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Die
Erfindung betrifft eine Tastenkopfplatte und ein Verfahren zu deren
Herstellung.
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Gewöhnlich werden
einige elektronische Geräte
in einer Umgebung eingesetzt, in der eindringender Staub und/oder
Feuchtigkeit vorhanden sind. Dementsprechend wird an Drucktastenschalter,
die für
diese elektronischen Geräte
als eine Betätigungskomponente
dienen sollen, die Anforderung gestellt, dass sie über eine
Konstruktion verfügen,
die ein Eindringen von Staub oder Feuchtigkeit zu den Kontaktflächen der
Schalter ausschließt,
d. h. sie müssen staubdicht,
gegen Feuchtigkeit geschützt
oder wasserdicht konstruiert sein.
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Um
den oben erwähnten
Anforderungen zu entsprechen, wurde eine Drucktastenschalterplatte mit
einem Aufbau vorgeschlagen, wie er in 12 gezeigt
ist. Die Drucktastenschalterplatte umfasst eine oberhalb eines Schaltersubstrats 71 angeordnete
Tastenkopfplatte 85, die keine durchgehenden Löcher aufweist,
und ein Gehäuse 95,
das auf der Tastenkopfplatte 85 angeordnet ist. Die Tastenkopfplatte 85 ist
entlang ihres gesamten Umfangs C mit der Unterseite des Gehäuses 95 verbunden.
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Die
Tastenkopfplatte 85 umfasst einen Kunstharzfilm 87 aus
Polyethylenterephthalat (das im folgenden mit "PET" bezeichnet
wird) und eine Vielzahl von Kunstharzteilen 88, die an
den Kunstharzfilm 87 an dessen vorgegebenen Positionen
geformt sind, wodurch eine Vielzahl von Tastenköpfen 89 gebildet wird.
Eine Vielzahl von Schalterkontakten 73 ist auf dem Schaltersubstrat 71 an
Positionen angeordnet, die den entsprechenden Tastenköpfen 89 gegenüberliegen. Über jedem
der Schalterkontakte 73 ist eine Klickplatte 75 angeordnet.
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Wenn
ein beliebiger der Tastenköpfe 89 niedergedrückt wird,
wird die Tastenkopfplatte 85 gebogen, so dass ein Senken
des gedrückten
Tastenkopfs 89 möglich
ist. Hierdurch wird die entsprechende Klickplatte 75 nieder gedrückt und
in eine entgegengesetzte Konfiguration verformt. Gleichzeitig wird
der entsprechende Schalterkontakt 73 eingeschaltet.
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Dank
der oben erwähnten
Konstruktion ist es möglich,
zu verhindern, dass Wassertropfen, Schmutz oder Staubpartikel, die
auf das Gehäuse 95 und/oder
die Tastenkopfplatte 85 gelangt sind, zu dem Substrat 71 vordringen.
Auf diese Weise lässt sich
erreichen, dass die Schalterplatte die Eigenschaften wasserdicht
und/oder staubdicht aufweist.
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Es
ist jedoch zu beachten, dass der Kunstharzfilm 87 zwar
elastisch ist und sich ohne weiteres verformen lässt, aber praktisch keine Dehnbarkeit aufweist.
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Dementsprechend
ist es im Falle des in 12 gezeigten
Beispiels aus dem Stand der Technik schwierig, den Kunstharzfilm 87 zu
verformen oder zu biegen, wenn einer der Tastenköpfe 89 gedrückt wird,
um über
seine Hubtiefe gesenkt zu werden, da der Kunstharzfilm 87 entlang
seines Umfangs C an dem Gehäuse 95 befestigt
ist. Daraus ergibt sich das Problem, dass sich die Tastenköpfe schwer
niederdrücken
lassen. Dieses Problem macht sich in dem Maße verstärkt bemerkbar, wie die Tastenköpfe insbesondere
im Zuge der Miniaturisierung von elektronischen Geräten immer
kleiner gestaltet werden.
