DE686906C - Verfahren zur Herstellung gerbend wirkender Stoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gerbend wirkender Stoffe

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DE686906C
DE686906C DE1936I0056354 DEI0056354D DE686906C DE 686906 C DE686906 C DE 686906C DE 1936I0056354 DE1936I0056354 DE 1936I0056354 DE I0056354 D DEI0056354 D DE I0056354D DE 686906 C DE686906 C DE 686906C
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DE
Germany
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weight
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substances
tanning
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Expired
Application number
DE1936I0056354
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English (en)
Inventor
Dr Friedrich-Wilhelm Guthke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung gerbend wirkender Stoffe In der Patentschrift 6363io ist ein Verfahren zur Herstellung gerbend wirkender Kondensationsprodukte durch Umsetzung von Dioxydiphenylsulfonen mit Salzen der schwef -ligen Säure und Formaldehyd oder Formaldehyd abgebenden Stoffen unter erhöhtem Druck: und bei Temperaturen oberhalb ioo' beschrieben. D ,Es wurde nün gefunden, däß -man besonders wertvolle gerbend wirkende Stoffe erhalten kann, wenn man.die nach der genannten Patentschrift -erhältlichen, Kondensationsprodukte mit Stoffen vereinigt, die durchUmsetzung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Ketonen mit Salzen derschwefligen Säure und Formaldehyd oder Formalde-hyd abgebenden Mitteln erhältlich sind. Mit besonderem Vorteil verwendet man zur -Vereinigung mit den nach der Patentschrift 636310 erhältlichen Kondensationsprodukten das durch Umsetzung von ß, ß-Di-(4-OxY-phenyl)-propan mit Sulfiten und Formaldehyd erhältliche Erzeugnis. Die beiden Komponenten können entweder lediglich miteinander vermischt oder in Mischung miteinander zusammen erhitzt werden. Beispielsweise kann die Bildung einer völlig gleichmäßigen- Masse durch Erwärmen- auf Temperaturen bis etwa 95' herbeigeführtwerden. Die Mengenverhältnisse können hierbei Jn beliebigen Grenzen wechseln. Es können z.B. 7o bis 85% der in der Patentschrift 636310 beschriebenen Komponente mit 30 bis i5% der zweiten Komponente vereinigt -werden, oder es kann das Verhältnis 50:50 öd-er 95:5 oder 1.:99 gewählt werden. Die je- weils günstigsten Verhältnisse richten sich nach der Art der Ausgangsstoffe und dem Verwendungszweok. Man kann beide Komponenten für sich getrennt auf den ge--wünschten Säuregrad einstellen und dannvermischen oder erst ihr Gemisch, gegebenenfalls nach dem Erwärmen5 auf den gewünschten Säuregrad bringen.
  • Die so erhaltenen Gerbstoffe zeichnen sich durch sehr gute Löslichkeit, hohe Diffusionsgeschwindigkeit und gutes Durchgerbevermögen aus, das sehr gleichmäßige Durchgerbung bewirkt. Die Gerbstoffe übertreffen, in dieser Beziehung noch die nach dem Verfahren der Patentschrift 63 6 3 1 o erhältlichen. Die Füllwirkung der Gerbstoffe ist ausge-. zeichnet und besser als die der Komponenten. Die Farbe von mineralisch gegerbtem Leder, besonders Chromleder, wird durch sie ser gut aufgehellt. Die Gerbstoffe können schwächer sauer eingestellt werden, als dies im allgemeinen bei synthetischen Gerbstoffen der Fall ist, Und eignen sich daher besonders gut zur Verwendung zusammen mit, vegetabilischenG,erbextrakten. Mit besonderem Vorteil können die Gerbstoffe zur Herstellung lichtechter Oberleder sowie zurn-Cer-hen-vonße Tdlhäuten--verw-e-nd7e-t- #V-7 eYde n.
  • Beispiel -_NZ #U -#GUw#MÜ-titeile Dioxydiphenylsulfon werden in eine Lösung von i2o Gewichtsteilen wasserfreieni Natriumsulfit und x 6o Gewichtsteilen 3o%igem Formaldehyd in 5oo Gewichtsteilen Wasser eingetragen. Das erhaltene Gemisch wird # 6 Stünden -lang auf 15 o' erwärmt und die erhaltene braune Lösung mit i2o Gewichtsteilen 78%iger Schwefelsäure angesäuert und aufgekocht. Das Gemisch wird dann -mit Wasser auf 125o Gewichtsteile aufgefüllt.
