DE256440C - - Google Patents

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DE256440C
DE256440C DENDAT256440D DE256440DA DE256440C DE 256440 C DE256440 C DE 256440C DE NDAT256440 D DENDAT256440 D DE NDAT256440D DE 256440D A DE256440D A DE 256440DA DE 256440 C DE256440 C DE 256440C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C1/00Labelling flat essentially-rigid surfaces
    • B65C1/02Affixing labels to one flat surface of articles, e.g. of packages, of flat bands
    • B65C1/021Affixing labels to one flat surface of articles, e.g. of packages, of flat bands the label being applied by movement of the labelling head towards the article
    • B65C1/023Affixing labels to one flat surface of articles, e.g. of packages, of flat bands the label being applied by movement of the labelling head towards the article and being supplied from a stack

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 256440 ■-KLASSE 81 b. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. August 1910 ab.
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Anbringen von Stempelmarken, Etiketten u. dgl. an Schachteln und Paketen, bei der die Marken in Form von ganzen Bogen einer Fläche zugeführt werden, auf der das Zerschneiden der Bogen in der Längs- usd Querrichtung erfolgt.
Das Wesen der Erfindung wird in der besonderen, in den Ansprüchen gekennzeichneten ίο Ausbildung der Maschine gesehen, bei welcher die Vorrichtung zum Halten der Schachteln beim Anbringen der Marken mit Klebstoff versehen und sodann selbsttätig der Fläche, auf der das Zerschneiden der Markenbogen stattfindet, genähert und darauf von ihr wieder entfernt wird, wobei die Marken von der Fläche abgehoben und über die Schachteln gelegt werden.
Auf den Zeichnungen zeigt
Fig', ι eine Seitenansicht und
Fig. 2 eine Vorderansicht der Maschine.
Fig. 3 und' 4 zeigen die Vorrichtung zum Festhalten der Markenbogen behufs Einführung derselben in die Maschine. In
Fig. 5 ist die Vorrichtung zum Zerschneiden der Markenbogen dargestellt.
Fig. 6 zeigt die Vorrichtung zum Einführen der Schachteln oder Pakete in die Maschine.
Fig. 7 und 8 zeigen die Trommeln zum Halten der Schachteln oder Pakete während des Anbringens der Marken in zwei zueinander senkrechten Schnitten, wobei Fig. 7 ein Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 8 ist. In den
Fig. 9 bis 11 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Fläche dargestellt, auf der die Markenbogen ausgebreitet und zerschnitten werden.
Am Gestell 1 der Maschine sind zwei zur Walze 2 radial gestellte Arme 3, zweckmäßig aus Winkeleisen, befestigt, die einen Behälter für die Markenbogen bilden (Fig. 1 und 2). Die Marken oder Etiketten werden der Maschine in der Form von Bogen bestimmter Größe, wie sie gedruckt worden sind, zugeführt, zu welchem Zwecke die Bogen mit zwei ihrer Ecken an Stangen 4 mittels der unter Federwirkung stehenden Haken 5 befestigt werden (Fig. 3 und 4). Die Stangen 4 werden dann mit den frei herabhängenden Bogen 6 auf die Arme 3 aufgelegt, welche, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, eine schräge Stellung einnehmen, damit die aufgelegten Stangen 4 von selbst gegen die Walze 2 herabgleiten können. Die Arme 3 könnten natürlich auch wagerecht gestellt sein; dann muß man aber eine Feder- oder Gewichtsbelastung anbringen, welche die Stangen 4 gegen die Walze 2 preßt.
Die dargestellte Walze 2 hat Platz für zwei Bogen von je dreimal 35 Marken. Diejenige Stange 4, welche der Walze 2 am nächsten liegt, liegt gegen zwei Flansche 15 an, deren je einer an jedem Ende der Walze 2 sitzt. In diesen Flanschen 15 sind Aussparungen 7 vorgesehen, die bei der Drehung der Walze 2 sich an den Armen 3 vorbeibewegen, wobei die der Walze 2 am nächsten liegende Stange 4 in die Aussparungen hineingeleitet und von der Walze 2 mitgenommen wird. Die Walze 2, welche im Gestell 1 drehbar gelagert ist und in der durch den Pfeil in Fig. 1 angegebenen Richtung gedreht wird, trägt am einen Ende ein Sperrad 8, in das eine Klinke 9 eingreift, . die im Doppelhebel 10 verschiebbar gelagert
ist. Dieser Doppelhebel io dreht sich um die Welle ii und wird durch eine an der Hauptwelle 12 der Maschine angebrachte Kammscheibe 13 und eine Schraubenfeder 14 bewegt. Mittels dieser Vorrichtung wird die Walze 2 für jede Umdrehung der Hauptwelle 12 ein Stück gleich der Breite einer Marke gedreht. Die Walze 2 ist hohl und steht durch Kanäle 16 im Gestell 1 und durch das Rohr 17 mit einer geeigneten Vorrichtung zum Erzeugen eines Vakuums, z. B. einem Sauggebläse (auf der Zeichnung nicht dargestellt), in Verbindung. Für jede Reihe von Marken ist am Umfang der Walze 2 eine Reihe von Löchern 18 vorgesehen, durch welche die von den Armen 3 herabhängenden Bogen an die Walze 2 festgesaugt werden.
