DE640744C - Anordnung zur Anschaltung von UEberwachungseinrichtungen in Fernsprechanlagen - Google Patents
Anordnung zur Anschaltung von UEberwachungseinrichtungen in FernsprechanlagenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/40—Applications of speech amplifiers
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Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Anschaltung von Überwachungseinrichtungen
in Fernsprechanlagen.
Bei der Herstellung und Überwachung von Verbindungen, insbesondere solchen über
Fernleitungen mit und ohne Verstärker, entsteht bekanntlich bei Anschaltung der Überwachungseinrichtungen
der Beamtin (Abfrageapparat, Telephon) eine zusätzliche Dämpfung in den Leitungen, welche durch
den Scheinwiderstand der angeschalteten Einrichtungen hervorgerufen wird, wodurch Störungen
im Gespräch, wie schlechte Verständigung usw., eintreten.
Diese Störungen müssen nach Möglichkeit verhindert, d. h. die bei Anschaltung der
Überwachungseinrichtungen entstehende Änderung der Betriebsdämpfung der Leitung muß möglichst niedrig gehalten werden.
ao Gleichzeitig muß aber auch darauf geachtet werden, daß von den Überwachungseinrichtungen
noch so viel Leistung entnommen werden kann, daß die Beamtin eine ausreichende Uberwachungsmöglichkeit erhält.
Es sind schon Anordnungen bekannt, bei denen die Abfrageeinrichtung der Beamtin
über Ohmsche Widerstände erfolgt. Macht man diese Widerstände hochohmig, daß sie
ihren Zweck, der Leitung möglichst wenig Energie zu'entziehen, d.h. daß die Teilnehmer
bei Anschaltung der Überwachungsein-
t
*) Von dem Patent sucher ist als der Erfinder angegeb, richtung in der Verständigung nicht gestört werden, erfüllen, dann bleibt, da die Widerstände die Energie vernichten, zu wenig Energie für die Überwachungseinrichtungen der Beamtin übrig; nimmt man mittlere Widerstandswerte an, dann erhält wohl die Beamtin noch ausreichende Uberwachungsmöglichkeit, der Hauptzweck, wie vorher erörtert, wird jedoch nicht mehr, höchstens nur unvollständig erreicht. Er wird aber ganz illusorisch gemacht in den Fällen, wenn sich mehrere Beamtinnen gleichzeitig in die Verbindung einschalten.
*) Von dem Patent sucher ist als der Erfinder angegeb, richtung in der Verständigung nicht gestört werden, erfüllen, dann bleibt, da die Widerstände die Energie vernichten, zu wenig Energie für die Überwachungseinrichtungen der Beamtin übrig; nimmt man mittlere Widerstandswerte an, dann erhält wohl die Beamtin noch ausreichende Uberwachungsmöglichkeit, der Hauptzweck, wie vorher erörtert, wird jedoch nicht mehr, höchstens nur unvollständig erreicht. Er wird aber ganz illusorisch gemacht in den Fällen, wenn sich mehrere Beamtinnen gleichzeitig in die Verbindung einschalten.
Ferner sind Anordnungen bekannt, bei denen die Abfrageeinrichtung der Beamtin
über Übertrager mit Kompensationswicklungen an die Leitung -angeschaltet wird,
hauptsächlich zu dem Zweck, das Gleichgewicht nicht zu stören, und wobei die Dämpfung
der Übertrager der Dämpfung der Kunstleitungen angepaßt ist, an deren Stelle die Abfrageeinrichtung mittels Umschalter
mit der Leitung verbunden wird. Diese Anordnungen besitzen aber den Nachteil, daß
immer eine dem verhältnismäßig niedrigen Scheinwiderstand der Überwachungseinrichtung
entsprechende Kunstleitung in Brücke zu den Sprechadern liegt, wodurch namentlich
bei der Mithörmöglichkeit für mehrere Beamtinnen eine erhebliche Zusatzdämpfung auftritt.
'en worden:
Fritz Pßeiderer in Berlin-Wilmersdorf.
