DE627232C - Verfahren zur Herstellung von Futterhefe aus Rohkartoffeln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Futterhefe aus Rohkartoffeln

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DE627232C
DE627232C DEB154104D DEB0154104D DE627232C DE 627232 C DE627232 C DE 627232C DE B154104 D DEB154104 D DE B154104D DE B0154104 D DEB0154104 D DE B0154104D DE 627232 C DE627232 C DE 627232C
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Germany
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production
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potatoes
yeast
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CARL OETLING DR
MARTHA HEUDTLASS GEB WOHLFROMM
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CARL OETLING DR
MARTHA HEUDTLASS GEB WOHLFROMM
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K10/00Animal feeding-stuffs
    • A23K10/30Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms
    • A23K10/35Animal feeding-stuffs from material of plant origin, e.g. roots, seeds or hay; from material of fungal origin, e.g. mushrooms from potatoes

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Futterhefe aus Rohkartoffeln Bei der Herstellung von Trockenprodukten aus Kartoffeln sind die Schalen ein sehr störender Bestandteil. Stellt man Flocken aus gedämpften Kartoffeln her, so werden. die Schalen sehr oft an der hinteren Glättewalze abgeschieden, um eine Ware von besserem Aussehen zu erhalten. Sollen die Trockenkartoffeln zu menschlicher Nahrung dienen, so müssen die Rohkartoffeln geschält werden. Die Schalenverluste betragen im ersteren Fall -etwa 6 %, das Gewicht der Schälabfälle in letzterem Falle 17 bis 25 0/0.
  • Ebenso störend ist bei der Herstellung von Trockenlartoffehl das Protein; der Hauptgehalt an Protein sitzt unter der Schale und, wenn man in bekannter Weise abpreßt, in dem Fruchtwasser. Gerade die zur menschlichen Nahrung dienenden Speisekartoffeln .sind @eiweiß- und amidreich.
  • Das abgepreßte . Fruchtwasser wurde nach einem älteren Verfahren bereits eingedampft. Nach Versuchen der Erfinder hat sich aber ergeben, daß der Nutzen, der aus der eingedampften Substanz gezogen werden kann, in keinem Verhältnis zu den hohen Amortisationskosten der mehrstufigen Verdampfanlagen steht. Ein Vergleich mit den Verhältnissen der Zuckerindustrie ist hier unzutreffend. Aus diesem Grunde konnte das genannte ältere Verfahren keine praktische Bedeutung gewinnen.
  • In einer. österreichischen Patentschrift wird ferner vorgeschlagen, den Kartoffelpreßsaft mit dem Preßsaft von Zuckerrüben zur Herstellung von Preßhefe@ zu vertuenden. Ein derartiges Verfahren ist jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
  • einer neueren .deutschen -Patentschrift wird im Gegensatz zu der Arbeitsweise, der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, das Eiweiß in der Preßkartoffel dadurch zu erhalten, daß man dem Prellgut Milchsäumreinkulturen zusetzt. Versuche der Erfinder haben ergeben, daß der Eiweißgehalt auf der Trockenwalze zerstört -wird und daß es gerade die Proteine sind, welche die Haltbarkeit der Trockenprodukte stark beeinträchtigen. Diese sind. daher auszuscheiden.
  • Gegenstand des Verfahrens der vorliegenden Erfindung ist die Schafftmg der beiden Nährstoffkomponenten: Eiweiß-Vitamin-Hefe und stärkereiches Kartoffelpreßgut von guter Haltbarkeit, die zusammen nach getrennter Behandlung, vor der Verfütterung vermischt, ein hochwertiges Futtermittel darstellen.