Über dem von den Armen 3 gebildeten Behälter befindet sich ein zweiter Behälter 19 (Fig. ι und 3), welcher dazu dient, die Stangen 4 von der Walze 2 wieder aufzunehmen. Wenn die Stange 4, die den an die Walze 2 zuletzt angesaugten Bogen festhält, bei der Drehung der Walze 2 unter diesen zweiten Behälter 19 kommt, wird sie durch zwei an den Außenseiten des Behälters 19 gelagerte Schieber 20 von der Walze 2 abgehoben und durch die unter Federwirkung stehenden Haken 21 im Behälter 19 festgehalten. Die Stange 4 wird dadurch veranlaßt, den Bogen loszulassen, daß die unteren, rechtwinklig gebogenen Teile der Schieber 20 zuerst um die Haken 5 greifen (Fig. 3), wodurch diese sich unter Einwirkung des Gewichts der Stange 4 öffnen. Der Bogen bleibt somit jetzt allein auf der Walze 2 zurück, auf der er durch die im Hohlraum der Walze herrschende Luftverdünnung festgehalten wird.
Bei der fortgesetzten Drehung der Walze 2 gelangt der Bogen unter die Vorrichtung, welche die Marken aus ihm ausschneidet. Sie besteht aus einem Schieber 21', der in geeigneten Führungen radial gegen die Walze 2 verschiebbar ist, und aus einem in diesem Schieber verschiebbar gelagerten Messer 22. Das Messer 22 ist, wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, gezahnt, um das Papier leichter durchschneiden zu können, und in der Walze 2 sind längsgehende Rillen 23 vorgesehen, welche die Verwendung eines solchen Messers ermöglichen. Nachdem der unter Federwirkung stehende Schieber 21' zuerst gegen die Walze 2 gepreßt worden ist, um den Bogen beim Schneiden sicher festzuhalten, bewegt sich das Messer 22 gegen die Walze 2 und schneidet das Papier durch, indem das Messer in die Rille 23, welche sich augenblicklich gerade unter ihm befindet, hineingeht. Zum Schneiden des Bogens in der Querrichtung der Walze 2 sind am Messer 22 noch andere Messer 24 befestigt, welche sich zusammen mit dem Messer 22 bewegen und in die rings um die Walze 2 verlaufenden Rillen 25 eingreifen.
Der Schieber 21' sowie die Messer 22 und 24 erhalten ihre Bewegung durch die an der Welle 27 befestigten Arme 26 (Fig. 1 und 2). Auf der Welle '27 ist ein Arm 28 befestigt, welcher mittels der verstellbaren Gelenkstange 29 mit dem um die Welle 11 drehbaren Doppelhebel 30 verbunden ist, der mit einer Rolle an der auf der Hauptwelle 12 befestigten Kammscheibe 31 anliegt und durch diese Scheibe und die Schraubenfeder 32 in eine hin und her gehende Drehbewegung versetzt wird. Auf der Welle 27 sind ferner die Arme 33 befestigt, welche die Schieber 20 bewegen.