Es hat sich erfindungsgemäß auf Grund von Berechnungen und Versuchen herausgestellt,
daß man diese Schwierigkeiten bzw. Störungen dadurch beseitigen kann, daß der';·
Scheinwiderstand der Überwachungseinricff'-^
tung derart bemessen ist, daß bei deren As^/
schaltung eine bestimmte Betriebsdämpfunl^ nicht überschritten wird, wobei der hierfür
erforderliche Scheinwiderstand der Uberwachungseinrichtung durch Transformatoren
mit einem hohen Übersetzungsverhältnis geschaffen wird, über welche die Überwachungseinrichtung
angeschaltet wird und wodurch deren Scheinwiderstand mindestens auf das Zehnfache des Scheinwiderstandes der Leitung
erhöht wird.
Die Erfindung ist nachstehend an einem Aüsführungsbeispiel beschrieben. Abb. ι dient
zur Erläuterung der nachstehenden Berechnung, während Abb. 2 ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung zeigt.
Es wird zunächst an Hand der Abb. ι gezeigt, daß der Scheinwiderstand einer Mithöreinrichtung,
wenn er den zehnfachen Wert des Wellenwiderstandes hat, noch ausreichend ist, um an der Mithöreinrichtung eine brauchbare
Verständigung zu gewährleisten. Es wird weiter gezeigt, daß ein kleinerer Widerstand
ungünstig ist, weil dann die Anschaltung einer Überwachungseinrichtung von den sprechenden Teilnehmern als störend empfunden
wird.
Die Mithöreinrichtungen, um die es sich im vorliegenden Falle handelt, liegen in der
Hauptsache in Fernämtern. Um eine brauchbare Verständigung zu gewährleisten, soll die
Leitungsdämpfung von Teilnehmer Ti zu Teilnehmer T 2 (z. B. über die Fernämter
FAi und FA 2) im allgemeinen einen Wert von etwa 3 Neper nicht überschreiten; davon
entfällt auf die Fernleitung etwa 1 Neper (0,8 bis 1,3). Die Leitungen FAi-Ti bzw.
FA2-T2 haben damit eine zulässige größte
Dämpfung von etwa 1 Neper. Wenn nun z. B. in FA2 mitgehört wird, so
sind die Ströme des Teilnehmers T1 schon so stark gedämpft, daß zwischen Anschaltestelle
der Mithöreinrichtung und Fernsprecher noch eine Dämpfung von 1 Neper zulässig ist,
ohne daß die Verständigung mangelhaft wird. Dies würde gelten, wenn zum Mithören derselbe
Apparat verwendet würde, wie ihn ein Teilnehmer hat. Beim Mithörapparat ist jedoch in Abweichung vom Teilnehmerapparat
nur der Fernhörer eingeschaltet, und man braucht nicht mit dem Verlust der ankommenden
Ströme im Mikrophon zu rechnen. Aus diesem Grunde kann man mit einer etwa 0,4 Neper größeren Dämpfung von der
Leitung aus bis zum Mithörtelephon rechnen als vom FA bis zum Teilnehmer. Wir können
also 1,4 Neper für die Dämpfung von der Anschaltestelle bis zum Telephon als einen
Wert betrachten, der eine ausreichende Überwachung gestattet.
| ■.■.Z:R | Dämpfung Fi- Ue |
Dämpfung Fi —Ft. |
| 0,05 | 1,52 | 0,025 |
| 0,075 | 1,35 | 0,035 |
| 0,1 | 1,2 | 0,05 |
| 0,2 | 0,9 | 0,10 |
Die Tabelle gibt einen Zusammenhang der Dämpfung zwischen Leitung F1 und Mithöreinrichtung
Ue bei verschiedenen Verhältnissen von Wellenwiderstand Z der Leitung zum Eingangswiderstand R der Mithöreinrichtung.
Zugleich ist in der Tabelle der Dämpfungszuwachs eingetragen, welcher zwischen Fi und F 2 entsteht, wenn die Mithöreinrichtung Ue mit dem Eingangs widerstand
R angeschaltet wird.
Man erkennt, daß man von F1 nach Ue
eine Dämpfung von 1,2 Neper und mehr erhält, wenn man den Eingangswiderstand R
von der Mithöreinrichtung Ue zehn- oder mehr als zehnmal so groß als den Wellenwiderstand
der Leitung macht. Hierbei ist vorausgesetzt, daß innerhalb des Stromkreises der Mithöreinrichtung keine wesentliche
Dämpfung mehr durch irgendwelche Vorschaltwiderstände eintritt. Der hohe Widerstand des Mithörstromkreises darf
also, wenn zum Mithören dasselbe Telephon . wie am Sprechapparat verwendet wird, nur
durch Übersetzung des Telephonwiderstandes mit Hilfe eines Transformators hergestellt
werden.
