DE684064C - Schaltungsanordnung zur Sicherung des Stromstossempfanges in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Sicherung des Stromstossempfanges in Fernmeldeanlagen, insbesondere FernsprechanlagenInfo
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- DE684064C DE684064C DES118604D DES0118604D DE684064C DE 684064 C DE684064 C DE 684064C DE S118604 D DES118604 D DE S118604D DE S0118604 D DES0118604 D DE S0118604D DE 684064 C DE684064 C DE 684064C
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Description
- Schaltungsanordnung zur Sicherung des Stromstoßempfanges in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zurHerbeiführung von Schaltvorgängen durch über eine Verbindungsleitung verlaufende Stromstöße mittels polarisierter Empfangsrelais in 'Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen.
- Werden Stromstöße, z. B. induktive Gleichstromstöße über einen aus mehreren Leitungsabschnitten bestehenden Verbindungsweg, welcher viele Induktivitäten und Kapazitäten enthält, übertragen, so können die Stromstöße Verzerrungen erfahren, welche ein unrichtiges Arbeiten der Stromstoßempfangsreläis zur Folge haben. Die Verzerrung besteht in der Regel darin, daß an die einzelnen Halbwellen der Stromstöße jeweils eine Halbwelle entgegengesetzter Richtung angehängt ist. Diese Halbwellen können die polarisierten Stromstößempfangsrelais nach einem kurzen Umlegen in die Arbeitsstellung sofort wieder in die Ruhestellung zurücklegen, ohne daß die gewünschten Schaltvorgänge ausgeführt werden. Dies kann erhebliche Betriebsstörungen zur Folge haben.
- Die erfindungsgemäße Anordnung kann auch, wie aus den Fig. 5 a und 5 b ersichtlich, zur Frequenzumwandlung von Wechselstrom dienen. Wird über die Leitung L Wechselstrom einer bestimmten Frequenz, z. B. 5o Hz, auf das polarisierte Empfangsrelais P gegeben, so wird durch eine entsprechende Halbwelle des ankommenden Wechselstromes, beispielsweise die positive Halbwelle, der Kontakt p des Empfangsrelais umgelegt. Dieser Kontakt bleibt. auch noch während der nachfolgenden negativen Halbwelle umgelegt, da diese durch den auf das Empfangsrelais zurückwirkenden zusätzlichen Stromstoß zufolge dessen Phasenverschiebung und entgegengesetzter Richtung aufgehoben wird. Infolge der Polarisierung des Empfangsrelais bleibt Kontakt p auch noch während der nächsten positiven Halbwelle umgelegt. Erst unter dem Einfuß der zweiten Halbwelle negativer Richtung legt das Empfangsrelais seinen Anker wieder in die Ruhelage zurück. In dieserRuhelage bleibt derAnker wiederum während der folgenden positiven und negativen Halbwelle. Diese Anordnung läßt sich für eine Frequenzverringerung im Verhältnis r : 3 ausnutzen.
- Es ist schon vorgeschlagen worden, durch einen zusätzlichen induktiven Stromstoß eine Verstärkung ankommender Stromstöße herbeizuführen, ohne daß aber hierbei eine Unterdrückung schädlicher Verzerrungshalbwellen bewirkt wird. Die Erfindung erreicht dies nun dadurch, daß die ankommenden Stromstöße über das Stromstoßempfangsrelais Schaltmittel beeinflussen, welche rückwärts auf den Empfangskreis abwechselnd: -Stromstöße solcher Phasenverschiebung und-Richtung übertragen, daß den mit periodisch wechselnder Richtung ankommenden Stromstößen nacheilende Halbwellen entgegengesetzter Richtung ausgeglichen werden.
- Die beigegebenen Fig. i und :2 stellen Aus,-führungsbeispiele der Erfindung dar.
- Die Fsg. 3,a zeigt einen aus einem positiven und negativen Teil bestehenden, induktiv übertragenen Gleichstromstoß in unverzerrter Form, wie er von der Sendestelle in der Regel ausgeht.
- Die Fig. 3 b zeigt die verzerrte Form des ankommenden Stromstoßes. Aus der Figur geht hervor, daß sowohl an den positiven Teil als auch an den negativen Teil des Induktionsstoßes eine (punktiert gezeichnete) Verzerrungshalbwelle entgegengesetzterRichtung angeschlossen ist.
- DieFig:4 zeigt die erfindungsgemäßeKornpensation der Verzerrungshalbwell.en, wie sie durch die Anordnungen gemäß Fg. r und 2 erzielt wird.
- Die Fig. I zeigt eine doppelt gerichtete Verbindungsleitung L, von welcher das polarisierte Stromstoßempfangsrelais P abgezweigt ist. Parallel mit dem polarisierten Empfangsrelais liegt in dem gleichen Abzweig die sekundäre Wicklung II eines Übertragers Ue. Ein ankommender Induktionsstoß positiver Richtung betätigt das polarisierte Empfangsrelais P. Relais P schließt seinen Kontakt p, wodurch ein Stromfiuß in der Wicklung I des Übertragers Ue erzeugt wird. Durch das Schließen dieses Stromkreises wird in der sekundären Wicklung des Übertragers Ue ein Stromstoß induziert, welcher die gleiche Richtung wie der ankommende positiveInduktionsstoß hat; er besitzt aber gegenüber der über die Leitung L ankommenden, infolge Verzerrung auftretenden negativen Halbwelle eine solche Phasenverschiebung, däß dieser Stromstoß aufgehoben wird.