Die Schachteln oder Pakete, auf denen die Marken angebracht werden sollen, werden der Maschine in Rinnen 34 zugeführt, in denen endlose, mittels der Rolle 36 angetriebene Riemen 35 laufen. Die Welle 37 dieser Rolle 36 wird von der Hauptwelle 12 durch eine geeignete (auf der Zeichnung nicht dargestellte) Übertragungsvorrichtung entweder ununterbrochen oder schrittweise gedreht. Zum Herausnehmen der Schachteln aus den Rinnen 34 dient ein drehbar gelagerter Bügel 38, in dem die Schachteln zwischen den festen Wänden 39 und den beweglichen, unter Federwirkung stehenden Wänden 40 festgeklemmt werden, während sie durch die winkelförmigen Schieber 41 gleichzeitig gestützt werden (Fig. 1 und 6). Der Bügel 38 ist an der Welle 42 befestigt und wird unter Vermittelung des Armes 43, der Gelenkstange 44 und des Armes 45 durch die an der Hauptwelle 12 befestigte Kammscheibe 46 und die Schraubenfeder 47 hin und her bewegt (Fig. 1 und 2). Wenn die Schachteln aus den Rinnen 34 in den Bügel 38 heruntergelassen werden sollen, werden die beweglichen Wände 40 bezüglich Fig. 6 nach rechts verschoben, und zwar dadurch, daß der im Bügel 38 unter den Wänden 39, 40 gelagerte Schieber 48 (Fig. 6) beim Rückgang des Bügels 38 mit einer Rolle 48' auf eine am Gestell 1 vorgesehene Keilfläche 49 heraufgleitet, wobei an dem gemeinschaftlichen Schieber 48 vorgesehene Vorsprünge 90 die Verschiebung der Wände 40 herbeiführen. Sobald die Schachteln infolge ihres Gewichts aus den Rinnen 34 herausgefallen sind, bewegt sich der Bügel 38 vorwärts (nach links bezüglich Fig. 1), wobei die Rolle des Schiebers 48 von der Keilfläche 49 herabgleitet, so daß die beweglichen Wände 40 unter Einwirkung ihrer Schraubenfedern 50 (Fig. 6) gegen die Schachteln vorgeschoben werden und somit die letzteren festklemmen.
Hierauf bewegt sich der Bügel 38 in die in Fig. ι dargestellte Lage gegenüber der Trommel 51 (Fig. 7 und 8), welche die Schachteln oder Pakete während des Anbringens der
Marken hält. ■ Die Trommel 51 ist zu diesem Zwecke mit Taschen 57 versehen, die der Größe der Schachteln entsprechen, und in welche die Schachteln eingeschoben werden. Das Einschieben der Schachteln in die Taschen 57 erfolgt dadurch, daß die um die Welle 42 drehbaren Arme 52, welche durch die Stange 53 und den durch die Kammscheibe 55 und die Schraubenfeder 56 bewegten Arm 54 (Fig. 2) angetrieben werden, die Schieber 41 vorschieben, wobei diese die Schachteln oder Pakete in die Taschen der Trommel hineinpressen. Die Trommel 51 ist drehbar gelagert im oberen Teil eines Behälters 58, der einen flüssigen Klebstoff, beispielsweise Gummilösung, enthält, und wird mittels der Sperrklinke 59, die in ein an der Welle 61 der Trommel 51 befestigtes Sperrad eingreift, schrittweise gedreht.
ao Nachdem eine Reihe von Schachteln, entsprechend der Anzahl der Marken in einer Reihe an der Walze 2 (d. h. bei dem gewählten Ausführungsbeispiel 3), in die Taschen 57 der Trommel 51 eingeschoben worden ist, wird die Trommel um 90 ° in der durch den Pfeil in Fig. ι angegebenen Richtung gedreht, so daß die Oberteile der Schachteln nach unten zu stehen kommen. In den Klebestoffbehälter 58 ragen an einer Welle 62 befestigte Arme 63 so weit hinein, daß sie in den Klebstoff eintauchen. Wenn die Arme 63 nach oben gegen die Schachteln bewegt werden, nehmen sie deshalb etwas Klebstoff mit und geben ihn an die Schachteln ab. Um die Teile der Marken, welche an den Seiten und Böden der Schachteln befestigt werden sollen, mit Klebstoff versehen zu können, sind in der Trommel 51 an jeder Seite der Taschen 57 für die Schachteln radial verschiebbare, unter Federwirkung stehende Platten 69 vorgesehen (Fig. i, 7 und 8), die gleichzeitig mit den Schachteln, und zwar mittels den Armen 63 ähnlicher Arme an ihren nach außen stehenden Kanten mit Klebstoff versehen
4-5 werden.