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Um
das oben erwähnte
Problem zu lösen, wurde
eine Tastenkopfplatte 85-2 mit einer wie in 13 gezeigten Konstruktion
vorgeschlagen.
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Die
Tastenkopfplatte 85-2 umfasst eine Folie 87-2 und
Tastenköpfe 89-2.
Die Folie 87-2 und die Tastenköpfe 89-2 sind einstückig aus
Siliconkautschuk geformt. Die auf diese Weise konstruierte Tastenkopfplatte 85-2 erlaubt
es, die Tastenköpfe 89-2 auch
dann mit Leichtigkeit zu drücken,
wenn die Tastenkopfplatte 85-2 längs deren gesamten Umfangs befestigt
ist, da sich Siliconkautschuk ohne Weiteres dehnen lässt.
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Es
ist jedoch zu beachten, dass die oben erwähnte Tastenkopfplatte 85-2 beim
Drücken
eines der Tastenköpfe 89-2 ein
verhältnismäßig weiches taktiles
Gefühl
vermittelt, da die Tastenköpfe
aus Siliconkautschuk bestehen, der von Natur aus elastisch ist.
Ein hartes taktiles Gefühl,
wie es die meisten Benutzer vorziehen und wie es durch Formharz
zu erreichen wäre,
ließ sich
auf diese Weise nicht erzielen.
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Wenn
gewünschte
Markierungen oder Zeichen auf der Oberfläche jedes der Tastenköpfe 89-2 der
Tastenkopfplatte 85-2 aufgedruckt werden sollen, ist ein
solcher Druckvorgang unmittelbar auf der Oberfläche jedes einzelnen der im
Wesentlichen kubisch gestalteten Tastenköpfe 89-2 vorzunehmen. Ein
derartiges Druckverfahren ist im Vergleich zu einem Druck, bei dem
eine Kennzeichnung oder dergleichen unmittelbar auf eine Folie gedruckt
wird, relativ kompliziert und wenig effizient. Außerdem ist
es schwierig Feindruck durchzuführen.
Weiter ist zu bedenken, dass es aufgrund der Flexibilität der Tastenkopfplatte 85 zu
einer Fehlausrichtung zwischen den Tastenköpfen 89-2 und einer
Druckereinrichtung kommen kann, wenn eine Vielzahl von Tastenköpfen 89-2 gleichzeitig
mit einem Aufdruck versehen werden sollen. Daher ist es nicht möglich, eine
Beschriftung oder dergleichen auf einer Reihe von Tastenköpfen 89-2 gleichzeitig
aufzudrucken. Dies reduziert die Effizienz im Druckbetrieb.
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Das
Europäische
Patent
EP 0 616 345 offenbart
eine Tastenkopffolie für
Drucktastenschalter, bei der die Tastenköpfe aus Kunstharz hergestellt
sind, das an einer Folie aus Kunstharzfilm befestigt ist. Die Kunstharzfilmfolie
wird mit einem gekrümmten
Vorsprung geformt, der aus der Folie hervorragt oder mit einer Ausnehmung
geformt, die einen schwenkbaren Abschnitt aufweist.
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Dementsprechend
ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Tastenkopfplatte und ein
Verfahren zur Herstellung einer Tastenkopfplatte zu schaffen, deren
Tastenköpfe
sich auch dann leicht niederdrücken
lassen, wenn der periphere Abschnitt der Tastenkopfplatte fest verankert
ist, die ein hartes taktiles Gefühl
beim Drücken
der Tastenköpfe
vermittelt und ein Bedrucken der Tastenköpfe mit Markierungen oder dergleichen
in effizienter Weise ermöglicht.
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Gemäß einem
ersten Aspekt der Erfindung wird eine Tastenkopfplatte bereitgestellt,
die Tastenköpfe,
die durch einstückiges
Formen eines Formharzes an vorgegebenen Positionen eines Kunstharzfilms
ausgebildet sind, und ein an den Tastenköpfen befestigtes geformtes
Elastomerelement umfasst, und bei der sämtliche oder die meisten der
Abschnitte des geformten Elastomerelements, die die Tastenköpfe umgeben,
nicht von dem Kunstharzfilm bedeckt sind.
