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Technisches
Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Harzzusammensetzung
auf Basis von Polymilchsäure und
eine Folie, welche diese Zusammensetzung enthält. Spezifischer bezieht sich
die Erfindung auf eine Harzzusammensetzung auf Basis von Polymilchsäure und
eine die Zusammensetzung enthaltende Folie, die ausgezeichnete Flexibilität und Wärmebeständigkeit
aufweist und darüber
hinaus überragende
Abbaubarkeit im Kompost nach ihrer Anwendung besitzt.
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Stand der
Technik
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Üblicherweise
sind Polyethylen, Polypropylen, flexibles Polyvinylchlorid und Polyethylenterephthalat und
andere Harze dafür
bekannt, daß sie
ausgezeichnete Flexibilität,
Wärmebeständigkeit
und Wasserbeständigkeit
besitzen. Diese Harze werden als Abfallsäcke und Verpackungsbeutel eingesetzt.
Jedoch erhöhen
diese Harze die Menge des Abfalls, wenn sie nach ihrer Verwendung
weggeworfen werden und sind darüber
hinaus in der natürlichen
Umgebung kaum abbaubar. Daher verbleiben diese Harze semi-permanent
in der Erde, selbst wenn sie zur Beseitigung vergraben wurden. Diese
beseitigten Kunststoffe haben auch zu Schwierigkeiten geführt, wie
der Zerstörung
des allgemeinen Ausblicks und eine Schädigung des Lebensraums von Meeresorganismen.
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Andererseits
ist bekannt, daß Polymilchsäure, ein
Copolymeres von Milchsäure
und einer anderen aliphatischen Hydroxycarbonsäure und Polyester, die von
aliphatischen mehrwertigen Alkoholen und aliphatischen mehrbasischen
Säuren
abgeleitet sind, dafür
bekannt, daß sie
thermoplastische Eigenschaften und Bioabbaubarkeit besitzen. Die
Verwendung dieser Polymeren für
verschiedene Anwendungszwecke wurde entwickelt.
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Unter
diesen Polymeren wird speziell Polymilchsäure im tierischen Körper innerhalb
einer Dauer von mehreren Monaten bis zu einem Jahr vollständig biologisch
abgebaut. Wenn diese Polymeren in Erde oder Meerwasser gegeben werden,
beginnen sie in einigen Wochen in einer feuchten Umgebung sich abzubauen und
verschwinden innerhalb einer Dauer von einem bis mehreren Jahren.
Die Abbauprodukte sind als Milchsäure, Kohlendioxid und Wasser
charakterisiert, welche unschädlich
für den
menschlichen Körper
sind.
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Außerdem wird
in letzter Zeit erwartet, daß das
Anwendungsgebiet für
Polymilchsäure
erweitert wird, weil das Ausgangsmaterial L-Milchsäure mit
Hilfe eines Fermentationsverfahrens kostengünstig und in großem Umfang
hergestellt werden kann und weil Polymilchsäure ausgezeichnete Beständigkeit
gegen Pilze hat und Nahrungsmittel vor Geruchsverunreinigung und
Farbverunreinigung schützt.
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Jedoch
hat Polymilchsäure
hohe Steifigkeit und ist daher ungeeignet für landwirtschaftliche Multi-Folien,
Verpackungsbeutel für
Nahrungsmittel, Abfallsäcke
und andere Folien- und Verpackungs-Anwendungen, die speziell Flexibilität erfordern.
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Als
Beispiel eines flexiblen und bioabbaubaren Harzes hat eine aus Polybutylen-succinat
hergestellte Blasfolie große
Anisotropie der Reißfestigkeit
zwischen Längsrichtung
und Querrichtung und ist durch sehr geringe Reißfestigkeit in Längsrichtung
charakterisiert. Die geringe Reißfestigkeit und deren Anisotropie
führen, in
Abhängigkeit
von den Anwendungszwecken, zu Schwierigkeiten. So sind Blasfolien
aus Polybutylen-succinat auch ungeeignet für die Anwendung für landwirtschaftliche
Multifolien, Verpackungsbeutel für
Nahrungsmittel, Abfallbeutel und andere Folien oder Einwickelmaterialien.
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Allgemein
bekannte Methoden, um ein Harz flexibel zu machen, sind (1) der
Zusatz eines Weichmachers, (2) die Copolymerisa tion und (3) das
Zumischen von flexiblen Polymeren. Die Methoden (1) und (2) erniedrigen
jedoch die Glasübergangstemperatur
der Harzzusammensetzung, selbst obwohl zufriedenstellende Flexibilität erzielt
werden kann. Infolgedessen findet man bei der üblichen Umgebungstemperatur
eine Änderung
der physikalischen Eigenschaften, wie eine Erhöhung der Kristallinität und der
Steifigkeit. Außerdem
führt die
Verwendung eines Weichmachers zu der Schwierigkeit, daß der Weichmacher
ausblutet. So treten im wesentlichen verschiedene Probleme auf,
wenn diese Methoden praktisch verwendet werden sollen.
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Andererseits
ist bei Methode (3) das zuzumischende Harz auf bioabbaubare Harze
mit Flexibilität
beschränkt,
im Hinblick auf die biologische Abbaubarkeit, die ein Merkmal der
Erfindung darstellt. Solche Harze umfassen beispielsweise Polybutylen-succinat,
Polyethylen-succinat und Polycaprolacton. Derartige Harze sind in
den offengelegten Japanischen Patentanmeldungen HEI 8-245866 und
HEI 9-111107 offenbart. Um jedoch eine ausreichende Flexibilität für die Polymilchsäure zu erzielen
(Elastizitätsmodul
von 1.000 MPa oder weniger) erfordert es die Methode, eine große Menge
des Harzes, beispielsweise 60 Gew.-% oder mehr Polybutylen-succinat,
zuzusetzen. Infolgedessen werden die vorstehenden Eigenschaften
der Polymilchsäure
beeinträchtigt.
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Im
Vergleich mit Polybutylen-succinat hat Polymilchsäure eine
geringere Anisotropie der Reißfestigkeit.
Tatsächlich
können
konventionelle Methoden keine bioabbaubare Folie, die Flexibilität und Wärmebeständigkeit
hat, ohne daß die
Eigenschaften der Polymilchsäure
beeinträchtigt
werden, und die außerdem
keine Anisotropie der Reißfestigkeit
zeigt, bereitzustellen.
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Die
erfindungsgemäß zu lösende Aufgabe
ist es daher, eine bioabbaubare Folie bereitzustellen, die dadurch
gekennzeichnet ist, daß sie
Flexibilität
und Wärmebeständigkeit
in Kombination hat, ohne daß Anisotropie
der Reißfestigkeit
besteht.
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Genauer
angegeben ist es Aufgabe der Erfindung, eine bioabbaubare Folie
zur Verfügung
zu stellen, die ausgezeichnete Wärmebeständigkeit
und als Ergebnis einer ausgezeichneten Flexibilität, wie Polypropylen,
Polyethylen und Polyvinylchlorid, keine Anisotropie der Reißfestigkeit
zeigt, die für
Abfallsäcke,
Verpackungsmaterialien verwendet werden, und die überragende
Beständigkeit
gegen Blocken der Folie und Ausbluten des Weichmachers bei hoher
Temperatur besitzt.
