DE69409596T2 - Vorrichtung zum Zickzackfalten von Bogen - Google Patents

Vorrichtung zum Zickzackfalten von Bogen

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DE69409596T2
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Description

  • Die Effindung betrifft eine Vorrichtung zum Zickzackfalten eines Bogens, mit Faitwalzen, die zwei parallele Faltungsspalte bilden und jeweils abwechselnd in entgegengesetzte Drehrichtungen antreibbar sind, wobei die Faltungsspalte in gewissem Abstand zueinander in einer Faltbahn angeordnet sind, und einer Zufuhreinrichtung zum Zuführen eines zu faltenden Bogens in die Faltbahn zwischen den Faltungsspalten und einer Ablenkeinrichtung zum abwechselnden Ablenken eines zugeführten Bogenteils in die Faltungsspalte, wobei die Fördergeschwindigkeit der Faltwalzen größer oder gleich der Fördergeschwindigkeit der Zufuhreinrichtung ist.
  • Eine Faltvorrichtung dieser Art ist aus dem europäischen Patent EP-B 0 156 326 bekannt. In der dort beschriebenen Faltvorrichtung ist die Fördergeschwindigkeit der Faltwalzen während des Faltvorgangs stets größer als die Fördergeschwindigkeit der Zufuhreinrichtung. Nur wenn die vorauslaufende Kante eines zu faltenden Bogens zum ersten Mal in einem Faltungsspalt eintrifft, wird die Fördergeschwindigkeit der Faltwalzen für eine kurze Zeit auf die Fördergeschwindigkeit der Zufuhreinrichtung verringert.
  • Die schneller fördernden Faltwalzen dienen dazu, einen Bogen straff zu spannen, der in den Biegungen gefaltet werden muß, die der Bogen zwischen der Zufuhreinrichtung und den Faltungsspalten durchlaufen muß, um sicherzustellen, daß der Bogen exakt an vorgegebenen Stellen gefaltet wird.
  • Ein Nachteil dieser bekannten Faltvorrichtung besteht darin, daß leicht ein Schlupf zwischen den übereinanderliegenden Teilen des durch einen Faltungsspalt transportierten Bogens auftreten kann, weil der Reibungskoeffizient zwischen Bogenoberilächen im allgemeinen kleiner ist als der zwischen einer spaltenbildenden Oberfläche und einer Bogenoberiläche. Eine Folge eines solchen Schlupfes ist, daß durch eine Falte verbundene Bogenteile sich relativ zueinander verschieben und beim nachfolgenden Rücklauf im verschobenen Zustand durch den Faltungsspalt laufen, unter Bildung einer unerwünschten zweiten Falte zusätzlich zu einer vorher gebildeten Falte.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine Faltvorrichtung ohne diesen Nachteil zu schaffen. Zu diesem Zweck ist bei einer Faltvorrichtung der im Oberbegriff angegebenen Art erfindungsgemäß eine Steuereinrichtung vorgesehen, die kurz nachdem ein Bogen in einem Faltungsspalt gefaltet worden ist, die Faltwalzen von einer ersten Fördergeschwindigkeit, die größer ist als die Fördergeschwindigkeit der Zufuhreinrichtung, auf eine zweite Fördergeschwindigkeit umschaltet, die gleich der Fördergeschwindigkeit der Zufuhreinrichtung ist, und die zweite Fördergeschwindigkeit bis zum n:chsten Wechsel der Antriebsrichtung der Faltwalzen beibehält.
  • Folglich werden wegen der Abwesenheit von Zugkräften an dem Bogen nach dem Falten keine fehlerhaften Falten im Sinne von Doppelfalten an einer Faltlinie gebildet, während, nachdem eine Falte gebildet worden ist, der Bogen straff gespannt wird, um ein Verknittem des Bogens zu vermeiden, und da der Bogen in der Biegung beim Biegen des Bogens vor der Bildung einer nachfolgenden Falte auf der Biegelinie straff ist, wird verhindert, daß sich der Bogen auf der Biegelinie in der falschen Weise biegt.
  • Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung stellt die Steuereinrichtung die Faltwalzen am Beginn des Faltzyklus auf eine dritte Fördergeschwindigkeit ein, die größer ist als die erste Fördergeschwindigkeit, schaltet diese eingestellte Fördergeschwindigkeit, kurz nachdem die vorauslaufende Kante zum ersten Mal durch einen Faltungsspalt geführt worden ist, auf eine vierte Fördergeschwindigkeit um, die kleiner ist als die dritte aber größer als die zweite Fördergeschwindigkeit, und behält diese vierte Fördergeschwindigkeit bis zum nächsten Wechsel der Antriebsrichtung der Faltwalzen bei.
  • Folglich liegt der zu faltende Bogen vor der Herstellung der ersten Falte straff in der Biegung an, ohne daß starke Zugkräfte über lange Zeitspannen auf den Bogen ausgeübt werden und möglicherweise den Faltprozeß stören.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsform einer Faltvorrichtung gemäß der Erfindung werden die Faltungsspalte durch Walzen gebildet, die direkt an einen Antrieb gekoppelt sind. Durch direkten Antrieb der spaltbildenden Faltwalzen üben beide Faltwalzen bei der ersten Fördergeschwindigkeit der Faltwalzen dieselbe Transportkraft auf den gefalteten Bogen zwischen ihnen aus, um so auch die Gefahr eines Schlupfes an den übereinanderliegenden Bogenteilen bei der ersten Fördergeschwindigkeit zu minimieren.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf eine Anzahl von Zeichnungen erläutert, in denen zeigen:
  • Figur 1 einen Schnitt durch eine Faltvorrichtung gemaß der Erfindung, die in einer Ausgangsstellung für die Durchführung eines Faltzyklus gezeigt ist,
  • Figur 2 die Faltvorrichtung nach Figur 1 in einer Position, in der eine erste Falte hergestellt wird,
  • Figur 3 die Faltvorrichtung nach Figur 1 in einer Position, in der eine zweite Falte hergestellt wird,
  • Figur 4 eine graphische Darstellung der Fördergeschwindigkeit der Faltwalzen während eines Faltzyklus,
  • Figur 5 eine Einzelheit des Antriebs für die Faitwalzen,
  • Figur 6 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Länge eines Bogens und der zu korrigierenden Positionsabweichung der ersten Falte und
  • Figur 7 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen einer eingestellten Faltlänge und der zu korrigierenden Positionsabweichung der ersten Falte.
  • Figuren 1 bis 3 zeigen eine Faltvorrichtung zum Zickzack-Querfalten eines bereits in Längsrichtung zickzackförmig gefalteten Bogens, welche Vorrichtung die Grundgedanken der Vorrichtung verkörpert. Ein in der Längsrichtung gefalteter Bogen wird über einen durch Führungsplatten 1 und 2 gebildeten Zufuhrweg 3 zwei Zufuhrwalzenpaaren 4 und 5 zugeführt, die mit konstanter Geschwindigkeit rotieren. Für einen schlupfreien Transport sind die unteren Zufuhrwalzen 4 und 5 mit einer Wolframcarbidbeschichtung und die damit zusammenwirkenden oberen Zufuhrwalzen mit einer Gummibeschichtung versehen. Die Zufuhrwalzen drücken den zugeführten, bereits in Längsrichtung zickzackförmig gefalteten Bogen an den Faltlinien flach, so daß beim weiteren Transport durch Biegungen in der Faltvorrichtung sichergestellt ist, daß eine minimale Differenz zwischen den Kurvenradien besteht, die von den übereinanderliegenden Bogenteilen durchlaufen werden.