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Das
geformte Elastomerelement, auf dem die Tastenköpfe befestigt sind, ist elastisch,
so dass es sich ohne weiteres dehnen lässt. Auf diese Weise lassen
sich die Tastenköpfe
auch dann leicht niederdrücken,
wenn der periphere Abschnitt des geformten Elastomerelements beispielsweise
an einem Gehäuse
befestigt ist, um der Tastenkopfplatte die Eigenschaften wasserdicht
und staubdicht zu verleihen. Die Tastenköpfe sind hart, da sie durch
einstückiges
Formen des Formharzes auf den Kunstharzfilm hergestellt sind. Auf
diese Weise lässt
sich ein hartes taktiles Gefühl
beim Niederdrücken
der Tastenköpfe
erzielen.
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Vorzugsweise
wird der Kunstharzfilm im Voraus mit einer Zahl, einem Symbol oder
einer Symbolmarkierung bedruckt, bevor die Tastenköpfe auf
dem Kunstharzfilm ausgebildet werden.
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Gemäß einem
zweiten Aspekt der Erfindung umfasst ein Verfahren zur Herstellung
der Tastenkopfplatte die Schritte: Formen eines Formharzes an vorgegebenen
Positionen eines Kunstharzfilms, um eine Vielzahl von Tastenköpfen auszubilden;
Befestigen eines geformten Elastomerelements an den Tastenköpfen; und
Entfernen eines Abschnitts des Kunstharzfilms um jeden Tastenkopf
herum; so dass sämtliche
oder die meisten der Abschnitte des geformten Elastomerelements,
die die Tastenköpfe
umgeben, nicht mehr von dem Kunstharzfilm bedeckt sind.
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Vorzugsweise
umfasst das oben erwähnte Verfahren
ferner einen Schritt, bei dem im Voraus ein bedruckter Abschnitt
geschaffen wird, indem der Kunstharzfilm vor dem Schritt des Formens
der Tastenköpfe
bedruckt wird.
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Um
zu einem besseren Verständnis
des Inhalts und der Aufgaben der vorliegenden Erfindung zu gelangen,
sollte die nachfolgende detaillierte Beschreibung in Verbindung
mit den beigefügten
Zeichnungen gelesen werden:
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1(a) und (b) zeigen
eine Tastenkopfplatte 10 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, wobei 1(a) eine
Draufsicht und 1(b) eine
Querschnittsansicht längs
der Schnittlinie A-A in 1(a) darstellt;
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2 zeigt eine vergrößerte Ansicht
des Abschnitts B in 1(b);
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3 veranschaulicht einen
Verfahrensschritt des Verfahrens zum Erzeugen der Tastenkopfplatte 10;
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4 veranschaulicht einen
weiteren Verfahrensschritt des Verfahrens zum Erzeugen der Tastenkopfplatte 10;
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5 veranschaulicht einen
weiteren Verfahrensschritt des Verfahrens zum Erzeugen der Tastenkopfplatte 10;
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6 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Beispiels einer Schalterplatte 50 für Drucktasten
mit einer wasserdichten Konstruktion, bei der die Tastenkopfplatte 10 verwendet
wird;
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7 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Hauptausschnitts einer Tastenkopfplatte 10-2 gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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8 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Hauptausschnitts einer Tastenkopfplatte 10-3 gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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9 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Hauptausschnitts einer Tastenkopfplatte 10-4 gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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10 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Hauptausschnitts einer Tastenkopfplatte 10-5 gemäß einem
fünften
Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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11 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Hauptausschnitts einer Tastenkopfplatte 10-6 gemäß einem
sechsten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
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12 zeigt eine schematische
geschnittene Seitenansicht einer Schalterplatte für Drucktasten nach
dem Stand der Technik; und
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13 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht einer weiteren Tastenkopfplatte 85-2 nach
dem Stand der Technik.
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Einige
Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnungen im Einzelnen
erläutert.
