DE7125C - Verfahren zum Klären und Entfärben von Zuckerlösungen beim Raffiniren mit Hülfe von Zinknitrat - Google Patents

Verfahren zum Klären und Entfärben von Zuckerlösungen beim Raffiniren mit Hülfe von Zinknitrat

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DE7125C
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J. W. DECASTRO in New-York U. S. A
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    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/005Purification of sugar juices using chemicals not provided for in groups C13B20/02 - C13B20/14

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Description

1878.
Klasse-89.
JACOB WILLIAM DECASTRO in NEW-YORK (V. S. A.).
Verfahren zum Klären und Entfärben von Zuckerlösungen beim Raffiniren mit Hülfe
von Zinknitrat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. November. 1878 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist zunächst, das Klären und Entfärben solcher zuckerhaltigen Flüssigkeiten und Lösungen zu bewirken, welche Farbstoffe enthalten, und zweitens die Bildung von Farbstoffen in frisch auszupressenden Zuckersäften zu verhindern.
Die Art und Weise, diese Erfindung zu realisiren, stützt sich auf die Benutzung der Eigenthümlichkeit solcher organischen Substanzen, welche aufgelöste salpetersaure Salze in salpetrigsaure Salze umzuwandeln und die letzteren vollständig zu zersetzen vermögen; diese Reaction wird speciell an schwammförmigen Körpern, Thier- oder Knochenkohlen und Blutkörperchen bemerkt. . Ich benutze demnach eine alkalische Base, welche durch Zersetzung des Nitrats frei werdend in statu nascenti die in den zuckerhaltigen Lösungen enthaltenen Farbstoffe aufnimmt; gleichzeitig wird die Kraft der Nitrate benutzt, um die eiweifshaltigen Substanzen, sei es in den frisch gewonnenen Zuckersäften, sei es in den einer Klärung zu unterziehenden Zuckersäften, vollkommen zu coaguliren; d. h. während die eiweifshaltigen Substanzen das Nitrat zu zersetzen vermögen, besitzt das Nitrat andererseits die Eigenthümlichkeit, die eiweifshaltigen Stoffe zu coaguliren, welche entweder schon in den frisch gewonnenen Zuckersäften enthalten sind, oder zu dem Zwecke der Reaction den Zuckersäften hinzugefügt sind. Es ist daher klar, dafs die Klärung in jeder Operation vollkommen und der Saft frei von Unreinigkeiten wird und speciell die Färbung der Zuckersäfte während der Verdampfung vermieden wird.
In Verbindung mit der Anwendung von Nitraten jeder Art und eiweifshaltigen Substanzen können Erdalkalien oder die Sulflire der Alkalien oder alkalischen Erden mit grofsem Vortheil benutzt werden.
Das Wesen der Operation des Klärens oder Reinigens der zuckerhaltigen Flüssigkeiten besteht darin, die mechanisch in denselben aufgelösten Unreinigkeiten zu entfernen, und durch Anwendung meiner Erfindung erreiche ich nicht nur diesen Zweck, sondern ich entferne auch zugleich in derselben Operation den meisten Theil der färbenden Substanzen.
Bei der Behandlung derjenigen Arten 'von rohem Zucker, welche noch färbende Substanzen enthalten, wird der rohe Zucker in Wasser aufgelöst bis zu einer Dichtigkeit von 300B., wie man dies gewöhnlich in Zuckerraffinerien thut, und die Auflösung in Klärungspfannen, Behälter oder Kästen gebracht. Dann prüft man mittelst Lackmuspapier, ob die Auflösung sauer reagirt. Ist dies der Fall, so' kann die Lösung durch Kalkmilch oder andere passende Alkalien neutralisirt oder etwas alkalisch gemacht werden.
Hierauf wird eine gewisse Quantität salpetersaures Zinkoxyd hinzugefügt, welches vortheilhaft etwas neutral reagirt; die Menge des zuzusetzenden Salzes hängt von der Menge der in der Lösung enthaltenen eiweifshaltigen und färbenden Substanzen ab. Im allgemeinen kann man ungefähr ein Zehntel (0,1 pCt.) eines Procentes des Gewichtes an festem Zucker hinzufügen, das in der Zuckerlösung enthalten ist.
Die Lösung wird nun tüchtig umgerührt und Blut oder Aluminate zugesetzt. Hierauf erhitzt man bis zum Siedepunkte, während dessen die Nitrate zersetzt werden. und die Coagulirung der Eiweifssubstanzen vor sich geht, während gleichzeitig das unlösliche, frei gewordene Zinkoxyd einen gröfseren Theil der färbenden Substanzen aufgenommen hat und vom coagulirten Eiweifs festgehalten wird. Das Resultat ist eine helle, klare- und kräftig entfärbte Flüssigkeit, welche von dem Niederschlage leicht durch mechanische Filtrirung getrennt werden kann. Nach dieser mechanischen Filtrirung wird die Lösung durch Knochenkohle filtrirt, welche sehr leicht die letzten Spuren von färbenden Substanzen und anderen erdigen oder unorganischen Unreinigkeiten entfernt.
Hierauf wird die Flüssigkeit in der Vacuumpfanne oder auf andere Weise eingedampft und nach der Krystallisation in Gentrifugen oder Formen gedeckt; das erzeugte Product ist ein. sehr reiner weifser und feiner Zucker.
Bei der Behandlung von frisch aus Zuckerrohr, Rüben oder anderen zuckerhaltigen: Pflanzen geprefsten Säften ist folgendes Verfahren einzuschlagen: Der Saft wird auf saure Reaction mittelst Lackmuspapier geprüft und im

