DE906966C - Verfahren zur Herstellung von Chromierungsfarbstoffen der Phthalocyaninreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chromierungsfarbstoffen der Phthalocyaninreihe

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DE906966C
DE906966C DEF7140A DEF0007140A DE906966C DE 906966 C DE906966 C DE 906966C DE F7140 A DEF7140 A DE F7140A DE F0007140 A DEF0007140 A DE F0007140A DE 906966 C DE906966 C DE 906966C
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DE
Germany
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weight
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dyes
acid
chromating
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Expired
Application number
DEF7140A
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English (en)
Inventor
Dr Fritz Baumann
Dr-Ing Berthold Bienert
Dr Willi Burneleit
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Bayer AG
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Bayer AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B47/00Porphines; Azaporphines
    • C09B47/04Phthalocyanines abbreviation: Pc
    • C09B47/08Preparation from other phthalocyanine compounds, e.g. cobaltphthalocyanineamine complex
    • C09B47/24Obtaining compounds having —COOH or —SO3H radicals, or derivatives thereof, directly bound to the phthalocyanine radical
    • C09B47/26Amide radicals

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Chromierungsfarbstoffen der Phthalocyaninreihe . . Es wurde gefunden, daß man Chromierungsfarbstoffe der Phthalocyaninreihe erhält, wenn man Sulfonsäurechloride von Phthalocyaninfarbstoffen, welche mindestens eine Sulfonsäurechloridgruppe in einem Phenylsulfonrest enthalten, mit aromatischen Amino-o-oxycarbonsäuren umsetzt.
  • Die nach diesem Verfahren erhältlichen Farbstoffe lassen sich mit Chromsalzen, z. B. Chromacetat oder auch anderen zur Verlackung dienenden Metallsalzen, in wasserunlösliche Lacke überführen. Erfolgt die Bildung der unlöslichen Lacke auf Faserstoffen, so erhält man reib- und waschechte Färbungen, die nicht nur durch einen klaren, z. B. grünstichigblauen Farbton und eine hervorragende Lichtechtheit gekennzeichnet sind, sondern auch die bisher bekannten Chromierungsfarbstoffe der Phthalocyaninreihe teils in der Reibechtheit, teils in den Naßechtheiten übertreffen. So erhält man beispielsweise mit ihnen im Zeugdruck Färbungen, welche auf Weiß bei einer Wäsche von 8o bis zoo° kaum oder überhaupt nicht mehr ausbluten. Sie sind auch vorzüglich für Mischungen mit gelben Chromierungsfarbstoffen geeignet, wobei man Grüntöne von sehr hoher Klarheit erhält.
  • Die zu ihrer Herstellung benötigten Sulfonsäurechloride können aus den in der Patentschrift 891309 beschriebenen Sulfonsäuren nach bekannten Methoden gewonnen werden. Am einfachsten erhält man sie mit Chlorsulfonsäure, zweckmäßig in Gegenwart von Thionylchlorid, wobei man auch von nichtsulfierten Ausgangsmaterialien ausgehen und die Chlorsulfonsäure als sulfonierendes Mittel wirken kann.
  • Die aromatischen Amino-o-oxycarbonsäurenkönnen als solche oder in Form ihrer Ester angewandt werden. Arbeitet man mit den Estern, so werden die zunächst entstehenden Carbonsäureester nach der Umsetzung mit Alkalilauge verseift. Die Umsetzung der Sulfonsäurechloride kann z. B. beim Arbeiten mit den Amino-o-oxycarbonsäureestern in organischen Lösungsmitteln, z. B. Nitrobenzol, in Gemischen von organischen Lösungsmitteln mit Wasser, z. B. Aceton-Wasser-Gemischen, ganz allgemein aber am einfachsten in wäßrigen Suspensionen in Gegenwart von säurebindenden Mitteln, wie Natriumbicarbonat, erfolgen.
  • Zur Erzielung einer guten Egalität und Reibechtheit empfiehlt es sich, diejenigen Farbstoffe, die in dem Rest der Amino-o-oxycarbonsäure keine Sulfonsäuregruppe enthalten, einer Nachsulfierung am besten mit Chlorsulfonsäure bei Temperaturen von etwa 5o bis iio° zu unterwerfen. Es ist jedoch einfacher, für die Umsetzung mit den Phthalocyaninsulfonsäurechloriden die schon Sulfonsäuregruppen enthaltenden aromatischen Amino-o-oxycarbonsäuren einzusetzen. Als aromatische Amino-o-oxycarbonsäuren seien beispielsweise genannt 2-Oxy-5-aminobenzoesäure, 2-Oxy-5-amino-3-sulfobenzoesäure, 2-Oxy-3-amino-5-sulfobenzoesäure, 2-Oxy-5-(4.'-aminobenzoylamino)-benzoesäure und 2-Oxy-5-amino-4-methylbenzoesäure.
