DE412358C - Verfahren und Maschine zur Herstellung eines Textilstoffes aus Kettenwirkware und Gewebe - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung eines Textilstoffes aus Kettenwirkware und Gewebe

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DE412358C
DE412358C DEP47078D DEP0047078D DE412358C DE 412358 C DE412358 C DE 412358C DE P47078 D DEP47078 D DE P47078D DE P0047078 D DEP0047078 D DE P0047078D DE 412358 C DE412358 C DE 412358C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B39/00Knitting processes, apparatus or machines not otherwise provided for
    • D04B39/06Knitting processes, apparatus or machines not otherwise provided for adapted for combined knitting and weaving

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Verfahren und 1Vlaschine zur Herstellung eines Textilstoffes aus Kettenwirkware und Gewebe. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Maschine zur Herstellung einer Maschenware, die mit Schuß- und Kettenfäden. oder nur mit Schußfäden oder nur mit Kettenfäden durchsetzt ist. Aus Gewebe und Gewirke zusammengesetzte Doppelwaren sind bekannt. Die Eigentümlichkeit der einen Gattung dieser vorbenannten Waren besteht jedoch darin, daB die zwei aufeinanderliegenden Lagen der Doppelware, das Gewebe und die Wirkware, durch abwechselnd von einer Warenschicht zur anderen übergehende Bindeäden vereinigtsind. Es findet also bei dieser Doppelware keine gegenseitig;. Durchsetzung von Maschen- und Webware statt, sondern ein bloßes Au.feinandeiheften der beiden getrennt gearbeiteten Lagen durch besondere Zusatzbindefäden. Bei einer zweiten vorbekannten Textilware, welche aus Kulierware und einer diese Kulierware durchsetzenden Webware hergestellt ist, kommen drei Fädensyst--me zur Verwendung, eines für die Bindung der Maschen, eines für die Schußfäden und eines für die K, ttenfäden. Eine gegenseitige webartige Verschlingung der Ketten- und Schußfäden kommt aber nicht vor, die Vereinigung dieser beiden Fadensysteme erfolgt vielmehr lediglich durch die Maschen des dritten Fadensystems, welche unter den Kettenfäden und über den Schußfäden liegen.
  • Das Verfahren zur Herstellung eines Textilstoffes aus Xettenwirkware und Gewebe nach der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß Schuß- und Kettenfäden, die sich gewebeartig kreuzen, dadurch zum Durchsetzen einer Kettenwirkware gebracht werden, daß die von Lochnadeln. geführten Wirkkettenfäden je zu einer Schleife ausgezogen werden, deren Schenkel in die von W, ebkettenfäden gebildeten Fachkehlen zu liegen kommen und daß dann in dieses Fach der die Fäden verriegelnde Schuß eingetragen, wird.
  • Die Maschine zur Ausführung dieses Verfahrens besteht in der Vereinigung eines Webstuhles mit einem Wirkstuhl derart, daß für beide eine gemeinschaftliche Schützenbahn geschaffen ist, so daß der Schuß beide Waren durchsetzt.
  • Als Ausführungsbeispiel ist auf der Zeichnung die Herstellung einer mit einem einfachen Gewebe durchsetzten Kettenwirkware beschrieben (Abb.2), wie solche unter Benutzung einer mit Zungennadeln arbeitenden Häkelmaschine hergestellt wird (Abb. 3 und 4), Abb. 3 soll in der üblichen Weise andeuten, daß eine voll eingezogene Legemaschine unter i, über i und zurück legt, so daß als Grundmaschenware halber einfacher Trikot entsteht (Abb.4). Die Bildung der Marsche ist durchAbb.8 und 9 skizziert. Abb.8 zeigt die Zungennadel n", die in bekannter Weise in ihrem Bette in ihrer Schaftrichtung auf und ab bewegt wird in ihrer Hochstellung. Abb.9 soll zeigen, wie dann der von dem Wirkkettenbaume a kommende Kettenfaden b durch die Loch- oder Legnadel c in den offenen Haken der Zungennadel gelegt worden ist, worauf sich die Nadel in ihrer Längsrichtung zurückbewegt, so daß die Masche, die dabei unter die Zunge kaim, diese auf den Nadelkopf klappt, damit der Haken abgeschlossen wird (dem Pressen entsprechend). Die Ware wird dann auf der umgeklappten Zunge vorgeschoben - es wird aufgetragen -, bis schließlich die Masche üb--r den Nadelkopf herunterfällt und eine neue Masche fertig wird, welches Tempo mit dem Abschlagen identisch ist. Die Bewegungsvorrichtungen für die Zungennadeln und für die Lochnadeln sind die üblichen und deshalb nicht dargestellt.