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Offenbarung
der Erfindung
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Als
Ergebnis von intensiven Untersuchungen über Polymilchsäure, um
den vorstehend angegebenen Gegenstand zu erzielen, haben die Erfinder
eine Folie gefunden, die eine Harzzusammensetzung auf Polymilchsäure-Basis
umfaßt,
die durch Vermischen von Polymilchsäure mit einem spezifischen
flexiblen aliphatischen Polyester und Vermischen des gebildeten
Gemisches mit einem bioabbaubaren Weichmacher erhalten wird, der
gute Verträglichkeit
mit dem resultierenden Gemisch hat. Somit wurde die Erfindung fertiggestellt.
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Erster
Gegenstand der Erfindung ist eine Harzzusammensetzung auf Polymilchsäure-Basis,
die 100 Gewichtsteile eines hochmolekularen Bestandteils (A) der
50 bis 90 Gew.-% Polymilchsäure
(a1) und 10 bis 50 Gew.-% eines bioabbaubaren aliphatischen Polyesters
(a2) mit einem Schmelzpunkt von 80 bis 250°C und 5 bis 25 Gewichtsteile
eines bioabbaubaren Weichmachers (B) umfaßt.
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Der
zweite Aspekt der Erfindung ist eine flexible Folie aus einem Harz
auf Polymilchsäure-Basis,
speziell eine Blasfolie aus einem Harz auf Polymilchsäure-Basis,
die eine Harzzusammensetzung auf Polymilchsäure-Basis enthält, die
aus 100 Ge wichtsteilen eines hochmolekularen Bestandteils (A), der
50 bis 90 Gew.-% Polymilchsäure
(a1) und 10 bis 50 Gew.-% eines bioabbaubaren aliphatischen Polyesters
(a2) mit einem Schmelzpunkt von 80 bis 250°C enthält, und 5 bis 25 Gewichtsteilen
eines bioabbaubaren Weichmachers (B) gebildet ist, wobei die Folie
einen Elastizitätsmodul
von 200 bis 1.000 MPa und ein Längs-/Quer-Verhältnis der Reißfestigkeit
von 0,8 bis 1,2 aufweist, weder zum Ausbluten des Weichmachers,
noch zum Film-Blocken
bei 60 bis 120°C
führt und
ausgezeichnete Beständigkeit
gegen Blocken und Ausbluten bei hoher Temperatur besitzt.
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Der
dritte Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung einer
flexiblen Folie aus einem Harz auf Polymilchsäure-Basis, die ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit
gegen Blocken und Ausbluten bei hoher Temperatur zeigt, das durch
Blasformen einer Harzzusammensetzung auf Polymilchsäure-Basis,
wobei der hochmolekulare Bestandteil (A) 50 bis 90 Gew.-% Polymilchsäure (a1)
und 10 bis 50 Gew.-% eines bioabbaubaren aliphatischen Polyesters
(a2) mit einem Schmelzpunkt von 80 bis 250°C umfaßt, und die Menge eines bioabbaubaren
Weichmachers (B) 5 bis 25 Gewichtsteile auf 100 Gewichtsteile des
hochmolekularen Bestandteils (A) beträgt, unter Verarbeitungsbedingungen
einer Harz-Extrusionstemperatur von 150 bis 220°C und einer Film-Aufblasrate von 1,5
bis 3,0 gekennzeichnet ist.
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Beste Ausführungsform
zur Verkörperung
der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wird nachstehend ausführlich erläutert.
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Flexible Folie
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Die
erfindungsgemäß benutzte
Bezeichnung "flexible
Folie" bezieht sich
auf eine Folie mit einem Elastizitätsmodul im Bereich von 200
bis 1.000 MPa gemäß JIS K-6732.
Die flexible Folie kann in geeigneter Weise für landwirtschaftliche Multifo lien,
Beutel zur Nahrungsmittelverpackung und Müllsäcke verwendet werden. Wenn
der Elastizitätsmodul
1.000 MPa überschreitet,
wird die Flexibilität
der Folie erniedrigt und diese wird steif.
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Folie mit Widerstandsfähigkeit
gegen Blocken und Ausbluten bei hoher Temperatur
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Die
Bezeichnung "Widerstandsfähigkeit
der Folie gegen Blocken und Ausbluten bei hoher Temperatur" bezieht sich gemäß der Erfindung
auf eine Eigenschaft, bei der ein Ausbluten des Weichmachers und
damit verbundenes Blocken zwischen Folien im Bereich von 60 bis
120°C nicht
verursacht wird.
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Wenn
ein Weichmacher zugesetzt wird beobachtet man manchmal Ausbluten,
eine Erscheinung, bei der der Weichmacher aus einem Formkörper abgesondert
wird. Das Ausbluten des Weichmachers hat die Tendenz, mit einer
Erhöhung
der Temperatur aufzutreten. Wenn daher eine weichgemachte Folie
kein Ausbluten des Weichmachers bei höherer Temperatur zeigt, kann
die Folie in einem breiteren Temperaturbereich angewendet werden,
was eine ausgezeichnete Wärmebeständigkeit
bedeutet.
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Reißfestigkeit und Anisotropie
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Die
Reißfestigkeit
einer erfindungsgemäßen Folie
wird gemäß JIS P8116
bewertet und wird in einen Wert umgewandelt, der durch Aufeinanderstapeln
von 16 Folienblättern
in einer Dicke von 30 μm
erhalten wird. Die Bezeichnung "Anisotropie" bezieht sich auf
eine Eigenschaft, gemäß der die
Reißfestigkeit
zwischen Längsrichtung
und Querrichtung verschieden ist und wird als Längs-/Quer-Verhältnis der
Reißfestigkeit
ausgedrückt.
Beispielsweise hat eine aus Polybutylen-succinat hergestellte Blasfolie
sehr geringe Reißfestigkeit in
Querrichtung und hat somit hohe Anisotropie.
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Außerdem bedeutet
die Längsrichtung
einer Folie gemäß der Erfindung
die Richtung parallel zu der Fließrichtung des Harzes aus der
Extrusionsdüse
und die Querrichtung bedeutet die Richtung quer zu der Richtung
des Harzstroms aus der Extrusionsdüse.
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Harzzusammensetzung auf
Polymilchsäure-Basis
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Die
erfindungsgemäße Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis umfaßt einen
bioabbaubaren hochmolekularen Bestandteil (A), der 50 bis 90 Gew.-%
Polymilchsäure
(a1) und 10 bis 50 Gew.-% eines bioabbaubaren, aliphatischen Polyesters
(a2) mit einem Schmelzpunkt von 80 bis 250°C enthält, und 5 bis 25 Gewichtsteile
eines bioabbaubaren Weichmachers (B) auf 100 Gewichtsteile des bioabbaubaren
hochmolekularen Bestandteils (A).
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Polymilchsäure (a1)
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Spezifische
Beispiele für
die Milchsäure,
die erfindungsgemäß das Ausgangsmaterial
für Polymilchsäure darstellt,
umfassen L-Milchsäure, D-Milchsäure, DL-Milchsäure, Gemische
davon und Lactid, welches das cyclische Dimere von Milchsäure ist.
