DE654573C - Verfahren zur Herstellung von Triarylmethanfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Triarylmethanfarbstoffen

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DE654573C
DE654573C DEI54446D DEI0054446D DE654573C DE 654573 C DE654573 C DE 654573C DE I54446 D DEI54446 D DE I54446D DE I0054446 D DEI0054446 D DE I0054446D DE 654573 C DE654573 C DE 654573C
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DE
Germany
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dyes
acid
parts
violet
leuco
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Expired
Application number
DEI54446D
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English (en)
Inventor
Dr Hans Krzikalla
Dr Carlos Thode
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/22Amino derivatives of triarylmethanes containing OH groups bound to an aryl nucleus and their ethers and esters

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Triarylmethanfarbstoffen Es wurde gefunden, daß man sehr wertvolle Triarylmethanfarbstoffe, die sich in komplexe Metallverbindungen überführen lassen, erhält, wenn man durch die Aldehydgruppe substituierte aromatische o-Oxycarbonsäuren oder deren Kernsubstitutionsprodukte mit sekundären oder tertiären aromatischen Aminen umsetzt und dabei die Komponenten so auswählt, daß der fertige Farbstoff außer der Carboxylgruppe im Salicylsäurerest noch mindestens eine wasserlöslichmachende Gruppe enthält.
  • Für die Umsetzung geeignete, durch die Aldehydgruppe substituierte Salicylsäuren sind beispielsweise z-Oxy-5-aldehydobenzoli-carbonsäure, a-Oxy-3-aIdehydobenzol-z-carbonsäure, ferner deren Alkyl- oder Alkoxykernsubstitutionsprodukte sowie Sulfonsäuren dieser Verbindungen. Die bei der Umsetzung verwendeten sekundären oder tertiären aromatischen Amine können wasserlöslichmachende Gruppen, wie etwa Sulfonsäure-oder Carboxylgruppen, Oxalkyl-oder Oxalkyläthergruppen, enthalten. Die- wass erIöslichmachende Gruppe kann entweder an einen aromatischen Kern oder auch an einen mit der Aminogruppe verbundenen nicht aromatischen Rest gebunden sein. Als -für die Umsetzung geeignete Amine der genannten Art seien beispielsweise genannt Alkylphenyltaurine, Phenyl-o-tolyltaurine, Alkylphenylaminoessigsäuren, ferner Alkylbenzylanilinsulfonsäuren, bei denen die Sulfonsäuregruppe an den Benzylrest gebunden ist.
  • Die Umsetzung der Aldehyde mit den aromatischen Aminen kann man je nach der Art der Ausgangsstoffe in verschiedener Weise vornehmen, beispielsweise durch Erhitzen in schwach saurer wässeriger Lösung oder in einem organischen Lösungsmittel, etwa in alkoholischer Lösung in Gegenwart von Chlorzink, oder durch Erhitzen der Ausgangsstoffe in Schwefelsäure. Die entstandenen Leukoverbindungen kann man in üblicher Weise durch Behandlung mit Oxydationsmitteln, z. B. mit Bleidioxyd, in die Triarylmethanfarbstoffe überführen. Die so hergestellten Farbstoffe kann man gewünschtenfalls nach dem Auffärben auf der Faser in die entsprechenden komplexen Metallverbindungen überführen, wobei man sehr echte, meist rotviolette bis blaugrüne Färbungen erhält. Die in Substanz hergestellten komplexen Metallverbindungen sind im allgemeinen gut löslich und liefern sehr gleichmäßige Färbungen, besonders auf tierischen Fasern, wie Wolle, Seide oder Leder. Sie können auch zum Färben von Papier dienen. In manchen Fällen, besonders wenn die o-Stellungen zu dem Triarylmethankohlenstoffatom frei von Substituenten sind, ist es vorteilhaft, die Oxydation der Leukoverbindung gleichzeitig mit der Chromierung vorzunehmen. Gegebenenfalls kann man die Farbstoffe durch Umsetzung mit Calcium- oder Bariumsalzen in Lacke überführen. Behandelt man die' Farbstoffe mit Phosphor-, Wolfram- odex Molybdänverbindungen, so erhält man hesön= ders lichtechte Farblacke.
  • Beispiel i Eine Mischung von 18 Teilen 2-Oxy-3-methyl-5-aldehydobenzol-i-carbonsäure und 42,8 Teilen ß-(2-Methylphenylamino)-äthansulfonsäure in 25o Teilen Wasser kocht man so lange unter Rückflußkühlung, bis der angewandte Aldehyd verbraucht ist. Nach dem Abkühlen filtriert man die auskristallisierte Leuköbase ab, wäscht und trocknet. Sie ist ein hellgraues Pulver, das leicht in Alkalien und Säuren löslich ist.
  • Die Leukoverhindung kann man leicht auf der Faser durch Nachchromier en zum chromhaltigen Farbstoff oxydieren. Man erhält dabei auf Wolle sehr gleichmäßige, schöne, reine rotviolette Töne, die besonders wasch- und lichtecht sind.
