DE744088C - Lautfernsprechanlage mit Rueckkopplungssperre - Google Patents

Lautfernsprechanlage mit Rueckkopplungssperre

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DE744088C
DE744088C DES132034D DES0132034D DE744088C DE 744088 C DE744088 C DE 744088C DE S132034 D DES132034 D DE S132034D DE S0132034 D DES0132034 D DE S0132034D DE 744088 C DE744088 C DE 744088C
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Expired
Application number
DES132034D
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English (en)
Inventor
Bernhard Seiffert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M9/00Arrangements for interconnection not involving centralised switching
    • H04M9/08Two-way loud-speaking telephone systems with means for conditioning the signal, e.g. for suppressing echoes for one or both directions of traffic

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interconnected Communication Systems, Intercoms, And Interphones (AREA)

Description

  • Lautfemsprechanlage mit Rückkopplungssperre Die Erfindung betrifft eine Lautfernsprechanlage mit Rückkopplungssperre und verfolgt den Zweck, die in diesen Anlagen auftretenden Rückkopplungsstörurngen, die sorg. eIektroakustischen ,`Rückk2pplumgen zu vermeiden.
  • Anordnungen, die den gleichen Zweck verfolgen, sind bereits mehrfach bekannt. Die bekannten Anordnungen beruhen grundsätzlich auf der Anwendung von Sperreinrichtungen, von denen z. B. je eine in dem Zweig für die abgehende und ankommende Sprechrichtung liegen. Sie werden durch die abgehenden oder ankommenden Sprechströme gesteuert und sperren den jeweilig zur Übertragung nicht benutzten Sprechweg. Diese Einrichtungen -,entsprechen noch nicht den an degartige Anlagen gestellten Anforderungen, insbesondere weil durch die unvermeidlichen Schaltzeiten der für die Zwecke der Sperrung verwendeten Relais usw. Sprachverstümmelungen entstehen und die Sperrung der jeweiligen Sprechrichtung stets eine vollständige ist, wodurch wieder beim Gegensprechen Schwierigkeiten entstehen.
  • Diesen Schwierigkeiten versuchte man bereits dadurch zu begegnen, daß man die, insbesondere die akustischen Rückkopplungen hervorrufenden Einrichtungen, Mikrophon und Lautsprecher, in einer Brückenschaltung anordnete, wobei man als Mikrophon und Lautsprecher gleiche Systeme, z. B. dynamische Lautsprecher, verwendete. Aber auch diese Anordnungen genügen nicht den Anforderungen insbesondere deshalb; weil sich .das äußerst labile Gleichgewicht der Brückenschaltung beim praktischen Gebrauch nicht einhalten ließ, auch mußten mehrere vollkommen gleiche Lautsprechersysteme in einer Brückenanordnung angewendet werden.
  • Deshalb hat man schon versucht, unter Fortfall der Brückenschaltungen und durch Verwendung nur eines einzigen Gerätes gleichzeitig als Lautsprecher und als Mikrophon die Schwierigkeiten zu beheben. Man benutzte einen dynamischen Lautsprecher, der mit den beiden Sprechzweigen über je eine auf .der Tauchspule angebrachte Wicklung verbunden wurde. Zur Vermeidung der gegenseitigen Beeinflussung, d. h. der elektrischen Kopplung zwischen den beiden Spulen und damit der beiden Sprechkreise wurde eine Kompensationsschaltung gewählt.
  • Die Kompensation der in den beiden Wicklungen der Tauchspule erzeugten Spannungen bereitet aber große Schwierigkeiten. Man hat in dem einzigen bekannten Falle .der Anwendung einer solchen Anordnung (bei der Sprachübertragung beim Fernsehen) zu besonderen sogenannten Kunstgriffen Zuflucht nehmen müssen. Auch ist bei Anwendung dieser Kompensationsmethode die Übertragung von einem Teilnehmer zum anderen über Vierdrahtleitungen Voraussetzung, eine übertragung über Zweidrahtleitungen ist wegen der dann eintretenden Rückkopplung nicht möglich.