Wenn jedoch ein Gemisch aus L-Milchsäure und D-Milchsäure verwendet
wird muß die
resultierende Polymilchsäure
75 Gew.-% oder mehr L-Milchsäure
oder D-Milchsäure
enthalten.
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Repräsentative
Herstellungsverfahren für
Polymilchsäure
zur erfindungsgemäßen Verwendung
umfassen beispielsweise
- 1) Das Verfahren der
direkten Dehydratations-Polykondensation von Milchsäure (dieses
Herstellungsverfahren ist beispielsweise in US 5,310,865 offenbart),
- 2) Ringöffnungs-Polymerisationsverfahren
durch Schmelzpolymerisation von Lactid, das heißt, dem cyclischen Dimeren
von Milchsäure
(dieses Herstellungsverfahren ist beispielsweise in US 2,758,987 offenbart),
- 3) Festphasen-Polymerisationsverfahren in mindestens einem Teil
der Stufen zur Herstellung von Polymilchsäure durch Dehydratations-Polykondensation
von Milchsäure
in Gegenwart eines Katalysators.
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Das
Herstellungsverfahren von Polymilchsäure ist jedoch nicht auf diese
Verfahren beschränkt.
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Bei
den vorstehenden Verfahren kann auch die Copolymerisation durch
Zugabe einer kleinen Menge von Glycerin und anderen mehrwertigen
Alkoholen, von Butantetracarbonsäure
und anderen aliphatischen mehrbasischen Säuren oder eines Polysaccharids
und anderen mehrwertigen Alkoholen durchgeführt werden. Außerdem kann
das Molekulargewicht der Polymilchsäure durch Zugabe eines Kettenverlängerungsmittels, wie
Diisocyanat, erhöht
werden.
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Aliphatischer Polyester
(a2)
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Der
für die
Zwecke der Erfindung verwendete aliphatische Polyester wird aus
verschiedenen Kombinationen der nachstehend beschriebenen aliphatischen
Hydroxycarbonsäure,
des aliphatischen zweiwertigen Alkohols und der aliphatischen dibasischen
Säure hergestellt
und das so erhaltene Polymere hat Bioabbaubarkeit. Die erfindungsgemäß verwendete
Polymilchsäure
wird jedoch von dem obigen Polyester nicht eingeschlossen.
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Repräsentative
Hydroxycarbonsäuren,
die zur Herstellung des erfindungsgemäß verwendeten aliphatischen
Polyesters verwendet werden können,
umfassen beispielsweise Glycolsäure,
Milchsäure,
3-Hydroxybuttersäure,
4-Hydroxybuttersäure,
3-Hydroxyvaleriansäure,
4-Hydroxyvaleriansäure
und 6-Hydroxycapronsäure
und weiterhin eingeschlossen sind cyclische Ester von aliphatischen
Hydroxycarbonsäuren,
beispielsweise Glycolid, ein Dime res von Glycolsäure, ε-Caprolacton, ein cyclischer
Ester von 6-Hydroxycapronsäure. Diese
Verbindungen können
einzeln oder als Gemisch verwendet werden.
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Spezifische
aliphatische zweiwertige Alkohole, die zur Herstellung eines erfindungsgemäßen aliphatischen
Polyesters verwendet werden können,
umfassen beispielsweise Ethylenglycol, Diethylenglycol, Triethylenglycol,
Polyethylenglycol, Propylenglycol, Dipropylenglycol, 1,3-Butandiol,
1,4-Butandiol, 3-Methyl-1,5-pentandiol,
1,6-Hexandiol, 1,9-Nonandiol, Neapentylglycol, Polytetramethylenglycol
und 1,4-Cyclohexan-dimethanol. Diese Verbindungen können einzeln
oder als Gemisch verwendet werden.
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Beispielhafte
aliphatische dibasische Säuren,
die erfindungsgemäß zur Herstellung
des aliphatischen Polyesters verwendet werden können, umfassen Bernsteinsäure, Oxalsäure, Malonsäure, Glutaminsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure, Korksäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Undecan-disäure und
Dodecan-disäure. Diese
Verbindungen können
einzeln oder als Gemisch verwendet werden.
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Spezifische
Verfahren zur Herstellung des aliphatischen Polyesters gemäß der Erfindung
umfassen die nachstehend beschriebenen Verfahren.
- 1)
Ein Verfahren zur direkten Dehydratations-Polykondensation einer
aliphatischen Hydroxycarbonsäure, beispielsweise
das in der US 5,310,865 beschriebenen
Herstellungsverfahren,
- 2) Ein Ringöffnungs-Polymerisationsverfahren,
bei dem Glycolid oder ein anderes cyclisches Dimeres einer Hydroxycarbonsäure und ε-Caprolacton
im geschmolzenen Zustand in Gegenwart eines Katalysators polymerisiert
werden, beispielsweise das in der US
4,057,537 offenbarte Herstellungsverfahren,
- 3) Ein direktes Dehydratations-Polykondensationsverfahren eines
Gemisches aus einem aliphatischen zweiwertigen Alkohol und einer
aliphatischen dibasischen Säure,
beispielsweise das in der US
5,428,126 beschriebene Verfahren,
- 4) Ein Verfahren, bei dem die Kondensation von Polymilchsäure in Gegenwart
eines organischen Lösungsmittels
mit einem von einem aliphatischen zweiwertigen Alkohol und einer
aliphatischen dibasischen Säure abgeleiteten
Polymeren durchgeführt
wird, beispielsweise das in der EP 0712880-A2 offenbarte Verfahren.
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Jedoch
ist das Verfahren zur Herstellung des aliphatischen Polyesters nicht
auf diese Verfahren beschränkt.
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Die
Copolymerisation kann bei den vorstehend beschriebenen Verfahren
durch Zugabe einer kleinen Menge eines anderen aliphatischen mehrwertigen
Alkohols, wie Glycerin und eines Polysaccharids, oder einer anderen
aliphatischen mehrbasischen Säure,
wie Butantetracarbonsäure,
durchgeführt
werden. Außerdem kann
das Molekulargewicht des aliphatischen Polyesters durch Zugabe eines
Kettenverlängerungsmittels,
wie eines Diisocyanats, erhöht
werden.
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Der
erfindungsgemäße aliphatische
Polyester läßt sich
zufriedenstellend einsetzen, solange der Polyester Bioabbaubarkeit
besitzt und bevorzugte Polyester haben außerdem einen Schmelzpunkt von
80 bis 250°C.
Besonders bevorzugt werden flexible aliphatische Polyester mit Kristallisierbarkeit.
Wenn der Schmelzpunkt des aliphatischen Polyesters niedriger als
80°C ist,
wird die Wärmebeständigkeit
der resultierenden Harzzusammensetzung auf Polymilchsäure-Basis
und der aus der Zusammensetzung hergestellten Folie erniedrigt.
Andererseits führt
ein höherer
Schmelzpunkt als 250°C
zu einer höheren
Schmelztemperatur in der Pelletisierungsstufe und neigt daher in
ungünstiger
Weise zum Verursachen des Abbaus und des Verfärbens des Polymilchsäure-Bestandteils.