Nun wird die Trommel 51 um 90 ° in derselben Richtung weitergedreht, wodurch eine neue Reihe von Schachteln in die Lage für das Auftragen des Klebstoffes kommt, während die eben mit Klebstoff versehenen Schachteln der Walze 2 gegenüber zu stehen kommen. Der Klebstoffbehälter 58 ist auf einem Tisch 64 lösbar angebracht, der mit Vorsprüngen 65 um die Welle 11 greift und um diese gedreht werden kann. Da der Behälter 58 vom Tische 64 lösbar ist, kann er nebst den übrigen Teilen, die mit dem Klebstoff in Berührung kommen, behufs Reinigung leicht aus der. Maschine herausgenommen werden. Von einem der Vorsprünge 65 ragt ein Arm 66 hervor, der mit einer Rolle an der Kammscheibe 67 (Fig. 2) anliegt und durch die Schraubenfeder 68 gegen diese Kammscheibe gehalten wird. Durch die Einwirkung der Kammscheibe 67 wird der Tisch 64 mit dem Behälter 58 und mit der Trommel 51 gegen die Walze 2 gedreht, so daß die Platten 69 mit den an der Walze 2 anhaftenden, in der oben beschriebenen Weise bereits ausgeschnittenen Marken in Berührung kommen. Da die Kanten der Platten 69, wie oben beschrieben, mit Klebstoff versehen worden sind, so bleiben die Marken an diesen sitzen (die Saugwirkung ist nicht so stark, um die Marken entgegen der Klebkraft des Klebstoffes auf der Trommel 2 festhalten zu können). Eine Reihe von Marken wird somit von der Walze 2 abgenommen und quer über die Schachteln gelegt.
Darauf wird die Trommel 51 abermals 90 ° weitergedreht, so daß die Schachteln mit den darüber gelegten Marken nach oben zu stehen kommen. In dieser Lage befindet sich über j eder Schachtel ein senkrecht beweglicher Schieber 89, welcher dazu dient, den mittleren Teil der Marke gegen die Oberseite der Schachtel anzudrücken, und eine Anzahl von in einem Querstück des Maschinengestelles gelagerten Armen 88 mit Rollen 77 (Fig. 2). Die Arme 88, welche ungefähr rechtwinklig gebogen go sind, werden durch Federn 70 paarweise gegen die Schieber 89 angedrückt. Das Herausnehmen der Schachteln aus den Taschen 57 der Trommel 51 erfolgt in dieser Lage, und zwar mittels der Zungen 71, welche an einem senkrecht verschiebbaren, im Maschinengestell gelagerten Bügel 72 befestigt sind (Fig. 1, 2, 7 und 8). Der Bügel 72, der durch die Gelenkstange 73 mit dem Doppelhebel 74 in Verbindung steht, wird durch die Kammscheibe 75 und die Schraubenfeder 76 auf und ab bewegt. Wenn die Schachteln mittels der Zungen 71 aus den Taschen 57 der Trommel 51 gehoben werden, drücken die Schieber 89 die Marken gegen die Schachteln. Bei fortgesetzter Hebung der Schachteln streichen die Arme 88 mit ihren Rollen 77 die Enden der Marken gegen die Seiten der Schachteln und, wenn die Marken lang genug sind, auch gegen die Böden der Schachteln.
In der Lage gegenüber den Rinnen 78 werden die Schachteln durch Arme 79 von den Zungen 71 abgeschoben und in die Rinnen yS hineinbewegt. Die Arme 79 sind um die Welle
80 drehbar und werden von Schraubenfedern
81 beeinflußt, welche sie gegen andere, an der Welle 80 fest angebrachte Arme 82 pressen. Die Welle 80 wird in eine hin und her gehende Drehbewegung versetzt mittels der Schraubenfedern 81 und des Armes 90, der durch die verstellbare Gelenkstange 92 mit dem Doppelhebel 93 verbunden ist, der mit einer Rolle
an der Kammscheibe 94 (Fig. 2) anliegt. Vor dem Wegschieben der Schachteln von den Zungen 71 sollen die Schieber 89 von den Schachteln etwas abgehoben werden. Dies erfolgt dadurch, daß in den Armen 79 kleine Rollen 83 gelagert sind, die bei der Vorwärtsbewegung der Arme 79 gegen die Schachteln (nach rechts bezüglich Fig. 1) mit keilförmigen Vorsprüngen 84 an den Schiebern 89 in Eingriff kommen und dadurch die letzteren von den Schachteln etwas abheben.
In die Rinnen 34 werden die Schachteln oder Pakete von Hand eingelegt, und das Herausnehmen aus den Rinnen 78 erfolgt ebenfalls von Hand.
