmündlichen Zahlenangaben durch deren direkte fernschriftliche Sofortbestätigung durch den Teilnehmer selbst. Die hierdurch erzielte Ersparnis an Schreibwerk sowie die dadurch hervorgerufene Entlastung des Brief- und Telegrammverkehrs ist gleichfalls als Fortschritt zu werten, ebenso die Möglichkeit der Hinterlassung von kurzen fernschriftlichen Mitteilungen im Fernsprechverkehr von Teilnehmer zu Teilnehmer im Falle der Abwesenheit des Angerufenen.

Claims (3)

  1. PATENTAN$PRÜCIIE i. Vorrichtung zum Abdrucken bzw. Ferndrucken von Schriftzeichen, bestehend aus drehbarem Typenrad, Einstellring und mechanisch bzw. elektromagnetisch wirkender Anschlagvorrichtung, nach Patent 7o6 797 mit Freilaufdrehwähler zur Fernsteuerung von Typenrad und Druckvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Typen je zur Hälfte entweder im rechtsläufigen oder im linksläufigen Drehsinne mittels ein und derselben Wählscheibe eingestellt werden, wobei bei Sender und Empfänger nur je eine Anschlag- und Druckvorrichtung zum Abdruck jedes beabsichtigten Typenzeichens dient, ganz gleich, ob dasselbe durch Rechts- oder Linksdrehung der Wählscheibe eingestellt und angeschlagen wird.
  2. 2. Freilaufdrehwähler nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit der frei laufenden Wählscheibe oder mit dem Typenträger verbundene Kontaktvorrichtung bei Rechtsdrehung der Wählscheibe von selbst ein positives Ortsnetz bei Sender und Empfänger, bei Linksdrehung der Wählscheibe ein negatives Ortsnetz (oder umgekehrt) einschaltet und beim Rückweg der Wählscheibe zur Ruhestellung selbsttätig ausschaltet, wobei die jeweilige Umschaltung des Linienstromes und die richtige TJber Schaltung auf das entsprechende Ortsnetz des Empfängers durch je einen elektromagnetisch betriebenen, von dein jeweiligen Orts- bzw. Linienstrom des Senders gesteuerten bzw. beim Empfänger den Ortsstrom steuernden-Umschalter bei Sender und Empfänger selbsttätig erfolgt.
  3. 3. Freilaufdrehwähler nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fortschalttl,ng des Typenträgers beim Empfänger bis zur Anschlagstellung der beabsichtigten Type im Rechtsdrehsinne ;durch einen positiv gepolten Magneten oder :durch den positiven Pol eines Dauermagneten, -im Linkssinne durch einen negativ gepolten 2#-T,agneten oder durch den negativen. Pol desselben Dauermagneten (oder umgekehrt) erfolgt, welche j e nach Rechts- oder Linksdrehung der Wählscheibe durch kurze positive oder negative Stromstöße des entsprechenden Ortsnetzes jeweils erregt werden, während die Druckvorrichtung durch j e einen ziemlich trägen, neutralen Druckmagneten bei Sender-und Empfänger betätigt wird. 4.. Freilaufdrehwähler nach Anspruch i bis 3, :dadurch gekennzeichnet, daß bei Sender und Empfänger die Ausschaltung des positiven oder negativen Ortsstromes jeweils im Anschlaginornent der gewünschten Type durch den gleichzeitigen Anschlag zweier als Hebelarme eines Doppelscherenliebels zwangsläufig miteinander verbundener Gebertasten an zwei Anschlagleisten links und rechts erfolgt und daß durch den gleichen Anschlag beim Sender wie Empfänger gleichzeitig der Druckstrom eingeschaltet wird, welcher den neutralen trägen Druckmagneten des Empfängers durch einen während des ganzen Ansclil.ages dauernden Stromstoß betätigt und die beim Empfänger eingestellte gleiche Type durch Anziehung des als Anker ausgebildeten Typenhebels anschlägt unter gleichzeitigem mechanischem oder elektromagnetischem Anschlag derselben Type beim Sender. 