DE617989C - Verfahren zur Herstellung von Acetylverbindungen aus polymeren Kohlenhydraten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acetylverbindungen aus polymeren Kohlenhydraten

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DE617989C
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Germany
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reaction
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acid
acetyl
acetyl compounds
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DEH131982D
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English (en)
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Dr Eduard Faerber
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HOLZHYDROLYSE AG
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HOLZHYDROLYSE AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Acetylverbindungen aus polymeren Kohlenhydraten Erhitzt man konzentrierte Lösungen von monomeren Kohlenhydraten mit Säuren, so entstehen polymere Kohlenhydrate (Polyglukosane). Wenn man beispielsweise eine wässerige Glukoselösung, die einige Prozent Salzsäure enthält, rasch zur Trocknungbringt, so entstehen im -durchschnittlichen Molekulargevzcht tetramere Kohlenhydrate. Einbilliges Ausgangsprodukt liefert die Verzuckerung von eellulosehaltigen Stoffen, wie Holz, durch konzentrierte Säuren, insbesondere Salzsäure. Bei der bekannten Trocknung dieser Lösung durch Zerstäuben im heißen Luftstrom erhält man das tetramere Kohlenhydrat in besonders feiner pulveriger Form.
  • Es ist bereits bekannt, Holzmehl und Lignin mit Hilfe von Essigsäureanhydrid und Eisessig zu acetylieren. Dabei muß man aber mit ,einem Vielfachen der theoretisch erforderlichen Menge von Essigsäureanhydrid arbeiten. Auch zur Umwandlung von polymeren Kohlenhydraten zu Acetylverbindungen muß man bis jetzt .einen großen überschuß von Essigsäureanhydrid und reiner Essigsäure als Lösungsmittel anwenden.
  • Demgegenüber gelingt -es in überraschend einfacher und wirtschaftlicher Weise, die polymeren. Kohlenhydrate (Polyglukosam), die durch Einwirkung von Säuren, insbesondere Salzsäure, entstanden sind, in Gegenwart eines sauren Kondensationsmittels mit wenig mehr als der theoretisch berechneten Menge Anhydrid und ohne ein weiteres Verdünnungsmittel zu acetylieren. Dies gelingt besonders dann, wenn man als Kondensationsmittel Schwefelsäure oder Chlorzink und ein von .seiner Herstellung her noch schwach salzsäurehaltiges Kohlenhydrat benutzt. Die Menge der Kondensationsmittel kann dabei sehr niedrig gehalten werden.
  • Wenn man zu i oo Teilen des in der angegebenen Weise gewonnenen feinpulverigen Kohlenhydrats! (Holzzucker, Dextrin) i oo Teile Essigsäureanhydrid zusetzt, so tritt zunächst keine sichtbare Reaktion ein. Fügt man nun z Teile konzentrierte Schwefelsäure, in weiteren 5o Teilen Anhydrid gelöst, hinzu, so löst sich das Kohlenhydrat in kurzer Zeit unter starker Erwärmung auf, und die Acetylierung ist nach wenig mehr als i Stunde beendet. Man kann deh. geringen überschuß an Essigsäureanhydrid in hochwertiger Form wiedergewinnen, indem man ihn mit der berechneten Menge absolutem Alkohol verestert, wobei die Reaktionswärme zum Abdestillieren des entstandenen Essigesters ausgenutzt wird. Der mit Wasser ausgewaschene Rückstand ist ein nach dem Trocknen leicht pulverisierbares amorphes Produkt. Es löst sich ohne hydrolysierende Nachbehandlung in wenig Alkohol und Chloroform auf. Mau kann durch Niedrighalten, der Temperatur Produkte herstellen, die in kaltem #Benzol nur quellen und -sich erst in der Hitze aufläsen.
  • Arbeitet man mit Chlorzink als Kondensationsmittel, so genügt ges, auf ioo Tiede Zucker und i3o 'bis i5o Teile Essigsäureanhydrid o,5 bis z Teile Chlorzink zuzusetzen.. Nach kurzem Erwärmen auf 5o° löst sich der Zucker auf und ist in i Stunde fertig acetyfiert.
  • Würde man dagegen an Stelle des sauren .ein basisches Kondensationsmittel, z. B. Anilin, Diphenylamin, Pyridin,, benutzen, so müßte man einige Stunden lang auf über 50°, z. B. auf 8o°; erwärmen, um die Acetylierung vollständig durchzuführen. Man würde aus einer Mischung von ioo Teilen polymerem Holzzucker, 3oo Teilen Essigsäureazihydrid und io Teilen Anilin nach sechsstündigem Erwärmen auf 8o° etwa i6obis i8oTeile des in Alkohol oder organischen Flüssigkeiten löslichen, in Wasser unlösUchen Aoetylzuckers erhalten.
  • Zur Reinigung der Acetylptodukte kann man die Mischung nach Beendigung der Reaktion mit ungefähr dem gleichen Volutuen .Benzol verdünnen und daraus durch .allmählichen Zusatz von Fetroläther zuerst die Verunreinigungen und dann die reinen, fast weißen Acetylverbindungen ausfällen. Ani diese Weise ist es auch leicht, ,das überschüssige Essigsäureanhydrid und die Essigsäure durch Abdestillieren der zugefügten Kohlenwasserstoffe wiederzugewinnen.
  • Die Verfahrensprodukte lasen sich als Grund- oder Ausgangsstoff für die Herstellung von Kunstmassen und Anstrichmitteln verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Acetylverbindungen aus polymerisierten Kohlenhydraten, die durch Einwirkung von Säuren, insbesondere Salzsäure, entstanden sind - (Polyglukosane), dadurch gekennzeichnet, daß man das feingepulverte Kohlenhydrat, das noch Reste von Säureenthalten kann, unmittelbar mit einem geringen Üb.erschuß von Essigs.äureanhydrid in Gegenwart eines sauren Kondensationsmittels zusammenbringt und das in Wasser unlösliche Acetylprodukt nach Beendigung der Reaktion auswäscht oder ausfällt. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB man nach Beendigung der Reaktion in dem Acetylierungsgemisch den Überschuß an Essigsäureanhydrid durch Umsetzung mit Alkohol verestert und die Bestandteile der Lösung; gegebenenfalls nach Entfernen eines Teils des Essigesters,- durch Pietroläther oder .ein Gemisch von Benzol und Petroläther fraktioniert ausfällt.
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