  • Man kann die Oxydation der Leukobase auch in Substanz mit Bleisuperoxyd in saurer wässeriger Lösung vornehmen und den entstandenen Farbstoff durch Kochen mit Chromförmiatlösung in eine Chromkomplexverbindung überführen, die Wolle und Leder in sehr gleichmäßigen rotvioletten Tönen färbt. Beispiel 2 16,6 Teile 2-Oxy-5-aldehydobenzol-i-carbonsäure, 51,4 Teile ß-(N-Butyl-N-phenylamino)-äthansulfonsäure und 15 Teile Chlorzink kocht man in 8o Teilen Äthylalkohol 5 Stunden lang unter Rückflußkühlung, treibt den Alkohol mit Wasserdampf ab und löst die entstandene Leukobase unter Zugabe von Natriumcarbonat auf: Das abgeschiedene Zinkcarbonät filtriert man ab und fällt aus dem Filtrat die Leukobase durch Neutralisieren mit Salzsäure aus. Die Leukobase ist in trockenem Zustand ein hellgrünes Pulver, das sich in Alkalien und Säuren löst. Sie zieht fast farblos auf Wolle und gibt beim N achchromieren klare, echte blauviolette Töne.
  • In gleicher Weise erhält man durch Umsetzung der 2-Oxy-5-aldehydobenzol-i-carbonsäure mit ß-(Benzyl-m-tölyl)-äthansulfönsäure eine Leukobase, die man in Substanz mit Bleidioxyd in saurer Lösung oxydiert. Der so erhaltene Farbstoff färbt Wolle hellgrau. Durch Behandeln mit Chromsalzen erhält man schöne, reine blauviolette Töne von guter Wasch- und Walkechtheit. Die aus dem Farbstoff in Substanz hergestellte Chromverbindung ist in Wasser gut löslich und färbt Wolle, Seide und Leder in blauvioletten Tönen: Setzt man unter den vorstehend beschriebenen Bedingungen 2-Oxy-3-methyl-5-aldehydobenzol - i - carbonsäure mit ß - (N - Äthyl-,N-phenylamino)-äthansulfonsäure um, so erhält man einen Triarylmethanfarbstoff, der, auf Wolle gefärbt, beim Nachchromieren ebenfalls schöne, blauviolette, gut egalisierende Färbungen liefert.
  • Beispiel 3 Eine Mischung von i8 Teilen 2-Oxy-3-metliyl-5-aldehydobenzol-i-carbonsäure und 38;2 Teile N-Äthyl-N-benzylanilinsulfonsäure mit 25o Teilen Wasser kocht man; etwa 2o Stunden lang unter Rückflußkühlung und filtriert nach dem Abkühlen die entstandene Leukoverbindung ab. Sie ist in trockenem Zustand ein hellgrünes Pulver. Durch Behandeln der Leukoverbindungg auf der Faser mit Bichromat erhält man blauviolette Färbungen von guter Wasch- und Walkechtheit.
  • Verwendet man bei sonst gleichen Umsetzungsbedingungen i-N-Butyl-N-phenylämino-propansulfonsäure oder i-N-Oxäthyl-N-phenylaminoessigsäure an Stelle von i '\-Äthyl-N-benzylanilinsulfonsäure, T so, erhält man reine blauviolette bzw. rotviolette, gleichmäßige Färbungen von guter Wasch- und Walkechtheit.
  • Vereinigt man unter den vorstehend beschriebenen Bedingungen 18 Teile 2-Oxy-3-methyl-5-aldehydobenzol-i-carbonsäure mit 53,4 Teilen i-(N-Butyl-N-Phenyl)-aminopropan-2-sulfonsäure, so erhält man eine hellgrüne Leukobase, die auf Wolle zieht. Durch Behandeln mit Bichromat auf der Faser erhält man sehr reine blauviolette Färbungen von guter Licht- und Waschechtheit. Beispiel 4 18 Teile 2-Oxy-3-methyl-5-aldehydobenzoli-carbonsäure, 36,2 Teile N-Dioxäthylaminobenzol und 25o Teile Wasser werden in der in Beispie13 beschriebenen Weise umgesetzt. Die entstandene Leukoverbindung filtriert man nach dem Abkühlen ab, wäscht und trocknet. Sie zieht sehr gleichmäßig auf Wolle und liefert beim Nachchrornieren ein reines Violett. Der Farbstoff läßt sich auch nach dem Metachromver fahren sehr gut anwenden.
  • Verwendet man unter gleichen Umsetzungsbedingungen ein höher oxäthyliertes Anilin, z. B. ein solches, das aus i Mol. Anilin und 4 bis 6 Mol. Äthylenoxyd hergestellt ist, an Stelle von Dioxäthylaminobenzol, so erhält man beim Nächehromieren auf Wolle gleichmäßige, reine blaue Färbungen von guter Wasch- und Walkechtheit Die in Substanz aus dem Farbstoff hergestellte komplexe Chromverbindung kann auch mit Vorteil zum Färben von Spirituslacken verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATLNTANSYRUCFl: Verfahren zur Herstellung von Triarylinethanfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man durch die Aldehydgruppe substituierte aromatische o-Oxycarbonsäuren oder deren Kernsubstitutionsprodukte mit sekundären oder tertiären aromatischen Aminen umsetzt, wobei man die Komponenten so auswählt, daß im Farbstoffmolekül außer der Carboxylgruppe noch mindestens eine wasserlöslichmachende Gruppe enthalten ist, oxydiert und die Triarylmethanfarbstoffe in Substanz oder auf der Faser in ihre komplexen Metallverbindungen überführt.
DEI54446D 1936-03-01 1936-03-01 Verfahren zur Herstellung von Triarylmethanfarbstoffen Expired DE654573C (de)

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