  • Die Erfindung ist nicht auf die Beispiele beschränkt. Beispiel i 5 Gewichtsteile Kupferphthalocyanin aus 2 Mol Diphenylsulfon-3, 4-dicarbonsäureimid und 2 Mol Phthalsäureanhydrid werden in 5o Gewichtsteilen Chlorsulfonsäure gelöst. Hierauf fügt man 3,1 Gewichtsteile Thionylchlorid zu und erhitzt etwa 3 Stunden auf 9o bis 95°. Eine auf Eis gegebene, abfiltrierte und neutral gewaschene Probe des Sulfonsäurechlorids soll einerseits beim Erwärmen mit Diäthylamin das in Wasser unlösliche Sulfodiäthylamid geben, andererseits beim Verseifen mit pyridinhaltigem Wasser leicht in Lösung gehen.
  • Man läßt das Reaktionsgemisch erkalten, gibt es auf Eis und filtriert das ausgefallene Sulfonsäurechlorid ab. Nach dem Auswaschen mit Eiswasser trägt man die neutrale Paste in eine Mischung von 3o Gewichtsteilen Wasser, 3 Gewichtsteilen 2-Oxy-5-amino-3-sulfobenzoesäure und 3,53 Gewichtsteilen Natriumbicarbonat ein. Anschließend rührt man mehrere Stunden bei Zimmertemperatur, bis das Sulfonsäurechlorid mit blauer Farbe in Lösung gegangen ist. Zur Beschleunigung der Reaktion kann man eine geringe Menge Pyridin zusetzen und gegebenenfalls bei höheren Temperaturen, z. B. 7o bis 8o°, arbeiten. Der entstandene Chromierungsfarbstoff wird mit Kochsalz ausgesalzen, abfiltriert, mit Kochsalzlösung nachgewaschen und gegebenenfalls getrocknet. Mit diesem Farbstoff erhält man klare, türkisblaue Drucke auf Baumwolle, die eine gute Waschechtheit besitzen.
  • Beispiel 2 22 Gewichtsteile des Kupferphthalocyanins aus Diphenylsulfon-3, 4-dicarbonsäure werden in 22o Gewichtsteilen Chlorsulfonsäure und 13,5 Gewichtsteilen Thionylchlorid etwa 7 bis 8 Stunden auf 9o bis 95° erhitzt.
  • Die aus dem Reaktionsgemisch gemäß Beispiel i gewonnene neutrale Paste des Sulfonsäurechlörids rührt man in eine Mischung von iio Gewichtsteilen Wasser, 22 Gewichtsteilen 2-Oxy-5-amino-3-sulfobenzoesäure und q:3,5 Gewichtsteilen Natriumbicarbonat ein. Man rührt, bis das Sulfonsäurechiorid in Lösung gegangen ist, erwärmt kurze Zeit auf 8o° und salzt den Farbstoff mit Kochsalz aus. Die weitere Aufarbeitung erfolgt wie im Beispiel i beschrieben. Der Farbstoff gibt auf Baumwolle türkisblaue Drucke, welche sehr gute Naßechtheiten besitzen und auf Weiß nicht mehr ausbluten.
  • Beispiel 3 18 Gewichtsteile rohes Kupferphthalocyanin aus Diphenylsulfon-3, q.-dicarbonsäure-3'-sulfonsäure (= io g Natronsalz ioo°Joig) werden in ioo Gewichtsteile Chlorsulfonsäure mit 4,6 Gewichtsteilen Th.ionylchlorid bei 8o° in etwa 2 Stunden in das Sülfonsäurechlorid und gemäß Beispiel i in die neutrale Paste desselben übergeführt. Letztere wird in ein Gemisch von 33 Gewichtsteilen Wasser, 3,32 Gewichtsteilen 2-Oxy-5-amino-3-sulfobenzoesäure und 6,32 Gewichtsteilen Natriumbicarbonat eingetragen. Nach beendeter Umsetzung wird entsprechend Beispiel i der Farbstoff durch Aussahen gewonnen. Er ist in Wasser löslich und läßt sich mit Chromacetat leicht verlacken.
  • Beispiel q.
  • Man verfährt nach Beispiel 3, rührt aber die neutrale Paste des Sulfonsäurechlorids in ein Gemisch von 76 Gewichtsteilen Wasser, 7,56 Gewichtsteilen 2-Oxy-5-amino-3-sulfobenzoesäure und 8,o8 Gewichtsteilen Natriumbicarbonat ein.
  • Der so hergestellte Farbstoff ergibt im Zeugdruck klare, türkisblaue Drucke von sehr guten Echtheiten. Beispiel 5 Ersetzt man die im Beispiel e beschriebene 2-Oxy-5-amino-3-sulfobenzoesäure durch 24,3 Gewichtsteile 2-Oxy-5-methylamino-3-sulfobenzoesäure, so erhält man einen Chromierungsfarbstoff, dessenAusfärbungen im Zeugdruck noch etwas röter und klarer sind als die des im Beispiel e beschriebenen Farbstoffs.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Chromierungsfarbstoffen der Phthalocyaninreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man Sulfonsäurechloride von Phthalocyaninfarbstoffen, welche mindestens eine Sulfonsäurechloridgruppe in einem Ph,enylsulfonrest enthalten, mit aromatischen Amino-o-oxycarbonsäuren umsetzt und erforderlichenfalls einer Nachsulfierung unterwirft.
DEF7140A 1951-09-12 1951-09-12 Verfahren zur Herstellung von Chromierungsfarbstoffen der Phthalocyaninreihe Expired DE906966C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010946B (de) * 1954-11-02 1957-06-27 Bayer Ag Verfahren zum Faerben bzw. Bedrucken von Fasermaterialien mit Phthalocyaninfarbstoffen
DE1028719B (de) * 1954-09-28 1958-04-24 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Phthalocyaninreihe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1028719B (de) * 1954-09-28 1958-04-24 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Phthalocyaninreihe
DE1010946B (de) * 1954-11-02 1957-06-27 Bayer Ag Verfahren zum Faerben bzw. Bedrucken von Fasermaterialien mit Phthalocyaninfarbstoffen

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