  • Die Zufuhrwalzen leiten den Bogen zwischen den Führungsplatten 1 und 2 weiter an eine trichterförmige Faltidappe 7, die zwei Führungsplatten 8 und 9 aufweist, deren Seiten an Achsstummeln 10 befestigt sind, die in Rahmenplatten (nicht gezeigt) der Faltvorrichtung um eine in der Ebene des Zufuhrweges 3 liegende Drehachse drehbar sind. Auf diese Weise können die Führungsplatten 8 und 9 der Faltklappe 7 zwei Endlagen einnehmen, die in Figur 1 bzw. Figur 2 gezeigt sind. In der einen Endlage, die in Figur 1 gezeigt ist, sind die Führungsplatten auf den Spalt 12 zwischen den Faltwalzen 13 und 14 gerichtet, während sie in der anderen Endlage, die in Figur 2 gezeigt ist, auf den Spalt 15 zwischen Faltwalzen 16 und 17 gerichtet sind. Die Faltungsspalte 12 und 15 liegen in einer Faltbahn 18, die sich in einer Richtung rechtwinklig zu den Zufuhrweg 3 erstreckt. Eine Schutzplatte 19 ist zwischen den Faltwalzen 14 und 17 angeordnet und begrenzt die Faltbahn 18 auf der dem Zufuhrweg 3 entgegengesetzten Seite zwischen den Faltwalzenpaaren 13, 14 und 16, 17. Am Beginn eines Faitzyklus befindet sich die Faltklappe 7 in einer Position, in der die Führungsplatten 8 und 9 auf die Faltwalzen 13 und 14 gerichtet sind, wie in Figur 1 gezeigt ist. In dieser Situation wird die vorauslaufende Kante des Bogens in den Spalt 12 gefördert, die Faltwalzen 13, 14 erfassen diese Kante und fördern sie in die durch Führungsplatten 21 und 22 gebildete Faltbahn 18. Um eine Falte in dem Bögen herzustellen, kehrt eine Steuereinrichtung 24 in die Drehrichtung der Faltwalzen 13, 14 und 16, 17 nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne um, in der die Zufuhrwalzen 4, 5 den Bogen zuführen, und die Achsstummel 10 der Faltklappe werden so gedreht, daß die Führungsplatten 8 und 9 ihre andere Endlage einnehmen und auf den Faltungsspalt 15 zwischen den Faltwalzen 16 und 17 gerichtet sind. In dieser Situation, die in Figur 2 gezeigt ist, bildet sich in dem Bogen aufgrund der kontinuierlichen Zufuhr von Bogenmaterial durch die Zufuhrwalzen 4 und 5 und des Zurücktransports des vorauslaufenden Teils des Bogens durch die Faitwalzen 13, 14 in dem von den Faltwalzen 13, 14 und 16, 17 eingeschlossenen Raum eine Schleife, die schnell an Größe zunimmt. Wenn diese Schleife eine bestimmte Größe erreicht, erreicht sie den Spalt 15 zwischen den Faltwalzen 16, 17 und wird von den letzteren erfaßt, und infolge des unter diesen Bedingungen von den Faltwalzen ausgeübten Druckes wird der Bogen gefaltet und zwischen Führungsplatten 23 gefördert, bis die Steuereinrichtung 24 nach Ablauf einer vorgegebenen Zeitspanne, in der die Faltwalzen 13, 14 und 16, 17 in der durch Pfeile in Figur 2 angegebenen Richtung rotieren, die Drehrichtung der Faitwalzen wieder umkehrt, und die Führungsplatten 8 und 9 der Faitklappe 7 werden in ihre andere Endlage bewegt. In dieser Situation, die in Figur 3 gezeigt ist, wird in dem Bogenmaterial wieder eine Falte gebildet und erreicht den Raum zwischen den Faltwalzen 13, 14, und der Bogen wird somit nochmals gefaltet. Der zickzackförmig gefaltete Bogen wird dann durch die Faltwalzen aus der Faltvorrichtung heraustransportiert.