Beispielhafte bevorzugte aliphatische Polyester umfassen Polyethylen-oxalat,
Polybutylenoxalat, Polyneopentylglycol-oxalat, Polyethylen-succinat,
Polybutylen-succinat, Polyhydroxybuttersäure und Copolymere von β-Hydroxybuttersäure und β-Hydroxyvaleriansäure. Besonders
bevorzugt werden Polyethylen-succinat und Polybutylen-succinat.
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Gewichtsmittel des Molekulargewichts
(MW) und Molekulargewichtsverteilung von Polymilchsäure und
aliphatischem Polyester
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Gemäß der Erfindung
unterliegen das Gewichtsmittel des Molekulargewichts (MW) und die
Molekulargewichtsverteilung von Polymilchsäure und aliphatischem Polyester
im wesentlichen keiner speziellen Beschränkung, solange die Verarbeitung
möglich
ist. Das Gewichtsmittel des Molekulargewichts (MW) von Polymilchsäure und
aliphatischem Polyester, die erfindungsgemäß verwendet werden, ist insbesondere
nicht beschränkt,
solange im wesentlichen ausreichende mechanische Eigenschaften gezeigt
werden. Im allgemeinen ist das Gewichtsmittel des Molekulargewichts
(MW) vorzugsweise 10.000 bis 1.000.000, stärker bevorzugt 30.000 bis 500.000
und am stärksten
bevorzugt 50.000 bis 300.000. Wenn das Gewichtsmittel des Molekulargewichts
(MW) niedriger als 10.000 ist, sind normalerweise die mechanischen
Eigenschaften unbefriedigend. Wenn andererseits das Molekulargewicht
1.000.000 überschreitet,
wird die Handhabung schwierig oder die Wirtschaftlichkeit ungünstig.
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Hochmolekularer Bestandteil
(A)
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Der
hochmolekulare Bestandteil (A) kann erfindungsgemäß durch
Zugabe eines aliphatischen Polyesters (a2) zu Polymilchsäure (a1)
erhalten werden. Das Ziel der Zugabe des aliphatischen Polyesters
besteht darin, der Polymilchsäure
Flexibilität
zu verleihen und das Ausbluten des Weichmachers und das resultierende Folien-Blocken
zu verhindern. Auf 100 Gewichtsteile des hochmolekularen Bestandteils
(A) betragen die zugemischten Mengen im allgemeinen 50 bis 90 Gewichtsteile
Polymilchsäure
(a1) und 10 bis 50 Gewichtsteile des aliphatischen Polyesters (a2),
vorzugsweise 55 bis 85 Gewichtsteile Polymilchsäure (a1) und 15 bis 45 Gewichtsteile
des aliphatischen Polyesters (a2), stärker bevorzugt 60 bis 80 Gewichtsteile
Polymilchsäure
(a1) und 20 bis 40 Gewichtsteile des aliphatischen Polyesters (a2).
Das heißt,
der hochmolekulare Bestandteil (A) umfaßt 50 bis 90 Gew.-% Polymilchsäure und
10 bis 50 Gew.-% des aliphatischen Polyesters, vorzugsweise 55 bis
85 Gew.-% Polymilchsäure
und 15 bis 45 Gew.-% des aliphatischen Polyesters, stärker bevorzugt
60 bis 80 Gew.-% Polymilchsäure
und 20 bis 40 Gew.-% des aliphatischen Polyesters. Wenn die Menge
der Polymilchsäure
90 Gew.-% überschreitet,
wird die Flexibilität
unzureichend. Obwohl Weichmacher zugesetzt wird, um, wie vorstehend
erwähnt,
Flexibilität
zu erzielen, ist eine große
Menge des Weichmachers notwendig und infolgedessen treten Schwierigkeiten,
wie Ausbluten des Weichmachers und Blocken der Folien auf.
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Wenn
andererseits die Menge der Polymilchsäure weniger als 50 Gewichtsteile,
d. h., 50 Gew.-% beträgt,
neigt die Polymilchsäure
zu einer niedrigeren Bioabbaubarkeit im Kompost und kann daher nicht
für Beutel
zur Nahrungsmittelverpackung und andere Anwendungszwecke, bei denen
sie in Kontakt mit Nahrungsmitteln kommt, verwendet werden. Außerdem hat
die erhaltene Folie große
Anisotropie der Reißfestigkeit.
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Weichmacher (B)
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Erfindungsgemäß muß außerdem Weichmacher
zugesetzt werden, um den hochmolekularen Bestandteil (A) mit der
gewünschten
Flexibilität
entsprechend einem Elastizitätsmodul
von weniger als 100 MPa auszustatten. Es ist erforderlich, daß der erfindungsgemäß verwendbare
Weichmacher (B) Bioabbaubarkeit und außerdem gute Verträglichkeit
mit dem hochmolekularen Bestandteil (A) besitzt. Zu repräsentativen Weichmachern
gehören
Ester von aliphatischen mehrbasischen Säuren, Ester von aliphatischen
mehrwertigen Alkoholen und Ester von Oxysäuren.
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Ester
von mehrwertigen aliphatischen Säuren
umfassen beispielsweise Dimethyladipat, Di(2-ethylhexyl)-adipat,
Diisobutyladipat, Dibutyladipat, Diisodecyladipat, Dibutyldiglycoladipat,
Di(2-ethylhexyl)-adipat, Dibutylsebacat und Di(2-ethylhexyl)-sebacat.
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Ester
von aliphatischen mehrwertigen Alkoholen umfassen beispielsweise
Diethylenglycol-monoacetat, Diethylenglycol-diacetat, Diethylenglycol-monopropionat,
Diethylenglycol-dipropionat, Diethylenglycol-monobutyrat, Diethylenglycol-dibutyrat,
Diethylenglycol-monovalerat, Diethylenglycol-divalerat, Triethylenglycol-monoacetat,
Triethylenglycol-diacetat, Triethylenglycol-monopropionat, Triethylenglycol-dipropionat,
Triethylenglycol-monobutyrat, Triethylenglycol-dibutyrat, Triethylenglycol-monovalerat,
Triethylenglycol-divalerat, Tracetin und Glycerin-tripropionat.
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Ester
von Oxysäuren
umfassen beispielsweise Methyl-acetylricinoleat, Butyl-acetylricinoleat
und Acetyltributylcitronensäure.
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Diese
Verbindungen können
einzeln oder als Gemisch verwendet werden. So können spezifisch Triacetin,
Acetyltributylcitronensäure,
Dibutylsebacat und Triethylenglycol-diacetat in geeigneter Weise
eingesetzt werden, weil sie ausgezeichnete Verträglichkeit mit dem hochmolekularen
Bestandteil (A) haben.
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Die
Menge des Weichmachers (B) beträgt
im allgemeinen 5 bis 25 Gewichtsteile, vorzugsweise 7 bis 20 Gewichtsteile,
stärker
bevorzugt 10 bis 18 Gewichtsteile auf 100 Gewichtsteile des hochmolekularen
Bestandteils (A). Wenn die Menge des Weichmachers weniger als 5
Gewichtsteile ist, wird die weichmachende Wirkung unbefriedigend
und die gewünschte
Flexibilität
kann nicht erhalten werden. Andererseits führt eine Menge des Weichmachers,
die 25 Gewichtsteile überschreitet,
zum Ausbluten des Weichmachers.