  • Das Verfahren ,gemäß der Erfindung wird wie folgt durchgeführt: Die gewaschenen Kartoffeln werden zunächst geschält, dann durch Reiben ,oder Schnitzeln zerkleinert, darauf teL4veise abgepreßt und das Preßgut in geeignetQr Weise getrocknet. Hierdurch erhält man ein hochwertiges, haltbares, stärkereiches Futtermittel. Der eiweißreiche und rohfaseriieiche Schälabfall in Höhe von 17 bis 25 % der Rohkartoffeln wird mit dem protteinreichert Fruchtwasser in Autoklauen, Perkula- Loren- .o. dgl., geleitet- -und s zum Zweck der Hydrolyse -mit einer Mineralsäure versetzt, um die Um`vandlung i .Zucker unter . An-Wendung von Druck und Wärme zu bewirken. Die- nach der Hydrolyse des Gemisches erhaltene Lösung verarbeitet man dann er findungsgemäß unter starker Belüftung in üblicher Weise auf Futterhefe. .
  • Im nachstehenden wird dag Verfahren der vorliegenden Erfindung durch ein Ausführungsbeispiel noch näher erläutert: von
    1000 kg (= ioö °/o) _ rohen Speisekartoffeln mit
    13 0%o Stärkegehalt werden
    250 kg (- 25 °/o) Schälabfall erhalten.
    750 kg (- 75 0/0) geschälter Kartoffeln weisen
    18,8 1/ä Trockensubstanz auf -= 141 kg
    und 6ogkg Fruchtwasser. Von diesen
    6o9 kg Fruchtwasser werden
    380 kg (= 62,4.)/o) abgepreßt,, so daB
    3701g feuchtes Preßgut übrigbleiben. Dieses-
    besitzt, da das- --Fruchtwasser. 5,5'p_%o
    gelöste Substanz.=-2i kg enthält,
    140 - 2x-- zig kg Trockensubstanz.
    In die Autoklaven gehen also : --
    38o kg abgepreßtes Fruchtwässer -mit -- -
    21 kg Trockensubstanz,-
    25o kg Schälabfall mit q.7 kg = -
    . 3 ---y ".
    g- 68k . .,_
    g
    Dem .erhaltenen Brei werden. etwa - ö, a- bis i, 5 % Mineralsäure . bei etwa. .. i 6o :bis i80° zugesetzt. -. Unter Druck :Cellulose und die Stärke in vergärbaren Zucker verwandelt .und das Eiweiß in Acetalbumin. Die bei der Hydrolyse gewonnene Lösung wird dann unter starker Belüftung in an sich bekannter Weise auf Futterhefe verarbeitet.
  • Durch die Arbeitsweise der vorliegenden "Erfindung wird hei. Verarbeitung -von iooo kg Speisekartoffeln mit 2o8 kg Trockensubstanz die Trockensubstanz -des Schälabfalls= 47 kg und des schwer verwendbaren Preßsaftes =2ikg, zusammen 68 kg oder 33 ojo des Einsatzes m eine hochwertige Nährlösung umgewandelt, .die zur Erzeugung von Wachstumsvitaminen und Eiweiß, die beide im Preßgut fehlen, durch Hefezüchtung dient. Nach VermLchung des Kartoffelpreßgutes mit der Futterhefe erhält man ,ein hochwertiges Futtermittel. Nicht ausgeschlossen ist -jedoch, die erzeugte Hefe auch zu Backzwecken. usw. zu, verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUC,$: VFerfähren äür Herstellung von Futterliefe aus Rohk-artflffelnx-wobei durch Schälen, Zerkleinern und Entwässern die kohlenhydrät- und.eiweißhaltigen Bestandteile getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, dao das Fruchtwasser mit dem Schälabfall zusammen- unter Druck und unter Zusatz von. Säure aufgeschlossen und -die erhaltene .Lösung unter starker Belüftung. in .an sich bekannter Weise auf Futterhefe- verarbeitet wird,
DEB154104D 1932-01-26 1932-01-26 Verfahren zur Herstellung von Futterhefe aus Rohkartoffeln Expired DE627232C (de)

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DE (1) DE627232C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747200C (de) * 1939-03-16 1944-09-13 Dr Carl Oetling Verfahren zur Herstellung von das Pflanzenwachstum foerdernden Mitteln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747200C (de) * 1939-03-16 1944-09-13 Dr Carl Oetling Verfahren zur Herstellung von das Pflanzenwachstum foerdernden Mitteln

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