DE641671C - Krimmerplueschartiges Gewebe und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Krimmerplueschartiges Gewebe und Verfahren zu seiner Herstellung

Info

Publication number
DE641671C
DE641671C DED70284D DED0070284D DE641671C DE 641671 C DE641671 C DE 641671C DE D70284 D DED70284 D DE D70284D DE D0070284 D DED0070284 D DE D0070284D DE 641671 C DE641671 C DE 641671C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pile
threads
fabric
wefts
knobs
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED70284D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DAVISTAN KRIMMER PLUESCH und T
Original Assignee
DAVISTAN KRIMMER PLUESCH und T
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DAVISTAN KRIMMER PLUESCH und T filed Critical DAVISTAN KRIMMER PLUESCH und T
Priority to DED70284D priority Critical patent/DE641671C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE641671C publication Critical patent/DE641671C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D27/00Woven pile fabrics
    • D03D27/02Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
    • D03D27/06Warp pile fabrics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

  • Krimmerplüschartiges Gewebe und Verfahren zu. seiner Herstellung Krimmerpläschgewebe, die in der Hauptsache zur Herstellung von Mänteln, Jacken, Mützen und Besätzen dienen, bestehen bisher aus einer Grundkette und einem Grundschuß und aus einer durch :eine beliebige Abbindung mit deinzelnen Grundschüssen festgehaltenen, Polkette aus vor dem Verweben gekräuseltem Material. Die geschlossenen Noppen der Polkette kommen dadurch zustande, daß in das Polfach Stahlruten (Zugruten) von beliebiger Höhe je nach .der gewünschten Höhe der Flurnoppen leingelegt werden. Die Polfäden umschlingen dein leingelegten Rutenstab und werden dann abgebunden. Schließlich wird die Stahlrute aus der betreffenden Noppenreihe herausgezogen.
  • Je :nach der Qualität des Krimmers wird mehr doder weniger Polmaterial verwendet. Bei geringerer Ware stehen die Noppen vereinzelt, so. daß das Grundgewebe nicht gedeckt wird. Fernger bat die bekannte Krimmerware, bei der die Pgolfäden ja nur in Kettrichtung verlaufen, stets den Nachteil, daß an den. Nähten und Außensäumen des verarbeiteten: Stoffes infolge des Umbiegens die Längszwischenräume als kahle Stellen sichtbar werden, an denen das Grundgewebe zum Vorschein kommt. Auch diejenigen Schu.ßfäden des Grundgewebes, die die Polkette einbinden, sind nicht abgedeckt. Bei leichten Krimmergeweben zieht sich außerdem der nur durch einzelne Schußfäden im Grundgewebe festgehaltene Floxfaden verhältnismäßig leicht heraus, wodurch -das ganze Gewebe unbrauchbar wird.
  • Demgegenüber werden bei dem krianmerplüschartigen Gewebe gemäß der Erfindung unter die Noppen der Polkettfäden und über das Grundgewebe Schüsse aus vor dem Ver-_ weben gekräuseltem Polmaterial so eingelegt, @daß sied die Lücken zwischen den Noppen der Flurkette und die zwischen den Florkettfäden verbleibenden kahlen Längszwischenräume überdecken. Hierdurch entsteht lein neuartiger, gestricktem Gewebe im Charakter nahekommender Stoff.
  • Es ist allerdings bei anderen Gewebearten bereits bekannt, durch Einschlagschüsse Noppen zu bilden. Bei den bekannten. Geweben sind aber derartige Einschlagschüsse, um den Charakter ,des Ursprungsgewebes zu erhalten, stets so- angeordnet, daß sie von den Florketten vollkommen verdeckt werden, also unsichtbar sind. Dementsprechend wird auch für derartige Schüsse bisher niemals gekräuseltes Flurmaterial verwendet.
  • Es ist ferner auch bereits bekannt, bei Walkkrimmern, d. h. bei Krimmergeweben, bei denen während des Webprozesses alle Fäden gestreckt liegen und die Lacken bei seinem Teil .der Fäden durch nachträgliches - Walken des fertigen Gewebes erzeugt werden, lockenbildende Fäden sowohl im Schuß als auch in der Kette zu verwenden. Ganz abgesehen davon aber, daß der Walkkrimmer hinsichtlich der erzeugbaren Krimmerlocken mit dem sogenannten Plüschkrimmer, bei dem ein vor dem Verweben gekräuselter Florfäden verarbeitet ward, überhaupt nicht verglicheal werden kann, kann .eine Überdeckung des Grund-' gewehes durch das schlingenbildende Material bei Walkkrimmer gar nicht erreicht werden, weil dort sämtliche Fäden von vornherein nebeneinanderliegend eingewebt sind; so daß ein Verdecken der Grundfäden durch die schlingenbildenden Fäden auch nach dem Walken nicht eintritt.