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Zusatzstoffe
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In
Abhängigkeit
von dem Ziel, wie der Verbesserung der Zugfestigkeit, Festigkeit,
Wärmebeständigkeit und
Wetterbeständigkeit
kann die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis
mit verschiedenen Zusätzen
versehen werden, wie Antioxidationsmitteln, Ultraviolettabsorbern,
Wärmestabilisatoren,
flammbeständig
machenden Mitteln, inneren Trennmitteln, anorganischen Zusätzen, Antistatikmitteln, Mittel
zum Verbessern der Oberflächen-Benetzung,
Hilfsincineratoren, Farbmitteln und Schmiermitteln.
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So
wird beispielsweise beim Verformen mit Hilfe einer T-Düse, dem
Blasformen und anderen Verarbeitungsmethoden für Folien und Platten die Zugabe
eines anorganischen Zusatzes und eines Schmiermittels (eines aliphatischen
Carbonsäureamids)
empfohlen, um die Beständigkeit
gegen Blocken und die Gleiteigenschaften von Folien und Platten
zu verbessern.
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Beispielhafte
anorganische Zusätze
umfassen Kieselsäure
(SiO2), Calciumcarbonat, Talkum, Kaolin, Kaolinit
und Zinkoxid. Kieselsäure
beziehungsweise Siliciumdioxid wird besonders bevorzugt. Diese Zusätze können einzeln
oder als Gemisch verwendet werden.
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Die
Menge der anorganischen Zusätze
beträgt
gewöhnlich
0,05 bis 15 Gewichtsteile, vorzugsweise 0,5 bis 10 Gewichtsteile,
stärker
bevorzugt 1 bis 5 Gewichtsteile auf 100 Gewichtsteile des hochmolekularen Bestandteils
(A). Die beste Menge des Zusatzes kann in geeigneter Weise so ausgewählt werden,
daß gute Bedingungen
hinsichtlich der Verarbeitbarkeit in der Stufe der Filmbildung und
Beständigkeit
gegen Blocken und Gleiteigenschaften der resultierenden Folie und
Platte erzielt werden.
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Die
aliphatischen Carbonsäureamide
zur Verwendung für
Gleitmittel schließen
das "Aliphatische
Säureamid" ein, das auf Seite
389, rechte Spalte bis Seite 391, linke Spalte in "10889 Chemical Goods", veröffentlicht
1989 von Kagakukogyonippo Co., beschrieben ist.
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Jede
Beschreibung in diesem Kapitel wird als Teil der Offenbarung in
der erfindungsgemäßen Beschreibung
als Ergebnis der offensichtlich gezeigten genannten Literaturstellen
und im Hinblick auf den genannten Umfang betrachtet.
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Im
Hinblick auf den Gegenstand und die Offenbarung in der erfindungsgemäßen Beschreibung
soll jeglicher Gegenstand, der direkt und offensichtlich durch den
Fachmann unter Bezugnahme auf den klar genannten Umfang abgeleitet
werden kann, als Offenbarung betrachtet werden.
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Repräsentative
Verbindungen für
das aliphatische Carbonsäureamid
umschließen
beispielsweise Ölsäureamid,
Stearinsäureamid,
Erucasäureamid,
Behensäureamid,
N-Oleylpalmitinsäureamid,
N-Stearylerucasäureamid,
N,N'-Ethylenbisstearinsäureamid,
Ethylenbisölsäureamid,
Ethylenbisbehensäureamid,
Ethylenbisstearinsäureamid,
Ethylenbislaurinsäureamid,
Hexamethylenbisstearinsäureamid,
Butylenbisstearinsäureamid,
N,N'-Dioleylsebacinsäureamid,
N,N'-Dioleyladipinsäureamid,
N,N'-Distearyladipinsäureamid,
N,N'-Distearylisophthalsäureamid,
N,N'-Distearylterephthalamid,
N-Oleyloleinsäureamid,
N-Stearyloleinsäureamid, N-Stearylerucasäureamid,
N-Oleylstearinsäureamid,
N-Stearylstearinsäureamid,
N-Butyl-N'-stearylharnstoff, N-Propyl-N'-stearylharnstoff, N-Alkyl-N'-stearylharnstoff,
N-Phenyl-N'-stearylharnstoff,
N-Stearyl-N'-stearylharnstoff,
Dimethylölsäureamid,
Dimethyllaurinsäureamid
und Dimethylstearinsäureamid.
Besonders bevorzugte Verbindungen sind Ölsäureamid, Stea rinsäureamid,
Erucasäureamid,
Behensäureamid,
N-Oleylpalmitinsäureamid
und N-Stearylerucasäureamid
und diese werden einzeln oder als Gemische eingesetzt.
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Die
Menge des aliphatischen Carbonsäureamids
beträgt
im allgemeinen 0,05 bis 10 Gewichtsteile, vorzugsweise 0,1 bis 7,0
Gewichtsteile, stärker
bevorzugt 0,3 bis 5,0 Gewichtsteile und am stärksten bevorzugt 0,5 bis 3,0
Gewichtsteile auf 100 Gewichtsteile des hochmolekularen Bestandteils
(A). Wie im Fall von anorganischen Zusatzstoffen kann die beste
Menge des Zusatzes in geeigneter Weise ausgewählt werden, um gute Bedingungen
im Hinblick auf die Verarbeitbarkeit in der Filmbildungsstufe und
die Beständigkeit
gegen Blocken und Gleiteigenschaften der resultierenden Folie und
Platte zu erzielen.
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Verfahren zur Herstellung
der Harzzusammensetzung auf Polymilchsäure-Basis
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Die
erfindungsgemäße Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis kann hergestellt
werden, indem der hochmolekulare Bestandteil (A), der aus Polymilchsäure (a1)
und aliphatischem Polyester (a2) besteht, mit dem Weichmacher (B)
und in bestimmten Fällen
in Gegenwart von anderen Zusatzstoffen unter Verwendung eines Mischers
mit hoher Geschwindigkeit oder mit niederer Geschwindigkeit gleichförmig vermischt wird
und danach das resultierende Gemisch mit Hilfe eines Einschnecken- oder Mehrschnecken-Extruders
mit ausreichender Knetwirkung schmelzgeknetet wird.
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Die
gewöhnlich
bevorzugte Gestalt der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung auf
Polymilchsäure-Basis
ist die Form von Pellets, Stäben
und Pulver.
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Verfahren zur Herstellung
von Folien und Platten
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Die
erfindungsgemäße Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis ist ein geeignetes
Material zur Herstellung einer Folie und einer Platte. Dabei können ohne
jede Schwierigkeit übliche
Vorrichtungen für die
Folien- und Platten-Herstellung verwendet werden. Die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis
kann verwendet werden, um Folien und Platten mit Hilfe eines Formverfahrens,
beispielsweise durch Blasformen, T-Düsen-Formen, Kalander-Formen,
Ballon-Formen, Lösungsmittel-Gießen und Heißpreß-Formen
herzustellen.