  • Nach dieser Beschreibung der allgemeinen Wirkungsweise der in Figuren 1 bis 3 gezeigten Faltvorrichtung soll die Bildung der Schleife in dem Bogen und der weitere Bewegungszyklus während des Faltvorgangs unter Bezugnahme auf Figur 4 näher erläutert werden, die die erfindungsgemäße Fördergeschwindigkeits-Kurve der Faltwalzen 13, 14 und 16, 17 während des Faltprozesses in Beziehung zu dem Weg zeigt, über den die mit konstanter Geschwindigkeit rotierenden Zufuhrwalzen 4 und 5 einen zu faltenden Bogen transportieren. Ein zu faltender Bogen wird von den Zufuhrwalzen 4 und 5 mit einer konstanten Geschwindigkeit von 20 m/min zugeführt.
  • Am Beginn eines Faltzyklus werden die Faltwalzen auf eine Geschwindigkeit von 24 m/min gebracht. Die Geschwindigkeitsänderung der Faltwalzen, mit einer konstanten Beschleunigung/Verzögerung, ist so gewählt, daß der Förderweg der Walzen für eine Geschwindigkeitsänderung von null auf 20 m/min 0,0125 m beträgt.
  • Der zu faltende Bogen wird zunächst von den Zufuhrwalzen 4 und 5 zu dem Spalt 12 zwischen den Faltwalzen 13, 14 transportiert, wobei der Bogen durch die Zufuhrwalzen 4 und 5 in die größtmögliche Biegung gedrückt wird, die in Figur 1 mit a bezeichnet ist, in welcher Biegung die Außenseite des Bogens gegen die Führungsplatte 8 angedrückt wird.
  • Nachdem der Bogen von den Faltwalzen 13, 14 erfaßt worden ist, die mit einer Geschwindigkeit von 24 m/min (=120% der Fördergeschwindigkeit der Zufuhrwalzen) rotieren, wird der vordere Teil des Bogens von den Faltwalzen 13, 14 mit einer Geschwindigkeit von 24 m/min transportiert, während der hintere Teil von den Zufuhrwalzen 4, 5 mit einer Geschwindigkeit von 20 m/min transportiert wird. Unter diesen Bedingungen wird der Bogen in der Biegung schnell straff gegen die Führungsplatte 9 und die Faitwalze 13 gespannt, wie in Figur 1 mit b bezeichnet ist.
  • Nach dem Straffungsvorgang, bei dem der Bogen in einem solchen Ausmaß durch den Faltungsspalt 12 transportiert wird, daß er noch um weitere 140 mm transportiert werden muß, bevor die Fördergeschwindigkeit umgekehrt wird, um eine erste Falte zu bilden, wird die Fördergeschwindigkeit der Faltwalzen auf 22 m/min reduziert, bei welcher Geschwindigkeit der Bogen im straffen Zustand und ohne irgendwelchen nennenswerten Schlupf transportiert wird, bis zu der Zeit, zu der die Steuereinrichtung 24, um die erste Falte zu bilden, die Drehrichtung der Faltwalzen umkehrt und die Faltklappe 7 ihre Bewegung in die andere Endlage beginnt. Am Beginn dieser Bewegung drücken die Führungsplatte 9 und die Faltwalze 13 gegen den Bogen. Dies verhindert, daß sich der Bogen aufgrund der von den Zufuhrwalzen 4, 5 und den Faltwalzen 13, 14 auf den Bogen ausgeübten Biegekräfte in Richtung der Führungsplatte 9 biegt. Die Faltklappe 7 liegt mit ihrer Führungsplatte 9 auch bei der Schleifenbildung leicht an und bestimmt so die Geradheit der Falte, die danach allmählich in der Schleife gebildet wird. Die wachsende Schleife in dem Bogen erreicht den Faltungsspalt 15, nachdem die Zufuhrwalzen 4, 5 70 mm Bogenmaterial zugeführt haben, bei einem gegebenen Abstand von 90 mm zwischen den Faltungsspalten 12 und 15. Bei der Zufuhr der ersten 25 mm werden die Faltwalzen 13, 14 über eine Distanz von 12,5 mm unter Bildung einer Schleife von 12,5 mm verzögert, und bei der Zufuhr der