5. Freilaufwählkontakt zum Freilaufdrehwähler nach Anspruch i bis .1 ., dadurch gekennzeichnet, daß je ein radförmiger Schleifkontakt an beiden Enden eines mit der Wählscheibe oder dem Typenträger verbundenen Leitungsstückes, welches durch die Drehbe#,vegunder Wählscheibe an einem Kranz von abwecliselnd Kontakten oder Isolierungen bzw. an einer Leitungsschiene oder einem Leitungsdraht entlang geführt wird, einen leitenden uns einen nichtleitenden Radsektor enthält und beim Entlangführen an dem Kontaktkranz bzw. der Leitungsschiene im rechtsläufigen oder linksläufigen Anschlagdrehsinne der Wählscheibe oder des Typenträgers dein Kontaktkranz bzw. der Leitungsschiene stets den leitenden Radisektor, beim Entlangführen in der Rücklaufrichtung zur Ruhelage dagegen dem I,#--ontaktkranz bzw. der Leitungsschiene stets den nichtleitenden Radsektor zukehrt, und zwar derart, daß die Radkontakte beim t tiergang der Wählscheibe. oder des Typenträgers von -der Ruhestellung sowohl in die Rechtsdrehung als in die Linksdrehung stets den leitenden Radsektor durch eine geeignete Führung selbsttätig nach außen kehren, beim Rücklauf zur Ruhestellung der Wählscheibe dagegen sowohl von rechts her wie von links her stets den nichtleitenden Radsektor selbsttätig nach außen kehren, d. h. dem Kontaktkranz bzw. der Leitungsschiene zukehren, wobei die Endkontakte auch als Kugeln oder Rollen ausgebildet sein können. f?. Freilaufdrehwähler nach Anspruch r bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Wähl-.- Scheibe und Typenrad unabhängig voneinander um dieselbe gemeinsame Achse frei laufen und daß im Wählmoment ein der gewünschten Type zugeordneter federnder, tastenartiger Typeriknopf auf der Wählscheibe beim Auftreffen des Anschlagfingers in Richtung der Wählscheibendrehachse in das Einstellfingerloch zurückweicht und dadurch den Finger in die Fingeröffnung zur Drehung der Wählscheibe leicht eintreten läßt und daß gleichzeitig ein mit dem jeweils an geschlagenen Typenknopf in geeigneter Weise verbundener Kupplungsstift oder Konus in eine gegenüberliegende, ebenfalls der gewünschten` Type zugeordnete öffnung oder Wise des Typenträgers selbst oder einer mit diesem fest verbundenen Lochscheibe eingeschoben wird und daß die Wählscheibe mit dein Typenträger beim Sender während der Einstellung in geeigneter `''eise selbsttätig gekuppelt wird, so daß der Typenträger beim Senden die Einstellbewegung der Wählscheibe zwangsläufig mitmacht und der Kupplungsstift oder Konus den zwischen Typenträger und Wählscheibe konzentrisch um die gleiche Achse beweglichen rechten oder linken Ansclilaharm des Doppel-Scherenhebels im Anschlagmoment betätigt, wobei der Freilaufwählkontakt sinngemäß statt an der Wiihlsclieili° an dem Typenträger oder an der mit diesem fest verbundenen Lochscheibe angebracht ist und sich mit :dem Typenträger gleichzeitig frei laufend um die gleiche Achse dreht und dementsprechend "die feststehenden Kontaktkränze und Leitungsschienen relits und links von der Achse konzentrisch um den Typenträger oder um die mit dieseln fest verbundene Loclisclieiüe statt um die Wählscheibe angeordnet sind, dergestalt, daß die die Fortschaltemagnete für Rechts- und Linksdrehung anregenden positiven bzw. negativen Stromstöße durch die gemeinsame Drehung des Tvpentriigers und der Wählscheibe mit Hilfe :des Kupplungsstiftes oder Konus und die dadurch verursachte Entlangführung des Freilaufwählkontaktes am Kontaktkranz beim Sender hervorgerufen «-erden, daß dagegen beim Empfänger nur der Typenträger vom entsprechenden Fortsciialteniagneten bewegt sich dreht, die Wählscheibe aber stillsteht. ;. Freilaufdrehwähler nach Anspruch i bis G, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden entgegengesetzt gepolten Fortschaltetnagnete für Rechts- und Linksdrehung des Typenrades und der Dauermagnet des Umschalters durch Aufsetzen der Eisenkerne der beiden ersteren auf die entsprechenden Pole des letzterer. oder umgekehrt und geeignete U mwickelting ztt einer einzigen elektromagnetischen Einheit vereinigt sind, derart, daß beim Fortschalten des Typenrades beim Empfänger bei Rechtsdrehung des Typenrades stet der positiv gepolte Eisenkern des rechtsseitigen Fortschaltemagneten und der positive Pol des Umschaltem.agneten, bei Linksdrehung des Typenracles der negativ gepolte Eisenkern des linksseitigen Fortschalt,etnagrieten und der negative Pol de Umschaltemagneten durch bleichzeitige Stromstöße in entsprechendem Stromsinne verstärkt «-erden oder umgekehrt, heim Sender dagegen nur der positive oder negative Pol des Umschalt°niabnet,-n je nach der Stromrichtung des Ortsneues oder daß ein und derselbe 'Magnet durch Verstärkung