Um zu verhindern, daß die ausgeschnittenen Marken, die sich zwischen der Ausschneidvorrichtung und der Stelle am Umfang der Walze 2, wo sie abgenommen werden, befinden, von der Walze 2 herabfallen, falls die Luftverdünnung aus irgendeinem Grunde aufhört, ist eine an Armen 85 befestigte und längs dem Umfange der Walze 2 gebogene Schiene 86 vorgesehen (Fig. 1), welche bei der normalen Arbeit der Maschine von der Walze 2 abgehoben gehalten wird. Wenn aber die Maschine stillgesetzt werden soll und die Luftverdünnung aufhört, wird die Schiene mittels nicht dargestellter Spiralfedern o. dgl. gegen die Walze 2 gepreßt und hält somit die Marken fest.
Die Vorrichtungen zur Drehung der Trommel 51 und der Welle 62, an der die Arme 63 zum Belegen der Schachteln mit Klebstoff befestigt sind, sind in einem Arm 95 gelagert, der mit dem Tisch 64 fest verbunden ist (Fig. ι und 2). In diesem Arm 95 ist eine in der Verlängerung der Welle 61 liegende Welle 96 gelagert, auf der ein Zahnrad 97 sitzt, in das ein Zahnsegment 98 eingreift. Dieses Zahnsegment 98 ist um die Welle 11 drehbar und wird unter Vermittlung des Doppelhebels 99 von der Kammscheibe 100 und der Schraubenfeder 101 bewegt. Von der Welle 96 ragt ein Arm 102 heraus, an dem die Sperrklinke 59 gelagert ist, welche durch die Schraubenfeder 103 mit dem obenerwähnten, an der Welle 61 der Trommel 51 befestigten Sperrad in Eingriff gehalten wird. In das Zahnrad 97 greift noch ein anderes Zahnrad 104 ein, welches an der in der Verlängerung der Welle 62 liegenden Welle 105 befestigt ist. Die Wellen 105 und 62 sind durch eine Kupplung 106 miteinander verbunden, und die Welle 62 wird somit beim Antrieb der Trommel 51 hin und her gedreht.
Um zu verhindern, daß die in den Rinnen 34 vorhandenen Schachteln oder Pakete während der Bewegung des Bügels 38 gegen die Trommel 51 behufs Abgebens der Schachteln aus den Rinnen herausfallen, ist unter jeder Rinne ein Schieber 107 vorgesehen (Fig. 1), der in einem Quersteg 109 des Maschinengestelles gelagert ist und durch eine Schraubenfeder 108 derart beeinflußt wird, daß er während der Abwesenheit des Bügels 38 die Rinne 34 verschließt. Wenn der Bügel 38 zurückkehrt, um neue Schachteln zu holen, werden die Schieber 107 von den festen Wänden 39 des Bügels 38 derart abwärts verschoben, daß die ersten Schachteln frei werden und in den Bügel 38 herabfallen können.
Die dargestellte und beschriebene Ausführungsform kann natürlich in verschiedener Weise abgeändert werden, ohne vom Eründungsgedanken abzuweichen. So ist es z. B. nicht notwendig, daß die Fläche, auf der die Bogen ausgebreitet werden, die Form einer zylindrischen Walze hat, sondern sie kann auch als ebene Platte ausgeführt werden. Die Bogen sowie die daraus ausgeschnittenen Marken können auch dann durch hinter der Platte erzeugte Luftverdünnung festgehalten werden. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, daß die Platte von dem Augenblicke an, wo sie den Bogen empfangen hat, über einen gegen die Platte hin offenen Kasten bewegt wird, der durch eine Rohrleitung oder in anderer geeigneter Weise mit einer Vorrichtung zum Erzeugen von Luftverdünnung, z. B. einem Sauggebläse o. dgl., in Verbindung steht.
Eine solche Ausführungsform ist in den Fig. 9 bis 11 zur Darstellung gebracht, und zwar ist Fig. 9 ein Längsschnitt, Fig. 10 eine Vorderansicht und Fig. 11 ein Querschnitt der Vorrichtung. Die Platte 120 ist wie früher mit Löchern 121 und mit Rillen 122 zur Aufnahme des Schneidmessers versehen. Die Platte 120 kann in luftdichten Führungen des Kastens 123 bewegt werden, und zwar kann die Bewegung mittels einer Sperrklinkenvorrichtung gleich der oben beschriebenen erfolgen. Die Platte 120 wird an den Bogenblättern, der Schneidvorrichtung und der Trommel 51 vorbeibewegt, welche alle in der oben beschriebenen Weise ausgeführt sein können und auch in diesem Falle in derselben Weise arbeiten.
