DE731402C - Verfahren zur Gewinnung von eiweissreichen Naehrstoffen auf biologischem Wege - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von eiweissreichen Naehrstoffen auf biologischem Wege

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DE731402C
DE731402C DEF91249D DEF0091249D DE731402C DE 731402 C DE731402 C DE 731402C DE F91249 D DEF91249 D DE F91249D DE F0091249 D DEF0091249 D DE F0091249D DE 731402 C DE731402 C DE 731402C
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Germany
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potato
protein
juice
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amniotic fluid
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DEF91249D
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Dr Hermann Fink
Dr Phil Andreas Hock
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HERMANN FINK DR
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HERMANN FINK DR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/14Fungi; Culture media therefor

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von eiweißreichen Nährstoffen auf biologischem Wege In dem Hauptpatent 7o6 743 ist ein Verfahren zur Herstellung von Eiweiß auf biologischem Wege beschrieben, bei dem unter Verwendung von stärke- oder zuckerhaltigen Ausgangsmaterialien durch amylolytische oder zytolytische Pilze, wie z. B. Aspergillus, Mucor, Penicillumarten u. dgl., in einem einzigen Arbeitsgang ohne besondere chemische :Vorbereitung des stärkehaltigen Ausgangsmaterials eiweißreiche Nährstoffe erhalten werden. Die erwähnten Pilze verzuckern stärkehaltiges Ausgangsmaterial und verwandeln den entstehenden Zucker bei Gegenwart von Stickstoffverbindungen und anderen Nährsalzen in eiweißreiche Pilzsubstanz. In dem Zusatzpatent ; 13 35i ist beschrieben, daßsich Pülpe als fast wertloses Abfallprodukt der Stärkefabrik als Kohlenhydratrohstoff eignet Infolge des bei der Stärkefabrikation eintretenden Auslaugungsprozesses ist aber bei der Verwendung von Pülpe ein verhältnismäßig großer Zusatz von anorganischen Nährsalzen außer der notwendigen Stickstoffzugabe unerläßlich. Es wurde nun gefunden, daß man mit gutem Erfolg Kartoffelfruchtwasser,, das ebenfalls in .der Stärkefabrikation als fast wertloses und lästiges Abfallprodukt anfällt, ,als Nährstoffzuschlag verwenden kann. Im Kartoffelfruchtwasser sind bekanntlich -sowohl Zuckerarten wie Eiweißstoffe und andere Stickstoffquellen, besonders aber fast alle Salz- und Wuclisstoffe der Kartoffeln in reichlicher Menge vorhanden.
  • Man hat zwar schon in Vorschlag gebracht;, das Kartoffelfruchtwasser wieder in ein'-4`-dickter Form auf Pülpe aufzutrocknen, uni, ihren an und für sich geringen Futtertvert bzw. EiweiP,gehalt zu erhöhen. Dabei entstand ein Futtermittel, das in bezug auf Nährstoffe gewissermaßen die Summe aus den beiden Komponenten darstellte. Abweichend von dieser Arbeitsweise handelt es sich bei dem erfinclungsgemäßen Verfahren tun kein blol:)es Zumischen, sondern um die Zwischenschaltung einer biologischen . Ei@`#cil'sviithese, die zti einer starken Vermehrung des endgültigen Eiweißgehaltes führt.
  • . In der Patentschrift 710 167 wird vorgeschlagen, daß die zur Herstellung der Maischen, insbesondere aus wasserarmen, stärkehaltigen Rohstoffen, wie Kartoffeltrocknungsprodukten, Getreide u. dgl., mit dem bei der Verwendung von entwässertem Kartoffelreibsel anfallenden Kartoffelfruchtwasser eingemaischt und daß das für die Verzuckerung notwendige Grünmalz mit Kartoffelfruchtwasser als Einmaischfiüssigkeit eingeteigt wird. Abweichend von diesem Verfahren erfolgt bei dem erfindungsgemäßen der Zusatz des Kartoffelfruchtwassers nicht zum Zwecke der Herbeiführung eines Maisch- oder Verzuckerungsprozesses, da dieser beim erfindungsgemäßen Verfahren gerade vermieden wird, sondern als Nährstoffzuschlag für die auf dem vorher nicht durch enzymatische Maischprozesse abgebauten Pülpematerial wachsenden und eiweißaufbauenden Mikroorganismen.
