DE650256C - Verfahren zur Herstellung von Staerkesirup - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von StaerkesirupInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13K—SACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
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- C13K1/06—Glucose; Glucose-containing syrups obtained by saccharification of starch or raw materials containing starch
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Stärkesirup Die Herstellung von Stärkesirup erfolgt bisher in der Weise, daß Stärke mit Wasser zu einer Stärkemilch von 2o bis 23° Bd ange-_ rührt und sodann in einem kupfernen Kochgefäß mit Hilfe von Säuren, z. B. Schwefelsäure oder Salzsäure, hydrolysiert wird. In das Kochgefäß gibt man so viel angesäuertes Wasser, daß die am Boden befindliche Dampfschlange gut bedeckt ist. Hierauf wird das Wasser zum Sieden gebracht und die Stärkemilch langsam indem Maße zugegeben, daß das lebhafte Sieden nicht unterbrochen wird, um eine Kleisterbildung zu vermeiden. Wenn die ganze Stärkemilch eingebracht ist, wird das Kochgefäß geschlossen und so lange auf etwa 2 Atm. Druck gebracht, bis .durch die Jodprobe der gewünschte Verzwckerungsgrad festgestellt wird. Der so erhaltene Sirupdünnsaft von etwa 18 bis 2o° Be wird in Bottiche abgedrückt und nach Neutralisation mit Sololösung oder Kreide durch Filterpressen und Knochenkohlefilter 'filtriert und hernach in Vakuumapparaten zu Dicksaft von etwa 28 bis 3o° Be eingedickt. Dieser Dicksaft wird nochmals durch Filterpressen und Knochenkohle filtriert, um dann im FeTtigverdampfer zu Stärkesirup von q.5° B6 eingedampft zu werden.
- Diese Arbeitsweise erfordert nicht nur eine umfangreiche Anlage, sondern es müssen hierbei auch unverhältnismäßig große Wassermengen verdampft werden, so daß die Unkosten ziemlich hoch sind. Man hat daher bereits mehrfach versucht, eine derart starke Verdünnung der Säfte zu vermeiden, ohne d:aß man aber bisher zu einem Erfolge gekommen ist. So ist z. B. vorgeschlagen worden, die Stärke in stark .entwässerter Form, z. B. als zentrifugierte oder auch als getrocknete Handelsstärke, in das Kochgefäß einzubringen. Hierbei ist aber eine gleichmäßige Inversion nicht möglich, da es nicht zu vermeiden ist, daß sich Kleisterstückchen bilden, die dann der ,Säureeinwirkung zu lange Widerstand bieten. Auch mit bereits angesäuerter oder löslich gehachter Stärke ist man nicht zu befriedigenden Ergebnissen gekommen.
- Ferner ist bereits vorgeschlagen worden, konzentrierte Glucoselösungen dadurch zu gewinnen, daß man die bei der Inversion der Stärke mittels verdünnter Säure erhaltenen verdünnten Lösungen wiederholt zur Verzuckerung von weiteren Stärkemengen verwendet. Durrch die wiederholte Benutzung der umgereinigten Säfte werden aber störende Ab- bauprodukte gebildet, und .es kann auch durch die Erhitzung bei höheren Konzentrationen keine gleichmäßige Verzuckerung erreicht werden.