  • Beim Erfindungsgegenstand wird dagegen tatsächlich der Vorteil erreicht, daß auch an .denjenigen Stellen, an denen die Florkette zur Abdeckung des Grundgewebes nicht ausreicht, ein. d er Florkette im Charakter gleichartiges gekräuseltes Flormaterial mit kräftigen Schlingen sichtbar angeordnet ist. Die Florfadenschüsse tragen demnach .erfindungsgemäß nicht nur die Noppen der Polkette, sondern füllen zugleich auch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Noppen der Polkette aus und überdecken die Längszwischenräume zwischen den Florkettfäden. Auch an Brudhstellen kann das Grundgewebe rocht sichtbar werden. überraschenderweise wird dabei :eine nahezu vollkommene Imitation des natürlichen Pelzwerks erreicht, weil der durch die Verwendung von Polfäden in Kette und Schuß zunächst deutlich hervortretende Eindruck :eines gewebten Materials durch das in üblicher Weise erfolgende Pressen des Krlmmerplüsches wieder restlos beseitigt wird und an seiner Stelle das Bild eines mit dichter natürlicher Wolle bedeckten Tierfells erscheint. -Gemäß einer besonders zweckmäßigenAusführungsform der Erfindung sind die Noppen der einzelnen Polkettfäden in an sich bekannter Weise gegeneinander versetzt,. und die eingelegten Florfadenschüsse überlaufen jeweils diejenigen Stellen, an denen die Polkette mit dem Grundgewebe abgebunden ist. Auf diese Weise werden demnach außer den Lücken zwischen den einzelnen INTvppen und den Längszwischenräumen auch die Abbindestellen unsichtbar, so daß das Grundgewebe vollkommen durch das Flormaterial abgedeckt ist. Die Abbindung der Polkette selbst kann dabei eine ganz beliebige sein und auch von der bisher bei der Krimmerfabrikation üblichen Abbindung abweichen. Beispielsweise können die Polfäden an jeder Abbindungsstelle mit drei .oder mehr Schüssen im Grundgewebe festgehalten sein. Die bei einer solchen Abbindung auftretenden großen Zwischenräume zwischen den .einzelnen Noppen machten ihre Anwendung bei den bekannten Krimmerg:eweben unmöglich. Beim Erfindungsgegenstand dagegen ist eine solche stärkere Abbindungohne weiteres anwendbar, weil die Zwischenräume von den Florschüssen vollkommen abgedeckt werden.
  • Das neue, der Erfindung entsprechende Gewebe steht seinem Charakter nach etwa in der Mitte zwischen einem gewebten Krimmer und einem gewirkten. Die Haltbarkeit gegenüber dem bekannten Krimmergewebe ist wesentlich verbessert, weil die Polkette, die doppelt abgebunden ist, sich nicht mehr herausziehen kann. Auch bietet das neue Gewebe für die im Gebrauch auftretenden und zur Zerstörung des Gewebes führenden Beanspruchungen wesentlich weniger Angriffspunkte.
  • Die Herstellung des neuen Gewebes erfolgt erfindungsgemäß in der Weise, daß nach dem Einschießen der die Polkette abbindenden Grundschüsse und über diese Schüsse Fäden aus vor .dem Verweben gekräuseltem Polmaterial derart eingelegt werden, daß sie über die Polkettfä:den geführt werden, die in der betreffenden Schußreihe mit den Grundschüssen- abbinden und die übrigen Polkettfäden unterlaufen.
  • Die Flerfadenschüsse werden dabei vorzugsweise über das Grundgewebe geführt. Gegebenenfalls können sie aber auch mit Fäden der Grundkette abbinden.
  • Schließlich ist es beim Erfindungsgegenstand auch möglich, eine Polkette zu verwenden, die mindestens zum Teil aus gekräuseltem Material besteht.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung perspektivisch veranschaulicht. Um sowohl das Ober- als auch das Untergewebe darstellen zu können, sind dabei die Fäden des Obergewebes dünner und die zwischen diesen Fäden vorhandenen Zwischenräume größer dargestellt, als es den natürlichen Verhältnissen entspricht.
  • Fig. i zeigt ein bekanntes Krimmergewebe, während Fig.2 in einem Ausführungsbeispiel ein der Erfindung entsprechendes Gewebe darstellt.