  • Die Verwertung des Fruchtwassers bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auf verschiedene Weise erfolgen. Z. B. wird Kartoltelpreßsaft nach einem geeigneten Verfahren gewonnen und dem Pülpesubstrat in einer geeigneten Menge zugesetzt, ohne daß dabei der Trockensubstanzgehalt des Materials unter ein erträgliches Maß sinkt. Das gleiche Verfahren kann mit dem im Verhältnis i : 2,5 verdünnten, aus den Trennschleudern der Stärkefabrikation stammenden Kartoffelfruchtwasser oder auch mit einem noch verdünnteren Fruchtwasser durchgeführt werden. Auch kann das koagtilierbareEilveilf der oben aufgeführten Fruchtsäfte vor deren Verwendung nach einem geeigneten Verfahren gefällt werden. Das sich bildende Eiweißkoagulum kann aus dem Preßsaft oder Fruchtwasser vor dessen Verwendung im Sinne -des Verfahrens auf bekannte Weise entfernt werden. Ferner kann, um größere, über den Nä hrsalzbe:darf der Pilze hinausgehende Mengen der Pülpe beizumengen, ein Preß,saft oder ein Fruchtwasser vor der verfalireilsinäl:>igen Verwendung durch Eindampfen oder Ausfrieren konzentriert werden. Auch einer Vergärung oder Verhefung eines Preßsaftes oder Fruchtwassers vor der Äcrwendung steht nichts im Wege.
  • :#An Stelle von Kartotfelpreßsaft oder Fruchtwasser kann aus diesen Lösungen durch Isall;fällung ein Schlamm gewonnen werden und dieser dem Pülpesubstrat zugesetzt werden. Vor der Kalkfällung kann eine Pcinigumg der Fruchtsäfte z. B. durch Fällung mit c'alciumsalzen in schwefelsaurer Lüsung i Gipsfällttl;ngj erfolgen.
  • Für den Fall, daß der Stärkegehalt der Pülpe erhöht «erden soll, können Kartci!fclmasse, Abfallstärke oder andere stärkehaltige Materialien in verschiedenem Verhältnis b(,igefügt werden.
  • Für alle diese Modifikationen ist es vorteilhaft, gleichzeitig durch geeignete @hil @-nahmen eine Entfärbung, Entkeimung und Vernichtung schädlicher Enzyme- utid @\'achstumsliemmstolfe in bekannter Weise lierl)eit:-führen, z. B. durch Zentrifugieren, Filtrieren oder Wärmeanwendung in bekannter Weise.
  • Die übrigen Verfahrensmafnahmen des Haupt- und Zusatzpatents können sinngcm:il.'@ angewandt «-erden.
  • Beispiel i i ooo kg spatenfeste Naßpülpe werden mit Fruchtwasser verknetet, im Henzedämpfer gedämpft und, wie im Zusatzpatent 713 351 beschrieben, aufgetragen. Dann wird das Substrat mit i oo 1 eines hitzesterilisierten Trennschleuderfruchtwassers, dem Sporen von Aspergillus oryzae und So g Ammoniumchlorid zugegeben sind, bedüst. Bei einer Temperatur zwischen 2o und ¢o- setztballd.eiükräftiges Pilzwachstum ein, das nach 2 Tagen abgebrochen werden kann. Der Gehalt des Endproduktes an Roheiweiß, bezogen auf Trokkensubstanz, betrug 12,50'o gegenüber 3,85,;o in der Trockensubstanz des Ausgangsmaterials, während ein Parallelversuch, bei dem an Stelle des Fruchtwassers reines Wasser verwendet wurde, nur ein Roheiweißgehalt des Endproduktes von 6,9,50'o erzielt werdeil konnte. Ein weiterer Parallelversuch, bei dein an Stelle des Trennschleuderfruchttvasser s ein enteiw.eißtes Fruchtwasser verwendet wurde, ergab eine Rohproteinausbeute in gleicher Höhe wie der Hauptversuch. Beispiel 2 i ooo kg spatenfeste Naßpülpe werden itn Henzedämpfer gedämpft, dann wird das Material mit dem Kalkschlamm a-us cool Kartoffelpreßsaft verknetet und in lockerer Form aufgetragen. Sog Ammoniumchlorid werden in wäßriger Lösung aufgesprüht. Geimpft wird durch Aufstäuben von Aspergillus oryzae-Sp.oren. Auch hier setzt bei einer Temperatur von 2o bis ¢o° bald ein kräftiges Pilzwachstum ein, das nach a Tagen ,abgebrochen werden kann. Die Ausbeuten entsprechen den Fruchtwasserversuchen von Beispiel i.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Gewinnung eiweißreicher Nährstoffe auf biologischem Wege nach Patent 7o6 743, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Verwendung von Naß- oder Trockenpülpe als stärkehaltigem Substrat eine notwendige Zugabe fehlender Nährstoffe ganz oder teilweise in Form von Kartoffelpreßsaft oder Kartoffelfruchtwasser verschiedener Konzentration erfolgt. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fruchtwasser das in der Hitze koagulierbare Eiweiß auf übliche Weise vor der Verwendung entzogen wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Kartoffelpreß:saft oder Kartoffelfruchtwasser der aus diesen mit Kalk gefällte phosphatreiche Schlamm verwendet wird, wobei vor der Kalkfällung geeignete Reinigungsverfahren, z. B. eine Gipsfällung oder ein Verfahren nach Anspruch z, vorgeschaltet werden können.
DEF91249D 1942-02-10 1942-02-10 Verfahren zur Gewinnung von eiweissreichen Naehrstoffen auf biologischem Wege Expired DE731402C (de)

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