nächsten 25 mm werden die Faltwalzen 13, 14 über eine Distanz von 12,5 mm bei Vergrößerung der Schleife auf 50 mm beschleunigt, während sich die Faltwalzen bei der Zufuhr der letzten 20 mm mit einer konstanten Geschwindigkeit bewegen, wobei die Schleife auf 90 mm vergrößert wird. In der in Figur 2 mit c bezeichneten Position wird der Bogen von den Faltwalzen 16, 17 erfaßt, die nun mit 22 m/min (=110% der Fördergeschwindigkeit der Zufuhrwalzen) rotieren. Infolge dieser im Vergleich zur Zufuhrgeschwindigkeit höheren Fördergeschwindigkeit wird der in dem Faltungsspalt 15 gefaltete Bogen straff gegen die Führungsplatte 8 gezogen, während die Falte durch den Faltungsspalt 15 läuft, so daß kurz danach die erste Falte des Bogens die mit d bezeichnete Position erreicht, in der der Bogen mit der kleinstmöglichen Biegung an der Führungsplatte 8 anliegt. Nach dem Straffziehen, das nach Ablauf einer Zeitspanne abgeschlossen ist, in der die Faltwalzen 16, 17 die Falte 60 mm durch den Faltungsspalt 15 tranportiert haben, wird die Fördergeschwindigkeit der Faitwalzen auf dieselbe Fördergeschwindigkeit wie die der Zufuhrwalzen 4, 5 gebracht und für den Rest der Periode, während der sich der gefaltete Bogen in der in Figur 2 gezeigten Förderrichtung bewegt, auf diesem Wert gehalten. Hierdurch wird verhindert, daß die von der Faltwalze 17 auf den gefalteten Bogen ausgeübte Transportkraft eine Zugkraft auf den gefalteten Bogen ausübt, die den von den Faltwalzen 13, 14 freigegebenen losen Teil des Bogens relativ zu dem anderen Teil des Bogens verschieben könnte, der noch durch die Zufuhrwalzen 4, 5 gehalten wird, auf den die Faltwalze 16 eine Transportkraft ausübt.
  • Da der Bogen durch die Faltwalzen 16, 17 direkt nach dem Falten straffgezogen wird, verhindert dies ein etwaiges Ausbiegen des Bogens, das flachgedrückte Knitter im Faltungsspalt verursachen würde.
  • Zur Herstellung einer zweiten Falte in dem Faltungsspalt 12 wird dasselbe Geschwindigkeitsprofil wie bei der Herstellung der ersten Falte durchlaufen, wie in Figur 3 gezeigt ist, in der der Bogen aus der Position e in die Position f gelangt. Wenn die zweite Falte hergestellt wird, wird somit dieselbe Qualität wie bei der Herstellung der ersten Falte erreicht.
  • Figur 4 ist eine Grafik, die die Fördergeschwindigkeit der Faltwalzen zeigt, wobei die Bezugszeichen 25 und 26 die Faltungsstellen angeben. Die Fördergeschwindigkeit der Faltwalzen wird nach einer Zufuhr von 60 mm Bogenlänge nach dem Falten auf die Zufuhrgeschwindigkeit reduziert. Die Eintrittsgeschwindigkeit des vorauslaufenden Teils eines zu faltenden Bogens in die Faltwalzen 13, 14 ist etwa 10% größer als die Eintrittsgeschwindigkeit einer Falte in die Faltwalzen 16, 17, wie in Figur 4 gezeigt ist, d. h. 24 m/min gegenüber 22 m/min Dies gleicht die größere Schleife aus, die der lose vorauslaufende Teil des Bogens vor den Faltwalzen 13, 14 bildet, im Vergleich zu einer Schleife, die in dem Bogen vor der Herstellung einer Falte gebildet wird. Die Durchgangsgeschwindigkeit des vorauslaufenden Teils des Bogens durch die Faltwalzen 13, 14 kann auch auf einem höheren Wert als die Zufuhrgeschwindigkeit verbleiben, um diesen Teil straff zu halten, da der Bogen noch nicht in Querrichtung gefaltet worden ist und somit kein Schlupf zwischen quergefalteten Teilen auftreten kann.