  • In den Abbildungen sind I, 1I, 11I, IV und V fünf Kettfäden des Grundgewebes, die mit 16 Schußfäden i bis 16 abbinden. Zwischen je zwei Kettfäden I, II II, III III, IV IV, V liegen noch weitere Fäden der Grundkette, die der größeren Deutlichkeit wegen nicht mitgezeichnet sind. A, B, C, D und E sind fünf über den Grundkettfäden I bis V verlaufende Fäden der gekräuselten Polkette. Beispielsweise ist dabei sowohl in Fig. i als auch in Fig. 2 die Anordnung so getroffen, daß der Polfaden A mit den Schüssen i und 3, der Polfaden B mit den Schüssen 5 und 7, der Polfaden C mit den Schüssen 13 und 15, der Polfaden D mit den Schüssen 9 und i i und der Polfaden E wieder mit den . Schüssen i und 3 im Grundgewebe abgebunden ist. Gemäß Fig. i sind zwischen den einzelnen Polfäden A bis E erhebliche Zwischenräume vorhanden. Auch werden Fäden des Grundgewebes an all den Stellen sichtbar, an denen die Polkette im Grundgewebe 'abgebunden.ist.
  • Demgegenüber sind gemäß Fig.2 unter die Polkettfäden A bis E und über das Grundgewebe I bis V, i bis 16 Schüsse a bisd aus gekräuseltem Polmaterial eingelegt. Diese Schüsse unterlaufen die von den Polkettfäden gebildeten Noppen und überdecken jeweils die Stellen, an denen die Polkette im Grundgewebe abgebunden ist. Beispielsweise liegt der Polschuß a über dem Polfaden A, verläuft alsdann unter den Polfäden B, C, D . und liegt über dem Polfaden E. Der Polschuß b unterläuft die Polkettfäden A, C, D, E, wähnend er den Polfaden B an der Stelle, an der er im GT-undgewebe abgebunden ist, überdeckt. Der Polschuß c überläuft lediglich den Polfaden D, und der Polschuß d deckt den Polfaden 'C an der Stelle seiner Abbindung im Grundgewebe. Infolge dieser Anordnung ist das Grundgewebe sowohl in den Lücken zwischen den einzelnen Noppen als auch in den Längszwischenräumen und an den Stellen, an denen die Polkette im Grundgewebe abgebunden ist, völlig von Polmaterial überdeckt. Das dargestellte neue Gewebe steht seinem Charakter nach in der Mitte zwischen einem Krimmergewebe und einem Strickgewebe. Die' einzelnen Fäden sind im Gewebe dauerhaft festgelegt, und die Haltbarkeit des Materials ist wesentlich verbessert, zumal der Raum unter den Noppen durch die Polfadenschüsse ausgefüllt ist, so daß beim Gebrauch auftretende zerstörende Kräfte nicht unter die ,Noppen greifen können.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Krimmerplüschartiges Gewebe, dadurch gekennzeichnet, daß unter die Noppen der Polkettenfäden (A bis E) und über das Grundgewebe (I bis V und i bis 16) Schüsse (a bis d) aus. voir dem Vexweben gekräuseltem Polmaterial so eingelegt sind, daß sie die Lücken zwischen den Noppen der Florkette und die zwischen den Florkettenfäden (A bis E) verbleibenden kahlen Längszwischenräume überdecken.
  2. 2. Krimmerplüschartiges Gewebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodkettenfäden (A bis E) an jeder Abbindestelle mit drei oder mehr Schüssen des -Grundgewebes (i bis 16) abgebunden. sind.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung des krimmerplüscha.rtigen.Gewebes nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einschießen der die Polkette abbindenden Grundschüsse (i und 3, 5 und 7, 9 und 11, 13 und 15) und über diese Schüsse Fäden (a bis d') . aus vor dem Verweben gekräuseltem Polmaterial derart eingelegt werden, daß sie über die Palkettenfäden (A bis E), die in der betreffenden. Schußreihe mit den Grundschüssen (i und 3, 5 und 7, 9 und i i, 13 und 15) abbinden, und unter die übrigen Polk ettenfäden (A bis E) geführt sind.
DED70284D 1935-05-09 1935-05-09 Krimmerplueschartiges Gewebe und Verfahren zu seiner Herstellung Expired DE641671C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED70284D DE641671C (de) 1935-05-09 1935-05-09 Krimmerplueschartiges Gewebe und Verfahren zu seiner Herstellung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED70284D DE641671C (de) 1935-05-09 1935-05-09 Krimmerplueschartiges Gewebe und Verfahren zu seiner Herstellung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE641671C true DE641671C (de) 1937-02-10

