DE698654C - Herstellung von Trockenstoffen - Google Patents

Herstellung von Trockenstoffen

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DE698654C
DE698654C DE1937W0101481 DEW0101481D DE698654C DE 698654 C DE698654 C DE 698654C DE 1937W0101481 DE1937W0101481 DE 1937W0101481 DE W0101481 D DEW0101481 D DE W0101481D DE 698654 C DE698654 C DE 698654C
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DE
Germany
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acid
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drying agents
lead
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Expired
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DE1937W0101481
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English (en)
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Dr Hellmuth Lauth
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F WILHELMI FABRIK CHEMISCHER P
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F WILHELMI FABRIK CHEMISCHER P
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F9/00Compounds to be used as driers, i.e. siccatives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Cosmetics (AREA)

Description

  • Herstellung von. Trockenstoffen Es wurde gefunden, daß man zu sehr wertvollen Trockenstoffen für Firnisse, Lacke, Öl- farben, Schiffsboden- und Rostschutzfarben gelangen kann, wenn man die.bei dem Verfahren von Fischer-Tropsch (Kohlenoxydhydrierung) zur Herstellung von künstlichem Benzin anfallenden synthetischen Säuregemische oder Fraktionen derselben, vorzugsweise die mittleren, durch Behandeln mit Metalloxyden oder -salzen in Produkte überführt, die in Wasser nicht löslich sind.
  • Es ist bekannt, brauchbare Trockenstoffe aus Naphthensäure, trocknenden oder nichttrocknenden Ölen herzustellen. Auch ein- oder mehrbasische Mono- oder Polyoxysäuren oder deren Glycerinester sind zur Herstellung von Trockenstoffen mit hohem Metallgehalt erfolgreich verwendet worden. Alle diese die organische Komponente der Trockenstoffe bildenden Ausgangsstoffe steherf im Inlande nicht oder nur in, ungenügender Menge zur Verfügung. Die auch, im Inlande gewinnbaren Oxysäuren, wie Glykol-. säure oder Milchsäure, können zur Herstellung von Trockenstoffen aber nur gemeinsam mit natürlichen.fetten Ölen verwendet werden, deren Menge ungefähr -das - :12- bis 18fache betragen muß, da die Schwermetallsalze der im Inlande gewinnbaren Oxysäuren in Leinöl oder den in Betracht kommenden Lösungsmitteln unlöslich sind.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Fettsäuren jedoch enthalten.,Oxysäuren nicht oder nur in Spuren, werden im Inlande hergestellt und können auch ohne zusätzliche Verwendung von natürlichen, aus dem Auslande einzuführenden Ölen zur Herstellung brauchbarer Trockenstoffe dienen.
  • Es ist ferner bekannt, die bei der Reinigung des Roliwollfettes anfallenden rohen Wollfettfettsäuren als Ausgangsmaterial für die Herstellung von4Trockenstoffen zu verwenden. Diese rohen Säuren enthalten jedoch alle'die unangenehmen Geruchsstoffe, welche aus dem Roliwollfett entfernt werden müssen, um dieses verwendungsfähig zu machen. Der den rohen Wollfettfettsäuren anhaftende Geruch teilt sich, auch den daraus hergestellten Trockenstoffen mit; der. unangenehme Geruch wird als nachteilig empfunden. Außerdem ist die Löslichkeit dieset, Trockenstoffe zur Herstellung von Sikkativen nur gering, geringer als diejenige der- bekannten leinölsauren Trockenstoffe und der Löslichkeit der Trockenstoffe gemäß -vorliegender Erfindung weitaus unterlegen.
  • Ferner sind die -aus Paraffin und Montanwachs durch oxydativen Abbau entstehenden Säuregemische zur Herstellung von Trockenstoffen vorgeschlagen Worden, wobei salben- bis pechartige Trockenstoffe entstehen. Demgegenüber sind die Säuregemische der vorliegenden Erfindung auf synthetischem Wege direkt aus Kohlenoxyd und Wasserstoff hergestellt, bilden feste Trockenstoffe und führen bisher nicht verwendete Abfallprodukte einem technisch wertvollen Zwecke zu.
