DE613165C - Photographisches Belichtungsmaterial zur Herstellung von Farbrasteraufsichtsbildern - Google Patents

Photographisches Belichtungsmaterial zur Herstellung von Farbrasteraufsichtsbildern

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DE613165C
DE613165C DEW86722D DEW0086722D DE613165C DE 613165 C DE613165 C DE 613165C DE W86722 D DEW86722 D DE W86722D DE W0086722 D DEW0086722 D DE W0086722D DE 613165 C DE613165 C DE 613165C
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CARL ROECHLING
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/04Additive processes using colour screens; Materials therefor; Preparing or processing such materials

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Photographisches Belichtungsmaterial zur Herstellung von Farbrasteraufsichtsbildern Zur Herstellung von photographischen Bildern nach dem Farbrasterprinzip ist bereits ein Material bekannt, bei welchem die gewöhnliche, in sich geschlossene, homogene lichtempfindliche Schicht entsprechend der Farbe der Rasterelemente in der Weise empfindlich ist, daß eine Teilsensibilisierung der lichtempfindlichen Schicht angestrebt wird. Dabei liegt. der Farbraster zwischen dem Träger und der lichtempfindlichen Schicht. Zur Herstellung werden mit Farbstoff und, soweit nötig, mit einem Sensibilisator versehene kugelförmige Gebilde, die entsprechend der Farbe sensibilisiert sind, auf einen mit einer Klebeschicht versehenen Träger aufgetragen, und zwar mit Abständen, so daß,keine verschieden gefärbten Kügelchen mit denen der anderen Farben in Kontakt kommen. Darüber wird eine lichtempfindliche farbenblinde Schicht gebreitet, welche die Sensibilisatoren der Kügelchen in sich aufnehmen soll. Um ein seitliches Diffundieren der Sensibilisatorstoffe und ein unfiltriertes Durchgehen der Lichtstrahlen zu vermeiden, werden die Zwischenräume mit einer geeigneten Füllmasse, z. B. Ruß oder aktiver Kohle, ausgefüllt.
  • Das so gewonnene Belichtungsmaterial eignet sich nicht zur Herstellung von Aufsichtsbildern; denn ist der Träger undurchsichtig, wie es bei Aufsichtsbildern der Fall sein muß, so kann durch den Träger hindurch nicht belichtet werden. Belichtet man aber von der Schichtseite her, so treffen die Lichtstrahlen zuerst die Emulsion und dann erst die Farbrasterelemente, d. h. die Schicht wird belichtet, bevor eine Filterung der Lichtstrahlen eintritt. Außerdem entstehen bei Belichtung von der Trägerseite her parallaktische Verschiebungen, wenn die Betrachtung von der Schichtseite erfolgt, da der Betrachtungswinkel nicht mehr dem Einfallswinkel des Lichtes bei der Aufnahme entspricht.
  • Darüber hinaus ist dies bekannte Belichtungsmaterial auch noch mit anderen Mängeln behaftet.