Family

ID=7060512

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED70284D Expired DE641671C (de) 1935-05-09 1935-05-09 Krimmerplueschartiges Gewebe und Verfahren zu seiner Herstellung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE641671C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3094149A (en) * 1960-11-14 1963-06-18 Orr Felt & Blanket Company Paper makers felt

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3094149A (en) * 1960-11-14 1963-06-18 Orr Felt & Blanket Company Paper makers felt

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0514911A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Doppelstück-Teppichgewebes mit einspuliger Bindung sowie auf diese Weise erhältliche Gewebe
DE641671C (de) Krimmerplueschartiges Gewebe und Verfahren zu seiner Herstellung
DE319324C (de) Verfahren zur Herstellung gemusterter Doppelpluesche
AT149128B (de) Krimmerartiges Gewebe.
DE958100C (de) Kettenflorgewebe mit aus thermoplastischem Kunststoff bestehendem Flor und Ver fahren zu seiner Herstellung
AT362042B (de) Flaechige strickware und verfahren zu deren herstellung
DE3707139C2 (de)
DE3047139A1 (de) Pelz- und/oder federgewebe und verfahren zu dessen herstellung
DE543999C (de) Orthopaedischer Strumpf aus Gummifadenschuss-Kulierware
DE906320C (de) Verfahren zum Herstellen von aufgeschnittenen Flornoppen in Florgeweben
AT137470B (de) Gewebe, insbesondere für Teppiche oder Möbelstoffe.
DE412358C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung eines Textilstoffes aus Kettenwirkware und Gewebe
DE4221376A1 (de) Verfahren zur Herstellung von in der Florebene trennbarem Doppelflorgewebe
DE595008C (de) Verfahren zum Herstellen von Knuepfteppichen auf Teppichknuepfmaschinen
AT113210B (de) Chenillegewebe und Verfahren zur Herstellung desselben.
DE536532C (de) Ruten-Kettenflorgewebe mit durchgewebtem Rueckenmuster
AT214558B (de) Wirkware und Maschine zu ihrer Herstellung
AT142132B (de) Verfahren zur Herstellung von Dickstoffgeweben.
DE595225C (de) Verfahren zur Herstellung eines durch Figurschuesse verstaerkten Gewebes
AT138281B (de) Verfahren zum Herstellen von Geweben.
AT132302B (de) Verfahren zur Herstellung von Schußflorgeweben.
AT104247B (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung eines aus einer Kettenwirkware und einer Webware bestehenden Textilstoffes.
CH182934A (de) Krimmerartiges Gewebe und Verfahren zu dessen Herstellung.
DE550486C (de) Verfahren zur Herstellung von gemusterten Jacquard-Doppelplueschgeweben
AT127634B (de) Verfahren zur Herstellung von künstlichem Pelzwerk.