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Erstes Ausführungsbeispiel
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1(a) und (b) zeigen
eine Tastenkopfplatte 10 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung, wobei 1(a) eine
Draufsicht und 1(b) eine
Querschnittsansicht längs
der Schnittlinie A-A in 1(a) darstellt;
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Wie
in 1(a) gezeigt, umfasst
die Tastenkopfplatte 10 eine geformte Elastomerfolie (geformtes
Elastomerelement) 11 in Gestalt einer flachen Platte und
eine Vielzahl von Tastenköpfen 21,
die auf der Oberseite der geformten Elastomerfolie 11 befestigt
sind. In dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel sind insgesamt
zwanzig Tastenköpfe 21 in
fünf (5)
Reihen mal vier (4) Spalten angeordnet. Jede Komponente der diesem
Ausführungsbeispiel
entsprechenden Tastenkopfplatte 10 wird im Einzelnen im
folgenden erläutert.
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In 1(a) weist die geformte
Elastomerfolie 11 die Gestalt einer im Wesentlichen rechteckigen flachen
Platte auf und ist so geformt, dass sie keine durchgehenden Löcher aufweist.
Ein Druckvorsprung 13 ist an der Unterseite der geformten
Elastomerfolie 11 in einem Bereich unterhalb jedes Tastenkopfs 21 ausgebildet.
Jeder Druckvorsprung 13 ist zentrisch in jenem Abschnitt
angeordnet und erstreckt sich nach unten.
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Zu
beachten ist, dass die geformte Elastomerfolie 11 aus einem
durchsichtigen oder lichtdurchlässigen
thermoplastischen elastomeren Material erzeugt wird, beispielsweise
einem auf Polyester basierenden elastomeren Material.
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2 zeigt in einer vergrößerten Ansicht
den in 1(b) mit dem
Bezugszeichen B bezeichneten Abschnitt. Wie in 2 gezeigt, umfasst jeder Tastenkopf 21 einen
Kunstharzfilm 23, der in einer gekrümmten Gestalt ausgebildet ist,
um einen nach oben hin konvexen Abschnitt aufzuweisen, und eine Vielzahl
von Formharzabschnitten 25, die einstückig mit dem Kunstharzfilm 23 auf
dessen Unterseite aufgeformt sind. Der Kunstharzfilm 23 ist
auf seiner Oberseite mit bedruckten Bereichen 27 versehen,
die mit einem (mehreren) gewünschten
Zeichen, Symbol(en) oder Grafik(en) bedruckt sind. Jeder Formharzabschnitt 25 ist über seine
gesamte Unterseite hinweg mit der Oberseite der geformten Elastomerfolie 11 verbunden.
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Der
Kunstharzfilm 23 kann ein durchsichtiger oder lichtdurchlässiger thermoplastischer
Kunstharzfilm, beispielsweise ein durchsichtiger PET-Film sein. Das
Formharz 25 kann aus einem durchsichtigen oder lichtdurchlässigen thermoplastischen
Formharz, wie beispielsweise Polycarbonat (PC), Polymethylmethacrylat
(PMMA), einer PC/PET-Legierung oder dergleichen bestehen.
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Ein
Verfahren zum Erzeugen der Tastenkopfplatte 10 wird im
folgenden erläutert. 3 bis 5 veranschaulichen Verfahrensschritte
des Verfahrens zur Herstellung der Tastenkopfplatte 10.
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Als
Erstes wird ein plattenförmiger
Kunstharzfilm 23, der einen gewünschten bedruckten Bereich 27 auf
seiner Oberseite aufweist, zwischen eine erste Form 30 und
eine zweite Form 35 geklemmt, wie in 3 gezeigt. Die erste Form 30 weist
Aussparungen 32 auf, deren Form jeweils derjenigen der Oberseite
des Tastenkopfs 21 entspricht. Die zweite Form enthält einen
Punktanschnitt 37.
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Ein
Strom von geschmolzenem Formharz wird bei einer hohen Temperatur
(beispielsweise etwa 260 Grad Celsius) unter Druck durch den Punktanschnitt 37 eingespritzt.