  • Vor allein kann es keine regelmäßige Verteilung der Farbrasterkörner und der Sensibilisierungsstoffe mit so kleinen Abständen besitzen, wie es zur Herstellung befriedigender Farbrasterbilder notwendig ist. Ferner ist die örtliche Sensibilisierungweder in dem erforderlichen Ausmaß dosierbar, noch kontrollierbar, da sich der Sensibilisierungsprozeß von innen her durch Diffundieren der in den Farbrasterpartikeln enthaltenen Sensibilisator:en in die darüberliegende, lichtempfindliche Schicht abspielt. Schließlich kann bei diesem Material weder der Farbraster noch die örtliche Sensibilisierung der Emulsion praktisch lückenlos sein mit dem Erfolge, daß erhebliche Farbverluste entstehen müssen. Denn um eine schädliche Anhäufung gleicher Farbkörner an einzelnen Stellen und ein seitliches Diffundieren zu vermeiden, müssen zwischen den einzelnen Farbrasterkörnern die obenerwäbnten Zwischenräume angeordnet werden. Ferner wurde ein Verfahren beschrieben, bei welchem lichtempfindliche Emulsionen in drei Teile geteilt wurden, deren einer blau angefärbt, der zweite rot sensibilisiert und entsprechend angefärbt, der dritte grün sensibilisiert und ebenfalls entsprechend angefärbt wurde. Diese Emulsionen wurden getrocknet, gemahlen und miteinander verinischt und auf einen -mit Klebestoff versehenen Träger aufgetragen. Befriedigende Ergebnisse mit der Teilsensibilisierung nach diesem Verfahren konnten nicht erreicht werden, da die Filterwirkung erst in einer gewissen Tiefe des so sensibilisierten Materials eintritt. Infolgedessen ist man genötigt, eine sehr dichte Anfärbung vorzunehmen, welche bei der Aufnahme zwangsläufig zu einer ganz unerwünschten Verlängerung der Aufnahmezeiten und für Aufsichtsbilder zu einer Verdunkelung der Farben und des gesamten Bildes führt. Eine gleichmäßige Abschwächung der Farbenpartikel zur Herstellung eines brauchbaren Aufsichtsbildes ist aber praktisch mit befriedigendem Ergebnis undurchführbar. Hinzu kommt noch, daß durch die Beigabe der Farbe in die Silberemulsion eine Verdrängung der Silberkörner erfolgt und infolgedessen eine genügende Deckung im Farbbild nicht erreicht wird, was sich in einer ungenügenden Farbwiedergabe auswirkt.
  • Das erfindungsgemäße Material benutzt ebenfalls die gewöhnliche, in sich geschlossene, homogene lichtempfindliche Schicht. Es wird jedoch zur Beseitigung der erwähnten Mängel nicht der Farbraster zwischen Träger und örtlich sensibilisierter Schicht, sondern letztere zwischen Träger und Farbraster angeordnet. Ist daher der Träger undurchsichtig, wie zur Gewinnung von Aufsichtsbildern erforderlich, dann müssen bei Belichtung von der Schichtseite her die Lichtstrahlen vor dem Auftreffen auf die örtlich sensibilisierte Emulsion die Farbrasterelemente durchdringen; sie werden vor ihrer Einwirkung auf die lichtempfindliche Schicht gefiltert. Die Verteilung der Farbrasterelemente auf der Schicht und die Verteilung der entsprechenden örtlichen Sensibilisierung der lichtempfindlichen Schicht kann vollkommen gleichmäßig und praktisch lückenlos vorgenommen werden, da die Notwendigkeit, die lichtempfindliche Schicht von den Farbrastereleinenten aus durch Diffundieren örtlich empfindlich zu machen, entfällt. Eine weitere Folge davon ist, daß die Sensibilisierung, entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen, genau dosiert und geregelt werden kann; d. h. es kann jeweils so viel Sensibilisierungsstoff verwendet werden, als zur ,einwandfreien örtlichen Sensibilisierung durch die ganze Tiefe der lichtempfindlichen Schicht hindurch erforderlich ist.
  • Unter den gelben Rasterelementen braucht die lichtempfindliche Schicht nicht notwendig gelb sensibilisiert zu sein; an die Stelle der Gelbsensibilisierung kann auch Grünsensibilisierung treten.
  • Zweckmäßig verwendet man eine kontrastreich arbeitende örtlich sensibilisierte, lichtempfindliche Schicht.
  • Die grünen Elemente des Farbrasters können aus beständiger gelber und herauslösbarer blauer Farbe zusammengesetzt sein.
  • Die Herstellung des erfindungsgemäßen Materials erfolgt auf dem Weg, daß man auf die gewöhnliche lichtempfindliche Schicht zunächst die blauen Rasterelemente aufbringt, sodann für eine andere Farbe sensibilisiert, die -Rasterelemente von dieser Farbe aufbringt, für eine weitere Farbe sensibilisiert und schließlich die dieser `Sensibilisierung entsprechenden Farbelemente aufträgt. Die Rasterelemente können in Gestalt eines das Lösungsmittel des Sensibilisators abstoßenden Druckes, z. B. in Fettdruck, aufgebracht werden.
  • In der beiliegenden Figur ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Materials im Stadium der Herstellung gezeigt.
