DE70204C - Maschine zur Herstellung gemusterter Fufsbodenbeläge - Google Patents

Maschine zur Herstellung gemusterter Fufsbodenbeläge

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DE70204C
DE70204C DENDAT70204D DE70204DA DE70204C DE 70204 C DE70204 C DE 70204C DE NDAT70204 D DENDAT70204 D DE NDAT70204D DE 70204D A DE70204D A DE 70204DA DE 70204 C DE70204 C DE 70204C
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DE
Germany
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plates
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DENDAT70204D
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CORTICINE FLOOR CO-VERING COMPANY LIMITED in London, 152 Aldersgate Street
Publication of DE70204C publication Critical patent/DE70204C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
    • D06N7/0005Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
    • D06N7/0028Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by colour effects, e.g. craquelé, reducing gloss

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in LONDON.
Die bisher bekannten Maschinen zur Herstellung von gemusterten Fufsbodenbelägen, bei welchen die Farben der verschiedenen Muster in ununterbrochener Reihenfolge sich wiederholen, haben vielfach den Uebelstand aufzuweisen, dafs sie ein ' grofses Bedienungspersonal erfordern und dafs die verschiedenen Theile eines aufzutragenden Musters sich nicht in der· gewünschten Regelmäfsigkeit an einander anschliefsen.
Diese Uebelstände nach Möglichkeit zu beseitigen, ist die Aufgabe der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Maschine.
Bei derartigen Maschinen werden die ein ganzes Muster bildenden Linoleumstücke aus verschiedenfarbigen Linoleumtafeln ausgestanzt und nach einander auf ein den Untergrund bildendes Gewebe abgelegt. Ein Haupterfordernifs hierbei ist, dafs die verschiedenen Stempel oder Schneidmesser sich in. den Umrissen sämmtlicher Figuren einander ergänzen. Da bei den bisher bekannten Maschinen die Schneidmesser oder Stempel jeder besonderen Figur oder Musterabtheilung getrennt angebracht werden, so ist es älifserst schwierig, die Messer zu einander so genau passend anzuordnen, dafs tadellose Linien auf der Waare entstehen. Selbst wenn die verschiedenen Messer sich nach sorgfältigster Bearbeitung gut ergänzen, so genügt eine auch noch so geringe Verschiebung eines eine Abtheilung Schneidmesser tragenden Blockes, um das Muster zu stören oder demselben· mindestens ein unschönes Aussehen zu verleihen und den Fufsbodenbelag geringwerthig zu^ machen.
Bei der vorliegenden Maschine werden sämmtliche Stempel oder Schneidmesser in einem einzigen Rahmen angeordnet. Dieselben sind derart kolbenartig ausgebildet, dafs sie sich gegenseitig führen und werden je nach Bedarf gruppenweise mittelst zugehöriger Druckstifte bethätigt. Der mit den Schneidstempeln ausgefüllte Rahmen liegt unmittelbar oberhalb des zu belegenden Gewebes oder anderen Grundes, welcher erst dann um eine Musterlänge weiter bewegt wird, wenn sämmtliche Mustertheilgruppen -nach einander auf ihm abgelegt sind,' die Musterung also vollendet ist. . Die einzelnen Schneidmesser oder Stempel können, da sie sich gegenseitig führen, genau bearbeitet werden. JDer geringste Fehler ist sofort wahrnehmbar, so dafs schlecht passende Stempel ausgewechselt oder nachgearbeitet werden können. Die Stempel legen beim Ausschneiden der einzelnen Linoleumstücke gleichzeitig dieselben auf das untenliegende Gewebe unmittelbar ab. Die ausgeschnittenen bezw. abgelegten Stücke sowohl wie die Stempel erfahren während der weiteren Bethätigung keinerlei seitliche Verschiebungen, so dafs die Linien vollkommen genau und scharf abgegrenzt auf der vollendeten Musterung erscheinen. Die als Matrize dienenden Musterplatten werden abwechselnd unter die Stempel geschoben und tragen die vollen Linoleumplatten, aus welchen die einzelnen gleichfarbigen Mustergruppen ausgeschnitten werden.