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Durch
Kombination dieser Verfahren mit einer Co-Extrusions-Methode kann eine
Mehrschicht-Folie, die aus mehreren erfindungsgemäßen Harzzusammensetzungen
auf Polymilchsäure-Basis
und anderen Polymerspezies besteht, in hoher Produktivität hergestellt
werden.
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Die
Folie oder Platte, welche die erfindungsgemäße Harzzusammensetzung auf
Polymilchsäure-Basis enthält, kann
in Form einer Rolle, eines Bandes, einer geschnittenen Bahn, Platte
und eines nahtlosen Beutels hergestellt werden, indem die Bedingungen
der Herstellungsstufe in Abhängigkeit
von dem Gegenstand eingestellt werden. Die aus der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis
bestehende Folie und Platte sind außerdem ein geeignetes Material
zur Verwendung für
die Bearbeitung durch Verstrecken, Vakuumformen und andere Produktionsverfahren,
die eine zweidimensionale oder dreidimensionale Struktur ausbilden.
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Die
aus der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis
bestehende Folie und Platte zersetzen sich rasch im Kompost, haben
ausgezeichnete Beständigkeit
gegen Pilze und Fähigkeit zum
Schützen
von Nahrungsmitteln gegen Verunreinigungen durch Geruch und Färbung und
können
daher für
die nachstehend beschriebenen verschiedenen Anwendungszorecke eingesetzt
werden.
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Blasformen
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Die
erfindungsgemäße Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis ist ein Material,
das speziell für
die Herstellung einer Blasfolie geeignet ist. Durch Anwendung einer
Blasform-Methode kann die Blasfolie aus der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis
in hoher Produktivität
mit relativ niederen Kosten hergestellt werden. Die Blasfolie hat
die Gestalt eines nahtlosen Beutels und kann somit in geeigneter
Weise für
Mitnahmebeutel im Supermarkt, einen Beutel zum Verhindern, daß die Kondensationsfeuchtigkeit
auf einer Packung von gefrorenen Nahrungsmitteln und Fleisch die
Umgebung benetzt und für Kompostsäcke verwendet
werden.
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Die
Blasfolie kann ohne jede Schwierigkeit unter Verwendung von üblichen
Vorrichtungen hergestellt werden. Dabei wird vorzugsweise eine Spiraldüse verwendet,
um die Genauigkeit der Dicke und die Gleichförmigkeit der Folie zu erhöhen. Für die Bildung
der Blasfolie wird gewöhnlich
ein Einschnecken-Extruder
bevorzugt.
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Die
Formbedingungen der Blasfolie unter Verwendung der erfindungsgemäßen Harzzusammensetzung
auf Polymilchsäure-Basis
hängen
von der Formulierung der Harzzusammensetzung auf Polymilchsäure-Basis
und der Dicke der Folie ab. Um die gewünschte Reißfestigkeit zu erhalten werden
eine Harz-Extrusionstemperatur und ein Aufblas-Verhältnis in
den nachstehenden Bereichen angewendet.
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Die
Harz-Extrusionstemperatur ist im allgemeinen im Bereich von 150
bis 220°C,
vorzugsweise 170 bis 200°C.
Wenn die Temperatur weniger als 150°C beträgt, hat das aus der Düse abgegebene
Harz niedere Temperatur, führt
zu einer starken Orientierung in der Aufblasstufe und verursacht
Anisotropie. Die Extrusion kann wegen einer zu niederen Temperatur
bei einigen der Harzzusammensetzungen auf Polymilchsäure-Basis nicht
durchgeführt
werden. Wenn die Temperatur höher
als 220°C
ist, wird die Schmelzviskosität
zu niedrig, das Aufwickeln der Folie wird schwierig und das Harz
neigt zur thermischen Zersetzung.
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Die
Harz-Extrusionstemperatur wird vorzugsweise innerhalb des Bereiches
von ±5°C kontrolliert.
Eine unzureichende Temperaturkontrolle führt zu Unregelmäßigkeiten
der Dicke und Festigkeit der gebildeten Blasfolien.
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Das
Aufblas-Verhältnis
der Blasfolie ist im Bereich von 1,5 bis 3,0, vorzugsweise 2,0 bis
2,8. Wenn das Verhältnis
weniger als 1,5 ist, wird fast keine Orientierung erzeugt und die
resultierende Folie hat geringe Festigkeit. Wenn das Verhältnis 3,0 überschreitet,
wird die Anisotropie größer und
die Folie neigt dazu, in der Herstellungsstufe zu reißen.
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Die
so erhaltene Blasfolie gemäß der Erfindung
hat einen Elastizitätsmodul
von 200 bis 1.000 MPa gemäß JIS K6732,
ist flexibel, zeigt keine Anisotropie der Reißfestigkeit und kein Ausbluten
des Weichmachers bei hoher Temperatur und verursacht kein Blocken.
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Eine
Blase aus dem geschmolzenen Harz, das bei der Herstellung eines
Ballons von der Düse
abgegeben wird, wird mit Hilfe einer geeigneten Methode gekühlt. Für die Harzzusammensetzung
auf Basis von Polymilchsäure
wird vorzugsweise ein Luftkühlsystem
verwendet.
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Die
gekühlte
Blase wird mit Quetschwalzen gequetscht und im allgemeinen in flacher
Form aufgewickelt.
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Die
erfindungsgemäße Folie
hat eine Reißfestigkeit
von 20 bis 1.000 g sowohl in Längsrichtung,
als auch in Querrichtung und die Werte werden in die Festigkeit
von aufeinander gestapelten 16 Folienbahnen einer Dicke von 30 mμ umgerechnet.
Das Verhältnis
der Reißfestigkeit
in Längsrichtung/Querrichtung
ist 0,8 bis 1,2 und es kann keine Anisotropie beobachtet werden.
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Verwendung der Folie und
Platte
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Die
aus der Harzzusammensetzung auf Basis von Polymilchsäure bestehende
Folie und Platte kann in geeigneter Weise für Einkaufsbeutel, Müllsäcke, Kompostsäcke, Folie
zum Einwickeln von Nahrungsmitteln und Süßwaren, Nahrungsmittel-Einwickelfolie,
Einwickelfolie für
Kosmetika und Parfüms,
medizinische Einwickelfolie, Einwickelfolie für rohe Arzneidrogen, Einwickelfolie
für medizinische
Salbe, die für
Schultersteifigkeit und Verstauchungen aufgetragen wird, als Folie
für die
Landwirtschaft und den Gartenbau, Einwickelfolie für landwirtschaftliche
Chemikalien, Treibhausfolie, Düngemittelsack,
Verpackungsfolie für
Magnetband-Kassetten, wie Video- und Audio-Kassetten, Verpackungsfolie für Floppy
Disks, als Gravurfolie, Klebeband, gewöhnliches Band, wasserfeste
Bahn und Sandsack verwendet werden.
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Die
erfindungsgemäße Folie
und Platte kann in geeigneter Weise eingesetzt werden, indem die
Eigenschaften für
Verwendungen ausgenutzt werden, die insbesondere Abbaubarkeit erfordern.
