DE656255C - Beidseitig beschichteter photographischer Film - Google Patents
Beidseitig beschichteter photographischer FilmInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/005—Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
- G03C1/46—Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein having more than one photosensitive layer
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Description
- Beidseitig beschichteter photographischer Film In der Patentschrift 505 :147 ist ein photographisches Aufnahmeverfahren zur Bewältigung großer Helligkeitsgegensätze beschrieben, bei dem zwei lichtempfindliche Schichten getrennt belichtet und nach dem Entwickeln usw. vereint kopiert oder vergrößert werden.
- 1=s erschien wünschenswert, die Umständlichkeiten des Aufnahmeverfahrens zu vereinfachen und womöglich den Vorgang einer Vereinigung von Unter- und Überbelichtung direkt in ein Aufnahmematerial zu verlegen.
- Die Versuche, Emulsionsschichten verschiedener Empfindlichkeit übereinandergelagert gleichzeitig zu belichten, sind bekannt. Es konnten sich aber bisher, abgesehen von dem für Röntgenbilder bestimmten Material, Doppelschichten für Naturaufnahmen nicht dauernd behaupten. Ihre Anwendung ist nämlich mit folgenden Nachteilen verbunden: A. Bei Platten (z. B. Sandellplatten) i. Der Entwicklungsfortschritt und sein schließliches Ergebnis sind nicht mit dem Auge zu verfolgen, weil die stets höher empfindliche Oberschicht sehr dicht entwickelt werden muß, damit überhaupt eine genügende Reduktion der Unterschicht erfolgt.
- 2. Die Entwicklerenergie wird durch die in der Oberschicht erfolgende Bromabspaltung derart herabgesetzt, daß die an die Unterschicht herantretende Lösung nur mehr träge zu reduzieren vermag, wobei (nach i.) Eintritt und Erfolg der Silberausscheidung in der Unterschicht unkontrollierbar und deshalb unsicher bleiben. Wird aber die Oberschicht dünn genommen, so gibt sie unzureichende Deckung der Schattendurchzeichnung.
- 3. Entwickeln, Fixieren, Wässern und Trocknen nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. B. Bei Filmen i. Sind die Emulsionen direkt übereinandergelagert, so gilt das unter A Gesagte.
- 2. Wird aber ein Zellhornträger beiderseits mit Emulsion beschichtet, so ergeben sich für Naturaufnahmen so starke Streuungen in der rückseitigen Emulsion, daß kein einwandfrei brauchbares Material auf diese Weise zu gewinnen war. Je weniger empfindlich, also feiner im Korn, die Emulsion ist, desto mehr streut sie. Sollen aber die bei dem in der Einleitung bezeichneten Verfahren gewonnenen Erfahrungen verwertet werden, so darf die Rückschicht nur etwa -i/ioo der auf die Vorderschicht fallenden Lichtmenge aufnehmen. Allein durch Unterschiede der Emulsionsempfindlicbkeiten von Ober- und Unterschicht war ein befriedigender Erfolg nicht herbeizuführen.
- Die Erfindung schaltet eine lichtverschluckende Schicht zwischen die beiden Emulsionen ein, die entweder im Entwickler, Fixierbad oder schließlich durch die Wässerung entfärbt wird.
- Nun sind zwar Anordnungen, die überhaupt Filterschichten zwischen Emulsionen benutzen, z. B. aus den Tripacks, längst bekannt, aber sie sind da ganz anders beschaffen und verfolgen einen ganz anderen technischen Zweck; den nämlich, die Farbenumsetzung, und nur diese, umzugestalten.
allgemeine und weitgehende Lichtabsorption die Helligkeitsstufen in zwei vollständig verschiedene Tongruppen zu zerlegen, von denen jede ein für sieh unbrauchbares Teilbild liefert. - Natürlich können der lichtraubenden Zwischenschicht auch auswaschbare Filterfarbstoffe beigegeben werden. Das Entscheidende bleibt aber die allgemein lichtschwächende Wirkung, die zwischen den Empfindlichkeiten der beiden Emulsionen ein Verhältnis von ungefähr i : ioo herzustellen hat.