Der der Aussparung 31 gegenüberliegende Abschnitt des Kunstharzfilms 23 wird
aufgrund der Wärme
und des Drucks des geschmolzenen Formharzes gedehnt und verformt,
um, wie durch die Pfeilmarkierung in 3 gezeigt,
nach oben angehoben zu werden. Die eingespritzte Formharzmasse kommt
in engen Kontakt mit der Innenfläche
der Aussparung 31 und die Aussparung 31 wird mit
dem Formharz 25 gefüllt
(siehe 2). Anschließend wird
das Formharz 25 abgekühlt
und verfestigt. Zu beachten ist, dass sich das Formharz 25 und
der verformte Kunstharzfilm 23 auf eine unmittelbare und starke
Weise fest miteinander verbinden lassen, ohne dass hierfür irgendein
Klebstoff zwischen diesen erforderlich ist. Das Formharz 25 und
der Kunstharzfilm 23 können
selbstverständlich
mittels eines geeigneten Klebstoffs, der zwischen diese eingebracht
wird, miteinander verbunden werden.
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Anstatt
den Kunstharzfilm 23 mittels der Wärme und dem Druck des durch
den Punktanschnitt 37 eingespritzten, geschmolzenen Formharzes
in eine gekrümmte
Form zu bringen, kann der Kunstharzfilm 23 selbst im Voraus
in einer gewünschten Gestalt
(Vorform) ausgebildet sein. Der auf diese Weise vorgeformte Kunstharzfilm
wird in diesem Falle zwischen die erste und zweite Form 30, 35 geklemmt.
Danach wird die Aussparung 31 des Kunstharzfilms 23 mit
dem geschmolzenen Formharz 25 gefüllt. Das Verfahren des Vorformens
des Kunstharzfilms 23 kann beispielsweise mittels eines
Vakuumformverfahrens oder eines Druckformverfahrens durchgeführt werden,
wobei der Kunstharzfilm 23 zunächst erhitzt wird, um weich
zu werden, anschließend
durch Ausüben
einer externen Kraft (Vakuumdruck oder Druckluft) im weichen Zustand
in eine gewünschte
Gestalt geformt und danach gekühlt
wird, um zu verfestigen, oder es wird ein Vorformverfahren mittels
einer Presse eingesetzt.
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Anschließend wird
die zweite Form 35 abgenommen und eine dritte Form 40,
wie in 4 gezeigt, gegenüberliegend
zu der ersten Form 30 angeordnet. Die dritte Form 40 umfasst
auf der der ersten Form 30 gegenüberliegenden Seite Aussparungen 41 mit
einer Gestalt, die der Unterseite der geformten Elastomerfolie 11 (siehe 2) entspricht, und Punktanschnitte 43.
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Ein
Strom von geschmolzenem elastomerem Material wird durch den Punktanschnitt 43 in
die Aussparung 41 eingespritzt. Hierdurch wird die Aussparung 41 mit
dem geschmolzenen elastomeren Material gefüllt. Das geschmolzene elastomere
Material wird anschließend
verfestigt. Zu beachten ist, dass sich das elastomere Kunstharz
und das Formharz 25 unmittelbar und stark miteinander verbinden
lassen, ohne dass irgendein Klebstoff zwischen diesen erforderlich
ist. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass das elastomere
Kunstharz in der Aussparung 41 und das Formharz 25 selbstverständlich mittels
eines geeigneten Klebstoffs miteinander verbunden werden können. In
diesem Zusammenhang sei festgestellt, dass das elastomere Harz in
der Aussparung 41 und der Kunstharzfilm 23 nicht
(unmittelbar) miteinander verbunden sind.
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Wie
in 5 gezeigt, werden
die erste Form 30 und die dritte Form 40 entfernt.