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Wenn
Nahrungsmittel oder Süßwaren in
eine Packung eingesiegelt werden, die aus der erfindungsgemäßen Folie
oder Platte hergestellt wurde, wird weder eine Verfärbung, noch
eine Geruchsverunreinigung beobachtet. Außerdem können die Aufbewahrungsdauer
und die Dauer des Genießens
stark erhöht
werden, indem ein Sauerstoff-Absorber in die Packung eingefügt wird.
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Beispiele
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Die
Erfindung wird nachstehend mit Hilfe von Beispielen ausführlich erläutert. Diese
Beispiele sollen jedoch nicht den Bereich der Erfindung einschränken.
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Die
folgenden Methoden wurden zur Messung des Gewichtsmittels des Molekulargewichts
(MW) des hochmolekularen Bestandteils (A), des Elastizitätsmoduls
der Folie, des Ausblutens des Weichmachers, des Blockens der Folie,
der Zugfestigkeit, der Pilz-Beständigkeit
und der Bioabbaubarkeit der Folie angewendet.
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1) Gewichtsmittel des
Molekulargewichts (MW)
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Gemessen
durch Gelpermeationschromatographie (GPC) unter Verwendung von Polystyrol
als Referenz bei einer Säulentemperatur
von 40°C
in Chloroform als Lösungsmittel.
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2) Elastizitätsmodul
der Folie
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Gemessen
nach JIS K6732.
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3) Ausbluten des Weichmachers
und Blocken der Folie
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Eine
Folie wurde in Stücke
einer Größe von 45 × 30 mm
geschnitten und zwei Bahnen der Folie wurden auf einer Glasplatte
aufeinandergelegt. Eine Metallplatte wurde auf die Folie gelegt,
ein Gewicht von 500 g wurde auf die Metallplatte gelegt und die
Anordnung wurde 1 Stunde in einem Thermohygrostat bei 80°C und 75%
relativer Feuchte (RH) stehengelassen.
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Danach
wurde die Folie in einen Exsiccator übergeführt und 30 Minuten bei Raumtemperatur
stehengelassen. Schließlich
wurden die beiden Bahnen der Folie abgelöst und das Vorliegen oder die
Abwesenheit von Folien-Blocken und Ausbluten des Weichmachers wurden
beobachtet.
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Folien-Blocken
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- O: kein Blocken
- Δ: leichtes
Blocken
- X: starkes Blocken
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Ausbluten des Weichmachers
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- O: kein Ausbluten
- X: Ausbluten wurde beobachtet
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4) Reißfestigkeit
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Die
Reißfestigkeit
in Längsrichtung
und in Querrichtung der Folie wurden gemäß JIS P8116 gemessen.
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Die
Reißfestigkeit
in den Beispielen und Vergleichsbeispielen wurde in den Wert umgerechnet,
der durch Aufeinanderstapeln von 16 Lagen der Folie einer Dicke
von 30 mμ erhalten
wird.
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5) Beständigkeit
gegen Fungi
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Eine
Folie der Größe von 5 × 5 cm wurde
auf ein vorher sterilisiertes und verfestigtes Medium gelegt, und
eine Sporen-Suspension der folgenden Test-Fungi wurde durch Aufsprühen aufgeimpft
und 6 Monate in einem Behälter
bei 30°C
inkubiert. Der Wachstums-Zustand des Test-Fungus wurde bewertet.
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Testfungus
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- Aspergillus niger
- Rhizopus oryzae
- Penicillium citrinium
- Cladosporium cladosporioides
- Chaetomium globosum
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Medium
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Anorganisches
Salz-Agar-Medium gemäß JIS Z2911.
| Ammoniumnitrat | 3,0
g |
| Kaliumphosphat | 1,0
g |
| Magnesiumsulfat | 0,5
g |
| Kaliumchlorid | 0,25
g |
| Eisen-II-sulfat | 0,002
g |
| Agar | 25
g |
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Bewertungsmethode
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- O: Es wird kein Pilzwachstum gefunden.
- Δ: Die
Fläche
des Pilzwachstums ist 1/3 oder weniger.
- X: Die Fläche
des Pilzwachstums ist größer als
1/3.
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6) Bioabbaubarkeit
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Eine
Preßfolie
der Abmessungen 10 × 10
cm und einer Dicke von 100 μm
wurde hergestellt. Die Folie wurde in Kompost einer Feuchtigkeit
von 60% bei 58°C
eingegraben und die Veränderung
in Abhängigkeit
von der Zeit wurde beobachtet.
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Bewertung
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- ⌾:
Innerhalb von 7 Tagen abgebaut und verschwunden.
- O: Innerhalb einer Dauer von 8 bis 14 Tagen abgebaut und verschwunden.
- Δ: Innerhalb
einer Dauer von 15 bis 25 Tagen abgebaut und verschwunden.
- X: Innerhalb einer Dauer von 26 bis 40 Tagen abgebaut und verschwunden.
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Herstellungsbeispiel 1
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In
ein dickwandiges zylindrisches Polymerisationsgefäß aus rostfreiem
Stahl, das mit einem Rührer ausgestattet
war, wurden 400 g L-Lactid, 0,04 g Zinn-II-Octoat und 0,12 g Laurylalkohol
gegeben und es wurde 2 Stunden unter Vakuum entlüftet. Nachdem das Gefäß mit gasförmigem Stickstoff
gefüllt
war, wurde das Gemisch 2 Stunden unter Rühren auf 200°C/10 mmHg
erhitzt.
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Nach
Beendigung der Reaktion wurde die geschmolzene Polymilchsäure aus
dem Bodenteil entnommen, an der Luft gekühlt und mit Hilfe einer Pelletisiervorrichtung
zu Pellets geschnitten. Polymilchsäure wurde in einer Menge von
340 g (85% Ausbeute) er halten und hatte ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts
(MW) von 138.000.
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Herstellungsbeispiel 2
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In
ein mit einer Dean-Stark-Falle ausgestattetes Reaktionsgefäß wurden
10 kg 90%ige L-Milchsäure und
45 g Zinnpulver gegeben und es wurde unter Rühren 3 Stunden auf 150°C/50 mmHg
erhitzt, während Wasser
abdestilliert wurde. Durch weiteres Erhitzen während 2 Stunden unter Rühren auf
150°C/30
mmHg wurde ein Oligomeres erhalten. Zu dem Oligomeren wurden 21,1
kg Diphenylether zugesetzt und eine azeotrope Destillationsreaktion
wurde bei 150°C/35
mmHg durchgeführt.
Das abdestillierte Gemisch aus Wasser und Lösungsmittel wurde in einem
Separator getrennt und nur das Lösungsmittel
wurde in das Reaktionsgefäß zurückgeführt. Nach
2 Stunden wurde eine mit 4,6 kg Molekularsieb 3A gefüllte Kolonne
angebracht, um das Lösungsmittel
mit Hilfe der Kolonne in das Reaktionsgefäß zurückzuführen. Die Reaktion wurde 20
Stunden bei 130°C/17
mmHg durchgeführt,
wobei eine Lösung
von Polymilchsäure
mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 150.000 erhalten
wurde. Die Lösung
wurde mit 44 kg entwässertem
Diphenylether verdünnt
und auf 40°C
gekühlt.