  • Ber.eits die bei dem Fabrika-tionsverfahren zur Herstellung von künstlichem Benzin anfallenden rohen Säuregemische sind zur Herstellung der Trockenstoffe geeignet, doch ist es vorteilhaft, das Säuregemisch nach bekannten Verfahren zu reinigen. Die Isolierung des Sähregemisches aus dem bei der Herstellung von künstlichem Benzin entstehenden Rohprodukt geschieht durch Extraktion mit Alkalilauge. Das anfallende Extraktionsprodukt ist unmittelbar zur Herstellung der Trockenstoffe geeignet. Der mehr oder weniger große Gehalt an freiem Alkali kann durch Zusatz des aus deren Anfällen herstammenden Säuregemisches oder auch durch Verwendung anderer Säuren, die zur Herstellung von Trockenstoffen geeignet sind, neutralisiert werden, wie beispielsweise Harz, Leinölfettsäure, Ölsäure, Naphthensäure, Sojaölfettsäure und ähnliche. Dabei ist diese Neutralisation nicht auf eine einzige dieser Säuren beschränkt. Es kann zum Neutralisieren also beispielsweise Sojaölfettsäure und Naphthensäure gemeinsam verwendet werden. Das freie Säuregemisch selbst kann man mit Alkali oder alkalisch wirkenden Substanzen, z. B. Ätznatron, Soda, Animoniak usw., behandeln. - Die Untersuchung von Proben der aus der Fabrikation stammenden synthetischen Säuregemische selbst ergab die Anwesenheit von Säuren mit einem Äquivalentgewicht Cl, H"3 0, und höher, während von den wasserlöslichen Fettsäuren nur geringe Mengen gefunden wurden.
  • Die entstehender# Lösungen bzw. die erwähnte neutralisierte Extraktionslauge wird vorteilhaft in der Wärme mit Lösungen von Erdalkali- oder anderen Metallsalzen behandelt. Es entstehen Niederschläge, welche bei höherer Temperatur pastenförmig zusammenfließen und dabei ihr Wasser verlieren. Das Wasser kann auch unter Verwendung von Vakuum bzw. Zusatz von wasserunlöslichen Lösungsmitteln - abgetrieben werden. Die auf diese Weise gewonnenen MetallvVbindungen sind in Wasser schwer bzw. gar .gm,*cht löslich.
  • #t'e#>je nach Wahl der benutzten Metallsalze #i9iinen Trockenstoffe von verschiedenen Eigenschaften erhalten werden. Als Metallsalze kommen die wasserlöslichen Salze von beispielsweise Caleium, Aluminium, Zink, Kupfer, Quecksilber, Mangan, Kobalt, Blei, Cer in Frage. Es können auch Mischungen von Metallsalzen verwendet werden, z. B. Bleiacetat und Manganacetat oder Kobaltacetat, Zinksulfat und Manganchlorid.
  • Ein anderer Weg zur Gewinnung der Trockenstoffe besteht darin, daß das Säuregemisch oder Fraktionen desselben direkt mit Salzen aus leicht flüchtigen organischen Säuren und Oxyden oder Hydräxyden der genannten Metalle umgesetzt wird. So kann man beispielsweise das Säuregemisch dir'ekt mit Bleiglätte erhitzen und dadurch den Trockenstoff herstellen oder auch Bleiglätte und kobaltacetat gemeinsam verwenden.
