DE638772C - Verfahren zur Gewinnung eines Heilmittels gegen Geschwuelste - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung eines Heilmittels gegen GeschwuelsteInfo
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Description
- Verfahren zur Gewinnung eines Heilmittels gegen Geschwülste Das Patent 633 156 hat ein Verfahren zur Gewinnung eines Heilmittels gegen Geschwülste, insbesondere bösartige, zum Gegenstand, und es kommt dabei darauf an, daß niedere Wassertiere, wie insbesondere Muscheln, zweckmäßig nach Tötung und Zerkleinerung, mit Extraktionsmitteln bzw. Aceton behandelt und die erhaltenen Extrakte, zweckmäßig nach Einengung bzw. Entfernung des Extraktionsmittels und gegebenenfalls weiterer Reinigung, zur Anwendung gebracht werden. Weiterhin hat sich nun ergeben, daß das Heilmittel in entsprechender Weise sich auch gewinnen läßt durch Verwendung anderer Seetiere, insbesondere von Fischen, wie Hering, Schellfisch oder Kabeljau, sowie von Crustaceen, wie Krebsen und Hummern, als Ausgangsmaterial. Namentlich haben sich die Fische und Crustaceen der Nordsee hierfür als geeignet erwiesen.
- Die Verarbeitung dieser Fische und Crustaceen auf das Heilmittel gegen Geschwülste erfolgt in ganz entsprechender Weise, wie dies im Hauptpatent 633 156 für die Verarbeitung der Miesmuscheln und ähnlicher Wassertiere beschrieben ist. Die in dieser Beziehung dort im einzelnen gemachten Angaben über die Gewinnung des Präparats aus den Tierkörpern gelten also in vollem Umfange auch hier. Dabei kann man nach Belieben entweder den Gesamtkörper der Fische oder Crustaceen einschließlich Haut und Gräten-bzw. Schalen verarbeiten, ihn also mehrfach durch den Wolf treiben, und dann der Extraktion in der im Hauptpatent 633 r56 beschriebenen Weise unterwerfen, oder man kann sich auch damit begnügen, lediglich das Fleisch der Fische oder Crustaceen dieser Behandlung zu unterwerfen. Beispielsweise verfährt man folgendermaßen: io kg Heringe werden im ganzen mit Eingeweiden und Gräten zweimal durch den Wolf zerkleinert und gegebenenfalls im Vakuum bei 5o bis 6o° C getrocknet. Man erhält eine bräunlich aussehende Masse, die pulverisiert und für spätere Weiterverarbeitung aufbewahrt werden kann. Gewöhnlich wird aber der frische Fischbrei sofort ohne Trocknung weiterverarbeitet. Man extrahiert aus ihm den wirksamen Körper, indem man io kg des Breies mit etwa 50 1 Aceton überschichtet. Nach etwa zwei- bis dreitägigem Stehen, unter öfterem Umrühren, wird die überstehende Flüssigkeit abgegossen und die Extraktion mit der gleichen Acetonmenge wiederholt. Die gewonnenen Extrakte werden vereinigt; das Aceton wird durch Destillation abgetrennt. Die verbleibende wäßrige Lösung enthält die Extraktstoffe und wird im Wasserbade bis zur Sirupkonsistenz eingedickt. Man erhält etwa z oo bis zoo g einer dunkelbraunen Masse. Sie besitzt einen deutlichen, aber nicht unangenehmen Fischgeruch.
- Die Masse wird nunmehr, gegebenenfalls, nach Verreiben mit etwas Wasser, mehrmals mit Äther ausgeschüttelt, um hiermit eineR'1 wesentlichen Teil unerwünschter Begleitstot zu entfernen. Diese Behandlung wird so 'lange durchgeführt, bis der Äther farblos geworden ist. Man kann aus, dem nach Abtrennung des Äthers verbleibenden wäßrigen Rückstand die letzten Reste von Äther durch Hindurchleiten eines indifferenten Gases, wie Stickstoff, rasch vertreiben. Aus der zurückbleibenden wäßrigen Lösung wird das Wasser durch vorsichtige und wiederholte Behandlung mit immer konzentrierterem Alkohol herausgenommen, was leicht möglich ist, da die Wirkstoffe in absolutem Alkohol unlöslich sind. Diese Behandlung -wird so oft durchgeführt, bis man eine pulverig bröckelige Masse erhält. Der restliche Alkohol wird aus ihr im Vakuum entfernt. Man gewinnt ;.auf diese Weise etwa q.o bis 5o g eines äk@:äunen Pulvers, das den Wirkstoff in für die @@`e'hndlg" genügend hoher Konzentration :ftfliält , .
- r
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung eines Heilmittels gegen Geschwülste, insbesondere bösartige, Zusatz zu Patent 633 156, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Muscheln aridere Seetiere, insbesondere Fische, wie Hering, Schellfisch oder Kabeljau, oder Crustaceen, wie Krebse und Hummern, als Ausgangsmaterial verwendet und einer entsprechenden Verarbeitung unterworfen werden.
Priority Applications (1)
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| DEA73787D DE638772C (de) | 1934-08-01 | 1934-08-01 | Verfahren zur Gewinnung eines Heilmittels gegen Geschwuelste |
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| DE638772C true DE638772C (de) | 1936-11-23 |
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- 1934-08-01 DE DEA73787D patent/DE638772C/de not_active Expired
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