Die einzelnen Musterplatten, deren es so viele giebt, als Farben im Muster vorhanden sind, werden mit Hülfe einer eigenartigen Vorrichtung dem Apparat der Reihenfolge nach selbstthätig zugeführt und aus demselben gleichfalls selbstthätig wieder entfernt. Zur Aufnahme und genauen Einstellung dieser Musterplatte sind an dem die Stempel tragenden Rahmen geeignete Führungen vorgesehen.
Fig. ι der Zeichnung zeigt den Apparat in Seitenansicht, Fig. 2 im Längsschnitt, Fig. 3 im Grundrifs, und zwar einzelne Theile entfernt; Fig. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 3, in Richtung des Pfeiles 1 gesehen; Fig. 5 ist ein Theil der Fig. 2 in gröfserem Mafsstabe. Die Fig. 6 bis 14 zeigen Einzelheiten; Fig. 15 ist der Grundrifs einer Vorrichtung zum selbstthätigen Aus- und Einführen der Musterplatten, und die Fig. 16 bis 31 sind weitere Ansichten und Einzelheiten derselben.
Der die Prefsstempel oder Schneidmesser e1 tragende Rahmen e ist derart am Hauptgestell a des Apparates angebracht, dafs er sich quer über den das zu bedruckende Gewebe tragenden Tisch b erstreckt.
Die Stempel e1, welche in den Fig. 9 und 10 besonders dargestellt sind, sind derart neben einander angeordnet, dafs sie sich gegenseitig in lothrechter Richtung führen können. Die Fig. 8, welche einen Horizontalschnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 5 zeigt, stellt die Anordnung der an einander liegenden Prefsstempel für ein besonderes Muster beispielsweise dar. Die mit gleichen Zahlen bezeichneten Stempel gehören zu je einer Farbe, derart, dafs beispielsweise sämmtliche die Zahl 1 tragenden Stempel für braun, diejenigen, welche die Zahl 2 tragen, für gelb und so weiter bestimmt sind.
Jeder Stempel ist oben, je nach dessen Gröfse, mit einem oder zwei Druckstiften e2 versehen, welche in einer mit entsprechenden Löchern versehenen, über den ganzen Rahmen e reichenden Platte e3, Fig. 5, geführt werden und mit einem Kopf e4 versehen sind, welcher von einer zweiten Führungsplatte e5 getragen wird. Letztere wird von einem in seinen vier Ecken an Führungssäulen e7 gleitenden Rahmen e6 gehalten, wobei Schraubenfedern e8 und durch Gewichte e10 belastete Hebel e9, welche an den Stützen f ihren Drehpunkt haben, den Rahmen eβ in seine höchste Stellung zu heben bestrebt sind.
Zwischen entsprechenden Führungsleisten im Gestell e wird die Musterplatte g eingeschoben. Wie bereits erwähnt, giebt es deren ebenso viele, als Farben im Muster vorhanden sind, so dafs beispielsweise für das in Fig. 11 dargestellte Muster acht solcher Platten erforderlich sind.
Entsprechend dem in Fig. 8 dargestellten Musterbeispiel ist in Fig. 12 der abgebrochene Theil einer Musterplatte gezeigt, welche mit den den Theilen 1 des Musters zugehörigen Oeffnungen versehen ist. Für die Theile 2 mufs ebenfalls eine entsprechende Musterplatte vorgesehen werden, desgleichen für die Theile 3 u. s. w., so dafs also jede Platte nur solche Durchlochungen enthält, welche einer bestimmten Farbe angehören.