  • Um nun dies- Maschenware mit Gewebefäden zu durchsetzen, ist um den Wirkstuhl herum eine Webmaschine derart aufgebaut (Abb. i), daß die Flachkehle der Webkette d mit dem Fach der zu Schleifen auszulenken.-den Wirkkettenfäden zusammenfällt, so daß der Geweheschuß e gegebenenfalls in beide Fächer gemeinschaftlich eingetragen werden kann. Der den Gewebeschuß e eintragende Schützen f wird, da die Bildung von Gewebe-und Gewirkestreifen absatzweise erfolgt, zweckmäßigerweise durch Federschlag in bekannter 'Weise auf seiner Schützenbahn g hindurchgeschnellt. Die Schützenbann g ist aus den Naben der Fadengreifer lt gebildet und hät Rinnen i, in welche sowohl dieWirkkettenfäden als auch die Webkettenfäden sich in ihrer Unterfadenlage hineinlegen (Abb. 5 und 7), so daß sie nicht durch die Schützenreibung beansprucht werden.
  • Die Fachbildung der Gewebefäden erfolgt durch eine oder mehrere Gruppen von Rechenschäften k mit starren Litzenstäben i, die konzentrisch um die Fachkehle bewegt; werden. Die einzelnen Gruppen der Schäfte sind je mittels seitlicher Schilde drehbar gelagert (Abb. io). Die Drehachse o und die Drehrohre p sind konachsial gelagert und werden in bekannter Weise entsprechend der gewünschten Fachbildung von einer Steuerwelle (nach Art der Schaftmaschinen) aus gesteuert. Für das Durchschießen des Schützens f sind die seitlichen Schilde entsprechend ausgenommen _ (vgl. Abb. i o linker Teil).
  • In Abb. i ist noch angedeutet, daß zwecks Herstellung von Doppelgewebe sich die Fachbildung links wiederholen kann, oder daß die Schäfte von der rechten Seite auf die linke Seite übergeführt werden können und dort Gewebefach für einen anderweit @einzulegenden Schußfaden bilden können. Zwecks leichteren Abziehens der fertigen Ware können die Schäfte für diesen Zeitabschnitt beiderseits in die mittlere Hochlage x gebracht werden, so daß die Spannung der nach unten abzuziehenden Ware in die Kettenfädenspannung hineinfällt.
  • In Abb. 5, 6, 7 ist gezeigt, in welcher Art die Wirkfäden durch einen besonders geformten Greifer g zu einem für das Durchschießen des Schützers nötigen Fach ausgelenkt werden. Der Greifer g schwingt im gegebenen Augenblick gleichfalls durch die Stenerwellte mit veranlaßt um i 8o', er geht aus der in Abb. 6 dargestelltem. Lage in die in Abb. 7 dargestellte über. Der Greifer sitzt exzentrisch zu seinür Drehachse Y und ist mit seiner gut abgerundeten, ausgekehlten Greiferspitze seitlich abgekröpft (Abb. 5 unten), so daß er bei seiner Schwingung um i 8o' den von der Lege- oder Lochnadel c vor die Greiferspitzte gelegten Kettenwarenfaden erfaßt (Abb. 6), ihn in die in Abb. 7 gezeigte Lage zur Schleife auszieht, wobei sich der Faden in die auf dem Rücken des Greifers befindliche Nut einlegt, so daß er dort gehalten wird.
  • Ist der Schuß eingetragen und angeschlagen, so bewegt sich der Greifer in seine Anfangsstellung zurück. Das Anschlagen dies Schusses terfolgt tdurch tein aus einzelnen Winkellamellen gebildetes Blatt, welches in, der aus den Abbildungen ersichtlichen Weise ebenfalls durch die- Steuerwelle geradlinig vor- und zurückgetrieben wird (Abb. i, 6,7).
