DE345810C - - Google Patents

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DE345810C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/02Preparation by double decomposition

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren. zur Darstellung von Kalium- bzw. Natriumkarbonat aas Kalium- bzw. Natriumbikarbonat. Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Darstellung von technisch reinem Kalium- und Natriumkarbonat auf nassem Wege.
  • Es ist zwar bekannt, daß man Kalium- oder Natriumkarbonat aus Bikarbonat durch Umsetzung von Kalium- oder 2\atriumsulfid herstellen kann, z. B. nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 194994, siehe auch Lunge, Sodaindustrie, a. 1ufi., 3. Bd., S. 205. Aber nach den bekannten Verfahren, soweit sie technisch brauchbar sind, erhält man ein Erzeugnis, das stets mehr oder weniger unrein ist, da Nebenreaktionen und unvollständige Umsetzungen Anlaß zu; Bildung und Anwesenheit von Sulfiden, Sulfiten. Hyposulfiten, Sulfaten usw. gaben, wodurch das Endprodukt verunreinigt wird.
  • Das vorliegende Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man zur Umwandlung von Bikarbonaten des Kaliums oder Natriums in die entsprechenden Karbonate Kalium- bzw. Natriumsulfid in frisch gefälltem, in Status nascendi, also in technisch reinem Zustande gebraucht.
  • Die Verwendung von Sulfid in Status nascendi ist neu. Es ermöglicht ein Karbonat von sehr hohem Reinheitsgrad zu erzeugen, wie es durch die bekannten Verfahren bisher nicht erzielt werden konnte. Es vermeidet außerdem - ein wesentlicher Vorteil - die unangenehme Handhabung des Alkalisulfides.
  • Die Darstellungsverfahren sind für beide Salze, Natrium- sowie Kaliumkarbonat, gleichartig, so daß alles, was nachstehend von der Fabrikation des Kaliumkarbonates gesagt wird, auch für die Darstellung von Natriumkarbonat gilt.
  • In einem Bottich, der Wasser oder Dampf enthält und direkt befeuert oder mit Dampf beheizt werden kann, löst man gleichzeitig Kaliumsulfat, Bariumsulfid und Kaliumbikarbonat, die ersten beiden Salze gewöhnlich fein gemahlen, Kaliumbikarbonat meistens gekörnt. Kaliumsulfat und Bariumsulfid, die beide leicht löslich sind, setzen sich unter Bildung von reinem Kaliumsulfid in status nascendi nach folgender Gleichung um K= S 04 -E- Ba S - Ba S 04 + KI S. Das wenig lösliche Kaliumbikarbonat wird unverzüglich von dem frisch gefällten Kaliumsulfid angegriffen und bildet nach folgender Gleichung technisch reines Kaliumkarbonat K, S -f- 2 K H C03_ -__ - K2 C03 -j- H, S. Das nach diesem Verfahren hergestellte Kaliumkarbonat ist sehr rein, da das wenilösliche Kaliumbikarbonat sich mit dem frisch gefällten Kaliumsulfid sofort bei seiner Bildung umsetzt, so daß keine Nebenreaktionen stattfinden.
  • Den als Nebenprodukt erhalten(n Scliwcft_1-wasserstoff entfernt man durch Kochen oder durch Einleiten von Dampf nach dein Entfernen des Bariumsulfates oder eventuell vorher, wodurch man dann auch die Fällung von etwas Bariumsulfat erleichtert.
  • Durch Dekantation, Filtration oder Verdunstung trennt man die Lösung vom Niederschlage und konzentriert dieselbe bis zür Sättigung, wodurch man Kristalle erhält, eder noch weiter, bis man das amorphe Salz erhält.
  • Die Rückstände, Bariumsulfat und Schwefelwasserstoff, sind wertvoll; aus Bariumsulfat wird wieder Bariiunsulfid hergestellt, und Schwefelwasserstoff kann für zahlreiche industrielle Zwecke Verwendung finden, wozu man ein reines Produkt benötigt.
  • Die Darstellung von Natriumkarbonat wird entsprechend durch folgende Formeln veranschaulicht: Naz SO4 -j- Ba S = Na, S + Ba SO" Na. S + a Na H 03 - a Nag C 03 T HZ S.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Kalium-bzw. Natriumkarbonat aus Kalium- bzw. Natriumbikarbonat und Kalium- bzw. Natriumsulfid, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung des Bikarbonates mit Hilfe von unmittelbar im Reaktionsgefäß aus dem Alkalisulfat und Bariumsulfid hergestelltem Alkalisulfid erfolgt.
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