des jeweilig arbeitenden Pols sowohl zur Fortschal_tung des Tvpentriigers im Rechts- wie im Linl:,.dreh-zinne als auch gleichzeitig zur Umschaltung des Stromes dient. B. Freilaufdreh.wähler nach Anspruch r bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Erregung der Fortschaltemagnete erforderlichen positiven oder negativen Strom-Stöße durch die Drehung eines uni eine zur Hauptachse des Freilaufdrehwählers exzentrisch und zu ihr parallel auf der Wählscheibe oder auf dein Typenträger bzw. auf einer mit demselben fest verbundenen Lochscheibe angeordnete Achse frei laufenden Kontaktzahnrades, dessen Zahnintervalle zur Erzeugung der Stromunterbrechungen finit Isolierklötzchen ausgefüllt sind und welches in der Ruhelage cles Freilaufdrehwählers ini Scheitelpunkte des Typenträgers oder der Wählscheibe steht, entlang der äußeren rechten positiven oder der äußeren linken negativen Leitungsschiene oder umgekehrt je nach dein Drehsinn der Einstellun.gsbewerung hervorgerufen. werden, wobei jeder Type des Typenträgers bzw. jedem 'fvpenzeiChen der Wählscheibe je ein Zahn des Kontaktzahnrades mit einem demselben Zahn benachbarten Isolierklötzchen in einem bestimmten, dem Anschlagdrehwinkel der betreffenden Type am Typenrad entsprechenden rechten oder linken Abstandswinkel von dem Scheitelpunkte ;der beiden äußeren Leitungsschienen im Berührungsmoment des betreffenden Zahns mit der. entsprechenden äußeren Leitungsschiene zugeordnet ist, so daß je nach Drehsinn der Einstellung die zur Fortschaltung jeder Type bzw. des Typenträgers erforderliche Anzahl positiver oder negativer Stromstöße durch die Einstellbewegung der Wählscheibe beim Sender durch die mit Drehung der Wählscheibe von selbst einsetzende Drehung des Kontaktzahnrades beim Sender erzeugt wird unter Abnahme des im Ortsnetz des Senders und des Empfängers ankommenden je nach Drehsinn positiven oder negativen Stromes von der zugeordneten positiven oder negativen inneren Leitungsschiene durch einen mit dem Kontaktzahnrad über dessen Achse verbundenen, in der gleichen Radialebene zur Hauptachse des Freilaufdrehwählers wie das Kontaktzahnrad selbst angeordneten Schleif-, Bürsten-oder Radkontakt. 9. Freilaufdrehwähler nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß während des Stillstandes der Wählscheibe während des Empfanges zwei an der Wählscheibe rechts und links von .der Achse fest angebrachte, mit der Wählscheibe sich drehenden Leitungsstücke oder Kontakte die innere mit der äußeren positiven Leitungsschiene und die innere mit .der äußeren negativen Leitungsschiene verbinden, dergestalt, daß auch bei stromlosem, stillstehendem Freilaufwähl-'kont.akt ein positiver und ein negativer Ortsstromkreis zum Empfang der über den Umschalter ankommenden bzw. durch das Linienrelais vom Sender übertragenen positiven oder negativen Stromstöße, welche ihrerseits den positiven oder den negativen Fortschaltemagneten des Empfängers erregen, vorhanden ist und daß hierdurch ein gleichzeitiges Anlaufen des Typenträgers beim Empfänger mit dem Typenträger des Senders im beabsichtigten Drehsinne bewirkt wird, während bei Bewegung der Wählscheibe beim Senden die Verbindung der inneren mit der äußeren positiven Leitungsschiene und der inneren mit der äußeren negativen Leitungsschiene im Moment des Einsetzens der Einstellbewegung selbsttätig unterbrochen wird, so daß die positiven und negativen Stromstöße beim Senden ausschließlich über den Freilaufwählkontakt erfolgen. io. Freilaufdrehwählernach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Doppelscherenhebel oder den mit diesem verbundenen Schubkeil des Senders bei dem jedesmaligen Rückgang von der Anschlagstellung in die Ruhelage beim Senden ein Zahnrad j edesmal um einen Zahn weiter gedreht wird, welches seinerseits über ein geeignetes Getriebe ein Zählwerk betreibt, durch welches die Anschläge bzw. die von .dem Gerät gesendeten Buchstaben, Zahlen und Zeichen, ganz gleich, ob dieselben rechts oder links angeschlagen werden, fortlaufend selbsttätig gezählt werden.
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