  • Es ist nicht nötig, daß jeder Wirkfaden; zur Schleife ausgezogen und durch den durchsetzenden Schuß gebunden wird, sondern den gewünschten Umständen tentsprechend kann dies nach Art von Musterungen erfolgen (Längsmusterung). Ebenso ist es bei der Webwarenbildung möglich, daß auch andere wie die in Abb.2 gezeigte Leinwandbildung erzeugt werden, wie res auch nicht nötig ist, daß jeder Schuß :durch Greiferschleifen gebunden wird. An Stelle der glatten Wirk-,vare können der Erfindung tentsprechend auch solche mit beliebigen Musterungen mit Noppten oder ähnlichen Gebilden versehene Maschenwaren als Grundware benutzt werden. Ebenso läßt sich durch die aufgezeigte Verbindung von Wirkstuhl mit Webstuhl terreichen, daß auch jede beliebig gemusterte einfache oder Doppelware, gleichgültig ob mit einer oder mehreren Ketten oder mixt reinem oder mitmehreren Schüssen, hergestelltwerdten kann, also z. B. auch Plüsch- u. dgl. Gewebe. Die nach Art der Erfindung hergestellten Waren haben den Vorteil, daß, wenn ein Loch in. ciie Ware gestoßen wird, ein Weiterreißen ausgeschlossen ist.
  • Durch diese Verbindung von Webware und 1laschenware läßt sich erreichen, daß bei :ichtig gewählten, gegensätzlich gewählten Fadenspannungen die Vorteile dies Gewebes mit den Vorteilen der Wirkware vereinigt werden. Es läßt die Vereinigung von Webware und Maschenware die Möglichkeit zu, daß z. B. das Gewebe mit seiner festen Verbindung weitmaschig hergestellt wird und dann die Geivebeporen durch das lockere Maschengebilde ausgefüllt werden. Das Gewebe gibt dem Gebilde die nötige Festigkeit, während das dazwischen eingeschaltete Maschengebilde die Aufnahmefähigkeit für Wasser, Schweiß, Tränkungsmitttel usw. erhöht und sich wegen seiner Durchlässigkeit auch wieder leicht trocknen läßt.
  • Wenn gemusterte Gewebe oder solche mit mehreren Ketten in Vierbindung mit Mastchen,-ware hergestellt werden sollen, werden zweckm.äßigerweise die kreisförmigen Rechenschäfte durch gewöhnliche Schäfte oder durch einen Harnisch ersetzt, so daß gewissermaßen ein gewöhnlicher Webstuhl .auf der rechten Seite der in Abb. i dargestteRten Maschine liegt.
  • Ebenso kann die Maschenware auch unter Benutzung von Spitzennadeln und Presse zwecks Herstellung von gemusterter Maschenware angefertigt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Textilstoffes aus Ketttenwirkware und Gewebe, dadurch gekennzeichnet, daß Schuß-und Kettenfäden, die sich gewebeartig miteinander kreuzen, dadurch zum Durchsetz-en einer Kettenwirkware gebracht werden, daß die von Lochnadeln geführten Wirkkettenfäden je zu einer Schleife ausgezogen werden, deren Schenkel in die von den Webketttenfäden gebildeten Fachkehlen zu .liegen kommien und daß tdann in dieses Fach der die Fäden verriegelnde Schuß eingetragen wird.
  2. 2. Maschine zurr Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, bestlebend aus einem mit seinem Webstuhl vereinigten Kettenwirkstuhl mit gemeinschaftlicher Schützenbahn, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinschaftliche Schützenbahn durch .eine Greiferreihe gebildet wird, welche die Wirkwarenfäden zu fachbildenden Schleifen auslenkt.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schützenbahn Rinnen aufweist, in welchen die Kettenfäden der Webware und die Schleifenteile der Wirkwarenkettenfäden im Unterfach Platz finden.
DEP47078D 1923-11-07 1923-11-07 Verfahren und Maschine zur Herstellung eines Textilstoffes aus Kettenwirkware und Gewebe Expired DE412358C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2774703A1 (fr) * 1998-02-11 1999-08-13 Picardie Lainiere Tissu de draperie, son procede de fabrication et ses utilisations

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2774703A1 (fr) * 1998-02-11 1999-08-13 Picardie Lainiere Tissu de draperie, son procede de fabrication et ses utilisations
EP0936295A1 (de) * 1998-02-11 1999-08-18 Lainiere De Picardie Gardinenstoff, Verfahren zu dessen Herstellung und dessen Verwendungen
US6389851B1 (en) 1998-02-11 2002-05-21 Lainiere De Picardie Cloth fabric, its method of manufacture and use

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