- Die Entwicklung der hoehempfindlichen Vorder- und der stark lichtgeschwächten Rückschicht setzt beim Film, im Gegensatz zu der doppelt beschichteten Platte, beiderseits gleichzeitig mit derselben ungeschwächten Kraft ein, verläuft rasch und bleibt dabei; weil der Aufbau jedes einzelnen der beiden Teilnegative deutlich zu verfolgen ist, kontrollierbar.
- Eine Lichtstreuung ist; abgesehen von der Kornfeinheit, um so größer, je intensiver das Licht an der betreffenden Stelle einwirkt. Sehr stark geschwächtes Licht vermag daher keine breiten Streuungen mehr hervorzurufen, zumal wenn besonders feinkörnige Emulsionen vermieden werden. In die Rückschicht
herabgesetzt erscheint. Natürlich kann in an sieh bekannter Weise.auch der Zusatz eines Schirmfarbstoffes dazu beitragen; die Reste einer Streuung in der Rückschicht noch weiter einzuschränken. - Das sich aus der Zwischenschaltung der lichtschwächenden Schicht ergebende Empfindlichkeitsverhältnis der Emulsionen muß so beschaffen sein, daß die Heiligkeitsstufen von Licht- und Schatteneinzelheiten derart differenziert aufgezeichnet werden, wie sie unser Auge wahrnimmt. Das für Kontrastobjekte bewährte Verhältnis von i : ioo kann daher für weniger gegensatzreiche Vorwürfe auch herabgesetzt werden.
Claims (1)
- PATENTAN SPRIT CII Beidseitig beschichteter photographischer Film, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Emulsionen, die eine hohe Allgemeinempfindlichkeit haben, eine durch die photographischen Bäder entfärbbare lichtabsorbierende Schicht liegt, die das Licht erheblich, d. h. etwa im Verhältnis i : ioo; schwächt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK130064D DE656255C (de) | 1933-05-07 | 1933-05-07 | Beidseitig beschichteter photographischer Film |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK130064D DE656255C (de) | 1933-05-07 | 1933-05-07 | Beidseitig beschichteter photographischer Film |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE656255C true DE656255C (de) | 1938-02-01 |
Family
ID=7247030
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK130064D Expired DE656255C (de) | 1933-05-07 | 1933-05-07 | Beidseitig beschichteter photographischer Film |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE656255C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE972390C (de) * | 1955-01-22 | 1959-07-09 | Gruner & Sohn | Verfahren zum Reproduzieren von Vorlagen und Originalen fuer Druckzwecke, insbesondere Tiefdruckzwecke, unter Vermeidung der Handretusche |
| DE2040131A1 (de) * | 1969-08-14 | 1971-03-11 | Eastman Kodak Co | Mehrschichtiges direktpositives photographisches Aufzeichnungsmaterial |
| FR2487089A1 (fr) * | 1980-07-21 | 1982-01-22 | Drexler Tech | Matiere a deux couches photosensibles pour enregistrement d'informations |
-
1933
- 1933-05-07 DE DEK130064D patent/DE656255C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE972390C (de) * | 1955-01-22 | 1959-07-09 | Gruner & Sohn | Verfahren zum Reproduzieren von Vorlagen und Originalen fuer Druckzwecke, insbesondere Tiefdruckzwecke, unter Vermeidung der Handretusche |
| DE2040131A1 (de) * | 1969-08-14 | 1971-03-11 | Eastman Kodak Co | Mehrschichtiges direktpositives photographisches Aufzeichnungsmaterial |
| FR2487089A1 (fr) * | 1980-07-21 | 1982-01-22 | Drexler Tech | Matiere a deux couches photosensibles pour enregistrement d'informations |
| DE3125715A1 (de) * | 1980-07-21 | 1982-02-25 | Drexler Technology Corp., Palo Alto, Calif. | Doppelseitiges photographisches silberhalogenidmaterial |
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