  • Abgesehen davon, daß auf diese Weise ein heimischer Rohstoff an Stelle der üblicherweise aus dem Kuslande einzuführenden, sonst zur' HerstelluTig von Trockenstoffen dienenden Öle, Harze oder Naphthensäuren erfolgreich verwendet werden kann, zeichnen sich die neuen Trockenstoffe zum Teil auch durch besonders günstige Eigenschaften aus. So können Trockenstoff# erhalten werden, welche gegenüber den Linoleaten den Vorzug haben, daß sie keine Haut bilden, da die als Ausgangsmaterial dienenden organischen Säuren nicht sauerstoffempfindlich sind. Ferner können Trockenstoffe erhalten werden, welche trotz des hohen Metallgehaltes leicht löslich sind und konzentrierte beständige Lösungen bilden. Beispielsweise kann aus dem synthetischen Säuregemisch und Bleiglätte ein Bleisalz hergestellt werden, welches etwa 3004 Blei enthält und im Verhältnis 2: 3 löslich in Sangajol und in dieser Lösung beständig ist, was bei leinölsaurem Blei vom gleichen Bleigehalt nicht - erzielt werden kann. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, den Trockenstoff in Leinölfettsäure.oder Ölsäure zu lösen. So bildet beispielsweise ein auf dem Fällungswege aus dem in Frage stehenden Säuregemisch hergestelltes Mangansalz in Leinölfettsäurelösung im Verhältnis 2: 3 ein klares dünaüssiges Produkt. An Stelle der Leinölfettsäure kann auch ein Gemisch von einem 01 und einer Fettsäure, z. B. i: Teil Bucheckernöl und.2 Teilen Sojaölfettsäure, verwendet werden. Die bekannten gelatinierungsverhindernden Mittel können zugesetzt werden.
  • An Stelle des uzsprünglich anfallenden Säuregemisches können auch Fraktionen desselben, vorzugsweise die mittleren, angewendet werden. Ferner kann zur Erzielung besonders ge-#vünschter äußerer Eigenschaften an Stelle des künstlich gewonnenen Säuregemisches auch ein Teil desselben- durch die Säure eines trocknenden oder halbtrocknenden oder sonstigen Fettes oder. Öles oder auch durch Harz oder Naphthensäurie ersetzt werden. Auch hier kann zur Herstellung des Trockenstoffes ein Gemisch von Metallsalzen oder Metallsalzen und Metalloxyden verwendet werden. Ferner können die auf oben beschriebene Weise hergestellten Trockenstoffe mit Resinaten, Linoleaten, Naphthenaten, Oleaten usw. des gleichen oder eines anderen Metalles verschmolzen werden, z. B. das erwähnte Bleisalz mit leinölsaurem Kobalt und/oder naphthensaurem Zink.
  • Es ist also möglich, die neuen Trockenstoffe mit allen denjenigen Eigenschaften versehen herzustellen, welche von einem Trockenstoff verlangt werden können. Ihre trocknungsbeschleunigende Wirkung ist abhängig von Art und Menge des vorhandenen Metalls und entspricht derjenigen der Linoleate oder Naphthenate vom gleichen Metallgehalt.' Beispiel i 16 Teile Leinöl, 6,5 Teile Haitran, 8 Teile des aus der Extraktionslauge mit Säure abgeschiedenen rohen synthetischen Säuregemisches von dunkler Farbe und einer Säurezahl von etwa 96o werden mit 2o Teilen Bleiglätte in üblicher Weise verschmolzen. Man erhält 5o Teile Ausbeute eines festen Bleitrockenstoffes mit 35 % Blei.
  • Die Lösung eines derartigen Bleitrockenstoffes in Sangaj ol ist klar und beständig. Beispiel 2 33 Teile Leinöl, 14 Teile synthetische Mischfettsäure, roh, von dunkler Farbe und einer Säurezahl von etwa 310 werden mit 2,3 Teilen eines Mang#inoxydschlammes erhitzt, bis älles Wasser verdampft und alles Mangan in Lösung gegangen ist. Man erhält 52 Teile Ausbeute eines festen Trockenstoffes mit etwa 8 % Mangan.
  • Eine Lösung von 4o Teilen dieses Mangantrockenstoffes in 6o Teilen Sangajol und 6 Teilen wasserfreien Alkohols ist dünnflüssig, klar und lagerbeständig.