Anschließend
wird der (mit dem Bezugszeichen "a" bezeichnete) Abschnitt
des Kunstharzfilms 23 um jeden Tastenkopf 21 herum
mittels eines Lasers abgetrennt. In diesem Zusammenhang ist zu beachten,
dass die Dauer und die Energie des Lasers geeignet geregelt wird,
so dass der Kunstharzfilm 23 vollständig durchschnitten wird, während in
die Oberflächenschicht
der geformten Elastomerfolie 11 nur geringfügig (bis
zu einer Tiefe von weniger als etwa der Hälfte der Dicke der geformten
Elastomerfolie 11) geschnitten wird.
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Anschließend werden
sämtliche
Abschnitte des Kunstharzfilms 23, die nicht auf den Tastenköpfen 21 angeordnet
sind, von der geformten Elastomerfolie 11 entfernt, wobei
die Tastenkopfplatte 10 mit einer Konstruktion, wie sie
in 1 und 2 gezeigt ist, vervollständigt wird.
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6 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Beispiels von Schalterplatten 50 mit
einer wasserdichten Konstruktion für Drucktasten, wobei der oben
erwähnte
Tastenkopf 10 verwendet wird. Wie in 6 gezeigt, wird der Tastenkopf 10 längs seines gesamten
oberen peripheren Abschnitts b mittels Ultraschalls an die Unterseite
eines Gehäuses 51 geschweißt.
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Das
Gehäuse 51 ist
an dem Abschnitt, der jeweils einem Tastenkopf 21 gegenüberliegt,
mit einem durchgehenden Loch 53 ausgebildet. Die Oberfläche sämtlicher
Tastenköpfe 21 liegt über das
durchgehende Loch 53 nach Außen hin frei.
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Ein
Schaltersubstrat 55 ist unterhalb der Tastenkopfplatte 10 angeordnet.
Das Schaltersubstrat 55 ist in dem Bereich der jeweils
einem Druckvorsprung 13 gegenüberliegt, mit einer Klickplatte
(oder einem beweglichen Kontakt) 57 versehen. Ein (nicht gezeigter)
Schalterkontakt ist unterhalb jeder Klickplatte 57 des
Schaltersubstrats 55 angeordnet. Das Schaltersubstrat 55 ist
ferner an vorgegebenen Positionen mit Lichtemissionselementen 59 versehen,
die einer Beleuchtung dienen.
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In
dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel
ist die geformte Elastomerfolie 11 nicht mit durchgehenden
Löchern
ausgebildet. Somit ist es möglich,
ein Eindringen von auf dem Gehäuse 51 vorhandenem
Wasser und/oder Staub in das Gehäuse 51 zu
verhindern, indem der periphere Abschnitt der geformten Elastomerfolie 11 einfach
an das Gehäuse 51 geschweißt wird,
wodurch die Eigenschaften wasserdicht und staubdicht erreicht werden.
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Zu
beachten ist, dass die Tastenkopfplatte 10 in ihrem peripheren
Abschnitt mittels eines geeigneten Klebstoffs mit dem Gehäuse 51 verbunden
werden kann. Es ist ebenfalls zu beachten, dass ein (nicht gezeigtes)
Abstandhaltermittel unterhalb der Unterseite des äußeren peripheren
Abschnitts der Tastenkopfplatte 10 angeordnet sein kann,
so dass der äußere periphere
Abschnitt der Tastenkopfplatte 10 in wasserdichter Weise
zwischen das Abstandhaltermittel und das Gehäuse 51 geklemmt werden kann.
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Wenn
einer der Tastenköpfe 21 gedrückt wird,
wird die geformte Elastomerfolie 11 aufgrund ihrer Elastizität und Dehnbarkeit
abgesenkt. Dementsprechend wird eine entsprechende Klickplatte 57 durch
den Druckvorsprung 13 des Tastenkopfs 21 nach
unten gedrückt,
um in eine entgegengesetzte Konfiguration zu gelangen, wodurch der
entsprechende Schalterkontakt eingeschaltet wird.