Oberhalb des die Stempel el tragenden Rahmens e ist ein Druckcylinder h beweglich angeordnet, welcher einen gleichseitigen Querschnitt besitzt und auf seinen geraden Flächen mit Stofsstiften i versehen ist, welche bei der Abwärtsbewegung des Cylinders die Stifte e2 derjenigen Stempel treffen, welche heruntergedrückt werden sollen. Die in Fig. 13 (einer unteren Ansicht eines Theiles der untersten Cylinderfläche, Fig. 5) dargestellten Stifte würden beispielsweise diejenigen Stifte e2 treffen, welche den Theilen 1 des Musters entsprechen.
Vorteilhaft wird man die Stifte i nicht unmittelbar an den Cylindern befestigen, sondern an besonderen Platten i \ welche durch Schrauben P an den Cylinder angeschraubt werden können (Fig. 5 und 13).
Wenn der Cylinder sich senkt, so kommt die Platte i1 mit der oberen Kante des Rahmens ee zu derselben Zeit in Berührung, in welcher die Stifte i gegen die Stifte e2 drücken (wie in Fig. 5 punktirt angedeutet ist), so dafs während der fortgesetzten Abwärtsbewegung des Prefscylinders der Rahmen e° entgegen dem Druck der Federn e8 und der Gewichte e10 heruntergedrückt wird, bis sämmtliche Prefsstempel sich auf das auszustanzende Material auflegen. Bei der weiteren Bewegung werden dann die von den Stiften i getroffenen Stempel durch das Material und die Durchlochungen der Platte g getrieben und die abgetrennten Materialstücke auf das darunterliegende Gewebe gedrückt.
Die Lagerung des Druckcylinders h ist eine doppelte. Mit seinen Zapfen hx ruht derselbe einestheils in Lagern h1, welche in den Kreuzköpfen h2 angeordnet sind und andererseits in weiteren Lagern, welche in den Führungsschlitzen h3 der Stützen f gleiten.
Die Auf- und Niederbewegung des Cylinders erfolgt mittelst zweier auf der durch die Riemscheibe j'2 angetriebenen Welle j3 sitzenden Curvenscheiben j, wobei der Antrieb von der Welle j3 aus mit Hülfe des Triebes ji, des auf der Zwischenwelle j1 sitzenden Zahnrades j5 und des Triebes j6 erfolgt. In die genannte Curvenscheibe j greifen zwei an den Kreuzköpfen k1 sitzende Rollen k ein, während die Kreuzköpfe k1 mit den den Cylinder tragenden Kreuzköpfen ft2 durch in den Führungen kx gleitende Zugstangen A:3 verbunden
sind, derart, dafs, wenn die Kreuzköpfe k1 von Curvenscheiben gehoben werden, auch die Kreuzköpfe /i2 und mit .ihnen der Prefscylinder sich aufwärts bewegen. /Die Nuthen in den Curvenscheiben j bilden ungefähr auf ihrer halben Länge einen" Kreisbogen um die Welle _/', so 'dafs auf einem gleichen Theil der Umdrehung dieser Curvenscheibe der Cylinder h in seiner höchtsen Stellung bleibt und genügende Zeit vorhanden ist, die Musterplatte auszuwechseln.
Um das Hauptgewicht des Cylinders h aufzunehmen , sind mit Gewichten k 5 belastete Hebel kA vorgesehen, welche die Kreuzköpfe Z22 an den Ringen ku anzuheben bestrebt sind.
Mit Hülfe einer ebenfalls auf der Welle j1 sitzenden Curvenscheibe / wird dem Cylinder eine' absetzende Drehung ertheilt, so dafs sämmtliche Flächen nach einander den Stempeln dargeboten werden.