  • Beispiel 3 5o Teile synthetische Mischfettsäure von Beispiel 2 werden mit 39 Teilen Natronlauge von 37' B6 neutralisiert und die Seife heiß mit 6o Teilen Manganchloridlösung von 35' B6 ausgefällt. Nach Waschen mit Wasser wird der ausgefällte Mangantrockenstoff- mit etwa 6o Teilen Leinölsäure entwässert und verschmolzen. Man -erhält etka iio Teile - Ausbeute eines dickt flüssigen Trockenstoffes mit 7,5 % Mangan.
  • Seine Lösung mi Sangajol ist klar und gut lagefbeständig.
  • Beispiel 4 18 Teile Leinölsäure, - 5 Teile synthetische Mischfettsäure von Beispiel 2 und 3 Teile Leinöl werden mit 2"8 Teilen Kobaltoxydulhydrat erhitzt, bis eine klare Lösuiig entstanden ist. Man erhält 27 Teile Ausbeute eines klaren dickflüssigen Trockenstoffes mit etwa 6 0/,) Kobalt.
  • Er bildet leicht herstellbare 'und beständige Lösungen in Sanga:i ol. B'eisPiel 5 3o Teile synthetische Mischfettsäure, aus dem rohen Material durch Destillation gereini&t, von heller Farbe und einer Säurezahl von'etwa 32o und 7o Teile Naphthensäure (S. Z. 277) werden mit 75 Teilen Natronlauge von 36' B6 verseift und mit BleiaC-etat quantitativ gefällt. Nach Auswaschen des Fällungsproduktes wird dasselbe nnt 3 Teilen Sojaölfettsäure durch Schmelzen entwässert. Man erhält i5o Teile Ausbeute eines dickpastösen, blanken Trockenstoffes mit etwa 3'-2"/, Blei.
  • Seine Lösung 40: 6o in Sangajol ist sehr klar, hell -und lagerbeständig. Beispiel 6 83 Teile synthetische Mischfettsäure desti17 liert, hell, flüssig, Säurezahl 340, werden mit 6o Teilen technischer Lauge von 36' B6 verseift und in der Hitze mit einer wäßrigen Lösung von 68 Teilen Kobaltsulfat ausgefällt. Nach Waschen mit Wasser wird vorsichtig verschmolzen. Man erhält etwa 8o Teile Ausbeute eines zähflüssigen klaren Kobalttrockenstoffes mit etwa 14 04 Kobalt.
  • Eine Lösung von 2o Teilen dieses Kobalttrockenstoffes in 40 Teilen Solventnaphta und 5 Teilen wasserfreien- Alkohols ist flüssig und unverändert beständig wie auch eine solche von beispielsweise 2o Teilen Kobalttrockenstoff in io Teilen Leinölfettsäure, 2o Teilen Sangajol und io Teilen wasserfreien Alkohols.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung der bei der Erzeugung von künstlichem Benzin nach dem Verfahren von Fischer - Tropsch (Kohlenoxydhydrierung) anfallenden synthetisthen Säuregemische oder von deren Fraktionen, gegebenenfalls nach Zusatz von Harzen, Ölen, Fettsäuren oder Resinaten, Oleaten, Linoleaten, Naphthenaten, zur Herstellung von wasserunlöslichen Trockenstoffen.
DE1937W0101481 1937-07-09 1937-07-09 Herstellung von Trockenstoffen Expired DE698654C (de)

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DE (1) DE698654C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1004750B (de) * 1954-02-15 1957-03-21 Dr Hans P Kaufmann Trockenstoffe
DE1138877B (de) * 1957-10-17 1962-10-31 Exxon Research Engineering Co Trockenstoffe enthaltende Lacke und Lackfarben sowie Firnisse auf Basis trocknender OEle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1004750B (de) * 1954-02-15 1957-03-21 Dr Hans P Kaufmann Trockenstoffe
DE1138877B (de) * 1957-10-17 1962-10-31 Exxon Research Engineering Co Trockenstoffe enthaltende Lacke und Lackfarben sowie Firnisse auf Basis trocknender OEle

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