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In
diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass sich jeder der Tastenköpfe 21 leicht
niederdrücken
lässt,
obwohl die Tastenkopfplatte 10 an ihrem peripheren Abschnitt
an dem Gehäuse 51 befestigt ist,
da die Tastenköpfe 21 auf
der elastischen und dehnbaren geformten Elastomerfolie 11 angeordnet sind.
Dieser Effekt ist auch dann zu erzielen, wenn die Tastenkopfplatte 21 miniaturisiert
wird.
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Zu
beachten ist, dass jeder Tastenkopf 21 hart ist, da er
durch einstückiges
Formen des Kunstharzfilms 23 und des Formharzes 25 konstruiert
ist. Demgemäß lässt sich
ein hartes taktiles Gefühl
für ein
Drücken
der Tastenköpfe 21 erzielen.
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In
dem veranschaulichten Ausführungsbeispiel
ist der bedruckte Bereich 27 auf dem Kunstharzfilm 23 vorge sehen.
Bemerkenswert ist, dass es zu keiner Fehlausrichtung kommt, wenn
der Kunstharzfilm 23 bedruckt wird. Es ist daher möglich, einen großflächig bemessenen
Kunstharzfilm 23 zu verwenden, so dass sich auf einem solchen
bedruckte Bereiche 27 für
eine Vielzahl von Tastenkopfplatten 10 gleichzeitig drucken
lassen. Auf dem auf diese Weise erzeugten großflächigen Kunstharzfilm kann einstückig Formharz
auf gepresst werden. Bemerkenswert ist, dass es während eines
solchen Arbeitsgangs zu keiner Fehlausrichtung kommt. Dieses Verfahren
erlaubt im Vergleich zu dem Verfahren aus dem Stand der Technik,
wie es in 13 gezeigt
ist, bei dem ein Druckvorgang an den einzelnen Tastenköpfen 89-2 auf
der Tastenkopfplatte 85-2 vorgenommen wird, eine problemlose
Massenherstellung der Tastenkopfplatten. Es ist ferner zu beachten,
dass sich der Kunstharzfilm 23 ohne weiteres in Mehrfarbendruck
und/oder in Feindruck bedrucken lässt.
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Wenn
die Lichtemissionselemente 59 eingeschaltet werden, lässt sich
jeder Tastenkopf 21 von seiner Rückseite her durch die durchsichtige
oder lichtdurchlässige
geformte Elastomerfolie 11, das Formharz 25 und
den Kunstharzfilm 23 hindurch beleuchten.
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Zweites Ausführungsbeispiel
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7 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Hauptausschnitts einer Tastenkopfplatte 10-2 gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die Tastenkopfplatte 10-2 unterscheidet
sich von der Tastenkopfplatte 10 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
lediglich darin, dass aus dem mittleren Abschnitt der Unterseite
des Formharzes 25-2, aus dem Tastenkopf 21-2 gebildet
ist, ein Druckvorsprung 13-2 herausragt, und dass der Druckvorsprung 13-2 durch
ein durchgehendes Loch 15-2 in einer geformten Elastomerfolie 11-2 ragt.
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Gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel der
Erfindung kann der Druckvorsprung 13-2, der auf die Klickplatte
(oder bewegliche Kontaktfläche) drückt, ebenfalls
aus dem Formharz 25-2 ausgebildet sein, so dass vorteilhafterweise
ein härteres
taktiles Gefühl
für ein
Drücken
des Tastenkopfs 21-2 erreicht wird.
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In
diesem Ausführungsbeispiel
ist jedes der durchgehenden Löcher 15-2 in
der geformten Elastomerfolie 11-2 durch einen Tastenkopf 21-2 verstopft. Auf
diese Weise lassen sich die Eigenschaften wasserdicht und staubdicht
wie im Falle des ersten Ausführungsbeispiels
erzielen.
