DE70441C - Eine Vorrichtung zur Verhütung des Stürzens von Zugthieren an Fuhrwerken - Google Patents
Eine Vorrichtung zur Verhütung des Stürzens von Zugthieren an FuhrwerkenInfo
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- DE70441C DE70441C DENDAT70441D DE70441DA DE70441C DE 70441 C DE70441 C DE 70441C DE NDAT70441 D DENDAT70441 D DE NDAT70441D DE 70441D A DE70441D A DE 70441DA DE 70441 C DE70441 C DE 70441C
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- Germany
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- 241001465754 Metazoa Species 0.000 title claims description 4
- 241000283086 Equidae Species 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62C—VEHICLES DRAWN BY ANIMALS
- B62C11/00—Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Handcart (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAM
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche bezweckt, den Vorderkörper von
Pferden und anderen Zugthieren, welche an einem Wagen, Karren oder Fahrzeug angeschirrt
sind, vom Kutschersitze aus aufrichten und dadurch das Stürzen des Thieres verhüten
zu können, wenn es ausgleitet oder stolpert.
Die Vorrichtung besteht in der Hauptsache darin, dafs die Scheerbäume JV ein an ihrem
vorderen Theil nach oben im Gelenk JV2 umlegbares Ende JV1 haben, an welchem zweckmäfsig
noch ein aufwärts gerichteter, als Führung und Widerhalt dienender Arm iV3
befestigt sein kann.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung, an einer zweiräderigen
Karre angebracht.. Das Pferd ist in gebräuchlicher Weise eingeschirrt und das Geschirr
in geeigneter Art an den Scheerbäumen JVJV1 befestigt. Am vorderen, im
Gelenk JV2 aufrichtbaren Theil "N1 ist ein Hebel O drehbar befestigt, dessen oberes Ende
mit der Zugstange O1 gelenkig verbunden ist, die durch den bei O3 drehbaren Handhebel O2
angezogen werden kann. Die beiden Scheerbäume JV können hinten durch eine Querstange
O4 verbunden sein, auf welcher der Hebel O2 sich dreht. Das untere Ende jedes
der Hebel O hat einen Schlitz O5, in welchen
ein an einem Riegel P sitzender Stift eingreift; dieser Riegel P verbindet die Oesen JV4 und JV5,
deren je eine sich an dem an einander stofsenden Ende der beiden Scheerbaumtheile JVund JV1
befindet.
Durch Gabelung der Stange O1 (Fig. 2 und 3)
können die beiden Hebel O des Scheerbaumes gleichzeitig von einem Handhebel O2 aus gehandhabt
werden. Die Zugstangen O ' gehen durch Führungsösen der Arme JV3 hindurch.
Wenn der Handhebel O2 sich in normaler, senkrechter Stellung befindet (Fig. 1), so sind
die beiden Scheerbaumtheile JV und 2V1 durch den in beiden Oesen JV4 JV5 liegenden Riegel P
starr verbunden; die Bewegungen des Pferdes bringen die Scheerbaumtheile nicht aus ihrer
gegenseitigen Lage. Zieht jedoch der Kutscher (z. B. beim Stolpern und Stürzen des Pferdes)
den Handhebel O2 an, so zieht die Zugstange O1
den Hebel O zurück und dieser reifst den Riegel P aus der Oese JV4 des Scheerbaumtheils
JV heraus; nun kann der Theil JV1 sich im Gelenk JV2 drehen, der Hebel O trifft mit
seinem oberen Theil gegen den Arm JV3 und dieser schwingt mit dem Theil JV1 rückwärts,
wodurch der Vorderkörper des Pferdes gegen das Stürzen gehalten bezw. wieder aufgerichtet
wird. Ist dann das Pferd wieder auf den Beinen, so wird der Handhebel O2 wieder
nach vorn gedrückt, die Zugstange O1 legt den Scheerbaumtheil JV1 wieder herab und der
Hebel O schiebt den Riegel P in die Oese JV4, welche nun mit der Gegenöse JV5 wieder starr
verbunden ist.
Die Scheerbäume JVJV können mit einem, unter der Karre auf der Räderachse befestigten
Gestell M mittelst der Gelenke JVi3 verbunden sein; zu beiden Seiten des Gestelles M sind
Arme M1 mit Rollen M'2 gegen den Boden hin gerichtet, um als Stützen zu dienen, wenn
der Vordertheil des Karbens beim Stürzen und Aufrichten des Pferdes niederschwingt.
Fig. 3 zeigt die Einrichtung für einen zweispännigen
Wagen gestaltet. Die mittlere Stange Q ist beiden Scheeren gemeinsam und hat zwei gelenkige Vordertheile ΛΡ, deren je
einer zur rechten und linken Scheere gehört und unabhängig vom anderen gehandhabt wird.
Für jede der beiden Scheeren ist hier eine besondere gegabelte Zugstange O1 und ein
eigener Handhebel O2 nothwendig.
Es können aber auch zwei einspännige Scheeren neben einander an einem gemeinsamen
Vorderwagen D D1 in Gelenken R1 eingehängt sein; will man den zweispännigen
Wagen in einen einspännigen verwandeln, so nimmt man die eine Scheere und den einen
Handhebel O2 nach Lösung der Gelenkbolzen
R1 und K? ab.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Eine Vorrichtung zur Verhütung des Stürzens von Zugthieren an Fuhrwerken, gekennzeichnet durch die zweitheilige Ausführung der Scheerbäume (N), deren im Gelenk nach oben umlegbarer Vordertheil (N1) mittelst Zugstange (0') vom Kutschersitz aus mittelst Handhebels (O2) emporgezogen werden kann.Eine Ausführungsform der im Anspruch i. gekennzeichneten Vorrichtung, darin bestehend, dafs die beiden gelenkig verbundenen Scheerbaumtheile (N und N1) durch einen Riegel (P) verbunden sind, welcher beim Zurückziehen des Handhebels (O2) gelöst, beim Vorschieben des letzteren wieder in die Schlufsstellung. bewegt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE70441C true DE70441C (de) |
Family
ID=343815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT70441D Expired - Lifetime DE70441C (de) | Eine Vorrichtung zur Verhütung des Stürzens von Zugthieren an Fuhrwerken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE70441C (de) |
-
0
- DE DENDAT70441D patent/DE70441C/de not_active Expired - Lifetime
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