In die Nuth der Curvenscheibe Z, Fig. 14, greift eine Rolle Z1 ein, welche an einem mit einem Schlitz Z3 versehenen Lenkstück Z2 sitzt. Mit dem Schlitz Z3, welcher als Führung dient, greift das Lenkstück Z2 um die Welle j\ während das andere Ende desselben an das untere Ende eines an der Stütze/ bei Z5 drehbaren Hebels Z4 angreift. Das obere Ende des Hebels Z4 ist durch eine Lenkstange Z6 mit einem auf dem Zapfen hx des Cylinders lose befestigten Hebel I1 verbunden, an welchem eine in die Zähne eines auf dem Zapfen hx festsitzenden Schaltrades Z9 eingreifende Schaltklinke Z8 angeordnet ist.
Bei jeder Umdrehung der Welle jl wird der Prefscylinder dadurch um einen Zahn des Rades Z9 gedreht. Die Stellung der Curvenscheibe Z zu der der Curvenscheiben j ist eine solche, dafs die Drehung des Cylinders zu der Zeit erfolgt, während welcher die Rollen k in dem kreisförmigen Theil der Curvenscheiben j sich befinden, der Cylinder mithin seine höchste Stellung einnimmt.
Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende:
Wenn der Prefscylinder h seine höchste Stellung einnimmt, wird unten eine Musterplatte g, deren Durchlochungen beispielsweise den Mustertheilen Z entsprechen, in das Gestell e eingeschoben, während eine Platte Linoleum von der gewünschten Farbe auf dieselbe gelegt ist, wie in der Fig. 5 durch eine punktirte Linie angedeutet ist. Wird dann die Maschine in Gang gesetzt, so bewegt sich der Cylinder h nach unten und drückt die mit den Durchlochungen der Musterplatte übereinstimmenden Stempel herunter, so dafs aus dem Linoleum entsprechend geformte Theile ausgestanzt und auf das unten liegende Gewebe d gedrückt werden. Nachdem der Cylinder wieder seine höchste Stellung eingenommen hat, wird die Musterplatte g herausgezogen und eine neue, deren Durchlochungen den Mustertheilen 2 entsprechen, mit einer anderen, wie es das Muster vorschreibt, gefärbten Platte Linoleum belegt, eingeschoben. Wird nun der Cylinder, welcher inzwischen um den erforderlichen Winkel gedreht worden ist, wieder abwärts bewegt, so werden die den Mustertheilen 2 entsprechenden Linoleumstücke ausgestanzt und neben die Theile Z auf das Gewebe gelegt. Dieses Spiel wiederholt sich, bis das Muster vollendet ist, worauf das von der Walze di sich abwickelnde und in geeigneter Weise geführte Gewebe d mit dem Muster um eine Länge desselben vorrückt.
Indem die Waare die Maschine verläfst, geht dieselbe durch eine Presse, welche angewärmt werden kann, um den Musterbelag fest in das Gewebe einzudrücken, die einzelnen Mustertheile mit einander zu verbinden und eine glatte Oberfläche zu erzeugen. Der Antrieb des das Gewebe d führenden Lattentuches c erfolgt von der Welle der Rolle c2 aus, welche mit einem Schaltrade to verbunden ist, das von einer am Hebel to1 sitzenden Klinke to2 bethätigt wird (Fig. 1). Das Ende des Hebels m1 ist durch eine Lenkstange to3 mit dem unteren Ende des Hebels m4 verbunden, dessen oberes Ende bei w 5 an einer der Stützen f drehbar gelagert ist. Eine an diesem Hebel mi angebrachte Rolle wj8 greift in die Bahn eines Stiftes to7, welcher sich an der auf dem Zapfen hx des Cylinders h sitzenden Scheibe ot6 befindet. Wenn der Cylinder den letzten Theil seiner Umdrehung macht, wenn also sämmtliche Musterplatlen einmal benutzt sind und das Muster vollendet ist, ergreift der Stift to7 die Rolle m 8 und dreht den Hebel to4 aus Stellung Fig. 1 punktirt in die in vollen Linien angegebene Stellung, wobei der die Klinke tragende Hebel m1 das Schaltrad m um das erforderliche Stück mitnimmt. Sobald nun bei der weiteren Thätigkeit der Maschine der Cylinder wieder abwärts bewegt wird, giebt der mit demselben zusammenhängende Stift ot7 die Rolle ot8 frei und der Hebel ot4 nimmt nun infolge des an dem mit dem Hebel to ' verbundenen Arm hängenden Gewichtes .to9 seine frühere (in Fig. 1 durch punktirte Linien angedeutete) Stellung wieder ein, in welcher er bei mx einen Anschlag findet, während die Klinkern2 um einen Zahn des Rades m zurückgreift, um diesen Zahn darauf wieder erfassen zu können.