Aus der Tabelle erkennt man weiter den Dämpfungszuwachs von Fi nach F 2 in Abhängigkeit
des Verhältnisses Z: R. Man sieht, daß die Dämpfung Fi—F2 immer mehr
steigt, je mehr Z:R steigt oder R:Z sinkt. Es ist durch Versuche festgestellt worden,
daß ein vorübergehender Dämpfungszuwachs zwischen Fi und F2, welcher kleiner als
0,05 Neper ist, während eines Gespräches nicht wahrgenommen werden kann. Dieser Dämpfungszuwachs entsteht bei i?:Z=io.
Er ist noch kleiner, wenn R: Z einen größeren Wert als 10 annimmt.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 2 zeigt die Anschaltung einer Überwachungseinrichtung
an eine über die Fernleitungen Fi und F 2 verlaufende Verbindung, wobei
ein Zweidrahtverstärker in die Verbindung eingeschaltet ist.
Die Anschaltung der Überwachungseinrichtung erfolgt zweckmäßig an die Sym- ■
metriepunkte der die Verstärkereinrichtung
mit den Leitungen verbindenden Gabelschaltung. Die Verbindung der Verstärkereinrichtung
mit der ankommenden Fernleitung Fi und der weiterführenden Fernleitung F 2 er-
-5 folgt an den Punkten^ und B in an sich bekannter
Weise. An dem Punkt C erfolgt die Anschaltung der Überwachungseinrichtung
über Klinke und Stöpsel o. dgl. in an sich bekannter Weise vermittels des Transformators
to UeMi, UeM 2 mit hohem Übersetzungsverhältnis.
Die Überwachungseinrichtung besteht aus der Mithöreinrichtung T1 und einer Abfrageeinrichtung
mit Mikrophon und Telephon. Diese Anordnung hat den besonderen Vorteil, daß man z.B. bei getrenntenAbfrage-
und Mithöreinrichtungen als letztere ein normales Telephon mit verhältnismäßig geringer
Impedanz verwenden kann oder daß man zum Abfragen und Mithören die gleichen Knrichtungen
benutzen kann.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Schaltungsanordnung zur Anschaltung von Überwachungseinrichtungen in Fernsprechleitungen, insbesondere in solche, in die Verstärker eingeschaltet sind, bei welcher das zur Überwachung dienende Telephon mit Hilfe eines Übertragers an die zu überwachende Leitung angeschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheinwiderstand der Überwachungseinrichtung derart bemessen ist, daß bei deren Anschaltung eine bestimmte Betriebsdämpfung nicht überschritten wird und hierbei der hierfür erforderliehe Scheinwiderstand der Überwachungseinrichtung durch Transformatoren mit einem hohen Übersetzungsverhältnis geschaffen w,ird, über welche die Überwachungseinrichtung angeschaltet wird und wodurch deren Scheinwiderstand mindestens auf das Zehnfache des Scheinwiderstandes der Leitung erhöht wird.
- 2. Anordnung zum Anschalten von Überwachungseinrichtungen an Fernsprechverstärker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtungen unter Zwischenschaltung der Transformatoren mit hohem Übersetzungsverhältnis mit den Symmetriepunkten der Gabelschaltung verbunden werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES95019D DE640744C (de) | 1929-11-17 | 1929-11-17 | Anordnung zur Anschaltung von UEberwachungseinrichtungen in Fernsprechanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES95019D DE640744C (de) | 1929-11-17 | 1929-11-17 | Anordnung zur Anschaltung von UEberwachungseinrichtungen in Fernsprechanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE640744C true DE640744C (de) | 1937-01-11 |
Family
ID=7519086
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES95019D Expired DE640744C (de) | 1929-11-17 | 1929-11-17 | Anordnung zur Anschaltung von UEberwachungseinrichtungen in Fernsprechanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE640744C (de) |
-
1929
- 1929-11-17 DE DES95019D patent/DE640744C/de not_active Expired
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