- Es ist nun gefunden worden,- daß eine vollkommen einwandfreie Inversion unter Vereinfachung der bisher :erforderlichen Maßnahmen dadurch gelingt, daß feuchte, zentrifugierte oder trockene Handelsstärke nicht mit -Wasser, sondern mit Sirwpdicksaft angerührt und sodann diese Mischung unter Rühren in der Hitze mit Säure behandelt wird. Zweckmäßigerweise werden hierzu mit i Teil D_ icksaft etwa z Teile Stärke angerührt. Wenn diese Mischung während der
wonnen, der die richtige Zusamrüensefzung bezüglich Dextrin und Dextrose besitzt und auch keine zu wenig abgebaute Stärke, - die ein richtiges Abpressen unmöglich machen würde, enthält. Es ist sogar beobachtet worden, daß die Verzuckerung viel besser als bisher gelingt, anscheinend, weil jedes einzelne Stärkekorn mit einer Saftschicht umgeben ist, so daß eine Verkleisterung und Klumpenbildung ausgeschlossen wird.Inversion und auch während deü@.' tkbe-- handlung dauernd gerührt wird, ein ,einwandfreier Dicksaft von etwa ge- - Es ist zweckmäßig, die Säure so zu verteilen, d.aß 2/3 der mit'Dicksaft angerührten Stärkemilch im Einbringebottich und der Rest dem Ansetnvas.ser im Kochgefäß zugegeben werden. Die Durchführung des Verfahrens erfolgt im übrigen in der üblichen Weise. Wenn die Mischung durch das Kochen den richtigen Dextrosegehalt erreicht hat, wird der Saft in den Neutralisationsbottich abgedrückt und in üblicher greise neutralisiert, worauf dann das Abfiltrieren durch Filterpressen und Knochenkohle erfolgt. Es empfiehlt sich, schon vor dem Filtrieren zu dem Saft etwas aktive Kohle, z. B. o,zo;ö, zuzusetzen. Hierdurch wird ein tadellos entfärbter Saft erhalten, so daß die Knochenkohlefilter nirht mehr stark beansprucht werden. Das Eindicken des Saftes in den Fertigverdampfern erfolgt in üblicher Weise. Die verbrauchten Kohlenfilter werden mit heißem Wasser ausgewaschen; die Waschwässer werden für sich auf 3o° Be eingedampft und zum Anrühren der Stärke benutzt. Die Temperatur des zum Anrühren der Stärke benutzten Saftes wird zweckmäßigerweiseauf g,5° C gehalten. Bei der Herstellung in technischem Umfang braucht nur am ersten Tage nach der früher üblichen Arbeitsweise Dünnsaft bereitet zu werden, der dann zu Dicksaft eingedickt wird, um am nächsten Tage -zum Anrühren der Stärke verwendet zu werden. An den übrigen Tagen kann der zum Anrühren benötigte Dicksaft von der täglichen Ausbeute abgezweigt werden.
- Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den wesentlichen _Vorteil, daß hierdurch das sonst notwendige Filtrieren und Eindämpfen der Dünnsäfte und die hierfür erforderlichen Vorrichtungen überflüssig werden, so daß ohne Änderung der sonst verwendeten Anlagen erhebliche Ersparnisse an Zeit und Arbeit und gleichzeitig erhöhte Ausbeuten und Leistungen erreicht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Stärkesirup, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Dicksaft, der in üblicher Weise durch Eindicken eines gereinigten Dünnsaft-es gewonnen worden ist, zur weiteren Verzuckerung von Stärke benutzt und sodann in üblicher Weise nach Neutralisieren und Filtrieren eindickt. z. Verfahren nach -Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man einen Teil des Dicksaftes nach Verzuckerung der Stärke, aber vor .dem Eindicken abzweigt und erneut 'zur Verzuckerung von Stärke benutzt, so daß. im fortlaufenden Betriebe die sonst notwendige Eindickung der Dünnsäfte überflüssig wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß # man mit i Teil Dicksaft etwa a Teile Stärke anrührt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB173459D DE650256C (de) | 1936-03-21 | 1936-03-21 | Verfahren zur Herstellung von Staerkesirup |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB173459D DE650256C (de) | 1936-03-21 | 1936-03-21 | Verfahren zur Herstellung von Staerkesirup |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE650256C true DE650256C (de) | 1937-09-15 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB173459D Expired DE650256C (de) | 1936-03-21 | 1936-03-21 | Verfahren zur Herstellung von Staerkesirup |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE650256C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE860330C (de) * | 1942-06-08 | 1952-12-18 | W A Scholten S Aardappelmeelfa | Verfahren zur Verarbeitung der bei der Herstellung kristallisierter Glukose anfallenden Mutterlauge |
-
1936
- 1936-03-21 DE DEB173459D patent/DE650256C/de not_active Expired
Cited By (1)
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| DE860330C (de) * | 1942-06-08 | 1952-12-18 | W A Scholten S Aardappelmeelfa | Verfahren zur Verarbeitung der bei der Herstellung kristallisierter Glukose anfallenden Mutterlauge |
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