  • Im Antrieb der Faitwalzen ist eine Führungsrolle arn Ende Jeder Faltwalze befestigt, wie in Figur 5 gezeigt ist. Ein endloser Treibriemen 31 bzw. 32 ist mäanderförmig um die Führungsrollen 27 bzw. 28 der Faitwalzen 13 und 14 und um die Führungsrollen 29 bzw. 30 der Faitwalzen 16 und 17 herumgeführt. Die Treibriemen laufen auch über eine Antriebsrolle 33 bzw. 34 und eine Führungsrolle 35 bzw. 36, wie in Figur 5 gezeigt ist.
  • Wenn die Antriebsrolle 33 in der angegebenen Richtung angetrieben wird, rotieren die Faitwalzen 13 und 14 in entgegengesetzten Drehrichtungen, so daß ein schlupffreier Transport zum Faltungsspalt 12 erreicht wird. Dasselbe gilt für die Antriebsrolle 34 und die Faltwalzen 16, 17 für den schlupffreien Transport im Faltungsspalt 15. Die Treibriemen 31 und 32 sind Jeweils zu einem gewissen Grad elastisch, damit die Faltwalzen sich am Faltungsspalt voneinander wegbewegen können, um den Durchtritt eines gefalteten Bogens zu ermöglichen, während der Antrieb der einen Faltungsspalt bildenden Faltwalzen aufrechterhalten wird. Dies verhindert, daß eine Faltwalze gebremst wird, wenn ein gefalteter Bogen durch den Faltungsspalt geführt wird (wie es bei einer nicht angetriebenen Faltwalze auftreten könnte, die gegen eine angetriebene Faltwalze angedrückt wird), wobei eine solche Bremsung die übereinanderliegenden Bogenteile auffialten und zu einem Schlupf zwischen ihnen führen könnte. Wenn der zu faltende Bogen dick und damit in der Transportrichtung steif ist, hat die gebildete Schleife einen großen Radius, wenn sie auf die Faltwalzen trifft, und drückt diese auseinander, bevor eine Falte in dem Faltungsspalt gebildet werden kann. Der Antrieb beider Faltwalzen stellt in diesem Fall sicher, daß die Schleife nichtsdestoweniger in den Faltungsspalt eingezogen werden kann. Eine nicht angetriebe Faltwalze würde in diesem Fall gebremst und damit die Schleife auf der nicht angetriebenen Seite zurückhalten.
  • Damit ein schlupifreier Transport im Faltungsspalt 12 und Im Faltungsspalt 15 gewährleistet ist, muß der Druck im Faltungsspalt hoch genug sein. Um weiter zu verhindern, daß der Bogen reißt, wenn eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Faltwalzen 13, 14 bzw. 16, 17 und den Zufuhrwalzen 4, 5 vorhanden ist und ein Bogen dazwischen straff gezogen wird, ist der Spaltdruck zwischen den Zufuhrwalzen soviel Meiner als der Faltungsspalt-Druck, daß der Bogen in bezug auf die mit konstanter Geschwindigkeit angetriebenen Zufuhrwalzen 4, 5 durchrutschen kann. Bei Schlupf im Zufuhrspalt während des Transports der vorauslaufenden Kante des Bogens vom Zufuhrspalt zum Faltungsspalt und der Bildung einer Querfalte nach Ablauf einer vorgegebenen festen Periode&sub1; in der die mit konstanter Geschwindigkeit angetriebenen Zufuhrwalzen 4, 5 den Bogen zuführen, entsteht die erste Querfalte an einer anderen Stelle. Je größer der Schlupf ist, desto später trifft die vorauslaufende Kante des Bogens am Faltungsspalt ein, wodurch die erste Querfalte näher an der vorauslaufenden Kante des Bogens gebildet wird, so daß sich eine kürzere Faltungslänge ergibt. Ein bereits zickzackförmig in Längsrichtung gefalteter und in den Zufuhrweg 3 zugeführter Bogen, der, in Zufuhrrichtung gesehen, lang ist und dann üblicherweise auch ein dickeres zickzackförmig gefaltetes Paket bildet, erfährt im Zufuhrweg 3 größeren Widerstand als ein kürzerer Bogen und weist somit größeren Schlupf auf. Die Beziehung zwischen der Länge L des Bogens und der dadurch verursachten Abweichung d ist linear, wie in Figur 6 durch die Linie 38 angegeben wird.