- Kommt über die Leitung L der negative Induktionsstoß an, so wird das polarisierte Empfangsrelais P derart betätigt, daß es seinen Kontakt p öffnet. Das Öffnen des über die Wicklung I des Übertragers Ue verlaufenden Stromkreises induziert in der Wicklung II wiederum einen Stromstoß, diesmal aber von negativer Richtung, der auch eine solche Phasenverschiebung besitzt, daß die dem negativen Induktionsstoß folgende positive Halbwelle kompensiert wird.
- Die Anordnung nach Fi.g. 2 hat grundsätzlich die gleicheWirkungsweise wie Fig. i. An Stelle des Übertragers Ue der Fig. r ist aber hier das polarisierte Empfangsrelais P selbst als Übertrager ausgebildet. Es besitzt zwei Wicklungen II und I, von denen die Wicklung II in Brücke zur Leitung L liegt. Ein ankommender positiver Induktionsstoß betätigt das Relais über diese Wicklung, Kontakt p schließt sich und erregt dadurch das Relais A. Relais A schließt seinen Kontakt a und schließt dadurch einen örtlichen Stromkreis für die Wicklung I des polarisierten Relais P. Durch das Schließen dieses Stromkreises wird in der Wicklung II des Relais P ein Stromstoß induziert, welcher die gleiche Richtung wie der ankommende positive und außerdem eine derartige Phasenverschiebung diesem Stromstoß gegenüber besitzt, daß die dem über die Leitung ankommenden positiven Stromstoß folgende negative Verzerrungswelle unwirksam gemacht wird.
- Kommt der negative Induktionsstoß über die Leitung an, so öffnet das Relais P seinen Kontakt p, dadurch fällt Relais A ab; Relais A öffnet seinen Kontakt a und unterbricht den Stromkreis für die Wicklung I. des Relais P. Das Öffnen des letztgenannten Stromkreises induziert in der Wicklung II des Relais P einen Stromstoß negativer Richtung und entsprechender Phasenverschiebung, so daß die positive Verzerrungshalbwelle -dadurch ausgeglichen wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltungsanordnung zur Herbeiführung von Schaltvorgängen durch über eine Verbindungsleitung verlaufende Stromstöße mittels polarisierter Empfangsrelais in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die ankommenden Stromstöße über das Stromstoßempfangsrelais (P) Schaltmittel (p, Ue- (I) in Fig. i A, P (I) in Fig. 2) beeinflussen, welche rückwärts auf den Empfangskreis abwechselnd Stromstöße solcher Phasenverschiebung und Richtung übertragen, daß den mit periodisch wechselnder Richtung ankommenden Stromstößen nacheilende Halbwellen entgegengesetzter Richtung ausgeglichen werden.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das mit umbestimmter Ruhelage arbeitende polarisierte Empfangsrelais (P) bei dem durch aufeinanderfolgende Stromstöße wechselnder Richtung bewirkten Umlegen seines Ankers abwechselnd einen Stromkreis über die Primärwicklung eines Übertragers (Ue I) schließt und öffnet und dadurch in der sekundären Übertragerwicklung (Ue II), welche parallel zum Empfangsrelais liegt, abwechselnd Stromstößevoneinander entgegengesetzter Richtung erzeugt (Abb, r).
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß .das mit unbestimmter Ruhelage arbeitende polarisierte Empfangsrelais (P) bei den durch aufeinanderfolgende Stromstöße wechselnder Richtung bewirkten Umlegen seines Ankers mittels eines Hilfsrelais (A) abwechselnd einen örtlichen Stromkreis für eine Wicklung des Empfangsrelais (P I) schließt und öffnet und dadurch in der im Empfangskreis liegenden Wicklung des Empfangsrelais (P II) Stromstöße entgegengesetzter Richtung induziert (Abb. a). q., Schaltungsanordnung nach Ansrüchen r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei unmittelbar aufeinanderfol,genden Stromstößen periodisch wechselnder Richtung der durch eine erste Halbwelle bestimmter Richtung in eine seiner beiden Ruhestellungen gelegte Anker des polarisierten Empfangsrelais in dieser Lage sowohl während der anschließenden Halbwelle entgegengesetzter Richtung infolge Unterdrückung der Wirkung dieser Halbwelle, als auch während der darauffolg,enden ersten Halbwelle der nächsten Periode gehalten wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES118604D DE684064C (de) | 1933-11-04 | 1933-11-04 | Schaltungsanordnung zur Sicherung des Stromstossempfanges in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE684064C true DE684064C (de) | 1939-11-22 |
Family
ID=7534607
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES118604D Expired DE684064C (de) | 1933-11-04 | 1933-11-04 | Schaltungsanordnung zur Sicherung des Stromstossempfanges in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE684064C (de) |
-
1933
- 1933-11-04 DE DES118604D patent/DE684064C/de not_active Expired
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