Zur genauen Einstellung der Musterplatten g dienen unten kegelförmig zugespitzte Stifte o1, für welche in den Musterplatten entsprechende Löcher 0 vorgesehen sind. Die Stifte o.1 werden durch die Ansätze o2 der Querstäbe o3, welche an den Stangen k3 zum Heben des Cylinders sitzen, gehalten. Da jedoch der Hub
der Stange k3 gröfser als für die Stifte o1 erforderlich ist, so sind diese mit den Querstäben o3 nicht fest verbunden, vielmehr sind Schraubenfedern zwischen die an den Stiften vorgesehenen Bunde o5 und die Ansätze o2 eingeschaltet. Mit Hülfe dieser Federn werden die Stifte elastisch vorgetrieben, so dafs sie die erforderliche Stellung einnehmen, während die Querstäbe ihre Abwärtsbewegung fortsetzen. Das untere Ende der Stifte o1 wird durch entsprechende Führung oe am Rahmen α geführt.
Zum Auswechseln der Prefsstempel ist es nothwendig, den Prefscylinder zu entfernen bezw. abzuheben. Zu diesem Zweck sind an den StützenyConsolenj» vorgesehen, aufweiche der Cylinder mit Hülfe der Schrauben ρ 1 gehoben werden kann.
Letztere können, wie in Fig. ι und 4, in entsprechenden Oeffnungen der Stützen f in ihrer Längsrichtung verschoben werden, sind jedoch gegen Drehung durch Nuth und Feder gesichert. Die auf den Schrauben sitzenden Muttern p'2 sind gegen Längsverschiebung gesichert, derart, dafs durch ihre Drehung die Schrauben gehoben oder gesenkt werden.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, haben jedoch die Schrauben pl nicht die erforderliche Länge, um den Cylinder vollständig bis zur Höhe der Consolen zu heben, vielmehr sind zwischen die Lager des Cylinders und die Köpfe der Schrauben ρ' Klötze geeigneter Länge eingeschaltet. Um das endlose Lattentuch c auch unabhängig von dem beschriebenen Triebwerk bewegen zu können, ist ein Handrad q'1 vorgesehen, welches durch ein Trieb q1 und ein Zahnrad q mit der Rolle c'2 zusammenhängt.
Um die Musterplatten sich selbsttätig auswechseln zu lassen, werden dieselben mit Hülfe geeigneter Führungen in richtiger Reihenfolge derart bewegt, dafs jede einzelne Platte von einer Seite in die Maschine unter die Stempel eingeführt wird, dann von der Maschine herausgeschoben, quer nach einer Führung gebracht, auf welcher sie zurück nach der erstgenannten Seite der Maschine befördert, und schliefslich quer in entgegengesetzter Richtung zu der ersten Querverschiebung in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht wird. In der praktischen Ausführung sind sämmtliche Musterplatten auf die verschiedenen Stationen der genannten Führungen vertheilt. Während sie den Kreislauf ausführen, werden die auf ihnen liegen gebliebenen Materialtheile entfernt und neue Tafeln der verschieden gefärbten Materialien in vorgeschriebener Reihenfolge aufgelegt.
