DE269088C - - Google Patents

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DE269088C
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agar
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
    • C08B37/0006Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid
    • C08B37/0036Galactans; Derivatives thereof
    • C08B37/0039Agar; Agarose, i.e. D-galactose, 3,6-anhydro-D-galactose, methylated, sulfated, e.g. from the red algae Gelidium and Gracilaria; Agaropectin; Derivatives thereof, e.g. Sepharose, i.e. crosslinked agarose

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl: 269088 KLASSE 53«. GRUPPE
Verfahren zum Reinigen von Agar. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Juli 1912 ab.
Fleischbrüheagar sowie Mischungen von Nahrungs- und Genußmitteln und anderen Lösungen oder Gemengen organischer Stoffe mit Agarlösungen trüben sich bei längerem 5 oder wiederholtem Schmelzen oder Erhitzen und scheiden nach einiger Zeit einen flockigen voluminösen Niederschlag ab. Diese Trübungen und Niederschläge werden durch einen beträchtlichen Gehalt des Agars an wasserlösliehen Aluminium- und Calciumsalzen organischer und anorganischer Säuren veranlaßt, die mit den Alkaliphosphaten der Fleischbrühe und der anderen organischen Stoffe unter Bildung unlöslicher Aluminium- und Calciumphosphate in Wechselwirkung treten. Mitgerissene Eiweiß- und Pectinstoffe machen die Niederschläge sehr voluminös.
Um ständiges Klarbleiben auch bei andauerndem oder wiederholtem Erhitzen oder Schmelzen zu erzielen, sind daher Aluminium- und Calciumsalze aus dem Agar zu entfernen oder in unlösliche Verbindungen überzuführen, die durch Filtration o. dgl. von der gelatinierenden Substanz getrennt werden können.
Ersteres ist, wie bekannt, durch Behandeln mit verdünnten Säuren und darauf folgendes Waschen mit Wasser möglich, doch wird hierbei auch die gelatinierende Substanz angegriffen ; letzteres erfolgt durch Überführung der Aluminium- und Calciumsalze in unlösliche Verbindungen durch Fällung mit jedem löslichen Salz, dessen Säure mit Aluminium- und Calciumsalzen unlösliche Niederschläge, dessen Base mit den Säuren -des Agars lösliehe Salze bildet; dabei darf ein Überschuß des Fällungsmittels und die neu eingeführte Base die Verwendungsmöglichkeit des Agars nicht beeinträchtigen.
Diesen Forderungen entsprechen vor allem Natriumcarbonat und -phosphat. Letzteres ist vorzuziehen, da Natriumcarbonat Agar beim Erhitzen bräunt.
Wenn aber eine wäßrige Agarlösung mit diesen Salzen versetzt wird, so scheidet sich nur ein Teil der unlöslichen Aluminium- und Calciumsalze ab, eine beträchtliche Menge bleibt in colloidalem Zustande gelöst, die Abscheidung findet nach und nach bei langem Stehen und wiederholtem Erhitzen statt. Dieser Ubelstand wird vermieden, wenn das feste Agar mit den Salzlösungen so befeuchtet wird, daß es nur in geringem Umfang in den Quellungszustand übergeht, worauf es an der Luft und weiter bei 100 bis iio° getrocknet wird, weil bei dieser Arbeitsweise keine colloidale, sondern eine vollkommen unlösliche' Fällung entsteht.
Geringwertige Agarsorten werden vor dieser Behandlungsweise gut gewaschen, ausgepreßt und dann erst mit der Salzlösung befeuchtet.
Die fällenden Salze wirken auch auf trockenes, festes Agar beim Erwärmen ein, weil dieses mindestens 12, meist aber 18 bis 24 Prozent Wasser enthält, eine Menge, die zur Auslösung der gewünschten Reaktionen genügt. Außerdem enthalten die geeignetsten fällenden Salze (Natriumphosphat, Soda) viel Kristallwasser, schmelzen beim Erwärmen und werden von dem Agar aufgenommen.
Eine gleichmäßige Mischung von Agar mit
festen Salzen ist aber sehr schwierig zu erreichen, weshalb sich die Anwendung einer Lösung der fällenden Salze empfiehlt.
Das so vorbehandelte Agar wird in heißem Wasser, eventuell unter Zusatz von etwas Wasserstoffsuperoxyd (zum Bleichen), gelöst, und die unlöslichen Stoffe durch Filtrieren, Zentrifugieren u. dgl. entfernt. Die von unlöslichen Stoffen befreite Lösung wird eingedampft oder nach dem Erstarren getrocknet.
Z. B. werden iooo g Agar mit einer Lösung
von 80 g Natriumphosphat in 200 g Wasser gut durchfeuchtet, erst an der Luft, dann bei 100 bis iio° eine Stunde getrocknet und in 40 1 Wasser, eventuell unter Zusatz von 200 ecm Wasserstoffsuperoxyd, bei etwa 95 ° gelöst.
Nach dem Filtrieren, Zentrifugieren u. dgl. kann die klare Lösung eventuell durch verdünnte Salzsäure neutralisiert werden, worauf man eindampft oder erstarren läßt und die Gallerte auf Horden trocknet.
Das Endprodukt enthält eine geringe Menge Natriumphosphat bzw. -carbonat, wenn neutralisiert wurde auch Natriumchlorid, Salze, welche auf die Verwendung des Agars keinen nachteiligen Einfluß haben. Das so gereinigte Agar ist in Wasser, Fleischbrühe, Nahrungsund Genußmitteln u. dgl. in der Hitze klar löslich; die Lösungen opalescieren nach dem Erkalten, werden aber beim Schmelzen wieder klar und geben auch bei andauerndem und wiederholtem Erhitzen und Schmelzen weder Trübungen noch Niederschläge.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Reinigen von Agar mit Alkalien oder fällenden Salzen in der Wärme, dadurch gekennzeichnet, daß die Fällungsmittel in so geringen Wassermengen gelöst werden, daß bei der Durchfeuchtung des Agars dieses nur in geringem Umfang in den Quellungszustand übergeht.
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DE (1) DE269088C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6421881B1 (en) * 2000-06-27 2002-07-23 Breed Automotive Technology, Inc. Snap-on gear shift knob

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