Claims (1)

  1. Falle er sauer reagirt, so viel Kalkmilch hinzugesetzt, bis er neutral oder schwach alkalisch reagirt; alsdann bringt man eine kleine Menge Nitrat in die Flüssigkeit und zwar vorzugsweise neutrales oder basisch salpetersaures Zinkoxyd; die aufzuwendende Menge des Zinknitrats kann sehr gering sein und sogar weniger wie o,ipCt. der festen in der Lösung enthaltenen Zuckertheile betragen. Die Zuckerlösung wird nun erhitzt; bevor der Siedepunkt erreicht ist, werden die Unreinigkeiten, Aluminate, Stärkesubstanzen etc. coaguliren und in Form von Schaum an die Oberfläche steigen, welcher durch Abschäumen oder auf andere Weise von der klaren Flüssigkeit getrennt wird.
    Die klare, zuckerhaltige Flüssigkeit wird dann concentrirt, und sollte während der Concentration oder Verdampfung noch irgend welche Coagulirung entstehen, so wird dieselbe vortheilhaft noch einmal abgeschieden. Wenn die Lösung .circa auf 300B. eingedampft ist, so können die letzten Spuren von färbenden Stoffen sowohl, als auch reorganische Unreinigkeiten durch Filtration mittelst Thierkohle entfernt werden.
    Man wird finden, dafs das gewonnene Product, mag es nun durch Thierkohle filtrirt sein oder nicht, eine sehr helle und klare Farbe besitzt mit allen charakteristischen Eigenschaften eines vorzüglichen Productes.
    Paten τ-An spruch:
    Die Benutzung des Zinknitrats zur Reinigung von Zuckersäften.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0048241A3 (de) * 1980-09-12 1982-11-10 Evidenzbüro österreichischer Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H. Verfahren zur Herstellung von lagerfähigen Eindickungsprodukten von Rohsaftextrakten und/oder deren Fermentationsschlempen

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EP0048241A3 (de) * 1980-09-12 1982-11-10 Evidenzbüro österreichischer Zuckerfabriken Gesellschaft m.b.H. Verfahren zur Herstellung von lagerfähigen Eindickungsprodukten von Rohsaftextrakten und/oder deren Fermentationsschlempen

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