Das Einführen der Musterplatten geschieht vortheilhaft mit Hülfe einer cylindrischen Trommel, welche mit einer rechts- und einer linksgängigen Schraubennuth versehen ist, in welcher ein Mitnehmer derart bewegt wird, dafs, wenn er von der einen Nuth vorgeschoben worden ist, die andere ihn in seine ursprüngliche Lage wieder zurückbringt, wobei die Musterplatte, welche die zunächst zu stanzende Tafel trägt, die das vorher gestanzte Material tragende Platte vor sich herstöfst. Die anderen Längs- und Querbewegungen werden mit Hülfe von Gelenkketten ausgeführt, welche mit Stäben ausgerüstet sind, welche die Platten mitnehmen. Dieser in den Fig. 1 5 bis 3 ι gezeigte Apparat besteht aus einem Ge-. stell A mit einer Führung B, von welcher die Musterplatten dem Stanzwerk zugeführt werden, und mit einer weiteren Führung C, auf welche die genannten Platten abgelegt werden, wenn sie aus der Maschine kommen. Auf der Führung D werden die Platten quer verschoben, von dieser kommen sie auf die Längsschienen E, auf denen sie nach der anderen Seite der. Maschine zurückgebracht werden, und auf der Führung F werden sie der Führung B zugeführt, von welcher sie wieder in die Maschine geschoben werden. Die Führung B, welche am deutlichsten aus der Fig. 16 (Schnitt nach der Linie 16-16 der Fig. 15) ersichtlichist, ist mit seitlichen Flantschen, B1 versehen. Die Führung C ist aus Leisten zusammengesetzt, wie aus den Fig. 17 und 18 ersichtlich ist (Schnitte nach den Linien 17-17 und 18-18 der Fig. 15). Die Querführung D ist aus der Fig. ig (Schnitt nach der Linie 19-19 der Fig. 15) ersichtlich. Die Längsführung E ist der Führung C ähnlich, wie in der linken Seite der Fig. 17 und in den Fig. 20 und 21 (Schnitte nach den Linien 20-20 und 21-21) dargestellt ist. Die Führung F ist in der Fig. 22 (Schnitt nach der Linie 22-22 der Fig. 15) zur Darstellung gebracht. Die Fig. 16 bis 22 sind gegenüber der Fig. 15 in gröfserem Mafstabe gezeichnet.
Die mit den schraubenförmigen Nuthen ausgerüstete Trommel G ist in geeigneten Lagern am Gestell A unterhalb der Führung B gelagert und erhält ihre Drehbewegung von einem auf der Welle jl sitzenden Zahnrade, welches in einen Trieb C2 eingreift, das mit einem in einen zweiten Trieb C4 auf der Trommelwelle eingreifenden Zahnrade C3 fest verbunden ist. Die Trommel G ist aus den in gröfserem Mafsstabe gezeichneten Fig. 23 bis 26 ersichtlich.
Der Mitnehmer H, welcher in dem Rechtsgewinde G5 vor- und in dem Linksgewinde Ge zurückgeschoben wird, ist in den Fig. 27 und 28 als Einzelheit dargestellt. Derselbe besteht aus einer Gleitplatte H\ an welcher unten vorstehend ein Schlitten H2 drehbar angeordnet ist, der in die Nuth der Trommel G pafst. An der Unterseite der Platte H1 ist ferner ein Hebel H3 drehbar befestigt, dessen eines Ende
ein Stäbchen H* trägt, welches über die Oberfläche der Platte H1 vorragt, so dafs es die vorzuschiebende Musterplatte mit Hülfe eines Daumens Hh der Trommel erfassen kann, wobei der Daumen während der Drehung der Trommel das Stäbchen Hi von unten hochschiebt. Das andere Ende des Hebels H3 trägt einen Stift H6, welcher gleichfalls von einem an der Trommel G sitzenden Daumen H7 hochgeschoben wird, um im geeigneten Augenblick das Stäbchen if4 von der Oberfläche der Führung B zurückzuziehen, wenn die Gleitplatte H rückwärts bewegt wird.