  • Es sind bereits Lautsprechanordnungen bekannt, bei denen mehrere je aus zwei Trockengleichrichtern, Kondensator und Übertragern bestehende Dämpfungsnetziverke verwendet werden. Auch die Wirkungsweise dieser Dämpfungsnetäwetke und deren Trockengleichrichter beruht auf einem wesentlich anderen Prinzip als die Dämpfungsgleichrichter des Erfindungsgegenstandes. Von diesen Netzwerken liegen einige im Mikrophon- und einige im Lautsprecherkreis. Sie werden durch die Anodenströme der Verstärkerröhren der beiden Kreise gesteuert und bewirken unter Zuhilfenahme weiterer Trockengleichrichter die Gitterpotentialverlagerung der genannten Röhren und damit bei entsprechendem negativem Potential die Sperrung dieser Röhren, wodurch die Übertragung in der einen bzw. anderen Richtung verhindert wird. Die Anodenströme der einen Richtung fließen über die Gleichrichter der Netzwerke in Längsschaltung und die Anodenströme der anderen Richtung über die Gleichrichter der -Netzwerke in Querschaltung. Sie besitzen also keinen gemeinsamen Steuerstromkreis, sondern deren zwei. Die Gesamtanordnung stellt eine Brückenschaltung dar mit Steuerung durch Gitterpotentialverlagerung, deren Nachteile, insbesondere der schwierige Abgleich, bekannt sind. Alle aufgeführten Schwierigkeiten werden erfindungsgemäß durch die gleichzeitige Anwendung und das Zusammenwirken teilweise für sich einzeln bekannter Merkmale beseitigt, derart, daß in den beiden mit Verstärkern ausgerüsteten Sprechzweigen Trockengleichrichter a1 s Dämpfungsglieder vorgesehen sind, die von einem z. B. durch ein Tiefpaß bestimmten Teilfrequenzband der abgehenden Sprechströme nach deren Gleichrichtung gesteuert werden und in Abhängigkeit von dieser Beeinflussung durch den Steuergleichstrom und von ihrer Anordnung in den Sprechzweigen z. B. mit einem vorgeschalteten Hochpaß die Rückkopplungsströme, nicht aber die vom fernen Teilllehm;erherkommendenSprechströme sperren, und daß die Sprechzweige an ihrem einen Ende über einen Gabelübertrager mit der Leitung nebst deren 21#,'gchbildung verbunden und an dem anderen Ende durch einen Gabelübertrager abgeschlossen sind, mit welchem ein dynamischer Lautsprecher nebst seiner Nachbildung verbunden ist, der gleichzeitig als Mikrophon dient und dessen Tauchspule nur eine Wicklung gemeinsam für die abgehenden und ankommenden Sprechströme besitzt.
  • Die erfindungsgemäße Anordnung besitzt den bekannten Anordnungen gegenüber den Vorteil, daß die den letzteren anhaftenden Mängel völlig beseitigt und eine restlose Unterdrückung der elektrischen und akustischen Rückkopplung in Lautfernsprechanlagen ermöglicht wird. Insbesondere wird erst durch den nur einen und für beide Dämpfungsgleicir1-richter gemeinschaftlichen Steuerstromkreis, also durch die gleichzeitige Steuerung beider Sprechrichtungen in einem Vorgang (Sperrung der einen, Freigabe der anderen) eine kontinuierliche, stufenlose Veränderung bzw. Verschiebung der Dämpfung in den beiden Sprechzweigen bei stets gleichbleibender Gesamtdämpfung und das sofortige Gegensprechen ohne besonderen Stimmenaufwand und ohne Verzögerungen und das dadurch entstehende Verlorengehen einzelner Silben und Wörter ermöglicht. Dies lediglich in Abhängigkeit von der Anordnung der Dämpfungsgleichrichter .in den beiden Sprechzweigen, Längs- bzw. Querschaltung, unter Verlneidung schwierig abzugleichender Brückenschaltungen. Die Verwendung nur der abgehenden Sprechströme zur Steuerung der Dämpfungsgleichrichter bedeutet gleichfalls eine wesentliche Vereinfachung der Steuervorgänge, es bleibt eine Sprechrichtung völlig frei davon.
  • Nachstehend ist die Erfindung an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben und ihre Wirkungsweise erläutert. Dargestellt und beschrieben sind nur die zur Erläuterung des Erfindungsgedankens erforderlichen Teile einer Anlage.
  • Dargestellt ist eine Teilnehmerstelle einer Lautfernsprechanlage, verbunden mit der Übertragungsleitung L über den Gabelübertrager Ueä= mit der Leitungsnachbildung R12. In dem Sprechzweig für die abgehende Sprechrichtung liegt der Verstärker hl, in dem Sprechzweig für die ankommende Sprechrichtung der Verstärker V=. Die Enden der beiden Sprechzweige sind abgeschlossen durch den Gabelübertrager Uegl, an den der gleichzeitig auch als Mikrophon dienende Lautsprecher ML an sich normaler Ausführung über seine Tauchspule SP mit einer Wicklung nebst einer den Lautsprecher nachbildenden. Nachbildung N1 angeschlossen ist. . In dem Sprechzweig für die abgehende Sprechrichtung liegt, und zwar in einer Ader desselben der als Dämpfung zur Sperrung der Rückkopplungsströme dienende Trockengleichrichter GI in Reihe, d. h. in sogenannter Längsschaltung, während in -dem Zweig für die ankommende Sprechrichtung in Brücke an den Adern desselben, in sogenannter Querschaltung, zu dem gleichen Zweck der Trockengleichrichter G2 liegt.