  • Auf den Träger r wird in üblicher Weise ein gewöhnliche, nur für blaues Licht empfindliche, zweckmäßig konfrastreich arbeitende Schicht 2 aufgebracht. Sodann werden auf die Schicht z zunächst die blauen Rasterelemente 3 allein aufgedruckt. Ist dies geschehen, so wird die Schicht grün sensibilisiert. Der Druck der blauen Rasterelemente 3 ist aus solchem Material, welches den Sensibilisator abstößt. Zweckmäßig wird Fettdruck verwendet. Auf die grünsensibilisierte Schicht werden nun ebenfalls in Fettdruck die grünen Rasterelemeate q. aufgebracht. Nach diesem Vorgang wird rot sensibilisiert. Hierauf werden endlich die roten Rasterelemente 5 aufgebracht. -Es ist damit im großen und ganzen erreicht, daß die Schicht z unter den verschiedenen Rasterelementen nur für die Farbe des darüberliegenden Elements lichtempfindlich ist. Unter den roten Rasterelementen ist die Schicht allerdings auch grünempfindlich, da ja diese Stellen sowohl grün, als rot sensibilisiert sind. Statt der grünen Rasterelemente könnte man auch gelbe Rasterelemente verwenden. Ferner kann die lichtempfindliche Schicht unter den gelben Rasterelementen grün sensibilisiert sein.
  • Für den Aufsichtsfarbraster sind grüne Elemente erforderlich, da die sonst verwendeten gelben Elemente rote Strahlen nicht absorbieren. Es ist jedoch andererseits erforderlich, in der Aufsicht ein gelbes Element oder zum mindesten ein sehr gelbliches Grün zu haben. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, daß man der Druckfarbe für gelbe Rasterelemente blaue, wasserlösliche Anilinfarbe beimischt, derart, daß beim Druck tatsächlich ein grünes Element entsteht. Dieses absorbiert die roten Strahlen, so daß der Aufsichtsfarbraster einwandfrei wirkt. Beim Entwickeln, Fixieren oder Waschen des belichteten Materials wird die blaue Anilinfarbe herausgewaschen, so daß auf dem Aufsichtsbild nur mehr gelbe oder gelblichgrüne Rasterelemente vorhanden sind.
  • Um eine Einfärb:ing des Trägers i zu verhindern, kann dieser mit einer weißen Lackschicht 6 überzogen sein. Der Träger besteht z. B. aus Papier.
  • Bestehen alle Elemente des Farbrasters aus Fettdruck, so können sie beispielsweise zum Zwecke der Einwirkung des Entwicklers und der sonstigen üblichen photographischen Bäder auf die lichtempfindliche Schicht in an sich bekannter Weise etwa mit Benzin entfettet werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Photographisches Belichtungsmaterial zur Herstellung von Farbrasteraufsichtsbildern, bestehend aus einer lichtempfindlichen Schicht, welche unter den Rasterelementen entsprechend deren Farbe empfindlich ist, dadurch - gekennzeichnet, daß die örtlich empfindliche Schicht zwischen den Rasterelementen und dem Träger liegt.
  2. 2. Material nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Verwendung einer lichtempfindlichen Schicht, welche unter den gelben Rasterelementen grün empfindlich ist.
  3. 3. Material nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch Verwendung einer kontrastreich arbeitenden, örtlich verschieden empfindlichen Schicht. q..
  4. Material nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbraster grüne Elemente enthält, welche aus beständigen gelben und herauslösbaren blauen Farben zusammengesetzt sind.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung einer örtlich verschieden empfindlichen Schicht nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß man auf diese zunächst die blauen Elemente aufbringt, sodann für eine andere Farbe sensibilisiert, die Rasterelemente von der betreffenden Farbe aufbringt, für eine weitereFarbe sensibilisiert und schließlich die dieser Sensibilisierung entsprechenden Farbelemente aufträgt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterelemente in Gestalt eines das Lösungsmittel des Sensibilisators abstoßenden Druckes, z. B. Fettdruck, aufgebracht werden.
DEW86722D 1931-08-14 1931-08-15 Photographisches Belichtungsmaterial zur Herstellung von Farbrasteraufsichtsbildern Expired DE613165C (de)

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