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Verfahren zur Erzeugung von Röntgenbildern.
Damit die auf eine durchsichtige photographische Platte oder Film festgelegten Röntgenbilder genau betrachtet werden können, werden dieselben meistens vor einer Lichtquelle aufgestellt, u. zw. derart, dass sich das Bild zwischen der Lichtquelle und dem Auge befindet. Öfters braucht von einem dergleichen Bild nur ein kleiner Teil untersucht zu werden, und in diesem Falle, kann es hinderlich sein, dass sich um diesen Teil herum eine verhältnismässig grosse Oberfläche der Platte befindet, die zwar zum Röntgenbild des photographierten Körpers oder seiner Umgebung gehört, aber für die Prüfung ohne Bedeutung ist und dazu Anlass gibt, dass die Aufmerksamkeit von dem zu untersuchenden Teile abgelenkt wird.
Nament- lich bei stereoskopischen Röntgenaufnahmen ist diese unerwünschte Flächenfüllung bei der Betrachtung des zweifachen Bildes öfters sehr hinderlich, während sieh dieser Naehteil auch bei einfachen Bildern geltend macht.
Zur Beseitigung dieser hinderlichen Wirkung hat man bereits mit Jalousien versehene Liehtkasten benutzt. Diese Jalousien werden vor den nicht zum zu untersuchenden Teil des Bildes gehörenden Plattenteil geschoben.
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die Beseitigung des obenerwähnten Nachteiles in weit einfacherer Weise bezweckt. Gemäss der Erfindung wird der ausserhalb des festzulegenden Teiles des Röntgenbildes liegende Teil der photographisehen Platte ganz oder teilweise der Wirkung von Röntgenstrahlen, bzw. der Wirkung von mittels Röntgenstrahlen erzeugten photoaktiven Strahlen ausgesetzt. Dies kann sowohl vor als auch nach der Herstellung der
Röntgenaufnahme geschehen. Einfachheitshalber wird im folgenden nur von Nachbestrahlung gesprochen werden, womit aber die Anmeldung n ; cht darauf beschränkt werden soll.
Die Naehbestrahlung der nicht zum eigentlichen Röntgenbild gehörenden Teile der Platte kann dadurch stattfinden, dass die Stelle des Bildes bedeckt wird, worauf die Platte in gleicher Weise wie bei der Erzeugung des Bildes bestrahlt wird. Der bedeckte Teil bleibt dann unbelichtet und das Bild darauf bewahrt oder aber er bleibt geeignet, bei einer nachherige Aufnahme belichtet zu werden. Die nachbestrahlen Teile sind nach der Entwicklung gleich schwarz und absorbieren das Licht, wenn die Photo- grahien mit durchfallenden Lichtstrahlen betrachtet werden, was eine angenehme Wirkung für das Auge herbeiführt.
Die Nachbestrahlung braucht nicht von derselben Seite wie bei der Aufnahme vorgenommen zu werden. Bei der Erzeugung des Bildes und der Naehbestrahlung der Platte kann man die Röntgenstrahlen von verschiedenen Seiten auf die Platte fallen lassen. In diesem Falle kann man die Bedeckung an der einen Seite der Platte an Ort und Stelle lassen und die Platte zwischen den beiden Vorgängen einfach umdrehen.
Die Erfindung umfasst weiter eine Kassette für photographische Platten oder Filme, die zur Erzeugung von Röntgenbildern mit Hilfe des Verfahrens gemäss der Erfindung benutzt werden kann. Wenn die photographische Platte in der Kassette angeordnet ist, so wird sie an einer Seite teilweise durch eine oder mehrere Platten oder aber durch einen oder mehrere Wandteile der Kassette bedeckt, die aus einem für Röntgenstrahlen nicht oder schlecht durchlässigen Material bestehen (z. B. Blei) und deren Form,
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Man erhält eine sehr zweckmässige Ausführungsform einer solchen Kassette, wenn dieselbe so angeordnet wird, dass die Platten oder Wandteile, die bei der Nachbestrahlung die Röntgenstrahlen absorbieren sollen (Deckplatten), auswechselbar sind.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. 1 und 2 zeigen einen Schnitt nach Linie II bzw. eine Draufsicht eines Ausführungsbeispieles der Kassette gemäss der Erfindung. Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie IIII der Kassette, in der die verschiedenen darin enthaltenen Bestandteile einzeln veranschaulicht sind.
Die in den Figuren dargestellte Kassette ist zur Erzeugung von stereoskopischen Röntgenbildern geeignet. Dabei werden hintereinander zwei Röntgenaufnahmen gemacht, die nebeneinander auf einen Film oder Glasplatte festgelegt und von zwei in einiger Entfernung, voneinanderliegenden Punkten aus belichtet werden.
In sämtlichen Figuren ist 1 eine platte rechteckige Dose, die mittels eines Deckels 8 lichtdicht verschlossen werden kann. Die Dose und der Deckel können aus Aluminium oder einem andern für Röntgenstrahlen leicht durchlässigen Material hergestellt sein. Die Kassette enthält einen Verstärkungs- schirm 3 mit einer photographischen Platte oder Film 4. Der Verstärkungsschirm dient zur Erhöhung der Rontgenstrahlenwirkung auf die photographische Platte. Er absorbiert Röntgenstrahlen und vermag infolgedessen ein photographisch wirksames Fluoreszenzlicht auszustrahlen.
Der Schirm 3 mit der Platte 4 ruht auf einer aus einem einigermassen nachgiebigen Material. 5, z. B. Filz, bestehenden Schicht. Unter dieser Schicht sind zwei Bleiplatten 7 und 8 angeordnet. Diese
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Letzterer kann aus der Kassette herausgenommen und durch einen andern Behälter ersetzt werden ; er kann auch mit Platten von anderer Form und Grösse versehen sein.
Der Deckel 2 ist bei 10 mittels Scharnieren an der Kassette befestigt und kann mittels Verschlussklammern 11 geschlossen werden. Bei der Erzeugung eines Röntgenbildes wird die Kassette In geschlossener Lage bestrahlt, u. zw. an der Seite des Deckels.
- Nach der Belichtung wird die ganze Kassette umgedreht, so dass der Boden nach der Röntgenstrahlenquelle hingekehrt ist, worauf sie aufs neue einer Bestrahlung ausgesetzt wird, wobei die Bleiplatten
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bildet, so dass die Röntgenstrahlen um den von den Patten 7 und 8 abgedeckten Teil herum auf die photographische Platte einwirken können. Nach der Entwicklung der Negative wird somit der während der Bestrahlung nicht von den Bleiplatten 7 und 8 abgedeckte Teil eine gleiche Schwärzung aufweisen und bei der Betrachtung kein hinderliches Licht durchlassen.
Anstatt der Abdeckplatten 7 und 8 in einem gesonderten Behälter anzuordnen, wie beim beschriebenen Ausführungsbeispiel, können dieselben auch einen Teil des Bodens der Kassette 1 bilden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von Rontgenbildern, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere ausserhalb des gewünschten Röntgenbildes liegenden Teile der photographischen Platte für sich ganz oder teilweise der Wirkung von Röntgenstrahlen ausgesetzt werden.