  • Ein einfacher Korrekturmechanismus für diese Abweichung besteht darin, daß der Zeitpunkt der Faltung, welcher Zeitpunkt aus der Antriebsdauer der Zufuhrwalzen abgeleitet wird, für einen definierten langen Bogen in der Miie eines Längenbereiches 39 (zum Beispiel einen Bogen mit einer Länge von 841 mm) so festgelegt wird, daß die Abweichung 0 wird, und daß der Zeitpunkt der Faltung für die anschließenden Längenbereiche 40 und 41 unterhalb des Bereiches 39 so angepaßt wird, daß die Abweichung in der Mitte der Zonen 40 und 41 0 wird, wie in Figur 6 mit gestrichelten Liniensegmenten 42 und 43 gezeigt ist.
  • Durch Unterscheidung von Längenbereichen 39-41 mit einer wesentlich größeren Anzahl von Liniensegmenten erhält man mehr Liniensegmente als die beiden Liniesegmente 42 und 43, so daß diese Liniensegmente alle nahezu mit der X-Achse zusammenfallen.
  • Neben der oben beschriebenen Beziehung zwischen der Länge L eines Bogens und der Abweichung d eines eingestellten Abstands zwischen der Bogenkante und der Falte (der Faltlänge V) ist, ebenfalls durch Schlupf hervorgerufen, die realisierte Faltlänge auch von dem Bereich abhängig, in dem die eingestellte Faltlänge liegt.
  • Wenn die Faltlänge auf einen größeren Wert eingestellt ist, ist die anfängliche che Periode mit der größten Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Faltwalzen (24 m/min) und Zufuhrwalzen (20 m/min) länger, wodurch mehr Schlupf auftritt, so daß die Faitwalzen einen Bogen durch die Spalte zwischen den sich langsamer bewegenden Zufuhrwalzen ziehen, so daß die erste Falte zu spät gebildet wird. Auf diese Weise ergibt sich eine größere Faltlänge V als eingestellt wurde. Auch die Beziehung zwischen der eingestellten Faltlänge und der dadurch verursachten Abweichung d ist linear, wie in Figur 7 durch die Linie 44 angegeben wird. Ein Korrekturmechanismus besteht darin, den Zeitpunkt der Faltung, welcher Zeitpunkt aus der Antriebsdauer der Zufuhrwalzen abgeleitet ist, für einen Bogen mit bestimmter Länge (zum Beispiel 841 mm) und einer bestimmten Faltlänge (zum Beispiel 297 mm) so festzulegen, daß die Abweichung d 0 wird, und für andere Faltlängen den Zeitpunkt der Faltung so festzulegen, daß für andere eingestellte Faltlängen der Zeitpunkt der Faltung nach vom oder hinten verlegt ist, so daß die Abweichung bei Jeder eingestellten Faltlänge 0 wird und die Linie 44 dann gleichsam gedreht wird und mit der X-Achse in Figur 7 zusammenfällt. Die Effindung ist auch bei einer Faltvorrichtung der in EP-B 0 156 326 beschriebenen Art anwendbar, bei der die Ablenkeinrichtung nicht als eine Faltklappe (7) am Übergang zwischen dem Zufuhiweg (3) und der Faltbahn (18) ausgebildet ist, sondern stattdessen als ein in entgegengesetzte Richtungen antreibbares Endlosband, das die Faltwalzen (14 und 17) und die Prallplatte 19 ersetzt.