Statt die Bogen bzw. Marken mittels Luftverdünnung festzuhalten, können an der Oberfläche der Walze bzw. der Platte kleine Stacheln 125 vorgesehen sein, wie in Fig. 9 und 10 dargestellt ist. Diese Stacheln durchstechen die Bogen und halten somit sowohl diese wie die ausgeschnittenen Marken fest.

Claims (14)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Maschine zum Anbringen von Stempelmarken, Etiketten u. dgl. an Schachteln und Paketen, bei der die Marken in Form von ganzen Bogen einer Fläche zugeführt
    werden, auf der das Zerschneiden der Bogen in der Längs- und Querrichtung erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (51) zum Halten der Schachteln beim Anbringen der Marken mit Klebstoff versehen und sodann selbsttätig der Fläche (2), auf der das Zerschneiden der Markenbogen stattfindet, genähert und darauf von ihr wieder entfernt wird, wobei die Marken von der Fläche abgehoben und über die Schachteln gelegt werden.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die der Fläche (2) zuzuführenden Markenbogen an Stangen (4) befestigt werden, die in einen Behälter (3) so eingelegt werden, daß sie von der vorbeigehenden Fläche selbsttätig mitgenommen und die Markenbogen auf der Fläche ausgebreitet werden können.
  3. 3. Maschine nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen (4) von der Fläche (2) selbsttätig wieder abgenommen werden, wobei die Stange zuerst den Bogen freigibt und dann in einen Behälter (19) gehoben und dort festgehalten wird.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe, mittels deren das Abnehmen der ausgeschnittenen Marken von der Fläche erfolgt, aus Platten (69) bestehen, die in einer drehbar gelagerten Trommel (51) radial verschiebbar gelagert sind und, bevor sie gegen die Fläche bewegt werden, mit Klebstoff versehen werden.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (69) unter Federwirkung stehen, derart, daß sie bei der Berührung mit der Fläche (2) etwas nachgeben können.
  6. 6. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Platten (69) in der Trommel (51) Taschen (57) zur Aufnahme der Schachteln oder Pakete vorgesehen sind, und daß die Pakete gleichzeitig mit den Platten (69) an einer Seite mit Klebstoff versehen werden.
  7. 7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schachteln oder Pakete durch einen drehbar gelagerten Bügel (38) aus Zuführungsrinnen (34) herausgenommen und an die Trommel (51) bewegt werden, worauf sie durch in dem Bügel gelagerte Schieber (41) in die Taschen (57) der Trommel hineingeschoben werden.
  8. 8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schachteln oder Pakete in dem Bügel (38) durch bewegliche, unter Federwirkung stehende Wände (40) festgeklemmt werden.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (51) in dem Gehäuse des Klebstoffbehälters (58) gelagert ist.
  10. 10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoffbehälter (58) mit den darin gelagerten Teilen auf einem drehbar gelagerten Tisch (64) angebracht ist. ,
  11. 11. Maschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung für die Trommel (51) und für die Klebstoffauftragvorrichtung in einem mit dem Tisch (64) fest verbundenen Arm (95) gelagert ist.
  12. 12. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Andrücken der Marken gegen die Schachteln oder Pakete erfolgt, während diese sich von den Platten (69) hinwegbewegen, die die mit Klebstoff versehenen Marken tragen.
  13. 13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Schachteln oder Pakete aus der Trommel (51) durch Zungen (71) herausbewegt werden, die unter die Schachteln geschoben werden und die Schachteln an den Platz bewegen, von wo sie aus der Maschine entfernt werden.
  14. 14. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Entfernen der Schachteln oder Pakete aus der Maschine mittels Armen (79) erfolgt, die, bevor sie die Schachteln o. dgl. von den Zungen (71) herunterschieben, auf zum Andrücken der Etiketten dienende Schieber (89) auftreffen und diese dadurch, daß in den Armen (79) gelagerte Rollen (83) mit keilförmigen Vorsprüngen (84) der Schieber (89) in Eingriff kommen, von den Schachteln o. dgl. abheben.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE958998C (de) * 1953-07-18 1957-02-28 Ivers Lee Company Maschine zum Verpacken unregelmaessig geformter Gegenstaende zwischen zwei Folienbahnen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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