  • 228 Gewichtsteile ß, ß-Di-(4-oxyphenyl)-propan werden mit einer Lösung von 252 Gewichtsteilen Natriumsulfit und 2oo Gewichtsteilen 3o%igem Formaldehyd in 75o Gewichtsteilen Wasser mehrere Stunden lang auf dem Wasserbad erwärmt, bis eine Probe beim Ansäuern klar bleibt. Die alkalische -Lösung wird mit 252-Gewichtsteilen 78%iger -Schwefelsäure angesäuert, aufgekocht undmit Wasser auf i 6oo Gewichtsteile ergänzt.
  • 5oo Gewichtsteile des nach Abs. i 'hergestellten Produktes werden mit i7o Gewichtsteilen des nach AbS. 2 erhaltenen Produktes vermischt. Diese Mischung kann als solche verwendet werden, z. B, zur Herstellung von feinem Oberleder, oder audh nachdem sie -durch Zusatz von Ammoniumformiat, Natriumacetat, Natnumglykolat o. dgl. auf einen -pH-Wert von 3 gebracht worden ist. Die beiden Komponenten kZ5nnei# auch in beliebigen anderen Mengenverhältnissen angewandt werden-An Stelle der oben angegebenen, unter Verwendung von ß, ß-Di-(4roxyphenyl)-propan hergestellten Gerbstoffkomponente können in ähnlicher Weise erhältliche Stoffe verwendet werden,- die durch Einwirkung von Sulfiten und Formaldehyd auf Kondensations-.produkte gewonnen werden können, die aus Phenol und Methyläthylketon, Phenol und Acetophenon, Phen31 und Cyclohexan:)n, o-Kresol und Aceton, o-Kresol und Methyläthylketon, o-Kresol und Acetophenon, m-Kresol und Aceton o. dgl. entstehen.
  • Beispiel 2 Die n a ch Abs. i und 2 des Beisp j-els-i hergestelh#en, -nach-mcht-nät-S2h-#7c-filsäure versetzten Lösungen werden im Verhältni#_#-miteinander vermischt--Dae--#C #emi-s#E-wird - ann--nü-t--d#et-dini#vör-handenen Sulfit äquivalenten Menge Schwefelsäure angesäuertund aufgekocht.' Beispiel 3 16o Gewichtsteile Di-(4-OxY-3-methylphenyl) -methylph-enylmethan (erhält.ich durch Kondensation von 2Mol o-Kresol mit iMol Acetophenon) werden zusammen mit einer Lösung von 126Gewilchtsteilen Natriumsulfit in 4oo Gewichtsteäen Wasser und ioo Gewichtsteilen 30%igem Formaldehyd ioStunden lang auf 8b bis go!' erwärmt. Die Lösung wird mit i 15 GewIchtsteilea 7 8 % iger S chwefelsäure angesäuert, aufgekocht und dann mit Wasser auf iooo Gewichtsteile ergänzt.
  • 5oo Ge:wichtsteile dieses Produktes werden mit 5oo Gewichtsteilen der nach Beispiel i Abs. i hergestellten alkalischen- Lösung gemischt. Die Mischung wird Mit 2 1 o Gewichtsteilen 7 8 %iger Schwefelsäure angesäuert, aufgekocht und bis auf xooo Gewichtsteile eingedampft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII: Verfahren zur Herstellung gerbend wirkender Staffe, - dadurch gekennzeichnet, daß man die nach dem Verfahren der Patentschrift 636 3 io erhältlichen gerbend wirkenden Kondensationsprodukte mit Stoffen vereinigt, die durch Umsetzung von Kondensationsprodukt#n aus Phenolen und- Ketonen mit Salzen der schwefligen Säure und Formaldehyd oder Formalde-hyd abgebenden Mitteln,erhältlich sind.
DE1936I0056354 1936-11-13 1936-11-13 Verfahren zur Herstellung gerbend wirkender Stoffe Expired DE686906C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918221C (de) * 1949-07-09 1954-09-20 Henkel & Cie Gmbh Wasch- und Koeperpflegemittel aus loeslichen Erdalkalisalzen kapillaraktiver Stoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE918221C (de) * 1949-07-09 1954-09-20 Henkel & Cie Gmbh Wasch- und Koeperpflegemittel aus loeslichen Erdalkalisalzen kapillaraktiver Stoffe

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