  • Die vom MikrophonML bei der Besprechung durch den Teilnehmer ausgehenden Sprechströme gelangen über .den Gabelübertrager Uegl in den Zweig für die abgehende Sprechrichtung, an den Verstärker Tal und die Einrichtung VGL. Letztere ist so beschaffen, daß sie nur ein Teilfrequenzband, z. B. die tieferen Frequenzen der Sprache z. B. bis 45o Hz, durchläßt, .die dann verstärkt und gleichgerichtet werden und zur Steuerung der Dämpfungen GI und G2 dienen. Der gleichgerichtete Steuerstrom fließt über beide Dämpfungen GI und G2 gleichzeitig. Solange kein Gleichstrom über dieselben fließt, stellen sie schwachen Wechselströmen gegenüber einen hohen Widerstand dar, der jedoch auf einen ,geringen Wert sinkt, sobald sie gleichzeitig von Gleichstrom durchflossen werden.
  • Wenn also jetzt der Teilnehmer spricht, so fließen .die über dem Verstärker V1 verlaufenden Sprechströme über den Gabelübertrager Ueg2 ungehindert in die Leitung L. Gelangen nun bei ungenauer Leitungsnachbildung N2 ein Teil der Sprechströme über den Übertrager Ueg' in den Zweig für die ankommende Sprechrichtung, so wirkt der Gleichrichter G2 zufolge seiner Anordnung in Brücke an den Adern, in Querschaltung, als Nebenschluß für diese Teilsprechströme, und diese können nicht mehr über .den Verstärker T72 als Rückkopplungsströme zur Ausgangsstelle zurückgelangen. Für die vom entfernten Telnehmer am .anderen Ende der Leitung L= her ankommenden Sprechströme bildet der Gleichrichter GI keine Behinderung, da, wenn dieser Teilnehmer spricht und über @die GLeichrich-_ ter GI und G2 kein Steuergleichstrom fließt, der Gleichrichter G2 seinen hohen Widerstand besitzt und alsdann für die -ankommenden Sprechströme auch keine Dämpfung darstellt. Aber auch, wenn der entfernte Teilnehmer gegenspricht, während der andere Teilnehmer noch nicht zu sprechen aufgehört hat, kann der Gegensprechende mit seiner Stimme jederzeit durchgreifen, .da, wie aus den vorstehenden Ausführungen zu entnehmen ist, die Sperrung durch den Gleichrichter G= für die Sprechströme keine vollständige ist. Es können also bei der erfindungsgemäßen Anordnung, auch wenn die Nachbildung N1 des Lautsprechermikrophons keine ideale ist, keine elektrischen Rückkopplungen auftreten, und .die akustische Rückkopplung ist durch die Verwendung eines einzigen Gerätes als Mikrophonlautsprecher vermieden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Lautfernsprechanlage mit Rückkopplungssperre, dadurch gekennzeichnet, daß in den beiden mit Verstärkern (V1, V=) ,ausgerüsteten Sprechzweigen, abgehend und ankommend, Trockengleichrichter (GI bzw. G2) als Dämpfungsglieder vorgesehen sind, die von einem z. B. durch ein Tiefpaß bestimmten Teilfrequenzband der abgehenden Sprechströme nach deren Gleichrichtung gesteuert werden und in Abhängiglzeit von dieser Beeinflussung durch den Steuergleichstrom und von ihrer Anordnung in den Sprechzweigen, Längs-bzw. Querschaltung, z. B. mit einem vorgeschalteten Hochpaß die Rückkopplungsströme, nicht aber .die vom fernen Teilnehmer herkommenden Sprechströme sperren, und daß die. Sprechzweige an ihrem einen Ende über einen Gabelübertrager (Ueg2) mit der Leitung (L) nebst -deren Nachbildung (N2) verbunden und an dem anderen Ende durch einen Gabelühertrasger (Uegl) ,abgeschlossen sind, mit welchem ein dynamischer Lautsprecher (ML) nebst seiner Nachbildung (N1) verbunden ist, der gleichzeitig als Mikrophon dient und dessen Tauchspule nur eine Wicklung gemeinsam für die abgehenden und ankommenden Sprechströme besitzt.
  2. 2. Lautfernsprechanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung der Sperrgleichrichter ein Teilfrequenzband des Sprachfrequenzbandes, vorzugsweise die tieferen Frequenzen verwendet werden.
  3. 3. Lautfernsprechanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Steuerung der Sperrgleichrichter verwendeten Teilfrequenzen der Sprache durch eine Steuereinrichtung (VGL) ausgesiebt, verstärkt und gleichgerichtet werden und einen für beide Sperrgleichrichter gemeinsamen Steuerstromkreis bilden. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegen-,standes vom Stand ,der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften ... Nr. 5o.1 122, 510465, 5775:28, 561gio, 677043, schweizerische Patentschrift Nr. i 5o 481; britische - - 430567.
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