Die äufsersten Enden der Nufhen G 5 und G6 verlaufen in gerader Linie, so dafs während der Zeit, in welcher die Daumen ii5 und ΗΊ auf den Hebel H3 einwirken, der Mitnehmer H in der Längsrichtung nicht verschoben wird.
Die in den Fig. 23 und 24 gezeigte Stellung des Mitnehmers H und des Stäbchens Hi ist diejenige, welche dieselben einnehmen, wenn eine Musterplatte in die Maschine eingeführt und der Schlitten H2 in den geraden Theil der Nuth eingetreten ist. Bei der jetzt erfolgenden Drehung bleibt der Mitnehmer H in seiner Lage stehen, der Daumen H"1 wirkt jedoch auf den Stift Ha ein, so dafs der Hebel H 3 ausschwingt und das Stäbchen Hi herunterzieht. Darauf erfafst die linke Nuth Ge den Schlitten und zieht den Mitnehmer nach rechts zurück. Gelangt dieser in den geraden Theil des anderen Endes der Nuth, so kommt der Daumen Hh zur Wirkung und schiebt das Stäbchen JFf"4 hoch, so dafs es über die Fläche der Führung vorragt, um die nächste Musterplatte vorschieben zu können.
' Die in der Maschine bereits benutzte Platte wird von der nächstfolgenden auf die Führung D herausgeschoben, wo sie von den auf den Kettenrädern I1 aufliegenden Ketten / weiterbefördert wird. Zu diesem Zweck sind auf den Ketten I Querstäbe /2 befestigt, weiche aus Winkeleisen bestehen, die mittelst Winkellaschen angebracht sind, wie aus den Fig. 29 und 30 ersichtlich ist. Die Entfernung zwischen den Querstäben /2 ist so grofs, dafs eine von der Führung D auf die Führung E übergeführte Musterplatte durch die nächstfolgende nicht behindert wird.
Die Bewegung der Platte auf der Führung E geschieht mittelst der Kette J, welche mit Winkelstücken J1 versehen ist (Fig. 31). Die Ueberführung der Platten von E auf B erfolgt mittelst Ketten, welche in derselben Weise wie die Ketten J arbeiten. Um der Kette genügende Länge und den Querstäben /2 die: erforderliche Entfernung geben zu können, sind am Gestell A unten Arme K vorgesehen, welche stellbare Räder K1 tragen, wie in Fig. 15, 16 und 17. Der Antrieb der Ketten der Führung F erfolgt von einem auf der Welle der Trommel G sitzenden Trieb L\ welcher in ein Zwischenrad L2 greift, während dieses in ein auf der Welle / zweier Kettenräder sitzendes Rad L3 eingreift. Die Drehbewegung der Welle L wird durch die Kette / der Führung F auf die Welle M und von dieser mittelst geeigneten Getriebes auf die Welle Af1 übertragen, welche eines der die Kette J der Längsführung E treibenden Räder trägt. Die Kette / setzt das Getriebe N in Drehung, welches die Welle iV1 antreibt. Die auf dieser Welle sitzenden Kettenräder P bethätigen die Ketten I der Führung D. Die genannten Getriebe stehen in einem solchen Uebersetzungsverhältnifs, dafs die Ketten der Führung D mit derselben Geschwindigkeit sich bewegen, wie die der Führung F. Die Arbeitsweise ist folgende:
Angenommen, es sei eine Musterplatte unter die Stempel geschoben, wobei gleichzeitig eine andere, welche in der Zeichnung Fig. 15 durch ein punktirtes Kreuz gl angedeutet ist, auf die Führung herausgeschoben worden ist, während die anderen Platten g'2 gs gi gbge und g1 die in der Zeichnung ebenfalls durch punktirte Kreuze angedeuteten Lagen einnehmen.