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Drittes Ausführungsbeispiel
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8 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Hauptausschnitts einer Tastenkopfplatte 10-3 gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die Tastenkopfplatte 10-3 unterscheidet
sich von der Tastenkopfplatte 10 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
lediglich darin, dass an der Unterseite eines Formharzes 25-3 ein
bedruckter Bereich 27-3 vorgesehen ist. Im Fall dass das
Formharz 25-3 und die geformte Elastomerfolie 11-3 aufgrund
des zwischen diesen vorhandenen bedruckten Bereichs 27-3 unvollkommen
miteinander verbunden sind, kann eine beliebige geeignete Haftschicht
zwischen dem Formharz 25-3 und der geformten Elastomerfolie 11-3 vorgesehen
sein.
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Viertes Ausführungsbeispiel
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9 zeigt eine geschnittene
Seitenansicht eines Hauptausschnitts einer Tastenkopfplatte 10-4 gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die Tastenkopfplatte 10-4 unterscheidet
sich von der Tastenkopfplatte 10-2 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
lediglich darin, dass ein Kunstharzfilm 23-4, der die Tastenköpfe 21-4 bildet,
nicht gekrümmt
ist, sondern an einer Position, die jeweils einem Tastenkopf 21-4 entspricht,
mit einem durchgehenden Loch 29-4 ausgebildet ist, und
dass ein Formharz 25-4 durch das durchgehende Loch hindurch
auf den gegenüberliegenden
Seiten des Kunstharzfilms 23-4 ausgebildet ist. Obwohl
in der Zeichnung nicht gezeigt, ist es bevorzugt, einen bedruckten
Abschnitt auf dem Kunstharzfilm 23-4 vorzusehen.
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Fünftes Ausführungsbeispiel
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10 zeigt eine Draufsicht
auf einen Hauptabschnitt einer Tastenkopfplatte 10-5 gemäß einem
fünften
Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die Tastenkopfplatte 10-5 unterscheidet
sich von der dem ersten Ausführungsbeispiel
entsprechenden Tastenkopfplatte 10 lediglich darin, dass
der Bereich e-5 um jeden Tastenkopf 21-5 eines Kunstharzfilms 23-5 herum
mittels eines Lasers ringförmig
ausgeschnitten ist, und dass der übrige Bereich des Kunstharzfilms 23-5 außer den
Bereichen e-5 mit einer geformten Elastomerfolie mittels Klebstoffen
und dergleichen haftend verbunden ist.
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Diese
Konstruktion ermöglicht
im Vergleich zu dem in 12 gezeigten
Stand der Technik ebenfalls ein leichtes Niederdrücken der
Tastenköpfe 21-5,
und zwar auch dann, wenn der periphere Abschnitt der Tastenkopfplatte 10-5 fest
angebracht ist, da zumindest der Bereich e-5 um jeden Tastenkopf 21-5 herum über Flexibilität verfügt.
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Sechstes Ausführungsbeispiel
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11 zeigt eine Draufsicht
eines Hauptabschnitts einer Tastenkopfplatte 10-6 gemäß einem sechsten
Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Die Tastenkopfplatte 10-6 unterscheidet
sich von der Tastenkopfplatte 10-5 nach dem fünften Ausführungsbeispiel
lediglich darin, dass der Bereich e-6 eines Kunstharzfilms 23-6 um
jeden Tastenkopf 21-6 herum nicht vollständig ringförmig entfernt
ist, um einen schwenkbaren Abschnitt 28-6 übrig zu
lassen, wodurch jeder Tastenkopf 21-6 mit dem ihn umgebenden
Kunstharzfilm 23-6 verbunden ist. In diesem Ausführungsbeispiel
ist der von den Bereichen e-6 abweichende
verbleibende Abschnitt des Kunstharzfilms 23-6 mittels
Klebstoffen und dergleichen haftend mit der geformten Elastomerfolie
verbunden.
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Diese
Konstruktion ermöglicht
im Vergleich zu dem in 12 gezeigten
Stand der Technik ebenfalls ein leichtes Niederdrücken der
Tastenköpfe 21-6,
und zwar auch dann, wenn der periphere Abschnitt der Tastenkopfplatte 10-6 fest
angebracht ist, da zumindest der Bereich e-6 um jeden Tastenkopf 21-6 herum über Flexibilität verfügt.