Die abgeschiedenen Kristalle wurden abfiltriert. Zu den Kristallen
wurden 12 kg 0,5 n HCl und 12 kg Ethanol zugesetzt, 1 Stunde bei
35°C gerührt, filtriert
und bei 60°C/50
mmHg getrocknet, wobei 6,1 kg pulverförmige Polymilchsäure (85%
Ausbeute) erhalten wurden. Das Pulver wurde mit Hilfe eines Extruders
pelletisiert, wobei Polymilchsäure
mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 147.000 erhalten
wurde.
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Herstellungsbeispiel 3
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In
ein mit einer Dean-Stark-Falle ausgestattetes Reaktionsgefäß wurden
50,5 kg 1,4-Butandiol und 66,5 kg Bernsteinsäure und 45 g Zinnpulver gegeben
und Wasser wurde unter Rühren
bei 100°C
während
3 Stunden abdestilliert. Durch weiteres Erhitzen unter Rühren während 2
Stunden bei 150°C/50
mmHg wurde ein Oligomeres erhalten. Zu dem Oligomeren wurden 385
kg Diphenylether zugesetzt und eine azeotrope Dehydratisierungsreaktion
wurde bei 150°C/35
mmHg durchgeführt.
Das abdestillierte Gemisch aus Wasser und dem Lösungsmittel wurde in dem Wasserabscheider
getrennt und nur das Lösungsmittel
wurde in das Reaktionsgefäß zurückgeführt. Nach
2 Stunden wurde eine mit 50 kg Molekularsieb 3A gefüllte Kolonne
montiert, um das Lösungsmittel über die
Kolonne in das Reaktionsgefäß zurückzuführen.
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Die
Reaktion wurde 15 Stunden lang bei 130°C/17 mmHg durchgeführt, wobei
eine Lösung
von Polybutylen-succinat mit einem Gewichtsmittel des Molekulargewichts
von 140.000 erhalten wurde. Zu der Lösung wurden 180 kg entwässerter
Diphenylether zugesetzt und die resultierende verdünnte Lösung wurde
auf 40°C gekühlt. Die
ausgefällten
Kristalle wurden abfiltriert. Zu den Kristallen wurden 200 kg 0,5
n HCl und 200 kg Ethanol zugesetzt, es wurde eine Stunde bei 25°C gerührt, filtriert
und bei 60°C/50
mmHg getrocknet, wobei 91,5 kg Polybutylen-succinat (nachstehend
einfach als PSB1 bezeichnet) erhalten wurden (94,8% Ausbeute). PSB1
hatte ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts von 138.000.
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Beispiele 1 bis 8
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Als
Polymilchsäure
(a1) wurde die in Herstellungsbeispielen 1 und 2 erhaltene Polymilchsäure verwendet.
Das in Herstellungsbeispiel 3 erhaltene PSB1 oder BIONOLLE #3001
(PSB2) (hergestellt von Showa High Polymer Co. Ltd.) wurde als aliphatischer
Polyester (a2) verwendet. Die nachstehend beschriebenen Ester wurden
als Weichmacher verwendet. Als anorganischer Zusatz wurde SiO
2 eingesetzt. Diese Ausgangsmaterialien wunden
mit einem Henschel-Mischer in den in Tabelle 1 gezeigten Verhältnissen
vermischt, um eine Harzzusammensetzung auf Polymilchsäure-Basis
zu erhalten. Die Zusammensetzung wurde mit Hilfe eines Extruders
bei einer Zylindertemperatur von 160 bis 210°C pelletisiert. Die folgenden
Weichmacher wurden verwendet.
| ATBC: | Acetyltributylcitronensäure |
| TEDA: | Triethylenglycol-diacetat |
| TRAC: | Triacetin |
| DBS: | Dibutylsebacat |
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Die
Pellets wurden 10 Stunden bei 60°C
getrocknet und danach mit Hilfe einer 40 mm-Blasformmaschine mit
einer Düsengröße von 40
mm bei einer Harz-Extrusionstemperatur von 160 bis 170°C unter einem Aufblas-Verhältnis von
2,5 zu einer Folie geformt und aufgewickelt. Die so erhaltene Folie
hatte im flachgelegten Zustand eine Breite von 150 mm und eine Dicke
von 30 μm.
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Für die Folie
wurden der Elastizitätsmodul,
das Ausbluten des Weichmachers, das Blocken, die Reißfestigkeit,
die Beständigkeit
gegen Pilze und die Bioabbaubarkeit gemessen. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 2 gezeigt.
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Vergleichsbeispiele 1
bis 16
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Zu
einem Gemisch der in Herstellungsbeispiel 1 und 2 erhaltenen Polymilchsäure mit
Folybutylen-succinat (PSB1) oder BIONOLLE #3001 (PSB2) wurden Weichmacher
und der anorganische Zusatz SiO2 in der in
Tabelle 3 gezeigten Menge gegeben und mit Hilfe eines Henschel-Mischers
eingemischt, wobei eine Harzzusammensetzung auf Polymilchsäure-Basis
erhalten wurde. Eine Folie wurde aus der Harzzusammensetzung mit
Hilfe der gleichen Verfahrensweise wie in den Beispielen hergestellt,
mit der Ausnahme, daß die
Extrusionstemperatur des Harzes und das Aufblas-Verhältnis, wie
sie in Tabelle 4 gezeigt sind, angewendet wurden. An den resultierenden
Folien wurden die verschiedenen Eigenschaften gemessen, wie Elastizitätsmodul, Ausbluten
des Weichmachers, Folien-Blocken, Reißfestigkeit, Pilz-Beständigkeit
und Bioabbaubarkeit. Die Ergebnisse sind in Tabelle 4 gezeigt.
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Es
wurden folgende Weichmacher verwendet:
| ATBC: | Acetyltributylcitronensäure |
| LP: | flüssiges Paraffin |
| DOP: | Dioctylphthalat |
| TOTM: | Trioctyltrimellitat |
| SE: | Ethylstearat |
| EDO: | epoxidiertes
Sojbohnenöl |
| PTB: | Tributylphosphat |
Tabelle
3
Tabelle
4
- *:
- kann wegen schlechter
Dispersion des Weichmachers nicht gemessen werden
- KD:
- Keine Daten
Tabelle
4 (Fortsetzung) - *:
- kann wegen schlechter
Dispersion des Weichmachers nicht gemessen werden
- KD:
- Keine Daten
-
Möglichkeit der Anwendung in
der Industrie
-
Die
Folie, insbesondere Blasfolie, die aus der Harzzusammensetzung auf
Basis von Polymilchsäure besteht,
hat Bioabbaubarkeit, ausgezeichnete Flexibilität, Beständigkeit gegen das Ausbluten
des Weichmachers und Beständigkeit
gegen Folien-Blocken
bei hoher Temperatur, zeigt keine Anisotropie der Reißfestigkeit und
kann daher in geeigneter Weise für
Mehrfachfolien für
die Landwirtschaft und Müllsäcke verwendet
werden. Wenn die Folie zum Einwickeln von Nahrungsmitteln verwendet
wird, verhindert die Folie das Pilzwachstum und eine Verunreinigung
mit Farbe und Geruch und läßt sich
daher in geeigneter Weise für
diese Zwecke verwenden.