Claims (7)

1. Faltvorrichtung zum Zickzackfalten eines Bogens, mit Faitwalzen (13, 14; 16, 17), die zwei parallele Faltungsspalte (12, 15) bilden und Jeweils abwechselnd in entgegengesetzten Drehrichtungen antreibbar sind, wobei die Faltungsspalte (12, 15) in gewissem Abstand zueinander in einer Faltbahn (18) angeordnet sind, und einer Zufuhreinrichtung (4, 5) zum Zuführen eines zu faltenden Bogens in die Faltbahn (18) zwischen den Faltungsspalten (12, 15) und einer Ablenkeinrichtung (7, 10) zum abwechselnden Ablenken eines zugeführten Bogenteils zu den Faltungsspalten (12, 15), wobei die Fördergeschwindigkeit der Faltwalzen (13, 14; 16, 17) größer oder gleich der Fördergeschwindigkeit der Zufuhreinrichtung (4, 5) ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine steuereinrichtung (24) vorgesehen ist, die, kurz nachdem ein Bogen in einem Faltungsspalt (15, 12) gefaltet worden ist, die Faltwalzen (13, 14; 16, 17) von einer ersten Fördergeschwindigkeit, die größer ist als die Fördergeschwindigkeit der Zufuhreinrichtung (4, 5), auf eine zweite Fördergeschwindigkeit umschaltet, die gleich der Fördergeschwindigkeit der Zufuhreinrichtung (4, 5) ist, und diese zweite Fördergeschwindigkeit bis zum nächsten Wechsel der Antriebsrichtung der Faltwalzen (13, 14; 16, 17) beibehält.
2. Faltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (24) die Faltwalzen (13, 14; 16, 17) am Beginn des Faltzyklus auf eine dritte Fördergeschwindigkeit einstellt, die größer ist als die erste Fördergeschwindigkeit, diese eingestellte Fördergeschwindigkeit, kurz nachdem die vorauslaufende Kante zum ersten Mal dürch einen Faltungsspalt (12) hindurchgeführt worden ist, auf eine vierte Fördergeschwindigkeit umschaltet, die kleiner ist als die dritte aber größer als die zweite Fördergeschwindigkeit, und diese vierte Fördergeschwindigkeit bis zum nächsten Wechsel der Antriebsrichtung der Faltwalzen (13, 14: 16, 17) beibehält.
3. Faltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die vierte Fördergeschwindigkeit gleich der ersten Fördergeschwindigkeit ist.
4. Faltvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Faltungsspalte (12, 15) durch Walzen (13, 14; 16, 17) gebildet werden, die direkt an einen Antrieb gekoppelt sind.
5. Faltvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Walzen (13, 14; 16, 17), die einen Faltungsspalt bilden, einen endlosen elastischen Treibriemen (31; 32) aufweist, der so um mit den Faltwalzen (13, 14; 16, 17) gekoppelte Führungsrollen (33; 34) geführt ist, daß diese Faltwalzen mit derselben Umfangsgeschwindigkeit in entgegengesetzte Drehrichtungen antreibbar sind.
6. Faltvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (24) Stelimittel zum automatischen Verstellen der eingestellten Prozeßzeit zwischen dem Beginn eines Faltzyklus und einer Anderung der Antriebsrichtung der Faltwalzen (13, 14; 16, 17) in Abhängigkeit von der Länge (L) eines zugeführten Bogens aufweist.
7. Faltvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellmittel die eingestellte Pozeßzeit auch in Abhängigkeit von der eingestellten Faltlänge (V) verstellen, bei der es sich um den Abstand zwischen der vorauslaufenden Kante des Bogens und einer zu bildenden Falte handelt.
DE69409596T 1993-08-27 1994-08-17 Vorrichtung zum Zickzackfalten von Bogen Expired - Lifetime DE69409596T2 (de)

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