Während der Zeit, in welcher die Stempel das auf der Platte g liegende Material ausstanzen, werden die Platten gx g^ und g3 von den Ketten der Führung D mit Hülfe der Stäbe /2 seitlich verschoben, so dafs die Platte g'A auf die Führung E gleitet. Zu derselben Zeit werden die Platten g&g6 und g1 von den Ketten / der Führung F mitgenommen, so dafs g1 auf die Führung B gelangt. Sobald die Stempel wieder gehoben sind und während der Prefscylinder h noch seine höchste Stellung beibehält, indem die WeIIe-/1, wie oben beschrieben, die eine Hälfte ihrer Umdrehung ausführt, bethätigt die rechtsgewundene Nuth G 5 der Trommel G den Mitnehmer H, um die Platte g1 unter die Stempel zu ziehen und somit die Platte g unter den Stempeln vor auf die Führung C zu schieben. Gleichzeitig wird die Kette / vorbewegt, so dafs sie die Platte g3 auf der Führung E in ihrer Längsrichtung mitnimmt, wobei diese die Platte gi vor sich her in eine solche Lage schiebt, dafs sie von einem der Querstäbe i2 der Führung F erfafst werden kann.
Hierauf bewegen sich die Stempel abwärts, um das auf der Platte g1 befindliche Material auszustanzen. Gleichzeitig werden die Ketten der Führung D derart weiterbewegt, dafs die Platten g9 auf die Führung E gebracht werden, während die Ketten der Führung F die Platte gi weiter und die Platte g6 auf die Führung B befördern. Dieses Spiel wiederholt sich jedesmal, wenn eine neue Musterplatte unter die Stempel gebracht wird.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Maschine zur Herstellung von gemustertem Fufsbodenbelag, gekennzeichnet durch einen einzigen Satz in ihrer Längsrichtung beweglicher Stempel, welche den einzelnen Theilen des Musters entsprechende Stempelflachen besitzen und derart neben einander angeordnet sind, dafs sie unter sich die Führung für die benachbarten Stempel und in ihrer Zusammensetzung das ganze Muster bilden.
  2. 2. Bei einer Maschine zur Herstellung von gemustertem Fufsbodenbelag der unter Anspruch i. gekennzeichneten Art als Matrize dienende Musterplatten (g), welche je nur solche Löcher besitzen, welche einer Farbe des Musters entsprechen, in derartiger Verbindung mit Stofsstiften i an je einer Fläche des Druckcylinders h, dafs bei der Abwärtsbewegung des Cylinders nur solche Stempel von den Stiften i bethätigt werden, welche einer zugehörigen Musterplatte entsprechen, wobei die Durchlochungen einer bestimmten Anzahl von Musterplatten zusammengesetzt das ganze Muster bilden.
    Bei einer Maschine zur Herstellung von gemustertem Fufsbodenbelag der unter Anspruch ι. geschützten Art eine Vorrichtung zum selbsttätigen Auswechseln der Musterplatten, dadurch gekennzeichnet, dafs, während eine Musterplatte in die Maschine von einer Seite eingeschoben, die vorher benutzte Musterplatte an der anderen Seite aus derselben ausgestofsen wird, alsdann mit den übrigen Platten der Reihenfolge nach um die Maschine herumgeführt und von der erstgenannten Seite der Maschine dieser wieder dargeboten wird.
    Bei einem Apparat der unter Anspruch 3. gekennzeichneten Art ein Mitnehmer (H), welcher sich einer schraubenförmigen Nuth in einer sich drehenden Trommel (G) entlang bewegen kann und eine Musterplatte mit Hülfe eines an einem drehbaren Hebel (HB) hängenden Stäbchens .(H*) in die Maschine einführt, wobei auf der Trommel (G) vorgesehene Daumen (H5 und H1) das Stäbchen (H*) auslösen und vordrücken.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DENDAT70204D Maschine zur Herstellung gemusterter Fufsbodenbeläge Expired - Lifetime DE70204C (de)

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