DE667987C - Verfahren zum Herstellen einer Naehrloesung fuer die Zuechtung von Hefe - Google Patents

Verfahren zum Herstellen einer Naehrloesung fuer die Zuechtung von Hefe

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DE667987C
DE667987C DEST55505D DEST055505D DE667987C DE 667987 C DE667987 C DE 667987C DE ST55505 D DEST55505 D DE ST55505D DE ST055505 D DEST055505 D DE ST055505D DE 667987 C DE667987 C DE 667987C
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yeast
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pulp
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DEST55505D
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Dr-Ing Werner Hoensch
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STAERKEFABRIK KYRITZ GmbH
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STAERKEFABRIK KYRITZ GmbH
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    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/22Processes using, or culture media containing, cellulose or hydrolysates thereof

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Description

  • Verfahren zum Herstellen einer Nährlösung für die Züchtung von Hefe Es ist bekannt, aus Kartoffelpülpe, die im Mittel etwa 3o bis 40°/o Stärke in der Trockensubstanz enthält, durch Trocknen ein haltbares Futtermittel zu gewinnen. Ebenso ist es bekannt, aus dem in den Stärkefabriken abfallenden Schlamm, der im wesentlichen aus einer mit großen Mengen Faserstoffen, Eiweiß und Fruchtwasserresten versetzten Feuchtstärke besteht, die Stärke abzutrennen und aus ihr ein allerdings minderwertiges Kartoffelmehlherzustellen. Da beide Abfallprodukte in, beiden Fällen ein im Verhältnis zu den aufgewandten Mitteln minderwertiges Enderzeugnis ergeben, soll mit vorliegender Erfindung ein Weg erschlossen werden, die wertvollen Kohlehydrate und Eiweißstoffe der Kartoffelpülpe dadurch zur besseren Ausnutzung zu bringen, daß eine zur Züchtung von Nährhefe geeignete Nährlösung hergestellt wird, auf der Hefekulturen gezüchtet werden können, die ihrerseits wiederum ein eiweißreiches Futtermittel darstellen.
  • Nach der Erfindung wird Kartoffelpülpe mit Säuren, vorzugsweise Salpetersäure, unter Druck bis zur völligen Verzuckerung der Stärke und eines erheblichen Teils, etwa 5o°/0, der Cellulosebestandteile behandelt, hierauf mit Ammoniak neutralisiert und gegebenenfalls von den unverzuckerten Rückständen abgepreßt.
  • Das Verfahren beruht auf der neuen Erkenntnis, daß durch die Hydrolyse der Pülpe nicht nur die Stärke vollkommen verzuckert wird, sondern daß dabei auch die Faser- und Korkbestandteile bis zu 5o°/, und mehr in reduzierende Zucker übergeführt werden, d. h. daß 6o bis 65°/o der angewandten Pülpetrockensubstanz in reduzierende Zucker umgewandelt werden. Ebenso kann die im Schlamm bis zu 40°/0 vorhandene Fasermenge zum größten Teil in reduzierende Zucker übergeführt werden, da sich diese Faser leichter aufschließen läßt als die in der Pülpe vorhandene. Die enthaltenen. Filtrate geben gute Nährlösungen für die in an sich bekannter Weise durchzuführende Futterhefezüchtung mit Torulahefen.
  • Bei der praktischen Durchführung des Verfahrens kann man die neutralisierte Lösung entweder eindampfen oder in der für die Futterhefezüchtung besonders wirksamen Konzentration von etwa 2 bis q.0/0 Gehalt an reduzierenden Zuckern verwenden. Es ist auch möglich, die vorher abgepreßte Pülpe bzw. den Schlamm mit Fruchtwasser auf einen Trockensubsta . gehalt von etwa 5 bis io°/o aufzurühren dieses Gemisch zur Verzuckerung zu brin 4, Man erhält dabei ein Produkt, das besonders: reich an organischem Stickstoff ist.
  • Die Pülpe wird zweckmäßig in der Form, wie sie die Auswascheinrichtung der Stärkefabrik verläßt, also mit einem Trockensubstanzgehalt von 3 bis 50/0, in einen Druckautoklaven eingebracht und unter Zusatz von Säure bei einem Druck von 2 bis q. atü hydrolysiert. Ebenso kann derAbfallschlamm behandelt werden, und schließlich kann man auf diese Weise Gemische von Preßpülpe mit Fruchtwasser, Schlamm mit Fruchtwasser und Preßpülpe, Schlamm und Fruchtwasser verzuckern. Nach Beendigung der Hydrolyse wird das Hydrolysationsprodukt mit geeigneten Neutralisationsmitteln auf ein pH von S, o bis 6,o gebracht und von dem nicht verzuckerten Anteil abgepreßt. Zur.Hydrolyse eignen sich alle anorganischen oder organischen Säuren, insbesondere aber Salpetersäure. Die Neutralisation geschieht zweckmäßig mit Ammoniak, da dadurch die für die Ernährung der Hefe notwendige Stickstoffmenge erhöht wird.
  • Da das Verfahren nach der Erfindung in einer einfachen Vorrichtung mit geringem Aufwand an Dampf und Chemikalien durchgeführt wird, ist seine Wirtschaftlichkeit'durchaus gegeben.
  • Die gewonnene Nährlösung kann auch für andere gärtechnische Zwecke benutzt werden, für die man Nährlösungen dieser Art zu verwenden pflegt; ebenso kann man sie unmittelbar als Futtermittel verwenden. Beispiel i `3öö 1@ Pülpe mit einem @@'assergehalt von 'e°%.. werden in einem Druckgefäß mit 8,51 handelsüblicher konzentrierter Salzsäure eine Stunde bei 2 atü verzuckert, dann mit Soda auf ein pH von 5,5 neutralisiert und von dem unverzuckerten Rückstand abgepreßt. Das Filtrat hat einen Gehalt von 1,8% an reduzierenden Zuckern.
  • Beispiel e 30001 Pülpe mit einem Wassergehalt von g7°/0 werden wie oben, aber mit einem Zusatz von io 1 handelsüblicher konzentrierter Salpetersäure verzuckert. Die Neutralisation wird mit Ammoniak auf ein PH von 5,5 vorgenommen. Das Filtrat hat einen Gehalt an reduzierenden Zuckern von z,g°/°.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen, einer Nährlösung für die Züchtung von Hefe, dadurch gekennzeichnet, daß Kartoffelpülpe mit Säuren, vorzugsweise Salpetersäure, unter Druck bis zur völligen Verzuckerung der Stärke und eines erheblichen Teils der Cellulosebestandteile behandelt, hierauf mit Ammoniak neutralisiert und gegebenenfalls von den unverzuckerten Rückständen abgepreßt wird.
DEST55505D 1936-11-17 1936-11-17 Verfahren zum Herstellen einer Naehrloesung fuer die Zuechtung von Hefe Expired DE667987C (de)

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